^^^'C^fiü^^iiiTi^Sk'Ä^^''^' ^':^^!f^ '•*• >^r-^ ARCHIV FÜE lATTJE&ESCIICSTE. I GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN, FORTGESETZT VON W. F. ERICHSON, F. H. TROSCHEL UND E. VON HÄRTENS. HERAUSGEGEBEN Dr. F. HILGENDORP, CUSTOS DES K. ZOOLOG. MUSEUMS ZU BERLIN. FÜNFlJNDFtNFZIGSTJER JAHRGANG. II. BAND. Berlin 1889. NICOLAISCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG E. STRICKER. Inhalt des zweiten Bandes. Erstes Heft. Seite Dr. Ernst Schaff. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Säagethiere während des Jahres 1888. Allgemeines 1 Anatomie und Physiologie 4 Entwickhing 34 Biologie (Land- und Forstwirthschaft) 52 Geographische Verbreitung und Faunen 62 Fossile Säugethiere 67 Systematik 82 Aiit. Reichenow. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 1. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxiderniie 102 2. Anatomie, Embryologie 104 3. Hautbedeckung, Pterylographie, Flugvermögen 108 4. Mauser, Abänderungen, Bastarde 110 5. Palaeontologie 111 6. Geographische Verbreitung, Wanderung, Faunistik 111 7. Lebensweise 133 8. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel 137 9. Systematik 143 Dr. Oskar Boettger. Bericht über die Leistungen in der Herpeto- logie während des Jahres 1888. Reptilia. Allgemeines 163 Anatomisches, Ontogenie, Biologie, Palaeontologisches(vergl. auch die einz. syst, Abth.) 166 Faunistisches (desgl.) 179 Systematisches (Lacertilia, Rhiptoglossa, Pythonomorpha, Ophidia, Ornithosauria, Dinosauria, Crocodilia, Chelonia, Sauropterygia, Ichthyopterygia,Rhynchocephalia, Protero- sauria, Proganosauria, Theromorpha 192 IV Batracliia. Allgemeines 239 Anatomie, Ontogenie, Biologie und Palaeontologie (vergl. auch die einz. syst. Abth.) 240 Faunistisches (desgl.) 246 Systematisches (Ecaudata, Caudata Stegocephala) . . . 251 Dr. F. Hilgendorf. Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des Jahres 1887. Allgemeines 273 Anatomie und Physiologie 273 Entwicklung (incl. Phylogenie) 300 Biologie 310 Nutzen und Schaden. Fischzucht 312 Faunen 315 Fossile Fische 326 Systematik 328 Dr. Joh. Thiele und Dr. W. Kobelt. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der üalakologie während des Jahres 1888. L Bericht über AUg., Physiol., Anat. u. Entwickl. v. Dr. Thiele. Zeitschr., Jahresberichte, Sammelwerke, Lehrbücher und Vermischtes 378 Vermischte Mollusken 380 Amphineura 385 Scaphopoda 387 Cephalopoda 387 Lamellibranchiata 395 Gastropoda 406 IL Ber. über die geogr. Verbreitung, System, und Biologie von Dr. Kobelt. Verzeichniss der Publikationen 429 1. Geographische Verbreitung 443 2. Systematik 452 3. Biologie, Verwendung. Zucht etc , . 469 Zweites Heft. Dr. Ph. Bertkaii. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1888. Allgemeines 1 Arachnoidea 29 Linguatulina 31 Acarina 31 Tardigrada 39 Opiliones 40 Chernetina 41 Pedipalpi 42 Scorpiones 43 Seite Araneae 43 Solifugae 57 Myriapoda 57 Peripatina 57 Chilognatha 58 Chilopoda 60 Insecta 62 Thysanura 62 Rhynchota 64 Orthoptera (Genuina, Physopoda u. Pseudoneuroptera) .... 80 Neuroptera , . . . . 105 Diptera 107 Lepidoptera , . 127 Hymenoptera 170 Coleoptera 199 Dr. (t. Herbert Fowler. Bericht über die Leistungen in der Carcino- logie während des Jahres 1887 (Uebersetz. v. Dr. F. Hilgeudorf.) Verzeichniss der Publicatiouen (mit Besprechung der Anatomie, Physiologie, Entwicklung, Faunistik) 265 Uebersicht nach dem Stoff (zu vorstehendem Verzeichniss) . . . 277 Systematik 279 Drittes Heft. Prof. Dr. M. Braun. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der freilebeuden Wärmer während des Jahres 1888. 1. Vermes im Allgemeinen 1 2. Ringelwürmer 7 3. Aberrante Formen 37 4. Freilebende Plathelminthes 39 Anhang (Dicyemidae u. Orthouectidae ; Trichoplax; Haplodiscus) . 44 Dr. von Liustow. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1888, Allgemeines . . : 46 Nematoden 49 Gordien 72 Acanthocephalen 75 Trematoden 76 Cestoden 84 Dr. W, Michaelsen. Jahresbericht über die JBryozoen für 1888. Anatomie, Physiologie, Biologie 93 Systematik, Faunen 97 Palaeontologie 106 VI Seite Dr. A. CoUin. Bericht über die Brachiopodenliteratnr des Jahres 1888. Litteraturverzeichniss 108 Allgemeines, Anatomie, Biologie 109 Faimistik, Systematik 110 Dr. Maximilian Meissner. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Hchmodermen im Jahre 1888. Verzeichniss der Publicationen (mit Besprechung der Anatomie, Physiologie, Entwicklung, Faunistik) 111 Uebersicht dazu nach dem Stoff 128 Systematik 129 Dr. E. Vanhöffeu. Jahresbericht für 1888 über die Coelenteraten mit Ausschluss der Spongien und Anthozoen. Verzeichniss der Publicationen 135 Allgemeines 139 Hydromeduseu 143 Hydrocorallinae 147 Siponophoren 147 Scyphomedusen 158 Otenophorae 162 Fossilia 163 Dr. A. Ortmauu. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Anthoxoen während des Jalires 1888. Ontogenie 167 Morphologie, Anatomie, Histologie 168 Systematik und Faunistik 172 Palaeontologie 173 Riffbildung 175 Bericht ül)er die Leistungen in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. Von Dr. Ernst Sehäff. Berlin. Allgemeines. Allsten, E. E., Natural History in Southern Germany. — Rep. Rugby School Nat. Hist. Soc. 1887, p. -29—40 (Erschienen 1888). Ball, V., Further Notes on the Identification of the Animals and Plants of India which were known to early Greek Authors. — Proc. R. Irish Acad. III S. T. I, p. 1—9. Bolau, Heinrich, Waltiere, in Neumayr's Anleitg. z. wissensch. Beob. auf Reisen. 2. Aufl. Bd. II, p. 363—372. Anleitung zur Untersuchung und Präparation toter Wale und ihrer Teile, Masssehema, Beobachtung lebender Wale. Brass, A., Kurzes Lehrbuch der normalen Histologie des Menschen und typischer Tierformen. Mit 210 Abbldgn. Leipzig 1888. Büchner, Eugen, Instruktion zum Sammeln von Säugetieren. St. Petersburg 1888. Leider russisch! Chauveau, Ad., Trattato di anatomia comparata degli animali domestici, riveduto e aumentato colla collaborazione di S. Arloing. Prima traducione italiana nella terza edizione francese a cura dei dottori Frederico Boschetti e Vittorio Collucci, coli' aggiunta di un appendice d'istologia generale del dott. Tommaso Longo. Torino 1888. Davis, J. R. Ainsworth, A Text-book of Biology: comprising vegetable and animal Morphoiogy and Physiology. Philadelphia 1888. Ellen berger, W., Grundriss der vergleichenden Histologie der Haussäugetiere. Mit 373 Abbildgn. und einem Anhang: Anleitung zu histologischen Untersuchungen. Berlin 1888. Flower, W. H., Einleitung in die Osteologie der Säugetiere. Nach der 3. unter Mitwirkung von Hans Gadow durchgesehenen Original- Ausgabe. Mit 134 Figg Leipzig 1888. Arch. f. Natuigesch. Jahrg. IgSO. Bd. H. H. 1. 1 2 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Deutsche Uebersetzung der 1885 erschienenen III. Aufl. des bekannten englischen Werkes. Gill, Theod., Eutheria and Prototheria. — Auieric. Naturalist Vol. 22., p. 258—259. Verf. betont, dass er die Ausdrücke Prototheria uud Eutheria in einem andern Sinn brauche als es Huxley thut, bei dem die Be- zeichnungen lediglich Synonyme für Ornithodelphia oder Monotrenien und Monodelphia oder Placentalier seien (hierzu kommt noch Meta- theria=:Didelphia oderMarsupiaha). Diese Anwendung der erwähnten Namen hält Gill für überflüssig. Er selbst fasst Placentalier und Marsupialier als Eutheria zusannnen, während er die Monotremen Prototheria nennt; in dieser Art gebraucht sind nach G. die Namen ,,expressions of a higher generalization." Guida del R. Istituto Geologico di Bologna. Bologna 1888. 12". Mit Illustr. Enthält Angaben über fossile Säugetiere. II artmann, R., Die Säugetiere. In Neumayr's Anleitung zu wissensch. Beob, auf Reisen 2. Aufl. II, p. 528—562. Berlin 1888. Allgemeine Winke für Reisende, welche, ohne Fachzoologen zu sein, Säugetiere beobachten wollen. 1. Einsammeln von Nachrichten über die in einem Lande vorkommenden Säugetiere, Beachtung der Reste und Teile von solchen, Beobachtung lebender Tiere. 2. Be- schreibungen, Messungen, Zeichnungen, photographische Aufnahmen, Verbreitungskarten. 3. Sammeln, Conserviren, Versenden von Säuge- tieren oder Teilen derselben. Hertwig, 0., Lehrbuch der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der Wirbeltiere. Jena 1888. 507 S. mit vielen Abbildgn. Jackson, W. H., Rolleston's Forms of Animal Life. A Manual of Comparative Anatomy with Descriptions of Selective Types, Oxford 1888. S^. Illustr. Jentink, F. A., Catalogue systematique des Mammiferes (Rongeurs, Insectivores , Cheiropteres , Edentes et Marsupiaux). Leiden 1888. Enthält die im Musee d'hist. nat. des Pays-Bas befindlichen Arten der angegebenen Ordnungen. Jordan, D. S., A Manual of the Vertebrate Animals of the Northern United States, including the district north and east of the Ozark Mountains, south of the Laurentian Hills, north of the southern boundary of Virginia, and east of the Missouri River. Inclusive marine species. V. Ed. Chicago 1888. 12'^. Die vorliegende (seit 1876 die 5.) Auflage ist wiederum neu bearbeitet und mit dem jetzigen Stande der Wissenschaft in Ein- klang gebracht worden. P. 314 — 344 enthält die Säugetiere des im Titel angegebenen Gebietes, im Allgemeinen nach Gill's „Arrangement of the Families of Mammals" angeordnet, 116 Arten. Bei den Ord- nungen findet sich ein analytischer Schlüssel zum Bestimmen der Familien, ebenso bei den grösseren Familien ein solcher für die Gattungen. Kurze prägnante Angabe der Merkmale ermöglicht trotz in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 3 der Kürze ein sicheres Bestimmen. Von Phociden ist nur Ph. vitulina angegeben (keine weitere Art? Ref.). Aehnliclie Werke für grössere Gebiete wären sehr wünschenswert. Katalog der von N. M. Przewalski während seiner Reise in Centralasien zusammengebrachten Zool. Sammhmg. 34 S. Text mit Atlas von 11 Tfln. St. Petersburg 1887 (!) In russischer Sprache. Lydekker, R., Mammalia. — Zoolog. Record for 1888, p. (35) 1—64. Uebersicht über die Säugetier-Litteratur des Jahres 1888. Im vor. Ber. nachzutragen dasselbe für 1887. M'Fadyean, J. , The Comparative Anatomy of Domesticated Animals. Part. I, Osteology. With Figg. London 1888. Moreno, F. P., Informe Preliminar de los Progresos del Museo La Plata, durante el Primer Semestre de 1888. — Boll. Mus. La Plata 1888, p. 1—35. Munk, J., Physiologie des Menschen und der Säugetiere. 2. verb. und verm. Aufl. Mit 90 Holzschn. Berlin 1888. Natural History Plates for Schools, with füll Description of each Plate. London 1888. Von Säugetieren die Giraffe. Perrier, Edmond, Elements d'anatomie et de physiologie animales. Annees V et VI. Paris 1888 (?) Illustr. Reichenow, Ant., Bericht über die Leistungen in der Natur- geschichte der Säugetiere während des Jahres 1886. — Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. 1887 (1) Bd. IL, p. 1—48. Derselbe, Handwörterbuch der Zoologie, Anthropologie und Ethnologie. Bd. V. Breslau 1888. 8 «. Enthält „Landschaf ' bis „Nervenleiste"; die nicht domestizirten Säugetiere behandelt A.v.Mojsisovics, die Haussäugetier-Rassen Roeckl. Renooz, C, L'evolution de l'homme et des animaux. Histoire positive du developpement primitif demontree par le developpement embryonnaire. Fase. I. Paris 1888. Illustr. Schaff, Ernst, Bericht über die Leistungen in der Natur- geschichte der Säugetiere während des Jahres 1887. — Arch. i. Naturgesch. 54. Jahrg. 1888. Bd. II., p. 1—90. Derselbe, Leitfaden der Zoologie für Studirende der Natur- wissenschaften und der Medizin. Mit 101 Abbildungen. Stuttgart 1888. S. 186—214 behandelt die Säugetiere. Die Sirenia müssten richtiger als besondere Ordnung, nicht als Unterordnung der Cetaceen aufgefasst werden. Schlosser, Max, Zoologie. Litteraturbericht in Beziehung zur Anthropologie mit Einschluss der fossilen und recenten Säugetiere für 1884. — Arch. f Anthropol. Bd. XVH, p. 118-194. Settegast, H. , die Tierzucht. 1. Bd. Die Züchtungslehre. Mit 198 Abbildgn. und 5 Tfln. Rassetieren. 5. neu bearb. Aufl. Breslau 1888. Steffahny, Emil, Zur Untersuchungsmethode über die Topo- graphie der motorischen Innervationswege im Rückenmark der Säuge- 1* 4 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen tiere, mit besonderer Rücksicht auf das Halsmark der Kaninchen. — Beitr. z. Anat. u. Physiol., hersg. von Eckhard, Bd. XII, p. 41 — 217. Struthers berichtet über seine Methoden zur Darstelkmg und Conservirung von Gehirnen und Gehirnpräparaten. Proc. Anat. Soc. Great Brit. (in Journal of Anat. and Phys. New S. Vol. IL, p. 309 ff.) Sükhia, N. Hormasji Edalji, A Manual of Comparative Anatomy of Domesticated Quadrupeds. Bombay 18871 Thomas, Oldfield, vergl. unter Systematik, Marsup.! Wächter, C, Methodischer Leitfaden für den Unterricht in der Zoologie. Mit besonderer Berücksichtigung der Leutemann-Brass- Schumann'schen zoologischen und zootomischen Wandtafeln. 2. verb. Auti. I. Die Wirbeltiere. Braunschweig 1888. Mit 157 Abbildgn. Anatomie und Physiologie. Allgemeiues. Albrecht, Paul, Schemata zu Veranschaulichung Albrecht'scher vergleichend-anatomischer Theorien. Serie I, Bl. 4: Der rechtsseitige vordere und hintere Zwischenkiefer eines mit doppelseitiger Hasenschartenkieferspalte behafteten, jederseits tetre- piprotodonten jungen Pferdes. 1 kolor. Tfl. in Gr. Folio. Serie I, Bl. 5. Der rechtsseitige Gesamtzwischenkiefer eines normalen jeder- seits triepiprotodonten jungen Pferdes. 1 kolor. Tfl. in Gr. Folio. Serie III, Blatt 6: Quadratum, Metapterygoid, Ectopterygoid, Praeo- perculum und Mandibula des Menschen. 1 kolor. Tfl. in Gr. Folio. Hamburg 1888. P. Albrecht's Selbstverlag. Vergl. Brass Unter Allgem., Chauveau ebenda. Cohnstein, J., und Zuntz, N., Weitere Untersuchungen zur Physiologie des Säugetierfoetus. (Aus dem thierphysiol. Laborat. der landw. Hochschule zu Berlin). — Arch. f. d. ges. Physiol. Bd. XLIL, p. 393—408. Daremberg, G., Les injections sous-cutanees d'huile chez les cobayes et les lapins. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 702—704. Verf. untersucht die Wirkung subcutaner Einspritzungen von Leberthran, Oelsäure, Petroleum etc. auf MeerscliAveinchen und Kaninchen und constatirt, nach welcher Zeit resp. bei welchen Gaben der Tod eintritt. Vergl. Ellenberg er unter Allgem., Flow er ebenda. Galtier, V., Nouvelles experiences tendant ä demontrer l'efficacite des injections intra-veineuses de virus rabique en vue de preserver de la rage les animaux mordus par des chiens enrages. — Comptes rend. hebd. Acad. des sciences T. CVII, p. 798 — 799. Verf. führt Beispiele an für die Richtigkeit seiner früheren Mittheilungen, dass man Wiederkäuer und Schweine, welche von tollen Hunden gebissen wurden, durch Impfen von Wutgift in die Venen gegen die Folgen des Bisses schützen kann. in der Naturgeschichte fler Säugetiere während des Jahres 1888. 5 Gegenbaur s. unter Anat. u. Phys., Skel. Klaatsch, H., lieber den Arcus cruralis. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 679—686. Mit 3 Abbildgn. (Ref. Verb. Anat. Gesellscb. Versammlg. Würzburg 1888). Durch Untersuchungen an Aifen und am Menschen gelangt Verf. zu dem Ergebniss, dass sich die etwas complizirteren Zustände der Schenkelbeuge beim Menschen auf einfache Weise aus mehr in- differenten Verhältnissen ableiten lassen und dass Henle's Beschreibung des Arcus crur. durchaus richtig ist, während der Name von andern Autoren in verschiedenem Sinn gebraucht wird. Lebouq, H., Recherches sur la Morphologie de la Main chez les Pinnipedes. — Stud. Mus. Zool. Dundee I, p. 1 — 8. Vergi. auch Lebouq unter Entwickig. Mc Bride, J. A., Anatomical Outhnes of the Horse. III Ed. London 1888. Vergl. auch M'Fadyean unter Allgem., Munk ebenda. Nehring, A., Die Altersbestimmung des Schwarzwildes nach dem Gebiss und nach dem Gewicht. — Deutsche Jägerzeitg. Bd. X, p. 721 ff., 741 ff., 757 ff". Verf giebt eine Darstellung des Zahnwechsels des Wildschweins und weist nach, dass das Gebiss sichere Anhaltspunkte zur Be- stimmung des Alters bietet, während das früher bisweilen diesem Zweck dienende G »wicht sehr unzuverlässig ist. Vergl. Perrier unter Allgem. Rosenthal, J., Calorimetrische Untersuchungen an Säuge- tieren. — Sitzungsber. Kgl. Preuss. Akad. Wissensch. Berlin. Jahrg. 1888, p. 1309—1319. Verf. stellt fest, dass ein im Ernährungsgleichgewicht befindliches Tier entgegen der bisherigen Annahme nicht stets die gleiche Anzahl von Calorien in 24 Stunden produzirt. Es folgt daraus, ,,dass eine Berechnung der wirklich erfolgten Wärmeproduktion aus der Nahrung ebensowenig möglich ist, wie die aus den Aus- scheidungen". Die Verbrennung der Nahrungsstoffe im Tierkörper liefert nicht mehr, wie Dulong und Despretz gefunden hatten, sondern höchstens so viel Energie als den Verbrennungswärmen der Stoffe zukommt, meistens aber weniger. Es ist dies sehr natürlich, da nur unter ganz besonders günstigen Umständen die Verbrennung der zugeführten Nahrungsstoffe eine ganz vollständige ist. Roussel, J., Des effets d'huile sur les animaux. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 749—750. Mineralöle wirken schädlich resp. töthch bei subkutaner Ein- spritzung, Pflanzenöle dagegen nicht. (Vergl. oben Daremberg). Struthers, John, On some points in the Anatomy of a Megaptera longimana. — The Journ. of Anat. and Physiol. New. S. Vol. 11, p. 109—125. Mit 2 Tfln. 1887 erschienen! Verf. untersuchte ein etwa 40 Fuss (engl.) langes, männliches Exemplar von Meg. longim., welches 1884 in der Gegend von Dundee erbeutet wurde. Zunächst werden Maasse und Beschreibungen der Q Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistuugeu äusseren Teile gegeben, zum Teil unter vergleichender Berücksichtigung verwandter Arten und Gattungen. Von besonderem Interesse sind die beiden in einer Art Marsupium liegen den rudimentären Zitzen, 2 Fuss vor dem After befindlich. Weiter werden behandelt die Hautfurchen, Hauthöcker, Haare, Barten, Augen, Farbe etc. etc. Derselbe, Forts, der obigen Arbeit a. a. 0., p. 240—282. Mit 3 Tun. A. Beschreibung der Brustflosse in toto nebst Masstabellen; ferner genaue Untersuchung der Knochen und Knorpelteile der Vorder- extremität, sowie der Muskeln des Unterarms und der Finger. B. Rudimentäre Hinterextremität, Knochen, Muskeln, Bänder, Funktion. Derselbe, Forts, ebenda p. 441 — 460. Wirbelsäule: Zahl und Maasse der Wirbel verglichen mit denen von B. musctdus und B. borealis. Genauere Darstellung der Dorsal- und Lumbar-, sowie der Schwanzwirbel. Derselbe, Forts, ebenda p. 629 — 654. Rückenmark; Gelenk-, Quer- und Dornfortsätze. Derselbe, Forts. Ebenda Vol HI, p. 124- 163. Mit 1 Tfl. Behandelt werden die Halswirbel, Rippen, Brustbein und „chevronbones". Vergi. Siikhia unter Allgem. Young, Alfred H., and Robinson, Arthur, On the Anatomy of Hyaena striata. Part I. — The Journal o/ Anat. and Phys. New. S. Vol. m, p. 90—105. Mit 1 Fig. Beschrieben werden, mit steter Berücksichtigung der verwandten Formen, die Verdauungsorgane, Respirationsorgane, Harn- und Geschlechtsorgane einer weiblichen gestreiften Hyäne. Die letzteren Teile sind äusserlich betrachtet am lebenden Tier bei H. striata im männhchen und weiblichen Geschlecht nicht ganz so ähnlich wie bei der gefleckten Hyäne. Haut, van Bambeke, Gh., Sur les follicules rencontres dans l'epiderme de la machoire superieure chez le Tursiops tursio. — Bull. Acad. R. Belgique, 3. Serie T. XV., p. 503—514. Mit 1 Holzsch. u. 1 Tfl. Verf. fand bei T. tursio am Oberkiefer eigentümliche Erhebungen der Haut, welche hohl sind und im Innern einen räthselhaften Kegel aus kohlens. Kalk oder eine stellenweise granulöse, bräunliche Masse enthalten. Die von M. Weber geäusserte Ansicht, dass diese Gebilde Beziehungen zu rudimentären Haaren böten, teilt Verf. nicht. Vergl. Fjelstrup w. u. Batelli, A., Delle glandule anile di alcuni Carnivori. — Atti della Sog. Toscan. Sc. Nat. Pisa. Mem. Vol IX., p. 174— 189. Mit 1 Tfl. Verf. untersucht die Analdrüsen des Fuchses und der Katze. Er unterscheidet zusammengesetzte und einfache Drüsen, deren letztere besonders Stinkdrüsen darstellen. Beddard, Frank E., Note on the Sternal Gland ofDidelphys dimidiata. — Proc. Zool Soc. London 1888, p. 353—355. Mit 2. Holzschn. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 7 Verf. beschreibt bei Dkl. dimidiata Wagn. ein am vorderen Ende des Sternums gelegenes Drüsenorgan, welches dem an der gleichen Stelle bei Myrmecohius befindlichen gleicht. (Vergl. Bericht f. 1887, p. 7). Duclert, L., Determinisme de la frisure des productions pileuses. — Journ. Anat. Physiol. XXIV., p. 103-111. Mit 1 Tfl. Verf. bestätigt im Wesentlichen die Ansichten v. Nathusiiis' über die Kräuselung der Wollhaare des Schafes. Fjelstrup, A., lieber den Bau der Haut bei Globiocephalus melas. — Zool. Anzeiger XL, p. 11 — 15. Es scheinen weder Muskeln noch Nerven noch Drüsen in der Haut von Gloh. mel. vorzukommen. Die Meinung Eschrichts, dass die Zahl und Anordnung der im Foetalzustande vieler Wale vor- kommenden Haare constant und daher zur Unterscheidung der Arten geeignet sei, wird für die genannte Art widerlegt. Die meisten von etwa 370 auf den Färöern erlegten und vom Verf. untersuchten Expl. zeigten in der Unter- und Oberkieferregion kreisförmig an- geordnete Poren von etwa 0,10 mm Durchni., während derjenige der ganzen Kreise etwa 0,5 — 1 cm betrug. Den Poren entsprechen auf der Unterseite des Stratum corneum befindliche, in das Str. mucosum hineinragende, kegelförmige Erhebungen. Bennett und W^eber fanden Aehnliches, doch ist eine Erklärung dieser Gebilde noch nicht gegeben. Krause, Rieh., Beiträge zur Kenntniss der Haut der AÖen. — Diss. Berlin 1888. Verf. untersucht die Haut von Gorilla, Gibbon, Orang, Macacui^ rhesiis, Cynocepludus s})., Ci/nocep/ialus ph/fo, ferner von Lcmvr ftp. und Stenops graciUs. Sowohl hinsichtlich der gröberen Struktur- verhältnisse als auch der histologischen Einzelheiten finden sich in der Haut der Affen Verhältnisse, die den menschlichen sehr ähnlich, jedoch einfacher und klarer als letztere sind. Die Aufstellung zweier Typen des Baues des Stratum corneum, wie sie von Zander ausging, ist ungerechtfertigt. Stratum granulosum und lucidum sind sehr deutlich an Vola, Planta und Gefässsch\nele. Im Stratum mucosum ist der Reichthum an Merkerschen Tastzellen auf der Höhe der Tastballen bemerkenswert. An den Tastballen des Gibbons ist eine höchst gesetzmässige Verbindung zwischen Epithel und Binde- gewebe festzusteUen. In der Lippenhaut der Affen inseriren sich quergestreifte Muskelfasern an der Epidermis. Die verästelten Pigmentzellen der Affenhaut (Melanocyten) bieten eine ausser- ordentlich grosse Mannigfaltigkeit der Form dar. Zu untersuchen ist noch, ob, besonders in der Cutis, die Pigmentgranula in Zellen liegen oder ob sie auch frei im Bindegewebe vorkommen. Leclerc, A., Sur la secretion cutanee de l'albumine chez le cheval. — Comptes rend. hebd. Acad. des sciences T. CVII, p. 123 — 126. Verf. untersucht den Sclnveiss des Pferdes und berechnet die Menge des Eiweisses, welches darin abgeschieden wird. 8 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Smith, Fred, The Histology of the Skm of the Horse. — The Journ. of Anat. and Phys. New S. Vol. IL, p. 142—153. Mit 1 Tfl. In de Einleitung wird u. A. gesagt, dass das Pferd sowohl im Frühjahr als auch im Herbst die Haare wechselt. Eingehende Be- schreibung der einzelnen Teile der Haut. Meissnersche Körperchen wurden nicht gefunden, Pacinische nur ein Mal ein einziges. Talg- drüsen sind überall auf der äusseren Körperoberfläche zu finden, besonders gross an den Mähnenhaaren, sehr zahlreich in den Lippen, wo dagegen Schweissdrüsen fehlen. Ganz vereinzelt stehen letztere in der Haut der Gliedmaasen. Die Haare lassen sich in 3 Gruppen teilen: Tasthaare, an den Lippen etc.; wechselnde Haare, auf dem Körper im Allgemeinen; Dauerhaare, in Schweif und Mähne. Die Wechselhaare werden zu bestimmten Zeiten 2 Mal jährlich ab- gestossen, dadurch dass sich unter ihnen ein neues Haar entwickelt, wodurch das alte absterbende Haar allmählich nach der Oberfläche der Haut gedrängt wird, um schliesslich auszufallen. Struthers s. unter Anat. u. Phys. Allgem. Variot, G., Note sur la nigritie du chien comparee a celle de l'homme. — Bull. Soc. d'Anthrop. de Paris 4. S., T. 11, p. 183—185. Verf untersucht die durch Pigment schwarz gefärbten Teile der Lippe, sowie die Conjunctiva von Hunden und vergleicht das Auf- treten schwarzen Pigmentes mit dessen gelegentlichem Vorkommen beim Menschen, wobei sich analoge Verhältnisse ergeben. Skelet. Allen, Harris on, The Occipito-Temporal Region in the Crania of Carnivora. — Science, Vol. XI, p. 71. Verf bemerkt, dass sich bei Am.phicrjon, Dinictis und Arcliae- htnis ähnliche Bildungen finden wie das sogen. Post-l'ympanicum bei Ursus und dass diese Genera durch die Beschaffenheit der post- tympanischen Schädelgegend unterschieden werden können. Brandt, Ed., Vergleichend -anatomische Untersuchungen über die Griffelbeine (Ossa calamiformia) der Wiederkäuer (Ruminantia). — Zool. Anz. XL, p. 542—548. Mit 2 Figg. Die Arbeit enthält nichts Neues. Der Satz: Bei den Hirschen erhalten sich von den beiden seitlichen Mittelhand- resp. Mittelfussknochen nur mehr oder weniger starke untere Stücke dieser Knochen, während die mittleren und oberen Stücke derselben schwinden, dürfte falsch sein. (Nach Brooke sind von den 39 Hirsch- arten der alten Welt 36 plesiometacarp, d. h. mit am pi'oximalen (also oberen) Ende des Kanonenbeins sitzenden Rudimenten der zweiten und fünften Metacarp. versehen. Bei den amerikanischen Hirschen dagegen sitzen die rudim. IMetacarp. 2 und 5 am distalen Ende des Kanonenbeins, ausser beim Wapiti. Ref ). Chudzinski, Th., Sur le sacrum d'un chimpanzp. — Bull. Soc. d'Anthropol. de Paris. 4. S., T. 11., p. 483—485. Verf beschreibt ein aus 7 Wirbeln bestehendes Sacrum eines Chimpansen: der letzte (7.) Wirbel desselben ist nicht etwa der erste in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahi-es 1888. 9 Scliwanzwirbel, da der auf ihn folgende Wirbel genau die Beschaffenheit eines normalen ersten Schwanz wirbeis zeigt. Cornet, J., Note sur le pretendu pro-atlas des Mammiferes et de Hatteria punctata. — Bull. Acad. R. Belgique 3. Serie T. XV., p. 406—420. Mit 1 Tfl. Verf. untersucht eine Reihe von Säugetieren, insbesondere Erinaceus eiirop., Cfocid. ara/i., Mac. sinlc. (ausserdem Hatteria) auf das Vorkommen des Albrecht'schen Proatlas und zeigt, dass derselbe ein Zwickelbein, üs wormianum ist, welches sich in den das Hinter- haupt an den ersten Halswirbeln befestigenden Bändern bildet. Das Vorkommen desselben ist sehr unbeständig. Vergl. unten Dollo. Cuenod, Aug., L'articidation du coude. — Internat. Monats- schr. f. Anat. u. Phys. Bd. V. p. 385—340. Mit 3 Tfln. Verf. behandelt vergleichend anatomisch das Ellbogengelenk der Vertebraten im Allgemeinen. Marsupialier, Raubtiere etc. stellen einen primitiven Typus dar, weil bei ihnen die „flexion batracienne" , wie der Verf. es nennt, noch erhalten ist und Pronation und Supination mehr oder minder ausgeprägt sind. Beim Pferd und bei den Wiederkäuern mit reduzirter Ulna ist die Be- wegung im Ellbogengelenk eine spiralige, ohne Pronation und Supination. Beim Schwein endlich verläuft die Bewegung in einer Ebene. Dollo, L., Sur le Proatlas. — Zool. Jahrb. Abtlg. f. Anat. HI., p. 433—446. Der Inhalt dieser Arbeit wird durch die Schlussworte des Verf. gekennzeichnet: ,,J'espere avoir demontre que: ni au point de vue de la methode, ni au point de vue de Tobservation, ni meme au point de vue de l'historique le travail de M. Cornet (Bull. Acad. R. Belg. 1888, T. XV, p. 406 ft". vergl. oben. Ref.) n'est satisfaisant. La seule chose qu'on peut en tirer — et dont l'auteur ne 's'est pas aperyu — c'est une confirmation des vues de M. Albrecht qu'on s'etait proposer de combattre." Gegenbaur, C, lieber Polydactvlie. — • Morphol. Jahrb. Bd. 14. p. 394—406. Verf. erörtert im Anschluss an die Unters, von Rijkebusch und Spronk die Polydactylie, wendet sich gegen Bardeleben's Auffassung der ,, Nähte" in den Elementen des Carpus, sowie gegen die An- sichten dieses Forschers über das Verhalten des Abductor poll. longus, und kommt zu dem Schluss, dass das Auftreten überzähliger Finger oder Skelet-Elemente in den Extremitäten überhaupt als Missbildung aufzufassen sei. Herve, G., Cräne de gorille. — Bull. Soc. d'Anthropol. de Paris. 4. S., T. 11, p. 181. Verf. bespricht einen erwachsenen Gorillaschädel, bei welchem ausnahmsweise die Nasenbeine noch nicht mit einander ver- wachsen sind. 10 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Hittcher, K., Untersuchungen von Schädeln der Gattung Bos, unter besonderer Berücksichtigung einiger in ostpreussischen Torf- mooren gefundenen Rinderschädel. Inaug. Diss. Königsberg i. Pr. 1888. Verf. untersucht eine Anzahl in ostpreussischen Mooren ge- fundener Schädel von Bos primigenius und vergleicht dieselben mit recenten Rinderschädeln. Er gelangt zu dem Resultat, dass sich die Unterschiede, welche zwischen Ur und Hausrind zu konstatiren sind, durchweg auf solche beschränken, welche als eine Folge des wilden Zustandes und der späteren Reife des ersteren oder auch umgekehrt als eine Folge der Domestikation und früheren Reife des letzteren angesehen werden können, so dass mithin die Hypothese der Abstammung des Hausrindes von Bos primig. an Wahrscheinlickeit gewinnen muss. Kükenthal, W., Ueber die Hand der Cetaceen. — Anatom, Anz. HI. Jahrg., p. 638—646. Mit 4 Abbüdgn. Verf. constatirt an Embryonen von Beluga leucas, dass die bei jüngeren Stadien vorhandenen 2 Centralia mit dem Intermedium verschmelzen, nicht mit Carpale 2, wie Lebouq behauptete. Das Ulnare des erwachsenen Tieres besteht aus Ulnare + Carpale distale 5. Später verwachsen Carpale 3 und 4 miteinander. „In früher embryonaler Zeit ist also der Carpus von BeInga leucas voll- kommener als später." Bezüglich der Phalangen wird gezeigt, dass ihre Zahl in früher embryonaler Zeit grösser ist als später und dass die Verminderung der Phalangenzahl zu Stande kommt durch das jedesmalige Verschmelzen der Endphalange mit der vorher- gehenden. Für (jlobiocepluilus weist Verf. im Gegensatz zu M. Weber nach, dass der fötale Carpus in Bezug auf Zahl und Lage seiner Elemente mit dem erwachsenen genau übereinstimmt, dass ferner die Phalangenzahl in den embryonalen Stadien grösser oder mindestens ebenso gross ist als in den postembryonalen, und dass endlich das Pisiforme von der Ulna herstammt. Die Ansicht Ryder's, Baur's und Weber s, dass die Hyperphalangie der Cetaceen eine adaptive, phalangenartige Segmentation eines über die dritte Phalanx hinaus verlängerten Knorpelstrahls sei, ist mit den Resultaten des Verf. unvereinbar. Derselbe, Ueber die Hand der Cetaceen (Zweite Mitteilung) — Anatom. Anz. HI. Jahrg., p. 912—916. Mit 2 Abbildgn. Verf. zeigt zunächst an einem Embryo von Lagcnorhynchus acutns Grai/, dass die Phalangen gleichwertig sind und nicht morphologisch verschiedenwertig, wie dies Ryder annimmt. Bei Beluga leucas wird constatirt, dass bisweilen sich zunächst ein Centrale mit dem Inter- medium verbindet, während das andere noch frei bleibt. Frühere Untersuchungen ergaben, dass vor der Verschmelzung mit dem Inter- medium die beiden Centralia unter einander verwachsen. Der früher aufgestellte Satz, dass in fi-üher embryonaler Zeit der Carpus von Beluga vollkommener ist als in späterer, wird dahin erweitert: der Carpus von Embryonen von Beluga leucas ist vollkommener als der von Erwachsenen. Aehnliches gilt für die Phalangenzahl, welche in der Naturgeschiclite der Säugetiere während des Jahres 1888. 1 1 bei Erwachsenen geringer ist als bei Embryonen. Ferner wird fest- gestellt, dass die bei einem Embryo beobachtete Abspaltung einer neuen Phalangenreihe am 5. Finger bei einem grösseren Embryo weiter vorgeschritten ist. Hieraus folgt, „dass innerhalb der Cetaceen, Avenigstens bei Beluc/a, eine weitere Ausbildung der Vorderextremität durch Vermehrung der Fingerstrahlen sich einstellt." Besonders hervorgehoben wird, dass dies in der gesamten Reihe der Säuge- tiere der einzige Fall einer derartigen Vermehrung der Phalangen- reihen ist und dass nur bei fossilen Reptilien (Ichthyosauren) Analoga sich finden. Leser, E., lieber histologische Vorgänge an der Ossifikations- grenze mit besonderer Berücksichtigung des Verhaltens der Knorpel- zellen. — Arch. f. mikr. Anat. Bd. 32, p. 214—222. Mit 1 Til. Im epiphysären Knorpelgewebe bildet sich durch Zellteilung eine Reihe eigentümhch platter Zellen, welche durch ihre Anordnung in langen Säulen das Längswachstum des Knochens bedingen. In der Nähe der Markräume wird das Protoplasma dieser Zellen blass und sieht hy dropisch aus; der Kern verliert seine Gerüstsubstanz und wird blasenartig. Ganz in der Nähe der Verkalkungslinie, zum Teil auch inmitten derselben, sind viele der oft sehr geräumigen Knorpelhöhlen ganz leer, einzelne auch mit Resten protoplasmatischer Zellsubstanz angefüllt. Mitosen fehlen hier gänzlich. In die er- wähnten Knorpelhöhlen dringen durch die Wände hindurch Gefässe, die sich mit roten Blutkörperchen füllen. Unmittelbar nach den Gefässen — räumlich und zeitlich — bemerkt man relativ grosse, granulirte Zellen von verschiedener Gestalt, welche die von den Gefässen frei gelassenen Räume ausfüllen. Sie stammen aus dem Mark und scheinen identisch zu sein mit den Osteoblasten Gegenbaurs. Mazzarelli, G. F., Su di alcune anomalie osteologiche in un cranio di Erinaceus europaeus L. — Bollett. Soc. Naturalisti in Napoli Ser. I, Vol. II, Anno II, Fase. II, p. 111— 114. Verf. beschreibt den Schädel eines Igels, welcher folgende Ab- normitäten zeigt: 1) völlige Verschmelzung des Basioccipitale mit dem Basisphenoid ; 2) Verschmelzung des Ethmoids, Vomers, des rechten Nasale und des entsprechenden Ober- und Zwischenkiefers; 3) Höhle mit spongiösem Boden im rechten Frontale, und im Ober- und Zwischenkiefer. Nehring, A., macht kurze Mittheilungen über einen Schädel von Canis jubatus. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde i888, p. 4 — 7. Schwink, F, lieber den Zwischenkiefer und seine Nachbar- organe bei den Säugetieren. München 1888. Mit 5 Tfln. Slade, D. D., On certain vacuities or deficiencies in the crania of Mammals. — Bull. Mus. Harvard Coli. Vol. 13., p. 241—246. Mit 2 Tfln. Struthers s. unter Anat. u. Phys., AUgem. Weithofer, K. Anton, Einige Bemerkungen über den Carpus der Proboscidier. — Morphol Jahrb. Bd. 14., p. 507—516. 12 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. zeigt, dass bei allen fossilen Proboscidiern, soweit bekannt, das Lunatum sich weit über das Trapezoid binüberschiebt, während bei E. afrkan. dieses Uebergreifen nur in der Jugend so weit geht, später sich vermindert und bei E. md. im erwachsenen Zustand fast stets völlig verschwindet. Man muss dies jedoch wahrscheinhch nur als secundäre Taxeopodie bezeichnen. Im Verlauf seiner Unter- snchungen bemerkt Verf., dass der Gegensatz zwischen Cope und Schlosser in Betreff der Amblypoden als Vorläufer der Diplarthra sich doch wohl ausgleiche, da Cope's hypothetische „Amblypoda hyodonta" im Wesentlichen mit den von Schlosser als Vorfahren der Perissod. u. Artiod. angenommenen Formen übereinstimmen. Muskelsystem. Adametz, L., Untersuchungen über den Bau und die Zusammensetzung der Muskeln bei verschiedenen Rinder- rassen, — ThieFs Landw. Jahrb. XVIL, p. 377—606. Mit 1 Tfl. Verf. fand u. a., dass das intermuskuläre Bindegewebe bei den Niederungsrassen des Rindes im allgemeinen sehr reichlich, beim Steppenvieh dagegen spärHch entwickelt ist. Die untersuchten Höhenschläge nehmen eine Zwischenstufe ein. Auch die Durch- messer der Fibrillen (wie der Muskelbündel) sind ausser vom Geschlecht und Alter von der Rasse abhängig. Baraban, L., Sur l'existence de fibres elastiques dans l'epiploon humain et leurs modifications sous l'influence de l'äge. — Journ. Anat. Physiol. XXIV. p. 90—102. Mit 1 Tfl. Bardeleben, Karl, Die morphologische Bedeutung des Mus- culus „sternaHs". — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 324 — 333. Mit 2 Abbildungen. Unter dem Namen „Sternalis" werden verschiedene Bildungen zusammengeworfen. Abgesehen von den Platysma- und Pectoralis- Varietäten handelt es sich entweder um eine tiefere Fortsetzung des Rectus abdominis, dem Transversus costarum vieler Säugetiere ent- sprechend — oder um den typischen ,,Sternahs". Dieser gehört in das System der ventralen Längsmuskulatur, in das System des Rectus abdominis oder Pubo-hyoideus und ist eine atavistische, keine neue Bildung. Die Nerven stammen von den vorderen medialen per- forirenden Aesten der Intercostales II — IV. Debierre, Des anomalies des musclcs coexistantes et corre- latives des anomalies des nerfs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 86—90. Behandelt zur Hauptsache 2 Fälle beim Menschen und giebt Bemerkungen allgemeineren Inhalts über Säugetiere. Eichbaum, F., Die Fascien des Pferdes. — Arch. f. wissensch. und prakt. Tierheilk. Bd. XIV. p. 280—309. Gage, Susann aP., Form, Endings, and Relations of striated Muscular Fibres in the Muscles of minute Animals (Mouse, Shrew, Bat, and Enghsh Sparrow). — The Microscope, (Detroit). Vol. VIII. p. 225—237. Mit 3 Tfln. Ebenda p. 257—272. Mit 2 Tfln. iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 13 Grub er, W., Anatomische Notizen (Fortsetzung). — Virchow's Arch. Bd. 114, p. 363—374. Behandelt vorwiegend menschliche Anatomie. No. IV (CCLXXII) (a. a. 0. p. 369 fF.) wird beschrieben eine Vagina propria im Liga- mentum carpi dorsale für den Bauch des Extensor digitorum longus manus für den Zeigefinger beim Menschen — und dieselbe analoge Vagina für den Bauch desselben Muskels für die 2. Zehe des Vorder- fusses bei Phascolardos cineretfs. In No. V (CCLXXIII) (a. a. 0. p. 371 ff.) erörtert Verf. die Teilung der Vagina am Ligamentum der Fascia cruraHs in der Fussb'euge in zwei secundäre Vaginae für den Musculus extensor digitorum longus pedis bei dem Älenschen und bei Säugetieren (DideJpliys, Phascolarcf. ein., Phascolom. icombat). Gruenhagen, A., lieber die Muskulatur und die Bruch'sche Membran der Iris. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 27 — 32. Mit 1 Abbildung. Verf. weist nach, dass weder in der Iris des Menschen noch in derjenigen eines Säuge- oder Wirbeltieres überhaupt ein glatter Dilatator pupillae vorkommt; der muskuläre Bewegungsapparat be- steht nur aus dem Sphincter pupillae und der Gefässmuskulatur. Kelley, Edwin A., Notes on the myology of Ursus maritimus. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1888. p. 141 — 154. Behandelt hauptsächHch die iMuskeln der Gliedmassen. Kerschner, Ludw., Bemerkungen über ein besonderes Muskel- system im willkürlichen Muskel. — Anat. Anz. III. Jahrg. p. 126 — 132. Verf. entwickelt die Ansicht, dass die „Muskelspindeln" Külm's, welche identisch sind mit den „umschnürten Bündeln" Fränkels, complizirte sensible Endorgane seien, welche dem Muskelsinne dienen dürften. Ranvier, L. , Des muscles de la vie animale a contraction brusque et ä contraction lente, chez le lievre. — Comptes rend. hebd. Acad. des sciences. T. CVII. p. 971—972. Verf. bestätigt durch einen Versuch seine früher geäusserte An- nahme (a. a. 0. T. CIV, 1887), dass beim Hasen diejenigen Muskeln, welche beim Kaninchen weiss sind, bei Reizen sich schnell contrahiren und nach Aufhören des Reizes ebenso schnell wieder ausdehnen, dass dagegen Muskeln, welche roten Muskeln des Kaninchens entsprechen langsam auf Reize reagiren. Struthers s. unter Anat. u. Phys., Allgem. Sutton, J. B., On the nature of Ligaments. Part. V. — The Journal of Anat. and Phys. New S., Vol. II, p. 542—553. Mit 3 Abbildungen. Forts, früherer Mitteilungen. Behandelt werden die Extensoren des menschlichen Unterarms im Vergleich zu denen der Affen, ferner der Pyramidalis und der Scansorius (Gluteus quartus). Windle, Bertram C. A., The Pectoral Group of Muscles. Ab- stract. — Proc. R. Soc. London. Vol. 45, p. 99—101. 14 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. giebt kurz die Resultate einer auf der Untersuchung von mehr als 50 Säugetieren beruhenden Arbeit über die Morphologie der Pectoralmuskelgruppe. Windle, Bertram C. A., Notes on the Limb Myology of Procyon cancrivorus and of the Ursidae. — The Journal of Anat. and Phys. New S., Vol. III, p. 81—89. Vergleichende Beschreibung der Muskulatur des Rückens, der Schulter, der Vorder- und Hinterextremität von Proc. cancriv., Cer- coleptes, Nasua, Ursus. Derselbe, On the Myology of Erethizon epixanthus. — The Journ. of Anat. and Phys. New S. Vol. II, p. 126—1-32. 1887! Es werden einige wichtigere Verhältnisse der Muskulatur hervor- gehoben, darunter einige Abweichungen von der durch Mivart be- schriebenen Musk. von Eretlikon dorsatus (P. Z. S. 1882). Hierher gehört das Vorhandensein eines Pectoralis minor, der bei E. dors. angeblich fehlt. Auch derFlexor sublimis digitorum zeigt Abweichungen. Nervensystem. Beevor, Charles E., and Horsley, Victor, Note on some of the Motor Functions of certain Cranial Nerves (V, VII, IX, X, XI, XII) and of the three first Cervical Nerves, in the Monkey (Macacus sinicus). — Proc. R. Soc. London. Vol. 44, p. 269 — 277. Verschiedene Abweichungen von den bisherigen Anschauungen, so in Bezug auf den Facialis, Vagus, Hypoglossus. Tabellarische Uebersicht. Dieselben, Afurther minute Analysis by Electric Stimulation, of the so called Motor Region of the Cortex Cerebri in the Monkey (Macacus sinicus). — Philos. Transactious CLXXIX. p. 205 — 256 X. Diese Arbeit erschien 1887 (?). Vergl. Ber. f. 1887 p. 16. Bellonci, J., Ueber die centrale Endigung des Ner\ais opticus bei den Vertebraten. — Zeitschr. f. wissensch. Zool. Bd. 47, p. 1 — 46. Mit 8 Tfln. und 4 Holzschn. Nach einer Einleitung (Principien der Unters., Untersuchungs- methoden) untersucht Verf. zunächst den Tractus opticus der Verte- braten, wobei folgende Säugetiere behandelt werden: Mvs musc, M. decuman. var. alba, Cavia cob., Erinacevs eiirop., Rhinolophus f. equin.j Lepus ctmic. Im Allgemeinen steht der Typus, welcher sich bei den Säugetieren findet, demjenigen der Reptilien am nächsten, entfernt sich dagegen weit von dem der Vögel. Von letzterem unter- scheidet er sich durch die starke Entwicklung des Thalamus, durch die verhältnissmässig geringe Ausbildung des Corpus opticum und die starke Entwicklung des Corpus posterius (Corp. quadrigemina post.). Bei den Chiropteren ist das Auge und das Corp. opt. wenig ent- wickelt. Im II., Morphologie (im engeren Sinne) überschriebenen Kap. kommt Verf. zu dem Schluss, dass die Corpora quadrigimena posteriora der Säugetiere den Corp. posteriora der übrigen Verte- braten entsprechen; sie sind daher mit demselben Namen zu belegen. Seinen Ursprung und seinen histologisch-physiologischen Beziehungen in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 15 nach ist das paarige Corpus posterius eine vom ebenfalls paarigen Corpus opticum verschiedene Bildung; es steht viel mehr mit dem Hinterhirn als mit dem Mittelhirn in Verbindung. Kap. III behandelt in grossen Zügen die Struktur des Corp. opticum. Dieselbe ist bei den Säugetieren im Wesentlichen die gleiche wie bei den anderen Vertebraten, doch ist die radiäre und konzentrische Anordnung der anatomischen Elemente weniger deuthch erkennbar. Das letzte Kap. ist eine Zusammenfassung der gewonnenen Resultate, von denen her- vorzuheben ist, dass kein Opticusbündel, sehr wahrscheinlich sogar keine einzige Opticusfaser in andern Gehirnteilen als in dem Corpus opticum endet. Below E., Die Ganglienzellen des Gehirns bei verschiedenen neugeborenen Tieren. — Arch. f. Anat. und Phys., Physiol. Abtlg. Jahrg. 1888, p. 187—188. (Briefl. Mitteilung). Verf. stellt fest, dass bei hilflos zur Welt kommenden Tieren (Mensch, Hund, Katze, Ratte, Maus, Kaninchen) die Ganglienzellen des Gehirns noch nicht fertig entwickelt sind, während die Gehirne der Foeten von Pferd, Kalb, Schwein, Schaf, Meerschweinchen schon in früheren Perioden, stets aber vor der Geburt in allen be- züglichen Gehirnpartien (Medulla, Kleinhirnrinde, Mittelhirn, auch schon in der Grosshirnrinde) fertige Ganglienzellenbildung zeigen. Die Entwicklung der Ganglienzellen schreitet im Gehirn von der Med. oblong., der Ausbreitung der Rückenmarkstränge folgend, von hinten nach vorn bis zum Grosshirn fort. Broca, P., Memoires sur le Cerveau de l'Homme et des Primates. Publie par S. Pozzi, Paris 1888. Mit 94 Abbildungen. Brown, Sanger, and Schäfer, E. A., An Investigation into the Functions of the Occipital and Temporal Lobes of the Monkey's Brain. — Philos. Trans CLXXIX, p. 303—328. Mit 3 Tfln. Cattaneo, A., Organes nerveux terminaux musculo-tendineux, leurs conditions normales et la fagon, dont ils se comportent apres la section des racines nerveuses et des nerfs spinaux. — Arch. Ital. de Biol. Tome 10, p. 337—357. Mit 2 Tfln. Dogiel, Alex., Ueber das Verhalten der nervösen Elemente in der Retina der Ganoiden, Reptilien, Vögel und Säugetiere. — Anatom. Anz. m. Jahrg. p. 133-143. Von Säugetieren werden Affe, Kaninchen und Katze untersucht. In der Netzhaut der angeführten Tiere sind 2 Arten von Nerven- zellen vorhanden. Bei der einen Art teilen sich alle Zellfortsätze und gehen Netzbildungen ein, während die andere Art von Zellen nicht nur sich teilende (protoplasmatische) Fortsätze besitzt, sondern auch einen ungeteilt verlaufenden Axencylinderfortsatz, der in eine Nervenfaser übergeht. Derselbe, Zur Frage des Verhaltens der Nervenelemente in der Retina der Störarten, Reptilien, Vögel und Säugetiere. — Wratsch 1888, Nr. 24 (Russisch). Vergl. vorher. 16 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Dupuy, Eugene, Obsei-vation de destruction spontanee des centres moteurs chez un chien, sans paralyse consecutive. — Comptes rend. liebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 309—310. Verf. demonstrirt das Gehirn eines Hundes, bei welchem die rechte Hemisphäre Missbildungen zeigte, ohne dass irgend welche Störungen im Organismus bemerkt wui'den. Flesch, Max, lieber die Deutung der Zirbel bei den Säuge- tieren. — Anatom. Anz. HI. Jahrg., p. 173 — 176. Verf. sucht darzuthun, dass die Zirbel der Säugetiere und des Menschen wahrscheinlich kein rudimentäres Organ sei. Für eine physiologische Bedeutung derselben spricht das Eintretan von Nerven und das Vorkommen eigenartigor Abscheidungen in der Zirbel, sowie die Existenz eigenartiger, epithelialer Strukturen auf der der Hirn- höhle zugekehrten Seite. Gaupp, E., Anatom. Untersuchungen über die Nervenversorgung der Mund- und Nasenhöhlendrüsen der Wirbeltiere. — Morphol. Jahrb. Bd. 14. p. 436—489. Mit 1 Tfl. Verf. giebt zum Schluss eine Zusammenstellung der bisher bekannt gewordenen Verhältnisse bei den Säugern, ohne eigene Untersuchungen. Gotch, Francis, and Horsley, Victor, Observations upon the Electromotive Changes in the Mammalian Spinal Cord foUowing Electrical Excitation of the Cortex Cerebri. — Proc. R. Soc. London. Vol. 45, p. 18-26. Mit 1 Tfl. Herve, G., La circonvolution de Broca chez les Primates. — BuU. Soc. d'Anthropol. de Paris. 4. S., T. 11, p. 275— 314. Mit 4 Holzschn. Verf. weist eingehend nach, dass sich normaler Weise beim Menschen und bei den anthropoiden Affen vier Stirnwindungen am Gehirn finden und dasss sich dieser Typus durch Verdoppelung des binären Typus bei den niederen Primaten gebildet hat. Jakimovitch, J., Sur la structure du cylindre-axe et des cellules nerveuses. — Journ. Anat. Physich XXIV, p. 142 — 168. Mit 1 Tfl. Verf stellt seine Untersuchungen unter Anwendung von Silber- nitrat z. T. an Säugetieren an (Rind, Schaf, Katze, Hund, Kaninchen, Ratte, Maus). Er findet, das Axencylinder uud Nervenzelle nach demselben Typus gebaut sind; letztere ist nur eine mit einem Kern versehene Vergrösserung des Axency linders. Beide bestehen aus sehr feinen Fibrillen mit einer nicht genau erforschten Zwischen- substanz; jede Fibrille besteht aus 2 verschiedenen Substanzen, welche sich verschieden gegen Silber verhalten. Die Querstreifung von Axencylinder und Nervenzelle sind die Folge der Struktur der letzteren und nicht künstlich entstanden. Kerschner, Ludwig, Bemerkungen über ein besonderes Muskelsystem im willkürlichen Muskel. — Anat. Anz. Jahrg. HI, p. 126—132. in der Naturgescliichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 17 Verf. fand auf Querschnitten von kindlichen und foetalen Muskehi im intrafascicuhiren Bindegewebe kleine Bindegewebsringe von der Struktur einer geschichteten Perineuralscheide. Innerhalb derselben wurden einige Querschnitte dünner Aluskelfasern mit centralen Kernen, ferner vereinzelt Querschnitte von Blutgefässen und Nervenstämmchen oder Nervenfasern bemerkt. Nach einer historischen Uebersicht über die bisherigen Angaben über diese schon mehrfach als neu beschriebenen Gebilde entwickelt Verf. seine Ansicht, dass es sich um komplizirte sensible Endorgane handelt, welche dem Muskelsinn dienen. Derselbe, Beitrag zur Kenntniss der sensiblen Endorgane. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 288— 20G. Fortsetzung der vorigen Arbeit. Verf. bezeichnet die erwähnten Bildungen als ,,Kölliker'sche Organe" und die dieselben enthaltenden Muskelfasern als „Weismann'sche Muskelbündel". Lannegrace, Influence des lesions corticales sur la vue chez le cliien. — Comtes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 708—714. Grösstenteils ophthalmologischen Inhalts. Lussana, Ph., Circumvolutionum cerebralium anatomes humana et comparata, quam ex vero XXX tabulis exaravit. Ed. II. correcta et aucta. Patavii, 1888. Molt, F., Microscopical examination of Clarke's Column in Man, the Monkey, and the Dog. — 'J'he Journal of Anat. and Phys. New. S., Vol. IL, p. 479—496. Mit 9 Abbildgn. Untersuchungen der Clarke'schen Säule ergaben, dass sieh dieselbe nur auf ganz bestimmte Gegenden des Rückenmarks beschränkt, dass ihre Zellen mit Eingeweidefasern in Verbindung stehen, Verletzungen der Säule Störungen in den Eingeweiden verursachen und dass sie endlich im Zusammenhang steht zur auf- rechten Haltung des Menschen. Sie zeigt bei letzterem besondere Eigentümlichkeiten gegenüber dem Aflen und dem Hunde. von Monakow, Role des diverses couches de cellules ganglion- naires dans le gyrus sigmoide du chat. — Arch. des sciences phys. et nat. Periode HI. Vol. XX, p. 358—360. Dasselbe deutsch in Corresp.-Bl. f. Schweiz. Aerzte. Jahrg. 18, p. 605. Pansini, S., Delle terminazioni dei nervi sui tendini nei vertebrati. — Boll. Soc. Natural, in Napoli S. I, T. II, p. 135—160. Mit 2. Tfln. Säugetiere p. 154 — 155. Die Golgrschen Nervenkörperchen sind bei den S. am complizirtesten gebaut und entsprechen in jedem ihrer Abschnitte einem ganzen Körperchen der Reptilien. Der Achsen- cylinder eines Nerven bildet durch Verzweigung mehrere Gruppen netzförmiger Nervenkörperchen, deren jedes Kerne enthält und von einer Henle'schen Scheide umgeben ist. Vergi. oben Cattaneo. Petrone, Louis M., Sur la structure des nerfs cerebro-rachi- diens. — Internat. Monatsschr. f. Anat. u. Phys. Bd. V, p. 39 — 47, Mit 2 Tfln. Archiv f. Natuigescli. Jahrg. 1889. Bd.U. H. 1. 2 13 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. beschreibt Neurogliazellen im intracranialen Teil einer Anzahl von Gehirnnerven und in den Wurzeln einiger Rückenmarks- nerven. Derselbe, Sulla struttura del tessuto interstitiale normale dei centri nervosi cerebro-spinali e dei nervi periferici cerebro-rachidiani. — Gazetta Ospitali Milano Nr. 4, 11. Saint Remy, G., Recherches sur la portion terminale du canal de l'ependyme chez lez vertebres. — Internat. Monatsschr. f. Anat. u. Phys. V. Bd. p. 17—38 u. 49—63. Mit 1. Tii. Verf. untersucht den Bau des hintersten Teils des Rücken- marks, besonders den ,, Terminalventrikel" (fünfter Ventr.) Krause's, bei einer Anzahl von Vertebraten, worunter folgende Säugetiere: Ratte, Meerschw., Kaninchen, Katze, Hund, Spitzmaus. Es sind ausserordentliche Verschiedenheiten in der Form des Rückenmark- kanals vorhanden. Nur bei der Spitzmaus verjüngt sich der Kanal allmählich, in dem Maasse wie das Mark an Dicke abnimmt; bei allen andern Säugetieren erweitert er sich vor seinem Ende in ver- schiedener Weise, bei jungen Tieren deutlicher als bei alten. Verf schlägt vor, statt der Krause'schen Bezeichnung ,,ventriculus termi- nalis" zu sagen „sinus terminalis", da die Ventrikeln ganz andere Bildungen sind als das erwähnte Organ. Jene sind das Resultat einer Ausdehnung des embryonalen Rückenmarkkanals, diese das Ergebniss einer Verzögerung bei der Rückbildung des Kanals. Schäfer, E. A., A Comparison of tlie Latency Periods of the Ocular Muscles on Excitation of the Frontal and Occipito-Temporal Regions of the Brain. — Proc. R. Soc. London. Vol. 43, p. 411— 412. Verf. untersucht an Affen die Periode latenter Reizung der Augenmuskeln für die frontale und die hintere (temporale und occipitale) Area und fand dieselbe um einige Hundertstel einer Sekunde länger für die temporale und occipitale Area. Derselbe, On Electrical Excitation of the Occipital Lobe and adjacent Parts of the Monkeys Brain. — Proc. R. Soc. London, Vol. 43, p. 408—410. Verf schliesst aus den durch Reizung des Occipitallobus und der angrenzenden Teile des Affengehirns erzeugten Augenbewegungen (subjektive Gesichtsempfindungen) auf einen Connex der gesamten Seh -Area jeder Hemisphäre mit der entsprechenden seitlichen Hälfte jeder Retina, sowie gewisser Teile des genannten Bezirks zu be- stimmten Partien der Retinae. Derselbe, On the Temporal and Occipital Lobes. — Brain 1888, p. 13-16. Ein Affe reagirte nach Abtragung der oberen Schläfenwindungen noch auf Gehöreindrücke. Stowell, T. B., The Glosso-pharyngeal Nerve in the Domestic Cat. — Proc. Americ. Philos. Soc. Vol. XXV, p. 89—94. Mit 1 Tfl. Derselbe, The Accessory Nerve in the Domestic Cat. — Ebenda p. 94—99. Mit 1 Tfl. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 19 Derselbe, The Hypogiossal Nerve in the Domestic Cat. — Ebenda p. 99—104. Mit 1 Tfl. Turner, W., The Pineal Body (Epiphysis Cerebri) in the Brains of the Walrus and Seals. — The Journ. of Anat. and Phys. New S., Vol. IL, p. 300—303. Das Walross besitzt eine ungewöhnlich grosse Epiphyse; etwas kleiner, aber immer noch verhältmssmässig grösser als sonst bei den Säugetieren ist das genannte Organ bei den Seehunden. Verf. entwickelt die Ansicht, dass bei den Säugern, gegenüber den Lacer- tiliern, das bedeutende Wachstum des Tentorium und der Hemi- sphären des Grosshirns die Entwicklung der Epiphyse (und des Scheitelauges) gehemmt habe. Turner, W., Comparison of the Convolutions of the Seals and Walrus with those of the Carnivora, and of Apes and Man. — The Journal of Anat. and Phys. New S., Vol. II, p. 554 — 581. Vergl. Zool. Rep. ChaUenger Part LXVIII. Virchow, Hans, Ueber das Rückenmark der Anthropoiden. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 509 — 510. (Ref. Verb. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Bei Individuen verschiedenen Alters treten innerhalb derselben Spezies grössere Verschiedenheiten auf als bei verschiedenen nahe- stehenden Spezies. Orang und Chimpanse zeigen im Allgemeinen viele Aehnlichkeiten, während beim Gibbon stärkere Abweichungen, besonders vom Orang, sich geltend machen. Derselbe, üeber grosse Granula in Nervenzellen des Kaninchenrückenmarks. — Centralbl. f. Nervenheilk. Jahrg. XI, Nr. 2. Vitzou, A.-N., L'entre-croisement incomplet des fibres nerveuses dans le chiasma optique chez le chien. — Comtes rend. hebd. de l'Acad. des sciences. T. CVII, p. 531-533. Verf. zeigt an mit Hunden angestellten Versuchen, dass sich die von den Occipitallappen ausgehenden Nervenfasern im Chiasma nicht alle kreuzen, sondern dass etwa ein Viertel der von einem 0. Lappen ausgehenden Fasern direkt zu dem Auge der entsprechenden Seite verlaufen. Derselbe, Contribution ä l'etude du centre cerebro-sensitif visuel chez le chien. — Ebenda p. 279 — 282. Verf kommt nach einer Reihe von Versuchen zu dem Ergebniss, (in üebereinstimmung mit den Resultaten Munk"s), dass das Seh- centrum des Hundes in der hinteren Hälfte der ersten, zweiten und dritten Windung der Occipitallappen liegt. Waszkiewicz, Ph., Zur Frage über die Beziehungen zwischen der Zahl der Fasern in den Nervenstämmen und dem Körpergewicht bei Säugetieren. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 206 — 208. Kurze Zusammenfassung der Resultate einer später erschienenen grösseren Arbeit. S. dieselbe später. Weinreich, Max, Ueber Nerven und Ganglienzellen im Säuge- tierherzen. — Diss. (Halle) Merseburg 1888. 2* 20 Dr- Ernst Schaff: Bericht, über die Leistungen Verf. untersucht Maus, Maulwurf und Mensch und gelangt zu folgenden Ergebnissen: „Die Nerven des Säugetierherzens stammen vom N. sympathicus und vom N. vagus; mit ihnen stehen Ganglien- zellen in Verbindung. Dieselben scheinen nie apolar, wohl aber uni- und multipolar zu sein. Sie können sich zu Ganglien ver- einigen und liegen als solche an der Vena cava ascendens, der Vorhofsscheidewand, der Grenze zwischen Vorhof und Ventrikel und am Ventrikel. Die Ganglienzellen gehören anscheinend am Vorhof vorwiegend zum N. sympathicus, die in den tiefer gelegenen Teilen des Herzens zum cerebro-spinalen System." Zuckerkandl, E., Das Riechbündel des Ammonshorns. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 425 — 434. Verf beschreibt als ,,Rieclibündel des Ammonshorns" ein Ver- bindungsstück zwischen dem Lobus olfact. und dem Cornu Amm. Untersucht werden besonders Primaten, incl. Mensch. Siiinesorgane. Alzheimer, A., Ueber die Ohrenschmnlzdrüsen. — Verh.phys.medizin.Gesellsch. Würzburg. Bd. XXII Nr. 8. Mit2Tfln. Bück, A. H., A contribution to the Anatomy of the Elephant's Ear. — Medical News Vol. LIII, p. 107. Duval, Math., Le troisieme oeil des Vertebres. Le^ons faites k l'Ecole d' Anthropologie, recueillies par P.-G. Mahondeau. — Journ. de Micrographie T. 12, p. 250, 273, 308, 336, 368, 401, 429, 459, 500, 523. Behandelt zusammenfassend in sehr eingehender Weise die bisherigen Untersuchungen über das dritte Auge der Wirbeltiere, wobei auch die Säugetiere, wenn auch nur in geringerem Masse, berücksichtigt werden. Herzfeld, P., Ueber das Jacobson'sche Organ des Menschen und der Säugetiere. — Zool. Jahrb. Abtlg. f. Anat. HL, p. 551 — 574. Mit 2 Tun. Verf giebt zunächst eine allgemein gehaltene Beschreibung des Jacobson'sche Ganges mit besondererer Berücksichtigung des Schafes, sowie des Menschen, erörtert dann das Vorhandensein oder Fehlen des Jac. G. und des Nasengaumenganges bei einer Reihe von Säuge- tieren und untersucht endlich den speziellen Bau des Jac. Organs (die beteiligten Knochen, die Knorpel und die Weichteile, als Epithel, Drüsen etc.). Die Frage nach der Function des genannten Organs zu lösen, gelang dem Verf nicht. Hönigschmied, Job., Kleine Beiträge betreffend die Anordnung der Geschmacksknospen bei den Säugetieren. — Zeitschr. f wissensch. Zool. Bd. 47, p. 190—200. Untersucht werden Luchs, Bär, Esel, Eber, Hamster, Waldmaus, Haselmaus. Berücksichtigt werden fast nur die äusseren Ver- hältnisse, dagegen weniger die feinere Struktur, bezüglich welcher auf die Arbeiten von Loven und Schwalbe verwiesen wird. Klaatsch, H., Zur Morphologie der Tastballen der Säugetiere. Morphol. Jahrb. Bd. 14, p. 407 ff". Mit 2 Tfln. iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 21 Das Liniensystem der Hand tritt zuerst in beschränkter Weise bei den Beuteltieren auf, zunächst auf den Ballen, später auf den intermediären Flächen, wobei dann häufig auf der Höhe der Ballen eine Komplizirung der Linien eintritt. Die Carnivoren stehen auf einer primitiven Stufe, da bei ihnen sich die bei niederen Marsup. vorhandenen Warzen noch finden, manchmal jedoch in linien- ähulichen Bildungen angeordnet. Die Nager stellen einen be- sonderen Typus dar durch die zapfenartige Entwicklung der Ballen, lassen aber ebenso wenig wie die Insektenfresser eine einheitliche Beurteilung zu. Zum Menschen führen von den Beuteltieren (Phalangista) die Prosimiae und die Affen. Klingberg, Beiträge zur Dioptrik des Auges einiger Haus- tiere. 1. T. — Programm der Domschule zu Güstrow. Ostern 1888, p. 1—22. Paulsen, E., Ueber die Schleimhaut, besonders die Drüsen, der Oberkieferhöhle. — Arch. f. mikr. Anat. Bd. 32, p. 222— 23-2. Mit 1 Tfl. Uiitersucht wurden Kaninchen, Hund, Katze, Ochse, Kalb, Pferd, und Hammel. Das die Obertiäche bedeckende Epithel enthält \del- fach Becherzellen, die früher nicht bemerkt worden waren. Eine Membrana hyaloidea Avurde entgegen den Angaben Scheff's nicht gefunden. In einem menschlichen Sinus maxillaris, sowie in den betr. Höhlen der genannten Tiere vermisste Verf. nie Drüsen, doch waren diese von verschiedener Ausbildung. Oft zeigten die Aus- führungsgänge blasenförmige Erweiterungen. Die Mehrzahl der Drüsen ist den Eiweissdrüsen zuzurechnen. Rampoldi, R., Sulla fina anatomia della retina dei Mammiieri. Nota preventiva. — Estr. dagli Ann. di Ottalmologia Ann. 17, Fase. 1. Derselbe, Süll' anatomia della regione interna della retina dei Mammiferi. Nota istologia. — Ebenda Fase, 2. Retter er. Ed., Note sur la structure de l'iris chez les mammi- feres. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 319—323. Verf. kommt zu folgenden Resultaten: Faserzellen finden sich nur im Sphinkter der Iris; die Bruch'sche Membran ist (bei den untersuchten Säugern) nicht aus Faserzellen zusammengesetzt; dila- torische Muskelbündel sind in der Iris nicht vorhanden. Sardemann, E., Beiträge zur Anatomie der Thränendrüse. — Ber. naturf. Gesellsch. Freiburg. Bd. III, p. 95 — 125. Tuckermann, Fred., Note on the Papilla foliata and other Taste Areas of the Pig. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 69 — 73. Verf. beschreibt die Pap. foliatae, die Pap. circumvallatae und die Pap. fungiformes des Schweines. Derselbe, Observations on the Structure of the Gustatory Organs of the Bat (Vespertilio subulatus). — Journ. of Morphology Vol. II, p. 1 6. Mit 1 Tfl. Derselbe, On the Gustatory Organs of Putorius vison. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 941—842. 22 Dl'- Erust Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. beschreibt zunächst die Zunge des amerikanischen Nörzes, darauf die eigentlichen Geschmacksorgane. Papulae cicumvall. wurden in 2 Paaren angetroffen, während in der Regel 3 Paar vor- handen sind. Tastkörperchen sind nicht sehr zahlreich. Derselbe, The Tongue and Gustatory Organs of Fiber zibe- thicus. — The Journ of Anat. and Phys. New S. Vol. II, p. 135 — 141. Mit 1 Tfl. Zunächst Beschreibung der Zunge in toto, dann der Papilla circumvallata, der 2 Pap. foliatae und der Pap. fungiformes. Im unteren Teil der Pap. circumv. liegt ein grosses Ganglion in einer bindegewebigen Hülle, von ihm aus gehen Nerven zu den Geschmacks- knospen. Willach, P., Ueber die Kristalllinse bei Säugetieren. Osterwieck 1888 (1887?). Dissertation, Erlangen. Gefässsystem. Form ad, H. F., Comparative studies of Mammalian Blood. — The Journ. of. Comp. Med. and Surg. Vol. IX. p. 254-312. Mit 6 Tfln. und 15 Textfig. Zunächst allgemeine Bemerkungen über das Blut; dann Ver- gleich und Unterscheidung von frischem menschlichem und Säugetier- blut; Erkennung und Nachweis von menschlichem Blut in Criminal- fällen, nebst Bemerkungen hierzu. Fredericq, L., La pulsation du coeur chez le chien. — Arch. de Biol. Tom VIII, p. 493—622. Mit Figg. 1. Sur le trace cardiographique des ventricules. 2. Sur le tr. card. des oreillettes. 3, Sur les phenomenes electriques de la Systole ventriculaire. Gosse, H., Dimensions des globules du sang chez differents animaux. — Arch. des sciences phys. et nat. III. Periode, T. XXX, p. 311—312. Verf. teilt kurz mit, dass Messungen von Blutkörperchen aus- geführt an Photographien, welche mit starken Vergrösserungen erzeugt sind, das beste Mittel zur Unterscheidung von Blut ver- schiedener Herkunft ist. Bei einer und derselben Tierart zeigen sich Grössenverschiedenheiten je nach dem Alter des Tieres (Rind, Kalb). Auch Castration beeinflusst die Blutkörperchen. Gutraann, G., Ueber die Lymphbahnen der Cornea. — Arch. f. mikr. Anat. Bd. 32, p. 593— Mit 3 Tfln. Verf. untersuchte mit Asphaltinjectionen die Lymphbahnen in der Cornea von Rindern, Kaninchen, Schweinen und Menschen und stellte so Bilder der Saftlücken her. Halliburton, W. D., On the Coagulation of the Blood. Preliminary Communication. — Proc. R. Soc. London. Vol. 44, p. 255—268. Verf. fand durch Untersuchungen am Blut von Katzen folgendes: 1. Lymphzellen liefern als eins ihrer Zersetzungsprodukte ein Globulin, welches man Zellglobulin nennen kann. Dasselbe besitzt die bisher dem Fibrinferment zugeschriebenen Eigenschaften. 2. Fibrinferment, Avie es aus dem getrockneten alkoholischen Niederschlaii' von Blut- in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 23 serum gewonnen wird, erweist sich concentrirt als Globulin mit den Eigenschaften von Zellglobulin. 3. Das durch Salzlösungen aus dem gewaschenen Blutgerinsel („blood clot") ausgezogene Fibrinferment ist ein ebenfalls mit Zellglobuhn identisches Globulin. 4. Serum- globulin aus Wasserbruch- („hydrocele") Flüssigkeit präparirt, hat keine fibrinoplastischen Eigenschaften; esist\äelleichtbesserPlasmaglobulinzu nennen. 5. Aus Serum gewonnenes Serumglobulin hat ausgeprägte fibrinoplastische Fähigkeiten. Dies rührt daher, weil es aus Plasma- globulin und Zellglobulin, entstanden bei der Zersetzung der weissen Blutkörperchen, besteht. 6. Der Grund der Gerinnung des Blutes ist zunächst die Zersetzung der weissen Blutkörperchen; diese setzen Zellglobulin iu Freiheit, welches als Ferment wirkt und Fibrinogen in Fibrin umsetzt. — Bestätigung und Erweiterung von Hammarsten's Ansichten, Gegensatz zu Wooldridge, welcher a. a. 0. p. 28"2 — •28-4 eine Erwiederung veröffentlicht, wesentUch chemisch-physiologischen Inhalts. Hochstetter, Ferd., Zur Morphologie der Vena cava inferior. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 867-872. Vorwiegend polemischen Inhalts, gegen die Angriffe Kerschner's gerichtet. Derselbe, Ueber das Gekröse der hinteren Hohlvene. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 9G5 974. Mit 3 Abbildgn. Wahrscheinlich existirt bei allen Wirbeltieren, welche eine hintere Hohlvene haben, in der Anlage wenigstens, ausser dem dorsalen und ventralen Darmgekröse ein drittes Längsgekröse, welches den rechten dorsalen Rand der Leber mit der Wurzel des dorsalen Darmgekröses verbindet und sich bei den Säugetieren (und Vögeln) auch noch über die Leber hinaus nach vorn erstrecken kann. Dies Gekröse wird zum Träger des selbständig entstehenden Hohlvenenabschnittes. Keibel, Franz, Netzbeutelbildungen in der Brusthöhle. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 234 — 237. Mit 1 Abbildg. Verf beschreibt eine eigentümliche Netzbeutelbildung in der Brusthöhle eines gemeinen Bären, gebildet von einer die Vena cava inf. einscliliessenden Pleuraduplikatur. Von einer Reihe auf diese Befunde untersuchter anderer Säugetiere zeigte nur ein Murmeltier eine ähnliche Bildung. Verf. vermutet, dass diese Netzbeutelbildungen durch Fetteinlagerungen bedingt seien, welche für die winterliche Schlaf- und Fastenzeit von Wichtigkeit sind. Kerschner, Ludw., Zur .Morphologie der Vena cava inferior. — Anatom. Anz. IIL Jahrg., p. 808—823. Eine Arbeit allgemeineren Inhalts, in der auf Säugetiere im Besonderen nicht eingegangen wird. Derselbe, Nochmals zur Morphologie der Vena cava inferior. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 943 — 947. Wesentlich polemischen Inhalts. Mc William, J. A., On the Rhythm of the Mammalian Heart. — Proc. R. Soc. London. Vol. 44, p. 206—208. 24 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Untersucht werden Katze, Hund, Kaninchen, Ratte, Meer- schweinchen, Igel. Derselbe, 'Inhibition of the Mammalian Heart. — Ebenda p. 208—213. Verf. beschreibt folgende Versuche resp. deren Resultate : Durch- schneidung der Vagi, Reizung des Vagus, Wirkung derselben auf die Auriculae cordis, sowie auf die Ventrikeln. Ferner erörtert er die Wirkungen, welche eine auf eine bestimmte Stelle („inhibitory area") an der dorsalen Seite der Aurikel- Oberfläche gerichteter elektr. Strom erzeugt: rapide, zuckende Bewegung der Auriculae, Verlangsamung oder Stillstand der Ventrikelbewegung. Zum Schluss einige Mitteilungen über den Effekt von Reizungen der Mündungs- stellen der grossen Gefässe bei abnormen Zuständen, wie Asyphyxie etc. Munk, H., Weitere Untersuchungen über die Schilddrüse. — Sitzungsber. Kgl. Preuss. Akad. Wissensch. Berlin. Jahrg. 1888, p. 1059—1093. Verf. erörtert eingehend die bei Hunden nach Exstirpation der Schilddrüse auftretenden Kraiddieitserscheinungen, die nach ihm aus Reizungen entspringen, welche die in der Umgebung der Drüse befindlichen Nerven erfahren. Lediglich die entzündliche Schwellung der Schilddrüsenlappen wird dem Tier verhängnissvoll, was auch der Fall sein würde, wenn keine Exstirpation der Drüse erfolgte. Beim Affen treten dieselben wesentlichen Krankheitserscheinungen nach der erwähnten Exstirpation auf wie beim Hunde, während bei anderen Tieren Verschiedenheiten wahrzunehmen sind. Diese beruhen wohl weniger auf verschiedenartiger Funktion als auf verschiedenartiger Empfindlichkeit der betr. Tierarten. Rojecki, F., Note sur la disposition des troncs arteriels des membres chez les singes du genre Macaque consideres par rapport ä ceux des singes antropomorphes et de Thomme. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 281—284. Tauber, A. S,, Ueber die Topographie der Schilddrüse bei den Haustieren. Eine anatomisch - physiologische Studie. Wratsch 1888, No. 8 ff. (Russisch). Virchow, H., Ueber Augengefässe der Carnivoren nach Unter- suchungen des Herrn Bellarminow. — Arch. f. Anat. u. Phys. Physiol. Abtlg. Jahrg. 1888, p. 552—556. Referat mit sehr vielem Detail. Von Carnivoren werden nur Hund und Katze genannt. Waller, Aug. D., On the Electrornotive Charges connected with the Beat of the Mammahan Heart, and of Human Heart in particular. — Proc. R. Soc. London. Vol. 44, p. 331. Nur ein ganz kurzer Auszug. Yerdaiiuiigsorgane. von Brunn, Ueber Membrana prae- formativa und Cuticula dentis. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 506 bis 508. (Rev. Verh. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf. teilt mit, dass er die Membr. praef. genau so gefunden, wie sie zuerst von Raschkow beschrieben wurde. Da man nach in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1888. 95 Beginn der Dentinbildung zwischen ihr und dem Rande des jungen Elfenbeins keine deutliehe Grenze erkennen kann, so muss man daraus schliessen, dass die Membran verkalkt und die äusserste Dentinlage bildet. Die Cutic. dent. lässt sich leicht an Zähnen, welche dem Durchbruch nahe sind, nachweisen, besonders schön am Eckzahn eines IG — 18 Tage alten Kätzchens. Deutlich sieht man, dass sie sich zwischen dem Schmelz und dem inneren Schmelzepithel befindet. Sie muss daher nach Beendigung der Schmelzbildung vom Schmelz- epithel abgesondert sein. Cope, E. D., weist kurz auf die Entdeckung von Zähnen bei Ornifh. anatimis (vergl. unten Poulton) hin und schliesst hieraus, dass die Multituberkulata wahrscheinlich Monotremen und nicht Marsupialier seien. (Am. Nat. XXII., p. 259.) Döbner, Merkwürdiges Vorkommen im Gebiss eines Luchses. — Zool. Garten Jahrg. 1888, p. 346. Der Schädel enthält in beiden Ünterkieferhälften M 2. Edelmann, R., Die Fortschritte auf dem Gebiet der Ver- dauungslehre unserer Haussäugetiere im letzten Dezennium. — Tier- medizin. Vortr. Bd. 1, Hft. 2. Halle 1888. Ellen berger, lieber das Vorkommen der Hakenzähne (dentes canini) bei Pferden. — Ber. üb. d. Veterinärwesen im Kgr. Sachsen für d. Jahr. 1887, p. 2—18. Flesch, Max, Ueber Beziehungen zwischen Lymphfollikeln und secernierenden Drüsen im Oesophagus. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 283—286. Mit einer Abbüdung Im oberen Teil des Oesophagus des Menschen und einiger Säugetiere stehen acinöse Drüsen mit Lymphfollikeln in direkter Verbindung, bei anderen Säugetieren dagegen nicht, z. B. beim Hunde, wo in der Speiseröhre Lymphfollikel fast ganz fehlen. Verf. meint, dass das Drüsensekret durch die von den Follikeln ab- gegebenen Lymphzellen chemisch verändert werde. Galippe, Note sur les alterations des dents sous l'infiuence d'un sejour prolonge dans le sol. — Comtes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T.V., p. 572—574. Verf. beschreibt die durch Mikroorganismen verursachten Ver- änderungen der Struktur von Zähnen, welche läuGere Zeit in der Erde lagen. (Vergl. Ber. f. 1887, p. 13, Roux.) Kaufmann, Application de la methode graphique k Tetude de la spcretion parotidienne chez le cheval Comjjtes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 815—816. Verf. untersucht die Speichelabsonderung der Parotiden ver- mittelst einer Fistel im Ductus Stensonianus, welche mit einem Registrirmanometer verbunden wird. Beim Kauen der Nahrung findet an der Seite, wo das Pferd gerade kaut, eine stärkere Speichel- absonderung statt als an der entgegengesetzten. Ebenso tritt bei jedem einzelnen Biss ein stärkerer Speichelfluss ein als in der Zwischenzeit, in der sich die Kinnladen von einander entfernen. 26 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Killian, G., Ueber die Bursa und Tonsilla pharyngea. — Morphol. Jahrb. Bd. 14., p. 618—711. Mit 2 Tfln. und 43 Textfig. Verf. untersuchte ein reiches Material vom Menschen, sowie eine Reihe von Wirbeltieren, meistens Säugern. Bei den meisten untersuchten Säugern fehlt die als Rachentasche bezeichnete Aus- stülpung der Rachenschleimhaut gegen das Hinterhauptbein. Sie wurde gefunden bei A. marmota, Sus scrofa, C. capreol, Ursns (nach anderen Autoren). Verf. schliesst sich an Schwabach an, welcher die als Rachentaschen bezeichneten Bildungen bei Erwachsenen als sekundär und als meist pathol. Erzeugnisse der Rachentonsille auffasst, und empfiehlt bei Erwachsenen statt Bursa pharyng. „Recessus" oder ,,Pseudobursa" zu sagen. Betreffs der Rochentonsille wird constatirt, dass sie beim Menschen vom 6. Embryonalmonat bis zum Ende des 2. Dezenniums aus der Basisphenoidalgegend in die Basioccipitalgegend rückt. Sie ist bei den Säugern nicht so constant wie die Gaumen-, doch ebenso häufig wie die Zungentonsille. Ausser dem Menschen besitzen die Haustiere besonders grosse Rachentonsillen, was vielleicht auf die Lebensweise, den langen Aufenthalt in geschlossenen (staubigen) Räumen zurückzuführen wäre, möglicherweise auch mit Ernährungs- verhältnissen in Zusammenhang steht. In einem Nachwort erklärt sich Verf. gegen die Ansicht Schwabach's das der „Recessus pharyngeus med. embryonaüs" resp. die Bursa pharyngea embryonalis zur Rachentonsille gehöre und ihre Entwicklung einleite. Lataste, Fernand, Des dents exceptionnellement mono- physaires chez les mammiferes cliphyodontes. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 37—41. Verf. zählt die Fälle auf, in denen bei diphyodonten Säuge- tieren einzelne Zähne nicht gewechselt werden. Den ersten Pm. von Schwein, Robbe und Hund, welcher nicht gewechselt wird, sieht Verf. als zur zweiten Dentition gehörig an. Loder, E. G., macht einige Angaben über einen ausserordentlich grossen Stosszahn eines afrikan. Elefanten. Derselbe hatte eine Länge von 9 Fuss 5 Zoll (engl.). (Proc. Zool. Soc. London 1888, p. 87.) Mo US SU, Nerf moteur ou secreteur de la glande parotide chez le boeuf. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 280—281. Verf weist liin auf einen zur Parotis gehenden Zweig des Buccal- nerven, ,,nerf parotidien", welcher besonders geeignet ist zum Studium am lebenden Tier. Nehring, A., lieber die Form der unteren Eckzähne bei den Wildschweinen, sowie über das sogen. Torfschwein (Sus palustris Rütimeyer). — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. 1888, p. 9 — 16. Verf. erläutert zunächst, dass bei den verschiedenen Arten der Wildschweine die Querschnitte der unteren Eckzähne männlicher Individuen charakteristische Conturen zeigen. Sodann entwickelt er die Ansicht, ,,dass die Charaktere, durch welche sich Sics palustris Ruf. von Sus scrofa ferus unterscheiden soll, keine specifischen sind, in der Natuigeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 27 sonderu als Folgen einer primitiven Domestikation in Verbindung mit knapper Nahrung und rauher Lebensweise erscheinen." Poulton, Edw. B., True Teeth in the young Ornithorliynclws jximdoxus. — Proc. R. Soc. London. Vol. 43, p. 353 — 356. Mit 1 Holzschn. Verf. fand bei der Untersuchung einer Schnittserie durch den Kopf eines jungen Schnabeltiers echte Säugetierzähne in den sub- epithelialen Geweben des Daches der Mundhöhle. Später wurden sie auch im Unterkiefer festgestellt. Wahrscheinlich finden sich in jeder Kieferhälfte 3 Zähne. Der vorderste weicht in der Form von den andern ab und ist von ihnen durch ein Diastema getrennt. Er ist einspitzig, während die beiden hinteren mehrspitzig sind, im Ober- kiefer mit 2 inneren, im Unterkiefer mit 2 äusseren Hauptspitzen. Die histologischen Befunde stimmen mit dem für Säugetierzähne typischen Verhalten. Diese Uebereinstimmung spricht dafür, dass die Zähne der höheren Säuger einen mehr ursprünglichen Typus bewahrt haben als die übrigen Organe. Ranvier, L., Le mecanisme de la secretion. — Journ. de Micrographie. T. 12. p.3— 11, 33-41, 65—73, 104—111, 165—173, 212—218, 243—250, 298—303, 329—335, 364—368, 389—393. Vorlesungen R.'s am College de France, stenographirt von J. Pelletan. Forts. — Behandelt im Wesentlichen die Speichel- drüsen und zwar zur Hauptsache von Säugetieren. P. 3—6 wird erörtert, dass bei den simplicidenten Nagern 3 Paar sublinguale Speicheldrüsen vorhanden sind (submaxillaris , retrolingualis und subungualis), bei den duplicidenten dagegen nur zwei (submax. u. subling.). Es ist dies ein gutes Unterscheidungsmerkmal der beiden Gruppen. Weiter werden eingehend behandelt die Speicheldrüsen von Igel, Maulwurf und mehreren Fledermäusen. Sanson, Andre, Puissance digestive des mulets. — Comptes rend. hebd. Soc. BioL 8. S. T. V., p. 316—318. Verf zeigt, dass Maultiere besser das Futter verdauen als Pferde. Seeley, H. G., On the Nature and Limits of Reptilian Character in Mammalian Teeth. — Proc. R. Soc. Vol. XLIV p. 129—141. Verf. setzt auseinander, dass die morphologischen Verhältnisse der Zähne bei den Säugetieren sich so vereinfachen können, dass die Säugetierzähne sonst für die Reptilien typische Charaktere an- nehmen. Umgekehrt können auch Reptilienzähne die Merkmale von Säugetierzähnen tragen (Empedias-Chrysochloris). Verardini, F., Intorno la chirurgia del Pancreas sostcnuto da esperimenti sopra animali vivi e da fatti clinici. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. de Bologna. S. IV. T. IX., p. 245—250. Grösstenteils Zusammenstellung der bisherigen Ergebnisse. Wilckens, M., Beitrag zur Kenntniss des Pferdegebisses mit Rücksicht auf die fossilen Equiden von Maragha in Persien. — Nova Acta Leop. Bd. 52, Nr. 5. Mit 8 Tfln. 28 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen In der Einleitimg giebt Verf. eine tabellarische Uebersicht über die Backenzalmgebisse von Ilipparion med it., Eqnus foss. und Eqims caball. nach den Angaben Rütimeyer's und erläutert dann die Rassen- unterschiede am Backenzahngebiss der lebenden Pferde unter Be- rücksichtigung der Angaben von Franck (Oberkieferbackenz.). Beim orientalischen Pferde ist der Breitendurchm. der oberen Backen- zähne grösser oder mindestens so gross wie der Längsdurchmesser, beim occidentalischen ist er kleiner. Ferner ist beim abend- ländischen Pferde die Kräuselung der Schmelzfalten stärker als bei den morgenländ. Schlägen und dadurch bedingt ragt bei ersterem das Vorderhorn der Hintermarke weiter über das Hinterhorn der Vordermarke als bei den Orientalen, wie auch bei letzterem der sogen. ,, Sporn" (eine kleine Falte an der Hinterbucht des Innen- randes der ob. Backenz.) weniger entwickelt ist oder gar fehlt. Ebenfalls durch die stärkere Schmelzkräuselung verursacht ist die stärkere Zweilappung des Pfeilers an der Innenwand des Vorderjochs beim abendländischen Pferd. Endhch zeigen auch die beiden Aussen- falten Verschiedenheiten je nach der Ptasse. Auch die von Franck nicht berücksichtigten unteren Backenz. sind bei den beiden Pferde- gruppen verschieden. Ein Mittelstellung zwischen abendländischen und morgenländischen Pferden nimmt das aus der Kreuzung beider hervorgegangene englische Rennpferd ein. Sodann wird erörtert, dass die Geschlechsfolge von Hipparion durch Equus foss. zu E. asm. und den beiden Gruppen des lebenden E. caball. nicht angenommen werden darf, sondern für die beiden recenten Gruppen verschiedene Stammformen existirt haben. Wichtig für diese Frage sind die bei Maragha in Nordwest-Persien aufgefundenen Equidenreste. Dieselben gehören überwiegend zu Hipparion., während ein kleiner Teil einem echten Equus entstammt, welcher als E. foss. persicus bezeichnet wird. Es folgt dann eine eingehende Untersuchung und Vergleichung der Hipparionzähne gegenüber Pferdezähnen, wobei eine Auseinander- setzung über die Schneidezähne der Equiden eingefügt wird. (Unter- schiede von „Fohlenzähnen" = Milchschneidez. des Pferdes, „Pferde- zähnen" = Ersatzschneidez. des Pferdes, und Eselszähnen durch die Form der Zähne und ihre Schmelzfalten). Interessant ist der Um- stand, dass die Milchschneidez. der recenten Pferde die Form der Ersatzschneidez. von Hipparion wiederholen. Verf. kommt auf Grund der angedeuteten Untersuchungen der Fossilreste von Maragha zu dem Resultat, dass das Hipparion uud das fossile Pferd Persiens als Stammform der morgenländischen Pferde, das pikermische bezw. europäische Hipparion und dessen fossile Equus -Nachkommen als Stammform der abendländischen Pferde zu betrachten sind. Atliinuiigsorgane. Brown-Sequard et d'Arsonval, Nouvelles recherches demontrant que les poumons secretent un poison extreme- ment violent qui en sort avec l'air expire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T V., p. 33—37. Mit der ausgeathmeten Luft wird aus den Lungen des Menschen und der Säugetiere ein Gift ausgeschieden, welches nach den Unters. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 29 der Verf. zu den flüchtigen organischen Älkaloiden gehört. Versuche an Kaninchen mit Einspritzung einer flüssigen Lösung des Giftes in das Blut und unter die Haut. Bemerkungen hierzu von R. Wurtz ebenda p. 4i — 42, ferner von Dastre ebenda p. 43 — 44. Dieselben, Nouvelles remarques ä l'egard du poison pulmo- naire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 54 — 56. Dieselben, Toxicite de l'air expirc, nouvelles recherches. — ebenda p. 90—91. Dieselben, Remarques sur la valeur des faits qui nous ont servi a demontrer la toxicite de l'air expire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 99—104. Weitere Mitteilungen von Brown-Sequard und d'Arsonval über das Gift der Atemluft ebenda p. 108 — 110, 151 — 153. Dastre, Note au sujet de la toxicite des produits de condensation pulmonaire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 43—44. Verf. zeigt, dass das in der ausgeathmeten Luft enthaltene Gift nicht immer gleich wirkt. Dastre, A., et Loye, P., Recherches sur la toxicite de l'air expire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 91 — Verf. suchen nachzuweisen, dass das von Brown-Sequard u. A. in der ausgeatmeten Luft gefundene Gift entweder nicht constant oder normaler Weise quantitativ nicht genügend ist, um schädlich zu wirken. Dubois, Raphael, Sur le mecanisme respiratoire chez la Marmotte pendant le sommeil hibernal et pendant le sommeil anesthesique. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 841 — 842. Verf. constatirt Verschiedenheit des Athmungsmeclianismus beim murmeltier im Winterschlaf und im wachen Zustand. Spoon, W. L., veröftentlicht eine Beobachtung über das Athmeu von Fiber zihethicus unter dem Eise zugefrorener Gewässer. (Am Nat. XXIL, p. 539—540). Exkretionsorgane. Guamieri e Magini, Studi sulla Ana struttura delle capsule soprarenali. Nota preventiva. — Atti della R. Accad. di Lincei S. 4. Rendiconti Vol. IV, p. 844—847. Vergl. u. Dieselben, Etudes sur la fine structure des capsules surre- nales. — Arch. ital. de Biol. T. X, p. 379—384. Studien über die Nebennieren von Kaninchen, Meerschw., Ratte, Hund, Rind und Mensch. Hochstetter, Ferd., Ueber den Einfluss der Entwicklung der bleibenden Nieren auf die Lage des Urnierenabschnittes der hinteren Cardinal venen. — Anatom. Anz. HL Jahrg. p. 938-940. Mit 2. Abbildgn. Innerhalb eines Tages drängen die in der Entwicklung begriffenen bleibenden Nieren die Endabschnitte der Urnieren samt den ent- sprechenden Abschnitten der hinteren Cardinal venen von der Aorta 30 Dr. Ernst Schaff: Bericht iiher die Leistungen und der Wirbelsäule ab. Veranlasst durch den Druck der Nieren- anlagen entwickelt sich aus der hinteren Cardinalvene eine neue, anfangs schwache Vene, welche sich über die dorsale Fläche der Nierenanlage erstreckt und dann wieder in die hintere Cardinalvene mündet. Später weitere Veränderungen. Rex, Hugo, Beiträge zur Morphologie der Säugerleber. — Morphol. Jahrb. Bd. 14, p, 517—617. Mit^5. Tlln. Verf. untersucht die allgem. Formverhältnisse der Säugerleber, die allgem. und die speziellen Formverhältnisse des Portalbaumes und der Lappung der Säugerl., die Gallengangsverästelung, die- selben Verhältnisse beim Menschen und endlich die Venae hepat. bei Säugern und Menschen. Tizzoni, G., Sugli effetti dell' asportazione delle capsule surrenali nel cane. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. die Bologna S. IV T. IX, p. 73—78. Vergl. u. Tizzoni, G., Ablation des capsules surrenales chez le chien. — Arch. ital. de Biol. T. X, p. 372—378. Exstirpation der Nebennieren bewirkt beim Hunde den Tod des Tieres unter denselben Todes-Erscheinungen und denselben Ver- änderungen des Nervensystems, wie beim Kaninchen. Diese Wirkungen werden auch erzielt durch die Abtragung nur einer Nebenniere. Der Tod tritt erst mehrere Monate nach der Operation ein, so dass er nicht als Folge der Verwundung bei dem operativen Eingriff anzusehen ist. Die Veränderungen des Nervensystems zeigen den Zusammenhang der Nebennieren mit gewissen Regionen des Rückenmarks. Fortpflauzungsorgane Albrecht, M., Zu den Anomalien der Geschlechtsorgane beim Pferde. — Wochenschr. f. Tierheilkunde u. Viehz. Augsburg, Bd. XXXI, 18871 p. 309-312. van Beneden, Ed., De la fixation du blastocyste a la muqueuse uterine chez le Murin (Vespertilio murinus). — Bull. Acad. R. Belgique. 4. Serie, T, XV, p. 17—27. Mit einer Tafel- erklärung ohne Tafel! Nach den Unters, des Verf. geht bei Vesj). murin, das Epithel des Uterus während der Placentation zu Grunde und nimmt daher nicht an der Bildung der Placenta teil. Die Uterindrüsen stehen in keiner Beziehung zur Placenta, wodurch die Existenz von ,, Uterin- milch" hinfällig wird. Schon vor der Entstehung der Primitivrinne, wenn der Embryo nur zwei Keimblätter aufweist, ist die Verbindung embryonalen Epiblastes mit der Mucosa des Uterus so innig, dass man die einzelnen Elemente nicht trennen kann. Derselbe, De la formation et de la Constitution du placenta chez le Murin (Vespertilio murinus). — BuU. Acad. R. Belgique p. 351—364. Ausser den oben erwähnten Resultaten der vorigen Arbeit weist Verf. nach, dass sowohl das Epiblast des Embryos als auch in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 31 die umgewandelte Uterinmucosa die epithelartige und kernhaltige äussere Schicht der Placentarzotten bilden und dass nicht nur das Bindegewebe, sondern auch die Gefässwände jene Schicht bilden helfen. In Folge der Umwandlung der Gefässendothelien circulirt das mütterliche Blut in Lacunen, welche ein aus anastomosirenden Kanälen bestehendes Netz bilden. Die erwähnte äussere Schicht der Zotten hat keine sekretorische Funktion; sie trennt das mütterliche und das foetale Blut, deren Austausch osmotisch vor sich geht. Bimar, Recherches sur la distribution des vaisseaux sperma- tiques chez les mammiferes et chez l'homme. — Journ. Anat. Physiol. XXIX, p. 265—273. Mit 1 'J'fl. Verf. untersucht die Ai'terien und Venen des Hodens bei einer Anzahl von Säugetieren und findet dass hinsichtlich der Gefässe und ihres Verlaufes bei allen sich analoge Verhältnisse finden vde beim Menschen. Derselbe, Recherches sur la distribution des vaisseaux sperma- tiques chez divers Mammiferes. — Comptes rend. hebd. Acad. des sciences. T. CV, p. 80—83. Verf. beschreibt den Verlauf der Arterien und Venen des Penis von Rind^ Schaf, Pferd, Esel, Hund, Katze, Kaninchen. Borde, Lu., Sul modo di distribuirsi di terminare deUe fibre nervöse nell' utero di alcuni mammiferi: nota preventiva (Laboratorio di anatomia microscopica e di embriologia della R. universita di Bologna). — Estr. dalla Riforma medica, Anno IV Nr. 70. Modenal888. Boulart, R., Note sur le placenta du Cervus mexicanus. — Comptes rend hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 422. Die Untersuchung der Placenta eines Weibchens von C. mexü. ergab die Richtigkeit der folgenden Einteilung der Wiederkäuer: 1. Placenta diffus: Camelidae, Tragul. 2. Placenta mit wenig Kotyledonen: Moschid., Cervid. 3. Placenta mit zahlreichen Kotyl.: Giraf, Antilop., Caprid,, Bovid. Brazzola, F., Ricerche suU' istologia normale e patologica del testicolo. Nota IL La cariocinesa nel testicolo normale. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. di Bologna. S. IV. T. IX, p. 79—95. Mit 1 Tfl. Dasselbe in: Rendic. Accad. Sc. Istit. di Bologna 1887—88, p. 42—44. Verf. unterscheidet in den Samenkanälchen der Säugetiere spermatozoenbildende runde Zellen (cellule spermatichi) und Fuss- oder Stützellen. Chapman, Henry C, Observations on the female generative apparatus of Hyaena crocuta. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1888 p. 189—91. Mit 3 Ttin. Eine eingehende Beschreibung wird nicht gegeben, da die Befunde mit den von Watson bekannt gemachten übereinstimmen. Hervorgehoben wird der gänzliche Mangel einer Vagina und die 32 DJ'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Durchbohrung der Clitoris durch die Uretlira. Entwicklungs- hemmung ist der Grund der eigentümHchen Beschaffenheit der weibl. Geschlechtsorg, von IL crocuta. Du sing, Ueber die Regulirung des Geschlechtsverhältnisses bei den Pferden. IL Mitteilung. — Thiel's Landw. Jahrb. XVII, p. 373—386. Vergl. Ber. für 1887 p. 30. Duval, Mathias, Les placentas discoides en general, a propos du placenta des rongeurs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 675—676. Bemerkungen allgemeinerer Natur, z. T. in Beziehung auf die Arbeit Frommers (vergl. u.) Lataste, Fernand, Matiere du bouchon vaginal des ronü;eurs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 817—821. Die Substanz des „Vaginalpfropfes" entstammt den Samen- blasen; sie zeigt gleiche Reaktionen wie das Sekret der letzteren. Derselbe, Enveloppe vaginale et vaginite exfoliante des rongeurs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S, T. V. p. 705 bis 707. Verf. zeigt, dass die von ihm beschriebene „enveloppe vaginale" kein Sekretionsprodukt ist, sondern in Folge rapider Desquamation der Vaginalschleimhaut ensteht. Diese Erscheinung ist analog der in der Gynäkologie als Vaginitis exfolians bekannten Krankheit. Derselbe, Enveloppe du bouchon vaginal des rongeurs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 732—733. Mikroskopische Untersuchungen bestätigten die auf makros- kopischem Wege gewonnenen Ansichten des Verf. betreffs des ,, bouchon vaginal". Morau, H., Des transformations periodiques de l'epithelium de la muqueuse vaginale de quelques rongeurs. ■ — Comptes rend. hebd. Soc. BioL 8. S. T. V, p. 831—832. Verf. beschreibt die Veränderungen, welche die Mucosa der Vagina von Mäusen eingeht während der sogen, „periode genitale" d. h. in dem Zeitraum zwischen zwei ,,^poques genitales", wie Verf. mit Lataste den Moment der Begattung nennt. Dieser Zeitraum beträgt bei Mäusen 10 Tage. Das anfänglich vorhandene Pflaster- epithel verwandelt sich in mehrere Schichten hoher Cylinderzellen. Nicolas, A., Sur quelques details relatifs a la morphologie des Clements epitheliaux des canalicules du Corps deWolff. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 337—339. Bürstenbesätze an den Zellen des sekretorischen Abschnitts der WolfTschen Gänge; Bildung heller Tröpfchen zmschen dem Kern und der Oberfläche der Zellen in der ganzen Länge der Wolff^schen Gänge. Diese Tröpfchen treten aus den Zellen aus. Erklärung nicht gegeben. Prenant, A., Note sur la structure des spermatozoides chez l'homme. - Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V, p. 288-290. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 33 Verf. zeigt, dass die von Jensen (vergi. Ber. f. 1887. p. 27) bei einigen Säugern beschriebenen Knöpfchen, sowie der Spiralfaden auch bei Spermatozoen des Menschen vorkommen, Retter er, Ed., et Roger, G. H., Structure des organes genitaux d'un chien hypospade. — Comptes rend, hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 574—575. Sanfelice, F., Spermatogenesi dei vertebrati. — BoU. Soc. Naturalisti in Napoli. S. I. Vol. II, p. 43—98. Mit 2 Tfln. S. 49 — 66 werden Säugetiere behandelt und zwar untersuchte Verf. Mus decuman. Fall., M. decum. Fall. oar. alhina^ M. musctdus L., Canis familiaris L., Cavia cobaya Schreb., Myoxus quercinus L., Erinaceus europ. L. , Lepus cunicidus L. , Felis domestdca L. , Talpa europ. L. Im Allgemeinen geht die Entwicklung der Spermatozoen in allen Klassen der Vertebr. gleichartig vor sich. Bei den Säuget, (ferner Vögeln, Reptilien) produziren die Spermatoblasten zuerst Spermato- zoen, dann Elemente, welche letztere einerseits ernähren, andrerseits ausstossen. Die Ausstossung der Sperm. wird begünstigt durch die Umwandlung eines Teils der Elemente des Samenkanälchens in ein Sekret. Die Sperm. sind nicht Zellen, sondern Zellkernen gleich- wertig. Die färbbaren Teile der Sperm. stammen von der chro- matischen Substanz des Kernes, die nicht färbbaren von der achro- matischen. Nur bei den Säugetieren fand Verf. 2 verschiedene Formen von Spermat., die sich auch durch ihr V^erhalten gegen Farbstoffe unterscheiden. Sibley, Walter K., Undescended Right Testicle, Hypertrophy of the Left One in a Monkey. — Froc. Anat. Soc. of Great Britain, 1888, p. XXIV— XXVI. Mit 2 Abbildgii. Verf. beschreibt ein Exemplar von Macacus sinicus mit hypertro- phirtem linken, in der Leibeshöhle zurückgebliebenem rechten Hoden und giebt allgemeine Bemerkungen über Hypertrophie der Hoden. Sussdorf, Die Eihäute eines Fohlenzwillingspaares. — Deutsche Zeitschr. f. Tiermedizin. Bd. 14, p. 240 — 242. Tourneux, F., L'organe de Rosenmüller (epoophore) et le parovarium (paroophore) chez les mammiferes. — Journ. Anat. Fhysiol. XXIV, p. 169—192. Mit 1 Tfl. Verf. untersucht das Rosenmüller'sche Organ und das Far- ovarium bei folgenden Tieren: Schaf, Ziege, Cervus fro7italis, Ursus malayaniis, Hund, Katze, Delphin, Walfisch, Kuh, und beim Weibe. Er findet, dass das Ros. Org. im Ganzen betrachtet und auch hin- sichtlich der Beschafienheit seiner Teile dem Körper der Epididymis homolog ist. Je nach der Art des Tieres finden sich gewisse Ver- schiedenheiten im Bau des Ros. Org. Vom Farovarium (Faroophor) finden sich Reste in dem grossen Ligament unter dem Ovarium (Schaf, Kuh, Delphin etc.) Turner, Wm., An Additional Contribution to the Flacentation of the Lemurs. — Froc. R. Soc. London Vol. 44, p. 277 — 282. Verl beschreibt einen graviden Uterus von Lemiir xanthomystax. Derselbe stimmt im Wesentlichen überein mit den Befunden, welche Arcli. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd. H. H, 1. 3 34 Dj*- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen T. an Propifhecns diadema, Lemur rußpes, Indr'is hrevicaudaUis fest- stellte (Philos. Trans. R. Soc. London 1876). Es bestätigt sich, dass die Placenta der Lemuren diifus, dass keine Decidua vorhanden und dass die Allantois als grosser Sack erhalten bleibt bis zur Zeit der Geburt. In den placentalen Charakteren finden sich also tief greifende Unterschiede zwischen Lemuren einerseits, Afi'en und Menschen andererseits, weshalb man erstere im System von letzteren trennen muss. In einer Nachschrift wird erwähnt, dass sich bei den unter- suchten Arten, sowie bei Propith. diadema ein Epitrichium findet. Woodward, M. F., Rabbit with an Undescended Testis, with Notes on the Descent of the Testis in the same Animal. — Proc. Anat. Soc. of Great Britain, 1888, p. XXI— XXIII. Ait 1 Abbildg. Verf. beschreibt an einem 5 — 6 Monate alten Kaninchen, dass der rechte Hode im Skrotum sich befand, während der linke in der Leibeshöhle, dicht hinter der linken Niere lag. Allgemeinere Bemerkungen über Lage und Wanderung der Hoden bei den Säugetieren, Entwicklung. Allgemeines. Beard, J., A contribution to the morphology and development of the nervous System of Vertebrata. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 874—884 und 899—905. Säugetiere nur nebensächlich behandelt. Czermak, Nie, Vergleichende Studien über die Entwicklung des Knochen- und Knorpelgewebes. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p, 470—480, Verf. giebt in 41 Sätzen die Resultate einer eingehenden Arbeit. Drew, J., Notes on a Difficulty in Evolution. — Proc. Cottes- wold Nat. Field Club 1888, p. 285— 288. Durand, J. P., La genese naturelle des formes animales. — Rev. Sc. Nat. XLI, 741—752. Gadow, H., On the Modifications of the First and Second Visceral Arches, with especial reference to the Homologies of the Auditory Ossicles. — Philos. Trans. CLXXIX, p. 451— 486. "Mit 4Tfln. Es werden vorzugsweise niedere Wirbeltiere untersucht, doch auch Säuger berücksichtigt. Verf. kommt zu dem Schluss, dass die Gehörknöchelchen, welche alle dieselbe Funktion haben, als ein einziges Organ angesehen werden müssen, welches einen Ursprung hat, nämlich den Zungenbeinbogen. Das Quadratum entspricht bei den Säugetieren dem Annulus tympanicus, Ontogenie. Aswadouroff, K., Comparaison du developpement des muscles chez l'embryon humain et chez les animaux ä l'etat adulte. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V, p 677—678. Verl findet bei der Vergleichung der Muskelgruppen eines fünfmonatlichen menschlichen Embryos mit den entsprechenden erwachsener Kaninchen und Meerschweine, dass die am höchsten entwickelten Muskeln des menschlichen Embryos den weissen Muskeln in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 35 der genannten erwachsenen Tiere entsprechen. Diese weissen Muskeln sind höher entwickelt als die roten. Behrends, G. J., Beiträge zur Kenntniss der Entwicklung des Nervus opticus und des Glaskörpers bei den Säugetieren. — Diss., Erlangen 1888. Mit 1 Tfl. Verf. stellte seine Untersuchungen an Embryonen von Mus musc, Didelphys virg., Lepus cunic, Talpa ei/rop. und Felis dorn. an und gelangte zu folgenden Resultaten: 1) Bei der Einbuchtung der primären Augenblase stülpt sich zugleich auch der Augenblasen- stiel ein. 2) Der Nervus opticus bildet sich aus zwei verschiedenen Anlagen, dem Opticusstiel und dem Retinastiel. 3) Die Sehnerv- fasern entstehen gleichzeitig in der ganzen Länge des Opticus. Der Augenblasenstiel ist also „kein" blosses Leitgebilde, sondern bildet direkt Nervenfasern. 4) Der Glaskörper bildet sich aus Mesoderm- zellen, welche durch den Augenbecherspalt einwachsen. (Retinastiel nennt Verf denjenigen Teil des bei der Einstülpung der primären Augenblase zugleich eingebuchteten Augenblasenstiels, welcher mit der Retina in direktem Zusammenhang steht, Opticusstiel den nicht eingestülpten Teil des Augenblasenstiels, welcher sich direkt in die Pigmentschicht des Augenbechers fortsetzt). Bergonzini, C, Contributo allo studio della spermatogenesi nei vertebrati. — La Rassegna di science mediche. Anno III, p. 337-344. Modena 1888. Biehringer, Joachim, lieber die Umkehrung der Keimblätter bei der Scheermaus (Arvicola amphibius Desm.). — Arch. f. Anat. u. Phys. Anat. Abtlg., Jahrg. 1888, p. 279—286. Mit 1 Tfl. Verf konstatirt, dass die Umkehrung der Keimblätter bei Arvicola aniphib. in gleicher Weise wie bei den bisher untersuchten Nagern durch Einwachsen eines aus den ,, Räuberischen Zellen der Deckschicht" (Kölliker) sich entwickelnden soliden Zapfens (Träger Selenka's) in die Keimblase vor sich geht. In Bezug auf spezifische Besonderheiten schliesst sich in der genannten Beziehung Arv. ampliih. am nächsten an Art\ arvcdis an (Untersuchungen von Kupffer). Biondi, Ueber Zwischenkiefer. — Anatom. Anz. III, Jahrg. p. 577 — 578. (Ref. aus den Verhandl. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888.) Verf. zeigt an Präparaten von Schweins-, Schaf- und mensch- lichen Embryonen zwei Ossifikationspunkte für jeden Zwischenkiefer. (Vergl. unten Kölliker). Bizzozero, G., Ueber die Regeneration der Elemente der schlauchförmigen Drüsen und des Epithels des Magendarmkanals. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 781—784. Nach den Untersuchungen des Verf spielen die sogen. Ersatz- zellen bei der Regeneration des Magendarmepithels keine Rolle. Die schlauchförmigen Drüsen des Darmes unterscheiden sich dadurch von den wahren Drüsen, dass bei ersteren das Epithel eine direkte Fortsetzung des Ueberzugsepithels ist, zu welchem ihr Ausführungs- 3* 36 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen gang in Beziehung steht und an dessen Funktion das Darmdrüsen- epithel teil nimmt. Bonnet, R., Ueber die Entwicklung der Allantois und die Bildung des Afters bei den Wiederkäuern und über die Bedeutung der Primitivrinne und des Primitifstreifs bei den Embryonen der Säugetiere. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 105 — 126. Mit OAbbildgn. An Schafembryonen fand Verf., dass noch vor dem Verschluss des Amnions die erste Anlage der Allantois als ein im Keimblasen- Coelom am Caudalende des Embryos gelegener Höcker auftritt. Dieser AUantoishöcker kann als caudale Darmausstülpung betrachtet werden, da er eine mit dem Hinterdarm communicirende Höhle ent- hält. Bald nach der ersten Anlage zeigt die Allantois der Wieder- käuer die Neigung zur Annahme der Sichelform, nicht derjenigen einer kugeligen Blase, wie bei andern Säugern. Bezüglich der Entstehung des Primitivknotens und der Primitivgrube schliesst sich Verf. den Ansichten Kupffer's an und betrachtet diese Vorgänge als Gastrulation. In der Primitivrinne sieht er den spaltförmig ausgezogenen Urmund, in den Primitivfalten die Urmundlippen und in dem ursprünglich rein epithehalen Primitiv- streifen, von dessen Flanken, während er sich noch nach hinten verlängert, die Mesenchymproduktion beginnt, die aus invaginirtem Ektoblast bestehende, verdickte Wand der Gastrulahöhle. Derselbe gab auf der Würzburger Anatomen- Versammlung Er- läuterungen zur Entwicklungsgeschichte des Schafes unter Vorlegung von Präparaten und Zeichnungen. Er behandelte die erste Anlage des Mesoblasts, die Bildung der Aftermembran und Allantois, die erste Anlage der ürniere und des Wolff'schen Ganges. Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 714—717. Born, G., Ueber die Bildung der Klappen, Ostien und Scheide- wände im Säugetierherzen. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 606 — 612. Mit 3Abbildgn. (Verh. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf. beschreibt Entwicklungsvorgänge am Herzen von Kaninchen- embryonen unter Berücksichtigung einiger anderer Säuger. Carius, Friedr., Ueber die Entwicklung der Chorda und der primitiven Rachenhaut bei Meerschweinchen und Kaninchen. — Dissert, Marburg 1888. Mit 1 Ttl. Beim Embryo des Meerschweinchens von etwa 13 Tagen wächst der Kopffortsatz des Primitivstreifens frei zwischen Ektoblast und Entoblast nach vorn. — Eine Anlagerung desselben an den Entoblast kommt für gewöhnlich nur an der äussersten Spitze und im Anschluss an die Eröffnung des Chordakanals vor. — Erst nach Eröffnung des Chordakanals erscheint die Chorda trotz ihres mesoblastischen Ursprungs in den Entoblast eingeschaltet. — Beim Kaninchen (ebenso wohl beim Maulwurf und beim Schaf) ist das Verhalten der Chorda- anlage zum Entoblast anders als beim Meerschwein. Es besteht dort bereits vor Bildung des Chordakanals ein sehr enger Zusammenhang der Chordaanlage und des neben ihr gelegenen Mesoblast mit dem in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 37 Entoblast. Doch lassen auch diese Objekte die Erklärung zu, dass die vom Primitivstreifen gebildete mesoblastische Chorda sich secundär an den Entoblast angelagert hat. — Die primitive Rachenhaut besteht von ihrer ersten Anlage an bei Embryonen des Meer- schweins und Kaninchens nur aus Ektoblast und Entoblast. Sie ist bei Embryonen des Meerschweins, welche noch keinen Urwirbel besitzen, also lange vor der Bildung des Kopfdarms als solche kenntlich und liegt bei diesen nach vorn von dem späteren Kopf- ende des Embryonalkörpers. Cuenot, L., Sur le developpement des globules rouges du sang. — Comptes rend. T. 106, p. 673—675. Die Arbeit berücksichtigt Ichthyopsiden und Sauropsideu. Es entwickeln sich im Gegensatz zu diesen bei den Säugetieren die roten Blutkörperchen in der Milz. Sie entstehen aus Zellen mit ,, kleinen Kernen" von 8 — 10,u Durchm., deren Kern sich ganz aullöst und in Hämoglobin verwandelt. Duval, Mathias, Les placentas discoides. Lettre du professeur Edouard von Beneden. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 729—732. Briefliche Mitteilung E. van Beneden's, in welcher sich derselbe betreffs der Entwicklung der Placenta von Nagern etc. mit den An- sichten Duval's für übereinstimmend erklärt. Falchi, F., Sur l'Histogenese de la Retine et du Nerf Optique. — Arch. Biol. Ital. Vol. IX, p. 382-391). Mit 1 Tfl. Frommel, Rieh., Ueber die Entmcklung der Placenta von Myotus murinus. Wiesbaden 1888. Giacomini, C, Sul canale neurenterico e sul canale anale nelle vescicole blastodermiche cü coniglio (Estr. dal Giorn d. R. Accad, di Med. 1888 Nr. 4 u. 5). Mit 1 Tfl. Vergl. unten. Derselbe, Sur le canal neurenterique et sur le canal anal dans les vesicules blastodermiques du lapin. — Arch. ital. de Biol. T. X, p. 273 - 294. Mit 1 Tfl. Zwischen Ekto- und Entoderm büden sich an der Keimscheibe des Kaninchens an zwei Stellen Verbindungen, nämlich der neur- enterische und der Analkanal. Sie entstehen zu verschiedenen Zeiten und sind nur von kurzer Dauer. Der Canalis neurentericus entsteht schon, wenn der Hensen'sche Knoten eben sichtbar wird, während der Analkanal nach völliger Entwicklung des Primitiv- streifens auftritt und nach der Bildung des Mesoderms. Hubrecht, Keimblätterbildung und Placentation des Igels. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 510—514 (Ref. Verhandl. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf. bezeichnet als „Trophoblast" die äusserste, epiblastische Schicht der Keimblasenwandung, welche beim Igel verdickt und mit wabigen Lacunen versehen ist. Von dem primitiven Trophoblast spaltet sich ein Teil nach innen ab, indem er peripherisch im ganzen 38 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Umkreise mit dem Trophoblast noch in Zusammenhang bleibt, und wird zur Epiblastscheibe des Blastoderms. In der sich anschliessenden Diskussion Einwände von Beneden's (ebenda p. 514). Weitere Mit- teilungen über die Entstehung von Mesoblast, Amnion, AUantois, Ernährvmg der Embryos. Schon in den frühsten Embryonalstadien dringt mütterliches Blut in die tiefsten, dem Dottersack unmittelbar anliegenden Lacunen. Verf. nimmt ein ,, aktives Einfressen" in die Decidua von Seiten gewisser als „Deciduofracten" bezeichneter Zellen an. Zum Schluss Vergleiche mit der Entwicklung des Menschen. Derselbe, Die erste Anlage des Hypoblastes bei den Säuge- tieren. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 906 — 912. Mit 4 Abbildgn. Verf. bringt neues Beweismaterial bei für die Richtigkeit seiner auf der Würzburger Anatomen -Versammlung gegebenen Darstellung der Entwicklung des Igels und betont, dass in der Keimblasen- entwicklung der Säugetiere grosse Verschiedenheiten sich geltend machen, so dass von der Untersuchung einer einzelnen Art nicht auf die Gesamtheit geschlossen werden dürfe. Humphreys, J., The Suppression and Specialization of Teeth. — Proc. Birmingham. Phü. Soc. Vol. VI, p. 137 — 161. Keibel, Franz, Die Entwicklungsvorgänge am hinteren Ende des Meerschweinchenembryos. — Arch. f. Anat. u. Phvs., Anat. Abtlg. Jahrg. 1888, p. 407-430. Mit 2 Tfln. Bezüglich des Afters weist Verf. nach, dass derselbe beim Meer- schweinchen aus dem hinteren Teil des Primitivstreifens hervorgeht, und zwar entsteht er ungefähr in der Gegend, wo sich, ebenso wie bei Kaninchen, Hund und Schaf, ein ektoblastischer Strang entwickelt, der, gegen den Mesoblast scharf abgegrenzt, vom Ektoderm zum Entoderm zieht. Verf. entwickelt weiter die Ansicht, dass diese Beziehung zwischen Primitivstreifen und After wohl bei allen Säugern die gleiche sei und dass, da bei den Amphibien der After aus dem Blastoporus hervorgeht, der Primitivstreifen der Säuger dem Blasto- porus der Amphibien entspräche. Die Vergleiche, welche His und KölHker z-wdschen Mund und After aufgestellt, seien daher wesentlich einzuschränken, ebenso Dohrn's Ansichten von der Entstehung des Mundes und des Afters der Vertebraten aus verschmolzenen Segmental- spalten. Endlich sprechen die angeführten Befunde gegen die Ab- stammung der Vertebraten von den Anneliden, da bei diesen der Blastoporus zum Munde wird. Weiter weist Verf. nach, dass im Gegensatz zu den bisherigen Ansichten der AUantois des Meerschweinchens, wenn auch nur vorübergehend, eine nicht unbeträchtliche entodermale Höhle zu- komme. Die Bildung der Harnblase ähnelt am meisten den betr. Vorgängen beim Mensehen. Zum Schluss geht Verf. auf die Ent- wicklung des Wolff'schen Ganges ein und erörtert von ihm be- obachtete Befunde, welche es zweifelhaft machen, dass der Wolffsche Gang aus dem Mesoderm entsteht und nachträglich eine Verbindung mit dem Ektoderm eingeht. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 39 Derselbe, Zur Entwicklungsgeschichte des Igels (Erinaceus europaeus). — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 631—637. Mit 1 Abbildg. Vorläufige Mitteilung Kölliker^ Th., Ueber die einfache Anlage des Zwischenkiefers mit Demonstrationen contra Biondi. — Anat. Anz. III. Jahr«-, p. 572 — 576. (Ref. aus den Verhandl. Anat. Gesellsch. Versammig Würzburg 1888.) Verf. berücksichtigt hauptsächhch den Menschen, geht aber auch auf Säugetiere ein, bes. auf das Schwein, für welches nachgewiesen wird, dass das Os intermaxillare von einem Ossifikationspunkt aus entsteht. Kolossow, A., Beitrag zur Lehre von der Entwicklung der Samenfäden bei Säugetieren. — Centralbl. £ d. med. Wissensch 1888 Nr. 30. Laulanie, Sur l'origine commune et le role variable de l'epi- thehum germinatif et des cordons sexuels dans l'ovaire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 4—8. „Les cordons de Pfluger et l'epithelium dit germinatif resultent primitivement de la specialisation corticale des cordons sexuels qui se differencient sur place dans toute l'etendue du stroma. Ces deux formations de meme valeur et de meme origine ont dans l'ovogenese une part respective qui varie avec les especes animales." Verf. stellt seine Unters, besonders an der Katze an. Lockwood, C. B., Development and transition of the testis, normal and abnormal. — The Journal of Anat. and Phys New S Vol. II, p. 38—77 (1887) und p. 461—478 mit 1 Tfl., p. 505—541 mit 6 Abbildgn. Vergl. diesen Ber. für 1887, p. 27. Derselbe, The early development of the pericardium, dia- phragma and great veins. — Proc. R. Soc. London. Vol. 43 1887' p. 273—276. Loewenthal, Nat., Zur Kenntniss des Keimfleckes im üreie einiger Säuger. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 363 — 373. Mit 7 Abbildgn. Verf. fand, dass die Keimflecke von Ureiern der Katze, des Hundes und des Schweines amöboide Bewegungen zeigen und zwar nur bei den jüngsten Ureiern, also nur auf einer gewissen Ent- wicklungsstufe. Der Keimfleck kann sehr verschiedene Lagen ein- nehmen, sogar ausserhalb des Keimbläschens erscheinen, woraus Verf auf Wanderungen des Keimfleckes schhesst. Er constatirt ferner gewisse Beziehungen zwischen der Formgestaltung des Keim- fleckes und der Anordnung des Kerngerüstes. Endlich macht er aufmerksam, auf einige auffallende Färbungserscheinungen in den Keimflecken, sowie im ZelUeibe einiger Ureier. Mall, F., The branchial clefts of the Dog, with special reference to the origin of the thymus gland. — Stud. Biol. Lab. J. Hopkins Univ. Vol. IV., p. 193—216. Mit 3 Tfln. 40 Dl". Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Derselbe, The Branchial Region of the Dog. — Circulars from the Johns Hopkins University, Baltimore Vol. VII. Nr. 63, 64, Martin, E., Ueber die Anlage der Urniere beim Kaninchen. — Arch. f. Anat. u. Phys. Anat. Abtlg. Jahrg. 1888, p. 109—122. Mit .1 Tfl. Bei Embryonen von 12 — 13 ürwirbeln besteht zeitweise ein nach hinten frei endigender Wolff' scher Gang, dessen hinteres Ende bald darauf mit dem Ektoblast verschmilzt. Es lässt sich dies kaum anders als durch eine secundäre Verschmelzung der beiden Gebilde erklären. Auch die Untersuchung jüngerer Embryonen zeigte, dass der Wolff'sche Gang nicht ektodermalen Ursprungs ist. Die Urnierenanlage trennt sich bei Embryonen von 10 — 11 Ürwirbeln im Gebiet des 9. — 11. (höchstens 13.) in 2 Abteilungen, von denen die untere die Anlage der Querkanäle, die obere die des Wolffschen Ganges darstellt. Der Wolff'sche Gang wächst dann frei nach hinten, um, wie vorher erwähnt, zeitweise sich mit dem Ektoblast zu ver- binden. Ein Lumen entwickelt sich gleichzeitig in den Querkanälen und im WolfTschen Gang bei Embryonen von 17 Ürwirbeln in der Gegend des 14. Urwirbels. Bei Embryonen von 9 Tagen 19 Stunden finden sich Urnierenbläschen, deren Lumen stellenweise mit dem des WolfPschen Ganges communizirt. Embryonen von 11 Tagen 2 Stunden zeigen die Bläschen zu geschlängelten Querkanälen entwickelt; der WolfPsche Gang mündet dann in Sinus urogenitalis. Masius, J,, De la genese du placenta chez le Lapin. — Bull. Acad. R. Belgique 3. Serie T. XVI. p. 317—325. Verf teilt die Resultate einer grösseren Arbeit mit, welche ein- gehend die Veränderung der Uterinmukosa während der Schwanger- schaft und das Verhältniss, in welchem Embryo und Uterus zur Bildung der Placenta beitragen, behandelt. Vor der Fixirung des Embryos im Uterus geht die Mukosa des letzteren eigentümliche Veränderungen ein. Weder die Drüsen noch das Epithel des Uterus nehmen teil an der Bildung der Placenta. Die Gefässe der Mukosa umgeben sich mit Zellschichten, welche durch mitotische Teilung sehr umfangreich werden, während das Endothel degenerirt und verschwindet. In jugendlichen Stadien enthält die Mukosa viele Leucocyten, welche sich zu einer gewissen Zeit in eigentümliche, nicht klar erkannte Körperchen umwandeln. Vordem sich der Embryo an die Schleimhaut anlegt, kann man an seinem Epiblast 2 Schichten unterscheiden, deren äussere sich sehr stark entwickelt und die Verbindung mit der Mukosa vermittelt. Im Lauf der Ent- wicklung der Placenta füllen sich die Hohlräume der bei der Um- wandlung der Uterinmukosa sich bildenden Krypten bisweilen mit mütterlichem Blut, welches sich alsdann zwischen dem Epiblast des Embryos und der modifizirten Mukosa befindet. Mazzarelli, Giuseppe F., Sur l'influence du male dans la production de quelques anomalies on monstruosites. — Journ. de Micrographie. T. 12, p. 380—382. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 41 Verf. schildert einen Fall, in welchem zwei von demselben Kater befruchtete Katzen, nachdem sie früher stets normale Junge gehabt, gleichzeitig Junge warfen, welche eigentümliche Missbildungen zeigten. Es wird hieraus der Schluss gezogen, dass dies durch den Einfluss des Männchens und zwar in Folge von abnorm entwickelten Spermatozoen verursacht worden sei, wie dies in andern Fällen schon beobachtet. Unter den erwähnten Abnormitäten ist Schwanzlosigkeit, resp. Verkrümmung des Schwanzes hervorzuheben. Müller, Ueberzähliger Huf an der Innern Seite beider Vorder-' füsse bei einem Pferde (Megalomelus perissodactylus). — Oesterr. Zeitschr. f. wissensch. Veterinärkunde. Bd. II, p. 26. Mit 3 Abbildgn. N eh ring, A., lieber die Gebissentwicklung der Schweine, ins- besondere üljer Verfrühung und Verspätung derselben. — Thiel's Landw. Jahrb. XVII, p. 31—82. Mit 15 Textfig. Verf. untersucht, gestützt auf ein sehr reiches, sorgfältig ge- sammeltes Material, die Gebissentwicklung der Haus- und Wild- schweine und berichtigt verschiedene bisher verbreitete Unrichtig- keiten z. B, betreffs der bei der Geburt des Ferkels schon vor- handenen Zähne, sowie betreffs der Durchbruchzeiten verschiedener Zähne. Im Allgemeinen beeinflusst die Lebensweise, reichliche oder knappe Nahrungszufuhr etc. einigermassen die Entwicklung des Gebisses, aber bei weitem nicht so sehr, wie dies nach Angaben früherer Forscher der Fall sein müsste. Die Gebissentwicklung normaler "Wildschweine geht in derselben Weise vor sich wie bei den primitiven Hausschweinrassen (Gegensatz zu Nitsche). In einem die aussereuropäischen Wildschweine behandelnden Abschnitt zeigt Verf., dass bei diesen die Entwicklung des Gebisses im Allgemeinen sich in derselben Weise vollzieht wie beim europäischen Wildschwein, abgesehen davon, dass bei gewissen Arten einige Zähne überhaupt fehlen. Fhacoehoems und vielleicht auch Potamochoen/fi (hier das Milchgebiss) nehmen eine besondere Stellung ein. Im Schlusskapitel erörtert. Verf den Einfluss der Ernährung auf die Schädelbildung. — Eingehende Tabellen hefern Beläge für die dargelegten Ansichten über die Gebissentwicldung. Niessing, Georg, Untersuchungen über die Entvsdcklung und den feinsten Bau der Samenfäden einiger Säugetiere. (Von der med. Fakulität der Univ. Würzburg gekrönte Preisschr.) — Verh. physik. medizin. Gesellsch. zu Würzburg. N. F. Bd. XXII, Nr. 2. Osborn, H. F., Observations upon the Foetal Membranes of the Opossum. — Proc. Americ. Assoc. for the Advancement of Science for 1887. *Vol XXXVI (1888), p. 261. Piersol, G. A., Ueber die Entwicldung der embryonalen Schlund- spalten und ihre Derivate bei Säugetieren. — Sitzungsber. physik. medizin. Gesellsch. zu Würzburg. Jahrg. 1888, p. 85 — 86. Derselbe, Ueber die Entwicklung der embryonalen Schlund- spalten und ihre Derivate bei den Säugetieren. — Zoitschr. £ wissensch. Zool. Bd. 47, p. 155—189. Mit 2 Tfln. 42 Dl'- Ernst Schaff: Bericlit über die Leistungen Verf. kommt zu folgenden Schlüssen: „1) Die inneren Schlund- taschen sind früher angelegt und entwickelt als die entsprechenden äusseren Kiemenfurchen und Kiemenbogen ; ihre Entwicklung schreitet in der Ordnung ihrer Lage vor (von vorn nach hinten. Ref.) 2) Bei den Säugetieren bleiben die inneren und äusseren Taschen in der Regel immer durch die Verschlussplatten getrennt; möglicher- weise kann ein Durchbruch an der zweiten Schlundtasche stattfinden. 3) Bei den ersten drei Schlundtaschen sind 2 Abteilungen zu unter- scheiden, ein ventraler J'lügel und ein dorsaler Schenkel (die Spitze); auch an der vierten Tasche ist eine Andeutung dieser Teile wahr- zunehmen; von dem ventralen Flügel (denjenigen der ersten Tasche ausgenommen) wächst ein schlauchartiges epitheliales Gebilde aus. 4) Das mittlere Ohr entwickelt sich aus 3 Teilen: 1) aus der Rachenrinne; 2) aus der dorsalen Spitze der ersten Schlundtasche; 3) aus der seithchen Schlunderweiterung. Die Paukenhöhle entsteht als sekundärer Auswuchs der Rachenrinne und der ersten Schlund- tasche. Die Tuba Eustachii wird gebildet von dem verengerten gemeinsamen Räume der ersten Schlundtasche und der Schlund- erweiterung. 5) Die Thymusanlage zeigt Abweichungen in ihrem Ursprünge bei verschiedenen Säugetieren, jedoch entstammt die Hauptthymusanlage der inneren 3. Schlundtasche; rudimentäre An- lagen können an anderen Schlundtaschen vorkommon (bei Kaninchen an der 2.); ein ektodermaler Ursprung der Thymus ist nicht be- wiesen und aus phylogenetischen Gründen zu bezweifeln. 6) Die eigenthche Schilddrüse entspricht der mittleren Anlage, die untere seitliche paarige, von der 4. Schlundtasche ausgehende Anlage ist das Homologen besonderer Organe der niederen Wirbeltiere; ihr Schicksal bei den Säugetieren ist abweichend. Podwyssozki, Ueber die Entwicklung des Graafschen Bläschens bei Säugetieren. Kiew. 1888. (Aus den Verh. d. gynäkol. Gesellsch. in Kiew.) Russisch! Pouchet, G., Sur Tevolution des dents du cachalot. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 503—504. Verf. beschreibt die Entwicklung der Zähne bei einem 0,30'" langen Embryo von Phi/seter. Verschiedenheiten im Ober- und Unterkiefer. Derselbe, Sur un kyste dentaire observe chez le cachalot. — Ebenda p. 505—506. Verf. fand an einem äusserlich noch nicht sichtbaren hinteren Zahn eines Physeter eine eigentümliche Geschwulst, welche der Spitze des jungen Zahns aufsass und dieselbe stark angegriffen hatte. Hierdurch sieht Verf. die Thatsache erklärt, das oft die letzten Zähne bei Cachelots auffallend abgenutzt erscheinen, während die übrigen noch intact sind. Vergi. auch Renooz unter Allgemeines. Retterer, Ed., Origine et evolution des Amygdales chez les Mammiferes. — Journ. Anat. PhysioL XXIV. p. 1—80, 274—360. Mit 4 Tfln. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 43 Verf. untersucht eingehend Ursprung und Entwicklung der Mandeln beim Menschen, ferner beim Rind, Schaf, Delphin, Hund, Katze, Pferd, Sch^^ein, Kaninchen und kommt zu folgenden Resultaten. Die Bestandtteile der Mandeln sind von zweierlei Ursprung, die eigentlichen Drüsenelemente entstammen dem Ento- oder Ektoderm, das Bindgewebe nebst Blut- und wahrscheinlich Lymphgefässen dem Mesoderm. Die Mandeln entwickeln sich wie die Drüsen im All- gemeinen. Die Mandeln der Säugetiere und die Bursa Fabricii der Vögel sind homologe Organe. Bei allen Säugetieren haben die Mandeln eine ähnliche Entwicklung. Sanfelice, F., Spermatogenesi dei vertebrati. — Boll. Soc. Nat. Napoli. Vol. 2 p. 42—98. Mit 2 Tfln. Vergl. hierzu Sanfelice unter Geschlechtsorgane. Derselbe, Spermatogenese de Vertebres. — Arch. ital. de Biol. T. X., p. 69—122. Mit 2 Tfln. Nach einer histor. Einleitung und Notizen über die Untersuchuugs- methode behandelt Verf. die Spermatogenese der Vertebraten und zwar 1) Die Elemente des Samenkanals und ihre Anordnung; 2) Die Karyokinese bei der Spermatogenese; 3) Die Bildung der Spermatozoiden (aus ,,GerminalzeIlen" entstehen Spermatoblasten, deren Kerne die Spermatoz. liefern); 4) Die physiol. Regeneration des Samenkanal-Epithels und die Degeneration der Spermatoz. Von Säuget, werden untersucht Mus decuni, J\L decum. var. alhina, M. mtisctd., Canis fam., Cavia coh.y Myoxus quere, Erinac. europ., L. cunicul., Felis dornest., Taljya euro'p. Schaff er, Josef, Die Verknöcherung des Unterkiefers und die Metaplasiefrage. — Arch. £ mikr. Anat. Bd. 32, p. 266—377. Mit 4 Tfln. Durch eingehende Untersuchungen von Schafeml)ryonen kam Verf. zu dem Schluss, dass eine wirkliche metaplastische Ossification am Unterkiefer nicht nachzuweisen sei. Ein genetischer Zusammen- hang zwischen Knorpel und Knochen wird aber vielfach vorgetäuscht durch verschiedene Umstände, unter denen der am meisten hervor- tretende die morphologische und ,, färberische" Aehnlichkeit zwischen chondroidem Knochen und osteoidem Knorpel ist. Die Formgestaltung des Unterkiefers wird hinreichend durch die Vorgänge der Apposition und Resorption erklärt. Spee, Ferd. Graf, Ueber die Entwicklungsvorgänge vom Knoten aus in Säugetierkeimscheiben. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 314 —323. Mit 7 Abbildgn. Verf. untersucht an Meerschweinchen und Kaninchen die am Hensen'schen Knoten sich abspielenden Entwicklungsvorgänge, be- sonders die Entstehung des Canalis neurentericus. Strahl, H., Beiträge zur Kenntniss der Entwicklung von Säugetierembryonen. — Sitzungsber. d. Ges. z. B. d. ges. Naturwiss. zu Marburg 1888 p. 54—61. 44 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Derselbe demonstrirt auf der Würzburger Anatoni en -Ver- sammlung an einer Reihe von Durchschnitten, wie bei Säugetier- embryonen die Area embryonalis ursprünglich vor dem Primitiv- streifen in der Mitte zweiblättrig ist, dann durch Einwachsen des Kopffortsatzes dreiblätterig wird, um weiterhin durch die Eröffnung des Chordakanals an gleicher Stelle noch einmal zweiblätterig zu erscheinen. (Anatom. Anz. III. Jahrg. p 740 — 743.) Mit 8 Abbildgn. Tourneux, F., Sur les premiers developpements du tubercule genital et sur le mode de formation de l'anus chez l'embryon de mouton. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V, p. 633—636. Derselbe, Sur les premiers developpements du cloaque, du tubercule genital et de l'anus chez l'embryon de mouton. — Journ. Anat. Physiol. XXIV, p. 503—517. Mit 3 Tfln. Derselbe, Sur la participation des canaux de Wolff a la Constitution de l'extremite inferieure (ou posterieure) du vagin chez le foetus de cheval. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 379—381. Verf. entwickelt die Ansicht, dass beim Pferde- wie beim Menschenfoetus der zwischen dem Sinus urogen. einerseits und dem WolfPschen und Müller'schen Gang andrerseits befindliche Kanal durch Verschmelzung der unteren Enden jener beiden Gänge entsteht, welches anfangs getrennt direkt in das Vestibulum mündeten. Vassaux, Gustave, Eecherches sur les premieres phases du developpement de l'oeil chez le lapin. Le Havi'e 1888. Mit 2 Tfln. Vignal, W., Recherches sur le developpement des Clements des couches corticales du cerveau et du cervelet chez l'homme et les mammiferes Avec 2 PI. — Arch. de Physiol. Annee XX, p. 228—255. Willach, P., Beiträge zur Entwicklung der Lunge bei Säuge- tieren. — Rundschau auf d. Gebiete der Tiermed. Jahrg. IV, p. 65 — ee, 73—75, 81—82. Wolff, Julius, lieber das Wachstum des Unterkiefers. Zweiter Beitrag zu den experimentellen Untersuchungen des Knochen- wachstums. — Virchow's Arch. Bd. 114, p. 493-547. Mit ITA. Verf. stellte seine Untersuchungen vermittelst der Markir- methode an Ziegen und Kaninchen an. Aus denselben ergiebt sich, dass die Lehre vom ausschliesslich appositionellen Wachstum des Unterkiefers eine ganz und gar verkehrte ist, dass vielmehr der Expansion eine Hauptrolle zukommt, weniger stark in dem die vorderen Backenzähne tragenden Teil der Pars buccalis, mächtig am Ramus. Damit ist die Unhaltbarkeit der Flourens'schen Lehre von der Apposition und Resorption für den Unterkiefer bewiesen. — Aus den Verhältnissen der inneren Architektur der Knochen ergiebt sich nach dem Verf. das Vorhandensein einer ausser- ordentlichen Aktivität und funktionellen Anpassungsfähigkeit aller Partikelchen der fertigen Tela ossea, nicht nur während des Wachs- tums, sondern während der ganzen Lebensdauer des Individuums. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 45 Pliylog'euie. Auld, R, C. , The derivation of the domestic polled breeds. — Am. Nat. XXII, p. 784—802. Mit 2 Abbildg. Verf. weist nach, dass eine Anzahl der jetzt hornlosen Rinder- schläge Grossbritanniens früher gehörnt waren und dass die Hörner erst allmählich „herausgezüchtet" wurden. Das Wildvieh war seit langer Zeit grossenteils hornlos und hat z. T. die Entstehung der hornlosen domestizirten Schläge beeinfiusst. Beauregard, H., Considerations sur les deux dentitions des mammiferes. — Comptes rend. bebd. Soc. Biol. 8 S. T. V, p. 230 — 233. Verf. wendet sich gegen die Ansicht von Lataste, dass die Molaren zur zweiten Dentition gehören. (Die eigentlichen Molaren entstehen auf die gleiche Weise wie die Zähne der ersten Dentition, also wie das Milchgebiss.) Er betont ferner, dass die Entwicklungs- geschichte, nicht aber der Zeitpunkt ihres Erscheinens massgebend für die Einteilung der Zähne seien. Man dürfe nicht einfach ,, zweite Dentition" und „bleibendes Gebiss" identifiziren. Derselbe, Deuxieme note sur les deux dentitions des mammi- feres- — Ebenda p. 259 — 261. Verf. bekämpft die von Lataste geäusserte Meinung, dass nicht nur die Molaren, sondern überhaupt alle nicht gewechselten Zähne („dents monophysaires") zur zweiten Dentition gehören. Er führt als Beispiel die Cetaceen an, bei welchen die Entwicklung der Zähne mit der typischen Milchzahn-Entw. übereinstimmt. Vergl. unten Lataste. Cope, E. D., The mechanical causes of the origin of the dentition of the Rodentia. — Am. Nat. XXII, p. 3—13. Mit Holzschn. Verf zeigt zunächst, dass der Schneidezahn des Unterkiefers der Nager der zweite der Incisiven-Reihe ist, wie sich bei der Be- trachtung der Gattungen Calamodon^ Tillotlierwm, Esthonyx etc. ergiebt. Sodann wird nachgewiesen, dass alle Eigentümlichkeiten des Nagerschädels (Fehlen des Postglenoidfortsatzes, Form des Unter- kiefer-Gelenkkopfes, Insertion der Temporalmuskeln, Reduktion des Kronfortsatzes, Entwicklung innerer Pterygoid- und Masseter-Muskeln, Lage und Stellung der Molaren und Struktur derselben) mechanische Folgen des Längenwachstums der Incisivi sind. Das Gleiche ergiebt sich bei der Betrachtung der Marsupiaha multituberculata. Dareste, C, Recherches sur les Veaux Natos ou ä Tete de Bouledogue et sur les origines des animaux domestiques. — Bull. Soc. Nat. d'Acclimat. de France 4. Serie, Tome V p. 5 — 11. Verf bespricht verschiedene Exemplare der Niatos-Rasse und constatirt Verschiedenheiten im Schädelbau. Bei einem in Frankreich gebornen Kalb nahm das Lacrimale teil an der Begrenzung der Nasenöffnung. Weiter wird erwähnt, das Mopskopf-Bildungen auch in Europa relativ häufig auftauchen; da aber die betr. Tiere fast immer sofort getötet werden, so können sie sich nicht fortpflanzen. Verf betont die Wichtigkeit derartiger Züchtungsversuche für das Studium der Entstehung der Haustierrassen, Vergl, Ber. 1887. 46 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Gaudry, A. , Les Ancetres de nos Animaux dans les temps geologiques. Mit 49 Abbidgen. Paris 1888. Nach einer allgemeiner gehaltenen Einleitung (Hist. des progres de la paleontologie ; evolution et darwinisme) schildert Verf. die Faunen von Pikermi und Mont Leberon, wobei er genauer auf das Verhältniss der fossilen zu den jetzigen Säugetieren eingeht und einen besonderen Abschnitt den durch die Geologie bezüglich der alten Geschichte des grieschischen Volkes gelieferten Aufschlüssen widmet. S. 94 ff., wo auseinandergesetzt wird, dass eine ,, Klein- fauna" in Pikermi fehlt, wird bei der Aufzählung der wenigen auf- gefundenen Kleinsäuger Acomys Gaudryi Dames nicht erwähnt (Ref.) Haacke, W., lieber die Entstehung des Säugetiers. — Biol. Centralbl. 8. Bd. p. 8—16. Mit 2 Abbildgn. Nach den Ansichten des Verf. entwickelten sich die ersten Säugetiere aus Formen, welche zwischen Amphibien und Reptilien, in Anbetracht der Eibeschaffenheit der Monotremen aber wohl näher zu den Reptilien zu stellen sind. Der erste Schritt war die Er- werbung eigener Blutwärme, welche die Entstehung eines Haarkleides bedingt. Dieses hatte sodann des Auftreten von Talgdrüsen und Schweissdrüsen zur Folge. Sehr wahrscheinlich legte das so be- schaffene „ürhaartier" Eier, ähnlich denen der Monotremen und der Reptilien. Da Verf. voraussetzt, dass die Entstehung der Eigen- wärme in die Zeit eines kühlen Klimas fiel, so musste eine Be- brutung der Eier von grösster Wichtigkeit sein und da war bei der sonstigen Lebensweise des Tieres eine Einrichtung nothwendig, w^elche ein beständiges Mittragen der Eier gestattete. So bildete sich der Brutbeutel, wie er noch jetzt bei Echidna vorhanden ist und wie er bei den Beuteltieren sich von den Urhaartieren her vererbt hat. Die in dem Brutbeutel ausschlüpfenden Jungen leckten das Sekret der Schweisdrüsen der Mutter. Es bildete sich das Mammarorgan der Monotremen, aus welchem erst später durch Inanspruchnahme und schliessliches Ueberwiegen resp. alleiniges Funktioniren der Talgdrüsen die Milchorgane der eigentlichen Säugetiere entstanden. Der Ansicht Gegenbaur's, dass die Monotremen durch die Be- schaffenheit ihres Mammarorgans von den übrigen Säugern schärfer getrennt wären, widerspricht Verf., da schon bei den Monotremen zwischen den Schweissdrüsen im Mammarorgan Talgdrüsen sich befinden. Kollmann, J., Handskelett und Hyperdaktylie. — Anatom. Anz. in. Jahrg., p. 515—530. Mit 1 Tfl. (Ref. Verhandig. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888.) Ver£ erörtert auf Grund der bisherigen Forschungen über das genannte Thema mittelt seiner „Rudiment -Theorie" die Hyperdaktylie (statt „Polydaktylie") des Menschen. ,,Es giebt keine Stapedifera mit mehr als fünf Fingern, aber solche mit fünf Fingern und mit Spuren eines ulnaren und radialen Strahles (Mensch, viele Säuger, Reptilien und Batrachier). Diese Spuren liegen als oft schwer erkennbare Rudimente unter der Haut. In Fällen von Hyperdaktylie des in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1888. 47 Menschen vergrössern sich diese Rudimente und treten verschieden entwickelt aus der Haut hervor. Der Rückschlag aus diesen Rudi- menten liefert wahrscheinlich stets nur Rudimente, d. i. verkümmerte Finger. Hyperdaktylie ist keine pathologische, sondern eine thero- morphe Erscheinung und weist auf eine Reduktion von Strahlen hin, welche bei der Umformung der Fiscliüosse in eine Batrachierhand mit aufgenommen wurden. Hyperdaktylie des Menschen ist demnach eine besondere Form des Atavismus." Lataste, Fernand, Des deux dentitions, de lait on permanente, des mammiferes, quelle est la dentition primitive? — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V, p. 59-61. Verf. entwickelt die Ansicht, dass weder das Milchgebiss noch das definitive Gebiss (Flower, Oldfield Thomas) das primitive sei, sondern dass beide gleichalterig seien, dass also schon die ersten Säugetiere diphyodont waren. Derselbe, Considerations positives sur les deux dentitions des mammiferes. — p. 203—206. Verf. erörtert, dass die typische Bezahnung der Säuger die 5 1 diphyodonte ist. Als typische Zahnformel nimmt er an v- + ^ + J. 4+4 ~[" , (womit sich jedoch kaum alle Zoologen für einverstanden erklären werden). Derselbe, Encore sur les deux dentitions des mammiferes. — p. 475— 480, 496—501, 537—540. Entgegnungen auf die Aeusserungen Beauregards (vergl. oben). Leboucq, H., lieber das Fingerskelett der Pinnipedier und der Cetaceen. — Anatom. Anz. HI. Jahrg. p. 530 — 534. (Ber. Verhandig. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf constatirt, dass die zur Stütze der Schwimmhaut dienende Verlängerung des Pinnipedierfingers der modifizirte Fingerballen, nicht aber ein das Fingerskelett modifizirendes Knochengebilde ist. Die Phalangen des Cetaceenfingers sind einander gleichwertig, die überschüssigen also nicht dem Fortsatz des Pinnipedierfingers homolog. Es ist also die Phalangenzahl der Cetaceen nicht eine Folge der An- passung. Bei den Embryonen einiger Arten finden sich mehr Phalangen als bei erwachsenen Individuen. Hieraus schhesst der Verf., dass die Ahnen der Cet. noch mehr Phal. besassen als die jetzigen Arten, dass sich die Phalangenzahl während der phylo- genetischen Entwicklung der jetzigen Cet. verminderte und somit die noch bestehende Hyperphalangie vererbt worden, nicht durch An- passsung entstanden sei. Magitot, Sur les deux dentitions des mammiferes. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 261—263. Verf betont, dass bei manchen Säugern der Zahnwechsel 4:8 Dr- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen äusserst früh eintritt und zwar in der Regel bei solchen mit kurzer Lebensdauer (Pinnipedier?! Ref.). Sodann wendet er sich gegen Beauregard (vergl. oben), indem er erklärt, dass (im Gegensatz zu Pouchet und Chabry) gerade die embryologische Entwicklung der echten Molaren beim Menschen diese Zähne der zweiten Dentition zuwiese. Mivart, St. George, On the possibly Dual Origin of the Mammalia. — Proc. R. Soc. London. Vol. 43, p. 372—379. Verf. entwickelt die Hypothese, dass die Monotremen von einem Stamme sich ableiten, welcher gänzlich verschieden ist von dem- jenigen, welcher den Ursprung der übrigen Säugetiere darstellt. Sie bilden eine in der Entwicklung begriffene Parallelreihe zu den höheren Säugern (incl. Marsupiaha). Während diese sich nach Huxley von amphibienartigen Vorfahren ableiten, entstammen die Monotremen sauropsidenartigen Formen. Für einen zweifachen Ursprung ist ein gewichtiger Grund die Verschiedenheit der Milch- drüsen bei den Monotremen gegenüber denen der übrigen Säugetiere. Ihre Zähne, welche keinerlei Beziehungen zu denen der Sauropsiden bieten, erhielten die Monotr. erst, nachdem sie sich von dem Reptilien- stamm abgezweigt hatten. Nehring, A., Ueber die Abstammung des Meerschweinchens. — Humboldt Bd. VHI, Hft. 4. Es wird nachgewiesen, dass Peru wahrscheinlich die Heimat und Cavia Cutleri Kmg resp. Tschndi die Stammart des Haus- meerschweinchens ist. Osborn, H. F., The evolution of Mammalian Molars to and from the tritubercular type. — Am. Nat. XXH, p. 1067—1079. Mit Abbildg. Verf. zeigt, dass der trituberkuläre Molar der Ausgangspunkt war für die Mehrzahl der übrigen Backenzahnformen. Nur wenige aberrante Formen schliessen sich aus. In der mesozoischen Zeit überwog der trituberkuläre Typus bei weitem; ähnlich war es im unteren Eocän und erst im mittleren Eocän begann die weitere Entwicklung uud Umwandlung. Die Trituberkularität gliedert sich in 3 Stufen oder Typen: 1. Haplodonter Typus. Einfache konische Krone, einfache Wurzel, nicht von jener abgesetzt. Dieser T. noch nicht bekannt. Hieran könnte man einen Zwischentypus anfügen mit seitlichen kleinen Nebenspitzen an der Krone. Beispiel Dromo- thcriu7n. 2. Triconodonter Typus: Krone dreiteilig, mit einem mittleren und zwei deutlichen Seitenkegeln. Wurzel doppelt. Bei- spiel Triconodon. 3. Trituberkulärer Typus: Krone dreieckig mit 3 Hauptspitzen, die mittlere bei den oberen Molaren innen, bei den unteren aussen liegend. Hiervon leiten sich weitere Subtypen ab. Für die verschiedenen Spitzen schlägt Verf. eine neue Nomenldatur vor, nämlich folgende: in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 49 Upper Molars. Lower Molars. Antero-internal cusp = Protocone Antero-external cusp = Protoconid Postero- „ ,, =Hypocone Postero- „ „ = Hypoconid Antero-external ,, = Paracone Antero-internal ,, = Paraconid Postero- ,, ,, = Metacone Intermediate or an- Anterior inter- tero-internal cusp (in mediate „ = Protoco- quadritubercularmo- nule lars) = Metaconid Posterior inter- Postero-internal cusp = Entoconid. mediate = Metaco- nule Es folgt dann eine Uebersicht über die Entwdcklung der Spitzen bei den mesozoischen und tertiären Säugetiergattungen. Rütimeyer, L., Ueber einige Beziehungen zwischen den Säuge- tierstämmen Alter und Neuer Welt. Erster Nachtrag zu der eocänen Fauna von Egerkingen. — Abb. Schweiz, paläont. Ges. V. XV. p. 1 bis 63. Mit i Tfl. Im 1. Kap. „Einige Bemerkungen über Classification, insbesondere bei Huftieren" wendet sich Verf. gegen die Cope'sche Einteilung der Huftiere auf Grund des Baues der Extremitäten. Besonders „kann der sogenannten Condylarthrie nur eine höchst relative Be- deutung beigelegt werden und zwischen ihr und der sogenannten Diplarthrie bestehen keine festen Grenzen." Obwolil das gewaltige Material der Amerikaner gewissermassen zu dieser Classifizirung aufforderte, so sind doch Vorder- und Hinterfuss zu verschieden- wertig, als dass sie neben einander gleichmässig für die systemat. Einteilung der Huftiere zu verwenden wären. Es dürfte sich mit der Zeit ,,die in Amerika eingeführte Sprache als undurchführbar erweisen", während die weitere Arbeit an der Hand der von Cmaer und Owen aufgestellten Principien auf sicheren und zweckmässigeren Fundamenten ruht und sehr wohl auch das amerikanische Material umfassen kann. Das H. Kap. ,, Einige neue Bindeglieder für die Säugetierstämme Alter und Neuer Welt" behandelt eine Anzahl neuer Funde aus dem Eocän von Egerkingen und bildet daher eine Fortsetzung zu den eocänen Säugetieren aus dem Gebiet des schweizerischen Jura (Denkschr. Schweiz, naturf. Ges. 1862). Caenopithecns Jemuroides ist nicht zur Gattung Adapis zu rechnen, wie dies nach dem Fund von 186'2 den Anschein hatte. Der Bau der Zähne, besonders der des letzten Pm., ferner die Beschafi"enheit der an dem neuen Eger- kinger Fund erhaltenen Reste des Oberkiefers und des Jochbogens deuten auf durchgreifende Verschiedenheit von Ädai.is. Dagegen werden 3 weitere Gebissreste zu der eben genannten Gattung ge- zogen und zwar zu A. Ducernoyi. Ueberraschend ist der Fund einer Anzahl von Oberkieferzahnreihen, welche sich direkt an die bisher auf die neue Welt beschränken Phenacodonten anschliessen. Verf. bezeichnet sie als Phenacodus eicropaeus. Damit wäre zuerst ArcL. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd.n. H. 1. 4 50 Di\ Ernst Schaff: Bericht üher die Leistungen das Vorkommen von Condylarthren in Europa nachgewiesen. Ein einzelner, wie die eben erwähnten Zähne trigonodonter Molar wird ebenfalls zu den Phenacod. gerechnet, aber der Gattg. Protogonia zu- gewiesen als P. Cartien. Ein weiterer vereinzelt gefundener Ober- kieferzahn, ebenfalls trigonodont, Hess sich in keiner europäischen Gattung unterbringen, zeigt aber deutliche Anklänge an Cope's Meniscotherivm. Zum Schluss giebt Verf. einen Ueberblick über die Beziehungen der Trigonodontie zu der bei der Mehrzahl der Huftiere herrschenden Zygodontie, wobei besonders Phenacodns und Propa- laeotherium zum Vergleich herangezogen werden. (Erwiederung und Kritik von Cope in American Nat. XXII, p. 831 — 835.) Vergl. ferner unten Schlosser. Sanson, Andre, Sur l'origine des cochons domestiques (Reponse ä un memoire de Nehring). — Journ. Anat. Phys. XXIV p. 201 — 213. Verf. sucht gegenüber den Ansichten Nehring's seine Ideen über die Abstammung der jetzigen Hausschweine von zwei besonderen, nicht mehr wild vorhandenen Arten, Sus celticus und Sus ibericus, aufrecht zu halten und bekämpft die Abstammung des Hausschweins vom Wildschwein. Dass er den Einfluss der Nahrung und der Lebensweise auf die Schädelbildung, sowie die Wirkungen des Muskel- zuges und -Druckes leugnet, genügt, um seinen Ausführungen von vornherein einen zweifelhaften Wert zu verleihen. Schlosser, M., Ueber die Beziehungen der ausgestorbenen Säugetierfaunen und ihr Verhältniss zur Säugetierfauna der Gegenwart. — Biol. Centralbl. Bd. VIII, p. 582-631. Verf. giebt eine anschauliche Uebersicht über die verschiedenen Säugetierfaunen vom ältesten Tertiär an. Bei Besprechung des Puercobeds etc. bemerkt er, dass die von Rütimeyer den Gattungen Phenacodus und Protogonia zugeschriebenen Funde aus den Bohn- erzen von Oberbuchsitten in Wirklichkeit den Periptyckiden oder gar primitiven Artiodaktylen zuzurechnen seien. Sodann erörtert Verf. die Beziehungen der geschilderten Faunen zu einander, sowie zu denen der Gegenwart. Tornier, G., Die Phylogenese des terminalen Segmentes der Säugetier- Hintergliedmaassen. — Morphol. Jahrb. Bd. 14, p, 223 — 328. Mit 2 Tfln. Verf. hat sich die Aufgabe gestellt, vorwiegend auf vergl. anatom. Wege, unter Berücksichtigung aller dabei in Betracht kommenden Faktoren die Phylogenese des Säugethierfusses zu ergründen. Er weist gestützt auf ausführliche osteologische und Ligament -Unter- suchungen nach, dass Astragalus und Calcaneus der Krokodilinen homolog sind den entspr. Knochen der Säugetiere, und wendet sich dann der Anatomie des Calc.-Astr.-Gelenks der Krokodilinen und der Säugetiere zu, wobei er unter Berücksichtigung der Gelenk-Mechanik zu folgendem Resultat kommt: Die untersuchten Calc.-Astrag.-Gelenke bilden wahre phylogenetische Entwicklungsreihen. Die eine Reihe steigt von den Krokodilinen zum Menschen auf — gelenkfortbildende iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 51 Reihe — und zwar dadurch, dass in allen hierher gehörigen Gelenken die ursprüngliche Streckfäliigkeit erhalten bleibt, während die Beuge- fähigkeit phylogenetisch aufwärts allmählich erlischt. Von den einzelnen dieser Reihe angehörigen Gelenken zweigen sich nun „gelenkum- bildende" Reihen ab, die eine Seitenentwickelung einschlagen imd als parallele Entwicklungsreihen angesehen werden können. Diese Gelenke ersetzen die verloren gegangene Beugefähigkeit durch Aus- bildung neuer Gelenkcharaktere und können als Gelenke mit Hyper- beugung bezeichnet werden. Je stärker in ihnen die Befähigung zur Hyperbeugung ausgebildet ist, desto weiter haben sie sich von der „gelenkfortbildenden" Reihe entfernt. Solche phylogenetische Parallelreihen mit Hyperbeugungscharakter bilden die Calc.-Astrag.- Gelenke der Artiodaktylen, Perissodaktylen und Caniden. Die andern Formen der Calc.-Astrag.-Gelenke sollen in der Fortsetzung der Arbeit besprochen werden. Yererbung. B o n n e t , die stummelschwänzigen Hunde im Hinblick auf die Vererbung erworbener Eigenschaften. — Anatom. Anz. HL Jahrg. p. 584 — GOß (Verh. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf. weist in eingehender und überzeugender Weise nach, dass man ,,die Stummelschwänzigkeit der Hunde und der Haussäugetiere überhaupt als die Folge exzessiven Vorgreifens eines normalen Reduktionsvorganges an der Schwanzwirbelsäule" auffassen muss und dass Haustiere, besonders der Hund, durchaus ungeeignet sind, um an ihnen die Frage zu studiren, ob das Koupiren der Schwänze durch Vererbung stummelschwänzige Nachkommen veranlasst. Crampe, die Farben der Pferde von Trakehnen. H. Teil: Die Ergebnisse der Farben-Reinzucht. — Thiel's Landw. Jahrb. XVH. p. 755—885. Verf. kommt nach eingehenden Untersuchungen zu dem Resultat, dass bei den Trakehner Pferden Farbe und Vererbung in bestimmter Beziehung stehen. Füchse Hefern ausschliesslich Nachkommen dieser Farbe, darunter stichelhaarige Füchse und Fuchsschimmel. Von den Rappen werden ausser Rappen auch Füchse, sowie Stichelhaarige und Schimmel dieser Farben hervorgebracht. Aus den Braunen fallen Pferde von allen Farben. Entgegen der sonst herrschenden Ansicht hält Verf. braun für die Urfarbe des Pferdes und er sieht in Schimmeln, Rappen, Füchsen die weissen, schwarzen und roten Farbenvarietäten der Stammform (entsprechend den bei ^delen Arten auftretenden derartigen Farbenvarietäten). Wilckens, M., lieber die Vererbung der Haarfarbe und deren Beziehung zur Formveränderung bei Pferden. — Thiel's Landw. Jahrb. XVH. p. 555—576. „In der Mehrzahl der Fälle vererbt einer der ungleichfarbigen Eltern mit seiner Haarfarbe auch seine Körperform." Zacharias, Otto, Zur Frage der Vererbung von Trauma tismen, — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 373—379. 4* 52 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. berichtet bei Gelegenheit einer allgemeinen Erörterung einige zu obiger Frage in Beziehung stehende Fälle von Menschen und Säugetieren. Bastarde. Hu et spricht über Leporiden und bezweifelt das Vorkommen derselben — Bull. Soc. Nat. d'Acclimat. de France 4. Serie, T. V. p. 240—241 (Extr. des Proces-Verbaux.). Jenner Weir giebt einen kurzen Bericht über verschiedenartige Equidenbastarde in Jardin d'Acclimatation resp. Jardin des Plantes (Zoologist III. Series, Vol. XII p. 102—103). Derselbe erwähnt (ebenda p. 104) Bastarde von Schafen und Ziegen, welche dem Jardin des Plantes aus Chile zugingen. In einem Zusatz zu diesem Artikel wird bemerkt, dass derartige Bastarde „Chabins" genannt in Chili, Peru und Argentinien sehr verbreitet und vollkommen fruchtbar (!!!) seien! Biologie. Allgemeines. Ca ton, J. D., The California Gray Whale ( Rhachianectes glaucus Cope). — Am. Nat. XXII. p. 509 — 514. Mitteilungen biologischen Inhalts: Lebensweise, Vorkommen, Fang. Die Art ist dem Aussterben nahe. Vergl. auch Cockerell unter Biol., Feinde. Geoffroy Saint-Hilaire, A., Renseignements sur les Castors du Rhone (Castor fiber). — Bull. Soc. Nat. d'Acclimat. de France. 4. Serie, T. V. p. 321—324. Mit 1 Fig. Die im Gebiet der Rhone vorkommenden Biber haben eine von der sonstigen abweichende Lebensweise angenommen, hervorgerufen durch die veränderte Lebensbedingungen, unter denen sie jetzt leben. Sie errichten keine „Burgen" mehr, sondern graben Baue in den die Camargue gegen Überschwemmungen schützenden Rhonedeicheu. Sie werden dadurch sehr gefährhch und gehen in Folge davon ihrer baldigen Ausrottung entgegen. Karting, J. E., The Badger, Meles taxua. — Zoologist, III. Series Vol. XII p. 1—13. Mit 1 Tfl. Biologisches, Historisches, Linguistisches. Verf. constatirt, dass der Dachs in vielen Teilen der Britischen Inseln nicht nur recht häufig ist, sondern stellenweise auch immer zahlreicher wird. Inter- essante Notizen über die Trächtigkeitsdauer, welche unter Umständen 15 Mon. soll betragen können! Inglis, J., Tent Life in Tigerland. IL Ed. London 1888. S». Enthält jagdliche und biologische Mitteilungen über indische Säuget. Inverarity, J. D., Unscientific Notes on the Tiger. — Journ. Bombay Nat. Hist. Soc. III, p. 143—154. Mit 3 Tfln. Lataste, F., Notes prises aujourlejour sur differentes especes de l'ordre des Rongeurs observees en captivite. — Extr. des Actes de la Soc. Linneene de Bordeaux Vol. XL. Mit 7 Tfln. 18871 iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 53 Verf. giebt eine Fülle biologischer Notizen und Mitteilungen, welche er durch tägliche Beobachtung einer grossen Zahl von in der Gefangenschaft gehaltenen kleineren Nagern machte. von Lenden feld, R., Bilder aus dem australischen Urwald, — Zool. Garten Jahrg. XXIX. 1. Das Schnabeltier loc. cit. p. 14 — 18; 2. Der Wombat, Phascolomys wombat p. 65 — 68 ; 3. Das grosse Känguruh Macropus giganteus p. 225—231. Durchgehends Schilderungen des Lebens der genannten Tiere mit eingestreuten Bemerkungen über ihre Organisation. Monges, Joseph, Ausdauer eines Leoparden. — Zool. Garten Jahrg. XXLX, p, 231—233. Mitteilungen über Widerstandsfähigkeit gegen Hunger und Durst. Nehring, A., spricht über ein im Berliner Aquarium befind- liches Exemplar von Halichoerus grypns. — Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde. 1888, p. 7—8. Parker, H. W., Cat Phenomena. — Science Vol. XI, p. 96. Bemerkungen üJaer geistige Fähigkeiten bei einer Katze. T. Southwell bezweifelt, dass der Maulwurf Wintervorräte von Würmern anlegt und giebt einige biologische Bemerkungen über das Tier. (Zoologist, III. Series, Vol. XII, p. 21 - 22. S teere, J. B., Observations made in the Central PhiHppines. — Am. Nat. XXII, p. 622—626 und 779—784. Enthält einige biologische Notizen über Fledermäuse, ohne Angabe der Art. Derselbe, Six weeks in southern Mindanao. — Am. Nat. XXII, p. 289—294. Enthält kurze Notizen über einige Säugetiere. lieber Kinder ernährende Wölfe bringt der Zoologist, III. Series Vol. XII, p. 87- — 98 einen Abdruck einer 1852 unter folgendem Titel erschienenen Schrift: „An Account on Wolves nurturing Children in their Dens. By an Indian Official." Eine von Hamilton Smith herrührende handschriftliche Notiz bezeichnet einen in Indien stationirten englischen Colonel als Autor des etwas abenteuerlich klingenden Artikels. Nahrung. Vergl. Southwell unter Biol., Allgem. Bewegimg. Shufeldt, R. W., stellte fest, dass ein amerikanischer Hase (L. caUotis) bei eiligem Lauf Sprünge von 12—13 Fuss macht (Zoologist, III Ser. Vol.^XII, p. 259). Färbung. Allen, Harrison, The distribution of the color- marks of the Mammalia. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1888, p. 84—105. Wenn Tiere stellenweise Abweichungen von gleichartiger Färbung annehmen, so treten diese an bestimmten Stellen auf. Bei im all- gemeinen unbehaarten Tieren finden sich in der Regel an ent- sprechenden Stellen Reste von Behaarung. Diese Stellen sind ent- weder Flecke an gewissen Körperteilen oder Streifen über den 54 ^^'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Rumpf etc. Besonders gefärbte Abzeichen, bisweilen stärkerer Haar- wuchs, treten auf in der Mittellinie des Rückens, auf der Dorsalfläche des Halses, in der Mitte der Scheitel- und Stirnpartie, am Bauch und an der Innenseite der Extremitäten, am Ulnarrand des Unter- arms, in der Achselhöhle und der Schamgegend, als weisses Hals- band, oft in der Gegend der Sinnesorgane, sowie an Nervenendigungen, nicht selten als Streifen an den Körperseiten, ferner in den Zwischen- räumen zwischen Muskelmassen und endlich an Stellen, welche reich an feuchten Absonderungen sind. Nicht selten treten in Folge von Alter Umfärbungen an den erwähnten Stellen ein. In manchen FäUen ist die Färbung nicht symmetrisch auf der rechten und linken Körperhälfte, ebenso zeigt die vordere Körperhälfte oft einen anderen Färbungscharakter als die hintere. Alle einzelnen Fälle werden durch Beispiele erläutert. Aplin, Oliver V., On the Assumption of the Ermine Dress in Stoats. — Zoologist, III Series Vol. XII, p. 141. Verf. vertritt die Ansicht, dass beim Farbenwechsel des Hermelins im Frühjahr kein Haarwechsel stattfindet, sondern dass sich das weisse Haar in braunes verwandelt. Dabei soll die Umfärbung des einzelnen Haares von der Spitze her beginnen (wie dies vor sich gehen soU, ist unverständhch. Ref.) Eckstein, K., berichtet kurz über eigentümliche Färbung von Lepics timidi, Grey Sea Lton of New Zealand and Australia. Arctocephalus australis (Zimmerm.), South Americain Fur-Seal. gazella (Peters), Kerguelen Island Fur-S. » pusillus (Schreb.), Fur-S. of Cape of Grood Hope and of Crozet Islands. » ursinus (Linn.), Fur-S. of North Pacific. forsteri (Lesson), F.-S. of New Zealand and Australia. philippii (Peters), F.-S. of Juan Fernandez. Der 3. Teil enthält eine eingehende Beschreibung des Gehtras vom See- Elefanten und vom Walross, sowie eine Vergleichung der Hirnwindungen der Seehunde und Walrosse mit denjenigen der Carnivoren, der Affen und des Menschen (dieser Abschnitt abgedruckt in Journ. Anat. Phys. N. S. Vol H, p. 300 —303). Zu diesem Teil 3 Tafeln. Der 4. Teil behandelt kurz die Eingeweide des See-Elefanten. Ein Appendix bringt eine eingehende Abhandlung von Wm. C. Strettel Miller über die Myologie der Pinnipedier. Hyracoiflea. Langkavel, B., Hyrax. — Zool. Jahrb. IH. p. 336-347. Verf. stellt die bisher bekannten Angaben über die Verbreitung der Hyrax- Arten zusammen, fügt Bemerkungen biologischen Inhaltes hinzu und giebt eine Zusammenstellung der verschiedenen Namen der Tiere. Sodann Beschreibung von H. syr., H. cap., H. abessin., und H. arbor., nebst osteologischen Mitteilungen. H. scioanus s. Giglioli unter äthiop. Reg. Dendrohyrax Erriini s. Thomas ebenda. D. stampflü s. Jentink unter System., Allgem. Vnfftilata. Vergl. Pawlow unter foss. Säuget. Froboscidea. Allgemeines. Vergl. Weithof er unter Anat. u. Phys., Skelet; Gaudry unter foss. Säuget. Elefant, Ohr, s. Bück unter Anat. u. Phys., Sinnesorg. „ Stosszahn, s. Loder unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. „ Krankheit s. Galippe unter Biol., Krankh. Elei^has primigenius s. Brown iinter foss. Säuget., Buchenau ebenda, Ladriere ebenda, Po hl ig ebenda. E.meridionalis s. Fischer unter foss. Säuget., Pohlig ebenda. E. antiquus s, Pohl ig unter foss. Säuget. E. trogontherii ebenda. E. (priscus) Falconeri ebenda. E. americanus s. Wood man ebenda. Mastodon s. Gaudry unter foss. Säuget., Holder ebenda. M. Antium s. Burmeister ebenda. M. avernensis s. Capellini ebenda. M. angustidens s. Hof mann unter foss. Säuget., Vaceck ebenda. 94 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Amblypoda. Vergl. Cope unter foss. Säuget. Perissodactyla. Tapiridae. Tapirus hungaricus s. Teller unter foss. Säuget. Palaeotapirus Douvillei n. g. n. sp. s. Filhol ebenda. Lophiodontidae. Vergl. Filhol unter foss. Säuget. Lophiodon leptorhyyiehus n. sp. ebenda. Hyracotherimn Cayluxi n. sp. s. Filhol unter foss. Säuget. H. argentonicmn n. sp. ebenda. PacJiynolophus argentonicus n. sp. ebenda. P. issdanus ebenda. Hyrachyus intermedius n. sp. s. Filhol unter foss. Säuget. Cesserassictis antiguus n. g. n. sp. ebenda. Equidae. Bastarde s. Jenner Weir unter Entw., Bast. Pferd, s. Albrecht unter Anat. u. Phys., Allgem. „ s. Bureke unter Biol., Krankb. ,, Haarfarbe, s. Crampe unter Entw., Allgem. „ Geschlechtsverhältniss, s. Düsing unter Anat. u. Phys., Ge- schlechtsorg. „ s. Kaufmann ebenda, Verdauuugsorg. „ Hautsekret, s. Leclerc ebenda, Haut. „ Anatomie s. Mc. Bride ebenda, Allgem.; vergl. ebenda Ellen- berger, ferner M'Fadyean. „ s. Müller unter Anat. u. Phys., Allgem. „ Histologie der Haut, s. Smith ebenda. Haut. „ s. Lee unter Biol,, Krankh. „ modernes, s. Gueruzey unter Landwirtsch. etc. „ Domestikation, Ursprung s. Huidekoper ebenda. „ Beziehung zur Landw. s. Lavalard ebenda. „ Geschichte in Amerika, s. d'Orcet ebenda. „ s. Tourneux unter Ontogen. „ Darm, s. Walley unter Biol., Krankh. „ Gebiss, s, Wilckens unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.» „ Haarfarbe s. denselben unter Eutwickl., Allgem. Maultier s. Sanson unter Verdauuugsorg. Hipparion gracile s. Weithof er unter foss. Säuget. Rhinoeerotidae. Bhinoceros sp. foss. s. Hof mann unter foss. Säuget. Eh. tichorhinus s. Römer ebenda, Studer ebenda. Rh. sansaniensis s. Vacek ebenda. Elasmotherium sibiricum s. Gaudry, A., et Beule, M., ebenda, ferner Boule ebenda. Artiodactyla, Allgemeines. Vergl. Bonnet unter Ontog., Brandt unter Anat. u. Phys., Skelet. iu der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1888. 95 Flow er, Horns and Antlers. — Trans. Middlesex Nat. Hist. and Science Soc. 1887-88 p. 21-27. Mit Abbildgn. Cope E. D., The Artiodactyla. — Am. Nat. Xn. p. 1079—1095. 1. Teil; mit Holzschn. Giebt in einer Umarbeitung des in den Proc. Am. Philos. Soc. 1887 er- schienenen Aufsatzes eine Synopsis der Familien, an welche sich bei jeder einzelnen foss. und rec. Familie eine Erörterung der Phylogenie schliesst. Huet, Liste des Especes connues et decrites jusquä ce jour dans les Farailles des Cervides, Cervulides, Tiagulides et Moscbides. — Bull. Soc. Nat. d'Acclimat. de France. 4. Serie, T. V. p. 274-284; 497—508; 545-555; 721-737; Verf. giebt iu geographischer Anordnung eine Uebersicht über die an- geführten Wiederkäuer; kurze Beschreibungen nebst einigen Abbildungen von Tieren und Geweihen, welche letzteren z. T. recht mangelhaft sind. Hippopotamidae. Hippopotamus Pentelici s. Ciofalvo u. Battaglio unter foss. Säuget. Suidae. Sus scrofa fer. Altersbestimmuug s. N eh ring unter Anat. u. Phys., Allgem. Gebissentwickelung, derselbe unter Ontog. Wilde Schweine-Arten, Eckz. s. Nehring unter Verdauungsorg. Schwein, Geschmacksorg., s. Tuckermann unter Anat. u. Phys., Ver- dauungsorg. Ursprung, s. Sanson unter Phylog. Vergl. femer Rietsch u. Martinand unter Biol., Krankh., Cornil et Chantemesse ebenda, Salmon ebenda, Lutze ebenda. Sus palustris s. Nehring unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. Hyotherium Soemmeringi s, Hof mann unter foss. Säuget., Vacek ebenda. Heude, Pere, Eine Arbeit über Schweine (Titel dem Ref. unbekannt) — Memoires concernant Thist. nat. de l'Empire chinois 1888. Verf. unterscheidet in Ostasien 11 vei'schiedene neue Arten der Gattung Sus. nämlich Sus ussuricus, dicrurus, taininensis, calamianensis, cehifrons, minutus, effrenus, conchi/vorus , jalaensis, microtis, frenatus — ein Seitenstück zu den 37 Hirschen desselben Verf. Camelidae. Vacat. Tragulidae. Vergl, oben Huet. Hyaemoschus crassus s. Hof mann unter fossil. Säuget. Cervidae. Roger, Ueber die Hirsche. — Ber. naturw. Ver. Regens- burg f. d. Jahre 1886-87. Heft I. p. 51-93. (Erschienen 1888.) Systematische Stellung der Cerviden, zu denen auch die Giraffen gezählt werden, Gruppirung dersesben, Uebersicht über die Gattungen, Verbreitung, Stammesgeschichte. Einige Unrichtigkeiten , so z. B., dass die Endenzahl des neuen Geweihes stets eins mehr betrage als des vorhergehenden (man denke an Coassus, Furcifer, Blastocerus, Axis, Rusa!), ferner dass die Jungen ein weiss geflecktes Haarkleid haben (nicht alle! Ref.), dass Blastocerus in der Regel ein Gablergeweih habe (erwachsene sind durchweg Sechsender. Ref.) Vergl. ferner Huet unter Artiodact., Allgem. Cervus eapreolus s. Seh ein pflüg unter Biol., Färbg. C. megaceros s. Schaaff hausen unter foss. Säuget. C. dama s. Keilhack ebenda, ferner Feil den unter südam. Reg. 96 r>r. Ernst Schaff: Bericht üher die Leistungen C. mexicanus s. Boulart unter Anat. u. Phys., Geschlechtsorg. Sambur s. Gilbert, K., in Journ. Bombay Nat. Hist. Soc. IX, p. 224—232. Rangifer tarandus s. Studer unter foss. Säuget. fleude, P., Problema Philippinense seu cervinorum craniorum in Philippin. insulis hucusque detectorum (100) praeviae icones. 11 tabb. cum Interpret, et indice. Zi-ka-wei 1887 (!). Palaeomeryx eminens s. Hof mann unter foss. Säuget. P. Bojani ebenda. P. furcatus ebenda. Amphitragulus Boulangeri ebenda. A. Quercyi s. Filhol ebenda. A. crassus ebenda. Choüodon elegans ebenda. Platuprosojjos sansaniensis ebenda. Camelopardalidae. Camelopardalis parva s. Weithofer unter foss. Säuget. Samotherium Boissieri s. Mayor, Forsyth, ebenda. Urmiatherium s, Rodler ebenda. Cavieornia. Rind, vergl. H i 1 1 c h e r unter Anat. u. Phys., Skelet, Moussu unter Anat. u. Phys. Nervens. , Auld unter Phylog., Babes unter Biol., Krankh., Windle ebenda, Müller ebenda, Kaiser unter Landw. etc, V. Middendorff ebenda, Auld, Werner ebenda, Eckmeyer unter Biol., Krankh., Ehlers ebenda. Niatosrind s. Dareste unter Entwickig. Allgem. Franqueiro-Rasse s. N eh ring unter Landw. etc. Parkrind s. Auld ebenda. Bos primigenius s. Ne bring unter foss. Säuget. Poephagus grunniens s. Ne bring unter Landw. S teere, J. B., berichtet brieflich über den „Tamaron" von Mindoro. Aeussere Beschreibung, Lebensweise. — Proc. Zool. Soc. London 1888 p. 413—415, Pechuel-Loesche, Afrikanische Büffel. — Zool. Jahrb. HI. p. 705— 723. Mit 2 Tfln. Verf. teilt die afrikan. Büffel in 2 Gruppen : A. Schwarze Büffel, B. Rote B. Erstere gruppiren sich um B. caffer, letztere um B. pumilus Turton. Die schw. B. finden sich im südlichen, östlichen und nordöstl. Afrika, die roten im west- lichen. Neben B. caffo- kommt wohl noch eine etwas abweichende Art vor, die Blyth als B. caffer var. aequinoctialis , Gray als B. centralis bezeichnete. Ob unter den viel kleineren roten Büffeln mehrere Arten zu trennen sind, ist noch unentschieden; die Gehörne zeigen mehrfache Differenzen. Uebrigens hat B. pumilus Turton die Priorität vor B. brachycerus Gi-ay. Erwähnt wird ferner ein „Zwergbüffel", angeblich kleiner als die Anoa und ein ,.grauer Büffel". Ueber beide fehlt es noch an genügender Kenntniss. Zum Schluss berichtet Verf. über schlapphörnige Rinder, deren Hörner beweglich in der Haut stecken und herabhängen; sie kommen im Hererolande i;nd nach Haacke auf Mauritius vor. Ovibos moschatus s. Pohl ig unter foss. Säuget. Ovis aries vergl. Nicolas u. Prenant unter Biol., Krankh., Nocard ebenda, Tourneux unter Ontog. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 97 Schaf- u. Ziegen - Bastarde s. W e i r unter Entw. Bast.; vergl. ferner Railliet imter Biol., Feinde. Reichen ow, A., veröffentlicht eine vorläufige Notiz über eine neue Wildziege Capra dai-cas n. sp. von der Insel Joura. — Zool. Garten Jahrg. XXIX, p. 29-30. Derselbe, Die Wildziege der Insel Joura. — Zool. Jahrb. m. p. 591-596, Mit 1 färb. Tafel. Verf. beschreibt als Cajjra clorcas n. sp. eine in den Besitz des Berliner Zool. Gartens gelangte Ziege von der Insel Joura nördl. von Euböa. Das Tier unterscheidet sich von C. aeyagrus durch die Hörner, die Behaarung und die Farbe, sowie durch die Körperforni. Ziege, s. Aisberg unter Biol. Allgem., Fankhauser unterLandw. etc. Terpone longiceps s. Jentink unter System., Allgem. Cephalophus doriae ebenda. Gnu s. Huet unter Biol., Gefangensch. Antilope cristata s. Hofmann unter foss. Säuget. Antilope gracillima s. Weithofer ebenda. Helicocefus rotundicorne ebenda. Protragelaphus Slconsesi ebenda. Stricker. W., Sprachwissenschaft und Naturwissenschaft. — Zool. Garten Jahrg. XXIX p. 23—26. Behandelt wird in etjTnologischer Hinsicht die Gemse. Anoplotheriidae. Upheloynatus Qu&rcyi n. g. n. sp. s. Filhol unter foss. Säuget. Cetacea. Allgemeines. Veigl. Bolau unter Allgem., Lebouq., Kükenthal unter Anat. u. Phys., Skelet., Lütken unter Biol., Allgem., Rodler unter Faunen, Allgem. Delphinidae. Lütken, Chr., Critical studies upon .some Odontoceti of the Genera Tursiops, Orca, and Lagenorhynchus. — Ann Mag. Nat. Hist. 6. Ser. Vol. II, p. 179-186. lieber tragi;ng aus dem Dänischen. Vergl. Bericht für 1887 p. 84. Tursiops tursio s. van Bambeke unter Anat. u. Phys., Haut; ferner Service unter östl. gem. Reg. Globiocephalus melas s. Fjellstrup unter Anat. u. Phys., Haut. Grampus griseus s. Laver unter östl. gem. Reg. Bachianectes glaucus s. Caton unter Biol. Allgem. Hyperoodontidae. Hyperoodon rostratus s. South well unter östl. gem. Reg. ; ferner Bailey ebenda. Physeteridae. Pouchet, G. , Note accompagnant la presentation de photographies de cachalot. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 558 — 559. Bemerkungen über die Form der Schnauze etc. Cachelot s. ferner Pouchet unter Ontogenie und unter Biol., Krankh., Monaco unter östl. gem. Reg. Balaenopteridae. Ueber ein im Medway-Flusse nahe der Küste von Essex gestrandetes Exemplar von Balaenoptera bwealis Lesson wird berichtet Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd.II. H. 1. 7 98 Dl'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen im Zoologist HI. Series Vol. XII. p. 466—468. — Beschreibung, Maasse, Bemerkungen über einige andere Wale. Balaenoptera rostrata s. Balkewill unter östl. gem. Reg. Megaptera longimana s. Struthers unter Anat. u. Phys., AUgem. . Balaenidae. Balaena Uscayensis s. Pouch et und Beauregard unter östl. gem. Reg. Walfischerei s. Southwell unter Landwirtsch. etc. C eck es ebenda. Sirenia. Besmostylus hesperus s. Marsh unter foss. Säuget. Edentata. Orycteropodidae. Orycteropus Gaudryi s. Major unter foss. Säuget. Manidae. Palaeomanis Neas s. ebenda. Bradypodidae. Langkavel, B., Aphorismen über Faultiere. — Zool. Garten Jahrg. XXIX, p. 18 - 23. Mitteilungen osteologischen Inhalts, besonders über die Halswirbel, z. T. nach handschriftlichen Notizen R. Hensel's. Megratheriidae. Megatherium s. Burmeister unter foss. Säuget,, Wo od ward ebenda. Glyptodontidae. Glyptodon petaliferus s. Cope unter foss. Säuget. Eleutherocerciis setifer n.g. n. sp s. Koken ebenda. Marsupialia. Allgemeines. S. Lendenfeld unter ßiol., Allgem., Ramsay unter austral. Reg. Thomas, Oldfield, Catalogue of the Marsupialia and Monotremata in the Collection of the British Museum (Natural History). London 1888. Mit 28 Tfln. Das vorliegende Werk ist seit 1843 der erste Catalog der Beuteltiere des Britischen Museums. Seitdem verdreifachte sich fast die Zahl der Exemplare. Der „Catalogue . . ." enthält die Beschreibungen aller bekannten Arten, eine genaue Synonymie jeder Art, sowie eine Liste der im Brit. Mus. vorhandenen Exemplare. Ausser den Beuteltieren werden auch die Monotremen behandelt. Bei jeder Familie und Gattung giebt Verf eine Uebersichtstabelle auf Grund der äusseren und eine zweite nach den Schädel- und Gebiss-Charak- teren ; ebenso findet man bei jeder Art neben dem Aeusseren des Tieres (Farbe, Grösse etc.) Schädel und Gebiss genau beschrieben. Das reichhaltige, dem Verf. zu Gebote stehende Material hat z. T. überraschende Resultate ergeben. So werden z. B. Bidelphis eancrivora Gmel., und Bid. Azarae Teinm. als eine Art {Did. Az. als Subspec.) unter Bid. marsupialis L. zusammengefasst, da sich zwischen allen Uebergänge finden, welche die Aufrechterhaltung der bisherigen „Arten" unmöglich machen. Die systematische Einteilung ist in ihren Haupt- zügen folgende: in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 99 Ordnung Marsupialia. Subord. I. Diprotodontia. Farn. I. Macropodidae. Subf. I, Macropodinae. 1. Macropus Shaiv, 23 Arten nebst 4 U.-A. 2. Petrogale Gh-ay, 6 Arten. 3. Onychogale Gh-ay, 3 Arten, 4. Lagorchestes Gould, 3 Arten. 5. Dorcopsis Schleg. u. Müll, 3 Arten. 6. Bend/rolacjus Schleg. u. Müll., 4 Arten. 7. Lagostrophus Thos., 1 Art. Subf. II. Potoroinae. 8. Äepyprgmnus Garrod, 1 Art. 9. Bettongia Gray, 4 Arten. 10. Caloprymnus Thos., 1 Art. 11. Potorous Desni., 3 Arten. Subf. III. Hypsiprymnodontinae. 12. Hypsiprymnodon Barns., 1 Art. Farn. 11. Phalangeridae. Subf. I. Tarsipedinae. 1. Tarsipes Gerv. u. Ve>r., 1 Art. Subf. II. Phalangerinae. 2. Äcrobates Desm., 1 Art. 3. Distoechurus Peters, 1 Art. 4. Dromida Gray, 4 Arten. 5. Gymnobelideus Mc Coy, 1 Art. 6. Petaurus Shaiv, 3 Arten, 1 U.-A. 7. Dactylopsila Gray, 1 Art. 8. Petauroides Thos., 1 Art mit 2 U.-A. 9. Pseudochirus Oyilb., 10 Arten. 10. Trichosurus Less., 2 Arten, 1 U.-A. 11. Phalanger Storr., 5 Arten, 1 U.-A. Subf. III. Phascolarctinae. 12. Phascolarctus Blainv., 1 Art. Farn. III. Phascolomyidae. 1. Phascolomijs E. Geoff., 3 Arten Subord. II. Polyprotodontia. Fam. IV. Peramelidae. 1. Peragale Gray, 2 Arten. 2. Perameles E. Geoff., 11 Arten, 1 U.-A. 3. Choeropus Ogilh., 1 Art. Fam. V. Dasyuridae. Subf. I. Dasyurinae. 1. Thylacinus Temm., 1 Art. 2. Sarcophilus F. Cuv., 1 Art. 3. Basyurus E. Geoff., 5 Arten. 4. Phascologale Temm., 13 Arten, 1 U.-A. 7* IQQ Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen 5. Sminthopsis Thos., 4 Arten. 6. Antechinomys Krefft, 1 Art. Subf. n. Myrmecobiinae. 7. Myrmecobius Waterh., 1 Art. Farn. VI. Didelphyidae. 1. Bidelphys Linn., 23 Arten, 1 U.-A. 2. Chirunectes IlL, 1 Art. Ord. Monotremata. Farn. I. Echidnidae. 1. Echidna G. Cuv., 1 Art, 2 U.-A. 2. Proechidna Gerv., 1 Art. Fam. II. Ornithorhynchidae. 1. Ornithor-hynchus Blumenb. Vergl. ferner Osborn unter foss. Säuget. Maeropodidae. Triclis oscillans s. de Vis unter foss. Säuget. Vergl. ferner Lendenfeld unter Biol., AUgm. Hypsiprymnodontidae. Hypsiprymnodon moschatus s. Rarasay unter australische Reg. Phalangistidae. Phalanyista johnstoni n. sp. s. Ramsay ebenda, Ph. lemu- roides ebenda, Ph. archeri ebenda. Dromicia lepida n. sp. wird beschrieben in Thomas, Cat. Marsup. p. 142. Phalanger orientalis n. sp., ebenda p, 204. Petaurus hreviceps var. papuanus n. var. ebenda p. 158. Pseudochirus occidentalis n. sp. ebenda p, 174. Phascolomyidae. Vergl. L enden feld unter Biol. Allgem. Phascolaretidae. Phascolarctos cineretis s. Gruber unter Anat. u. Phys., Muskelsyst. Peramelidae. Peragale leucura wird abgebildet (farbig) in Thomas, Cat. Marsup. Tfl. 2. Didelphyidae. Vergl. Osborn unter Ontog. Thomas, Oldfield, Diagnoses of four new Species of Didelphys. — Lnn. Mag. Nat. Hist. 6. Ser. Vol. I p. 158-159 Bidelphijs {Micraureus) lepida sp.n. unterscheidet sich von D. murina I/. durch die viel geringere Grösse und kürzere Ohren, welche angelegt kaum die Mitte des Auges erreichen. Kopf und Körper 105 mm. Hab. Peru. B. (Peramys) scalops sp. n. hat die Grösse von B. hrevicaudata Erxl. Kopf, Rumpf und Schwanz sind schön rostrot, Vorderrücken, Schultern und Bauch olivengrünlich melirt. Zähne sehr klein. Hab. Brasilien. B. [Peramys) Iheringü sp. n. gleicht in Farbe und Proportionen genau B. americana Müll. (= tristriata auct.) , ist aber nur halb so gross. Hab. Rio Grande do Sul. D. (Peramys) Henselü sp. n. ist nach dem Verf. die von Hensel beschriebene, aber nicht benannte intermediäre Art. Farbe auf der Oberseite dunkel grau melirt, tief rostrot an den Seiten und am Bauch. Hab. Rio Grande do Sul. B. dimidiata s. Beddard unter Anat. u. Phys. Drüsen. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 101 Monotremata. Allgemeines. Vergl. Thomas, Cat. Marsup. Monotr. Brit. Mus. Ferner Cope unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. OrnithOrhynchidae. Ornühorhynchus paradoxus s. P o u 1 1 o n unter Anat. u. Phys. Verdauixngsorg. Vergl. auch Lendenfeld unter Biol., Allgem. Echidnidae. Weber, Max, Ben nieuwe Soort van Proechidna. — Bijdr. tot de Dierk., 1888 Feest Nummer. Art. 5, pl. I. Verf. beschreibt ein Exemplar von Proechidna mit fünf vorderen und vier hinteren Kiallen, welches er für eine neue Art hält. Oldf. Thomas ist jedoch der Ansicht, dass es sich um ein abnormes Individuum von Proechidna bruijni Pet. u. Doria handle, welches auf atavistischem Wege die sonst für die Gattung typische Zahl der Zehen resp. Krallen (rudimentär sind 1. u. 5. Zehe unter der Haut auch bei typischen Expl. vorhanden) überschritten hat. (Cat. Marsup. Monotr. p. 383). Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888, Von Ant. Reichenow^. I. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxidermie. J. A. Allen, Visitors Guide to the Collection of Birds in tlie American Museum of Natural History. New York 1888. 8^. American Museum of Natural History of New York City. Bericht über die Sammlung von E. A. Mearns; Auk 5. p. 222—223. American Ornithologist's Union. — Statuten der Gesell- schaft und Mitgliederverzeichniss ; Auk. 5. No. 2 Anhang. — Bericht über die fünfte Versammlung der Gesellschaft; Auk 5. p. 95 — 100. Sp. F. Baird. — Proceedings at a Meeting commemorative of the Life and Scientific Work of Sp. F. Baird; held Jan. 11 1888, under the Joint auspices of the Anthrop., Biolog. and Philos. Societies of Washington. 8*^ Washington 1888. — s. auch R. Ridgway. Ch. W. Beckham f; Auk 5. p. 445—446. H. V. Berlepsch, über Arten des United States National Museum, s. unten unter Südamerika. M. N. Bogdanow — . Todesanzeige; Ibis (5) 6. p. 381, s. auch Auk 5. p. 333—334. L. Bonaparte, s. T. Salvadori. M. Bräss, Ornithologisches aus alter Zeit; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 301—305, 335 - 338. British Ornithologist's Union: Anniversary Meeting: Ibis (5) 6. p. 496—497. A. Carruccio Guida del Museo dei Zoologia della Uiv. di Roma. Fauna locale specie animali della provinzia di Roma esistenti nella nuova collezione. Aves; Boll. Mus. Zoöl. Roma 1. p. 19—33. R. Eder theilt Stellen aus alter Litteratur über den Auerhahn mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 31—33, 50—51. Ant. ßeichenow. 103 A. H. Evans hat den Bericht über die Fortschritte in der Ornithologie während des Jahres 1887 geliefert in: Zoological Record for 1887. Ed. by F. E. Beddard. London 1888. Ph.H. Gosse f; Auk 5. p. 446. C. Greve, Zoologischer Aberglauben in Russland; Zool. Gart. 29. p. 273-277. F. P. Hardy führt Nachrichten älterer Reisenden über Alca impennis an; Auk 5 p. 380—384. G. Hartlaub, s. G. Neumayer. R. 0. Karlsb erger f ; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 165. F. Kriso, das Präpariren und Conserviren der Vögel und ihrer Eier. Nach der Methode des Pastor Blasius Hanf; Mitth. Nat. Ver. Steiermark 1888. Ber. p. 93—102. E. Lear — Todesanzeige; Ibis (5) 6. p. 286. L. V. Lorenz, s. A. v. Pelzeln. E. A. Mearns, s. oben American Museum. G. Neumayer, Anleitung zu wissenschaftlichen Beobachtungen auf Reisen (Vögel von G. Hartlaub). 2. Aufl. Berlin 1888. A. V. Pelzeln und L. v. Lorenz besprechen die Typen der ornithologischen Sammlung des K. K. naturhistorischen Hofmuseums in Wien, Theil 4. (Schluss); Ann. k. k. naturhist. Hofinus. Wien 1888 p. 37—62. J. Pietsch, Herleitung und Aussprache der wissenschaftlichen Namen in dem E. F. v. Homeyer'schen Verzeichniss der Vögel Deutschlands. Wien 1888. 8« 57 p. Derselbe, die Vögel Taurus und Anthus des Plinius Secundus; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 248- -250. H. Pryer — Todesanzeige; Ibis (5) 6. p. 381, s. auch Auk 5. p. 332—333. 0. Reiser, Katalog des bosnisch -herzegovinischen Landes- museums in Sarajevo. 2. Vögel, p. 80—91. Quarto. R. Ridgway liefert eine Erinnerungsschrift für Spencer Pullerton Baird; Auk 5. p. 1 — 14. C. B. H. v. Rosenberg f; Zool Gart. 29. p. 352. T. Salvadori giebt die Daten der Publication von Bonaparte's Iconografia della Fauna Italia an und liefert einen Index der in diesem Werke abgebildeten Arten; Boll. Mus. Zool. ed Anat. comp. R. Un. Torino 1888 3. p. 1—25. s. auch: Ibis (5) 6. p. 320—325. Ernst Schauer f ; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 455. R. B. Sharp e berichtet über die Vogelsammlung des British Museum. Die Sammlung umfasst 200000 Exemplare und wird mit den bereits in Aussicht stehenden Vermehrungen demnächst auf 250000 kommen; Auk. 5. p. 124—125. 104 An t. Reichen ow: Bericht über die Leistungen H. Stevenson — Todesanzeige; Ibis (5) 6. p. 498, s. auch Zoologist (3.) 12. p. 345—346. J, Talsky berichtet über die ornithologische Sammlung des Landesmuseums in Klagenfurt; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 6—7. Derselbe berichtet über die ornithologische Sammlung des steier- märkisch- landschaftlichen Joanneums in Graz; ebenda p. 64 — 65. Turati- Sammlung im Museum in Mailand — Notiz über den Umfang derselben; Ibis (5) 6. p. 150. Ein Ei von Alca impennis wurde auf einer Auction in London am 13. December 1887 für 3360 Mark verkauft, ein anderes am 12. März 1888 für 4600 Mark; Zoologist (3.) 12 p. 28 u. 143; Ibis (5) 6. p. 152. Verzeichniss sämmtlicher Schriften über Geflügelzucht, Stuben-, Zier- und Singvögel, Nutzen und Schaden der Vögel, Vogelschutz, Naturgeschichte der Vögel und ihrer Eier, Kaninchenzucht, welche in den Jahren 1850—1888 im deutschen Buchhandel erschienen sind. Leipzig, Gracklauer. 1888. 12^ 36 p. n. Anatomie. Embryologie. A. b.itelli e E.Giacomini, Sülle glaudule salivari degli uccelli; Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa Proc. verb. Vol. 6, p. 106-110. J. Beard, Morphological Studies. II. The Development of the Peripheral Nervous System of Vertebrates (Pt.) Elasmobranchii and Ä.Yes; Qu. Journ. Micr. Sc. London 1888 p. 153-227. T. 16—21. F. E. Beddard theilt Untersuchungen über die Respirations- organe von Fratercula und SpJienisais mit; Proc. Z. S. London p. 252—255. Derselbe beschreibt einige innere Organe von Balaenkeps rex, danach scheint die Form zunächst an die Reiher sich anzuschliessen ; Proc. Z. S. London p. 284—290. Mit Holzschn. Derselbe erörtert die Anatomie der Strtgidae^ wonach systematisch zwei Gruppen, Striginae und Bi/bonmae unterschieden werden müssen; Ibis (5) 6. p. 335—344. J. Bellonci, Ueber die centrale Endigung des Nervus opticus bei den Vertebraten; Zeitschr. Wiss. Zool. 47. p. 1 — 46, T. 1 — 8. J. F. van Bemmelen, über einen Rhea-Emhrjo; Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2.) D. 1. Afl. 3—4 Versl. p. 205—206. A. V. Beneden, s. G. Corin. F. Bignon fand cervico-cephaline Luftsäcke bei den Papageien; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 180—181. Derselbe, Recherches sur les rapports du Systeme pneumatique de la tete des Oiseaux avec le Systeme dependant de l'appareil pulmonaire; Compt. Rend. Soc. Bioh Paris 1888 p. 357—360. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 105 H. G.Bronn, Klassen und Ordnungen des Thierreichs. 6. Bd. 4. Äbth. Vögel, von H. Gadow. Lief. 18 — 22 erschienen (Gehirnnerven, Rückenmarksnerven, Sehorgan, Geruchsorgan, Diffuse Sinnesorgane, Integument). G. Brook, Note on the Epihlastic Origin of the Segmental Duct in Teleostean Fishes and in Birds; Proc. Soc. Edinb. 14. p. 368—370. G. Buchet, Premiere note sur Pappareil tenseur de la membrane anterieure de l'aile des Oiseaux; Compt. Rend. Soc. Biol. 1888 p. 328—332. R. Burckhardt, Doppel anlaoe des Primitivstreifens bei einem Hühnerei; Arch. Anat. Phys. 1888 Anat. Th. p. 431—432. A. Cazin, Structure et le mecanisme du gesier Oiseaux; Bull. Soc. Philom. (7.) 12. p. 19—22. Derselbe, Recherches anatomiques, histologiques et embryo- logiques sur l'appareil gastrique des Oiseaux, Av. 5 pl. Paris 1888. 8«. E. D. Cope theilt Untersuchungen über das Gewicht des Ge- hirns im Verhältniss zum Körpergewicht bei verschiedenen Vogel- arten mit; Amer. Nat. 22. p. 537 — 539. G. Corin u. A. v. Beneden, Recherches sur la regulation de la temperature chez les Pigeons prives d'hemispheres cerebeaux; Archives de Biologie. Gent 1888 p. 265—276. E. Coues, über die Nomenclatur der Muskeln am Vogelflügel; Auk 5. p. 435—437. A. Dogiel, über die nervösen Elemente in der Netzhaut der Amphibien und Vögel; Anat. Anz. 3. p. 342 — -347. E. Fatzacappa, Genesi della cellula specifica e intima struttura del sistema centrale nervoso degli uccelli; BoU. Soc. Nat. Napoh (1.) 2. Ann. 2. Fase. 2 p. 185—193. G. J. Fischer berichtet über Polydactylie bei Vögeln; .\uk 5. p. 218—219. M. F ü r b r i n g e r , Untersuchungen zur Morphologie und Systematik der Vögel, zugleich ein Beitrag zur Anatomie der Stütz- und Bewegungsorgane. Amsterdam u. Jena 1888. 2. Theil. Gross 4". (Bijdragen tot de Dierkunde Afl. 15. 1 u. 2). — In dem ersten Theil dieses umfassenden Werkes giebt Verf. eine Beschreibung der Sceletttheile sowie Nerven und Muskeln der Schulter und des Ober- arms und deren Entwickelung. In dem zweiten Theile wird der taxonomische Werth der einzelnen Organe des Vogelkörpers einer eingehenden Prüfung unterzogen; sodann werden die einzelnen Familien unter Berücksichtigung der bisherigen diesbezüglichen systematischen Arbeiten und Abwägung der bestimmenden Charaktere in Hinsicht auf ihre Stellung in einem natürlichen System besprochen ; und auf Grund dieser Darstellungen wird ein Vogelsystem entworfen, welches auf den beigegebenen Tafeln in Form eines Stammbaums 106 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in vertikaler Ansicht und horizontaler Projection dargestellt ist. Am Schlüsse des Bandes ist eine umfassende Litteraturüb ersieht gegeben. — [Referent beschränkt sich auf die vorstehende kurze Notiz, da für ein nur einigermassen eingehendes Referat der ver- fügbare Raum dieses Jahresberichtes nicht ausreicht, zudem jeder systematisch arbeitende Ornithologe dieses bedeutsame Werk, welches eine erstaunliche Fülle von Material verarbeitet, zahlreiche neue Gesichtspunkte für die Systematik der Vögel eröffnet und die viel- seitigste Anregung bietet, studieren muss.] Einen Auszug giebt: H. Gadow, Nature 38. p. 150—152, 177—181. H. Gadow, s. H. G. Bronn u. M. Fürbringer. F. R. G a s c h , Beiträge zur vergleichenden Anatomie des Herzens der Vögel und Reptilien; Arch. Naturg. 1888 p. 119 — 152 T. 11—12. E. G a u p p , Anatomische Untersuchungen über die Nerven- versorgung der Mund- und Nasenhöhlendrüsen der Wirbelthiere ; Morphol. Jahrb. 14. p. 436—489. T. 19. J. A. Jeffries, Note on the Epidermal System ofBirds; Proc. Boston Soc. 23. p. 358—360. F. Koenike berichtet über einen Tausendfuss im Hühnerei; Abb. nat. Ver. Bremen 10. p. 294. E. Lahousse, Recherches sur l'ontogenese du cervelet. ; Arch. Biol. T. 8. Fase. 1. p. 43—110. L. Liebermann, Embryochemische Untersuchungen. I. Weniger bekannte Bestandtheile des Hühnereies. Fett der Hühnereier. Über Nuclein. II. Stoffwechsel des bebrüteten Eies bis zur völligen Ent- wickelung des Hühnchens. III. Arbeiten zur speciellen Chemie des Embryonalleibes; Math. Nath. Ber. Ungarn (Budapest) 1887 — 88 p. 224-295. Derselbe, Embryochemische Untersuchungen; Pflüg. Arch. ges. Phys. 43. p. 71—151. — Auszug in: Naturf. 21. p. 221—222. E. Li n ton fand Distomnm ovatum in einem Hühnerei; Amer. Nat. 22. p. 74. F. A. Lucas bespricht osteologische Unterschiede der Turdinae, Miminae und Trorßodytinae und hebt besonders die Verschiedenheiten zwischen den letzteren beiden Gruppen hervor; Proc. U. St. N. M. 11. p. 173-180. Taf. 37. Derselbe bespricht annormale Rippenzahl bei Vögeln; Auk 5. p. 329—330. J. Y. Mackay, The Development qf the Branchial Arterial Arches in Birds, ^äth special reference to the origin of the Sub- clavians and Carotids; Philos. Trans. London 179. (B) p. 111 — 139 T. 22-25. F. C. Mall, The First Branchial Cleft of the Chick; Johns Hopkins Univ. Circulars 7. 63. p. 38. iu der Natmgeschichte der Vögel wähi-end des Jahres 1888. 107 Derselbe, Development of the Eustachian Tube, Middle Ear, Tympanic Membrane and Meatus of the Chick ; Stud. Biol. Labor. J. Hopkins Univ. 4. p. 185—192. T. 18—19. R. Marage, Contribution ä l'anatomie descriptive du sympathique thoracique et abdominal chez les Oiseaux. These. Paris, Davy 1888. 80, 69 p. A. Marcacci, De quelques anomalies obtenues dans les oeufs de poule en les soumettant au mouvement; Archiv Ital. Biol. 9. p. 58. G. F. Mazzarelli, Su di alcune gravi anomalie anatomofisio- logiche, riscontratesi in un piccione domestico: Boll. Soc. Nat. NapoH 1888 p. 20—24. E. Mehnert, Untersuchungen über das os pelvis der Vögel; Sitzungsb. Naturf. Ges. Dorpat 8. p. 212—213. A. B. Meyer, Abbildungen von Vogelskeletten. Bd. I mit 121 Tafeln in Lichtdruck. Dresden 1879—1888. T. J. Parker, Preliminary note on the development of the skeleton of the Apteryx; Proc. R. Soc. London 43 p. 391—397 6 Fig. Derselbe, second preliminary note ou the development of Apteryx; ebenda p. 482 — 487 8 Fig. W. K. Parker, On the Structure and Development of the Wing in the Common Fowl; Philos. Trans. London 179. (B) p. 385 — 398. T. 62—65. Derselbe, On the secondary Carpals, Metacarpals and Digital Rays in the Wings of existing Carinate Birds; Proc. R. Soc. London 43. p. 322—325. Derselbe, On Remnants or Vestiges of Amphibian and Reptilian Structures found in the Skull of Birds, both Carinatae and Ratitae; ebenda p. 397—402. Derselbe, On the Vertebral Chain in Birds: ebenda p. 465 — 482. Derselbe hält die Watvögel mit gestrecktem Gesichtstheil des Schädels für die älteren, entgegengesetzt bei den Kolibris; Ibis p. 217. E. Retter er. Des Phaneres chez les Vertebres et de leur Tissus Producteurs; Bibl. de l'ecole des Lautes etudes (Paris) 33. (1887). R.W. Shufeldt beschreibt die nordamerikanischen LameUirostres in osteologischer Beziehung; Proc. U. St. N. M. 11. p. 215 — 251. Derselbe bespricht die Osteologie der Tiibinares und Ster/anopodes; ebenda p. 253 — 315. Derselbe beschreibt das Skelet von Alca torda und zieht die osteologischen Verhältnisse anderer Wasservögel zum Vergleich heran; Journ. Anat. Phys. London 23 p. 1 — 39. Derselbe, über die Beziehungen von Aphriza virgata zu anderen Vogelformen; Journ. Morph. Boston 2 p. 311 — 340 T. 25. 108 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Osteologische Notiz über Lunda cirrhata und Corvus sinuatus; Auk 5. p. 328—329. Derselbe, Bemerkungen über das Sternum einiger Scolopaciden; ebenda p. 330—332. Derselbe über die Osteologie von Habia melmiocejjhala mit Ver- gleichungen der Skelette verschiedener Finken und Tangaren, ebenda p. 438 - 444. Derselbe beschreibt das Skelet von Porzana carolina\ Journ. Comp. Medic. Surg. July 1888. Derselbe liefert eine eingehende Beschreibung des Skelets von Gallns bankn-a; Journ. Comp. Med. Surg. Philadelphia 9. p. 343 — 376. Derselbe behandelt die Osteologie von Stur^iella nebst Vergleichen der osteologischen Verhältnisse der Icteridae und Corvidae; Journ. Anat. Phys. 21. p. 309—350 T. 14—15. L. Stejneger über Shufeldt's „Dermo -tensor patagii" (propatagialis cucullaris); Auk 5. p. 120 — 123. G. A. Stockwell; Physiological relations of gular vocalization in Grouse; Journ. Comp. Med. and Surg. 9. p. 127 — 135. H. Teuscher, Einige Beobachtungen am lebenden Hühner- embryo; Fortschr. Med. p. 1 — 5. H. Virchow, lieber die physikalisch zu erklärenden Er- scheinungen, welche am Dotter des Hühnereies bei der mikros- kopischen Untersuchung sichtbar werden : Sitz. Ak. Wiss. Berlin 37 p. 977—981. M. L. Walker, On the Form of the Quadrate Bone in Birds; Studies from Mus. Zool. Univ. Coli.. Dundee 1. No. 1. p. 1—18. K. F. Wenckebach, De ontwikkeling en de bouw de Bursa Fabricii. Met. 4 pl.; Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2.) 2. p. 19—138. Sep. Leiden (Brill) 1888. Deutscher Auszug: Tijdschr. etc. p. 139—142. C. G. Young beschreibt Ojnsfhocomus cristafns äusserüch und anatomisch und giebt einige biologische Notizen über die Art. An Daumen und Mittelfinger befindet sich eine Kralle. Die Jungen kriechen mit Zuhilfenahme ihrer Flügel, indem sie die beiden Finger zum Festhalten und Anklammern gebrauchen (hierzu Figur); Notes Leyden Mus. 10. p. 169—173, T. 8. J. Zumstein, Ueber das Mesoderm der Vogelkeimscheibe, Inaug. Diss. Bern 1887. 8», 56 p. III. Hautbedeckung, Pterylographie, Flugvermögen. J. A. Allen, On the Structure of Birds in Relation to Fliglit with Special - Reference to Recent Alleged Discoveries in the Mechanism of the wing; Trans. N. Y. Acad. Sc. 1888 p. 89—100. E. C, On Emargination of the Primaries [Referat]; Auk 5. p. 418—421. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 109 Da vi es Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Feder; Morphol. Jahrb. 14. 1888 p. 369—371. — Die Dune stellt ein Horngebilde vor, welches sich räuniHch und seitlich vor der Federanlage bildet, aber mit dieser sowohl durch die gemeinsame Papille als auch durch ge- meinsame Strahlen zusammenhängt. H. Gadow bespricht die Zahl der Schwingen der verschiedenen Vogelordnungen und Familien und erörtert hypothetisch die phylo- genetische Entwicklung derselben; Proc. Z. S. London p. 655 — 667. J. H. Gurney jun. führt Beispiele auf, in welchen weibliche Vögel das Gefieder der Männchen trugen; Ibis (5) 6. p. 226 — 230. V. Hacker hat die Veränderungen in der Zeichnung der Feder bei fortschreitender Entwicklung der letzteren insonderheit bei Drosselvögeln untersucht und gefunden, dass dieselben nach einem bestimmten Princip vor sich gehen. Mit erläuternden Abbildungen; Zool. Jahrb. 3. p. 309—316 T. 8. J. B. Holder, Discussion of the Mechanics of Bird Flioht; Trans. N. Y. Acad. Sc. 1888. p. 80-87. L. Kerschner, Ueber die Zeichnung der Vogelfedern. Eine Erwiderung auf Prof. Th. Eimers gleichnamigen Aufsatz; Humboldt 7. p. 50—54. H. Landois weist darauf hin, dass die ErstUngsdunen der Vögel nur Strahlenspitzen der ersten Deckfedern sind; Zool. Anz. 11. p. 703. F. A. Lucas, The Flight of Birds; Science 11. p. 58—59. E. J. Marey, Valeurs relatives des deux composantes de la force deployee dans le coup d'aile de l'oiseau, deduites de la direction et de l'insertion des fibre du muscle grand pectoral; Compt. Rend. 107. 1888. p. 549—551. Derselbe, Le probleme mecanique du vol: Revue de Paris 42. p. 289—300. Fig. 43-58. J. S. Newberry, The Flight of Birds; Science 1888. p. 9—10. W. K. Parker beschreibt die Krallen au den Flügeln (Daumen oder Mittelfinger) der Ratiten; Ibis (5) 6. p. 124—128. E, Regalia führt diejenigen italienischen Vogelarten auf, welche nach des Verf. Untersuchungen eine Kralle am Daumen oder an Daumen und Zeigefinger besitzen; Proc. verb. Soc. Toscana Sc. Nat. 6. Maggio 1888. p. 86—94. R. W. Shufeldt behandelt die Pterylose einiger Spechte ; Auk 5. p. 212—218. Mit Holzschnitten. W. P. Trowbridge, The Flight of Birds; Science 1888. p. 16. Derselbe, The Mechanism of the Flight in Soaring Birds; Trans. N. York Ac. Sc. 7. p. 75—78. Vgl. auch G. Buchet oben S. 105. wo Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen IV. Mauser, Abänderungen, Bastarde. Mauser: B. AI tum bespricht die Mauser und Federkleider einiger Vogelarten, besonders die mehrfache Mauser junger Hühner- vögel; Journ. Ornith. 36. p. 109—111. C. R. Gawen widerlegt die Ansicht, dass die Gesiclitsfedern bei jungen Saatkrähen mit der ersten Mauser ausfallen; Zoologist (3.) 12. p. 224—225, s. auch M. Christy, ebenda p. 302. E. Rüdiger, über Mauser und Verfärbung des Papstfink; Zool. Gart. 29. p. 315—316. S. auch W. H. St. Quintin, weiter unten unter Einbürgerung etc. Abänderungen, Missbildungen: S. Bonjour bespricht Varietäten einiger europäischen Vogelarten; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 193—199. A. W. Butler, über Fälle von Albinismus; Journ. Cincinnati Soc. N. H. 1888 p. 214—216. K. W. V. Dalla Torre, über schwarzkehlige [Kinn Ref.] Ab- weichung der Fringüla montijringiUa in Tirol; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 106—107. C. Dury, Die Albinos der ,,Cuvier Club Collection"; Journ. Cincinnati Soc. N. H. 1888 p. 216, 217. K. Eckstein beschreibt einige Drosselvarietäten der Eberswalder Sammlung; Zool. Gart. 29. p. 30—31. A. Girtanner berichtet über eine Farbenabweichung der Tichodroma muraria; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 46. Ch. van Kempen zählt eine Anzahl von Farbenvarietäten europäischer Arten auf; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 104 — 108. F. V. K r a u s s beschreibt bräunlichgraue Abänderung des Corvus corone; Jahresb. Ver. Vaterl. Naturk. Württ 44. p. 305. J. H. Reed beschreibt einen Albino von Dendroica striata; Auk 5. p. 432. W. Robinson bespricht einige Albinos des United States National Museum; Proc. U. St. N. Mus. 11. p. 413—416. H. Schalow berichtet über eine semmelgelbe Abart von Scolopojc rusticula; Journ. Ornith. 36. p. 102. W. Stone beschreibt eine Ausartung der Scharlachtangare; Aük 5. p. 322. P. M. Thorne beschreibt eine Spielart von Xanthocephalus xanihoce'phalus; Auk 5. p. 112. St. V. Washington berichtet über Farbenabweichungen von Lycos monedvla, Garrulus glandarms und Nucifraga caryocatactes (rostfarbene Tropfenflecke am Schnabel und Vorderhals, vermuthlich durch Genuss von Haselnüssen hervorgerufen); Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 47-48, 61-62. in der Naturgescbichte der Vögel während des Jahres 1888. m Abänderungen verschiedener Arten sind beschrieben in: Zoologist (3.) 12. p. 68, 108, 185, 352. Bastarde: A. Pichle r beschreibt einen Bastard von Anas boschas domestica 3 u. Cairina moschata ?; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 84—86. E. Rüdiger, über Kanarien -Buchfink-Bastarde; Zool. Gart. 29. p. 304—306. A. Suchetet, Note sur les hybrides des anatides. Ronen 1888. Derselbe, L'hybridite dans la nature; Revue quest. scient. Juli 1888. V. V. Tschusi-Schmidhoffen beschreibt einen Rakelhahn, welchen Verf. für ein Kreuzungsprodukt von Tetrao tetrix S und (T. tetriw S X T. vrogallns ?; $ hält; Ornis 4. p. 517—526. T. 2. S. auch J. H. Gurney jun. oben S. 109. V. Palaeontologie. E. Schaff berichtet über die Arbeit 0. Winges ,, Vögel aus den Knochenhöhlen in Brasilien" [vergl. Bericht 1887 S. 97]; Journ. Ornith. 36. p. 5—8. C. W. de Vis beschreibt neue fossile Arten aus dem Post- Tertiär von Queensland: Nyroca rohusta, Anas elapsa, Dendrocygna validipinnis , Porjjhyrio (?) repeiia, Gallinula strenutpes, Fulica prior, Plotus parvus, Xenoi'hynchus nanus, Otts?, Dromaeus patricius; Proc. Lin. Soc. N.-S.-Wales (2.) 3. p. 1277—1294 T. 33—36. VI. Geographische Verbreitung, Wanderung, Paunistik. Allgemeines. A. Brauer, Die arktische Subregion. Ein Beitrag zur geogra- phischen Verbreitung der Tiere; Zool. Jahrb. 3. p. 189—308 T. 7. — Tritt auf Grund der Verbreitung der Säugetiere für die Sonderung einer arktischen Zone ein. F. M. Chapman berichtet über Beobachtungen des Nachtzuges der Vögel vermittelst eines Telescops; Auk 5. p. 37 — 39. C. L. Edward, über Winter-Rastplätze der Krähen; Zoologist (3) 12. p. 292—297, 334—345 aus: Amer. Journ. Psychol. 1888 p. 436-459. F. C. Keller, Der Zug der Vögel. Biologische Skizze; Jahrb. naturh. Landesmus. von Kärnten 19. Hft. 36 Jahrg. p. 121 — 138. A. Reichenow, Die Begrenzung zoogeograpbischer Regionen vom ornithologischen Standpunkt; Zool. Jahrb. 3. p. 671 — 704. — Auf Grund der in der Arbeit dargelegten Untersuchungen unter- 1]2 Ant. Reicbenow: Bericht über die Leistuugen scheidet Verf. 6 Tierzonen: 1. Arktische Zone, umfassend die Nordpolargebiete südwärts bis zur Grenze des Baumwuchses, mit welcher ungefähr die Nordgrenze der Verbreitung der Gattung Tetrao zusammenfällt. — 2. Westliche Zone, umfassend ganz Amerika von der Nordgrenze des Baumwuchses bis zum Kap Hörn und Falklandsinseln , nebst zugehörigen Inselgruppen. Zerfällt in: a) Westlich -gemässigte Region, Nordamerika bis Nordmexico (Wendekreis des Krebses), ganz Kalifornien eingeschlossen, Südspitze von Florida aber, etwa vom 28. Breitengrade an, ausgeschlossen. b) Südamerikanische Region, Mittel- und Südamerika, West- indien, Südspitze von Florida, Falklands Inseln, Galapagos, Tristan d'Acunha etc. — 3. Oestliche Zone, umfassend ganz Europa und Asien von der Grenze des Baumwuchses südwärts, einschliesslich Philippinen und Sundainseln ausser Celebes, Lombock, Sumbawa und den östlich davon gelegenen kleinen Sundainseln, ferner um- fassend Afrika nebst den westafrikanischen Inseln und St. Helena, Kapverden, Azoren, im Norden auch Island, Zerfällt in: a) Oest- lich - gemässigte Region. Europa von der Baumgrenze südwärts nebst Island, Azoren, Kanaren, Kapverden, Nordafrika südwärts bis an das Senegalgebiet, weiter östlich bis zum 15. Grad, Arabien mit Ausnahme des südlichen Küstensaumes; Asien von der Grenze des Baumwuchses südlich bis zu den Bergketten südlich des Yangt- sekiang, dem Himalaja und den das Thal des Sind im Westen be- grenzenden Gebirgszügen, ferner die Japanischen Inseln, b) Aethio- pische Region. Afrika vom Senegal bez. dem 15. Breitengrad (im Osten) südwärts, die Südküste von Arabien, Sokotra, Sansibar, die westafrikanischen Inseln, St. Helena, c) Malayische Region. Indien und Süd-China, Sundainseln ostwärts bis Borneo, Java, Formosa, Philippinen, Chagos-Inseln. — 4. Südliche Zone, um- fassend Australien nebst den papuasischen und polynesischen Inseln, Neu-Seeland, Auckland- und Macquarie-Inseln, die östlichen ma- layischen Inseln westlich bis einschliesslich Celebes und Lombock. Zerfällt in: a) Australische Region. Australien, die papuasischen un d polynesischen Inseln, b) Neuseeländische Region. Neu- Seeland nebst Chatam-, Auckland-, Campbell-, Macquarie-Inseln, Norfolk und Lord-Howe. — 5. Madagassische Zone, umfassend Madagaskar, Maskarenen, Comoren und Seychellen. 6. Antarktische Zone, umfassend die südpolaren Inseln: Süd-Georgien, Prinz Edwards-, Croset-, Kerguelen, Macdonald-Inseln, St. Paul, N. Amsterdam etc. R. B. Sharpe, Birds in Nature. With 39 col. pl. and other illustr. by P. Robert. London, Low 1888. 4». H. B. Tristram setzt seine Erörterungen über den polaren Ur- sprung des Vogellebens, in Bezug auf die Verbreitung und Wanderung betrachtet, fort [vergl Bericht 1887 S. 97] ; Ibis (5) 6. p. 204—216. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 113 Oestluhe gemässigte Begion. Europa: R. Blasius giebt eine Skizze des Wanderzuges der Steppenhühner (Si/rrhaptes paradoxiis) durch Europa i. J. 1888; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 373—377. Mit Abbildung. — s. auch. Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 86—87. L. Holtz berichtet über die Einwanderung der Steppenhühner in Europa im Jahre 1863 und 1888, über deren Lebensweise in Freiheit und Gefangenschaft: „lieber das Steppenhuhn" (Greifswald, Bamberg 1888). E. Noll, über Auftreten von Syrrhaptes paradoxiis ausserhalb Deutschlands; Zool. Garten 29. p. 233—237. P. C. Reimers, 0. E. Eiffe und A. Senoner berichten über Auftreten von Syrrhaptes poradoxiis in Europa; Zool. Gart. 29. p. 315. A. B. Meyer u. F. Helm, über Syrrhapfes paradoxus, s. unten S. 114. W. B. Tegetmeier, Pallas's Sand Grouse (Syrrhaptes paradoxus), its history, habits, food and migrations, with hints as to its Utility, and a plea for its preservation. With a coloured plate and three woodcuts. 8". 24 p. London: Horace Cox. 1888. V. V. Tschusi zu Schmidhoffen, Die Verbreitung und der Zug des Tannenhehers (Nucifraga caryocatacfes) mit besonderer Berücksichtigung seines Auftretens im Herbst und Winter 1885 und Bemerkungen über seine beiden Varietäten; Ver. Zool. Bot. Ges. Wien 1888 p. 407—506. Mit Tafel. B. Vi an, Monographie des Poussins des oiseaux d'Europe qui naissent vetus de duvet; Mem. Soc. Zool. France 1. 1888 p. 52 — 115. Deutschland: E. Baldamus zählt die in Coburg vorkommenden Vogelarten auf nebst Angaben über Zug und Brutzeit; Erster Bericht d. Thier- u. Pflanzenschutz- Ver. f. d. Herzogth. Coburg 1888 p. 58—69. H. V. Basedow theilt Beobachtungen aus Thüringen mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 65—66. R. Blasius u. Gen. liefern den 11. Jahresbericht (1886) des Ausschusses für Beobachtungsstationen der Vögel Deutschlands. [Hervorzuheben ist, dass nach Matschie mehrere Chrysomitris citrinella bei Andreasberg a. Harz gefangen wurden. Ardea imrpurea ist in Bayern und Oldenburg beobachtet. Totanus glottis soll am 23. August am Lech geschossen worden sein. Dass Pyrrhula ruhicilla Pall. in Hannover Standvogel sei, ist offenbar irrthümlich.]; Journ. Ornith. 36. p. 313—571. C. Bolle, über Haematopus ostrüegus und Aquila fidva in der Mark Brandenburg; Journ. Ornith. 36. p. 113 u. 114. H. Bünger berichtet über Auftreten von Nucifraga 7nacro- rhyncha bei Berlin; Mntsch. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 453. Derselbe, s. 0. v. Riesenthal. Arcli. f. Natuvgescli. Jahrg. 1889. Bd. U. H. 1. 8 114 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen L. B u X b a u m berichtet über den Zug der Kraniche bei Raunheim a, M. im Frühjahr 1888; Mntsch. Schutze Vogelw. 13. p. 152—154. J. Cordeaux, über Erscheinen von Syrrhcq)tes paradoxus auf Helgoland; Naturalist 1888 p. 197—198. Derselbe liefert Notixen über die Vogelfauna von Helgoland; Naturahst 1888 p. 1—12. G. Clodius berichtet über Erscheinen von Loxia curvirostra und Nvcifraga macrorhyncha in Mecklenhiirg. Herbst 1888; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 38 i— 382. Derselbe berichtet über eine Sammlung mecklenburgischer Vögel; Ärch. Ver. Mecklenb. 42. p. 107—118. — S. auch J. F. Soldat, ebenda p. 184. J. G. Fleig, über zahlreiches Erscheinen von Lo.via curvirostra im Schwarzwald; ebenda p. 394. R. Fresenius, über zahlreiches Erscheinen von Loxia curvirostra im Harz; ebenda p. 286 — 287. Ch. Grad, Notice sur la Canardipre de Guemar et les oiseaux aquatiques d'Alsace; Bull. Soc. Hist. Nat. Colmar 1886/1888 p. 343 —356. F. Helm, s. A. B. Meyer. H. Hill er, über Auftreten des Tannenhehers bei Badersleben; Prov. Sachsen; ebenda p. 383—384 u. 454. A. V. Homeyer berichtet über zwei Brutplätze der Muscicapa parva bei Greifswald; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 48—50. K. Junghans, über zahlreiches Auftreten von Loxia curvirostra bei Kassel; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 407 — 408. K. K n a u t h e liefert eine Uebersicht der auf dem Zobten (Sclilesien) vorkommenden Arten nebst Bemerkungen über Lebens- weise. Auch Panurus hiarmicus als einmal beobachtet aufgeführt; Journ. Ornith. 36. p. 9—38. Kühne, über Brüten von Limosa melanura bei Anklam; Journ. Ornith. 36. p. 103. F. Kumpf, Notizen von Angermund, Rheinpreussen ; Mitth. Orn. Wien 12 p. 107—108. F. Lindner, Die zweite Einwanderung des Steppenhuhns in Deutschland; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 172—178, 298—299. J. A. Link führt 181 Arten als Bewohner der Hassberge (Franken) auf; Ber. naturf Ges. Bamberg 14. p. 1 — 33. Derselbe vermutet, dass Nuci/raga caryocatactes im Franken- walde brüte; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 22-23. F. Menzel, H. Schacht, F. Lindner, E. Zech u. Köpert berichten über Erscheinen des Tannenhehers in Deutschland ; ebenda p. 393—394. A. B. Meyer u. F. Helm, HI. Jahresbericht (1887) der ornithologischen Beobachtungsstationen im Königreich Sachsen. Nebst in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 115 einem Anhange über das Vorkommen des Steppenhuhns in Europa im Jahre 1888. Berlin (Friedländer) 1888. J. Michel berichtet über Colymhis septentrionalis, Cardicus und Mergus merganaer im Iser- und Lausitzergebirge ; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 169-170. Derselbe, über Auftreten des Tannenhehers im Isergebirge 1888; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 171—172. E. NoU berichtet über die Lummen-Kolonie auf Helgoland; Zool. Gart. 29. p. 257—265. H. Panzner theilt Beobachtungen aus Oberschlesien (1887) mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 29—31, 52—54. E. Pfannenschmid, über Wanderung des Steppenhuhns durch Ostfriesland; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 296 — 297. J. Pietsch, über Si/rrhaptes paradoxKS in Deutschland; ebenda p. 178-183. Derselbe, über Erscheinen von Nncifraga macrorhyncha im Herbst 1888 in Deutschland; ebenda p. 368-369, 384-385. W. V. Reichenau führt 199 Arten aus der Umgegend von Mainz auf; Ornis 4. p. 647—666. Derselbe, Die Verschiebungen der Frühlingsperioden und die Ankunft der Zugvögel am Mitteh'hein; Humboldt 7. p. 459 — 463, A. Reichenow, über Auftreten der Steppenhühner in Deutsch- land; Journ. Ornith. 36; p. 119—120, 307. 0. V. Riesenthal, Die Ornis des Berliner Thiergartens ; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 93-96. S. auch H. Bünger, ebenda p. 315—319 u. E. Schaff, ebenda p. 468. C. Sachse, Loxia curcirosfru im Westerw-ald; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 455. E. Schaff berichtet über den Wanderzug des Steppenhuhnes im Jahre 1888; Zool. Gart. 29. p. 168 — 177. — Siehe auch 0. V. Riesenthal. H. Schalow berichtet über Limosa melanura in der Mark Brandenburg; Journ. Ornith. 36. p. 102. Derselbe berichtet über Larus minutus, Bufeo tachardus, Haematoptis ostrilegiis und Bernicla hrenta in der Mark Brandenburg; ebenda p. 111 — 112. W. Seemann führt die Vogelarten der Umgegend von Osnabrück auf; Jahresb. naturw^ Ver. Osnabrück 1885 — 88 p. 77 — 117. J. F. Soldat, s. G. Clodius. H. Stoot berichtet über Auftreten von Loxia ci/rvirostra und Nucifraga macrorhyncha bei Salzgitter; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 370 u. 454. C. Struck berichtet über Erscheinen von Syrrhaptes paradoxus in Mecklenburg; Arch.Ver. Fr. Naturg. Mecklenburg 42. p. 175 — 184. R. Tancre, über Auftreten von Syrrhaptes paradoxus bei Anklam.; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 108—109. \\Q Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen A. Walter, Sprosser und Nachtigal bei Reiersdorf (Pommern) brütend; Mntschr. Ver. Schutze Vögeln. 13. p. 359. P. Wessner giebt einige Notizen über die Vogelwelt der Um- gegend von Jena; ebenda p. 45 — 49. E. Ziemer, Si/rrhaptes paradoxes in Ponmiern; ebenda p. 231—236. Derselbe, über Totamis ochropns, Carpodacvs erythynnns und Nudfracia macrorhyncha in Pommern; ebenda p. 20 — ^2. Oesterreich- Ungarn: F. S. Bauer, über Falco lanarivs in Mittel-Steiermark; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 62. S. Brusina, Die croatisch-serbischen Vögel mit Berücksichtigung des gesammten slavischen Südens. Vorbereitung für eine croatisch- serbische Ornithologie. Belgrad 1888. [In kroatischer Sprache.] Enthält einleitende Bemerkungen und eine Uebersicht der ein- schlägigen Litteratur. Derselbe berichtet über Syrrhaptes paradoxus, Fratercida arctica und AJca torda in Kroatien; Soc. Hist. Nat. Croat. 3. Agram 1888. V. Capek, Normal-Tage der Ankunft der ZugTÖgel in Oslawan in Mähren; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 111. St. Chernel von Chernelhaza berichtet über seltene Durch- zügler und Wintevgäste in Ungarn; ebenda p. 8 — 9. Derselbe berichtet über Erscheinen von Syrrhaptes paradoxus in Ungarn 1888; ebenda p. 157—158. K. V. Dalla-Torre, s. V. v. Tschusi. R. Eder liefert einen Nachtrag zu seiner Uebersicht der bei Friedland in Böhmen vorkommenden Arten; ebenda p. 68 — 69, 81 82, 115—116. Vergl. Ber. 1887 S. 100. B. Hanf berichtet über das Vogelleben auf dem Furtteiche 1887; Mitth. Naturw. Ver. Steiermark 1887 p. 101 — 116. A. Hauptvogel theilt Beobachtungen von Aussig in Böhmen mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 11. p. 110. E. Hodek Sen., Aus Niederösterreich zwischen der Ybbs und Donau; ebenda p. 82—84, 96—100. E. Hodek jun. erhielt Cygnns 7ninor am 29. October 88 von Wittingau; ebenda p. 177. H. V. Kadich giebt einige Berichtigungen zu seinen Mittheilungen über die Vögel der Herzegowina [vergl. Ber. 1887 S. 101]; ebenda p. 18—19. R. 0. Karls berger beobachtete Colymbus septentrionalis im November auf der Donau bei Linz; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 5 — 6. Derselbe liefert Notizen aus Oberösterreich; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 74—76, 116—118. Derselbe, Syrrhaptes paradoxus in Ober- Oesterreich; ebenda p. 250. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 117 Derselbe, Vulgärnamen der Vögel Oberösterreichs; Mitth. Orn, Ver. Wien 12. p. 27—28, 54, 66-67. G. Kolombatovic theilt Beobachtungen aus Dalmatien mit; ebenda p. 50. L. V, Lorenz berichtet über Picus lilfordt in Bosnien; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 38. p. 19. A. V. Mojsisovics, Zoogeographische Notizen über Süd-Ungarn aus den Jahren 1886 — 88. Zugleich ein dritter Nachtrag zur Fauna von Bellye und Darda; Mitth. Nat. Ver. Steiermark. Graz 1888. — Das Verzeichniss der für die Umgebung des Drau-Eckes nachgewiesenen Vögel zählt 243 Arten auf. H. Panzner, Nucifraga caryocatactes im böhmischen Mittel- gebirge; Mitth. Orn. Ver. Wien' 12. p. 140. S. auch W. Peiter, ebenda p. 120—121. 0. Reiser liefert eine Liste der für Bosnien und die Herzegowina nachgewiesenen Arten; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 35. Derselbe theilt Beobachtungen über einige Vögel Bosniens mit, besonders über Verbreitung und Lebensweise. Hervorzuheben sind: Picus leuconotus lüfordi, Picus tridactylus alpinus, Pants horealis alpestris, Parus lvqi(hr4s, Schoenicola intermedia; Journ. Ornith. 36. p. 38—58. Derselbe, über Anthi/s cen^invs bei Sarajevo; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 116—117. B. Schiavuzzi, Materiali per un' avifauna del Litorale austro- ungarico; Boll. Soc. Adriatica Sc. Nat. (Trieste) 10. 1887. p. 154— -183. W. Schi er. Die Verbreitung der mövenartigen Vögel in Böhmen; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 9—10. Derselbe, Verbreitung der Dickschnäbler (Finkenvögel) in Böhmen; ebenda p. 124 — 125. R. Schlegel, Ornithologische Mitteilungen aus dem Ober- Erzgebirge; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 323 326. J. Talsky, Reiseerinnerungen aus Steiermark und Kärnthen; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 77—78, 100—106. Derselbe, über Syrrhaptes paradoxus und Nucifraga in Mähren 1888; ebenda p.'l70— 171. V. V. Tschusi-Schmidhoffen berichtet über seltene Arten in Salzburg 1887; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 10—11. Derselbe berichtet über das Auftreten seltener Vogelarten in Oesterreich- Ungarn; ebenda p. 63 — 64, 78—81. Derselbe referirt über die ornithologische Litteratur Oesterreich- Ungarns im Jahre 1887; ebenda p. 111 — 115. Derselbe, über den Herbstzug des Tannenhehers 1888; ebenda p. 142. Derselbe, über zahlreiches Erscheinen von Loxia curvirostra in Salzburg; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 368. 118 Ant. Reicheuow: Bericht über die Leistungen V.v. Tschusi-Schmidli offen und K. v. Dalla-Torre, 4. Jahr.- Bericht (1885) des Comitcs für ornithologische Beobachtungsstationen in Oesterreich- Ungarn; Ornis 4. p. 1 - 272, 321 u. f Dieselben, 5. Bericht 1886; ebenda Supplementheft. 346 p. St. F. V. Washington berichtet über Vorkommen von Pelecanus sharpei in Oesterreich-Ungarn; Ann. naturh. Hofmus. Wien 3. p. 63 —72 u. sep. Holder, Wien 1888. J. Zelisko, Verzeichnis der bisher in österr. Schlesien be- obachteten Vögel. Ein Beitrag zur Kenntnis der heimatlichen Vogelfauna. Teschen, Feitzinger 1888. 8*^. 13 p. Schweiz: A. Girtanner behandelt in einer eingehenden Monographie die verschiedenen Entwicklungsstadien, Lebensweise und Verbreitung des Bartgeiers. In der Schweiz scheint der Vogel nunmehr, (1887) ausgestorben zu sein; Der Weidmann 19. No. 33, 35 u. 36. V. V. Tschusi, PhyUopneuste honeUii in der Schweiz; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 306. Russland: V. Bianchi liefert Notizen über Vorkommen, Brut- zeit, Lebensweise der von ihm im Sommer 1884 bei Uschaki, Gouv. Nowgorod beobachteten Vögel; Beitr. Kenntn. Russ. Reiches (3.) 4. p. 189—275. C. Greve theilt einige Beobachtungen über die Vogelwelt der Umgegend Moskaus mit; Zool. Gart. 29. p. 343 — 344. E. V. Middendorff, 2. Ornithologischer Jahresbericht (1886) aus den Russischen Ostsee-Provinzen; Ornis 4. p. 273 — 367. G. Sund mann, Finska Fogelägg. Helsingfors. — Heft 8 u. 9 erschienen. L. Taczanowski liefert eine Uebersicht der während eines Zeitraumes von 50 Jahren in Polen beobachteten Vogelarten (303); ebenda p. 441—516. A. V. Wulf, Angabe, wann in Schloss Leunewaden (Livland) die Zugvögel im Frühjahr 1887 zuerst gesehen wurden; Corre- spondbl. Natur. Ver. Riga 30. p. 56—57. N. Zarudnoi liefert Notizen über die Vogelfauna des Oren- burger Districts. Hypolais icterina mollessoni n. subsp. ; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1888 p. 658 — 681. [In russischer Sprache.] Dänemark: J. Collin, Bidrag tili Kundskaben om Danmarks Fuglefauna. Kjobenhavn. 1888. 8« 120 p. 0. Winge liefert den 4. Jahresbericht der Ornithologischen Beobachtungsstationen in Dänemark (1886); Ornis 4. p. 369-444 Mit einer Uebersichtskarte der Beobachtungsstationen. Scandinavien : G. 0. Börjesson, Sällskapet Smäfogiarnas Vänner. Göteborg 1888. L. Stejneger beschreibt Parus colleti n. sp. von West-Norwegen; Proc. U. St. N. M. 11. p. 71—76. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 119 Derselbe weist darauf hin, dass die skandinavische Haubenmeise (F. cristatus h.) von der mitteleuropäischen (P. mitratus BrehmJ sich subspecifisch unterscheide: ebenda p. 113 — 114. C. R. Sundström, Mittheilungen des Ornithologischen Komitees der Königl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften. 1.; Bih. Sv. Akad. Handl. 13. No. 3. [Liste der schwedischen Vögel mit deutschen und wissenschafthchen Namen]. Eugland: 0. V. Aplin, Notizen von Norfolk; Zoologist (3.) 12. p. 131—135. J. Backhouse giebt einige Beiträge zur Vogelfauna von Upper Teesdale; Naturalist 1888 p. 79—80. W. E. Beckwith, Notes on Shropshire Birds; Trans. Shropshire Sog. 11. p. 223—238, 387—402. C. Brazenor berichtet über Nisten von Linota cannahina im October in Brighton (England); Zoologist (3.) 12. p. 105. T. E. Buckley s. Harvie-Brown. H. G. Bull, Notes on the Birds of Herefordshire : constributed by Members of the Woolhope Club. 8° 274 p. London: Hamilton, Adams & Co Hereford : Jakem.an & Carver. J. W. P. Campbell-Orde berichtet über ISyrrliaptes paradoxus auf den äusseren Hebriden; Ibis (5.) 6. p. 492—493. J. Cordeaux liefert Notizen zur Vogelfauna von North Lincoln- shire; Zoologist (3.) 12. p. 59—63, 242—247. C. Dixon, Our Rarer Birds: being Studies in Ornithology and Oology. London 1888. 8» 373 p. H. M. Drummond-Hay berichtet über eine am 28. Dec. 1887 in Schottland erlegte Saaicola deseHi; Proc. Z. S. London p. 140 u. Ibis (5.) 6. p. 283—285. Derselbe, Additional Notes on the Report of the Ornithology of the East of Scotland. from Fife to Aberdeen inclusive (1885); Scot. Nat. 1888 p. 345 350. Derselbe, Notes on some Rare Perthshire Birds lately placed in the Museum; Trans. Perthsh. Soc. 1. p. 1 — 15. E. Ellison berichtet über den Herbstzug der Vögel in Irland; Zoologist (3.) 12. p. 16—19. H. W. Feilden berichtet über Erlegen von Sterna caspia auf den Faeroer-Inseln ; ebenda p. 108. T. E. Gunn, Ornithologische Notizen aus Norfolk und Suffolk; ebenda p. 281—289. J. H. Gurney jun. theilt Beobachtungen aus Norfolk mit; ebenda p. 81 -S6. Derselbe giebt Notizen von St. Leonards; ebenda p. 332 — 333. J. A. Harvie-Brown, and T. E. Buckley, A Vertebrate Fauna of the outer Hebrides. Edinburgh 1888. 8«. 279 p. 6 pl., 6 maps, 4 cuts. ]^20 Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen J, A. Harvie-Brown, J. Cordeaiix, R. M. Barrington, A. G. More u. W. Eagle Clarke, Ninth Report on the Migration of Birds in the Spring and Autumn. Edinburgh 1888. L. H. Irby, British Birds: Key List. London, Porter 1888. Eine Aufzählung der britischen Vögel mit kurzen Characteren 58 p. Lilford, Coloured. Figures of the Birds of the British Islands. London. Th. 6 bis 9 erschienen. Derselbe liefert Notizen von Northhamptonshire; Zoologist (3.) 12. p. 456-466 u. Journ. Northh. Sc. 5. p. 41—53. J. E. Littleboy liefert Notizen von Hertfordshire , gesammelt 1887; Trans. Hertf. Soc. 1888 p. 76—88. H. A. Macpherson, Report on Pallas' Sand Grouse in the North-West of England; Trans. Cumberl. and Westmorel. Assoc. Adv. Lit. and Sc. No. 13 1888 p. 59—75. Derselbe berichtet über ein am 11. Nov. 1887 in Cumberland erlegtes Stück der Saxicola isabeUina; Ibis (5) 6. p. 149 — 150. Derselbe liefert Notizen zur Avifauna von Cumberland; Zoologist (3.) 12. p. 328—331. A. H. und H. A. Macpherson besprechen die Vogelwelt der Insel Eigg; ebenda p. 412 — 419. J. C. Mansel-Pleydell, The Birds of Dorsetshire, a Contribution to the Natural History of the County. London and Dorchester 1888. 8». M. A. Mathew, Zusätze zu C. Smith's Liste der Vögel von Somersetshire ; Zoologist (3.) 12. p. 219 — 221. F. S. Mitchell berichtet über Vanellus gregarivs in Lancashire; ebenda p. 389. T. H. Nelson liefert Notizen von Redcar; ebenda p. 135 — 138. A. Newton berichtet über ein Exemplar von Procellaria hulweri, welches in Yorkshire am 8. Mai 1837 bei Tanfield tot gefunden wurde; ebenda p. 230 — 231. F. H. Parrott berichtet über Nisten von Staren im November in Aylesbury (England); ebenda p. 33. H. Peek, A Collection of British Birds at Rousdon. London 1888. 40. 27 p. 6 T. E. C. Phillips schildert einen Besuch des Vogelberges (Kormoran-Kolonie) bei Towyn, North Wales (England); Zoologist (3.) 12. p. 380-382. H. Raeburn, The Summer Birds of Shetland, with Notes on their distribution, Nesting and Numbers; Proc. Phys. Soc. Edinb. 1887 —88 p. 542—562. H. Saunders, An Illustrated Manual of British Birds. London. 8^ — Th. 1—9 erschienen. Derselbe berichtet über eine im December 1879 in England erlegte Querquedula carolinensis; Proc. Z. S. London p. 469. H. Seebohm berichtet über ein vor 25 Jahren in England er- legtes Stück des Vanellus gregarius; ebenda p. 416. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 121 C. Smith liefert Nachträge zu seiner Liste der Vögel von Somersetshire ; Zoologist (3.) 12. p. 174 — 176. J. Swinburne, An Ornithological Visit to the Ascrib Islands, Loch Snizort, Skye; Proc. Phys. Soc. Edinb. 1887—88 p. 402—407. R. Warren theilt Notizen aus Mayo und Sligo mit; Zoologist (3.) 12. p. 289—292. Notizen über lokales Vorkommen verschiedener Vogelarten in England finden sich in: Zoologist (3.) 12. p. 27, 31—33, 66 — 68, 105-108, 143—148, 185—189, 225 235, 267 270, 302—310, 348—352, 390—394, 425—432. Ueber das Erscheinen von Syrrhaptes paradoxus in England siehe: Zoologist (3.) 12. p. 233—235, 261—267, 298-301. 347—348, 388 (Nisten), 419 - 423, 425, 442-456, 468—469. Niederlande: H. Albarda, Ornithologie van Nederland. Waarnemingen in 1886; Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2.) 2. p. 10 — 17. H. Koller, Naamlist van in Nederland in den vrijen natuur- staat waargenomen Vogels; Bijdr. t. d. Dierkunde. Feest-numm. Amsterdam 1888. H. V. Rosenberg, Das Sandhuhn in Holland; Mitth. Orn. Ver. Wien 1888 p. 150. Belgien: A. Dubois, Compte rendu des observations ornitho- logiques faites en Belgique pendant l'annee 1886; Bull. Mus. Roy. d'hist. nat. Belgique 5. p. 99—158. Frankreich: L. Bureau, über Wanderung der Steppenhühner durch das westliche Frankreich; Mem. Soc. Zool. France L 1888 p. 245-252. L. Ducloy, Syn-haptes paradod'ifx in Frankreich; Bull. Soc. Acclim. France 1888 p. 665. Ch. van Kempen berichtet über Erscheinen des Syn-haptes paradoxus im Norden Frankreichs; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 145—146. L. Magaud d'Aubusson, über BomhycäJa garrula im Dep. de la Somme; Bull. Soc. AccUm. France (4.) 5. p. 945 — 949. Derselbe bespricht die in Frankreich vorkommenden See- schwalben; Naturaliste 10. p. 224 — 226. L. Olphe-Galliard, Contributions ä la Faune Ornithologique de l'Europe Occidentale. Bordeaux. Berlin. — Erschienen Th. 23 Temiirostres, 24 Scansores, 25 SyndactyH, 3 u. 4 Fidifful/nae, Anatinae. J. Vi an, über Si/rrhaptes paradoxus in Frankreich; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 154—156. Italien: A. de Carlini liefert Notizen über die Vögel des Ober Engadin von Trent bis Brescia; Atti Soc. Italiana Sc. nat. Milano 31. p. 35—80. P. Döderlein, über eine Sida hassana bei Palermo; Natur. Sicil. Ann. 2 No. 6 p. 138—140. 122 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Derselbe, über Tnrdvs forquahis in Sicilien; ebenda No. 10. p. 217—220. Siehe auch A. Carruccio oben S. 102. M. Faustino berichtet über Uriatroüa in Italien; Spallanzani, Rivista Sc. med. e natur. Fase. 7 — 8, anno 15 Ser. 2 1886. E. H. Giglioli u. A. Manzella, Iconografia dell' Avifaima Italica, ovvero tavole illustrati le specie di uccelli che trovansi in Italia con brevi descrizioni e note. Toscana 1888. Th. 38 — 43. C- Lepori erwähnt Perms apivorus für Sardinien; Atti See. Med. Mem. (3.) 7. p. 73—80. A. Manzella s. E. H. Giglioli. F. Minä-Palumbo, über Turdus torqiiatus in Sicilien; Naturl. Sicil. Ann. 2. No. 8 p. \lh—\ll. A. P. Ninni, Sul passaggio straordinario della Querquedida circia avvenuto in Marzo 1886 nell' Estuario Veneto; Soc. Ital. Sc. Nat. Vol. 30 Fase. 1. 12. p. 97—98. L. Picaglia, Elenco degli Uccelli del Modenese: Atti Soc. Nat. Med. (3.) 7. p. 145—211. Derselbe berichtet v^ier Syrrhajites paradoxvs mlioXien] ebenda p. 119—121. T. Salvadori über das Auftreten von Syrrhaptes paradoxus in Italien 1888; Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Vol. 3 No. 47 u. 52. Derselbe berichtet über eine am 15. Nov. 1887 in Italien er- legte Aegialitis asiatica (Pall.); Atti R. Acc. Sc. Torino 23. p. 44. A. Senoner, Somateria spedahüis am 2. August bei Venedig erlegt, Zool. Gart. 29. p. 345. G. Whitaker, Sulla migrazione degli Uccelli specialmente in Sicilia; Natural. Sicil. Ann. 1. No. 6. 121-127. Pyrenäisclie Halbinsel: J. ArevaloyBaca, Aves de Espana; Memorias de la real acad. cienc. exact., fisic. y nat. Madrid Tom. 11. 1887. — Zählt 315 Arten für Spanien auf A. Chapman theilt die während eines Winters in Spanien gesammelten Beobachtungen mit: Ibis (5) 6. p. 444 — 461. Lilford berichtet über Aqiiila rapax in Süd-Spanien; Proc. Z. S. London p. 248. Siehe auch H. R. Rabbets unter Westl. gemäss. Region. Kanaren u. Azoren: S. G. Reid liefert den Schluss seines Artikels über das Vogelleben Teneriffas; Ibis (5) 6. p. 73—83 [vergl. Ber. 1887 S. 108]. H. Simroth führt 92 Arten für die Azoren an, auf Grund der im Museum zu Ponta Delgada, S. Miguel, vorhandenen Stücke; Archiv, f. Naturg. 1888 p. 179—201. Mittelmeer- Inseln: F. H. Guillemard theilt die Beobachtungen mit, welche er während eines Aufenthaltes auf Cypern 1887 gesammelt; Ibis (5) 6. p. 94—124. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 123 Nord- Afi'ika : L. Bureau bericlitet über den Zug der Wander- vögel durch Algier; Compt. Rend. Ass. Franc. Sc. 1888 p. 195. A, Kaiser giebt Notizen über die Vogelwelt Aegyptens; Mntscbr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. '273—276. Derselbe giebt einige Notizen über die Vögel der aegyptischen Wüstengegenden; ebenda p. 411- — 418. A. Koenig liefert eine Avifauna von Tunis. 200 Arten sind in Bezug auf Verbreitung und Lebensweise besprochen ; bei einzelnen Beschreibung und Masse. Neu beschrieben: Alaemon margaritac. Die in dem Katalog von Loche für Algier aufgeführten Arten sind zum Vergleiche nebenher angegeben. Eine Characteristik des Landes und seiner Vogelfauna im allgemeinen ist dem speciellen Theile vorausgeschickt; Journ. Ornith. 36, p. 121 — 298. Sibirien: F. Dörries bespricht 133 Arten von Ostsibirien, besonders Beobachtungen über Lebensweise (Mitth. von Th. Noack); Journ. Ornith. 36. p. 58—97. Südwest- Asien : H. E. Dresser bespricht Lanms raddei n. sp. von Transcaspien ; Proc. Z. S. London p. 291. l'h. Lorenz beschreibt Phcmauvs i^ersiais talischensis u. colchicus septentrionalis aus dem Gebiet des Kaspischen Meeres; Journ. Ornith. 36. p. 571—572. M. A. Menzbier, Ornithologie du Turkestan et des pays adjacents. Lief 1. Moscou 1888. — Enthält die Vultundae, Gypaäidae u. Falconidae. Abgebildet: Astur cenchroides, Ilierofalco hendersoni, Falco hahylonicus, Cymiistes ßacipedus. T h. P 1 e s k e führt nach den Sammlungen V. R u s s o w ' s 419 Arten für Turkestan auf, mit kritischen Bemerkungen über einzelne Arten; Mem. Acad. Sc. St. Petersbourg. 7. Ser. Tome 36. No. 3 1888. Mandschurisclies Gebiet: H. Seebohm berichtet über eine neue Sammlung von den Lutschu-Inseln (vergl. Bericht 1887 S. 109); Ibis (5) 6. p. 232—236. L. Stejneger giebt an, dass der in Japan heimische Nussheher der N. caryocatades macrorhyncha sei und hält letztere für die östliche Form; Proc. U. St. Nat. Mus. 11. p. 425—432. [Vergl. auch H. Seebohm unter Nucifraga im System. Theil.] Derselbe hes])richt Troglodyfes fumigafvs Tem. von Japan und 7\ fumigattis kurüensis n. subsp. von den Kurilen; Proc. V. St. N. Mus. 11. p. 547—548. L. Taczanowski beschreibt E^nhenza jankoicskii n. sp. von Sidemi, Grenze von Corea und der Chines. Mantschurei; Ibis (5.) 6. p. 317-319. Derselbe liefert einen Nachtrag zu seinem Bericht über die Sammlungen J. Kalinowski's von Korea [vergl. Bericht 1887 S. 109]. Neu beschrieben: Ilaliaetvs hranickii; Proc. Z. S. London p. 450—469. 124 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Mongolisches Oebiet: Th. Pleske beschreibt Pliasiajius tarimensis Przw. n. sp. von Central- Asien; Proc. Z. S. London p. 415. [vergl. Journ. Ornith. 1886 S. 528]. Aethiopische Region. G. E. Shelley liefert eine Uebersicht der afrikanischen Buce- rotiden. Vergl. imter Systematik, Bucerotidae. Nordost- Afrika: E. H. Giglioli beschreibt Vogelsammlungen von Assab und Schoa, NO.-Afrika, neu: Poliospiza isabellina u. Bradyornis traversi [vergl. daselbst]; Ann. Mus. Civ. Genova (2.) 6. (26.) p. 27—65. T. Salvadori beschreibt eine von V. Ragazzi in Schoa zu- sammen gebrachte Sammlung, 276 Arten, darunter neu: Cypselus shelleyi u. myoptilus, Ehocerthia ragazzi, Chalcomitra scioana, Cisfi- cola cinereola, Fringillaria poliopleura, Sermus ßavigula u. retche- nowi, Estrelda nigrimentum , Urohrachia traversi; Ann. Mus. Civ. Genova (2) 6. p. 185—326. Derselbe führt 11 weitere Arten für Schoa auf, Asimntev Franc olinus spilogaster und castaneicoUis nn. spsp.; ebenda 26. p. 525 — 544. G. E. Shelley berichtet über eine Vogelsammlung Emin Paschas von Aequatorial-Afrika, 179 Arten, darunter neu: Spermo- spiza rußcapilla , Floceus castanops, Indicator emini; Proc. Z. S. London p. 17 — 50. Ost-Afrika: G. E. Shelley berichtet über eine Vogelsammlung F. J. Jackson's aus der Kilimandjaro-Gegend und von Lamu, 31 und 99 Arten , darunter Floceus jacksoni n. sp. ; Ibis (5) 6. p. 287—307. [s. auch vorher unter Nordost- Afrika]. H. B. Tristram giebt einige Notizen über Vögel von Newala nördlich des Rovuma-Flusses (Ost- Afrika); ebenda p. 265 — 266. Süd- Afrika E. W. Clifton führt die von ihm in Keiskama Hoek, bei King Wilham's Town, Kapland, beobachteten Arten (73) auf; Ornis 4. p. 147 — 154. West- Afrika: J. Büttikofer liefert eine Uebersicht der von ihm und F.X. Stampfli 1886 - 1887 in Liberia gesammelten 151 Arten. Die Gesammtzahl cler bis jezt von Liberia bekannten Arten beträgt 231; Notes Leyden Mus. 10. p. 59 -106, T. 5 (Karte). Derselbe bespricht eine von J. v. d. Kellen am Kongo und in Südwest -Afrika (oberer Kunene, Kubango-, und Umbellafluss) zu- sammen gebrachte Sammlung. Als neu wird beschrieben: Neocichla kelleni und Flocepasser riifoscapidatus; ebenda p. 209. R. B. Sharpe beschreibt Accipiter hüttikoferi n. sp. von Liberia; ebenda p. 199-200. J. A. de Sousa bespricht 49 von Anchieta in Angola ge- sammelte Arten; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. 48, 1888 p. 216—228. iu der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 125 Derselbe beschreibt Monticola angolensis von Angola; ebenda p. 233—235. Westafrikanisclie Inselu: B.- du Bocage beschreibt Phaeo- spiza thomensis n. g. et sp. von St. Thome und zählt 10 weitere Arten von der Insel auf; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. 47 1888 p. 148—150. Derselbe bespricht 12 Arten von St. Thome; ebenda No. 48 p. 211—215. Derselbe beschreibt Scops scapulatus, Ämhlyospiza concolor und Columba arquatrix var. thomensis von St. Thome; ebenda No. 48 1888 p. 231—232. J. A. de Sousa führt 24 auf der Insel St. Thome vorkommende Arten auf, welche im Lissaboner Museum sich befinden, und erwähnt fernere auf der Insel seither beobachtete Species. Neu ist be- schrieben: Estrelda thomensis; ebenda No. 47 1888 p. 151 — 159. Madagassische Region. A. Milne Edwards et E, Oustalet, fitudes sur les mammi- feres et les oiseaux des lies Comores; Nouv. Arch. Mus. (2.) 10. 1887—88 p. 226 297. — 79 Arten sind aufgezählt. Ein Schluss- wort behandelt die Verteilung der Arten auf die einzelnen Inseln, welche auch tabellarisch dargestellt ist. Nur Merops madagascariensis bewohnt sämmtliche Inseln des Archipels. Es sei darauf aufmerksam gemacht, dass die von den Verfassern als Cinnyris notata aufgeführte Nectarinie vom Referenten als C. mohii artlich gesondert ist. S. vorj. Bericht S. 137. — Abgebildet sind: Cinnyris humhloti T. 4, Zoster ops kirki u. mouroniensis T. 5, Hypsipetes parvirostris u. Turdus comorensis T. 6, GratccaJus suljhureus u. cucullatvs T. 7, Terpsiphone comorensis u. Hnmdlotia ßavirostris T. 8, Plocens (Foudia) consohrina T. 9. E. Newton giebt eine Liste der Vögel der Maskarenen und Seychellen; Trans. Norfolk Norwich Nat. Soc. 4. p. 548—554. Malayische Region. Yorder-Indien: E. F. Becher liefert Notizen über die Vogel- fauna Indiens; Journ. Bomb. N. H. Soc. 3. p. 114—117, 134-137. S. Bligh berichtet über Hirundo rustica und MotaciUa meJa- nope auf Ceylon; Ibis (5) 6. p. 316-317. V^. Cordeaux liefert Notizen über die Vögel von Caschmir und dem Dras-District ; ebenda p. 218 — 226. W. Davison berichtet über einige Arten in Travancore: ebenda p. 146—147. J. A. Murray, The Avifauna of British India and its depen- dencies. Systematic account with descriptions of all the known species of Birds inbabiting British India, their habits, nidification etc. (in 2 vols.) Vol. 1 (3 pt.), IL P. 1, Bombay 1887, 1888. Roy. 8«. 126 Ant. Reiche now: Bericht über die Leistungen Hinter -Indien: A. 0. Hume, The Birds of Manipur, Assara, Sylhet and Cachar; Stray Feath. 11. p, 1 — 353. E. W. Oates führt 34 Arten von Bhamo, Ober-Birma, auf, darunter Acndofheres alhocindus, welcher abgebildet wird; Ibis (5) 6. p. 70-73 T. 1. Sunda- Inseln: W. Blasius bespricht die Vogelfauna von Palawan nach den Ergebnissen der von Herrn und Frau Dr. Platen bei Puerto -Princesa im Sommer 1887 ausgeführten Forschungen. 138 Arten sind für die Insel nachgewiesen. Neu Cm-popliaga aenea var. palawanensis u. Turnix liaytialdi; Ornis 4, p. 301 — 320, s. auch Ibis (5.) 6. p. 372 — 375 und ferner unter Philippinen. A. Everett liefert einige Notizen über den faunistischen Charakter der Mantanani-Inseln, welcher sich an denjenigen von Palawan anschliesst; Ibis (5) 6. p. 282 -283. W. R. Ogilvie Grant beschreibt Carpophaga everetti n, sp. und Treron nasica Schi, von Nordwest-Borneo; Ann. Mag. N. H. (6.) 2. p. 351 352. Platen, s. W. Blasius. R. B. Sharp e beschreibt eine Sammlung. L, Wray's von Perak (Malacca), darunter neu: Ferkrocotus crocevs u. ivrayi, Mvscicapula westermanni , Cryptolopha damsoni, Gampsorhynchus saturatior, Melanocichla peninsularis, Siva sordidior, Cutia cerviniscrissa u. Chrysophlegma wrayi; Proc. Z. S. London p. 268 — 281. Derselbe beschreibt neue Arten vom Kina-Balu, Nord-Borneo (Sammlung von J. Whitehead): Ctssa jeß'eryt, Rhinomyius gularis, Merida seebohm Cettia oreop/nia, Oreoctistes leucops, Allocotops calvus, Bracliypteryx erytlirogyna, AndrojAzlus accentor, Corytho- cichla ci^assa, Chlorocharis emiliae, Megalaema pulcherrima, Harpactes whiteheadi; Ibis (5) 6. p. 383—396. Derselbe beschreibt folgende, von J. Whitehead auf dem Kina-Balu gesammelte neue Arten: Scops luciae, Geocichla aurata, Orthnociclda ichiteheadi, Phyllergates cinereicolUs, Garrulax schisto- chJamys, Turdinulvs exsul, Z oster ops clara, Dendrophila corallipes; Ibis (5) 6. p. 478—479. Derselbe bespricht eine von J. Whitehead auf Palawan zusammengebrachte Sammlung von 129 Arten, darunter neu: Prio- nituriis cyaneiceps, Baza leucopias, Syrnium ivkiteheadi, Scops fuli- ginosa, Hyloterpe ivliiteheadi, ISiphia erithacus, Jole striaticeps, Prio- nochilus johannae, [vergl. W. Blasius, vorher]; Ibis (5) 6. p. 193—204. J. B. Steere weist nach, dass Palawan in faunistischer Be- ziehung Borneo näher steht als den Philippinen; Amer. Nat. 22. p. 142—145. — Trotzdem nimmt Prof. Steere (Nature 1888, p. 37 bis 38) an, dass der Grundcharacter der Fauna deijenige der PhiHppinen sei. Verf. teilt die Philippinen -Provinz in 6 Unter- provinzen, deren westlichste die Inseln Balabac, Palawan und viel- leicht Calamianes umfasst. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 127 J. Whitebead, s. R. B. Sharpe. L. Wray, s. R. B. Sharpe. Vergl. ferner J. List er unter Neu-Guinea. PMlippineii: W. Blasius beschreibt neue Arten von Gross- Sangir und Palawan: Ninox mao-optera, Ouilcophaps indica var. sanghirensis , Zosterops tiehrkorni , Criniger platenae^ Prionochilu^s plateni^ Prioniturus pJatenae, Syi'nium wiepkeni, Siphia ramsayi, Siphia platenae, Hyloterpe plcäeni, Braunschw. Anzeigen 1888 No. 9 11. Jan., No. 37, 12. Febr. und No. 52, 1. März. Derselbe führt 71 Arten von Gross -Sangir auf; Synonymie und kritische Bemerkungen über die einzelnen Species sowie eine Uebersicht über die bisherige ornithologische Durchforschung der Sangir-Inseln nebst einem Anhang: Vögel von Siao. Neu: Eudy- namis mindanensis var. sanghirensis; Ornis 4. p. 527-646 T. 3 u. 4. S. auch oben W. Blasius unter Sunda-Inseln. J. H. Gurney erhielt Polioaetus ichthyaetus fHorsf.) von den Philippinen; Ibis (5) 6. p. 145. S. ferner: Everett und S teere unter Sunda-Inseln. Neu Guinea, Molucken: J. Cabanis beschreibt Pamdisea guilieJmi n. sp. u. P. augustae-victoriae n. sp. von Kaiser Wilhelms- land (Neu Guinea); Journ. Ornith. 36. p. 119. J. Lister schildert die Christmas-Insel im Indischen Ocean und deren Vogelleben. 7 Landvogelarten bewohnen die Insel, alle sind derselben eigenthümlich : Merula erythropleura Sharpe, Zosterops natalis n. sp., Collocalia natalis n. sp., Carpophaga ivhartoni Sharpe, Chalcophaps natalis n. sp. , ürospizias natalis n. sp. , Ninox ?iatalis n. sp., der Character der Vogelfauna ist austro-malayisch ; Proc. Z. S. London p. 512 -531. W. R. Ogilvie-Grant bespricht eine zweite von C. M. Woodford auf den Salomons- Inseln zusammengebrachte Sammlung, GQ Arten, darunter 11 neue: Nasiterna aolae, Myzomela sharpei, Phlogoenas solomonensis, Ärdeiralla looodfordi, Nycticorax mandibularis, die übrigen von R. B. Sharpe (s. d.) beschrieben; Proc. Z. S. London p. 185-204. R. B. Sharpe beschreibt Astur holomelas, shebae u. ivood/o?'di, Ninox granti, Grauealus holopolius, Edoliisoma erythropygium, Pomarea erythrosticta von Guadalcanar (Salomon-Inseln) ; Proc. Z. S. London p. 182-185. C. M. Woodford, s. Ogilvie-Grant und Sharpe. Australien: K. Broadbent, Birds of the Central Part of Queensland; Proc. Soc. Queensl. 5. p. 14 — 31. A. J. C hampbell berichtet über eine Expedition nach King Island; Vict. Natur. 5 p. 129—164. Derselbe giebt Bemerkungen zu E. P. Ramsay's Liste austra- lischer Vögel; ebenda p. 78 — 85. — s. auch unter „Nisten u. Eier". 128 An t. Reich enow: Bericht über die Leistungen Th. Carter giebt einige Notizen über das Vogelleben in West- Australien; Zoologist (3.) 12. p. 28—30, 191—194. C. Frensh, Notes on the Zoology of Lake Albacutya District; Victor. Nat. 5. p. 35-42. J. Gould, Birds of New Guinea. London. — Th. 24 u. 25 erschienen. Enthaltend: Lophorina minor, Podargus ocellatus, Tany- siptera microrhyncka, Charmosyna stellae, Lorius flavo-palliatus, Microdyyiamis -parva, Lycocorax obiensis, Ephthianura crocea, Dona- cicola hvnsteini, Melidectes emilii, Geocichla schistacea, Gymnocrex plumheiventris, Aeluroedus mela?iocephalus ; Harpyopsis novae guineae, Baza gurneyi, Lorius tibialis, Nesocentor müo, Rectes aruensis, Janthoenas alhigularis, Carpophaga subßavescens u. va?i-wyckn, Piezo- rhynchus axillaris u. medius. A. J. North führt die bei Cumberland, N. S. -Wales, vorkom- menden Vogelarten auf; Proc. L. S. NS. Wales (2.) 3. p. 1773-1780. E. P. Ramsay, Tabular List of all the AustraHan Birds at present known to the author, showing the distribution of the species over the continent of Australia and adjacent islands. Sydney 1888. — Zählt 761 Arten auf. Neu beschrieben: Philenion occidentalis, Pachycephala occidentalis, Platycercus pennanti var. nigrescens, Ninox alharia, Oedicnemus longipes. Am Schlüsse eine Liste der Vögel von Lord Howe und Norfolk. Derselbe beschreibt Philemon occidentalis von Nordwest- Australien; Proc. Lin. Soc. N. S. Wales (2.) 2. p. 676. Polynesien: E. L. Layard liefert einige Notizen von Neu- Caledonien; Ibis (5) 6. p. 491-492. E. P. Ramsay beschreibt Piezorhytichus sericeus n. sp. von den Neu-Hebriden; Proc. L. S. N. S. Wales (2.) 3. p. 1293-1294. L. Stejneger liefert einen ferneren Beitrag zur Vogelfauna von Hawai [vergl. Ber. 1887 S. 115J. Neu: Puffinus kmidseni; Proc. U. St. N. M. 11. p. 93—103. S. B. Wilson beschreibt Chloridops kona n. sp. von Hawai; Proc. Z. S. London p. 218. Keuseeländische Begion. W. L. Bull er, A History of the Birds of New Zealand. Second Edition. London 1888. 2 Teile mit zahlreichen Tafeln. [Das fertige Werk trägt auf dem Titel die Jahreszahl l888. Die Angabe im Bericht 1887 S. 115 ist dementsprechend zu berichtigen. Ref.]. Derselbe, A Classified List of Mr. S. W. Silver's Collection of New Zealand Birds, with short descriptive Notes. London 1888. 80 96 p. 0. Ein seh berichtet über einige Arten von den Snares-Inseln bei Neu-Seeland; Ibis (5) 6. 307—309. T. W. Kirk giebt Notizen über einige Arten Neu - Seelands, Eingeborennamen, Neigung zur Abänderung, Vorkommen australischer in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 129 Arten {Lohivanellus personatus L. lohatus nach Buller, Ibis (5) 6. p. 283, Hirimdo nigricans, Platalea regia, Eurystomiis pacificus, Charadrius rußcapiUus) auf Neuseeland; Ibis (5) 6, p. 42 — 46. — S. auch Trans. N. Zeal. Hist. 20, p. 29—31. E. P. Ramsay, beschreibt Gerygone thorpei von Lord Howe's Insel; Proc. Lin. Soc. N. S. Wales (2.) 2 p. 677. Westliche geinässigte Region. A List of birds taken by steamer Albatross ou the Bahama Islands during March and April 1886; Un. St. Comm. of Fish and Fisheries Pt. 14, p. 673—677. J. A. Allen beschreibt Ammodramus maritimus peninsulae n. subsp. von Südwest-Florida u. A. m. sennetti n. subsp. von der Golf- küste von Texas; Auk 5. p. 284—287. Derselbe referirt über kleinere ornithologische Arbeiten, die nordamerikanische Ornis betreffend; ebenda p. 312 — 317. — S. auch W. E. D. Scott. W. Brewster beschreibt Ardea virescens frazari n. subsp. von Unter-Californien, Ardea halmmensis n. sp. von den Bahamas, Haema- topns frazari n. sp. u. Columha fasciata vioscae n. subsp. von Unter- Californien, Megascops aspersus n. sp., M. vinaceus n. sp., Otophanes mdeodii n. g. et sp., Icterus wagleri castaneopectus n. subsp., Aimophila mcleodii n. sp., Aimophila cahooni n. sp. und Troglodytes cahoo7ii n. sp. von Mexico, Empidonax cineritius n. sp. von Unter- Californien; Auk 5. p. 82 — 85. Derselbe zählt die Brutvögel von Winchendon, Worcester County, Massachusetts, auf; ebenda p. 386 — 393. S. auch J. C. Merrill, femer W. Brewster unter Mittel -Amerika. M. Chamberlain, A Systematic Table of Canadian Birds. St. John, N. B. 1888. Fol. 14 p. F. M. Chapman giebt eine Liste derjenigen Arten, welche zur nordamerikanischen Fauna hinzugekommen oder deren Namen seit Erscheinen der „Check-List" verändert worden sind; Auk 5. p. 393 bis 402. Derselbe liefert eine Liste der Vögel von Gainesville, Florida; ebenda p. 267 — 277. W. Cooke, Report on Bird Migration in the Mississippi Valley in the years 1884 and 1885. Edited and revised by C. H. Merriam; U. S. Dep. Agricult. Div. Econ. Ornith. Bulletin 2 Washington 1888. Ch. B. Cory berichtet über Vorkommen von Falco tinnunculvs in Massachusetts; Auk 5. p. HO. E. Coues beschreibt Chordües chapmani Senn. n. sp. von Florida; ebenda p. 37. A. Downs, Birds of Nova Scotia; Proc. N. Scot. Inst, 7. p. 142—178. Arch, f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd. U. H. 1. 9 130 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen W. Dutcher bespricht die Vögel von Long Island, N. Y.; Auk 5. p. 169-183. B. W. Evermann bespricht die Vögel von CarroU County, Indiana; ebenda p. 344 — 351. W. Faxon und J. A. Allen zählen die bei Holderness, Bethlehem, und Franeonia, N. H., vorkommenden Sommervögel auf; ebenda p. 149-155. N. S. Goss beschreibt Sula gossi Ridgw. Ms. n. sp. und Sula hrewsteri n. sp. von der Insel San Pedro Martir im Golf von Californien; ebenda p. 240—244, Derselbe, Additions to the Catalogue of Kansas Birds; Trans. Kansas Acad. 10. p. 28—31, 77—80. J. A. Jeffries beschreibt Trochäus violajugulum n. sp. von Californien; Auk 5. p. 168—169. A. H. Jennings, List of Birds observed at New Providence, Bahama Island, March-June 1887, Johns Hopkins Univ. Circulars, Baltimore 17. p. 39. D. S. Jordan, A Manual of the Vertebrate Animals of the Northern United States. Fifth Edition. Chicago 1888. — S. 212—313. Vögel. A. Koch schildert einen Jagdausflug nach Minesota; Mitth.Orn. Ver. Wien 12.. p. 93-96. Derselbe schildert einen mehrmonatlichen Aufenthalt in West- Florida; ebenda p. 1 — 4, 25 — 26. F. A. Lucas schildert die Vogelklippen am Golf von St. Law- rence; Auk 5. p. 129 — 135. J. C. Merrill bespricht die Vögel von Fort Klamath, Oregon. Mit Bemerkungen von W. Brewster; ebenda p. 139—146, 251 - 262, 357—366. G. S. Miller jr. beschreibt Poocaetes gramineus affinis n. subsp. von Oregon; ebenda p. 404- 405. H. Nehrling, Nordamerikas gefiederte Gartenbewohner; Mnt- schr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 159 166, 183-190. H. R. Rabbets berichtet, dass in der Biscaya-Bay 47 '^ 22' N. L., 18" 50' W., ein Siurus novehoraceiisis an Bord seines Schiffes flog; Ibis (5) 6. p. 494—495. Ch. W. Richmond giebt eine Liste der Brutvögel vom Columbia; Auk 5. p. 18—25. R. Ridgway beschreibt Accipiter velox rußlatiis n. subsp. vom westhchen Nordamerika; Proc. U. St. N. M. 11. p. 92. W. E. D. Scott setzt seine Bemerkungen über die Vogelfauna von Pinal County, nebst Notizen über einige Vögel von Pima und Gila Counties (Arizona) fort. Mit Noten von J. A. Allen; Auk 5. p. 29—36, 159—168, [vergl. Ber. 1887 S. 120]. in der Naturgeschichte der Yögel während des Jahres 1888. 131 Derselbe liefert Ergänzungen zur Vogelfauua der Golfküste von Florida und beschreibt Cistothonts marianae n. sp. ; ebenda p. 183—188. Derselbe theilt Beobachtungen von der Golfküste Floridas mit; ebenda p. 373—379. G. B. Sennett beschreibt Peucaea ruficeps scottii n. subsp., Psaltriparvs lloydi n. sp., Nyctidromus alhicdlis merrilli n. subsp. u. Favus carolinensis agilis n. subsp. vom westlichen Nord-Amerika ; Auk 5. p. 40—46. Derselbe beschreibt Rallus longirostris scottii n. subsp. von der Westküste Floridas; ebenda p. 305 — 306. H, M. Smith und W. Palm er geben einige Notizen zur Avi- fauna von Washington und Umgegend; ebenda p. 147 — 148. R. S. Williams schildert das Vogelleben am oberen Missuri; ebenda p. 14—18. Notizen über Verbreitung verschiedener Arten in den Ver- einigten Staaten; Auk 5. p. 107—119, 201—212, 318—328, 424-432. Südamerikanische Region. H. V. Berlepsch beschreibt neue Arten und Unterarten der Südamerikanischen Region; Auk 5. p. 449 — 460. Derselbe bespricht einige südamerikanische Arten des United States National-Museums ; Proe. U St. Nat. Mus. 11. p. 559—566. Mittel -Amerika: W. Brewster beschreibt Glaucidium gnoma hoskinsii n. subsp. von Unter-Californien , Mitrephanes phaeocercus tenuirostris n. subsp. und Dendroica aestioa sonorana n. subsp. von West-Mexico; Auk 5. p. 136-139. A. W. Butler beschreibt Ammodramus sandwichensis hnmjiescens n. subsp. von Mexico; ebenda p. 264 -266. G, F. Gaumer, s. 0. Salvin. R. Ridgway beschreibt Tityra perso7iata griseiceps n. subsp. von West-Mexico; ebenda p. 263. Derselbe bespricht einige Costa Rica- Vögel und beschreibt folgende neue Arten: Zeledonia n. g. coronata, Microcerculus orpheus, (jeothlypis caninucha icterotis, Xiphocolaptes emigrans costaricensis, Picolaptes gracilis, Sderurus canigularis, Picumnns ßavotinctus, Dendrornis pundigula , Dendrocolaptes variegatus; Proc. U. St. N. Mus. 11. p. 537—546. F. D. Godman u. 0. Salvin, Biologia Centrali-A.mericana. Erschien: Bd. 2 p. 1 — 40., T. 36. — Behandelt: Oxyrhamphidae u, Tyrannidae (Myiopagis n. gj, abgebildet: Tyrannulus semißavus, Leptotriccus superciliaris u. Elainea arenanim. A. L. Herrera, Apuntes de Ornitologia. La Migracion en el Valle de Mexico; Naturaleza (Mexico) (2.) 1. p. 165—189. 9* 132 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen 0. Salvin bespricht eine Sammlung G. F. Gaumer's von den Inseln an der Küste Yucatans und in der Bai von Honduras, darunter Plioenicothraupis insularis n. sp. ; Ibis (5) 6 p. 241- 265. J. C. Zeledon liefert ein Verzeichniss der Vögel von Costa Rica (708 Arten^ mit Aufzählung der im National-Museum von San Jose befindlichen Exemplare ; Anales del Museo Nacional Tomo I Parte II, 1887, p. 103—133. Derselbe beschreibt Aramides plumheicollis n. sp. von Costa Rica; Anales Mus. Nacion. 1888 p. 3 — 4. Columbisclies Gebiet: J. A. Allen beschreibt Tityra nigriceps n. sp. von Ecuador; Auk 5. p. 287 — 288. H. V. Berlepsch beschreibt Buarremon simplex n. sp. und Myrmeciza boucardi n. sp. von Bogota; Ibis (5) 6. p. 128 — 130 D. G. Elliot beschreibt Agyrtria allem n. sp. von BoKvien; Auk 5. p. 263—264. R. A. Philippi führt 80 Arten auf, welche von F. Philippi und K. Rahmer in der Wüste Atakama beobachtet wurden; Ornis 4. p. 155—160. R. Ridgway beschreibt Columbia guayaquilensis n. sp. von Guayaquil, Ecuador; Proc. U. St. N. M. 11. p. 112. Guiana, Nord-Brasilien: G. N. Lawrence beschreibt Troglo- dytes tobagensis n. sp. von Tobago ; Auk 5. p. 404. Süd-Hrasilien, Argentinien: H. N. Ridley, A Visit to Fernando do Noronha; Zoologist 1888, p. 41—49. R. B. Sharpe beschreibt Elainea ridleyana n. sp. von der Insel Fernando Noronha; Proc. Z. S. London p. 107. P. L. Sclater, Argentine Ornithology. A descriptive catalogue of the birds of the Argentine Republic. With notes on their habits by W. H. Hudson. London 1888. Vol. I. Der vorliegende erste Teil umfasst die Sing- und Schreivögel und behandelt 229 Arten. Mit 10 Tafeln. F. Wi thington bespricht 92 Arten von Lomas de Zamora, Buenos Aires (mit Noten von P. L. Sclater); Ibis (5) 6. p. 461 bis 473. Patagonieii; C. V. Burmeister, Relacion di un viaje ä la gobernacion del Chubut, Ayudante del Museo Nicional, Apendice. Algunas noticias sobre la Fauna de la Patagonia; Anales Mus. Nac. Buenos Ayres Entr. decimaquinta. 1888. — Zählt 190 Arten für Patagonien und die Falklands-Inseln auf. Westindien: Ch. B. Cory setzt seine Uebersicht der Vögel Westindiens, einschhesslich Bahamainseln, grosse und kleine Antillen, doch unter Ausschluss von Tobago und Trinidad, fort ; Auk 5. p. 48 bis 82, 155-159 [vergl. Ber. 1887, S. 180]. Derselbe beschreibt Margarops montanus rufus n. subsp. von Dominica und Elainea barbadensis n. sp. von Barbadoes, West-Indien ; Auk 5. p. 47. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 133 Derselbe beschreibt Mytarclius hedepschii n. sp. von St. Kitts, West-Indien; ebenda p. 266. H. W. Feil den berichtet über einen Vanellus cristatus, welcher 1886 auf Barbados (Westindien) erlegt wurde; Zoologist (3.) 12. p. 301. D. Sharp, Zoological Bibliography of the Lesser Antilles, Caribbee Islands, or Windward and Leeward Islands, West Indies (Tobago eingeschlossen); Rep. Brit. Assoc. 1888, p. 438 — 464. ThiseltonDy er, Newton, Flow er, Carruthers und Sclater, Report of the Commitee appointed for the purpose of reporting on the present state of our knowledge of the Zoology and Botany of the West India Islands and taking steps to investigate ascertained deficiencies in the Fauna and Flora; Rep. Brit. Assoc. 1888 p. 437-464. Arktische Region. H. Seebohm giebt eine Liste der von Dr. Bunge auf der LiakofF-Insel [vergl. Bericht 1887 S. 124] beobachteten Arten; Ibis (5) 6. p. 344-351. Antarktische Region. J. Cabanis beschreibt Querquedula antarctica n. sp. von Süd- Georgien; Journ. Ornith. 36. p. 118. VII. Lebensweise. Lebensweise im Allgemeinen. C. K. Averill, Biologisches über Sitta canadensis; Auk 5. p. 118. R. M. Barrington und H. A. Macpherson schildern die Lebens- weise des P^ifßmis anqlorum: Zoologist (3.) 12. p. 367 — 368 und 372—375. H. V. Basedow, Psychologische Bilder aus der Vogelwelt; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 4—5. Ch. E. Bendire beschreibt Lebenweise, Nistweise und Eier der Sphy rapicus- Arten -^ Auk 5. p. 225 — 240. Derselbe schildert die Lebensweise von Glcnicidmm fjnoma., californicum und phalaenotdes- ebenda p. 366 — 372. W. Beste teilt Beobachtungen über Vorkommen und Lebensweise einiger Arten aus der Kapkolonie mit. Ciconia alba hält sich vom November bis April daselbst auf und stellt den Wanderheuschrecken nach; Ornis 4. p. 667—670. V. Bianchi s. oben S. 118. Emin schildert die Lebensweise, Nest u. Eier von AmUi/osjnza melanotis Heugi. (mitgeteilt von G. Hartlaub); Journ. Ornith. 36. p. 1-4. 134 Aüt. Reichenow: Bericht über die Leistungen A. Göring giebt einige biologische Notizen über Harpytü destructor; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 44—46. MitHolzschn. A. Girtanner über die Lebensweise des Bartgeiers, s. oben S. 118. N. S. Goss beschreibt das Fischen der Pelikane (P. erythro- rhynchus); Auk 5. p. 25 — 27. G. Hartlaub, s. Emin. F. Holle, Das Seelenleben der Vögel. Altena 1888. L. Holtz, lieber das Steppenhuhn, Syrrhaptes imradoxus, und dessen Einwanderung in Europa. Greifswald 1888. 8" 31 p. [Auch über Lebensweise]. R. 0. Karlsberger, Eine Rauchschwalbe als Pflegemutter von jungen Hausrotschwänzchen; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 54 — 55. A. Kerner v. Marilaun, Ueber die Verbreitung von Quarz- geschiebe durch wilde Hühnervögel; Stzb. Ak. Wiss. Wien Math. Nat. Gl. 97. 1. Abth. A. König liefert zahlreiche Notizen über die Lebensweise der Vögel in Tunis, insbesondere über Phoenicopterus ; Journ. Ornith. 36. p. 121—298. T. G. Laidlaw sah einen Ckaradrius auratus sein Junges in den Zehen tragend davonfliegen; Zoologist (3.) 12. p. 301. K. Th. Liebe schildert die Lebensweise des Fluss- und Sand- regenpfeifers (Charadrins curonicus u. hiaticola) in Freiheit und Ge- fangenschaft; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 59-68 u. 91 93. Mit Tafeln. F. Lindner schildert die Lebensweise der Strandläufer (Tringa); ebenda p. 461 — 466. Mit Abbild, v. T. minuta u. temmincki. A. Ludwig, Das Birkwild etc. s. unter Jagd, Schutz etc. H. Nehrling schildert die Lebensweise von PetrocheUdon luni- frons; Zool. Gart. 29. p. 214—220. A. C. Ou dem ans, Eine Möve als Krankenwärterin; Zool. Gart. 29. p. 243—244. Schaff berichtet über einen Wasserläufer (Totanns calidris), welcher an einem Bein von einer grossen Anodonta festgehalten wird; Stzb.Ges. Nat. Fr. Berlin 1888 p. 121—122. Gr. Stamati, Ueber das Vorhandensein einer Umhüllung an den Extremitäten der Vögel; Bull. Soc. Zoll. France 13. p. 187—188. A. Walter, Das Vogelgemüth; Mntschr. Schutze Vogelw. 13. p. 142—149. Derselbe, Ueber Zerstören der Nester kleiner Vögel durch Heher und Dohlen; ebenda p. 49 — 52. A. T. Wayne beschreibt Lebensweise, Nest und Eier von Jonornis martinica; Auk 5. p. 109 — 110. in der Natuigeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 135 J. Whitehead theilt biologische Notizen über Eudynamis orientalis, Megupodius cumingi und Plotus melanogaster mit; Ibis (5) 6. p. 409—413. C. G. Young, Biologisches über Opisthocomvs cristatus; Notes Leyden Mus. 10. p. 169—173. E. Ziemer teilt seine Beobachtungen über das Meckern der Bekassine mit; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 35 — 43. Stimme: A. v. Homeyer beschreibt den Gesang von Muscicapa parva; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 48 — 50. S. auch vorher E. Ziemer. Sinne: L. Hopkins führt Beispiele für den Geruchssinn der Raubvögel an; Auk 5. p. 248 — 251. Nisten, Eier: H. E. Barnes beschreibt Nester und Eier indischer Vogelarten (Dendrochelidon coronata, Elam/s caeruleus, Spüornis melanotis u. a.); Journ. Bombay N. H. Soc. 3. p. 43 — 48, 205—224. Ch. E. Bendire beschreibt Nest und Eier von Peucaea aesti- valis bachmani Aud. ; Auk 5. p. 351 — 356. Derselbe beschreibt die Eier von Gavia alba; ebenda p. 202. — S. auch oben S. 133. H. Benson fand Sitfa cae-va wie Erdschwalben am Abhang eines Sandhügels nistend; Zoologist (3.) 12. p. 309—310. H. A. Blake beschreibt die Nistweise von Phoenicopterus ruber auf den Bahamas; Ibis (5) 6. p. 150 — 152. R. Bos, Aenderungen im Nestbau der Vögel in baumlosen Gegenden; Biol. Centralbl. 8. p. 320. W. Brewster beschreibt Nest und Eier von Regulus satrapa; Auk 5. p. 337—344. W. E. Bryant, Birds and Eggs from the Farallon Islands; BuU. Cal. Ac. Sc. (2.) 1. p. 25-50. E. A. Butler fand eine Hohltaube auf 3 Eiern brütend; Zoologist (3.) 12. p. 393. A. J. Campbell, Oology of Australian Birds; Victorian Naturalist (Melbourne) 4. p. 182—188. R. CoUet beschreibt Nistweise, Nest, Eier und Dunenjunge von Larus eburneus; Ibis (5) 6. p. 440 — 443, T. 13. E. B. Coues beschreibt die Nistweise von Dendroica discolor; Auk 5. p. 405-^408. M. Christy, Birds-Nesting and Bird - Skinning: a complete description of the Nests and Eggs of Birds which breed in Britain. Second Edition. Revised and rewritten, with Direction for their Collection and Preservation ; and a Chapter on Bird - Skinning. London 1888, 8« 138 p. D. D aly berichtet über die Höhlen Nord Borneos, welche die essbaren Vogelnester (der Collocalia fuciphaga) liefern; als Bestand- theil der Nester nimmt Verf. ausschliesslich den Speichel der Vögel an; Proc. Z. S. p. 108—116. 136 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen J. L. Davison beschreibt Nistweise und Eier von Dendroica caerulea; Auk 5. p. 430 — 431. C. Dixon, s. oben S. 119. Emin, s. vorher S. 133. R. D. Fitzgerald beschreibt die Nistweise und Eier von Sphecotheres Tnaxillaris und Campephaga leucomelaena; Proc. Lin. Soc. N. S. Wales (2.) 2. p. 970—971. M. H. Gormley beschreibt Nest und Eier von Cypseloides mger; Auk 5. p. 424 — 425. N. S. Goss beschreibt Nistweise und Eier von Gymnostinops montezumae; Auk 5. p. 27 — 29. Derselbe beschreibt die Eier von Sula brewsteri und Fhaeton aethereus; ebenda p. 243 — 244. d'Hamonville beschreibt die vier im Pariser Museum befind- lichen Eier von Aka impennis. Mit Abbildung; Mem. Soc. Zool. France 1. p. 224—227, T. 5—6. H. W, Hunt, The Coloration of Birds Eggs; Victor. Natur. 4. p. 189-195. G. Hurst beschreibt ein vermutlich dem Cacomantis insperatus gehöriges Ei, welches in einem Neste von Mahirus cyaneus gefunden wurde; Proc. L. S. N. S.Wales (2.) 3. 421—422. F. Kutter, Ueber die wissenchafthche Bedeutung der Oologie; Bericht naturw. Ver. Cassel 1886 -88 p. 67—85. A. Müller will Selbstbrüten des Kukuks beobachtet haben; Zool. Gart 29. p. 193—201. Mützel sah aus weissem Kreideschlamm gefertigte Schwalben- nester auf Rügen; Journ. Ornith. 36. p. 100. A. J. North beschreibt Nester und Eier von Eopsaltria captto, Sticfoptera annvlosa, Aeluroedus macidosus, Phaps Idstrionica und Alcyone ptdchra, Rhipidura preissi, Malurus pulclierriTnus; Proc. L. S. N. S. Wales (2.) 3. p. 146-149 und 269—270, 414—415. Derselbe beschreibt Nistweise und Eier von Platycercus harnardi, Fsephotus haemafogaste/% TrichogJossvs chlorolejndotus, Xenorhynchus australis; ebenda (2.) 2. 986—988. E. C. Phillips schildert einen Besuch des Vogelberges (Kormoran -Kolonie) bei Towyn, North Wales (England); Zoologist (3.) 12. p. 380—382. W. W. Price beschreibt Nistweise und Eier von Cardellina ruhrifrons; Auk 5. p. 385- 386. H. Pryer findet seine frühere Angabe bestätigt, dass die ess- baren Schwalbennester vorzugsweise aus dem Stoö" einer Alge, ver- mischt mit dem Speichel der Vögel, bestehen; Auk 5. p. 335. E. P. Ramsay beschreibt die Eier von Onychoprion fuliginosa, Anous cinereiis und Sula cyanops; Proc. Lin. Soc. N. S. Wales (2.) 2. p. 678—679. X. Raspail beschreibt ein rothbraun und schwärzlich geflecktes Ei von Upupa epops; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 81 — 82. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 137 Derselbe, sur le nid de la pie et la destruction des ses oeufs par la Corneille; ebenda p. 126 — 129. G. Rooper fand ein Nest von Cindiis aquaticus in einem Baume; Zoologist (3.) 12. p. 309—310, s. auch H. A. Macplierson, ebenda p. 351 — 352 u. J. Whitaker ebenda p. 392. H. Schal ow referirt über die Nistweise von Phoenicopterus ruher nach H. A. Blake; Journ. Ornith. 36. p. 302. G. Sun dm an, Finnische Vogeleier, s. oben S. 118. L. Taczanowski beschreibt Nest und Eier von Halci/on pileatus; Proc. Z. S. London 1888 p. 462—463. A. Walter fand ein Nest von Certhia familiär is in einem Wachhoiderstrauch und theilt andere biologische Beobachtungen über Zaunkönig u. Kukuk mit; Journ. Ornith. 36, p. 100—101 u. Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 29. Derselbe, Sonderbare Nistplätze und Nistweisen; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 194—214. A. T. Wayne, s. vorher S. 134. R. S. Williams beschreibt Eier von Parus gambeli; Auk 5. p. 118. C. M. Woodford berichtet über die Art, wie Megapodius hrencliUyi seine Eier behufs deren Entwicklung verscharrt; Proc. Z. S. London p. 249—250, — s. auch Whitehead vorher S. 135. Notiz über Brüten des Eiidyptes chrysocome auf den Falklands- inseln; Zool. Gart. 29, p. 223-224. Lieber ein in London verkauftes Ei von Alca impennis vergl. oben S. 104. Nahrung: K. W. v. Dalla-Torre, L^ntersuchungen über den Mageninhalt verschiedener Vögel; Biol. Centralbl 8. p. 473 — 480. Derselbe, Weitere Untersuchungen über die Nahrung des Tannnenhehers ; ebenda 7. p. 695 — 699. A. K. Fish er berichtet auf Grund zahlreicher Untersuchungen über die Nahrung der Tagraubvögel und Eulen; Ann. Rep. of the Depart. of Agricult. 1887 Washington. Report of the Ornithologist p. 402—422. F. Lataste theilt Untersuchungen über Eulengewölle mit; Compt. Rend. Ass. Fr. 1888 p. 194; Ann. Mus. Genov. 26. p. 471—518. VIII. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel. Vogelschutz, Jagd, Fang: B. Altum, Ueber den wirthschaft- lichen Werth der Krähen und Bussarde; Zeitschr. Forst- und Jagd- wesen 5. Heft Mai 1888. Beyer, Einbürgerung von Nachtigallen bei Greiz; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 159. B. Borggreve, Die Vogelschutzfrage. Leipzig 1888 (Voigt). 138 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Derselbe, üeber die Entstellung, die Bedeutung und den vor- läufigen reichsgesetzlichen Abschluss der sogen. Vogelschutzfrage; Humboldt 7. p. 237—243. R. Dann in, Ueber Züchtung von Rephühnern zum Zwecke der Wiederbevölkerung der Jagdreviere mit denselben; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 165—173. G. Duclos, Ueber Züchtung von Rephühnern zum Zwecke der Bevölkerung der Jagdreviere; ebenda p. 343 — 346. H.Gadeau de Kerville, Faut-il detruire nosRapaces Nocturnes?; Bull. Soc. Ronen 1888 p. 247—260. F. Grässner, Der Spatz ein Bienenfeind; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 289—290 u. 454. Derselbe, Die Böhämmerjagd [FringiUa montifringüla] in Bergzabern; ebenda p. 330 — 333. A. V. Krüdener, Zur Naturgeschichte des BirkwiJdes. Ein Beitrag zur Jagdzoologie; Jagd-Zeitung No. 17 u. 18 Wien 1888 u. sep. Wien, WaUishausser. 8^. 16 p. K. Th. Liebe, Zum Vogelschutz; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 6—8. A. Ludwig, Das Birkwild, dessen Naturgeschichte, Jagd und Hege. Wien, Gerold 1889. — Behandelt die Eigenschaften, Hege und Jagd des Birkwildes sowie Pflege in Gefangenschaft. T. J. Mann, Modern Falconry; Essex Naturalist 1888 p. 209 bis 217. L. Magaud d'Aubusson über den Nutzen der Stare; Bull, Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 1146—1152. A. Le Messurier, Game, Shore and Water Birds of India. Calcutta u. London 1888. 8». 153 p.. 121 Illustr. H. Neweklowski, Zum Schutze der Lachmöwe: Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 172—173. J. Rangei berichtet über den Stand der Fasanenjagden in ItaHen; BuU. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 930—933. F. Rudow, Ueber Schädlichkeit der Dohlen; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 126—127. H. Simroth, Ueber die Behandlung der Vögel bei den Portu- giesen; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 236 — 242. C. H. Thompson, Indian Hawks and Hawking; Essex Natural. 1888 p. 217—221. A.Walter, Wenig beachtete Vogelfeinde ; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 106—112. Ueber das Fangen von Raubvögeln; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 12—14. Deutsches Reichsgesetz betreffend den Schutz von Vögeln, vom 22. März 1888; Zool. Gart. 29. p. 182—184, Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 54-55, 69—70, Mntschr. Schutze Vogelw. 13. p. 137—140. Vogelschutzgesetz für Niederösterreich; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 37—38. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 139 Einbürgerung, Pflege, Zuclit: H. D. Astley schildert die Lebensweise von Turdus ci/aneus und Betragen in Gefangenschaft; Zoologist (3.) 12. p. 353—355. Derselbe, über Regenpfeifer in Gefangenschaft; ebenda p. 145 bis 146. H. V. Basedow berichtet über Züchtung von Sitta caesia in Gefangenschaft; Zool. Gart. 29. p. 119—122. Beyer, s. vorher S. 137. G. v. Bikkessy, Der Grünling in Gefangenschaft; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 16—17. F. E. Blaauw theilt Beobachtungen und Resultate aus der Tierpflege mit und zwar über Rlcea americana, Rhea darwiiii, Bernida magellanica und ntbidiceps] Zool. Gart. 29. p. 68 — 71, 130—132. H. Bolau beschreibt das neue Vogelhaus im zoologischen Garten zu Hamburg; Zool. Gart. 29. p. 161—168. Derselbe berichtet über Erwerbungen und Züchtungen des zoologischen Gartens in Hamburg; ebenda p. 316 — 317. M. Brcäss berichtet über die Vogelwelt des zoologischen Gartens in Dresden; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 437—453. Mq. de Brisay, Aviculture. Colombes exotiques: description, entretien, elevage. Vichy, Wallon 1888. 16''. 355 p. Cornil u. Toupet beschreiben eine neue Krankheit der Haus- enten (Enten-Cholera); Bull. Soc Acclim. France (4.) 5. p. 625 — 640. R. D annin, s. vorher S. 138. A. Delaurier berichtet über Zucht von Ortalida aracuan u. a. ; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 1137 — 1145. Destree, Sur la maladie du perroquet gris; Bull. Soc. Belg. Microsc. Bruxelles 14. p. 159—162. G. Duclos, s. vorher S. 138. A. Frenz el, (royiiaphea nigra, Bolhorhynchus lineolatus Psitta- cula pullaria und Gomaphea cyanm in Gefangenschaft; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 220—222, 359-367. E. Godry berichtet über Züchtung von Tragopan- Fasanen u. a. ; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 49—57. Derselbe berichtet über Zucht von Polyplectron- Fasanen; ebenda p. 983—989. C. Greve berichtet über den Vogelbestand des Zoologischen Gartens in Moskau; Zool. Gart. 29. p. 292—300. Derselbe, Der Vogelmarkt in Moskau; ebenda p. 151 — 155. R. Hubbard, Ornamental Waterfowl: a practical Manual on the acclimatization of the Swimming Birds, with description of a hundred and thirty species. London u. Walsall. 1888. 16° 209 p. Hu et berichtet über Erwerbungen und Züchtungen der Menagerie des Museum d'histoire naturelle in Paris; Bull, Soc. Acclim. Farnce (4.J 5. p. 97—100, 866—868. 140 Atit. Reichenow: Bericht über die Leistiingeii C. Ilse, Züchtung von Dompfaffen in Gefangenschaft; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 277—279. K. Knauer, Das Kaspische Königshuhn ( Megaloperdix caspia) in Gefangenschaft; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 15—16. E. Leroy beschreibt ein für die Pflege und Zucht der ver- schiedensten Vogelarten dienendes Vogelhaus; Bull. Soc. Acclira. France (4.) 5. p. 1089-1093. P. Leverkühn, Sections- und Krankheitsberichte; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 432—437. Liebe, über Einbürgerung von Cardinalis virginianus in der Freiheit in Ostthüringen; Zool. Gart. 29. p. 318. A. de Montlezun setzt seine Uebersicht der Enten vögel fort [vergl. Bericht 1887 s. 132] und behandelt Cereopsü, Plectropterus, ßarcidiomis, Uunalopex^ Anseranas; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 830-844, 1014—1027. F. Nagel, Chloehia mirabilis in Gefangenschaft; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 98—100. A. Newton berichtet über eine Brut zahmer Höckerschwäne, in welcher drei Junge die gewöhnliche Farbe hatten, vier dagegen weiss waren; Zoologist (3.) 12. p. 470. A. u. G. Ortleb, Der Vogelfreund und Geflügelzüchter. An- leitung zur Pflege und Züchtung der beliebtesten und bekanntesten Stuben- und Hausvögel nebst Angabe der einfachsten Fangmethoden. Mit 52 Orig. Abbild. F. Bartholomäus, Erfurt. J. V. Pleyel, Die Eingewöhnung und Pflege unserer einhei- mischen Sing- und Stubenvögel. 8 " Wien, Pest, Leipzig (A. Hartleben). A. Porte berichtet über Erwerbungen und Züchtungen des Jardin d'Acchmatation in Paris; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 24 28, 78—81, 133-137, 191—195, 242 247, 305—308, 360-364, 406 409, 482—488, 595-599, 703—708, 805—809, 894—897, 999—1000, 1081, 1128, 1162—1163. W. H. St. Quintin schildert das Betragen gefangener Eider- enten und deren Mauser; Zoologist (3.) 12. p. 26 — 27. H. J. Roddy berichtet über einige Raubvogelarten in Ge- fangenschaft; Auk 5. p. 244— 248. G. Rogeron berichtet über Pflege von Magellangänsen in Gefangenschaft; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 12 — 21, 101 — 111. Derselbe, Ueber Enten-Züchtungen; ebenda p. 918 — 923. Roth, Ueber Erkrankung von Schwimmvögeln in Gefangenschaft an Dünndarmentzündung, verursacht durch Hakenwürmer (Echino- rhy^iclws poli/morphvs); Zool. Gart. 29. p. 222. E. Rüdiger berichtet über Betragen des Paradiessittichs (Euphema puleherrimaj in Gefangenschaft; Zool. Gart. 29. p. 57 — 59. Derselbe, Ueber Coceothraustes vulgaris in Gefangenschaft; ebenda p. 87—89. in der J^aturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 141 Derselbe, Der Grünling als Käfigbild; ebenda p. 155 — 156. Derselbe, Nützlichkeit überzähliger Wellensittichmännchen bei der Zucht; ebenda p. 208—210. Derselbe, Ungewöhnliche Ueberwinterung verschiedener Sittich- arten und anderer Exoten; ebenda p. 341 — 342. E. Schaff, Was haben wir von der Einbürgerung der Steppen- hühner zu erwarten?; ebenda p. 353 — 359. F. Schlag, Der Dompfaff. 2. verb. Auflage. Creutz, Magdeburg. 1888. F. Schmidt, Ueber Brüten von Stria; scops in Gefangenschaft; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 117. G. Scheidemantel, Mästung der Drosseln bei den alten Römern; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 419—423. 0. Schneider berichtet über den Tierbestand des zoologischen Gartens in Strassburg; Zool. Gart. 29. p. 280 — 281. P. L. Sclater berichtet über Zuwachs der Menagerie der Zoolog. Ges. in London: Eudyptes chrysocome u. Sjnzaetus nipalensis; Proc. Z. S. London p. 265. Derselbe liefert ein Verzeichniss des Zuwachses der Menagerie der Zoolog. Gesellsch. in London während 1888; ebenda p. 668 — 686. K. N. Swierstra, Systemat. naamlijst van gewervelde Dieren; voor de Diergaarde levend ingekomen van 1 Mei 1838 tot 30 April 1888; Bijdr. Dierk. (Amsterdam) 1888 No. 3. Wurm berichtet über die Wiederbesiedelung Schottlands mit Auerwild; Zool. Gart. 29 p. 33—42. Ueber eine Anzahl von Vögel, welche seit 25 Jahren im zoologischen Garten in Hamburg leben, wird berichtet: ebenda p. 254. Straussenzucht in Californien. Mit Holzschnitt; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 994—998. Den Zwecken der Vogelpflege, Vogel- und Geflügelzucht dienen noch u. a. folgende Blätter: Geflügelbörse. Wochenblatt für Geflügel-, Singvögel- und Kaninchenzucht, Brieftauben-, Hunde und Jagdsport. Red. R. Freese. Leipzig. Geflügelmarkt. Organ für zool. Gärten, Thierhändler, Thier- schausteller, Geflügel- und Vogelzüchter. Red. A. Richter. Leipzig. Die Gefiederte Welt. Zeitschrift für Vogelliebhaber, Züchter und Händler. Herausg. R. Russ. Berlin. Thierbörse, Centralblatt f. Vermittelung des Kaufs-, Verkaufs- und Tauschgeschäfts unter Thierhändlern etc. Red. Dr. Langmann. Berlin. Hausgeflügel, Brieftauben: H. Brezol, Rationelle Ernährung der Haushühner; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 942 — 943. J. Bungartz, Kalender für Hunde-, Kaninchen-, Geflügel- und Singvögel-Liebhaber und Züchter. Augsburg, Reichel 1888. 142 Aüt. Reich enow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Modell-Brieftauben- Album. Mit einem Vorwort von J. C. Hösch. M. lOTaf. Leipzig, Twietmeyer 1888. Fol. C. Cornevin, Essai sur les moyens de connaitre Tage des Oiseaux de basse-cour; Journ. Anat. Phys. 24. p. 400 — 412. R. Eder berichtet über Brieftaubenabrichtung zum Hin- und Rückflug; Mitth. Om. Ver. Wien 12. p. 17. M. Fries, Die Geflügelzucht. Stuttgart 1888. M. 20 Tafeln. G. de Guerard, Eine militärische Brieftaubenstation auf dem Meere; Bull. Soc. Acclim. FrancQ (4.) 5. p. 309-310. J. A. Karting berichtet über Taubendressur in Persien und Indien; Zoologist (3.) 12. p. 167—174, 209—219, 252—258. F. Knauer, Die wichtigsten Racen des Haushuhnes in flüchtiger Rundschau; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 38—39. Fr. Maar, Illustrirtes Muster -Enten -Buch. Enthaltend das gesammte der Zucht und Pflege der domestizirten und der zur Domesti- cation geeigneten wilden Entenarten. Mit c. 40 Taf. Hamburg, Richter 1888. 4«. Lief. 11—13. B. A. Mumb, Ueber Orientirungssinn der Brieftauben und einige Einrichtungen der Station in Tönnring; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 72. E. Noll, Der zweifarbige Speckkäfer, Dermesfes hicolor, als Feind der jungen Haustauben; Zool. Gart. 29. p. 307 — 309. A. u. G. Ortleb, s. vorher S. 140. L. Pribyl, Bemerkungen über einige Hühnerrassen; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 70—71. E. Rey, Ueber den Luftröhrenwurm des Haus-Geflügels; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 166. F. Routilliet, Anleitung zur rationellen und gewinnbringenden Hühnerzucht. Praktische Rathschläge für die Anzucht, Aufzucht und Mästung etc. 2. Auflage. Leipzig, Voigt 1888. 8^. 44 p. H. H. Scott, Bird Pests of the Farm; Zoologist (3.) 12. p. 375—379. W. K. Sibley, Tuberculosis in Fowls; Trans. Pathol. Soc. London 1888. Fr. V. Ulm-Erbach beschreibt einige Hühnerrassen; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 89-90. Dieselbe, Zur Verbesserung der Hühnerzucht auf dem Lande; ebenda p. 162—164. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 143 IX. Systematik. Vergl. M. Fürhringer oben S. 103 u. F. Kutter S. 136. H. Seebohm bildet auf Grund osteologischer Merkmale eine Ordnung, welche die folgenden Gruppen als Unterordnungen umfasst: Crypturi, GalUnae, Pterocletes, Columhae, Hemipoclii, Grallae, Tubinares, Gavio-Limicolae, Colymbo- Podicipes, Impennes; Ibis (5) 6. p. 415—435, Familie Sylviidae. Vergl. F. A. Lucas oben S. 106. Acanthornis, Äcanthüa und Sericornis, Unterschiede der drei Gattungen; W. V. Legge, Ibis (5) 6. p. 93-94. Cettia oreophüa n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, nahe C. fortipes; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 388. Cinelus schulzi abgebildet; P. L. Sclater. Argent. Orn. 1. T. 2. Ephthianura crocea abgebildet; Gould., New Guinea 24. Geocichla aurata n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich G. eitrina; R. B. Shaipe, Ibis (5) 6. p. 478. — G. schistacea abgeb. Gould, New Guinea 24. Hypolais icterina mollessoni n. subsp. von Orenbarg; N. Zarudnoi, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1888 p. 675—676. Icoturus, s. unter Timeliidae. Merula seebohmi n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, sehr ähnlich M. java- nica; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 386. — M. torquata orientalis n. subsp. vom Kaukasus und Persien, Charaktere von M. torquata imd M. torquata alpestris; H. Seebohm, Ibis (5) 6. p. 309-312. Monticola angolensis n. sp. von Angola; J. A. de Sousa, Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. 48, 1888 p. 233-235. Phyllopneuste honellii vnarde von C. v. Baldenstein unter dem Namen Sylvia albicans in „Neu-Alpina" 2. Bd. p. 87 1827 kenntlich beschrieben und für die Schweiz nachgewiesen; V. v. T^chusi, Mutschr. Ver. Schutze Vogelw. 13 p. 306. Tiirdus comorensis abgebildet; Nouv. Arch. Mus. (2.) 10. T. 6. Zeledonia n. g.: Somewhat like Catharus , but wiug still more rounded (primaries very little louger than secondaries), first quill about four-fifths as long as second, tail very shoi t (much shorter than tarsus and middle toe together), rictal bristles very weak, and loral feathers well developed and closely appressed. Coloration (of type): Dark olive-green above, deep slate-gray beneatb, the crown brownish orange, with a black stripe along each side. Typus: Z. coronata n. sp. von Costa Rica; R. Ridgway, Proc. U. St. Nat. Mus. 11. p. 537-538. Familie Timeliidae. Allocotops n. g. Timeliidarum. Simile generi Melanocichla dicto, sed pileo et genis nudis facile distingueudum. Typus: A. calmis n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 389. Androp/nlus n. g. Timeliidarum. Simile generi Elaphrornis dicto, sed plumulis nuchalibus absentibus distingueudum. Typus: A. accentor n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p 390. 144 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Brachypteryx eri/throgyna n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich B. cruralis; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 389 T. 10. CampylorJiynchus curvirostris n. sp. von Neu-Granada; R. Ridgway, Proc. Bost. Soc. 23. p. 385. — C. zonatus costaricensis n. subsp.; H. v. Berlepsch, Auk 5. p. 449. Chlorocharis n. g. Timeliidarum. Simile generi Cyanoderma dicto, sed cauda magis quadrata nee rotundata. Typus : Ch. emiliae n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 392 T. 11. Cisticola cinereola n. sp. von Schoa; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Grenova (2) 6. p. 254. Cistothorus marianae n. sp. von HiUsboro County, Florida, ähnlich C. pa- lustris; W. E. D. Scott, Auk 5. p. 188. Corythocichla crassa n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich C. epi- lepidota; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6 p, 391. Cutia cervinicrissa n. sp. von Perak, Malacca, nahe C. nipalensis; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London p 276. Ephthianura crocea s. unter Sylviidae. Gampsorhynchus saturatior n. sp. von Perak, Malacca, nahe G. twquatus Hume; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London p. 273. Garrulax schistochlamys n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich G. palUatus; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. Icoturus Stejn. nicht zu den Timeliidae zu rechnen, sondern zu den Turdidae; nach H. Seebohm, Ibis 6. p. 233. Margarops montanus rufus n. subsp. von Dominica, West-Indien ; Ch. B. Cory, Auk 5. p. 47. Melanocichla peninsularis n. sp. von Perak, Malacca, nahe M. luguh-is; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London p. 274. Microcerculus wpheus n. sp. von Costa Rica, ähnlich M. philomela (Salv.); R. Ridgway, Proc. U. St. N. Mus. 11. p. 539. Miminae, s. F. A. Lucas, oben S. 106. Mimus triurus abgebildet; P. L Sclater, Argent. Orn. 1. T. 1. Neocichla kelleni n. sp. vom Umbella Fluss, Südwest-Afrika; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. 10. p. 229 T. 9 F. 1. [Ist Jugendkleid von N. gutturalis Ref.] Orthnocichla whüeheadi n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo ; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 478. Phyllergates cinereicollis n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich Ph. cucullatus; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. Siva sordidior n. sp. von Perak, Malacca, nahe S. sordida Hume ; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London p. 276. Stiphrornis alboterminata Rchw. nach Büttikofer $ von Anthreptes rec- tirostris; Notes Leyden Mus. 10 p. 212. [Referent kann dieser Ansicht nicht beipflichten.] Troglodytes cahooni n. sp. von Sonora, Mexico, nahe T. brunneicollis; W. Brewster, Auk 5. p. 94. — T. fumigatus kurüensis n. subsp. von den Kurilen; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 11 p. 548. — T. tobagensis n. sp. von Tobago, nahe T. striatulus ; G. N. Lawrence, Auk 5. p. 404. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 145 Trocßodytinae . s. F. A. Lucas oheu S. 106. — Ueber eiuige Typen der Lafresnaye collection berichtet R Ridgway, Proc. Boston See. N. H. 23. p, 383—388. Turdinulus exsul n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich T. roberti; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. Familie Paridae. Cyanistes flavipectus abgebildet: A. Menzbier, Turkestan T. 10. Panurus biarmicus, am 1. April am Zobten in Schlesien beobachtet K. Knauthe, Journ. Ornith. 36. p. 35. Parus borealis, palustris und P. colleti n. sp. von West-Norwegen beschrieben: L. Stejneger, Proc. U. St. N. M. 11. p. 71 — 76. — P. caroUnensis agüis n. subsp von Texas; G. B. Sennett, Auk 5. p. 46. — P. cypriotes abgebildet; Ibis (5) 6 T. 2, — P. mitratus Brehm 1831 von Mittel-Europa subspecifisch unterschieden von P. cristatus L. von Scandinavien ; L. Stejneger, Proc. U. St. N. M. 11, p. 113-114. Psaltriparus lloydi n. sp. von West-Texas; Gr. B. Sennett, Auk 5. p. 43. Familie Certhiidae. Certhia mexicana albescens n. subsp. von N.W.-Mexico; H. v. Berlepsch, Auk 5. p. 450. Bencl/rophila corcdlipes n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich D . /row talis; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. Familie Dacnididae. Prionochüus plateni n. sp. von Palawau, ähnlich P. xanthopygius Salvad.; W. Blasius, Braunschw. Anzeigen 1888, No. 37, 12. Febr., p. 335. — P. johannae n. sp. von Palawan; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 201 T. 4. [Identisch mit P. plateni.] Familie Nectariniidae. 'hcdcomitra scioana n. sp. von Schoa, nahe Ch. cruentata; T. Salvador! Ann. Mus. Civ. Genova (2) 6. p. 247. Cinnyris humbloti abgebildet; Nouv. Arch. Mus. (2) 10. T. 4. Eleocerthia ragazzi n. sp. von Schoa, nahe E. obscura; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2) 6. p. 247. Familie Meliphagidae. Änthornis melanura abgebildet; W. Buller, B. New. Zeal. Vol. 1. Melidectes emilii abgebildet; Gould, New Guinea 24. Myzomela sharpei n. sp. von Guadalcanar, Salomousinseln; Ogilvie-Grant, Proc. Z. S. London, p 197, T. 10. Philemon ocdd "ntalis n. sp. von N.W.- Australien, nahe P. sordidus; G. P. Ramsay, Proc. Lin. Soc. NS. Wales (2) 2. p. 676. Pogonornis cincta abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 1. Prosthemadera novae zealandiae abgebildet; ebenda. Zosterops caendescens abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 1. — Z. Clara n. sp. vom Kiua-Balu, Nord-Borneo; ähnlich Z. atrifrons; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. — Z. TdrJci u. mouroniensis abgebildet; Nouv. Arch. Mus. (2) 10. T. 5. — Z. natalis n. sp. von Christmas-Insel (Indisch. Ocean), nahe Z. my- Arch. f. Naturgesch. .lahrg. 1889. Bd. II. H. 1. 10 ]46 Aut. Reichenow: Bericht über die Leistamgeu soriensis Meyer; J. Lister, Proc. Z. S. London p. 518, T. 27. — Z. nehrkorni n. sp. von Gross-Sangir, nahe Z. chrysolaema S&\\a.ä.; W. Blasius, Braunschweig Anzeigen No. 9, 11. Jan. 1888, p. 86; abgebildet Ornis 4. T. 4. — Z. neivtoni. verschieden von horhonica; A. u. S. Newton, Ibis (5) 6. p. 475. — Z. praetermissa identisch mit Z. anjuanensis; A, u. E. Newton, Ibis (5) 6. p. 474—475. Familie Pycnonotidae. Criniger platenaen.SY). von Gross-Sangir, nahe C. aureus W&lden; "W. Blasius, Braunschweig. Anzeigen No. 9, 11. Jan. 1888, p. 86; abgebildet Ornis 4. T. 4. Ht/psipetes parvirostris abgebildet ; Nouv. Arch. Mus. (2) 10. T. 6. Bypsipetes pryeri Stejn. identisch mit Oriolus squmniceps Kittl.; nach H. Seebohm, Ibis (5) 6. p. 233. Jole striaticeps n. sp. von Palawan, ähnlich J. viridescens; R. B. Sliarpe, Ibis (5) 6. p. 200. Oreoctistes n. g. Pycnonotidarum. Simile generi Kelaartia dicto, sed rostro breviore et crassiore, cauda magis rotundata, et fasciis auricularibus absentibus distinguendum. Typus: 0. leucops n. sp. vom Kina Balu, Nord-Borneo, R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 388, T. 9. Familie Alaudidae. E. Coues begi-eift die Familie unter dem Namen Coryäomwphae als Super- familie; Auk 5. p. 207. Alaemon margaritae n. sp von Tunis, nahe Ä. duponti; A. König, Journ. Ornith. 36. p. 230—232, T. 2. Familie Mniotiltidae. Basileuterus godmani n. sp. von Veragua, nahe B. culicivwus; H. v. Berlepsch, Auk 5. p. 450. Bendroica aestiva sonorana n. subsp. von Süd Arizona, West Texas und Sonora, Mexico; W. Brewster, Auk 5. p. 137. Geothlypis caninucha icterotis n. subsp. von Costa Rica; R. Ridgway, Proc. U. St. N. Mus. 11. p. 539. Familie Tanagridae. Vergl. R. W. Shufeldt oben S. 108. Buarremon simplex n. sp. von Bogota, sehr ähnlich B. elaeoprorus; H. V. Berlepsch, Ibis (5) 6. p. 128. Eucometis cristata affinis n. subsp. von Venezuela, E. spodoeephala pallida n. subsp. von Yucatan und E. spodoceph(dlumbeicollis n. sp. von Costa Rica; J. C. Zeledon, Anales Mus. Naciou. Costa Rica 1887 p. 131 u. 2. 1888 p. 3. Gymnocrex plumbeiventris abgebildet; Gould, New Guinea 24. Nutornis mantelli abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Ocydromus greyi, fuscus, australis u. brachypterus abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Ortygometra tahuensis abgebildet ; W. Buller, B. New. Zeal. Vol. 2. Porphyrio melanonotus abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. 160 Ant. R eichen ow: Bericht über die Leistungen Porzana spilo-ptera (Burm.) identisch mit Ballus salinasi Phil.; H. Bur- meister, Ibis (5.) 6. p. 285. Ballus longirostris scottii n. subsp. von der Westküste Floridas; G. B. Senuett, Aiik 5. p. 305. — B. phüippensis abgebildet; W. Buller, B. New Zeal, Vol. 2. Familie Otididae. Vergl. C. "W. de Vis oben unter Palaeontologie S. 111. Otis dyhoicskii, Beschreibung des $; L. Taczanowski, Proc. Z. S. London p. 456. Familie Scolopacidae. Vergl. R. W. Shufeldt oben S. 107. H. Seebohm, The Geographical Distribution of the Family Charadriidae er the Plovers, Sandpipers, Snipes and their ^-llies. London, Sotheran & Co. [ohne Jahreszahl, 1888 ?J Quarto. — Behandelt in den Kapiteln 1—9 allgemeine Fragen der Klassilication, geographischen Verbreitung, Wanderung, zoologische Regionen, Subspecies etc. Die arktische Zone wird als Verbreitungscentrum der Familie angesehen. In den folgenden Kapiteln 9—30 werden die einzelneu Gattungen und Arten characterisirt nebst Angabe der Syuonymie und Verbreitung. Verf. unterscheidet: Charadriinae mit den Gattungen: Oedicnemus, Charadrius, Lohivanellus , Vanellus, Cursorius u. Olareola mit 110 Arten u. Unterarten; Totaninae mit den Gattungen: Himantopus, Haematopus, IbidorJiyncJms, Numenius, Phalaropus , Totanus, Limosa u. Ereunetes, mit 68 Arten u. Unter- arten ; Scolopacinae mit den Gattungen : Strepsüas, Tringa, Phecjornis, Bhynchaea, Scolopax, mit 57 Arten und Unterarten. Mit zahlreichen Holzschnitten und colorirten Tafeln. Gallinago pusilla abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Himantopus le-ucocephalus u. novae zealandiae abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. — H. pectoralis abgebildet; H. Seebohm, Charadi'. T. 14. Limosa novae zealandiae; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Phegornis mitchelli, cancellatus, leucopterus abgebildet; H. Seebohm. Charadr. T. 16—18. Becurvirostra novae hollandiae abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Bhynchaea semicollaris abgebildet; H. Seebohm, Charadr. T. 19. Symphemia semipalmata speculifera (Cuv.) für S. s. inornata Brewst. ; J. A. Allen, Auk 5. p. 423-424. Bostratula Vieill. 1816 älter als Bhynchaea; E. Coues, Auk 5. p. 204. Scolopax frenata chilensis noin. nov. pro. Gallinago paraguayae Vieill; kommt nur westlich der Anden vor ; H. Seebohm, Charadr. p. 496. — S. rochusseni u. saturata abgebildet; ebenda T. 20—21. Tringa ruficollis abgebildet; ebenda T. 15. Familie Charadriidae. Vergl. H. Seebohm unter Scolopacidae. Anarhynchus frontalis abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Charadrius bicinetus und obscurus abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. — Ch. rubecola, sociabilis, rufwenter, totanirostris , monachus, obscurus . tenellus abgebildet ; H. Seebohm,. Charadr. T. 1—7. :.^Curs(yrius somalensis, cinctus u. bitorquatus abgebildet; H. Seebohm, Charadr. T. 11—13. iu der Naturgescliichte der Vögel während des Jahres 1888. 161 Glareola emini u. sp. von Aequatorial- Afrika , nahe G. megapoda Gray; G. E. Shelley, Proc. Z. S. London p. 49. Haematopus frasari n. sp. von Unter Californien, nahe H. palUatus; W. Brewster, Auk 5. p. 84. Lobivanellus alhiceps u. supercüiosus abgebildet; H. Seebohm, Charadr. T. 8—9. Oedicnemus longipes vermutlich n. sp. von N.W. -Australien; E. P. Ramsay, Tab. List Austr. B. p. 35. Thinornis novae zealcmdiac abgebildet; W. Biüler, B. New Zeal. Vol. 2. Vanellus cayanus abgebildet; H. Seebohm, Charadr. T. 10. Ordnung L a m e 1 1 i r o s t r e s. Vergl. R.W. Shufeldt oben S. 107. Familie Cygnidae. Cygnus dawidi u. bewicki abgebildet; Proc. Z. S. London 1887 T. 52, Familie Anseridae. Casarca variegata abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Familie Anatidae. Vergl. C. W. de Vis unter Palaeontologie oben S. 111. Anas cJilurotis abgebildet ; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Fuligida novae zealandiae abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Hymenolaemus malacorhynchus abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Nesonetta aucklandica abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Querquedida antardica n. sp. von Süd-Georgien, selu' ähnlich. Qu. eatoni; J. Cabanis, Journ. Ornith. 36 p. 118 T. 1. Bhynchaspis variegata abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Ordnung Stegauopodes. Vergl. R.W. Shufeldt oben S. 107. Familie Phalacrocoracidae. Vergl. C. W. de Vis oben S. 111 unter Palaeontologie. Phalacivcorax varius, imperialis, punctatus und featherstoni abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Sula gossi Ridgw. Ms., n. sp. und S. brewsteri n. sp. von San Pedro Martir im Golf von Californien; N.S.Goss, Auk 5 p.241 u. 242. Familie Sternidae. Sterna frontalis u. antardica abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Familie Laridae. Larus bulleri und scopulinus abgebildet ; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. — L. eburneus, Nest, Eier und Dunenjnnge beschrieben; R. CoUett, Ibis (5) 6 p. 440-443 T. 13. Arch. f. Naturgescli. Jahrg. 1889. Bd. II. H. 1. H 162 Anton Reichenow: Bericht etc. Familie Procellariitlae. Vergl. RW. Shufeldt oben S. 107. 0. Salvin, kritische Bemerkungen über Arten der Gattungen Puffimis und Oestrelata; Ibis (5) 6 p. 351—360. Aestrelata sandioichensis ßidgw. identisch mit Ae. phaeopygia Salv. ; R. Ridgway, Proc. ü. St. Nat. Mus. 11 p. 104. Diomedea exulans abgebildet ; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Oceanodroma leucorhoa u. ynaa-odactijla n. subsp. von Guadelupe Ins., Unter- Californien; W. E. Bryant, Bull., Calif. Ac. Sc. 2 p. 450-451. Oestrelata affinis abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. — Oe. heraldica n. sp. von Chesterfield- Island (W. Pacifik), ähnlich Oe. mollis (Grould) und Qe. hypoleuca n. sp. von der Krusenstern-Insel (Nord-Pacifik) , ähnlich Oe. torquata-^ 0. Salvin, Ibis (5) 6 p. 357 u. 359. Puffmus hulleri n. sp. von Neu-Seeland ; 0. Salvin, Ibis (5) 6 p. 354 — ab- gebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. — P. cuneatus n. sp. von den Krusen- stern- Inseln, ähnlich P. creatopus; 0. Salvin, Ibis (5) 6 p. 353. — P knudseni n. sp. von Hawai (vielleicht identisch mit P. cuneatus Salv.) ; L. Stejneger, Proc. IT. St. Nat. Mus. 11 p. 93. Thyellodroma n. g. Typus: Puffimis sphenurus; L. Stejneger, ebenda p. 93 Note. Familie Alcidae. Vergl. R. W. Shufeldt oben S. 107 u. 108 und F. E. Beddard S. 104. Alca impennis, Notizen über frühere Verbreitung; F. A. Lucas, Auk 5. p. 278—283. - A. impennis. s. F. P. Hardjy, oben S. 102 u. S. 104. Familie Spheniscidae. Vergl. F. E. Beddard oben S. 104. Apitenodytes forsten, Monographie der Art, scheint nur den antarctischen Continent, Victoria -Land, zu bewohnen; P. L. Sclater, Ibis (5.) 6. p. 325 bis 334. Eudyptes antipodum und atratus abgebildet; W. Buller B. New Zeal. Vol. 2. Ordnung Brevipennes. Vergl. C. W. de Vis oben unter Palaeontologie S. 111. W. K. Parker bespricht das Vorkommen von Krallen an den Fingern der Ratitae; Ibis (5.) 6. p. 124—128. Mit Holzschnitten; vergl. auch oben S. 109. Apteryx hulleri n. sp. von Nord- Insel; R. B. Sharpe, Trans. N. Z. Instit. 21. p. 224, abgebildet; AV. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. — A. oweni abgebildet; ebenda. Binornis elephantopus, giganteus, maximus, Abbildungen von Sceletteilen; W. Buller, B. New Zealand 1. u. 2. Dromaeus patricius n. sp. foss. aus dem Posttertiär von Queensland; C. W= de Vis, Proc. L. Soc. N. S. Wales 3. p. 1290-1292 T. 36. Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des Jahres 1888. Von Dr. Oskar Boettg-er in Frankfurt am Main. Reptilia. Literatur. Die Berichte über Vertebrata im „Zool. Jahres-Be- richt für 1886 und 1887, herausgegeben von der Zooh Station in Neapel. Berhn, R. Friedländer & Sohn" 170 und 182 pag. heferten M. V. Davidoff & C. Emery ; den Bericht für F. E. Beddard's Zoolog. Record for 1887. London, 8*^: Bd. 24 des Record of Zoolog. Litera- ture (Reptilia pag. 1 — 28, Batrachia pag. 28 — 34) erstattete wie seit- her G. A. Boulenger. Letzterer gibt darin zahlreiche synomTnische Bemerkungen, die Ref. schon im vorjährigen Bericht benutzen konnte. E. L. Trouessart stellt in seiner „Analyse des Travaux relatifs aux Vertebres fossiles, publies en 1885—87. Paris 1888, 8». 126 pag." aus: Annuaire Geol. Univ. Bd. 3, 1887 die in den Jahren 1885—87 neu beschriebenen fossilen Reptilien und Batrachier zusammen. P. P. C. Hoek. Bibliographie der Fauna van Nederland. Leiden 1888, 80. 96 pag. Geschichte, Sage. T. Salvadori gibt die Publicationsdaten von Bonaparte's „Jconografia della Fauna Italiana" und eine Liste aller in den 30 Heften (1832— 41) dieses Werkes abgebildeten Arten. Der alphabetische Index für die Reptilien und Batrachier findet sich auf pag. 18—21. BoU. Mus. Zool. Anat. comp. Torino Bd. 3, No. 48. 25 pag. Mittheiluugen über die Schlange im Mythus und Kultus der Völker macht M. Winternitz. Mitth. Anthrop. Ges. Wien Bd. 18, Heft 1. — Ref. in Naturforscher 21. Jahrg. pag. 316—318. C. Greve bringt kurze Notizen über Aberglauben der Russen, welcher sich an Kröten, Frösche und Ringelnatter anknüpft. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 277, 11* 164 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen L. L. Frost tlieilt eine indianische Eidechsensage mit. Amer. NaturaUst Bd. 22 pag. 477—478. Notizen über die Bis-Cobra, die Geschichte des Namens und die Giftigkeit, die man dieser Eidechse (Eubkpharis) in Indien zu- schreibt, bringt G. A. Da Gama. Journ. Bombay Nat. Hist. Soc. Bd. 3, No. 3.^— Ref. in Nature Bd. 38 pag. 624—625. — Vergh auch unten unter Eublepharidae. Museen, lieber das neue ReptiHenhaus im Hamburger Zool. Garten berichtet E. Fried eh Seine Einrichtung wird beschrieben und die Insassen erwähnt. Von Crocodihern werden aufgezählt Crocodüvs vulcjurk^ Jucare latirostris aus Argentinien und Alligator lucius; von Eidechsen sind Varanus nü oticus, Tejus teguexin, Iguana tuherculata und Cydodus gigas, von Schildkröten Emys orhicularis, Chrysemys picta, Hydraspis wagleri, Cydanosteus Senegal ensis, Sterno- thaerus nigricans und sinuatus, Testiido graeca, radiata, tahidata und Cinixys helliana, "von Schlangen Boa constrictör, Morelia argus, Python molurus und sehae, Heterodon 7nadagascariensis , Crotalus rhomhifer, Vipera mtsicornis und ammodytes vertreten. Von Batrachiern ist bis jetzt nur Ceratophrys ornata vorhanden. Im Aquarium befanden sich ausserdem u. a. noch Megalohatrachus maximus und ein gelblich- weisser Axolotl-Blendling. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 46 — 49 und 52 — 53. — lieber denselben Gegenstand macht auch H. Bolau Mit- theilungen. Die Gesammtkosten des Gebäudes, das eingehend be- schrieben und abgebildet wird, betrugen 17 800 Mark. Sein Inhalt, der aufgezählt wird, besteht aus 105 Reptihen und 3 Batrachiern. Ebenda pag. 201—208, 3 Figg. Von Kriechthieren erwähnt E. Friedel aus dem Kölner Zool. Garten nur Alligator li/cius und Chelydra serpentina. Ebenda pag. 87. Bei einem Besuche der Museen von Brüssel, Bonn, Berlin, Leip- zig, Dresden, Prag, Wien, München, Stuttgart, Tübingen, Darmstadt, Strassburg, Paris und Boulogne hat A. Smith Woodward den Fossil- resten von Wirbelthieren seine Aufmerksamkeit gewidmet und kurz darüber referiert. Von Reptilien und Bati-achiern werden aus Brüssel erwähnt die Iguanodonten des Wealden und Psephophon/s rupelie^vsis, von Bonn Pterodactylus crassirostris Goldf., von Berlin Weissia bava- rica Branco, von Leipzig und Dresden die Sammlungen sächsischer, von Prag die böhmischer Stegocephalen und Reptilien des unteren Perm, von Wien der miocaene Psephophorus polygonits See\. und die Reptilien der Gosaukreide, von München der Camps ognatlms Wagn. und zahlreiche Pterodactylen und Lacertilier, Ichthyosauren von Banz und Lariosaurus aus der italienischen Trias, von Stuttgart die Ba- trachier und Reptilien aus dem Keuper und der Lettenkohle Wih^ttem- bergs, Belodon, der Dinosaurier Zanclodon, Aetosaurus ferratus und grosse Stegocephalen, sowie schöne Ichthyosauren aus dem Lias, von Tübingen Zanclodon und Chelythermm ohscurum v. Mey. aus der Trias, Teleosauren und Ichthyosauren, sowie Pterodactylus suevicus und Rhacheosaurus, von Darmstadt die Crocodilreste von Messel und in der Herpetologie während des Jahres 1888. 165 namentlicli ein vermuthlich zu Rhamphosuchus gehöriges Stück, von Strassburg eine schöne Ichthyoscmrvs-Ylosse. und von Paris u. a. die Reptilien und Batrachier aus dem Perm von Autun. Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 395—404. Im Jahresbericht für 1887 macht Fr. von Hauer Mittheilungen über den Zuwachs der Sammlungen des Naturhist. Hofmuseums in Wien. Danach kamen in diesem Jahre hinzu 130 Arten von Kriech- thieren in 341 Exemplaren, u. a. Zamenis geinonensis von Mehadia (Banat), Ophisaiirus apus von Ragusa und Liopliif^ merremi und Diplo- glossus fasciatus vom Corcovodo bei Rio de Janeiro. Ann. Naturh. Hofmus. Wien Bd. 3. A. M. Kulagin bringt Beschreibung und Listen der Reptil- und Batrachiersammlung des Museums der Ksl. Moskauer Universität. Nachr. (Iswest.) Ksl. Ges. Freunde Naturw., Anthr. u. Ethn. Moskau Bd. 56, Lief 2, 4«. 39 pag. (russ.) Technische Hilfsmittel, Methoden. In ,,G. Neumayer's An- leitung zu wdssenschaftl. Beobachtungen auf Reisen Bd. 2, Berlin, R. Oppenheim, 2. Aufl. 1888, 8°" behandelt A. Guenther auf pag. 405 bis 418 das Sannnein von Kriechthieren. Methylisierter Spiritus sei nicht zu empfehlen. Durch faulende Exemplare könne der Inhalt einer ganzen sonst guten Kiste verdorben werden: bereits angefaulte Stücke eigneten sich nur noch zum Abbalgen oder zum Skelett. Als besonders sammelwerth werden bezeichnet die grossen Landschild- kröten der Maskarenen, aUe Trionychiden , Sp)hargis, zahlreiche Crocodiliden , llattcria, Ilelodermu, Tradtycepltahis, Oreocepliahis, Metopoceros und Seeschlangen. Die Rathsclüäge des Altmeisters der Herpetologie sind in hohem Grade beachtenswerth. Die besten Methoden, Nervenendigungen für die mikroskopische Untersuchung mit Goldchlorid zu färben, stellt W. Kühne zusammen. Zeitschr. f. Biologie Bd. 23 (1887) pag. 1—148, Taf. A — Q. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 673 — 674. Werke allgemeineren Inhalts. Von ,, Bronns Klassen und Ord- nungen des Thierreichs Bd. 6, Abth. 3: Reptilien, bearbeitet von C. K. Hoffmann", erschienen 1888 die Lieferungen 57 — 64 mit pag. 1825—1920 und Taf. 138—144. Sie enthalten den Schluss des bio- logischen Theiles und das Register zum dritten Abschnitt: Schlangen, sowie den Anfang der Entwicklungsgeschichte der Reptilien. Nach den nöthigen Literaturangaben folgen allgemeine Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte und sodann Abschnitte über Furchung, An- lage des Canahs neurentericus, Entwicklung des Mesoblasts und der Chorda dorsalis, über die ersten Leistungen der Keimblätter, über Canalis neurentericus und den Primitivstreif bei den Eidechsen und Schlangen, über Abschnürung und Krümmungen des Embryo, über die weiteren Leistungen der Keimblätter und über die Allantois. Die Tafeln 141 — 144 bringen durchweg Originalzeichnungen, welche jüngere Entwicklungsstadien von Lacerta muralis und agilü und von Tropidonotus natrix darstellen. Leipzig, C. F. Winter, 8''. 166 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Künstlerische lebenswahre Abbildungen u. a. von 10 Reptilien bringt „Der Zoologische Garten. Leipzig, J. J. Weber, 1888." Diese Tafeln in Folio sind von Specht, Mützel, Beckmann, Leutemann u. a. nach der Natur gezeichnet. H. Lachmann. Das Terrarium, seine Einrichtung, Bepflanzung und Bevölkerung. Magdeburg, Creutz 1888, S^. 8, 120 pag., Figg. Allgemein Anatomisches. G. Rolleston. Forms of Animal Life. A Manual of Comparative Anatomy, with descriptions of selected types. 2nd. Edit., revised by W. H. Jackson. Oxford 1888, 8«. 938 pag., 14 Taf. Ein Handbuch der vergleichenden Anatomie wesentlich zum Gebrauch für Studierende. In einer morphologischen Studie über den ehemaligen und den neueren Mund der Wirbelthiere bringt J. Beard weitere Beweise für die Ansicht, dass der jetzige Mund der Vertebraten eine verhcältniss- mässig neue Anpassung ist, und bemerkt, dass sich im Parietalauge der Reptilien und Batrachier und in den Rudimenten der Kiemen- sinnesorgane und der dazu gehörigen Ganghen bei den Reptilien Reste finden, welche die Existenz einer älteren Lageform der Mund- öffimng wahrscheinlich machen. Verf. betrachtet die Hypophyse als dabei in erster Linie betheiligt. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 1 5 — 24 und Nature Bd. 37 pag. 224—227, Fig. W. K. Parker macht in seiner Arbeit über Reste und Spuren von batrachier- und reptilartigem Bau bei den Vögeln eingehend auf das Jacobson' sehe Organ und Reste einer Knorpelkapsel bei gewissen Reptilordnungen aufmerksam und bespricht den Palato-Pterygoid- bogen und das Parasphenoid bei Batrachiern und Reptilien und das praenasale Rostrum bei Batrachiern und Ichthyopterygiern. Der Kopf der Vögel zeige Anklänge an den der Ichthyosauren, Nacken und Gliedmassen an die der Plesiosaurier und die Extremitäten auch an die der Pterosaurier. Proc. Roy. Soc. London Bd. 43 pag. 397 — 402. — Ref. in Nature Bd. 37 pag. 501—502. Integumentalgebilde. In einer Mittheilung „Altes und Neues über Zellen und Gewebe" fasst Fr. Leydig seine früher gewonnenen Resultate über Schichtung des Protoplasmas zusammen. Er fand u. a. längsstreifige Sonderung des Protoplasmas in den Epidermiszellen von Hyla arhorea, querstreifige in den Epithelzellen der Oberlippen- drüse der Schlangen und der Daumendrüse der Batrachier, durch die ganze Zelle radiärstreifige bei jungen Eierstockseiern von Rana arvalis, durch die Rindenschicht der Zelle radiärstreifige bei Eier- stockseiern von Reptilien und netzartige Sonderung des Protoplasmas in Zellkernen und Blutkörperchen von Molge und Schleimzellen von Anguis. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 255. Nach G. Wolff haben alle Batrachierlarven — Salamandra, Molge — zweierlei Epidermis, flimmernde und nichtflimmernde. Bei allen ist eine ächte Cuticula vorhanden, die besonders bei Sala- mandra atra sehr deutlich ist. Nur die Epidermis der Perenni- branchiaten behält den Larvenzustand dauernd; bei den Batrachiern in der Herpetologie während des Jahres 1888, 167 mit Verwandlung ist die sich häutende Cornea die einzige Stelle, wo die Verhältnisse mit denen der Larve übereinstimmen. Auch bei den lungenathmenden Batrachiern fand Verf. eine Cuticula und ebenso bei Embryonen und bei erwachsenen Lacerten, bei den beiden letzteren auf der Epitrichialschicht. Bei Vögeln und Säugern konnte sie da- gegen nicht nachgewiesen werden. Die Cuticula scheint eine wesent- liche Bedingung für den Häutungsprozess zu sein; die Häutung ist eine nothgedrungene Anpassung an eine vorhandene Cuticula. Die Cuticula der Wirbelthierepidermis. Inaug.-Diss. Heidelberg 1888, 8". 22 pag., 1 Taf. und Jena. Zeitschr. Naturw. Bd. 23 (1889) pag. 567 —584, Taf. 28. Mittheilungen über die verschiedenen Arten der Häutung im Allgemeinen und bei Lucerta, Vipern und Megalobatm.chis im Spe- ciellen macht M. Bartels. Er unterscheidet eine Desquamatio foliacea bei Eidechsen von der Desq. totalis bei gewissen Eidechsen und den Schlangen. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berhn pag. 67 — 69. In seiner Arbeit über die „Pigmente der Hautdecke und der Iris" beschreibt Fr. Leydig einen Blendling von Coronellu anstriaca, dem, im Leben durchaus hell rosenroth, alles dunkle Pigment fehlte ; nur an der unteren Hälfte der Iris war eine schwache Spur von dunklem Pigment zu entdecken. Das mit der Lupe sichtbare weiss- liche „Pigment" dieses Blendlings bestand, netzartig vertheilt, aus Guanin. Das Fehlen des dunklen, aber das Auftreten des Guanin- pigmentes spricht dafür, dass letzteres in nothwendigerem Zusammen- hang mit den Bedürfnissen des Lebens steht als ersteres. Weitere Mittheilungen pag. 247 beziehen sich auf Kalkablagerungen und harnsaure Concremente in der Haut von Reptilien und Batrachiern; pag. 252 auf das feinkörnige metallglänzende Pigment in der Iris von Bufo und Bomhinator, auf das harnsäurehaltige Pigment in der Iris der Schlangen und auf den individuellen Wechsel von dessen Färbungsintensität. Endhch berichtet Verfasser zusammenfassend über das schwärzliche Pigment der Hautdecke, welches in Form ver- ästigter Zellen auftritt, die auch pigmentlos vorkommen können, mit Bindehautzellen zusammenhängen und mit Endausläufern der Haut- nerven zusammenfliessen. Auch über die Mechanik des Farbenwech- sels der Haut wird pag. 255 Licht verbreitet und über die grössere Constanz der Frenalbinde und die Zwischenaugenbinde Mittheilung gemacht. Verh. Phys.-med. Ges. Würzburg N. F. Bd. 22 pag. 241 — 265, — Auch separ.: Würzburg 1888, 8*^. 25 pag. Skelettsystem, lieber Reste oder Anklänge an reptihschen und amphibischen Bau im Schädel der Vögel vergl. W, K. Parker. Proc. Roy. Soc. London Bd. 43 p. 397—402. Ueber die Veränderungen in der phylogenetischen Entwicklung des ersten und zweiten Visceralbogens, ihren Functionswechsel bei den verschiedenen Wirbelthierklassen und ihre Homologien mit den Gehörknochen macht H. Gadow Mittheilungen. Verf. nimmt sieben Stadien dieser Entwicklung an; auf dem dritten Stadium bleiben 168 Dr. Oskar Boettg-er: Bericht über die Leistungen stehen die Caudaten, auf dem vierten die Anuren; auf dem fünften, das in drei Unterabtheilungen zerfällt, stehen die ReptiHen. Der ersten dieser Unterabtheilungen gehören die Geckoniden und die Rhynchocephalen an, der zweiten die übrigen Eidechsen, die Schild- kröten, Crocodile und einzelne Schlangen, der dritten die übrigen Schlangen und die Chamaeleonten. Proc. Roy. Soc. London Bd. 44 p. 143—145 und Phil. Trans. Bd. 179B p. 451—485, Taf. 71—74. In seiner Arbeit über die Anatomie der Stütz- und Bewegungs- organe der Vögel behandelt M. Für bring er vergleichsweise auch den Brustgürtel und die Vorderextremität der Reptilien. Bijdr. Dierk. Amsterdam Bd. 15. 49, 1751 pag., 30 Taf. A. Cuenod bespricht vergleichend die anatomischen und mechanischen Verhältnisse des EUenbogengelenks auch bei den Reptilien und Batrachiern. Internat. Monatschr. Anat. Phys. Bd. 5 pag. 385—430, Taf. 25—27. Ueber Reste oder Anklänge an reptilischen Bau in der Hand der Säugethiere macht H. Gr. Seeley bei Gelegenheit seiner Be- schreibung des triassischen Säugers Theriodesmiis Mittheilungen. Proc. Roy. Soc. London Bd. 43 p. 172. In einem Vortrag über Handskelett und Hyperdactylie be- handelt J. Kollmann eingehend auch die Organisation der Hand der Kriechthiere. Hyperdactylie sei atavistisch, nicht pathologisch; bei dem Uebergange der Fischflosse in die Batrachierhand seien einige Strahlen als Rudimente in letztere aufgenommen und von dort in die Hand der Reptilien und der höheren Wirbelthiere ver- erbt worden. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. p. 515 — 529, Taf. 2, Fig. 5 und (mit Nachtrag) Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 8 p. 604—634. — Discus- sion dieses Gegenstandes von Bardeleben, Fürbringer, Leboucq u. a. vergl. Anat. Anzeiger 1. c. p. 529 — 530. — Auch H, Leboucq berührt in seiner Notiz über das Fingerskelett der Pinnipedier und der Cetaceen die analogen Verhältnisse bei Ichthyosanrus cornaliamis und bei den Batrachiern. Ebenda p. 530 — 534. Muskelsystem. In seiner gi'ossen Arbeit über die Anatomie der Stütz- und Bewegungsorgane der Vögel bespricht M. Fürbringer vergleichsweise auch die Muskulatur der Schulter und des Ober- arms bei Crocodiliern , LacertiHern, Rhiptoglossen, Cheloniern und Batrachiern. Bijdr. Dierk. Amsterdam Bd. 15. 49, 1751 pag., 30 Taf. A. van Gebuchten hat den feineren Bau der gestreiften Muskelfaser einer Untersuchung unterzogen. Er bespricht die Muskeln von Rana tempomria und Molgc crkiata vergleichend mit denen der Reptihen und constatiert die Abweichungen der letzteren vom Froschtypus. Hauptresultat ist, dass die gestreifte Muskelzelle bei allen Wirbelthieren im Grossen und Ganzen von gleichem Bau ist. La Cellule (Louväin) Bd.4 p. 245— 316, 3 Taf. L. Kerschner macht auf die sogen. Muskelspindeln u. a. beim Gecko und Frosch aufmerksam, welche speciale Nervenendigungen enthielten und deshalb als Specialsinnesorgane, vielleicht als Sitz in der Herpetologie während des Jahres 1888. 169 des Muskelsinns, aufzufassen seien. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 126—132 und 288—296. Nervensystem. L. Edinger hat das Vorderhirn der Wirbel- thiere einer vergleichenden Betrachtung unterzogen, um gemeinsame und trennende Merkmale bei den verschiedenen Thierklassen zu finden. Er untersucht mehr den Bauplan im Grossen, als die feinere histiologische 1'extur. Als Beispiele unter den Batrachiern werden Embryonen und erwachsene Thiere von ßaJamandru, Molge, Am- hlystoma, Rana und Bnfo , unter den Reptilien LaceHa agilis und viridis, Anguis, Emys und Tropidonotvs in Schnittserien vorgeführt, die nach der Weigert'schen Haematoxylinmethode gefärbt wurden. Das Batrachiergehirn ist das einfachste in der Wirbelthierreihe: bei ihm zuerst tritt ein Lobus occipitalis an jeder Hemisphaere auf. Seine Grundformen sind im Reptilgehirn noch nachzuweisen, aber hier tritt zum ersten Mal eine Hirnrinde auf, sowie die ersten mark- haltigen Stabkranzfasern in der inneren Neurogliaschicht, die Ammonsformation und der aus ihr entspringende Fornix. Während der Hirnmantel wesentliche Veränderungen erfährt, bleibt das Stammgknglion nach Lage und Bau in der ganzen Wirbelthierreihe im Wesentlichen gleich. Verf. beschreibt mehr oder weniger ein- gehend 1. ein basales Vorderhirnbündel [vergl. Ber. f. 1887 pag. 162], 2. und 3. ein Medianbündel und ein Mantelbündel bei den Selachiern, 4. ein Bündel der sagittalen Scheidewand bei den Reptilien, 5. Fornix und Commissura fornicis, 6. die vordere Commissur mit der Portio olfactoria und 7. Corpus callosum. Abb. Senckenberg. Nat. Ges. Frankfort Bd. 15 pag. 89—121, Taf 1—4. — Ref in Arch. f Psychiatr. Bd. 20 pag. 18 — 20 und München. Med. Wochenschr. Jahrg. 35, No. 27. Beiträge zur Morphologie und Entwicklungsgeschichte des Nervensystem der Wirbelthiere hat J. Beard gegeben. Untersucht wurde auch Lacerta, sowie Salamundra, Molgc und Rana. Ein- gehend beschreibt Verf die Kopfganglien des Frosches. Die Lateral- ganglien bilden sich aus der inneren Lage des Epiblasts und trennen sich von ihm, bevor die Neuralganglien sie erreichen. Diese Lateralganglien existieren also, ja ihre Anlagen übertreffen an Grösse sogar bei weitem die Neuralganglien. Das wichtigste all- gemeine Resultat der Untersuchung ist, dass der Zwischenstrang grade der Theil des Epiblasts oder Ectoderms ist, der nicht an der Bildung der Cranial- oder Spinalganglien theilnimmt, dass eine Zwischenrinne im Sinne von His nicht existiert, dass aber im Gegen- theil im Kopf wie im Rumpf ein Zwischenstrang vorhanden ist. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. p. 874—875 und 899--901. — Ref in Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 1132—1134. Vergleichende Untersuchungen über die centrale Endigung des Nervus opticus bei den Wirbelthieren hat J. Bellonci angestellt. Zu seinem ersten Typus gehören Batrachier und Reptilien, von denen er einerseits Siredon, Molge, Bnfo und Rana., andererseits Lacerta, 170 Dr, Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Tropidonotus, Emys und Testndo geprüft hat. Verf. bestreitet die Nothwendigkeit, mit Bechterew das Vorhandensein eigener optischer Fasern anzunehmen, welche direct zum motorischen Centrum der Pupille führen; wahrscheinlich endige keine einzige Opticusfaser in anderen Gehirntheilen als im Corpus opticum. Zeitschr. Wiss. Zool. Bd. 47 pag. 6—13, 4 Figg., Taf 1—8. Eingehende anatomische Untersuchungen über die Nervenver- sorgung der Mund- und Nasenhöhlendrüsen bei den Kriechthieren hat E. Gaupp veröffentlicht. Die Beobachtungen wurden gemacht an Salamundru maadosa; Rana escidenta und temporaria, Bomhinator igneus und Btifo vulgaris; Testudo graeca und Trionyx; Chamaeleon vulgaris; Gecko guttatus und Lacerta agilis\ Crocodilus tndgaris; Pijthon, Tropidonotus natrix und Vipera berus. Maxillare Oberhppen- drüsen liegen nach dem Verf. im Bereich des Os maxillare bei Sauriern und Schlangen ; zu ihnen gehört die Giftdrüse der Ophidier. Ihre Nerven erhalten sie vom R. maxillaris superior N. trigemini, Praemaxillare Oberlippendrüsen finden sich, scharf von ihnen ge- sondert, bei Eidechsen und Schlangen und werden vom R. superior desselben Nerven versorgt. Vomerale Gaumendrüsen, vom *N. pala- tinus unmittelbar versorgt, finden sich bei Sauriern — hierher auch die „Rachendrüschen" der Anuren und die Intermaxillardrüschen der Batrachier — , praemaxillare Gaumendrüsen, vom R. primus N. trigemini versorgt, bei Schildkröten, maxillare Gaumendrüsen, ge- wöhnlich aus dem Plexus sphenopalatinus versorgt, bei Sauriern und Cheloniern, und Gaumenbeindrüsen, vom R. palatinus des N. facialis innerviert, bei Anuren. Die ünterlippendrüsen der Eidechsen und Schlangen stehen sämmtlich mit dem N. alveolaris inferior in Be- ziehung. Drüsen des Mundhöhlenbodens, welche vom N. glosso- pharyngeus versorgt werden, finden sich als Zungendrüsen bei Ba- trachiern und Reptilien, solche, welche im Bereich des N. trigeminus und des N. facialis liegen, wahrscheinlich als Unterzungendrüsen, bei Schildkröten, Eidechsen und Schlangen. Vermuthlich ebendahin ge- hören auch die lateralen Zungendrüschen bei Cheloniern und Sauriern. Im Bereiche der Nasenhöhle finden sich ziemlich constant eine äussere, vom N. externus narium versorgte Drüse bei Batrachiern und Rep- tilien und eine septale, vom N. septi narium innervierte Drüse bei ersteren und einigen Schildkröten. Morpliol. Jahrb. Bd. 14 pag. 436 —489, Taf. 19, Fig. 1—6. G. Saint-Remy hat den Bau des Filum terminale des Rücken- marks auch bei Kriechthieren geprüft und an ihm embryonale Kenn- zeichen gefunden. Ein Sinus terminalis fehlte den untersuchten Reptilien und Batrachiern. Internat. Monatsschr. Anat. Phys. Bd. 5 pag. 17—38 und 49—63, Taf. 1. — Ref. in Bull. Soc. Sc. Nancy (2) Bd. 9 pag. 20—21. Vergleichende histiologische Untersuchungen über den Bau des Achsencylinders und der Nervenzellen hat J. Ja kimo witsch auch an Reptilien und Batrachiern angestellt. Er erkennt den fibrillären in der Herpetologie während des Jahres 1888. 171 Bau des Achsencylinders und der Ganglienzelle an, glaubt aber, dass die Fibrillen aus einer Reihe von Nervenkörperchen bestehen. Journ. Anat. et Phys. 24. Jahrg. pag. 142 — 168, Taf. 7. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 556. Nach S. Pansini kommen die Golgi'schen Nervenkörperchen auch bei den Kriechthieren vor, erreichen aber erst bei den Säugern ihre höchste Complication. Boll. Soc. Nat. NapoH (1) Bd. 2 pag. 135 —160, Taf. 4—7 und Riforma Medica, Roma Bd. 4 pag. 752—758. Sinnesorgane. P. Francotte's ausführliche Mittheilungen über die Entwicklung der Epiphyse bei Anqvis und Lacerta [vergl. Ber. f. 1887 pag. 163] finden sich in Arch. de Biol. Bd. 8 pag. 757—821, Taf. 39 — 40. — Vergl. auch unten Strahl & Martin unter Lacer- tilia, Sinnesorgane. Aus Ph. Owsiannikow's Arbeit über das dritte Auge von Petromyzon ist für uns der Nachweis von Interesse, dass das Parie- talorgan kein Wärmesinnesapparat gewesen sein kann. Verf. erklärt es nach Bau und Stellung für ein richtiges, wenn auch verkümmertes Sehorgan. Er untersuchte dasselbe übrigens auch bei Phrynocephalus, Stellzo, Ophismirus, Angids, Lacerta und ('hamaeleon, sowie bei Rana. Mem. Acad. Sc. St.-Petersbourg (7) Bd. 36, No. 9. 26 pag., 1 Taf R. Hanitch findet das Pinealauge bei der erwachsenen Angids mehr entwickelt als beim reifen Embryo. Er hält dasselbe für ein noch functionierendes Wärmesinnesorgan. Auch bei der jungen Vipera ben/s hat Verf. ein Pinealauge beobachtet. Proc. Biol. Soc. Liverpool Bd. 3 pag. 87—95, Taf. 1. Hierher noch A. Cionini in Rivista Speriment. Freniatr. ecc. Bd. 14 pag. 65 und J. Th. Cattie in Handel. L Ned. Nat. en Geneesk. Congr. Amsterdam v. 30. Sept. und l.Oct. 1887. Haarlem 1888 pag. 133. Nach ersterem ist die Epiphyse nicht dem ganzen Parietalauge, son- dern blos dem Opticus desselben homolog. Die Arbeit von M. Duval über das dritte Auge der Wirbelthiere ist eine wesentlich compilatorische und bietet nichts Neues. Journ. de Microgr. Paris 12. Jahrg. pag. 250 ff. und 13. Jahrgang (1889), Figg. lieber das Verhalten der nervösen Elemente in der Retina der Reptilien bei Behandlung mit Methylenblau berichtet A. S. Dogiel, wesentlich nach Versuchen an der Schildkröte. Danach sind in der Netzhaut zwei Arten von Nervenzellen anzunehmen. Die eine Art zeichnet sich dadurch aus, dass alle Zellfortsätze sich theilen und Netzbüdungen eingehen; die andere Form besitzt nicht blos sich theilende, protoplasmatische Fortsätze, sondern auch einen ungetheilt verlaufenden Achsencyhnderfortsatz , der in eine Nervenfaser über- geht. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 133 — 143, Fig. 2 und Wratsch 1888, No. 24 (russ.). 172 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen P. Lachi hat die Chorioidea und ihre Plexus anatomisch und entwicklungsgeschichtlich einer vergleichenden Betrachtung unter- zogen. Von Reptilien wurden Schildkröte, Lacerta, Zamenis, von Batrachiern Rana untersucht. Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa. Mem. Bd. 9 pag. 1—96, 1 Taf. lieber Pigmente der Iris vergl. oben Fr. Leydig pag. 167. Eingehende anatomische und histiologische Beobachtungen am Augenlidapparat der Schlangen und Geckonen theilt E. Ficalbi mit. Die uhrglasförmige Augendecke derselben ist eine modificierte Schuppe ; die Falten, welche diesen Meniscus begränzen, entsprechen den Inter- squamalfalten. Ihrer Epidermis fehlt die ,,Pellicula" bei Zamenis in der Mitte, bei Turentola in ihrer ganzen Ausdehnung; ihr Derma enthält ein Gefässnetz. Bei Tarentola ist ausserdem eine palpe- broide Falte zu bemerken, die aber nicht als der Anfang eines Augenlids aufzufassen ist. Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Mem. Bd. 9 pag. 335—355, Taf 7. Verdauungsorgane. G. Killian hat -die Bursa und Tonsilla pharyngea entwicklungsgeschichtlich und vergleichend - anatomisch untersucht. Eine Bursa fehlte sämmtlichen untersuchten Reptilien und Batrachiern; vorhanden sind Rachentonsillen bei Crocodilus vulgaris (Fig. 50) und LaceHa agilis, und Spuren derselben bei Rana temporaria und Salamcmdra. Morphol. Jahrb. Bd. 14 pag. 618 —711, Fig. 50, Taf 25, Fig. 49. Kurze Notizen über die Form der Zähne bei den Reptilien gibt bei Gelegenheit seiner Besprechung des möglicherweise dualistischen Ursprungs der Säugethiere St. George Mivart. Proc. Roy. Soc. London Bd. 43 p. 373 — 374. — Ueber Reptilcharaktere an den Zähnen der Säugethiere macht auch H, G. Seeley interessante Mitheilungen. Namentlich werden bei dieser Gelegenheit auch Form und Bau der Zähne von CJilamydosaurus , Amhlyrhynchus (Fig. 8a), Iguana, Ameiva (Fig. 8b)j Cnemiclophorus , Tejus (Fig. 6 — 7), Dimorphodon, Placodus, Ichthyosaurtis, Polyptychodon, Hyperodapedon und der Theromoren Cynodraco, Lycosaurus, Deuter osaurus (Fig. 1), Glaridodon (Fig. 2), Galesuurus (Fig. 3) und Empedias (Fig. 4 — 5) besprochen. Die grösste Differenzierung der Reptilzähne findet sich nach Verf bei den geologisch ältesten Formen, den Theromoren ; doch auch neuere Gruppen, wie Crocodile und Eidechsen, zeigten auch jetzt noch erhebliche Differenzierungen. Ebenda Bd. 44 pag. 129—141, 8 Figg. R.Boulart l)estätigt die plexusartige Anordnung der Gallengänge bei Schlangen der Gattungen Crotalus, Bothrops, CoeJopcltis, Zamenis, Tropidonohis, Boa und Python; bei Varanus arenariiis, hengalensis und hioittatus und bei Ophisaurus, Gecko, Eumeces und LaceHa fand er eine wechselnde Anzahl von sehr feinen Gallen- canälchen. Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (8) Bd. 5 pag. 224 — 225. — Vergl. unten auch Beddard unter Lacertilia, Verdamm gsorgane. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 173 Mittheilungeu über die Form der Kloakenöffnung bei den Schlangen — Pelamis — und bei den Eidechsen — Lacerta, Anguw, Chalcides und Tarentola — und über die Kloakentaschen der Schlangen und von Tarentola bringt E. Ficalbi. Er unterscheidet eine innere und eine äussere Kloakenöffnung, die nicht immer mit einander zusammenfallen. Die Kloakentaschen sind extracloacale Hautsäcke ohne eigentlichen Drüsenbelag, deren Epiderm aber eine Substanz abscheidet, die sich aus der Degeneration seiner Zellen bildet; bei Tarentola öffnen sich diese Taschen nach aussen. Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Proc. Verb. Bd. 6 p. 142—154. Respirationsorgane. Notizen über die Entwicklung der Thy- mus bei Reptilien bringt J. F. van Bemmelen. Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 1, Versl. pag. 140—142. Circulationsorgane. „Beiträge zur vergleichenden Anatomie des Herzens der Reptilien" brachte F. R. Gas eh. Untersucht wurden Troiyidonotus natrix; Chamaeleon vulgaris; Ophisavrtis apus, LaceHa viridis und agilis; Alligator lucius; Emys orhicidarü, Chelydra serpentina und Chelonia mydas, und namentlich dem Septum ventriculorum , dem Septum atriorum, der Mündung der Vena pulmonalis und den Venenmündungen im rechten Vorhofe wird Beachtung geschenkt. Verf. kommt zu dem Schlüsse, dass, wenn man aus physiologischen Gründen auch vielleicht berechtigt sein mag, die ,, Muskelleiste" der Eidechsen, Schlangen und Schildkröten mit dem Septum ventriculorum der Crocodile und Vögel zu ver- gleichen, man sie doch anatomisch nach Lage und Ausbildung nur einem Theile jener Scheidewand gleichstellen dürfe. Die übrigen zahlreichen Details sind einer kurzen Berichterstattung nicht fähig. Die Abbildungen beziehen sich auf das Herz von Alligator und Tropidonotus. Arch. f. Naturg. 54. Jahrg. Bd. 1 pag. 119 — 152, Taf. 11—12. — Auch separ.: Berlin, Nicolai 1888, 8o. 32 pag., 2 Taf. Inaug.-Dissert. Leipzig. Ueber die Lageveränderungen des Herzens bei Reptilien und Batrachiern stellt M. Fürbring er theoretische Betrachtungen an. Eine hintere Gränze für solche Verschiebungen ist dem Herzen ge- setzt durch die Arterien, welche die Vordergliedmaassen speisen; wenn diese Gliedmaassen fehlen, wie bei den apoden Lacertiliern, Schlangen und CaeciHen kann das Herz viel weiter nach hinten rücken. Bijdr. Dierk. Amsterdam Bd. 15. 49,1751 pag., 30 Taf. Ueber die Bedeutung und Verwandtschaft der gTossen Arterien, welche bei den ReptiHen vom Herzen nach dem Kopf aufsteigen, macht J. F. van Bemmelen Mittheilungen. Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 1, Versl pag. 206—208. In einer Besprechung der Morphologie der Vena cava inferior erörtert L. Kerschner auch die einschlägigen Verhältnisse bei Rep- tilien und Batrachiern. Er erklärt das Nierenpfortadersystem der Batrachier als morphologisch gleichwerthig mit dem der Reptilien und betrachtet die Venae renales advehentes als bei beiden Thier- 174 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen klassen homologe Gefässe. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 815 — 816. — Dem widerspricht F. Hochs tetter auf das Entschiedenste. Ebenda pag. 872. — Dagegen repliciert L. K ersehn er. Ebenda pag. 943 — 947. F. Hochstetter fand bei Lacerta agilis und viridis und bei Chamaeleon vulgaris am entwickelten Thier ein Gekröse der hinteren Hohlvene, wie es den vom Verf. früher nachgewiesenen Verhältnissen bei Vogel- und Säugerembryonen entspricht. Aehnliches zeigt sich bei Emi/s orhicularis , während bei Tropidonotus nur im Embryo sich die Anlage eines solchen Gekröses nachweisen Hess. Die unter- suchten Arten von Salamandra, Molge, Proteus und Rana besassen ebenfalls ein Hohlvenengekröse , das aber, abweichend von dem der Reptilien, mit dem dorsalen Darmgekröse verwachsen ist. Ebenda pag. 965—974, Fig. 3. W. N. Parker hat Modelle hergestellt, welche die Verschieden- heit der Arterienbögen bei den verschiedenen Wirbelthierklassen im Wesentlichen nach Baur's Zeichnungen [vergl. Ber. f. 1887 pag. 165] veranschaulichen. Nature Bd. 37 pag. 499. In seiner Mittheilung über die Entwicklung der Arterienbögen bei den Vögeln und über ihre Beziehungen zu den Subclavien und zu den Carotiden bespricht J. Y. Mackay eingehend auch die ein- schlägigen Verhältnisse bei den Crocodiliern, Cheloniern, Lacertiliern und Batrachiern. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 179B pag. 111 —139, 4 Taf. Nach ihren Untersuchungen über den feineren Bau der rothen Blutkörperchen stimmen C. Cianci und G. Angiolella besser mit Brücke als mit Rollet überein. Sie finden durch die ganze Wirbel- thierreihe zwei Stoffe in den Blutkörperchen, einen, der ein Netz- werk bildet, und einen zweiten amorphen. Boll. Soc. Nat. NapoU (1) Bd. 1 (1887) pag. 67—74. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1888 pag. 928. Ueber Ursprung und Entwicklung der rothen Blutkörperchen hat L. Cuenot neue Beobachtungen an LaceHa agilis, Tropidonotus natrix, Rana esculenta, Bufo vulgaris und Molge marmorata, cristata und vulgaris angestellt. Die Milz der Kriechthiere enthält nach dem Verf. zwei Formen von Zellen, kleinere, welche die Kerne der späteren rothen Blutkörperchen sind und die Milz in einem unentwickelten Zustande verlassen, und grössere, welche bereits als fertig gebildete weisse Blutkörperchen in den Blutstrom übergehen. Die Entwicklung der rothen Blutzellen, die somit nicht in der Milz, sondern erst später in den Gefässen geschieht und in diesen beobachtet werden muss, wird w^eiter vom Verf. eingehend geschildert. Compt. Rend, Acad. Paris Bd. 106 pag. 673—675. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 395. Urogenitalsystem. M. Sacchi's Beitrag zur Histiologie des Oviducts der Sauropsiden [vergl. Ber. f. 1887 pag. 165] ist auch in Arch. Ital. Biolog. Bd. 9 pag. 267—285 abgedruckt. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 175 Ontogenie. Vergleichende Untersuchungen über Spermatogenese der Wirbelthiere, mit besonderer Berücksichtigung der ReptiHen und Batrachier, hat F. Sanfelice angestellt. Die Batrachier nehmen zwischen Fischen und Amnioten eine vermittlende Stellung ein. Die Zellart, welche der Spermatogenese zu Grunde liegt, wird Germinal- zelle genannt. Aus diesen Germinalzellen entstehen die Spermato- blasten. Die Spermatozoon stammen direct von den Kernen der letzteren ab. Die bei den Batrachiern beschriebenen polymorphen Kerne sind bei allen Wirbelthieren vorhanden. Boll. Soc. Nat. Napoli (1) Bd. 2 pag. 42—98, Taf. 2—3 und Arch. Ital. Biolog. Bd. 10 pag. 69—123, 2 Taf. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1888 pag. 923-924. A. Prenant veröffentlicht Beobachtungen über die Sperma- togenese von Tarcntola, Anguis, Lacertu agüis und Vipera aspi^s. Er fand an den Spermatocyten einen Nebenkern, der in den Sperma- tiden am Vorderende des Kerns in Gestalt eines Halbmonds liegt. Aus ihm entsteht die Kopf kappe, die schliesslich abgeworfen wird. Eingehend wird die Bildung des Spermatozoenkopfs und des Mittel- stücks, das schliesslich jede Andeutung von Segmentierung verliert, verfolgt und beschrieben. La Cellule (Louvain) Bd. 4 pag. 183 — 195, Taf. 3. — Ref. in Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (8) Bd. 5 pag. 3—4 und Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 924 — 925. Vergleichende Mittheilungen über die Bildung und Differenzierung des Mesoderms bei den Wirbelthieren macht C. Rabl. Holoblnstische und meroblastische Eier sind nach dem Verf. von sehr verschiedenem "Werthe. Je nach der Menge des Nahrungsdotters ist die Gestaltung des Gastrulationsprocesses, mit dem die Mesodermbildung in engstem Zusammenhang steht, eine verschiedene. Die Homologien der Meso- dermbildung bei Batrachiern und Reptilien werden schhesslich vom Verf. ausführlich erörtert. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 654 — 661, 3Figg. und pag. 667-673. Bemerkungen über die Epithelderivate der ventralen Darmwand hinter den Kiemenspalten bei Embryonen von Reptilien und Ba- trachiern und speciell über die sogen. Suprapericardialkörper bei Schlangen, Eidechsen und Batrachiern und über die Carotis externa bei Schlangen, Crocodilen und Schildkröten macht J. F. van Bem- melen. Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 2, Versl. pag. 37—39. E. Selen ka hat die Gaumentasche, die er am Vorderende der Chorda dorsalis von Diddphis entdeckt hatte, auch bei Reptilien und Batrachiern gefunden. Biol. Centr. -Blatt Bd. 7 pag. 679 — 683. Notizen über den Ursprung der Gliedmassen- und Zungen- muskulatur bei Eidechsen und Schlangen bringt J. F. van Bem- melen. Untersucht wurden Stadien mit vier und fünf Kiemen- taschen. Versl. Akad. Wet. Amsterdam (3) Bd. 5 pag. 202 — 205. Nach Versuchen F. Sanfelice 's an Amnioten und Batrachiern erfolgt die Regeneration des theilweise exstirpierten Hodens immer von praeexistierenden Geweben aus und zwar hauptsächlich ver- ]^76 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen mittelst der Tunicae propriae des Hodencanälchens und der Sertoli- schen Zellen. Arch. Ital. Biolog. Bd. 10 pag. 232—245, Taf. 8. Biologisches. Nach R. Schneider neigen viele Gewebe der Thiere unter geeigneten Bedingungen zu einer natürlichen Resorp- tion von Eisen. Verf. hat auch Kriechthiere in dieser Hinsicht ge- prüft und den Gehalt in Knorpelzellen, Knochensubstanz und Binde- gewebe, in Leber, Milz und Darm von Frotetts, in Zellkernen der Lymphkörperchen bei den Larven von Pelohates und Biifo und in den Zähnen von Batrachiern bestimmt. Der Eisengehalt mag eine gewisse Festigung der Organe bewirken und bei den Zahngebilden eine Schutzhülle darstellen. Abh. Akad. Wiss. Berlin 1888. 68 pag.^, 5 Taf. — Ref. in Humboldt 8. Jahrg. (1889) pag. 337—345, 1 Taf. 0. Boettger bringt, überall mit Belegen aus der transkaspischen Reptilwelt, Kapitel über den Einfluss von Klima und Boden auf die Körperbeschafienheit und speciell Mittheilungen über Locomotions- fähigkeit, Schutzvorrichtungen gegen Temperaturwechsel und Trocken- heit, Anpassungen an das Sandleben und Schutzvorrichtungen gegen Sand und Staui), Anpassungen in Färbung und Zeichnung und zum Zwecke des Nahrungserwerbs und über Sorge für die Nachkommen beim Leben in der Hungersteppe. Von besonderem Interesse dürften die vom Ref. gegebenen Erklärungen der sogenannten Ohren bei Phrynocephulus mystaceus pag. 969 und die Notizen über das Schrill- organ am Schwänze von Teratoscincns pag. 971 sein. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 871—972. G. Carlet gibt eine Notiz über die terrestre Ortsbewegung — Kriechen und Springen — der vierfüssigen Reptilien und Batrachier im Vergleich mit der der landbewohnenden Säugethiere. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 107 pag. 562—564. P. C. Am ans bespricht dagegen vergleichend die Organe und die anatomischen und mechanischen Verhältnisse der aquatilen Orts- bewegung, namentlich auch von Rana^ MoJge und ihren Larven, sowie das Schwimmen von Scincus im Sande. Ann. Sc. Nat. (7) Bd. 6 pag. 1—164, Taf. 1—6. üeber Fang und Handel mit Süsswasserschildkröten und Frö- schen in der Provinz Venezia macht A. P. Ninni Mittheilungen. Boll. Sog. Ven.-Trent. Sc. Nat. Padova, Bd. 4 pag. 108—113. Palaeontologisclies. R. Lydekker beschenkt vms mit dem ersten der vier Thoile des „Catalogue of the Fossil Reptilia and Amphibia in the British Museum (N. H.). London 1888. 28, 309 pag., Figg.", welcher die Reste der Ordnungen Ornithosauria , Crocodilia, Dinosauria, Squamata, Rhynchocephalia und Proterosauria der Lon- doner Sammlung behandelt und mehr oder minder kurz beschreibt und abbildet. Die systematische Anordnung ist im Wesentlichen nach Baur's neuestem Schema 1887. Von grösseren deutschen Samm- lungen enthält das Museum die Häberlein'sche 1862 von Solenhofen und die Soemmerring'sche 1827; auch die CoUection Van Breda 1871 in der Herpetologie wälirend des Jahres 1888. 177 brachte viel deutsches Material. — Ref. und Zusätze s. in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 451—453. In einer Notiz über das Parietalauge der erloschenen Wirbel- thiere [vergi.Ber.f. 1887 pag.215] sucht E. D. Cope den Nachweis zu führen, dass die Organisation gewisser Fische aus der Kohle darauf hindeute, dass der Ursprung seitlich stehender, paariger Augen auf ein einzelnes medianes Auge zurückzuführen sei. Bei den alten nordamerikanischen Batrachiergattungen fehle das Parietalloch bei Eryops und Zatrachys; nicht beobachtet sei es bei Trimerorhachis, gut entwickelt bei Cricotus. Unter den Reptilien ist es bei Diadectes sehr gross, bei Belodon fehlt es. Weitere Notizen des Verf.'s bringen die Beschreibung eines Hirnabgusses von Diadectes (Taf. 16), einer Gattung, die wahrscheinlich nur das Parietalauge, keine paarigen Seitenaugen, zum Sehen benutzte. Diese Gattung lebte vermuthlich unterirdisch wie ein Maulwurf. Der Hirnabguss eines Belodon buceros Cope (Taf. J7 — 18) wird im Vergleich zu dem von Alligator schliesslich ebenfalls abgebildet und eingehend beschrieben. Auch hier ist die Epiphyse auffallend gross, aber ein Pinealauge ist nicht mehr in Thätigkeit gewesen. Amer. Naturalist Bd. '22 pag. 914 — 918, Taf. 16—18. Eine Liste der fossilen Reptilien von Dorsetshire, England, hat J. C. Mansel-Pleydell zusammengestellt. Proc. Dorset Field Club Bd. 9 p. 1—40, Figg. G. Smets macht in seinen „Notices paleontologiques" Mit- theilungen über Palaeophis typhoeus Ow. , Trionyx hrtixelliemis Winkl. und Gavialis dixoni Ow. Ann. Soc. Scientif. Bruxelles Bd. 12. — Auch separ.: Bruxelles 1888, 8*^. 6 und 5 pag. T. Brenn an gibt eine Notiz über fossile Reptilien. Trans. Liverpool Geol. Assoc. Bd. 6 (1886) p. 32—38. A. Gaudry bringt, wesentlich seine früheren 12 Arbeiten über denselben Gegenstand zusammenfassend, die Literatur (pag. 1 — 3) und die Beschreibung der fossilen Wirbelthiere des Unt. Perms von Autun. Eingehender behandelt er die sämmtlich zuerst von ihm beschriebenen Batrachier Protriton petrolei (pag. 8 — 20, Fig. 2 — 3, Taf. 9, Fig. 2-3), Pleuronura pellati (pag. 20—23, Fig. 4, Taf. 9, Fig. 1), Actinodoti frossardi (pag. 23 — 30, 47-48 und 55 — 56, Fig. 5—8, Taf. 2, 8 und 11, Fig. 10), A. hrevis (pag. 40, Fig. 13) und Euchirosaurus roehei (pag. 45 — 47 u. 60 -70, Fig. 14 — 25, Taf. 9, Fig. 4 und Taf. 11, Fig. 1 — 9) und die Reptilien Stereorhachis domi- nans (pag. 50 — 52 und 70 — 75, Fig. 26 — 30) und Haptodus haylei (pag. 56—60, Taf. 1). Den Schluss bilden bereits veröffentlichte allgemeine Betrachtungen über die Wirbelthierfauna des Perm- systems und ihre Organisation und Entwicklung (pag. 76 — 90). Bull. Soc. Hist. Nat. Autun Bd. 1. — Ref. in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 164 — 168, 4 Figg., wo Haptodus mit grosser Wahrscheinlichkeit den Proterosauriern, Stereorlmcliis den Clepsydropiden unter den Theromoren zugewiesen wird. Arch. f. Natuigesch. Jahrg. 1889. Bd. l\. H. 1. 12 178 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Mittheilungen über die Reptilfauna des oberen Portlandien (Ob. Jura) von Boulogne-sur-Mer macht H. E. Sauvage. Lagerung und Petrefactenfdhrung werden beschrieben und dann die einzelnen gefundenen Formen aufgezählt (s. Dinosauria, Crocodilia, Chelonia, Sauropterygia und Ichthyopterygia). Bull. Soc, Geol. France (3) Bd. 16 pag. 623—632, Taf. 11—12. Aus dem Ob. Jura von Fritzow bei Cammin erwähnt W. Dam es Zähne eines Maclmnoscmrus^ kleiner als M. hngii, Plesiocheli/s- ähn- liche Schildkrötenreste und einen Zahn YonMegalosaurus n.sTp.Zeitschr. D. G eol. Ges. Berlin Bd. 40 pag. 777—778. A, Smith Wood ward giebt eine Aufzählung aller aus der englischen Kreide bekannten Wirbelthiere. Die Schildkröten sind vertreten durch zwei Gattungen mit je einer Art, die Sauropterygier durch zwei Gattungen mit 4, resp. 5 Arten, die Ichthyopterygier durch eine Gattung mit einer Art, die Pythonomorphen durch eine Gattung mit einer Art (Alosasaurus anceps Ow.J, die Ei- dechsen durch drei Gattungen mit 3 Arten, die Ornithosaurier durch eine Gattung (Ornitliochirus) mit 3 Arten und die Dinosaurier durch eine Gattung mit einer Art (Acanthopholis horrida Huxl.^. Alle Synonyme und ein analytischer Schlüssel zur Auffindung der Gattung sind beigegeben. Die sogen. Emys henstedti Mant. , die Rütimeyer für eine junge Süsswasserschildkröte hielt, wird mit Owen als erwachsene marine Schildkröte unter dem Namen Cimo- liochdys aufgeführt. Proc. Geol. Assoc. Bd. 10 pag. 274 — 285, 1 Taf — Ref in N. Jahrb. f Min. 1888 II pag. 474—475. — Eine etwas modificierte, verbesserte Liste, in der die obengenannte Dinosaurier- gattung fehlt, findet sich in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 139 — 142. Croizier's Notiz über einen seltenen Saurier der Kreide von Südwest-Frankreich hat mir nicht vorgelegen. Act. Soc. Linn. Bordeaux Bd. 40, Act. pag. 30. Die Puerco-Epoche in Nordwest- Neumexico und Südwest- Colorado hat nach E. D. Cope bis jetzt Reste von 3 Crocodiliern, 5 Cheloniern 3 Rhynchocephalen und einer Schlange geliefert. Alle sind specifisch von Arten tieferer oder höherer Schichten verschieden. Von Gattungen reicht dagegen Qiampsosavrus und Compsemijs bis in die Laramie-Kreide zurück, und wahrscheinlich auch Dermutemys^ die durch das Wasatch- und Bridger-Eocaen bis in die Jetztzeit geht. Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 161 — 163. Derselbe zählt in seiner Synonymie der Wirbelthierfauna der untereocaenen Puerco-Schichten Neumexicos und Colorados p. 301 — 302 von Crocodiliern auf 3 Crocodilvs sp., von Schildkröten Plasto- menusf communis Cope, Clich/dra crassa n. sp., Compsemys, Emys und Trionyx sp., von Rhynchocephaliern Champsosaurus austndis, puei'censis und saponensis Cope und von Schlangen Heiagras prisci- formis Cope. Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 16 pag. '298 — 361, Taf. 4—5. In H. Filhol's Studie über die Wirbelthiere aus dem Mittel- eocaen von Issel, Dep. Aube, findet sich die kurze Beschreibung in der Herpetologie wäbrend des Jahres 1888. 179 der von dort früher angezeigten [vergl. Ber. f. 1886 pag. 153]. Schild- kröten- und Krokodilreste. Mem. Soc. Geol. France (3) Bd. 5 pag. 173—174. K. A. Weithofe r erwähnt aus tertiaeren Braunkohlen von Casteani in Toscana kurz Reste von Emys und Crocodihfs, aus Montebamboh Knochen von zwei fraghchen Triotiyx- Arten und einem Saurier. Boll. R. Com. Geol. Ital. (2) Bd. 9 pag. 366 und 367. In seiner Arbeit über die Entstehung und das Alter der Pampasformation in Argentinien bespricht Santiago Roth auch die pliocaenen Schichten von Entre Rios, aus denen pag. 415 E»iys pa- ranensis Brav., Crocodüits australis Brav, und eine Schlange an- geführt werden. Zeitschr. D. Geol. Ges. Berlin Bd. 40 pag. 375 — 464. Paunistisclies. Die Menagerie der Zool. Society in London er- hielt 1888 von Cradock, Capcolonie, Testudo tentoria und fiski pag. 674, aus Marocco Vipera arletans und Naja haje p. 684, aus Mattogrosso, Brasilien, Testtido carhonariu und von Durban, Natal, Pya-.is araclmoides pag. 686. Proc. Zool. Soc. London 1888, Ueber die geographische Verbreitung von Reptilien macht H. W. Feil den eine Mittheilung, die mir nicht zugänglich gewesen ist. Zoologist (3) Bd. 12 pag. 236—237. Palaearktische Region. A. König gibt als Anhang seiner Avifauna von Tunis auch eine Liste der von ihm gesammelten Kriechthiere. Es sind von Reptilien aus Tunis: TeMudo ibera Pall., Clemmys leprosa Schwgg. ; Lacerta ocellata Daud. var. pater Lat., Psammodi'omus algirus L., Oplnops occidentalis Blgr., Eremias guttu- häa Licht., auch in der Oase Gabes, Acanthodactylus wlgans D. B. neu für Tunis, pardalis Licht. Gabes und boskianm var. aspera Aud. Gabes, SejJs chalcides Bon., Chalcides ocellafm Forsk., Hemi- dactyh/s verruculatus Cuv., Tarentola mauritanica L.; Chamaeleon vulgaris L,; Naja Iiaje Merr., Codopeltis mompessulana Herm. typ. und var. neumayeri Fitz., Zumenis Idppocrepn Wgl, Tropidonotus viperinns Boie und Fsammophylax cucullatus Geoffr. und aus Tri- p oli tanien : Varatms arenarms D. B., Acanthodactylus pardalis Licht, und scutellatus Aud., sowie Chamaeleoti vulgaris Daud. Allen auf- gezählten Arten sind kurze Bemerkungen über Art des Aufenthalts, Lebensweise und vielfach auch genaue Fundorte beigegeben. Calanis' Journ. f Ornith. 36. Jahrg. pag. 299 — 304. F. Lataste's Notiz über ein für die algerische Fauna interessantes Reptil ist dem Ref nicht zugänglich gewesen. Bull. Assoc. Frang. Adv. Sc. Congres d'Oran d. 30. mars 1888. H. Simroth bringt Mittheilungen über die Kriechthiere der Azoren. Ursprünglich fehlten den oceanischen Liseln alle Land- reptilien. Dass Seeschildkröten vorkommen, ist sicher; Drouet gibt Ckelonia mydas an. Verf. fand Lacerta dugesi M.-Edw. auf Graciosa, Terceira und S. Miguel; die Ausbreitung derselben, sei es von Ma- deira, sei es von Graciosa aus, scheint auf die anderen Inseln erst in den letzten Jahren oder Jahrzehnten vor sich gegangen zu sein. 12* ;[80 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistimgen Eine zweite Laceiia auf Graciosa, von Walker als viridis bezeichnetj bleibt unaufgeklärt. Arch. f. Naturg. Jahrg. 1888 I pag. 201—202. C. C. Hopley. British Reptiles and Batrachians. Young Collector Series. London 1888, 8». 94 pag. J. Chalande. Faune des Reptiles de la region sous-pyre- neenne. Toulouse 1888, 8«. 13 pag. Fr. Borcherding nennt aus der nordwestdeutschen Tief- ebene vom Zwischen aliner See, Grossh. Oldenburg, hucerta agilis und vivipara, Anguis, Tropidonotus mit rix und Vipera. Abh. Nat. Ver. Bremen Bd. iO pag. 335—367. W. Wolter stör ff gibt ein Verzeichniss, sowie die Anleitung zur Bestimmung der Reptilien und Batrachier der preuss. Prov. Sachsen. Von ersteren werden aufgezählt Lacerta viridis, angeblich bei Helm- stedt und Quenstedt, L. agilis mit var. rvhra und L. vivtpara, Anguis, Tropidonotus natrix und Coro?ieUa verbreitet, und Vipera herus im Gebirge am Thüringer Wald, Kyffhäuser und Harz. Zeitschr. Ges. Naturw. (HaUe) Bd. 61 pag. 1—38. In seiner Wirbelthierfauna von Kreuznach bietet uns L. Geisenheyner eine lehrreiche Skizze der Kriechthierwelt des Nahe- thals. Sehr gute Bestimmungstabellen aller verzeichneten Arten sind beigegeben; den deutschen Localnamen ist besondere Aufmerksam- keit gewidmet. Die Reptilien sind pag. 46 — 72 abgehandelt, 2 Figg. Aus der Gegend werden beschrieben Laceiia viridis, deren letzte Stationen im Nahethal die Berge um Kreuznach und Münster sind, und für die die Form des Occipitalschildes als diagnostisches Merk- mal herbeigezogen wird, L. agilis, vivipara und mnralis im Nahethal bis Kirn aufwärts, Anguis fragilis mit zwei neuen Varietäten, Coro- nella austriaca, Tropidonotus natrix selten, tesselatus häufig, aber Naheaufwärts nur bis Niederhausen. Wird meterlang und fast 5 cm im Durchmesser. Die var. hydrus wird nach eingehenden Beob- achtungen verworfen. Ueber die Lebensweise dieser Art wird aus- führlich berichtet. Vipera fehlt; wirklich constatiert sei V. herus in der Rheinprovinz nur bei Neschen an der Wied, Buchholz (Bürger- meisterei Neustadt und Asbach), Trier [mir am letzterem Orte ver- dächtig! Ref] und Pfaffendorf oberhallD Ehrenbreitstein. Wirbel- tliierfauna von Kreuznach I. Th.: Fische, Amphibien, ReptiHen. Progr. No. 418 Gymn. Kreuznach 1888. 73 pag. A. von Mojsisovics behandelt in einer Studie über „die geo- graphische Verbreitung einiger westpalaearktischer Schlangen" unter besonderer Berücksichtigung ihres Vorkommens in Oesterreich- Ungarn eingehend das Wohngebiet von T/jp/dops vermicularis, Eri/.c jacvlus, Tropidonotus natrix (im Alpengebiet, so bei Graz, auch eine einfarbig schwarze Form; ys,v. pcrsa Pall. bei Mohäcs) , viperim/s und tesselatus var. hydrus (in Oesterreich allgemein verbreitet und vielleicht nur in einem Theil von Galizien und der Bukowina fehlend), Zamenis gemonensis mit ihren vars. carhonaria Fitz., trabalis Pall. und viridi flava Laur., Z. daJdi und hippocrepis, Elaphis cervone (Vor- in der Herpetologie während des Jahres 1888. 181 kommen bei Mehadia fraglich), savromates und dione, Coh/ber qiiadn- lineatvs, aescnlapii (Verf. tritt für active Wanderung dieser Art ein; in Steiermark hauptsächlich im Murthale), Rlnnechis scalaris, Coro- nella cmstriaca (für Notthaft's Angabe, dass Vipern berns und Coro- nella in einem und demselben Terrain sich ausschliessen, werden bestätigende Beobachtungen aus den Sannthaler Alpen und dem mittleren Murthale beigebracht), r/irondica [Ref. hat diese von Brusina für Norddalmatien erwähnte Schlange als jungen Colnber qiiatermdi- atus Gmel. erkannt] und cucullata, Coelojjeltis monspesstdana, Tarbo- phis vivax, Trkionocephahis halys, Vt'pera berus (überall in Oester- reich-Ungarn mit Ausnahme des istro -dalmatischen Gebietes; Verf fing sie nächst Baden bei Wien, im oberösterr. Hochgebirge, im Salzkammergut und an vielen Punkten in Steiermark und Kärnthen) und berus seoanei Lat. , aspis L. (Trebinje in Bosnien), ummodytes (fehlt der südungarischen Ebene), latmtei Bosc. und eiiphratka. Als innerhalb Oesterreich-Üngarns vorkommend werden bezeichnet Tro- pidonotus natrix und tesselatus, Zamenis gemonensis mit var. frabalis, Z. dahh\ Elaphis sauromates und cervone, Coluber quadrüineahis und aesatlapii, CoroneUa austriaca und girondica [letzteres sicher falsch! Ref.], CoelopeUü monspessidana, Tarbophis vivax, Vipern, benis^ aspis [bedarf der Bestätigung. Ref.] und ammodytes. Mitth. Nat. Ver. Steiermark Jahrg. 1887 pag. 223 — 287. — Auch separ.: Graz 1888, 8». 67 pag. Eine neue Fauna der Wirbelthiere Siebenbürgens bringt E. A. Bielz. Von Reptilien werden aufgezählt Emys orbicukiris, Lacertu viridis typ. und var. nov. (s. Lacertidae), agilis, miiralis und vioipara, Änguis fragilis typ. und var. c/'^.f, Viper a ammodytes und berus, Co- roneUa, Coluber aesculapii, Elaphis quaferradiatus aus den Vorbergen des Burzenlandes, im Brenndorfer Wald und Tömöscherpass, Zamenis gemonensis in den südlichen Vorbergen bei Zaison, Tropidonotus natrix und tesselatus var. hydrus mit zahlreichen Fundorten inner- halb des Landes. Verh. u. Mitth. Siebenbürg. Ver, Naturw. Hermann- stadt Jahrg. 38 pag. 106—110. G. Entz' Beiträge zur Herpetologie Siebenbürgens beschäf- tigen sich mit Vipera berus und ammodytes, Lacerta vicipara und muralis, A7ignis und der alpinen Form von Rana temporaria. Orvos Termesz. Ertesitö Klausenburg 13. Jahrg. pag. 39 — 51, Taf. 4 und Revue Siebenbürg. Mus. Ver. Klausenburg Bd. 10 pag. 123 — 135, Taf. 4. A. De Carlini zählt aus dem Val teilin, Oberitalien, auf Emys orbicularis L. (eingeschleppt); Lacerta viridis und muralis Laur. und Angiiis; CoroneUa austriaca, Zamenis gemonensis, Coluber aescidapii, Tropidonotus natrix und tesftelatus, Vipera berus von Sondrio, von Val Fontana und von Val Furva in 2000 m und V. aspis häufig aus dem Val Malenco. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 31 pag. 80—83. Von G. Kolombatowitsch erschien ein Catalogus Vertebrato- rum Dalmaticorum. Spalati, A. Zannoni 1888, 8°. 29 pag. [vergl. Ber. f. 1886 pag. 156]. 182 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen 0. Boettger zählt aus den v. Oertzen'schen und v. Maltzan'schen Reisen 11 Batrachier und 32 Reptilien von Griechenland, von den griechischen und kleinasiatischen Inseln und von Kleinasien auf und gibt eine Uebersicht über alle das griechisch-kleinasiatische Gebiet betreffende Fundpunkte dieser Arten. Von besonderem Interesse dürfte sein das Vorkommen von Tropidonotus tcsselatus Laur. auf Greta, von A/if/m'-^ bei Brussa, von Lacerta danfordi Gthr. auf Rhodos, Symi, Samos und Nikaria, von Algiroides nigropvnctatus D. B. auf Kefallonia, von Ophiops auf allen kleinasiatischen Küsten- inseln, von Mabuia septemtaeniata Rss. auf Rhodos, von Chaniacleon vulgaris Daud. auf Samos, von Coluber quadrilineatus Fall, und Coelopeltts in Thessalien, letztere auch aus Kleinasien, und von Testudo iheni Fall, auf Kos. Ein neuer Gymnodactylus (s. Gecko- nidae). Alle aufgezählten Arten werden nach ihrer Provenienz, ob aus dem Norden, Süden, Westen oder Osten stammend, geprüft und nachgewiesen, dass z. B. Greta nur Tarentola aus dem Süden er- halten haben kann, während auch die meisten von Norden vor- dringenden Arten diese Insel nicht zu erreichen im Stande waren. Hauptresultat ist, dass die Wanderungen der griechisch -klein- asiatischen Reptilien von Westen nach Osten nahezu um das Doppelte erfolgreicher gewesen zu sein scheinen als in umge- kehrter Richtung. Sitz. Ber. Akad. Wiss. Berlin pag. 139—186. — Ref. in Amer. Naturahst Bd. 22 pag. 543 — 544. G. A. Boulenger gibt eine Liste aller bis jetzt aus Cypern erwähnten Kriechthiere [vergl. Ber. f. 1887 pag. 171]. Es sind mit Clemmys caspia var. rimdata Val., die als neu für die Insel be- zeichnet wird, 2 Schildkröten, 17 Eidechsen, 10 Schlangen und 5 Anuren, doch wird das Vorkommen von Testudo marginata Schoepff, Tarentola matirltanica L., Anguis fragäis L., Blanus strauchi Bedr., Lacerta muralis Laur. und Tropidonotus tesselatus Laur. als fraglich, das von Lacerta vivipara Jacq. und Chalcides tridactylus Laur. als sehr fraglich bezeichnet. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 505 — 506. L. Krulikowski's Aufzählung der Kriechthiere der Umgegend von Sarapone ist dem Ref. unzugänglich geblieben. Bull. Soc. Oural. Jekaterinbourg Bd. 11 pag. 233 — 236. 0. Boettger gibt eine vorläufige Mittheilung über die Kriech- thiere Transkaspiens. Aufgezählt werden ausser 2 Anuren 44 Reptilien, von denen als sicher nachgewiesen bezeichnet werden: Testudo horsfieldi Gray und Emys orbicularis L, ; Teratoscincus scincus Schlg., Crossohamon eversmanni Wgm., Gymnodactylus caspius Fitz., fedtschenkoi und russoivi Str., Agama sanguinolenta Fall, und caucasia Eichw., Phrynocephalus helioscopus Fall., interscapularis Licht, und mystacems Fall., Opkisaurus apus Fall., Varanus griseus Daud., Eremias intermedius Str. und velox Fall., Scapteira grammica Licht, und scripta Str., Mabuia septemtaeniata Rss., Eumeces schnei- deri Daud.; Typhlops vermicularis Merr. , Cyclophis fasciatus Jan, Lytorhynckus ridgewayi Blgr. , Zamenis diadema Schlg. var. schira- in der Herpetologie während des Jahres 1888. 183 zana Jan, Z. ravergieri Men. var. fedtschenkoi Str. und Z. ventt't- maculutus Gray var. harelini Br., Ptyas mucosus L. , Tropidonotus nutrix L. var. persa Fall, und Tr. tesselutus Laur. var. hi/drvs Fall., Taphrometopon lineolatum Br., ^'y^/A' jacuhis L. var. miliaris Fall., iVa;'a tripndinns Merr., Vipera ohtusa Dwig. , EcJtis arenicola Boie und je ein neuer Phrynocephalus und eine Colubrinengattung (s. Aga- midae, Colubrinae). Sieben Arten davon sind neu für das russische Reich. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 259—263. Desselben ausführliche Arbeit über die Reptilien und Batrachier Transkaspiens findet sich in Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 871 — 972, Taf. 34. Das Material stammt von der Radde- Walter'schen Expedition 1886 — 87; vier von 0. Herz in Chorassan gesammelte Arten sind beigefügt. Die Artenliste ist oben schon mitgetheilt. Angeschlossen sind Schlussfolgerungen in Bezug auf geographische Verbreitung und Wanderungslinien. Eine transkas- pische Frovinz (mit Westturkestan) wird vorgeschlagen; nur mit dem Süden (Nordpersien) bestand ein lebhafter Artenaustausch. A. M. Nikolskij zählt aus der Balkasch-Depression 21 Rep- tilien und 3 Batrachier auf. Arbeit. (Trudi) St. Fetersburg. Naturf. Ges. Bd. 19, Beü. II pag. 150—161 (russ.) [vergl. Ber. f. 1887 p. 172]. Nordamerikanische Region. D. S. Jordan. A Manual of the Vertebrate Animals of the Northern United States, including the District North and East of the Ozark Mts., South of the Laurentian Hills, North of the Southern Boundary of Virginia, and East of the Missouri River; inclusive of marine species. 5. Edit., entirely rewritten and much enlarged. Chicago, A. G. McClury&Co. 1888, 8". 375 pag. Die Batrachier sind auf pag. 174— 186, die Reptilien auf pag. 187 — 211 aufgezählt. A. W. Butler fügt in seinen Bemerkungen zu Reptilien und Batrachiern von Indiana der Fauna dieses Staates zwei neueEutaenien zu, die Cope neu beschrieben hat, und 0. F. Hay in Nachträgen zur Liste der Reptilien von Indiana [vergl. Ber. f. 1887 pag. 172] CinosUrnum p^nnsylvanicum^ Tropidonotus rigidus und Cnemidophorus sexlineatus ^ alle auf die Gewährschaft von R. Ridgway hin. Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 94. — Vergl. auch A. W. Butler in Journ. Cincinn. Soc. Nat. Hist. 1887 und betreffs der neuen Eutaenien unten E. D. Cope unter Colubrinae. Eine systematische und synonymische Aufzählung der Schlangen von Florida gibt E. D. Cope (s. unten Ophidia). Free. U. S. Nat. Mus. Bd. 11 pag. 381—394. Derselbe verzeichnet die von W. Taylor in San Diego, Südwest- Texas, gesammelten Reptilien. Es sind die 4 Schildkröten Cinostei'num flavescens Ag., Pseudemys ornata Gray (neu für Texas), Cistudo ornata Ag. und Xerohates berlandieri kg.; die 14 Eidechsen Oligosoma laternle Say, Etmieces ohsoletus B, G., Cnemidophorus sex- Uneatus h. und. tesselatiis, Sceloporusf scalaris Wgm., variabtlis Y^gm., spinosus Wgm., eine sp. indet. und torquatus Green, das neue Genus 184 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Lysoptychvs (s. Iguanidae), Holhrookia propinqua D, B. und texana Trosch., Crotaphytiis coUans Say und Phrynosoma cornutum Harl, und die 17 Schlangen Tantilla gracilis B. G. und nigricans Kenn., Contiu episcopifs Kenn., Ophibolvs myi Holbr., Rhinochilus lecontei B. G. , Hypsiglena ochrorhynchvs Cope, Cohiher ohsoletus Say und emoryi B. G. , Pityopliis sayi Schlg. , Spilotes corais var. erebenna Cope, Cycloph/s aestivus L. , Bascanium flugeUiforme Cat., Heterodon platyrliinvs Latr., Eidaenia marciana B. G., Natrix rhombifera Hall., Elaps fvlvius L. und Crotalus adamanteus var. atrox B. G. Ebenda pag. 397—398, Taf. 36, Fig. 1. Eine Herpetologie der Umgebung von Mexico (Valle de Mexico) veröffentlicht A. Duges. Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1 p. 97 — 145, Taf. 11—13. Indische Region. Nach H. M. Phipson beherbergt die Prae- sidentschaft Bombay von Giftschlangen Ophiophagus elaps, Naja triptulians^ Bxmgurus arcuatns^ CalJopliis trimaculatus und nigrescens, Dahoia elegans, Echis carinata, Trimeresurus unamallensis und Hyp- nale nepa. An der Küste finden sich Ilydrophis diadema, robustus, curtus, aurifasciatus, phipsoni, guentheri, lindsayi und chloris, sowie Enhydrina bengalensis und Pelamis bicolor. Nature Bd. 38 pag. 284. Haly beschreibt 2 neue Schlangen von Ceylon (s. Colubrinae). Taprobanian (Colombo) Bd. 3 pag. 51. G. A. Boulenger gibt ein Verzeichniss der von L. Fea in Burma nördlich von Tenasserim gesammelten Ptcptilien. Er nennt, unter Angabe genauer Fundorte, 6 Schildkröten: Testudo elonguta Blyth, Nicoria trijuga Schwgg. , Batugur bashu Gray, Kachuga triüittata D. B., Emyda scutata Pts. und Trionyx formosus Gray; 24 Eidechsen: Ilemidactylus frenatus D. B., gleadowi Murr., bowringi Gray, garnoti D. B. und platyurus Schnd., Gehyra mutilata Wgm., Gecko verticiUatus Laur., Draco macu latus Gray, Calotes versicolor Daud. und salvator Laur., Tachydromits sexlineatus Daud. , Mabuia multifasciata Kühl, macularia Blyth und quadricarinata Blgr., Lygo- somu indicum Gray, 'niuculatwm Blyth, doriae, kakhienense und feae Blgr. und cyaneUum Stol, Tropidophorus yunnanensis Blgr.; 43 Schlangen: Typldops horsfieldi Gray und braminus Daud., Cylindrophis rufus Laur., Xenopeltis unicolor Reinw., Python molurus L., Simotes bicafenatus und theobaldi Gthr., Ablabes collaris Gray, Coluber porpltyraceus Gray, Compsosoma radiatum Schlg., Ptyas mucosus L. und korros Reinw., Zaocys nigromarginatus Blyth, Tro- pidonottis quincunciatiis Schlg. , macrophthalmus Gthr. , platyceps Blyth, submin/atus Schlg., liimalayanus Gthr., stolatus L. und dipsds Blyth, Hypsirliina enhydris Schnd. Psnmmodynastes pidverulentus Boie, Gonyosoma gramineum Gthr., Dendrophis pictus Gmel. , Chry- sopelea ornata Shaw, Trugops prasinus Boie, Passerita mycterizans L., Dipsas multimaculata Schlg., und ochracea Theob., Ophites fasciatus And., Lycodon aulicus L., Naja tripudians Merr., Ophiophagus elaps Schlg., Bungarus fasciatus Schnd. und semifasciatus Kühl, Callophis in der Herpetologie während des Jahres 1888. 185 macdellandi Reinh., Bothrops monticola Gray und f/rami/teus Shaw, sowie 2 neue Gattungen und G neue Arten von Schlangen (s. Colu- brinae, AmblycephaKdae, Viperinae). Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova (2) Bd. 6 pag. 593—604, Taf. 5—7. 0. Boettger nennt aus Bangkok, Slam, u. a. Calotes versicolor Daud., Liolepis belli Gray, XenopeUis unicolor Reinw., Tropidonotus quincunciatus Schlg., Ilonudopsis huccata L., Chrysopelea ornata Shaw und Ulupe davkoni Blfd. 26./28. Ber. Offenbach. Ver. Naturk. 1888 pag. 54. G. Doria beschreibt 3 neue Eidechsen der Gattungen llarpe- saiirus^ Dendragama n. gen. und I^ygoHoma (s. Agamidae, Scincidae) aus Sumatra und nennt Lophocalotes luedekingi Bleek. vom Berg Singalang, West-Sumatra. Ann. Mus. Civ. St. Nat, Genova (2) Bd. 6 pag. 646—652, 2 Figg., Taf. 8. J. Gogorza y Gonzalez gibt Beiträge zu einer Wirbelthier- fauna der Philippinen. Aus den Museen von Madrid und von der Philippinen-Ausstellung in Madrid v/erden 87 Reptilien als aus dem Archipel stammend namhaft gemacht. Neu für die Fauna sind nach des Ref. Ansicht pag. 28 Sep.-Abdr. Draco dussumieri D. B., Dr. quifiquefasciattis Gray (Sämar), pag. 29 Egeniia cunninghami Gray, Lygosoma chalcides L., pag. 30 Calamaria cermiformis D. B. (Sämar), Coryphodon korros Reinw. (Manila) [= Zaocys luzonensis Gthr. Ref.], pag. 32 Dipsas drapiezi D. B. (Mindanao) und pag. 34 Ilydrophis schistosns Daud. (Mindanao). [Der grösste Theil dieser Identificationen beruht sicher auf falscher Bestimmung. Ref.] Anal. Soc. Espan. Eist. Nat. Bd. 17 pag. 272—281 (Sep. Abdr. pag. 26 bis 34). 0. Boettger bringt in seinen Materialien zur herpetologischen Fauna von China II [vergl. Ber. f. 1885 pag. 254] eine Liste der zweiten v. Moellendorff'schen , der Herz'schen und der Schmacker' sehen Sendungen von Reptilien aus China. Aufgezählt und mehr oder weniger eingehend beschrieben werden Henu'dadylus frenatKs D. B., Gecko japonievs D. B., swinhoei Gthr. und L'crticüJahi>i Laur., Calotes versicolor Daud., Liolepis belli Gray, Tacliydromus sexlineatvs Daud,, Eremias argtis Pts. typ. und var. brenchleyi Gthr., Lygosoma laterale Say und chinense Gray, Tropidophorus sinicus Bttg., Eicmeccs chinens'is Gray; Typhlops braminus Daud., Simotes swinhoei Gthr., Cyclophis major Gthr., Coluber rufodorsatus Cant., Elaphis taenmrus Cope und virgatus Schlg., letztere von Korea, Compsosoma radiatum Schlg., Cynophis moellendorffi Bttg., Ftyas korros Schlg. und mucosus L., Tropidonotus quincunciatus Schlg., stolafus L. und subminiatus Schlg., Hypsirhina bennetti Gray, chinensis Gray und plumbea Boie, Ilomalopsis buccata L., Chrysopelea ornata Shaw, Dipsas midti- maculata Schlg., Lycodon aulicus L., Pareas mocllendo)-ffi Bttg., Python retütdatus Schnd., Naja tripudians Merr., Ophioph<(gi(s elaps Schlg., Bungarus fasciatus Schnd. und multicinctus Blyth, Ilydrophis cyanocinctus Daud., gracilis Shaw und viperinus Schm., Pelamis 186 Dl". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen bicolor Schnd., Trimeresiirus erythrurxiH Cant. und graniineus Shaw. Zum Schluss wird eine Aufzählung aller Reptilien und Batrachier Chinas mit Angabe der Literatur und Fundorte pag. 103—169 gegeben, auf die Verwandtschaft dieser Fauna mit der Nordamerikas aufmerksam gemacht, erwähnt, dass die Insel Hainan bis jetzt kein einziges ihr eigenthümliches Kriechthier geliefert habe, und ein Vergleich der herpetologischen Fauna Chinas mit der der Philippinen angestellt. Ein genavies Register aller Arten und Synonyma ist der Arbeit beigegeben. 26. /28. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. pag. 53 bis 191, Taf. 1—2. G. A. Boulenger beschreibt von Hongkong, Südchina, 2 neue Schlangen (s. Colubrinae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 43 bis 44. A, Günther gibt Bemerkungen zu einer Sammlung Reptilien, die A. E. Pratt in dem Gebirge nördlich von Kiukiang, üstchina, zusammengebracht hat. Die Arten, bei welchen eingehendere systematische Mittheilungen gemacht werden, sind in der folgenden Liste mit * bezeichnet. Es sind '^Emys reevesi Gray , Trionyx sinensis W gm.] Tachydronins septemtriojialis Gthr. und w ölte ri Fisch., ^Lygosoma reevesi Gray, Eumeces elegans Blgr. , Gecko japo^iicns D. B. ; *Calamaria quadrimacvlataJ). B. (auch von Hongkong), Coluher rufodorsatus Cant., Elaphis dione und sauromates Pall., Zaocys dhumnades Cant., Ptyas korros Reinw., *Phyllophis curinatus Gthr., Cyclophis major Gthr. , Tropidonotus annularis Hall, und tigrinus Boie, Ophites septemtrionalis Gthr., Lycodon rufozonatus Cant., Bvngarus semifasciatus Kühl, Callopkis anmdaris Gthr., Halys blom- hoffi Boie und 2 neue Sclilangen (s. Colubrinae und Crotalinae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 165—172, Taf. 12. 0. Boettger bringt eine kleine Liste ostasiatischer Reptilien. Es sind: Japulnru polygonata Hall, und Eumeces marginatus Hall, von 0-sima, Liukiu-Insein, Lygosoma laterale Say von Napier Island nördlich von Ningpo, Pareus moellendorffi Bttg. vom Lofoushan- Gebirge bei Canton und Trimeremirus gramineus Shaw von Süd- Formosa. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. Frankfurt pag. 187—190. Afrikanische Region. G. A. Boulenger verzeichnet weiter von Maskat, Arabien, [vergl. Ber. f. 1887 pag. 174] Dermoclielys coriacea L., Rhagerrhis producta Pts. und eine neue Eryx (s. Boinae). Ann. Mag. N. H.' (6) Bd. 2 pag. 508—509. E. H. Giglioli zählt von der Reise des Grafen A. Buturlin und des Dr. L. Traversi aus Assab auf Tlemidactyhcs verriiculatus Cuv., aus Schoa Agama atricollis Smith von Entotto, Mabuia striata Pts. von Let Marefia und Boodon lemniscatus D. B. Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova (2) Bd. 6 pag. 65—67. F. Mocquard berichtet über die Sammlung G. Revoil's in Somaliland und Sansibar. Aufgezählt und mit systematischen Anmerkungen versehen werden 20 Eidechsen, darunter Chamaeleon gracilis Hall., Uemidactylus mabuia Mor. und frenatns Schlg., Agama in der Herpetologie währenfl des Jahres 1888. 187 rueppeUi Vaill., Latastia longicaudata Rss., Gongylus ocellatus Gmel., Eumeces sundewaUi Smith, Enprepcs punctatissimus Smith, comorensls und Inklebrandti Pts., Ablepharm houtoni var. peroni Coct. und Ägamodon anguUceps Pts. aus Somaliland, Chamaeleon dilepis Leach, Varanus niloticus D. B. und alhigtdari^ Daud. , sowie Gerrhosuurus major D. B. aus Sansibar, Lygoddctylns picturatus Pts. aus Somali- land und Sansibar, und 3 neue Arten von Hemidactylus, Eremias und Ägamodon; 12 Schlangen, darunter Eryx thehaicus Geoffr., Coronella olivacea Pts., Psammophis hiseriatus Pts., Crotaphopeltis rufescens Gmel., Dasypeltis scabra var. medicii Bianc. und Telescopiis obtusus D. B. aus Somaliland, LeptopJus ptmctatus Pts. und Psamm- ophis sibilans L. aus Sansibar und Boodon quadrilineatus D. B. aus Somaliland und Sansibar, sowie 2 neue Gattungen von Calamarien und eine neue Dasypdtis (s. Geckonidae, Ämphisbaenidae, Lacertidae; Colubrinae, Dipsadinae). Mem. Cent. Soc. Philomath. Paris 1888 pag. 109—134, Taf. 11—12. Fr. Stuhl mann erwähnt beiläufig von Sansibar Varanus nüottcus, Crocodih/s nil oticus nnd Larven von Dactylethra. Sitz.-Ber. Preuss. Akad. Wiss. Berlin pag. 1255 ff. A. Günther nennt von Monbuttu im Obercongogebiet Pelo- medusa subrufa Lac; Varanvs niloticus L. , Hemidactylus brookei Gray, Lygodactylus gidturalis Boc. ; Chamaeleon senegalensis var. laevigata Gray; Typhi ops eschrichti Schlg, und liberiensis Hall., Neu- sterophis atratus Pts., Dasypeltis scabra L. , Psavimophis sibilans L., Atractaspis aterrima Gthr. und irregularis Reinh. und eine neue Ahaetulla (s. Colubrinae), sowie 4 Frösche (s. Ecaudata). Von diesen 17 Arten sind 9 in Afrika weit verbreitet, 7 westafrikanisch, aber keine einzige typisch ostafrikaniseh. Danach wäre die Fauna des oberen Congo in ihrem Charakter mehr west-, als ostafrikanisch. Proc. Zool. Soc. London 1888 pag. 50—51. In seinem Beitrag zur Kenntniss der tropisch-afrikanischen Schlangen beschreibt derselbe eine grössere Anzahl von neuen Gattungen und Arten, von denen unten (s. Colubrinae, Dipsadinae, Elapinae) speciell die Rede sein soll. Er vergleicht die Formen der Seen-Districte von Centralafrika eingehend mit denen West- afrikas und des Sansibar- und Mossambique-Districts. Danach kommen von 46 centralafrikanischen Arten, deren Fundorte genau verzeichnet werden, 22 an der Westküste, 17 im Gebiet von Sansibar und 18 in Mossambique vor. lieber ganz Tropisch -Afrika sind verbreitet die folgenden 11: Typhlops schlegeli Bianc, Coronella olii-acea Pts., Psammopliis sibilans L., Dasypeltis scabra L., Bucephalus capensis Smith, Lejriodira rufescens Gmel. und semiannxdata Gthr., Boodon lineatus D. B. , Python sebae Gmel., Naja nigricollis Rhdt. und Clotlio arietans Merr. Von den übrigbleibenden 35 Arten haben nur 11 nicht den Weg nach West- oder Ostafrika gefunden und müssen als specifisch centralafrikanisch aufgefasst werden. Von diesen 35 Species kennt man 3 von Lado und dem Nyanzasee (2 188 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen davon ostafrikanisch), 7 von Monbuttu und Semmio (6 davon west- afrikauisch), 11 vom Kilima-ndjaro (3 davon west-, 4 ostafrikanisch), 4 von Mpwapwa und Ugogo (1 west-, 2 ostafrikanisch), 11 vom Tanganyikasee (1 west-, 8 ostafrikanisch) und 6 vom Nyassasee (1 west-, 3 ostafrikanisch). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 322—335, Taf. 18—19. G. A. Boulenger beschreibt aus Madagaskar 2 neue Eidechsen, ein Chamaeleon und 4 Schlangen, von Nossibe 2 neue Chamaeleonten (s. Uroplatidae, Scincidae, Chamaeleontidae , Coki- brinae und Dipsadinae). Ebenda pag. 101 — 107, Taf. 5 — 6 und pag. 22—23, Taf. 2. Derselbe nennt Ilomopuf< signatus Walb. von O'Kiep, 2500', in Namaland, Agama planiceps Pts., sowie je einen neuen Pachy- daciyhis und Mabuia aus Namaland, Pythonodipsas carhiata Gthr. und eine neue Oednra aus Damaraland, eine neue Vipera aus Walfischbai, Damaraland, und Typldops schlegdi Bianc, Ilomalosoma variegatum Pts. und eine neue ^lapsoidea aus Delagoa-Bai (s.Gecko- nidae, Scincidae, Elapinae und Viperinae). Ebenda ?(6) Bd. 2 pag. 136—141. J. G. Fischer zählt aus Deutsch-Südwestafrika und speciell von Angra Pequena, | Aus, Suibes und Bethanien 8 Arten Schlangen und (abgesehen von einigen noch unbeschriebenen Eremias-krien) 26 Species Eidechsen auf, von denen die ihres Fundorts wegen interessantesten hier erwähnt werden sollen. Coronella cana Schlg. I Aus, Fsammophis sihüans L. var. furcata Pts. | Aus und Route I Aus -Bethanien, Boodon geometricus L. | Aus, Naja haje L. | Aus- Bethanien; Chondrodactylus angulifer Pts. | Aus-Bethanien, Agama armata Daud. | Aus und | Aus - Bethanien , aculeata Daud. und hi'acliyvra Blgr. | Aus, Mahuia sidcata Pts. var. sexviftata J. G. Fisch, und M. occidentalis Pts. | Aus-Bethanien, M. caria Pts | Aus und I Aus -Bethanien, Ni/cras tessdata und Scelotes capensis Smith | Aus- Bethanien, Eremias suborbitalis Pts. j Aus und | Aus -Bethanien, und ata Smith Angra Pequena, ] Aus und j Aus-Bethanien, capensis Smith j Aus-Bethanien und Scaptcira hnoxi M.-Edw. | Aus. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 11. 0. Boettger gibt in Materialien zur Fauna des unteren Congo II [vergl. Ber. f. 1885 pag. 256] pag. 5—11 die Literatur über die Kriechthiere des genannten Gebietes und beschreibt sodann mehr oder weniger eingehend 5 Schildkröten: Cinyxis erosa Schwgg., Felomedvsu galeata Schpff., Stern othaerus derhyanvs Gray, Chelone viridis Schnd. und Thalassochelys olivacea Eschsch.; ein Crocodil: Crocodihis vvlgaris Cuv. ; 12 Eidechsen: Hemidactylns malmia Mor., Agama colonorum congica Pts., Varanus niloticus L. , Monopeltis houlengeri Bttg., Gerrhosaurus nigi'olinexdus Hall., Mahuia maculilahris und raddoni Gray, Lygosoma fernandi Burt. , Ahlepkan/s cabindae Boc, Sep)sina liessei 'Qtig., Feylim'a currori Gr&y und macrolepis Bttg.; in der Herpetologie während des Jahres 1888. 189 3 Rhiptoglossen : ChamaeJeon gmcilis Hall., parmlobus Blgr. und dilepis Leach; 34 Schlangen: Typldops esch rieht i Schlg. und congicus Bttg., Xenocalamus mechowi Pts., Coronella olivacea Pts., Bothroph- thalmus Imeatt^s Fts., GrayiatrianguJarifi Hall., Psammophis sibilansh., Dromophis angoJensis Boc, Phüothamnns dorsalis Boc, heterodermtfs Hall, heteroleptdotus Gthr. und irregidaris Leach, Hapsidophrys smaragdma Boie, Thrasops flavigidaris Hall. typ. und var. ptistvlata B. P., Crypsidomvs aethiops Gthr., Bucephalus capensis Smith, Dryo- phis kirtlandi Hall. , Lycopkidium capense Smith vars. , Boodon lineatus D. B. typ. und vars., Leptodini rufescens Gmel., Dipsas hlandingi Hall, und pidveruJenta Fisch., Dasypeltis scabra L. und vars., Python sebae Gmel., Naja haje L. var. und ntgricoUis Reinh., Elapsoidea guentheri Boc. und hessei Bttg., Dendraspis jamesojii Traill., Atractaspis irregularis Reinh. typ. und var. congica Pts., Causus rhombeatus Licht., Viperu urietans Merr., Atheris squamigera Hall, und laevicepf< Bttg., sowie 7 Anuren. Das Verhältniss von Giftschlangen zu nichtgiftigen beträgi in Niederguinea 27 — 30 : 100, im Untercongogebiet aber 48 : 100. Eine Vergleichstabelle zeigt, dass von den unmittelbar nördlich am Unterlaufe des Congo ge- sammelten Arten den Congo nach Süden 567o überschreiten, von den südlich desselben gefundenen aber 80% über den Fluss nach Norden hin gewandert sind. Der Congo hat somit, ähnlich wie der Oranje, den Werth einer secundären Trennungslinie und scheidet zwei geogTaphische Provinzen. Mit Ostafrika hat das Untercongo- gebiet 50, mit dem nördlicheren Westafrika aber 70% Arten gemeinsam. Ein Register ist beigegeben. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. Frankfurt pag. 3—108, Taf. 1—2. Nach 0, Baumann findet sich auf Fernando Pöo der Varan, doch sind Crocodile unbekannt. 3 Chamaeleons; Python ist häufig. Eine grüne giftige Baumschlange (Dendraspis oder Atheris f) wird erwähnt. Auch Seeschildkröten sind zahlreich und legen ihre Eier am Strande. P'ernando Pöo und die Bube. Wien & Olmütz, Ed. Hölzel 1888, 8o. 140 pag., 16 Figg. Von Kamerun beschreibt J. G. Fischer 2 neue Schlangen und einen neuen Laubfrosch (s. Colubrinae, Viperinae und Ranidae). Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 3 10. Bemerkungen über einige Reptilien des Oberen Senegal macht F. Mocquard (s. Eublepharidae). Le Naturaliste 10. Jahrg. pag. 282—283. Tropisch-amerikanische Region. J. M. Dow gibt einen kurzen Bericht über Landung des U. S. Steaniers Albatross auf den Galä- pagos-Inseln. Die grossen Landschildkröten wurden noch in An- zahl gefunden und anscheinend 2 oder 3 neue Eidechsenarten. Nature Bd. 38 pag. 569. Von G. Bo Court erschien die 11. Lieferung [vergi. Ber. f. 1886 pag. 162] der Mission Scientifique au Mexique et dans l'Amerique centrale. 3. Partie: fitudes sur les RejDtiles et les Batraciens. Paris, 190 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen fol. pag. 657—696, Taf. 42—47. Sie enthält Abbildung, Besehreibung und Synonymie zahlreicher Colubrinen und einiger Boinen Mexicos und Centralamerikas, deren wichtigste unten aufgezählt werden sollen. S. Gar man bringt eine Liste der Kriechthiere von den Caymans [vergl.auch Ber.f. 1887pag. 178] und den Bahamas. Die Verwandtschaft der Cayman-Inselgruppe ist theils cubanisch, theils jamaicanisch. Auf Cayman Brac wurden gefunden Aristelliger praesignis Hall., Liocephahis carinatus Gray, Cyclura niibila Gray, Ahophis angidifer var. nov. und 3 neue Eidechsen, auf Little Cayman 2 Crocodilvs, DennoclicJys, ThaJassocheJys etc., CyeJura nuhila, 2 neue Eidechsen und Hyla septemtriotialis Tsch. Auf Inagua (Bahamas) leben Liocephalus schreibersi Gray und 2 neue Eidechsen, auf Rum Gay (Bahamas) Liocephaivs loxogrammus Cope, 2 neue Eidechsen und Hyla septemtrionalis^ sowie auf Andros Island (Bahamas) ein neuer Spliaerodactylus (s. Geckonidae, Iguanidae, Anguidae, Tejidae und Colubrinae). Bull. Essex Instit. Bd. 20 pag. 1 — 13, J. G. Fischer beschreibt pag. 23 eine Collection Kriechthiere von Haiti, die Herrn. Rolle gesammelt hat. Es sind, abgesehen von den unten zu erwähnenden neuen Schlangen (3) und Eidechsen (1) — s. Boinae und Tejidae — , von Schildkröten Clemmys deciissata Bell und /'«(/o.?« Shaw; von Eidechsen SphaerodactyJvs piinctatissimus D. B., ulopex Cope und oxyrJiinus Gosse, sämmtlich Cap Haitien, A)'iste(ltger praesigms Hall, und (ionatodes cdhogularis D. B. Gonaives, AnoUs cldorocycmus D. B. und semüinexdus Cope Cap Haitien, cyhotes Cope Cap Haitien und Sanssouci, distichifsCo'pe Cap Haitien, Marmelade und Plaisance, Ameiva chrysoiaema Cope, Liocephaivs vittatus Hall. (mit Beschreibung der Färbung pag. 27) Cape Haitien und schreihersi Grav. (mit desgl. pag. 29) Gonaives, Metopoceros cormdtiH Wgl. Cap Haitien, Diploglossus striatvs Gray (mit systematischer Bemerkung pag. 29) Gonaives; Homalochdus striatus Fisch. Gonaives und Cap Haitien, Tropidoykis macidatus D. B. Cap Haitien und Milo, Flypsi- rliynchus ferox Gthr. (mit systematischer Bemerkung pag. 41) Cap Haitien und Gonaives, Ahaettdla cateshyi Sclilg. Cap Haitien, Uro- macer oxyrhynchm D. B. Cap Haitien und Gonaives, Dromicus antillensis Schlg. und parvifrons Cope Cap Haitien, Dr. {Ahophis) anomalus Cope Cap Haitien und Grande Riviere, Typhi ops lumbricalis D. B. Gonaives und richardi D. B. Cap Haitien. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5. A. Günther macht Mittheilungen über eine Sammlung von Kriechthieren aus Dominica, Westindien. Es sind die 5 Eidechsen Thecadacfyhts rapicanda Houtt., Sphaerodactylus cope/ Stdchr., Ameiva fiiscata Garm., Anolis alUaceus Cope und Mahuia agilis Raddi, die 3 Schlangen Liophis jidiae Cope, Dromicus leucomelas D. B. und Boa divinüoquaa; Laur. , sowie 2 Frösche. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 362—366. in de/ Herpetologie während des Jahres 1888. 191 A. Ernst gibt eine Aufzählung der 41 bekannten Arten von Lacertiliern aus Venezuela. Revista Cientif. Mus. Univ. Centr. Venezuela Bd. 1 pag. 213 — 218. G. A. Boulenger zählt von Iguarasse, Prov. Pernambuco, Brasilien auf: Hemidactyhis mahuia Mor. , Enyalms catenatuH Wied, Strohilunis torquutus Wgm., Micrablepharus maximüiani R. L., Amphisbaena suhocularis Pts., Anolis fuscoauratus D'Orb., Stenolepis rldleyi Blgr. und Xenodon rhabd ocephcdvs Wied, sowie einen neuen Geckoniden, der als erster brasilischer Sphaerodactylns von besonderem Interesse ist. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 40—43, Taf. 3. 0. Boettger bringt einen Beitrag zur Reptilfauna des oberen Beni, Bolivia, und beschreibt kurz vom Mapiri, einem Nebenfluss des Beni: Anoli-t fuscoauratus D'Orb.; Stenostoma alhifrons Wgl, Geophis budnts Boie, Coronellu taenioJata Jan, Erythrolamprus venvs- tissimus Schlg. var. tetrazona Jan, Leptodira unnulata L., Dipsas cenchoa L., Leptognat/ms cateshyi Weig., Oxyrrliopus petalurius L. var. sehae D. B. und 0. immaculatus D. B., Elaps corallimis L. und einen neuen Geophis (s. Colubrinae). Im Ganzen sind bis jetzt 22 Reptilien, und zwar 4 Eidechsen und 18 Schlangen, vom oberen Beni bekannt, die pag. 198 aufgezählt werden. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1888 pag. 191—199, 3 Figg. C. V. Burmeister zählt Reptilien und Batrachier aus Patagonien auf und beschreibt eine neue Eidechse (s. Iguanidae). Ann. Mus. Buenos Aires Bd. 3 pag. 250 — 252. Australische Region. In seiner Arbeit über die Naturgeschichte der Christmas-Insel (Ind. Ocean) bemerkt J. J. Lister, dass da- selbst 4 Eidechsen Gymnodactylvs marmoratus Kühl, Lygosoma nati- vitatis Blgr. und je ein neuer Ablepharus und Gecko (s. Geckonidae und Scineidae), eine Schlange Typldops exocoeti Blgr. und eine Schildkröte Chelom'a i-irgataf, aber kein Batrachier leben. Proc. Zool. Soc. London pag. 529, Taf. 26. — Vergh auch G. A. Boulenger, ebenda pag. 534 — 536. Derselbe gibt einen Dritten Beitrag [vergl. Ber. f. 1886 pag. 166 und 1887 pag. 180] zur Herpetologie der Salomons- inseln. Die von C. M. Woodford gesammelten Thiere fügen der Fauna der Salomonsinseln, abgesehen von einem Anuren, hinzu Dendrophis calligaster Gthr. und 2 neue Hoplocephalus (s. Elapinae). Guadalcanar ergab GrocodUus porosus Schnd., Gehyra oceanica Less., Varanus indicKs Daud., Lygosoma cyamirum Less. , nigrum H, J. und albofasciatum Gthr., Corucia zebrata Gray (mit Greif- schwanz!), Enygriis carinahis Schnd., Dendrophis calligaster Gthr., Dipsas irregularis Merr. und eine der Hoplocephalus-Axi&n.. Rubiana auf Neu-Georgien ergab Lygosoma cyaniirum, cyanogaster Less. und nigrum, Enygrus carinatus, Dendrophis salomonis Gthr., Dipsas irregularis und einen zweiten neuen Hoplocephalus. Eine Tabelle pag. 90 zeigt den Bestand der Kriechthiere auf den verschiedenen Inseln der Salomonsgruppe und namentlich den grossen Abstand in 192 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen der Fauna von Faro, welche nordwestlichste Insel in Häufigkeit und Mannigfaltigkeit besonders des Batrachierlebens einen mehr papu- asischen Charakter zeigt, während die äusserste Insel nach Südosten, San Cristoval, einen mehr polynesischen Habitus hat. Ein Krokodil zeigt sich auf Shortland, Neu-Georgia, Guadalcanar und auf San Cristoval und den Nachbarinseln; Lacertilier finden sich auf Faro 14, auf Shortland 6, Treasury 6, Neu-Georgia 3, Guadalcanar 5, San Cristoval etc. 8; Schlangen auf Faro 3, Shortland 4, Treasury 2, Neu-Georgia 4, Guadalcanar 4 und San Cristoval und Nachbar- inseln 3. Auf die Salomonsinseln ausschhesslich beschränkt aber sind 7 Eidechsen und 4 Schlangen. Proc. Zool. Soc. London pag. 88—90. W. Macleay nennt von King's Sound, Nordwest-Australien, Narcloa giJherti Gray, Bracliysoma .nmile Mach, Pseudechis darwi- niensis Mach, Acunthoiikis antardiea Wgl., sowie je eine neue Dipsas und Diemenia (s. Dipsadinae und Elapinae). Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales (2) Bd. 3 pag. 416—418. Im Jahre 1888 erschienen von F. Mc Coy's Prodromus of the Zoology of Victoria. Melbourne, S** die Decaden 15 — 17. Die Ab- bildungen der 7 darin geschilderten Eidechsen sind unten ver- zeichnet (s. Pygopodidae, Varanidae und Scincidae). Systematisches. Ray Lankester gibt in seinem Artikel „Zoology" folgende Eintheilung der Reptilien: Unterklasse 1. Chelonia. ,, 2. Lacertilia mit den Ordn. Rhynchocephala, Chamaeleonina und Lacertilia. „ 3. Ophidia mit den Ordn. Opoterodonta, Colu- briformia, Proteroglypha und Sole- noglypha. „ 4. Crocodilia mit den Ordn. Amphicoelia, Opis- thocoelia und Procoelia. „ 5. Pterosauria. „ 6. Dinosauria mit den Ordn. Sauropoda, Stego- sauria, Ornithopoda, Theriopoda, Coeluria, Compsognatha und HaUo- poda. ,, 7. Anomodontia. „ 8. Plesiosauria. „ 9. Ichthyosauria. Encyclopaedia Britannica Bd. 24 pag. 812. M. Für bringer discutiert in einem besonderen Kapitel die Aehnlichkeiten und die Verschiedenheiten zwischen den einzelnen Reptilordnungen und den Vögeln und die Phylogenie der Sauropsiden. Verf. hält namentlich die Lacertilier wegen des Baus ihrer Clavicula und des beweglichen Quadratbeins trotz ihres relativ späten geo- logischen Auftretens für einen primitiven Typ. Nur Dinosaurier, in der Herpetologie während des Jahres 1888. 193 Crocodilier und Lacertilier zeigten eine gewisse Stammesverwandtschaffc mit den Vögeln. Bijdr. Dierk. Amsterdam Bd. 15. 49, 1751 pag., 30 Taf. J. G. Fischer beschreibt in seinen herpetologischen Mit- theilungen zahlreiche neue Arten von Pachydactylus, Ameim, Mabuia, Iropidophis, Cliilahothrus , Boodon und Athens (s. Geckonidae, Tejidae, Scincidae, Boinae, Colubrinae und Viperinae). Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 1— 5'2, Taf. 1 — 4. Lacei'tilia. Integumentalgebilde. G. A. Boulenger hat die interessante Beobachtung gemacht, dass gewisse Eidechsen, wenn sie ihren abgebrochenen Schwanz re- producieren, ein anderes Schuppengesetz und andere Schuppenform an diesem Körpertheil annehmen. Während nämlich Hatteria den Schwanz in ziemlich analoger Weise reproduciert, wie er vorher war, und ähnlich auch die Lacertiden, Gerrhosauriden und scincoiden Anguiden, zeigen sich bei den Geckoniden bereits sehr wesentliche Abweichungen von der ursprünglichen Form. Eine besonders abweichende Beschuppung aber zeigt der mit Cycloidschuppen bedeckte Gymnoph- thalmus, dessen reproducierter Schwanz die Beschuppung eines Cercoscmra- ähnlichen Tejiden, etwa wie von Heterodactylus, annimmt. Umgekehrt zeigt der neue Schwanz eines mit gekielten Wirtelschuppen bedeckten Ophisaurus die cycloide Beschuppung etwa eines Biplocjlossiis. Verf. macht mit Recht darauf aufmerksam, dass diese Neubildungen als atavistische Rückfälle aufzufassen sind, und dass sie nicht blos einen sicheren Schluss auf die systematische Stellung aberranter Gattungen und Formen ziehen lassen, sondern auch den Lauf der Entwicklung dieser Genera aufs Schärfste anzeigen. Proc. Zool. Soc- London pag. 351-353, 2 Figg. Sinnesorgane. W. J. McKay hat die Entwicklung und den Bau des Piuealauges bei zwei Arten von Hinulia, darunter H. taeniolata, und bei Grammatophora muricata in den verschiedenen Stadien untersucht. Von Hinulia kamen die früh estenEntwicklungs formen nicht zur Beobachtung ; bei Gh-ammatophwa zeigte sich die Entwicklung ähnlich, wie sie Hoffmanu bei Lacerta beschrieben hat. In einem l^achtrage führt Verf. 35 australische Eidechsen auf, bei denen Whitelegge ein Pinealauge beobachtet hat. Proc. Liun. Soc. !N.-S.- Wales (2) Bd. 3 pag. 876-889, Taf. 22-24. H. Strahl & E. Martin haben die Entwicklung des Parietalauges bei Anguis und Lacerta vivipara verfolgt. Das durch Abtrennung der Epiphysen- anlage entstandene Parietalauge besteht anfänglich ans einer Blase von Zellen, die denen des Centralnervenrohrs in entsprechender Zeit durchaus gleichen. Durch Differenzierung wnrd die vordere Abtheilung dieser Blase zur Linse, die hintere zur Retina. An der Retina bilden sich zwei Schichten; die innere ist so gut wie kernlos. Weiterhin tritt ein Nervenstrang auf, der das Parietal- auge mit dem Dach des Centralnervenrohrs vor der Wurzel der Epiphyse ver- bindet. Durch Hinzutreten dieser Nervenfasern sind sodann drei Schichten an der Retina vorhanden; in noch weiteren Entwicklungsstadien lassen sie vier Schichten erkennen. An der Aussenfläche des Parietalauges entwickelt sich Aldi , f. Naturgescli. Jalirg. 1889. Bd. U. H. 1 . 13 194 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen gleichzeitig eine Cornea; der Nerv desselben ist in mittleren Entwicklungs- stadien stärker als in späteren. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. 1888 pag. 146—163, Taf. 10. Verdauungsorgane. Betr. der Anatomie der Mundhöhle vergl. unten M. Ho 11 unter Lacertidae pag. 201. E. Graupp beschreibt das Vorkommen ächter Zungendrüsen bei Embryonen von Eidechsen. Morph. Jahrb. Bd. 14 pag. 436 if. Fr. E. Beddard untersuchte die Beziehungen des Zwerchfells zu den von ihm eingeschlossenen Eingeweiden bei Uromastix, Iguana, Cyclura, Tejus, Lacerta, Cyclodus, Plestiodon und Trachysaurus einerseits, die kein ausgesprochenes Dia- phragma besitzen, und bei Monitor andererseits, wo eine Peritonealfalte die Baucheingeweide bedeckt und von den Lungen abschliesst. Verf. hält deshalb eine Zusammenfassung der Varaniden mit den Lacertiden zu einer Unterordnung Fissilinguer ebenso für verfehlt, wie eine Annäherung der Varaniden an die Iguaniden. Eine ganz analoge Bildung des Zwerchfelles bei den Crocodiliern wird eingehend besprochen und die in verschiedener Hinsicht nähere Ver- wandtschaft der Varaniden mit den Crocodiliern betont. Schliesslich werden die sehr complicierten, ein Netzwerk bildenden Gallengänge bei Varanus sahator eingehender untersucht und auch hierbei die Nothweudigkeit erörtert, die Varaniden von den Lacertiliern als selbständige Gruppe abzutrennen. Proc. Zool. Soc. London pag. 98—107, 4 Figg. Urogenitalsystem. F. Schoof untersuchte ^^ von Lacertiliern auf etwaige Reste einer Tube, $$ auf Reste der Urniere und des Wolff'schen Ganges ; bei letzteren wurde auch den Ureierlagern der Ovarien Aufmerksamkeit geschenkt. Bei Lacerta viridis und Stcllio vulgaris konnte mitunter eine voll- kommen entwickelte männliche Tube gefunden werden, bei Chalcides, Agama, Uromastix und Chamaeleon nicht. Von der Urniere bleiben beim $ von Lacerta und Äcanthodactylus nur wenige Canäle übrig, grössere Reste finden sich bei Chalcides, wo in einem Falle der Urnierengang bis zui' Niere verfolgt werden konnte und Braun'sche Segmentalstränge gefunden wurden. Eine noch functionierende Urniere fand Verf. beim $ von Uromastix und Chamaeleon. Ur- eierlager zeigten sich bei allen untersuchten erwachsenen 5^. Ein Theil der genannten Formen muss, wenigstens in Bezug auf die Ausführungsgänge der Geschlechtsapparate, als Zwitter bezeichnet werden. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 189—190 und Arch. f. Naturgesch. 54. Jahrg. Bd. 1 pag. 62—80, Taf. 3. — Auch separ.: Zur Kenntniss des Urogenitalsystems der Saurier. Berlin, Nicolai'scher Verlag 1888, 8". 18 pag., 1 Taf. Inaug.-Diss. Rostock. — Ref. in Arch. Ver. Fr. Nat. Mecklenburg Bd. 42 (1889), Sitz. Ber. Nat. Ges. Rostock pag. 17—18. OntOgenie. Nachzutragen ist, dass H. Orr [s. Ber. f. 1887 pag. 182] in seinem Beitrag zur Embryologie der Eidechse auch einige spätere Stadien von Embryonen des Sphaerodactylus notatus und des Lioeephalus carinatus untersucht hat. Der Wolff'sche Gang stammt nach dem Verf. vom Ectoblast ab; die Urnierencanälchen entstehen zwischen Urwirbel und Seitenplatte, in der sogen. Mittelplatte. Bei Embryonen mit 4—9 Urwirbeln hängen die Kopfhöhlen mit der Chorda zusammen; am vorderen Ende des Embryo ist die letztere mit dem Epiblast verschmolzen. Joui-n. of Morph. Bd. 1 (1887) pag. 311—363, Taf. 12—16. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 195 Neue Untersuchungen über Entwicklung des Amnion, des Wolff'sehen Ganges und der Allantois hat J. v. Perenyi an Lacerta viridis, muralis und agilis angestellt. Der Amnionsack entwickelt sich nicht aus dem Körper des Embryo, sondern aus der Keimscheibe. Die Zellen des Wolff'sehen Urnieren- ganges sind ectodermalen, die Tubuli Wolffii mesodermalen Ursprungs. Die Al- lantois entsteht nicht als Ausstülpung des Canalis neureutericus (Kupffer), weder als dichte indifferente Zellmasse, in welcher Höhlungen entstehen (Stahl, Erdös), noch tritt sie als Spalte auf (Hoffmaun), sondern sie schnürt sich einfach vom Endentoderm (Allantoisentoderm) der Sichel ebenso ah, wie das Darmrohr. Das Primitiventoderm theilt sich in drei Theile: 1. in das mittlere Chordaentoderm, 2. in seitliche Platten, Darmentoderm, und 3. in den Endtheil Allantoisentodenn. M.Tud. Akadem.Ertesitö 1888 (ungar.) und Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag.138— 141. In einer vorläufigen Mittheilung zur Entwicklungsgeschichte der Eidechsen theilt A. Ostroumoff Beobachtungen mit über den directen Uebergang der Chorda sammt dem Hypoblast in das hypoblastische Amnion, über die Hypophyse, über die Entwicklung des Afters, Wolff'sehen Ganges und Herzens, über die Kiemenspalten und die branchialen Sinnesorgane und über die definitive An- ordnung dieser Ganglien bei Fhrynocephalus helioseopus Pall. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 620—622. In seiner grösseren Arbeit sucht derselbe u. a. die Beziehungen der aus der Nervenleiste hervorgehenden Bildungen in der Occipitalregion zu den Nerven Hypoglossus und Accessorius Willisii bei den Embryonen von Fhrymcephalus klarzustellen. Die erste Andeutung des Embryonalafters fand Verf. bei Em- bryonen mit 6—7 Somiten in Form eines Grübchens über der Allantoisanlage im hinteren Theil des Primitivstreifens. Arbeiten (Trudi) d. Naturf.-Ges. Univ. Kasan Bd. 19, Heft 3. 123 pag., 3 Taf. (russ.). Einen „Beitrag zur Kenntniss der Kiemenspalten und ihrer Anlagen bei amnioten Wirbelthieren" gibt E. Liessner [vergl. Ber. f. 1887 pag. 182]. Verf. constatiert, dass bei Lacerta vivipara das erste und zweite Kiemenpaar sich in der Regel öffnet, das dritte nur selten und in .späteren Stadien durchbricht, die Anlage zum vierten aber nur ausnahmsweise eine Oeffnung zeigt, und dass sich die sehr spät erst auftretende Anlage zu einem fünften Kiemenspalteupaar höchstwahrscheinlich nie zu einer offenen Spalte ausbildet, zumal an derselben schon relativ früh Rückbildungen erkannt werden können. Morph. Jahrb. Bd. 13 pag. 402-416, Taf. 16. — Auch separ.: luaug.-Diss. Dorpat 1889, 8". 33 pag. Ueber Kiemenspalten und Kiemenspaltenreste bei Lacerta macht auch J. F. van Be mm eleu [vergl. Ber. f. 1887 pag. 150] neue Mittheilungen. Verf. betont namentlich die Verschiedenheit zwischen den epitheloiden Kiementaschen- derivaten (Carotiskörperchen) und den lymphoiden (Thymus) und zwischen der medianen Thyreoidea und den lateralen Darmwandderivaten (accessorischen Thyreoideen). Feestbundel a. F. 0. Douders-Jubileum, Amsterdam 1888 pag. 434 bis 464, Taf. 11—12. Ueber ein lebendes gabelschwänziges Exemplar von Lacerta agilis macht M.Bartels Mittheilungen. Jedes der beiden Schwänzenden war der Bewegung fähig. Die vorliegende Bildung wird als angeborene Missbildung angesprochen. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin pag. 69—72. Biologisches. Job. von Fischer zählt die Eidechsen auf, bei denen Pflanzennahrung beobachtet werden konnte. Es sind Uromastix spinipes, acan- 13* i96 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistuugeu thinurus und hardwickei, Iguana tuberculata und nudicolUs, Cyclura acantkura, Lophiura amboinensis, Amblyrhynchus cristatus, Conolophus subcristatus, Trachy- saurus asper und rugosus, Plestiodon aldrovandii, Hatteria punctata, Stellio vulgaris, Lacerta viridis, ocellata und pater. Alle Lacei-ten und Tropidosaura, sowie die Geckonen, lieben Zucker; nur Uromastix imä Conolophus ziehen bitter schmeckende Stoffe den süssen vor. Humboldt 7. Jahrg. pag. 425—426. Palaeontologisches. Ueber die fossilen Keste von Lacertiliern im British Museum macht R. Lydekker eingehende Mittheilungen. Abgebildet werden Fig. 61 Wirbel von Iguana europaea Filh. aus dem Oligocaen von Hordwell, Fig. 62 von Placosaurus margariticeps Gerv. aus dem oligocaenen Phosphorit von Caylux, Fig. 63 Kiefer eines Anguiden von ebenda und Fig. 66 ein hinterer Rückenwirbel von Varanus priscus Ow. aus dem Plistocaen von Queensland. • Cat. Foss. Rept. a. Amph. Brit. Mus. (N. H.) Bd. 1 pag. 275—290. — Weitere Notizen über denselben Gegenstand bringt derselbe. Er hat Reste von dem Oligocaen von Hordwell untersucht, die sich nicht von der amerikanischen Gattung Iguana trennen lassen und setzt diese Thatsache in Beziehung zu den Funden von Chelydra in Oeningen und Latonia (verwandt der lebenden Ceratophrys), die gleichfalls amerikanisches Gepräge haben. Sodann bespricht Verf. Flacosaurus rugosus Gerv. und Varanus margariticeps Gerv. = Plestiodon cadurcensis Filh., den er als Placosaurus margariticeps Gerv. zu den Anguiden stellt, sowie Palae- ovaranus cayluxi Filh., eine ächte Varanide. Placosaurus hatte wolentwickelte Gliedmaassen wie der lebende Diploglossus, und auch die eocaenen amerikanischen Gattungen Saniva Leidy und Glyptosaurus Marsh sind wahrscheinlich nahe verwandt mit ihm. Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 110—112. FaunistiSChes. A. Heilprin kommt auf seine Anschauungen betreffs der Verwandtschaft der nordamerikanischen Eidechsenfauna [vergl. Ber. f. 1887 pag. 183] zurück, indem er nachzuweisen versucht, dass die nearktische Region in Bezug auf ihre Fauna gegenüber der neotropischen den Werth einer selb- ständigen, primären zoologischen Region habe. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 24—27. — G. A. Boulenger hält seine Auffassung über die central- amerikanische Verwandtschaft und Herkunft der nordamerikanischen Eidechsen- fauna Heilprin gegenüber voll und ganz aufrecht und unterstützt seine Ansicht noch durch die Aufzählung aller 12 Eidechsenarten, die östlich des Mississippi, und der 3 Arten, die nördlich des 40." N. Br. vorkommen. Die nahezu völlige Uebereinstimmung auch in den Gattungen springt in die Augen. Ebenda pag. 107—109. A. Ernst gibt eine Liste der 41 bekannten Arten von Lacertiliern aus Venezuela. Revista Cientif. Mus. Centr. Venezuela Bd. 1 pag. 213-218. Systematisches. Ueber die Verwandtschaft und Stellung der Familie Varanidae vergl. oben Fr. E. Beddard pag. 194. Geokonidae. Sinnesorgane. Mittheilungen über die angebliche wahre Natur der sogen. Halsdrüsen von Phyllodactyliis europaeus und über die Wichtigkeit der Kalksalze für den thierischen Organismus macht C. Lepori. Lo Spallanzani, Giorn. Scientif. Roma (2) Jahrg. 18 pag. 143—165, 1 Taf. — L. Camerano weist nach, dass die Halsdrüsen von Phyllodactijlus bereits von Wiedersheim anatomisch und physiologisch erschöpfend erklärt worden seien. Boll. Mus. Zool. Auat. Comp. Torino Bd. 3, No. 45. 3 pag. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 197 Faunistisches. G. A. Boulenger hat einen südafrikanischen Vertreter der Gattung Oeäura (s. unten) beschrieben, wäkrend alle bis jetzt bekannten Arten dieses Genus in Australien leben. Aehnlich zeigt auch Phyllodaciylus zwei nahverwandte Formen, die eine in Südafrika (jyorphyreus), die andre in Australien {marmoratus). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 137—138. F. Mocquard verzeichnet Hemidactylus frenatus D. B. auch von Capland. Mem. Cent. Soc. Philoniath. Paris 1888 pag. 113. Systematisches. 0. Boettger macht Notizen zu Teratoscincus scincus Schleg. pag. 878, Crossobamon eversmanni Wgm. pag. 880, Gymnodactylus caspius Eichw. pag. 883, G. fedtsclmikoi Strauch, der vielleicht nur Localvarietät des vorigen ist , pag. 884 und G. russoivi Strauch pag. 885. Zool. Jahrb. Abth. f. Syst. Bd. 3. J. G. Fischer gibt systematische Bemerkungen zw. Hemidactylus richardsoni Gi'ay (bisher unbek. Vaterlands), den er aus Gabun erhielt. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 49, Taf. 4, Fig. 10. Crossobamon n. nom. für Ftenodactylus Strauch, non Gray; Boettger, Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 260. Gecko listeri n. sp. verwandt pumüiis Blgr. Christmas - Insel (Ind. Ocean); Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 53.5. Gymnodactylus oertzeni n, sp. verwandt kotschyi Stdchr. Karpathos-Gruppe (Süd-Sporaden); Boettger, Sitz.-Ber. Akad. Berlin pag. 152. Hemidactylus piumilus Hall. = frenatus D. B. ; Boettger, 26./28. Ber. Offen- bach, Ver. Nat. pag. 60. — H. richardsoni Gray. Gabun. Abgeb.; J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5, Taf. 4, Fig. 10. — H. tropidolepis n. sp. verwandt homoeolepis. Somaliland; Mocquard, Mem. Cent. Soc. Philom. Paris pag. 113. Oedura africana n. sp. Damaraland ; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 137. Pachydactylus fasciatus n. sp. verwandt feiöront Smith. Namaland; Boulenger, 1. c. pag. 138. — P. laeviyatus n. sp. verwandt bibroni Smith. Namaland; J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. TViss. Anst. Bd. 5 pag. 15, Taf. 2, Fig. 3. Sphaerodactylus argivus n. sp. verwandt argus. Cayman Brac. pag. 3. — Sph. asper n. sp. verwandt picturatus. Andros Island, Bahamas, pag. 13. — Sph. corticolus n. sp. verwandt notatus und argivus. Rum Cay, Bahamas, p. 11. — »Sp/?. decoratus n. sp. Rum Cay. pag. 12; Garman, Bull. Essex Instit. Bd. 20. — ÄjV?. meridionalis TU. s]}. Igimr&sse , Prov. Pernambuco; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 40. Eublepharidae. Biologisches. Nach F. Mocquard wird Psilodactylus caudicinctus A. Dum. von den Eingeborenen des Niger als höchst giftig betrachtet. Le Naturaliste Bd. 10 pag. 282. — Dieselbe Ansicht findet sich nach J. W. Vidal über den Biss der nordindischen Bis-Cobra, Eublepharis, verbreitet. Journ. Bombay Nat. Hist. Soc. Bd. 3 pag. 75. Uroplatidae. Systematisches. TJroplates phantasticus n. sp. Madagaskar ; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 101, Taf. 5, Fig. 1. Pygopodidae. Faunistisches. S. C. Burneil nennt Pygopus lepidopus Lac. von Wentworthville bei Parramatta. Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales (2) Bd. 3 pag. 336. Systematisches. Aprasia pulchella Gray. Lake Wallace und Portland, Victoria. Abgeb.; Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 161, Fig. 1. 198 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Delma frazeri Gray. Melbourne und Newington Station, Wimmera-District. Abgeb.; Mc Coy, ]. c, Taf. 152, Fig. 1. Lialis hurtoni Gray. Mallee Scrub, Vict., und Insel Duke of York. Abgeb. ; Mc Coy, 1. c, Taf. 162. Pseudodelma impar Fisch. Melbourne und Vereinigung von Yarra und Merri Creek. Abgeb.; Mc Coy, 1. c, Taf. 161, Fig. 2. Pjipoims lepidopus Lac. abgeb.; Mc Coy, 1. c, Taf. 151 und 152, Fig. 2. Agamidae. Biologisches. Job. von Fischer gibt einen Nachtrag zur Naturgeschichte von Uromastix acanthinurus Bell [vergl. Ber. f. 1885 pag. 287]. Er fand, dass nur die im Winter oder im Vorfrühling bezogenen Exemplare zur Fortpflanzung schritten. Die Art der Begattung wird beschrieben. Die Abweichungen in der Färbung von Stücken aus Tunis und aus der Oase Laghouat, aus der Prov. Beni-Mzab-Mzab und den Deps. Oran und Constantine werden eingehend behandelt. Auffallend ist die grosse Sterblichkeit, aber auch die Zahmheit der östlichen Formen gegenüber der Lebenszähigkeit und Wildheit der westlichen (Tunis, Biskra). Maasse von überwinterten Jungen werden gegeben, ein ganz junges Thier sehr charakteristisch in Holzschnitt vorgeführt. Fleisch frisst der Schleuderschwanz freiwillig nicht, dagegen ist Insectennahrung namentlich in der Jugend nothwendig. Eingehend wird schliesslich der Kennzeichen gedacht, nach denen man lebenskräftige, abgemagerte und kranke Thiere dieser Art mit Sicherheit unterscheiden kann. U. hardwickei trinkt im Gegensatz zu seinem afrikanischen Verwandten oft und ziemlich viel; auch über seine Haltung imd Pflege werden Angaben gemacht. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 97 — 108, 1 Fig. Nach demselben frisst Uromadix hardwickei GYa,y rohen Reis, Mais iind Hirse, auch Heu, Stroh und Heuschrecken. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 115. Derselbe beschreibt sehr anschaulich das Kleid und Gebahren des Uromastix hardwickei Gray in der Gefangenschaft im Vergleich zu U. acanthinurus. Er bedarf eines Triukgefässes und weniger hoher Wärmegrade. Er gräbt viel. In Gefangenschaft ist er harmlos und verträglich uud wird sehr zahm. Für sein gutes Gedächtniss werden Beispiele gegeben. Gesicht, Geschmack und Gehör sind vortrefflich entwickelt. Neben Getreidekörnern fressen sie auch Blätter, Blüten und Mehlwürmer und gedeihen ausgezeichnet. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 135-142. Systematisches. Notizen über Atjama sanguinolmta 'Pall. pag. 887 und A. caucasia Eichw. pag. 890, über Phrijnocephalus helioscopus Pall. pag. 892, Ph. interscapularis Licht, pag. 898 und Ph. mystaceus Pall., der sich durch eine eigenthümliche, noch unerklärte Tuberkelschuppe in der Achselhöhle auszeichnet, pag. 899 bringt 0. Boettger. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3. G. A. Bou lenger beschreibt die Färbung von Acjama planiceps Pts. aus Namaland. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 139. Dendragama n. gen. verwandt mit Acanthosaura Gray und Gonyocephalus Kaup, verschieden von ersterer Gattung durch die Anwesenheit eines Kehlsacks, von letzterer durch das Fehlen einer Gularfalte. — Mit B. boulengeri n. sp. Berg Singalang, West-Sumatra; Doria, Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 6 p. 649, Fig., Taf. 8, Fig. 1. Ilarpesauriis heccarü n. sp. Lubu Selassi bei Padang, Sumatra; Doria 1. c, pag. 646, Fig., Taf. 8, Fig. 2. Phrynocephalus raddei n. sp, ver'wandt helioscopus Pall. Perewalnaja, Trans- in der Herpetologie -währencl des Jahres 1888. 199 kaspien; Boettger, Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 262 und Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 894, Taf. 34, Fig. 2. Iguanidae. Palaeontologisches. Ueber Proiguana (== Iguana) europaea Filh. macht R. Lydekker Mittheilungen. Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 110. Systematisches. A. Guenther bringt systematische Bemerkungen zu Anolis alliaceus Cope von Dominica und beleuchtet seine specifische Unter- scheidung von A. leachi D. B. von Guadeloupe. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 363. Notizen über Anolis cJdorocyanus D. B. pag. 30 und zu Liocephalus vittatus Hall. pag. 27 macht J. G. Fischer. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5. Eingehende Beschreibungen von Sceloporus melanogaster Cope pag. 114, Sc. microlepidotus Wgm. pag. 112, Sc. scalaris "Wgm. pag. 111, Sc. spinosus Wgm. pag. 205 und Sc. torquatus Wgm. pag. 113 bringt A. Duges. Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1. Anolis leachi Blgr. part., lividus, oculatus und sabanus Garm. ^= alliaceus Cope ; Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 363. — A. leucophaeus n. sp. Inagaa, Bahamas, pag. 9. — A. luteosignifer n. sp. verwandt sagrae [nach Boulenger vermuthlich =: sagrae. Ref.]. Cayman ßrac und Little Cayman, pag. 4, 8. — A. maynardi n. sp. verwandt porcatus. Little Cayman, pag. 7 ; Garman, Bull. Essex Inst. Bd. 20. Liolaemus melanops n. sp. Quele-curä, Patagonien; Burmei.ster, Anal. Mus. Buenos Aires Bd. 3 pag. 252. Lysoptychus n. gen. zwischen Sceloporus und Uta, verschieden von ei'sterer Gattung durch das Auftreten einer losen queren, wie bei Ctenosaura gebildeten Kehlfalte. — Hierher L. lateralis n. sp. San Diego, Südwest-Texas; Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 11 pag. 397, Taf. 36, Fig. 1. Sceloporus melanogaster Cope abgeb. Taf. 12, Fig. 1 und Sc. microlepidotus Wgm. abgeb. Taf. 11, Fig. 5; Duges, Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1. Xiphosurus ferreus Cope = Anolis leachi D. B., Boct. pag. 363. — X. oculatus Cope = Anolis alliaceus Cope. pag. 363; Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2. Anguidae. Palaeontologisches. R. Lydekker führt den sehr in- teressanten Nachweis, dass ein Stück von Ophisaurus moguntinus Bttg. aus dem Oberoligocän von Rott, welches das Schwanzende regeneriert zeigt, dessen Pholidose während des Lebens nach Art der Beschuppung von Anguis repro- duciert hat. Cat. Foss. Rept. a. Batr. Brit. Mus. (N. H.) Bd. 1 pag. 278. — Vergl. auch oben G. A. Boulenger pag. 193. Notizen über PlacosaurusGi^ry. und Palaeovaranus Filh. bringt R. Lydekker. Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 110—111. Faunistisches. G. Entz fand bei Klausenburg nicht selten Anguis in der Farbenvarietät, bei welcher der Rücken mit zwei Längsreihen von pracht- voll blauen Flecken geschmückt ist. Rev. Siebenbürg. Mus. Ver. Klausenburg Bd. 10 pag. 133—134. Systematisches. Notizen über Anguis fragilis var. coZcA/ca Dem. bringt O. Boettger. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 902. Anguis fragilis L. var. caeruleoventris n. pag. 57 und var. cyanopunctata n. pag. 56 Haardt bei Kreuznach, Rheinpr. ; Geisenheyner, Progr. No. 418 Gymn. Kreuznach. 200 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Diplofjlossus macidatus n. sp. verwandt crusculus nnd occiduus [nach Bou- lenger = striat US Gray] Cayman Brac; Garman, Bull. Essex Instit. Bd. 20 pag. 5. — D. striatus Gray = occiduus (Shaw) Blgr.?; J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 29. Gerffionotus imbricatus Wgm. beschr. u. abgeb. ; Duges, Naturaleza Mexi- cana (2) Bd. 1 pag. 119, Taf. 12, Fig. 9. Helodermatidae. Biologisches. C. E. Bendire beschreibt die Eier, die er einem Heloderma ausgeschnitten hat. Forest and Stream (New York) Bd. 29 (1887) pag. 64-65. Ueber einen weiteren — den dritten oder vierten bekannten — Fall von tödlichem Biss des Heloderma suspectum Cope, der sich in Fairbanks bei Tomb- stone im Territorium Arizona zutrug, berichtet G. A. Treadwell. Proc. Zool. Soc. London pag. 266. — Ref. im Zoolog. Garten 30. Jahrg. (1889) pag. 60. — Ueber Heloderma suspectum Cope und die giftige Wirkung seines Bisses vergl. auch K W. Shufeldt in Forest a. Stream (New York) Bd. 29 (1887) pag. 24, Fig. — Weitere Mittheilungen über den Biss von Heloderma bringt H. C. Yarrow. Ebenda Bd. 30 pag. 412—413 und A. H. Buck's Reference Handbook of the Medical Sciences. New York, Will. Wood & Co. Bd. 6 pag. 171, Taf. 28. Varanidae. Biologisches. 0. Boettger gibt Notizen über die Nahrung von Varanus griseus Daud. in Transkaspien. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 904. Palaeontologisches. A. Weithofer beschreibt in seinen Beiträgen zur Fauna von Pikermi einen Varanus marathonensis n. Beitr. z. Palaeont. Oesterr.-Ung. Bd. 6, Wien 1888 pag. 225-292, Taf. 10—19. Eine Notiz über Megcdania prisca Ow. = ? Varanus bringt A. S. Wood- ward. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 85. Systematisches. Ueber Verwandtschaft und Stellung dieser Familie macht Fr. E. Beddard interessante Mittheilungen. Neben anderen erheblichen Abweichungen im Bau von den übrigen Eidechsenfamilien constatiert Verf., dass eine Peritonealfalte die Baucheingeweide sammt der Leber vollständig uraschliesst. Dieselbe ist ventralwärts frei, dorsalwärts aber in der Mittellinie angeheftet und trennt die Eingeweide von Herz und Lungen. Diese Einrichtung ist durchaus homolog der bei den Crocodiliden beobachteten und lässt die letzteren eventuell von FamwMS- ähnlichen Vorfahren ableiten. Verf. schlägt vor, die Monitores neben die Lacertilia Vera und die Rhiptoglossa als gleichwerthige Unterordnung zu stellen. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 204—206. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 467. — Vergl. auch oben Fr. E. Beddard pag. 194. Varanus (jouldi Gray. Kewell bei Horsham, Nordwest- Victoria. Abgeb.; Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 151. Tejidae. Systematisches. Bemerkungen über Ameiva fuscata Garm., die als Art neben A. surinamensis anerkannt wird, bringt A. Günther. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 363. Notizen zu Ameiva chrysolaema Cope hat J. G. Fischer. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 24. Ameiva maynardi m. sp. Liagua, Bahamas; Garman, Bull. Essex Inst. Bd. 20 pag. 10. — A. regularis n. sp. verwandt chrysolaema Cope. Sanssouci, Haiti ; J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 26. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 901 Amphisbaenidae. Systematisches. Agamodon covipressus n. sp. Somali- land; Mocquard, Mem. Cent. Soc. Philomath. Paris 1888 pag. 121, Taf. 11, Fig. 2. Monopeltis boulengeri Bttg. abgeb. ; Boettger, Ber, Senckenberg. Nat. Ges. Taf. 1, Fig. 1. Lacertidae. Allgemeines. F. La taste's Bemerkungen über Lacerta perspicillata sind dem Kef. unzugänglich gewesen. Bull. Assoc. Frang. Adv. Sc. Congres d'Orau du 30. mars 1888. Verdauungsorgaue. M. Holl behandelt die makroskopischen und mi- kroskopischen Verhältnisse der Mundhöhle von Lacerta agilis und bespricht besonders den Sulcus Jacobsonii, die Schleimhaut des Muudhöhleudaches, Cutis, Epithel, Krypteubildungen, lymphoides Gewebe, Pharynxtonsillen, Pterygoidton- sillen und Suprapterygoidtonsillen , Geschmacksorgane, sowie den Boden der Mundhöhle, das Epithel und die Geschmacksorganc der Zunge. Sitz.-Ber. Akad. "Wien, Math.-nat. Gl. Bd. 96 pag. 161—169, 1 Taf. Biologisches. Joh. von Fischer unterscheidet zwei verschieden ge- färbte Formen von Eremias pardalis D. B. [=: guttulata Licht. ; Ref.] ; die eine robuster gebaute fand er bei Boghar, Biskra, El-Kantarah und A'in Sefra in Algerien und bei Sfax in Tunesien, die andere schlankere, mehr der Wüsten- fauua angehörige bei Maskara (Prov. Oran), Laghouat, Wargla und Selama (Prov. Alger), Tuggurth CProv. Constantine) und bei Gafra in Tunesien. Zur Haltung der Art in Gefangenschaft gehört Sand, hohe Wanne (30" R.) und viel Licht. Sie ist äusserst rasch in ihren Bewegungen ; bei Erregung nickt sie wie Ägama und Uromastix. Solange der Tag dauert, gräbt sie. Frisst Insekten, bedarf des Trinkwassers und wird schnell zahm. Im Uebrigen hat sie das Be- nehmen von Acanthodactylus. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 5-8. Derselbe bespricht Lacerta pater Lat. und ihre Verwandtschaft mit L. ocellata und viridis. Er hält L. pater für gute Art, wie ocellata und viridis, alle drei aber von einer einzigen, ausgestorbenen Fonn abstammend. L. pater sei die jüngste, in ihren Charakteren noch besonders schwankende Form. Verf. kennt sie nur aus Algerien und Tunis und gibt die Farbenunterschiede aus ver- schiedenen Oertlichkeiten in Algerien. Ueber Lebensgewohnheiten und Nahrung, die wenig von denen der L. ocellata abweichen, wird eingehend berichtet. Im April erfolgt die Paarung; nach 14—18 Tagen legt das $ 15 — 22 Eier, die 21 mm lang und 13 mm breit sind. Ebenda pag. 265 — 273. Faunistisches. Nach M. Ramos Medina fanden sich auf einer Ex- cursion nach Tomares iind S. Juan de Aznalfarache in der Umgebung von Sevilla Lacerta muralis Laur. und Psammodromus hispanicus Fitz, Anal, Soc. Esp. Hist. Nat. Bd. 17, Actas pag. 122. Literarische Angaben über das Vorkommen von Lacerta viridis in der Mark Brandenburg bringt E. von Martens. Schon 1845 war die Art bei Rüdersdorf bekannt; ihre erste Erwähnung aus der Mark geschah 1823. Bei Rüdersdorf ist sie jetzt sehr selten geworden oder wol schon ausgerottet; da- gegen kommt sie noch bei Oderberg und Teupitz vor. Auf Rügen und bei Greifswald fehlt die Art jetzt bestimmt, ebenso in Pommern und Mecklenburg. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin pag. 118—120. L. Picaglia & P. Parona stellen fest, dass im Modenesischen Lacerta viridis allgemein verbreitet ist, dass L. muralis dagegen ausschliesslfth den hohen Apennin bewohnt (Fiumalbo, Sestola und Serrabassa), während die var. 202 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen serpa Raf. auf die Ebene und die Hügelregion (Sassuolo) angewiesen ist. Atti Soc. Nat. Modena, Rendic. (3) Bd. 3 (1887) pag. 64. Gr. Entz verzeichnet Lacerta vivipara Jacq. aus Siebenbürgen vom Re- tyezät-Gebirge, Hunyader Comitat, aus dem Bihar nächst der Oncsäszaer Höhle, aus Mezöhavas, Görgenyer Gebirge, und aus den Bergen um Hermannstadt. Die sehr lebhafte Lokalfärbung und Zeichnung und auch die Tracht der Jugendform wird beschrieben. Die var. nigra Wolf ist aus Siebenbürgen noch nicht bekannt. L. muralis Laur. fand Verf. nur bei Vajda-Hunyad und Deva, Hunyader Co mitat. Rev. Siebenbürg. Mus. Ver. Klausenburg Bd. 10 pag. 128—133. Systematisches. Mittheilungen über Lacerta danfordi Gthr. pag, 163, L. muralis Laur. pag. 159 und L. viridis var. major Blgr. pag. 157 aus Griechen land und Kleinasien macht 0. Boettger. Sitz.-Ber. Akad. Wiss. Berlin 1888 Notizen zu Eremias intermedia Strauch pag. 908, Scapteira grammica Licht, pag. 912 und Sc. scripta Strauch pag. 914 gibt derselbe. Zool. Jahrb., Abth f. Syst. Bd. 3. A. Günther behandelt eingehend die Unterschiede der 9 von ihm aner kannten Tachydromus-Arten tmd gibt einen Schlüssel zur Bestimmung derselben Neu eine Art. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 166—169. 0. Boettger hält Eremias brenchleyi Gthr. für wahrscheinlich specifisch verschieden von E. argus Pts. 26./28, Ber. Offenbach. Ver. £ Nat. pag. 63. — Dieselbe Ansicht spricht J. G. Fischer nach Stücken von Chikiang aus. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 46. Eremias brenchleyi Gthi-. abgeb. ; J. G. Fischer, 1. c, Taf. 4, Fig. 9. — E. edwardsi n. sp. verwandt brenneri Pts. Somaliland; Mocquard, Mem. Cent. Soc. Philomath. Paris 1888 pag. 115, Taf. 11, Fig. 1. Lacerta viridis var. transsylvanica n. Siebenbürgen; v. Kimakowicz, Verb, u. Mitth. Siebenbürg. Ver. Nat. 38. Jahrg. pag. 107. Ophiops schlueteri Bttg. = elegans Men. var. mit 38—49 Längsschuppen- reihen und 10—16 Schenkelporen jederseits; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 505. Tachydromus sikkimensis n. sp. für sexlineatus Stol. Sikkim; Günther, 1. c, Bd. 1 pag. 166-168. Scincidae. Biologisches. Notizen über die Lebensweise von Mabuia punctata auf Fernando Norouha [vergl. Ber. f. 1887 pag. 179] bringt J. C. Brann er. Americ. Naturalist Bd. 22 pag. 866-867. Auch Lygosoma (Homolepida) casuarinae erwies sich nach Palmer als lebendiggebärend; es brachte an zwei aufeinander folgenden Tagen je drei Junge zur Welt. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 3 pag. 401. Faunistische s. W. Hartwig sammelte Chalddes viridanus Grav. in Anzahl bei Icod de los vinos auf Tenerife; er heisst dort Lhssa. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 159—160. A. Günther kennt 3Iabuia agilis'RaMi von Mexico, Yucatan, Guatemala, Vera Paz, S. Salvador, Panama, Veragua, Venezuela, Ecuador, British Guayana, Rio, Martinique, Dominica und Grenada. Er zeigt, dass sich zwischen M. agilis und dominicana Garm. absolut keine Trennung ziehen lasse. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 364-365. Systematisches. Beim jungen Tropidophorus yunnanensis Blgr. sind die in der Herpetologie wäbi-end des Jahres 1888. 203 Eückenschuppeu nach G. A. Bou lenger zwei- oder dreikielig. Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 6 pag. 596. J. G. Fischer macht Mittheiliingen über Mahuia wahlbenji Pts. und striata Pts. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 13, Taf. 2, Fig. 4. Bemerkungen zu 3Iabuia agilis Raddi von Dominica bringt A. Günther. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 264. G. A. Boul enger hat eine Notiz über Pholidose und Schwanzlänge von Lygosoma nativitatis Blgr. von Ohristmas-Insel (Ind. Ocean). Proc. Zool. Soc. London pag. 536. Ablepharus aeneus Blgr. = cabindae Boc. ; Boettger, Ber. Senckenbg. Nat. Ges. pag. 30. — A. egeriae n. sp. verwandt boutoni Desj. Christmas-Iusel (Ind. Oc.) ; Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 535. Cydodus occipitalis Pts. Horsham, West- Victoria, und Süd- und West- australien. Abgeb.; Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 171. Euprepes aureogularis F. Müll. = Mabuia raddoni Gray; Boettger, Ber. Senckenbg. Nat. Ges. pag. 28. — Eu. chaperi Vaill. gute Art neben sundewalli Smith; Mocquard, Mem. Cent. Soc. Philomath. Paris 1888 pag. 119. Lygosoma chinense Gray. Neu beschrieben ; Boettger, 26./28. Ber. Offenbach Ver. Nat. pag. 66. — L. (Homolcpida) forbesi n. sp. Sogere, inneres Neuguinea Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 343. — L. (Hinulia) malayanum n. sp Berg Singalang, West-Sumatra ; Doria, Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 6 pag. 652 Mabuia dominicana Garm. = ayilis Raddi; Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 364. — M. peringueyi n. sp. verwandt homalocephala. Namaland Boulenger, 1. c, pag. 139. — M. tvahlbergi Pts. = striata Pts. var. abgeb. J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 14, Taf. 2, Fig. 4. Panaspis aeneus Cope = Ablepharus cabindae Boc. ; Boettger, Ber. Senck. Nat. Ges. pag. 30. Scelotes macrolepis n. sp. Madagascar; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 102. Sepsina hessei Bttg. abgeb.; Boettger, Ber. Senck. Nat. Ges. Taf. 1, Fig. 3 und Taf. 2, Fig. 2. Tropidophorus sinicus Bttg. abgeb.; Boettger, 26./28. Ber. Offenbach. Ver. Nat. Taf. 2 Fig. 2. Anelytropidae. Systematisches. Feylinia macrolepis Bttg. abgeb.; Boettger, Ber. Senck. Nat. Ges. Taf. 2, Fig. 4. Rhiptoglossa. Chamaeleontidae. Faunistisches. Nach O. Boettger fand Forsyth Major 1887 Chamaeleon vulgaris Daud. auf der Insel Samos. Sitz. -Ber. Akad. Berlin pag. 169. Systematisches. A. Günther hält Chamaeleon laevigatus Gray aus dem Sudan und aus dem Monbuttugebiet (Obercongo) als Varietät von Ch. senegalensis Daud. aufrecht. Proc. Zool. Soc. London pag. 50. Chamaeleon boettgeri n. sp. verwandt nasutus. Nossibe. pag. 23, Taf. 2, Fig. 3. — Ch. gastrotaenla n. sp. Madagascar. pag. 103, Taf. 5, Fig. 2. — Ch. guentheri n. sp. Nossibe. pag. 22, Taf. 2, Fig. 1 — 2; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1. 204 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Pythonom orpha (nur fossil). Systematisches. TJeher die Reste von Pythonomorphen im British Museum macht R. Lydekker Mittheilungen. Abgebildet werden Fig. 57 ein Zahn von Liodon aus der Ob. Kreide von Maestricht und Fig. 58 ein vorderer Schwanzwirbel derselben Gattung aus der Kreide von Alabama. Cat. Foss. Rept. a. Amph. Brit. Mus. (N. H.) Bd. 1 pag. 261—274. — Zusätze dazu gibt derselbe in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 452. Danach ist Geosaurus kein Pythonomorphe, sondern ein Crocodilier, der neben die Metriorhynchinae zu den Teleosauriden zu stellen sei (s. Crocodilia). KOSasauridae. In seiner Arbeit über den Schädel der Mosasaurier beschreibt L. Dollo das Quadratum, behandelt besonders eingehend die Bedeutung der Suprastapedialgrube in demselben und gibt die Abbildungen des Schädels von Mosasaurus camperi Cuv. und von Halnosaurus hernaräi Dollo, letztere ohne eingehendere Beschreibung, aber mit Erklärung ihrer osteologischen Einzelheiten. Bull. Scientif. France et Belg. (3) Jahrg. 1 pag. 1—11, 8Figg., Taf. 1. — Ref. in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 519—520 und in N. Jahrb. f. Min, 1889 U. pag. 182—183. Ophidia. Allgemeines. Referate von R.Franz über seine Arbeit „Deutschlands Schlangen" [vergl. Ber. f. 1887 pag. 209] und Kritik von Grunnert s. in Forstl. Blätter Bd. 11 (1887) pag. 370—372 und Bd. 12 pag. 106—108. Integumentalgebilde. Eingehende histiologische Untersuchungen an der Haut der Schlangen hat E. Ficalbi [vergl. Ber. f. 1887 pag. 200] angestellt. Er unterscheidet fünf Schichten in der Epidermis, sechs Schichten in der Leder- haut und drei Schichten im Unterhautgewebe. Eine ächte Cuticula ist nach dem Verf. nicht vorhanden; der feine Ueberzug, den er Pellicula nennt, und der als Cuticula gedeutet werden könnte, ist ursprünglich zelliger Natur, wenn er auch späterhin keine Structur mehr erkennen lässt. Bei Zamenis gemonensis, Tropidonotiis und Elaphis werden drei Arten von Chromatophoren beschrieben, gelbe, gelbgrüne und schwarze. Nur die Bauchhaut und überhaupt die Haut der ventralen Theile zeigt Hautmuskeln. Zum Schluss werden die Blutgefässe und Nerven, welche die Haut versorgen, geschildert und die Häutung kurz besprochen. Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Mem. Bd. 9 pag. 220-333, Taf. 6. — Ref. in Arch. Ital. Biol. Bd. 10 pag. 401-418. Nervensystem. E. Berger macht Mittheilungen über mitten im Rücken- mark der Schlangen befindliche Ganglienzellen. Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (8j Bd. 5 pag. 217. Sinnesorgane. Aus Beobachtungen an Naja schliesst G. Pore, dass die Schlangen Schallwellen der Luft überhaupt nicht empfinden, sondern nur die Vibrationen des Bodens. Journ. Bombay N. H. Soc. Bd. 3 pag. 65. — Dasselbe bemerkt H. M. Phipson für Naja und Baboia. Nature Bd. 38 pag. 284. Ontogenie. J. F. vanBemmelen will bei Embryonen von Tropidonotus natrix, bei denen die vierte Kiemenspalte schon angelegt, die fünfte aber noch nicht sichtbar ist, eine Anlage von Vordergliedmaassen gefunden haben [Beruht in der Herpetologie während des Jahres 1888. 205 nach späteren Mittheilungen des Verf.'s auf einer Verwechslung von Objecten. Ref.]. Tijdsch. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 2, Versl. pag. 40. Biologisches. Mittheilungen über Schlangen in der Gefangenschaft bringt C. Brongniart. La Naturaliste Jahrg. 10 pag. 101—103. lieber das Ergreifen und Verschlingen der Beute und die ersten Acte der Verdauungsarbeit bei den Schlaugen macht L. Vaillant Mittheiluugen. Mem. Cent. Soc. Philom. Paris 1888 pag. 35-46. Fr. A.Lucas erklärt die Fähigkeit der Schlangen, Thiere oder Menschen zu fascinieren, in der Weise, dass der ganze Effect in der erschreckten Person liege und nicht in einer besonderen Eigenschaft oder Fähigkeit der Schlange. Journ. Trenton Nat. Hist. Soc. No. 3 pag. 356—358. Dass auch die Anwesenheit eines Frenalschildes kein sicheres Kennzeichen für Nichtgiftigkeit einer Schlange sei, beweist G. A. Bou lenger an dem Beispiel von Äsemiops, einer neuen Giftschlaugengattung von den Kakhien Hills in Ob. Burma, die den Habitus einer lycodonten Colubriue mit dem Giftapparat einer Viperine verbindet. Proc. Zool. Soc. London pag. 266. A. E. Feoktistow bringt vorläufige Mittheilungen über die Wirkungen des Schlangengiftes auf den thierischen Organismus. Geprüft wurde das Gift von Vipera ammodytes und berus und von Crotalus durissus. In phj'siologischer Beziehung konnte Verf. keinen Unterschied in der Wirkung des Giftes dieser drei Arten finden. Besprochen werden die Grösse der Giftproduction , die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Giftes und seine Einwirkung auf verschiedene Thiere, sowie namentlich auf die verschiedenen Organe und Thätigkeitscentren der höheren Thiere. Den Schluss bilden Notizen über tödlich wirkende Dosen und die Therapie. Annnoniakpraeparate, Alkohol und Kalium- permanganat verwirft Verf. als Gegenmittel. Mem. Acad. Sc. St,-Petersbourg (7) Bd. 36, No. 4, 22 pag. — Auch separ.: Experimentelle Untersuchungen über Schlangengift. Dorpat 1888, 8". 45 pag. Liaug.-Diss. St. Petersburg. J.H. Garnier macht interessante Mittheihmgen über Schlangenbiss — die einzige Giftschlange um Ontario ist Caudisona trigemina B. G. und selten — imd gibt als Gegenmittel verdünntes Jodkalium und dann nach einiger Zeit „sweet spirit of nitre" innerlich, ein Mittel, das er in einem leichteren Vergiftungsfalle selbst an sich erproben konnte und in drei schweren Fällen von Klapperschlangenbiss beAVährt fand. Schliesslich befürwortet Verf. in dringenden Fällen auch die sofortige Anwendung von Schlangensteinen und von Ligaturen. Proc. Canad. Inst. Toronto (3) Bd. 5 pag. 255—261. O. Katz bringt einige allgemeine Bemerkungen über das Gift xon Hoplo- cephalus curtus Schlg. und erwähnt sodann, dass seine Versuche fehlgeschlagen seien, die zur Lösung der Frage angestellt worden waren, ob das Blut von der Schlange tödlich gebissener Thiere auf andere Thiere tödlich wirke. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 3 pag. 400-401. Ueber Wiederholung von Vergiftungssymptomen nach Schlangenbiss macht H. C. Yarrow Mittheilungen. Medical News Bd. 1 (1887) pag. 623. Palaeontologisches. Ueber die fossilen Schlangenreste im British Museum gibt R. Lydekker eingehend Aufschluss. Abgebildet werden Wirbel Fig. 55 von Palmyx rhombifer Ow. aus den Phosphoriten von Caylux, Fig. 56 von Palaeophis typhoeus Ow. Catal. Foss. Rept. a. Batr. Brit. Mus. (N. H.) Bd. 1 pag. 249—260. 206 ^^'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Ueber die Frage der Valenz und Stellung der Palaeophiden macht der- selbe Bemerkungen. Zu den Hydrophiden oder zu den Pythoniden gehören sie nicht; wahrscheinlich sind es aber ächte Meeresschlangen gewesen, die wol den Rang einer eigenen Fam. Palaeophidae verdienen. Nach dem Verf. ist überdies Palaeopython Rochebr. auf Wirbel begründet, die in keiner Weise von Paleryx Ow. abweichen, die aber allerdings zu den Pythoninen gehören. Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 112-113. A. N eh ring nennt aus dem Quartär von Thiede bei Braunschweig Reste einer Schlange von der Grösse der Vipei-a herus. N. Jahrb. f. Min. 1889 I pag. 81. Faunistisches. E. D. Cope verzeichnet aus Florida Tantilla cwonata B. G., Contia pygaea Cope, Osceola elapsoidea Holbr., Cemophora coccinea Blum., Ophibolus doliatus var. syspila n. und var. parallela n., 0. getulus var. getula L., Dromicus flavilatus Cope, Coluber quadrivittatus Daud., Coluber guttatus var. guttata L. und var. sellata n., C. rosaceus n. sp., Pityophis melanoleucus Holbr., Spilotes corais var. erebenna Cope, Cyclophis aestivus L., Baseanium constrictor L. und flagelliforme Catesb., Heterodon platyrhinus Latr. und simus, Storeria oc- ciintomaculata Holbr., Natrix taxispilota Holbr., N. fasciata var. fasciata L. ixnd var. erythrogastra Shaw, N. nota Cope, N. compressicauda var. ivalken-i YaiT., var. compsolaema Cope, var. compressicauda Kenn, und var. bivittata n., Eutaenia sirtalis L. und sacl'eni Kenn., Liodytes alleni Garm., Ancistrodon piscivorus L., Crotalophm-us miliarius L. und Crotalus adamanteus var. adamantea Beauv. ; aus Virginia Ophibolus rliombomaculatus von Alexandria und aus Alabama und Georgia Coluber obsoletus var. lemniscata n. Von 35 Arten und Varietäten floridanischer Schlangen sind 5 Species und 6 Varietäten dem Lande eigen- thümlich, aber nur 6 Formen überschreiten die östliche Küstenprovinz. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 11 pag. 381-394, Taf. 36, Fig. 3—4. Systematisches. G. A. Boulenger spricht sich dagegen aus, bei den Schlangen getheiltes oder ungetheiltes Anale und getheilte oder ungetheilte Sub- caudalen bei sonstiger Uebereinstimmung als generische Charaktere zu verwerthen, Proc. Zool. Soc. London pag. 89. Typhlopidae. Faunistisches. Burneil neTunt Typhlops nifjrescens Schlg. von AVentworthville bei Parramatta. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 3 pag. 1096. Systematisches. Typhlops schlegeli Bianc wird nach G. A. Boulenger 69 cm lang und hat einen Durchmesser von 28 mm. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 140. Ophthalmidium tenue Hall. = Typhlops braminus Daud. ; Boettger, 26./28. Ber. Offenbach. Ver. Nat. pag. 70. Typhlops (Onychocephalus) congims Bttg. abgeb.; Boettger, Ber. Senck. Nat. Ges. Taf. 1, Fig. 5. — T. inornatus n. sp. Sogere, inneres Neuguinea; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag, 344. — T. intermedius, hraiissi und lineolatus Jan imd punctatus Gray = eschrichti Schlg.; Boettger, Ber. Senck. Nat. Ges. pag. 42. Boidae. a. Pythonlnae. Palaeontologisches. Nach R. Lydekker ist Palaeopython Rochebr. identisch mit Paleryx Ow. Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 112. b. Boinae. Ontogenie. F. Mocquard macht Mittheüungen über die Lage des Embryos von Pelophilus madagascariensis im Ei und gibt Beschreibung in der Herpetologie wälirend des Jahres 1888. 207 der Embryonen der Eathke'schen ersten, zweiten und dritten Periode. Zu be- achten ist, dass beide Oviduete je 12 Eier bargen, dass die embryonale Ent- wicklung sehr weit vorschreitet und die Schlange deshalb wahrscheinlich zu den ovoviviparen gehört, und dass die zahlreichen Embryoneu auffallend ungleich entwickelt sind. Bull. Soc. Philomath. Paris (7) Bd. 12 pag. 34—41. Systematisches. Notizen über Eryx jaculus var. miliaris Pall. bringt 0. ßoettger. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 938. Charina brachyops n. sp. Point Reyes, California, pag. 88, Taf. 36, Fig. 2. — Gh. plumhea B. Gr. = hottae Blainv. pag. 88; Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 11. Chilabothrus gracilis n. sp. verwandt maculatus Fisch. Cap Haytien. pag. 35, Taf. 3, Fig. 8. — Ch. maculatus n. sp. verwandt inornatus Rhdt. Cap Haytien und Gonaives. pag. 33, Taf. 3, Fig. 7; J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5. Eryx jaculus var. miliaris Pall. neu diagnosticiert; Boettger, Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 942. — E. jayakari n. sp. Maskat, Arabien; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 508. Tropidophis conjunctus n. sp. verwandt maculatus Bibr. Cap Haytien; J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 31, Taf. 3, Fig. 5. Ungalia moreleti Boc. abgeb. ; Bocourt, Miss. Scientif. Mex. Rept. Taf. 42, Fig. 5. Uropeltidae. Systematisches. G. E. Mason beschreibt eine neue Silyhura und macht Bemerkungen übei' Färbung und Pholidose von Silybura nilgerrhiensis var. pri'CtO' Bedd., sowie über Bhinophis sangiiineus Bedd. var. von den Wullingy-Bergwäldern bei Palghat und über Melanophidium punctatum Bedd. von Peermaad in Nord-Travancore. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 184—186. Silybura phipsoni n. sp. verwandt myhcndrae Bedd. Bombay Ghats; Mason, 1. c, pag. 184. Palaeophidae (foss.). Betr. dieser Familie vergl. R. Lydekker in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 112—113. Colubridae. a. Colubrinae. Biologisches. A. Lendl macht Mit- theilungen über die Begattung von Zamenis gemonensis. Termesz. Füzetek Budapest Bd. 11 pag. 59-60, Fig. und pag. 87—89, Fig. Ueber das laute Zischgeräusch von Pityophis deppei Jan berichtet Herrera. Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1 pag. 281, Fig. Faunistisches. F. C. Noll erhielt Tropidonofus tesselatus Laur. von Garden und Pommern im Moselthal und erwähnt ihn auch von Bertrich an der Mosel. Zoolog. Garten 29. Jahrg. pag. 242—243. Systematisches. Bemerkungen zu Cyclophis fasciatus Jau bringt 0. Boettger pag. 920, zu Lytorhynchus ridgewayi Blgr. aus Durun, Trans- kaspien, pag. 924. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3. A. Duges beschreibt eingehend Tropidonotus (Eutaenia) collaris Jan pag. 125 und insigniarum Cope pag. 127, Tr. mesomelanus Jan pag. 129, Tr. (Eutaenia) pulchrilatus Cope pag. 126 und scalaris Cope pag. 128. Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1, E. D. Cope zählt die Eutaenien von Südost-Indiana auf und beschreibt zwei neue Varietäten und eine neue Art. Die Arten sind Eutaenia sirtalis L. typ. und var. ordinata L., var. graminea u. und var. obscura Cope, Eu. butleri 208 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen u. sp., Eu. radix var. melanotaenia n. und Eu. saurita L. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 11 pag. 399—401. Mittheilungen über die Unterscheidung der nordamerikanischen Ophiholus- Formen, speciell über 0. doliatus L., triangulum, coccineus, rhombomaculatus, calUgaster, annulatus, genUlis wüA amaurus wmcht derselbe pag. 381. Er stellt zu 0. doliatus 11 Unterarten und gibt eine Unterscheidungstabelle, sowie die nach ihren Färbungscharakteren wahrscheinlichste phylogenetische Anordnung derselben. Auf pag. 389 erörtert Verf. die Geschichte des Gattungsnamens Colaher Opp. und betrachtet danach C. aesciilapii als Typus der Gattung mit dem Vermerk Günther 1858 und gibt pag. 391 Notizen über die Gattung Trojn- doelonium Cope. Ebenda Bd. 11. Notiz zu Phyllopliis carinatus Gthr. von Kiukiang gibt A. Günther. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 170. Derselbe bringt auch Bemerkungen über Färbung und Pholidose von Elapomorphus acanthias Kroey. pag. 323, über Stücke von Uriechis capensis Smith aus Sansibar und vom Nyassasee, von U. lunulatus Pts. vom Nyassasee xmd von U. concolor Fisch, aus Lado und über ihre Unterschiede pag. 324—325 und über Färbung von Ch-ayia triangularis Hall, vom Congo und Gabun pag. 325. In einer Notiz über Boodon geometricus Boie, der möglicherweise mit B. mentalis Gthr. zusammenfalle, bemerkt Verf. pag. 328, dass er die Boie'sche Art nicht kenne, gibt aber einen Schlüssel für 5 neue, nächstverwandte Formen. Ebenda Bd. 1. Mittheilungen über Färbung von Homalosoma variegatum Pts. bringt G. A. Bouleuger. Ebenda Bd. 2 pag. 140. J.G.Fischer gibt systematische Bemerkungen pag. 40 zu Dromicus an- tillensis Schlg. und parvifrons Cope und eingehende Beschreibung pag. 37 von Br. (Alsopliis) anomalus Pts. und pag. 41 von Uromacer oxyrrhynehiis D. B. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5. Ahlabes homeyeri Pts. = Dromophis angolensis Boc. ; Boettger, Ber. Seuck. Nat. Ges. 1888 pag. 55, Achalinus rufescens n. sp. augebl. Hongkong; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 43. Acrophis juliae Cope = Liophis, neu diagnosticiert; Günther, 1. c, pag. 365. Ahaetidla bocagei n. sp. Angola; Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 326. — A. emini n. sp. Monbuttu, Ob. Congo ; Günther , Proc. Zool. Soc. London pag. 51 und Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 325. — A. gracillima n. sp. Unt. Congo; Günther, 1. c, pag. 326. — A. shirana n. sp. Shirefluss, Trop. Afr.; Günther, 1. c, pag. 326. Alopecion als Subgen. von Boodon wieder aufgenommen für die Arten mit 15—17 Schuppenreihen, mit einer Verticalreihe grösserer sechseckiger Schuppen und mit sehr schlanker Körperform; J.G.Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 3. Alsopliis angidifer var. fuscicauda n. Cayman Brac; Garman, Bull. Essex Instit. Bd. 20 pag. 6. — A. sibonius Cope = Dromicus leucomelas T). B. Marie Galante, Dominica, Guadeloupe und S. Domingo; Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 366. Amphiardis n. gen, verwandt Storeria. Kopf nicht scharf vom Halse ab- gesetzt; Zähne gleich gross; 2 Nasalen, 2 Internasalen , kein Praeoculare, statt in der Herpetologie während des Jahres 1888. 209 dessen ein Frenale; Anale einfach; Schuppen gekielt. — Für Virginia inornata Garm.; Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 11 pag. 391. Boodon hijyraeocularis n. sp. Tanganyika und Momhas; Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 330, Taf. 18, Fig. B. — B. capensis D. B., geometricus Pts. und quadrivittatus Hall. = lineatus D. B. var. capensis; Boettger, Ber. Senck. Nat. Ges. pag. 70. — B. mentalis n. sp. Damaraland; Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 331, Taf. 19, Fig. A. — B. niger Fisch., quadrivirgatus Hall, und virgatus Cope = lineatus D. B. var. nigra; Boettger, Ber. Senck. Nat. Ges. pag. 71. — B. poensis n. sp. Fernando Pöo. pag. 330. — B. seychellensis n. sp. Seychellen, pag. 330, Taf. 18, Fig. C. — B. ventralis n. sp. Alt-Calabar und Ashanti. pag. 329, Taf. 18, Fig. A; Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1. — B. (Alopecion) vossi n. sp. Kamerun; J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 3, Taf. 1, Fig. 1. Bothrophthalmus melanozostus Jan = Zmeofihil'ippinicus Blgr.; Ref], wenn nicht diese Identificationen sehr wahrscheinlich auf falscher Bestimmung beruhten. Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. Bd. 17 pag. 34 — 35. Afrikanische Region. F. Mocquard verzeichnet Rana ma-s- careniensis D. B. und Chiromantis petersi Blgr. aus Somaliland. Mem. Cent. Soc. Philomath. Paris 1888 pag. 109—134. G. A. Boulenger beschreibt 4 neue Frösche (s. Ranidae, Dendrobatidae und Dyscophidae) aus Madagascar. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 105—107, Taf. 6. 250 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen A. Günther nennt aus Monbuttu, Obercongogebiet, Rana occipitalis Gthr. und mascareniensis D. B., Rcqypia cinctiventris Cope und Bufo recßdaris Rss. Die Fauna ist näher mit der West-, als mit der Ostafrikas verwandt [s. auch oben pag. 187]. Proc. Zool. Sog. London pag. 51. 0. Boettger gibt in Materialien zur Fauna des Unteren Congo II pag. 5 — 11 die Literatur auch über die Batrachier des dortigen Gebietes und beschreibt sodann mehr oder weniger ein- gehend die 7 Anuren Rana alhoJahris Hall., Rappia marmorata paraUela Gthr., R. fvscigula Boc, cinctiventris Cope und fimbriolata B. P., IlijJambates auhryi A. Dum. und Bufo regularis Rss. var. spinosa BÖc. Ber. Senck. Nat. Ges. 1888 pag. 3—108. Tropisch-amerikanische Region. J. G. Fischer erwähnt von Haiti nur Bufo gutturosus Laur. und Hyla (Trachycephalvs) omta Cope aus Cap Haytien, letztere auch aus Grande Riviere und Sanssouci (mit Beschreibung der Färbung und der Larve auf pag. 44). Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5. A. Günther ferzeichnet aus Dominica, Westindien, nur Cystiqnathi(S pentaclactylus Laur. und Hylodes martinicensis Tsch. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 366. G. A. Boulenger beschreibt 4 neue Batrachier aus den Gattungen Leptodactylus , Eupemphix , Hyla und Siphonops (s. Cystignathidae, Bufonidae, Hylidae und Caecilüdae) aus Brasilien. Ebenda Bd. 1 pag. 187—189. Derselbe zählt von Iguarasse, Prov. Pernambuco, Brasilien auf: Larven von Rana palmipes Spix, sowie Falvdicola hiligonigera Cope, Hyla rtihva Daud. und 3 neue Anuren (s. Cystignathidae und Hyhdae). Besonders interessant ist der erste Nachweis eines Noto- trema so weit östlich von den Anden. Ebenda Bd. 2 pag. 40 — 43, Taf. 3. Derselbe gibt eine Liste von Batrachiern der brasilianischen Provinz St. Catharina. Folgende 21 Arten wurden in der Sierra do Catharina von Hrn. Michaelis gesammelt: Engystoma ovale var. bicolor Val., Pseudis mantidactyla Cope, Elosia nasus Licht., Hylodes gollmeri Pts., Ceratoplirys hoiei Wied, Paludicola ol ferst Mts. und hiligonigera Cope, Leptodactylus gaudichaudi D. B., Eupemphix nana Blgr., Bufo arenarum Hens., Hyla faber Wied, marginata Blgr., pulchella D. B., bischoffi Blgr., bivittata Blgr., nasica Cope, senicula Burm., avrantiaca Daud., Fhyllomedusa iheringi Blgr., sowie je eine neue Engystoma und Flyla (s. Engystomatidae und Hylidae). Ebenda Bd. 1 pag. 415—417. Australische Region. G. A. Boulenger beschreibt aus Neu- guinea eine neue Rana und ein neues Anurengeschlecht (s. Ranidae und Engystomatidae), welche H. 0. Forbes daselbst gesammelt hat. Ebenda Bd. 1 pag. 345—346. in der Heri)etologie während des Jahres 1888. 251 In einem Dritten Beitrag zur Herpetologie der Salomons- inseln fügt derselbe der dortigen Fauna noch Cormifer corru- gatus A. Dum hinzu. Die Insel Guadalcanar ergab von Anuren Rana giiirpyi (S 21, S 10 cm von Schnauze zu After; frisst grosse Krebse I) und hreffti Blgr.^ Cormifer salomonis Blgr. und corrngutus, Gerat obatracJnis guentheri und Hyla macrops Blgr. Von Rubiana auf Neu-Georgia stammen Rana guppyi, Cormifer corrvgatiis und Cera- tohatraclms giientheri. Es finden sich auf den einzelnen Inseln auf Faro 9, auf Shortland 4, auf Treasury 8, auf Neu-Georgia 3, auf Guadalcanar 6 und auf San Cristoval und den Nachbarinseln eine Froschart, und ausschliesslich auf die Salomonsinseln beschränkt sind 11 Species Anuren. Proc. Zool. Soc. London pag. 88 — 90. Derselbe beschreibt einen neuen Limnodynastes aus N.-S.- Wales und eine neue Crinia aus Victoria (s, Cystignathidae). Proc. Linn. Soc. N.-S,-Wales (2) Bd. 3 pag. 1258. Systematisches. G. Baur gibt folgende neue Eintheilung der Batrachier nach E. D. Cope: Ordn. 1. Ganocephala. Ordn. 2. Rhachitomi. Ordn. 3. Embolomeri. Ordn. 4. Stegocephali. Ordn. 5. Proteida mit Fam. Proteidae. Ordn. 6. Urodela mit den Fam. Gry ptobranchidae , Sirenidae, Amphiumidae, Caeciliidae, Amblystomatidae , Pletho- dontidae, Desmognathidae, Salamandridae und Pleuro- delidae. Ordn. 7. Anura. Beitr. z. Morphogenie d. Carpus und Tsirsus d. Vertebraten I. Th. : Batrachia. Jena, G. Fischer 1888, 8». Ecmidata. Allgemein Anatomisches. Von A. M. Marshall's ,,The Frog. Introduction to Anatomy, Histology aud Embryology. Manchester 1888, 8". 154 pag., Figg." erschien eine dritte diu'chgesehene Auflage, welche anch ein neues Kapitel über Entwicklungsgeschichte enthält. L. Ranvier zeigt, dass an Fleischen, die er in wannes "Wasser brachte, Unterschiede in der Zusanimensetziuig des Bindegewebes in den verschiedenen Organen desselben Thieres sowol wie bei verschiedenen Thieren zu bemerken waren. Journ. de Microgr. No. 16 pag. 491—499. Skelettsystem. H er on -Royer vergleicht die osteologischen Merkmale des Schädels verschiedener Peto&ak'5-Formen und gedenkt namentlich eingehend der Gestalt des Ethmoideums bei Pelobates und Bana und des Hy.oideums bei den drei europäischen Pelohates-'Form&D.. Bull Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 85 bis 91, 10 Figg. 252 Dl*- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen G. B. Howes & W. Ridewood haben in eingehendster "Weise Carpus und Tarsus der Anuren untersucht. Ihre Beobachtungen basieren auf der Vergleichung von 37 Gattungen und 60 Arten in allen Entwicklungsstufen aus sämmtlichen, bis auf vier weniger wichtigen Familien. Die interessantesten Schlüsse, die sie ziehen, sind, dass in den Vordergliedmaassen das Pyramidale das Ulnare dar- stellt, dass das Naviculare ein praeaxiales Centrale und dass seine Verbindung mit dem Radius immer secundär ist, dass ferner die Andeutung eines fünften Carpale bei den erwachsenen Discoglossideu und Pelobatiden vorhanden ist, dass das bisherige fünfte Carpale ein postaxiales Centrale darstellt, und dass die lebenden Anuren die einzige Wirbelthierordnung mit doppeltem Centrale carpi sind. In den Hintergliedmaassen fehlt ebenfalls jedes dritte proximale Tarsal- element, und, während die Tarsalen der vierten und fünften Zehe öfters als Bänder vertreten sind, zeigen sich Skelettspuren eines vierten nur bei den Discoglossiden. Das Naviculare des Tarsus ist ein Centrale und nicht ein basales Segment des Praehallux, der nie aus mehr als vier Stücken besteht. Auch die morphologische Bedeutung von Pollux und Praehallux wird in Betracht gezogen. Ein zweiter Theil beschäftigt sich mit den Verschiedenheiten von Carpus und Tarsus bei den einzelnen Anurenfamilien und ihrem Werth und Einfluss auf die Classification. Schliesslich wird nachgewiesen, dass die Disco- glossiden augenscheinlich die am wenigsten modificierten Knochenelemente in beiden Extremitäten aufzuweisen haben. Proc. Zool. See. London pag. 141 — 182, 3 Figg., Taf. 7—9. Kurze Mittheilungen über sesamoi'de Knochen der Achillessehne des Frosches bringt M. Fürbringer. Bijdr. Dierk. Amsterdam Bd. 15. 49, 1751 pag., 30 Taf. lllUSkelsystem. C. v. Lucowicz. Versuche über die Anatomie des Frosch- herzens. Inaug.-Diss. Halle 1888, 8». 29 pag. In einer Mittheilung über den feineren Bau der gestreiften Muskelzellen macht A. V. Gebuchten auch Notizen über die Muskelkerne des Frosches. Diese Kerne sind immer als ovale Körperchen mit ein oder zwei Kernchen beschrieben worden, aber ihr Bau ist ein bei weitem complicierterer. Das Knäuelstadium ist nicht das erste Stadium der Kerntheilung, sondern der normale Bau des Kernes in der Ruhe. Arch. f. Anat. u. Phys., Phys. Abth. 1888 pag. 563 bis 564. — Weitere Notizen über die Muskelkerne der erwachsenen Eana temporaria bringt derselbe. Tagebl. 61. Vers. D. Naturf. u. Aerzte Köln 1888 pag. 46—47. Nervensystem. Eine eingehende Darstellung des anatomischen Baues des Froschgehirns bringt M. Koeppen. Die einfachen Verhältnisse des Rücken- marks finden sich in allen höheren Gehirntheileu wieder; Medulla oblongata, Lobus opticus, Thalamus und Vorderhirn behalten den Bauplan des Rückenmarks im grossen Ganzen bei. Das Einzige, was man im Thalamus-Grosshirnabschnitt vermisst, sind motorische Ganglienzellen und motorische Wiu'zeln. Das Central- nervensystem des Frosches wird aus sensiblen und aus motorischen Elementen gebildet. Eine ausgesprochene Gliederung der sensiblen Bestandtheile fehlt; nur wegen der Formverhältnisse machen wir Eintheilungen. Dagegen zeigen eine vollkommene Gliederung die motorischen Bestandtheile. Vermittelt wird der Nervenreiz aus den sensiblen Elementen in die motorischen durch eine dritte Art von Nervenbahnen, die sogen. Reflexfasern. Verf. beobachtete nun in der Herpetologie während des Jahres 1888. 253 beim Frosche die Eigenthümlichkeit, dass entferntere sensible Centren nicht in dem Maasse verbunden sind, wie bei höheren Thieren; dadurch erkläre sich eine gewisse Selbständigkeit der einzelnen Abschnitte des Centralorgans des- selben auch anatomisch, und vor allem die grosse Selbständigkeit der tiefereu Centren gegenüber dem Grosshirn. Schliesslich wird die Bedeutung des G-ross- hirns im Gesammtbau des Centralnervensystems geschildert. Arch. für Anat. u. Phys., Anat. Abth. 1888 pag. 1—34, Taf. 1—3. A. C. Wightman macht Mittheiluugen über die Epithelzellen der Ventriculi cerebri des Frosches und ihre Anastomosen mit den Nervenzellen. Johns Hopkins Univ. Baltimore Circul. Bd. 7 pag. 84—85. M. Koeppen hat die Bildung einer vorderen und einer hinteren Wurzel, welche getrennt aus dem Lobus opticus entspringen, im Froschgehirn gefunden. Neurolog. Centralbl. Jahrg. 7 pag. 10—12. Eine Notiz über die Hemmungscentren der Kröte bringt P. Alber toni. Centr.-Blatt f. Pliysiol. No. 26a v. 17. März 1888. Die hintere Grenze für „das Centrum des reflectorischen Lidschlusses" liegt nach Versuchen von "R. Nick eil beim Frosch genau in der Mitte der Rautengrube. Pflüger's Arch. f. Phys. Bd. 42 pag. 547 — 557. — Auch separ. : Inaug.-Diss. Königsberg i. Pr. 1888, 8". 40 pag. Mittheilungen über die feinere Structur der Nervenfaser beim Frosche macht M. Joseph. Er fand im Achsenraum ein Netzwerk, ein wirkliches Achsengerüst, in dessen Maschen die Nervenfibrillen liegen. Dieses Maschen- werk übertrifft an Feinheit bei weitem das sogenannte Neurokeratingerüst Ewald & Kühne's in der Markscheide. In einer normalen Nervenfaser macht der Achsenraum das grösste Contingent der Faser aus und übertrifft die Mark- scheide um das Fünf- bis Mehrfache au Durchmesser. Die Bezeichnung Neuro- keratiu für die in der Markscheide enthaltene Substanz sei nicht angebracht. Sitz.-Ber. Akad. Wiss. Berlin 1888 pag. 1321—1330, 3 Figg. und Arch. f. Anat. und Phys., Phys. Abth. 1888 pag. 184-187. W. Krause hat die Nervenendigungen im Froschmuskel ebenfalls ein- gehend untersucht. Er findet 93 "/o der Muskelfasern im Froschsartorius nur an einer einzigen Stelle mit Nervenfasern in Verbindung. Die motorischen Endplatten lägen ausserhalb des Sarcolemms. Intern. Mouatsschr. Anat. Phys. Bd. 5 pag. 64-80 und pag. 97—106, Taf. 4—6. Aus Versuchen an der Froschzunge schliesst G. N. Durdufi, dass im N. glossopharyngeus Vasodilatatoren vorhanden sind. Die Geschmackspapillen be- sitzen wahrscheinlich eine gemischte Nerven Versorgung; die in der Mittellinie der Zunge liegenden Papillen werden von beiden Glossopharyngei versorgt. Deutsch. Med. Wochenschr. 1888 pag. 518—519. Mittheilungen über die Nervenendigungen in den Bauchmuskeln von Bana temporar ia und esculenta bringt Q. Cuccati. Er findet vier Typen der Endigung, bandförmige, netzförmige, unvollkommen netzförmige und traubenförmige Eud- platten; Kerne sind kein integrierender Bestandtheil der Nervenendigung. Intern. Monatsschr. f. Anat. u. Phys. Bd. 5 pag. 337—343, Taf. 24. A. Smirnow hat die Nerveneudknäuel in der Froschlunge untersucht und bringt den Nachweis, dass die von Arnstein als Endplatteu bezeichneten Gebilde mit demselben Rechte, wie die Eudkolben der Coujunctiva, als Nerveuendorgane 254 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen gelten dürfen. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 258—261, 2 Figg. und 100. Beil. z. d. Protok. Naturf.-Ges. Kasan 1888 pag. 1—6 (russ.). Ueber die Verbreitung und die Endigung der Nervenfasern in der Lunge von Mana temporaria hat auch G. Ouccati Untersuchungen angestellt. Er beschreibt dieselben, ebenfalls nach der Methyleublaumethode gefärbten Endknäuel. Intern. Monatsschr. f. Anat. u. Phys. Bd. 5 pag. 194—204, Taf. 18. — Ref. in Rend. Accad. Istit. Bologna 1887/88 pag. 44. Weitere Mittheilungen [vergl. Ber. f. 1887 pag. 238] über „die Natur der peripherischen Nervenendigungen" im Froschlarvenschwanze bringt P. Mitro- phanow. Der morphologische Charakter der verschiedenartigen peripheren Nervenendigungen trägt den Stempel der Einfachheit an sich; er lässt sich aus- drücken als ursprünglicher Contact des freien Nervenendes mit dem peripheren Endapparate. Rede v. 13. März 1888 Mag. Zool. Univ. St. Petersburg, Warschau 1888. 9 pag. (russ.). A. A d a m k i e w i cz hat seine „Nervenkörperchen" des erwachsenen Menschen, die er Vigual gegenüber aufrecht erhält, beim Frosche vergebens gesucht. Sitz.- Ber. Akad. Wien 97. Bd. 3. Abth. pag. 24—42, Taf. 1—3. — N. Cybulski macht einige Bemerkungen über die Adamkiewicz'scheu NervenköiTperchen, wobei er auch die Verhältnisse beim Frosche berücksichtigt. Dieselben seien nichts anderes als die an der Innenfläche der Schwann'schen Scheide gelagerten, all- gemein bekannten Körpei-, welche aus einem ovalen Kern und Protoplasma beständen. Med. Rundschau (Przeglad lekarski) Krakau 1888, No. 46, 47 und 49. 21 pag., 1 Taf. (poln.). Sinnesorgane. AVegen Zunge und Geschmacksorganen der Larven von Pelohates vergl. unten F. E. Schulze unter Respirationsorgane pag. 255. T. Schottländer hat Untersuchungen über Kern- und Zelltheilung am Endothelium der Froschcornea angestellt. Archiv microsk. Anat. Bd. 31 pag. 426 bis 482, 1 Taf. — Ref. in Journ. Micr. Soc. London pag. 554. In seinen Mittheilungen über Muskulatur' und Bruch'sche Membran der Iris geht A. Grünhagen auch auf das Auge des Fro.sches ein und erwähnt das Vorkommen der sogen. Kittsubstanz an zwei Stellen der Iris und die An- wesenheit des Sphincters auch beim Frosche. Der Pupillartheil der Froschiris enthält zwei Arten von Spindelzellen und zwar ächte glatte Muskelzellen und Pigmentzellen von eigenthümlichem Bau (Chromatophoren). Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 27—32, Fig. A. Dogiel hat die nervösen Elemente in der Netzhaut des Frosches einer erneuten Prüfung unterzogen. Die Stäbchen und Zapfen färben sich in Methylen- blau nicht. In der Körnerschicht müssen drei Arten von Nervenelementen unter- schieden werden, nämlich sternförmige Zellen, bipolare Zellen und Spongio- blasten. Einer der varicösen Fäden der bipolaren Zellen dringt direct in die Schicht der Sehzellen ein, wo er bis an die M. 1. externa zu verfolgen ist. Hier endet er häufig mit einer kleinen Verdickung, die an die Landolt'schen Kolben der Reptilien erinnert. Unter den Spongioblasten sind zwei Formen zu unter- scheiden. Die Zellen der gangliösen Schicht unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Reptilien. Ebenda pag. 342—344, 2 Figg. und Wratsch 1888, No. 30 (russ.). Verdauungsorgane. Ueber ein reichentwickeltes System vielzelliger Drüsen der hinteren Partie des Pharynx bei den Larven von Pelohates berichtet F. in der Herpetologie wälirend des Jahres 1888. 255 E. Schulze. Diese Drüsen sind dadurch besonders bemerkenswerth, dass sie nicht im Bindegewebe eingelagert sind, sondern ausschliesslich dem Epithel an- gehören. Abb. Akad. Wiss. Berlin 1888 pag. 46—49. — Ref. in Biol. Centr.-Blatt Bd. 8 pag. 580-582. Mikroskopische Beobachtungen über den Glycogenansatz in der Froschleber hat 0. JVIoszeit angestellt. Die Unter.suchung zerfiel in drei Theile. Erstlich musste der vorhandene Glycogengehalt aus der Leber entfernt werden, zweitens wurden verschiedene Substanzen bei Dunkelheit und niederer Temperatur ver- füttert, und drittens erst konnte das neu angesetzte Glycogen chemisch mul mikroskopisch geprüft werden. Frösche, welche glycogenfreie Leber hatten, setzten bei Fütterung mit reinen Kohlehydraten beträchtliche Mengen von Glycogen an, solche, die mit reinen Eiweisskörpern gefüttert wm-deu, nicht oder nur spurweise. Gemischtes Futter verursacht den bedeutendsten Glycogenansatz. Morphologische Veränderungen der Leberzelle gehen mit der chemischen Hand in Hand. Nach allen Versuchen des Verf.'s erklärt sich der Mangel an auf- gespeichertem Glycogen in der Leber des freilebenden Frosches zur Sommerszeit dadurch, dass dasselbe gleichzeitig mit der Bildung durch die Muskelthätigkeit verbraucht wird. Bei niedriger Temperatur und beim Aufhören der Muskelaktion im Herbste kommt es nach reichlicher Nahrungsaufnahme zu einer Anhäufung von Glycogen. Pflüger's Arch. f. Phys. Bd. 42 pag. 556—581, Taf. 9. Mittheilungen über die Bildung des Gallenfarbstoffes in der Froschleber macht M. Löwit. Beitr. z. Pathol. Anat. (Ziegler u. Nauwerck) Bd. 4 pag. 223 bis 264, 1 Taf. S. auch im folgenden unter Hespirationsorgane. Respirationsorgane. Versuche über die Exspirationsbewegungen von Rana eseulenta hat 0. Langendorff angestellt. Er gelangte dabei, ähnlich wie KnoU [vergl. Ber. f. 1887 pag. 237], zu der Ueberzeugung, dass bei der normalen Athnumg exspiratorische Muskelkräfte nicht zur Verwendung kommen, dass wir es bei der Ausathmung vielmehr mit einem durchaus passiven Vorgang, mit dem Spiel der elastischen Kräfte der Lungen, zu thun haben. Arch. f. Anat. u. Phys., Phys. Abth. 1888 pag. 304-310, 3 Figg P. Jordan giebt auch eine Beschreibung der Entwicklung und des Baues des Kiemendeckels der Anuren und des die beiden Kiemenhöhlen verbindenden Kanals. Entwicklung der vorderen Extremität der anuren Batrachier. Inaug.- Diss. Leipzig, G. Fock 1888, 8». 55 pag., 2 Taf. Eingehende anatomische und histiologische Mittheilungen über die inneren Kiemen der Batrachierlarven und speciell über das Epithel der Lippen, der Mund-, Rachen- und Kiemenhöhle und über die Stiftzähnchen erwachsener Larven von Pelobates fuscus macht Fr. E. Schulze. Untersucht wurden die Larven in dem Stadium, in welchem die Hinterextremität bereits frei vorragt, während die Vorderextremität die äussere Haut noch nicht durchbrochen hat. Nach dem Verf. ist der Unterschied zwischen Cuticulavbildung und Verhornung ein fundamentaler, denn im ersteren Fall bleibt der Haupttheil des Zellkörpers selbst und besonders dessen Kern lebenskräftig und im Wesentlichen unverändert, im letzteren Fall aber handelt es sich um einen tiefgreifenden Umwaudlungs- process des ganzen Zellleibes mit Einschluss des Kerns. Phys. Abb. Akad. Wiss. Berlin 1888, Abb. I pag. 1—59, Taf. 1—4. — Ref. daraus: Ueber mehr- 256 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen zellige epitheliale Drüsen bei Batrachierlarven vergl. in Biol. Centr.-Blatt Bd. 8 pag. 580-582. S. auch Ct. Cuccati oben unter Nervensystem pag. 254. Circulationsorgane. C. v. Lucowicz. Versuche über die Anatomie des Froschherzens. luaug.-Diss. Halle a. S. 1888, 8». 29 pag. T. Tigerstedt u. C. A. Strömberg haben den Venensinus des Herzens von Bana temporaria physiologisch untersucht. Sie finden, dass, ebenso wie die Herzcontraction selbst von dem Sinus ausgeht, sie auch in den mannigfaltigsten Hinsichten von ihm beeinflusst und geregelt -wird. Bihang tili Handl. Svensk. Vet.-Akad. Bd. 13 Abth. 4. 67 pag., 3 Taf. G. B. Howes macht Mittheilungen über die Azygos -Venen der Anuren. Ausnahmsweise fand er bei einem Stück von Bana temporaria, dass die Azygos- Vene (praerenaler Theil der Vena cardinalis posterior) einseitig erhalten geblieben war, dass aber ihre Verhältnisse in wesentlichen Punkten sich von denen unter- schieden, welche Hochstetter bei Bombinator gefunden hatte. Auch bei Disco- glossus nnd bei einem unter 5 Stücken von Ahßes obstetricans sah er diese Venen und stützt mit diesen Beobachtungen Cope's und Boulenger's Ansicht von der wenig nahen Verwandtschaft der Discoglossiden mit den übrigen Anuren. Bei den Aglossen fehlen Azygos -Venen, ebenso bei Pelobates und Pelodytes, so dass eine Abtrennung der Pelobatiden von den Discoglossiden auch nach dieser Seite hin Unterstützung erfährt. Proc. Zool. Soc. London pag. 122—126, Fig. Notizen über das Verhalten der morphologischen Bestandtheile der Frosch- lymphe und des Froschblutes zu Methylenblau bringt N. Kowalewsky. Die amoeboiden Leucocyten nehmen intra vitam den Farbstoff auf, anfangs in diffuser Form, später aber mit allmählicher Concentration desselben in einem central- gelegenen Körnerhaufen bei gleichzeitiger Entfärbung der peripheren contractilen Substanz. Auch das Stroma der rothen Blutzellen fäibt sich post mortem. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 53 — 56. Bei Gelegenheit seiner Untersuchungen der Beschaffenheit und Um- wandlungen der Membran, des Protoplasmas und des Kerns von Pflanzenzellen hat C. Fromm an n auch die Leucocyten des Froschblutes studiert. Jena. Zeitschr. f. Naturw. Bd. 22 pag. 47-174, 5 Taf. Ueber Blutplättchen iind Thrombose beim Frosch macht M. Löwit Mit- theilungen. Danach sind die Spindelzellen der Batrachier verschieden von den Blutplättchen der Säuger und zwar eine besondere jugendliche Form von haemi- globinfreien Zellen , aus welcher sie in die bekannte Ruudform übergeführt werden können. Fortschr. d. Medicin Bd. 6 pag. 369—374. Urogenitalsystem, in einem Beitrag zur Histiologie der Vorniere hat A. E. Giles die Entwicklung des Fettkörpers bei Bana temporaria einer Prüfung unterzogen. Derselbe entsteht durch fettige Degeneration der Vorniere. Qu. Journ. Micr. Sc. (2) Bd. 29 pag. 133—142, Taf. 14. Mittheilung über ein durch das Auftreten von Bidder'schem Organ und Eileiter abnormes Genitalsystem bei einer einjährigen männlichen Bana tempo- raria macht W. G. Eid ^ wo od. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 333—336, Fig. J. Massart gibt vorläufige Notizen über Versuche betreffs der Reizbarkeit der Spermatozoiden des Frosches und über die primäre Ursache, welche die- selben zum Eintritt in die Eielemente bewegt. Die einzigen bisherigen Resultate des Verf. 's sind, dass das Ei keine chemisch wirkende Substanz secerniert, die in der Herpetologie während des Jahres 1888. 257 auf die Spermatozoiden Einfluss hat, dass aber die Reizbarkeit der letzteren eine augenblickliche ist, sobald eine Berührung derselben mit den Eielementen stattfindet. Bull. Acad. Roy. Belg. (3) Bd. 15 pag. 750-754. — Ref. in Jom-n. Roy. Micr. Soc. London 1888 pag. 707. C. O. "Whitman's Betrachtungen über kinetische Erscheinungen am Ei während der Reifung und Befruchtung stützen sich auf Untersuchungen am Froschei. Eingehend werden namentlich die Anziehungserscheinuugen an den Vorkernen besprochen. Journ. of Morph. Bd. 1 (1887) pag. 227—252. OntOgenie. J. W. Gatehouse gibt eine Darstellung der Entwicklung und der Lebensgeschichte der Kaulquappe. Journ. Micr. a. Nat. Sc. N. S. Bd. 1 pag. 33—38, 2 Taf. Eine weitere Replik auf 0. Schultze's Mittheilungen über die Achsen- bestimmung beim Froschembryo [vergl. Ber. f. 1887 pag. 241] bringt W. Roux. Biol. Centr.-Blatt Bd. 8 pag. 399-413. 0. Schnitze hält nach seinen Untersuchungen über die Keimblattbildung der Batrachier eine Anwendung der Coelomtheorie auf die Anuren nicht für möglich. Das mittlere Blatt entwickele sich nicht aus paarigen Anlagen von der Wand des Urdannes aus neben dem Chordaentoblast, es stelle vielmehr eine einheitliche Anlage dar, und die Bildung des Ento- und des Mesoblast erfolge gleichzeitig von dem Urmund aus durch Invagination. Eine zweiblättrige Gastrula fehle den Anuren; durch das Vorhandensein eines Primitivstreifs schlössen sich dieselben mehr den höheren Wirbel thieren an. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 678. Mittheilungen über die Lagerung des Medullarrohres im gefurchten Froschei und über Versuche, um einen Einblick in die Massenverschiebuugeu zu gewinnen, welche bei der Gastrulation vor sich gehen, macht W. Roux. Verf. fand, dass sich die Gastrulation des Froscheies wesentlich durch Ueberwachsung der weissen unteren Hälfte des Eies von den beiden Seitenhälften des Aequators aus vollzieht, also durch bilaterale Epibolie. Die schwarze, am Eiaequator an- gelegte Urmundslippe des Froscheies entspreche dem Randwulste der Knochen- fische. Ebenda pag. 697—705, 4 Figg. Weitere eingehende Untersuchungen über die Entwicklung der Keimblätter und der Chorda dorsalis von Bana temporaria bringt 0. Schnitze. Nach vorn von dem Primitivstreif bildet sich als erste Anlage der Chorda eine Verdickung des Mittelblatts, der Kopffortsatz. Die Chorda dorsalis stammt in ihrer ganzen Länge vom Mesoblast ab. Die Spinalgauglien bilden sich aus den peripheren Theilen der Medullarplatte. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 47 pag. 325 — 353, Taf. 28-29. — Ref. in Journ. Micr. Soc. 1889 pag. 30—31. J. Perenyi's ISotiz über den Blastoporus beim Frosche [vergl. Ber. f. 1886 pag. 218] findet sich auch in Math. Nat. Ber. Ungarn Budapest Bd. 5 pag. 253-258. Ueber das Schicksal des Blastoporus bei Bana tempwaria macht auch K. Sidebotham nach der Untersuchung von mehr als 60 Embryonen Mit- theilung. Er stimmt mit den ältei-en Ansichten von Balfour überein, findet aber, dass die Neuralfalten den Blastoporus nicht einschliessen, und dass der letztere erst nach dem Zusammentreffen der Neuralfalten sich schliesst. Der After sei nicht von einem persistenten Blastopor herzuleiten , wie Spencer will, sondern bilde sich als von demselben unabhängige Einstülpung. Qu. Journ. Micr. Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd. II. H. 1. 17 258 E>i'- Üskar Boettger: Bericht über die Leistungen Sc. (2) Bd. 29 pag. 49—54, Taf. 5. — Ref. in Journ. Boy. Micr. Soc. London, 1888 pag. 925. P. Jordan hat „die Entwicklung der vorderen Extremität der anuren Batrachier" einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Inaug.-Diss. Leipzig, a. Fock 1888, 8". 55 pag., 2 Taf. C. Bergonzini beschreibt die Mitosen in den La Valette'schen Follikel- zellen der Samencanälchen von Sana esculenta und glaubt, dass dieselben die übrigen zelligen Generationen des Samencanälchen s aus sich hervorgehen lassen, also wohl die Rolle von Spermatogonien spielen. Atti Soc. ISat. Modena, Mem. (3) Bd. 7 pag. 62-68, 5 Figg. A. Looss, der die Degeneratiouserscheinungen im Frosclilarvenschwanze [vergl. Ber. f. 1887 pag. 241] bei der Verwandlung der Larven studierte , fand, dass bei der Auflösung der Gewebe die Leucocyten, wenn überhaupt, eine viel weniger active und aggressive Rolle .spielen als bei den wirbellosen Thieren. Die Degeneration erfolgt durch einen selbständigen Zerfall der Gewebe, der Schwanz wird infolge mangelhafter Ernährung atrophisch, seine Bestandtheile lösen sich auf und gehen in die Körperflüssigkeit über. Tagebl. 61. Vers. D. Naturf. u. Aerzte Köln 1888 pag. 50 - 54. W. Roux's künstliche Hei-vorb ringung halber Embryonen durch Zerstörung einer der beiden ersten Furchungskugeln , sowie seine Beobachtungen über Nachentwicklung (Postregeneration) der fehlenden Körperhälfte stützen sich auf Versuche am Froschei. Arch. Path. Anat. Bd. 114 pag. 113 — 154 und pag. 246 bis 291, Taf. 2—3. — Ref. in 66. Jahr. Ber. Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1888, pag. 267. L. Griffini hat nach theilweiser Exstirpation des Hodens beim Frosche die Regeneration des Drüseuparenchyms und die Neubildung von Spermatogonien beobachtet. Arch. Sc. Mediche Bd. 11 (1887) pag. 367-384, 1 Taf. Biologisches. Mittheilungen über die Entwicklung albiner Larven von Rana temporaria und über Albinismus überhaupt macht H. Fischer-Sigwart. Die Augen der Larven waren schwarz; die jungen Frösche, die sieb daraus entwickelten, zeigten sich nicht albin, sondern nur etwas heller gefärbt als normale Stücke. Albinismus tritt nach dem Verf. besonders dann auf, wenn in ihrer Lidividuenzahl stark reducierte Arten plötzlich wieder für sie günstige Lebensbedingungen erhalten. Arch. Sc. Phys. Nat. Geneve (3) Bd. 20 pag. 350 bis 352 und Verh. 71. Jahr.-Vers. Schweiz. Nat. Ges. Solothurn 1888 pag. 59-61. PalaeontolOgiSClies. A. Nehring nennt aus dem Quartär von Thiede bei Braunschweig Reste von Bana temporaria häufig, vielleicht auch B. arvalis, Bufo sp. ziemlich häufig und Pelobates fuscus selten. N. Jahrb. f. Min. 1889 I pag. 81. Systematisches. In einer Notiz über die Classification der Anuren nimmt F. Lataste Blanchard gegenüber das Verdienst in Anspruch, dass er nicht nur zuerst auf die verschiedene Lage der Athemröhre bei den Anurenlarven hin- gewiesen, sondern dass er auch die Bedeutung dieser Entdeckung für die Systematik betont habe. Dass die Laevogyriniden mit lateralem Spiraculum procoele und rippenlose, die Mediogyriniden opisthocoele und vom zweiten bis vierten rippentragende Wirbel besitzen, war ebenfalls schon 1878 vom Verf. vor Blanchard nachgewiesen worden. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 236 — 240. — R. Blanchard giebt alles dies gerne zu. Ebenda pag. 358—359. — Eine in der Herpetologie während des Jahres 1888. 259 weitere Replik F. Lataste's darauf ist polemischer Natur. Ebenda pag. 540 bis 542. Betr. der Verwandtschaft der Fam. Pelobatidae und Discoglossidae vergl. auch G. B. Howes oben pag. 256. In historischer wie in synonymischer Beziehung beachten swerth ist S. Garman's Arbeit über die Batrachier in Kalm's „Resa til Norra America". Die einzigen Frösche, die mit einiger Wahrscheinlichkeit identificiert werden können, sind Bana catesbyana Shaw (= boans Kalm, non L.) und B. pipiens Schreb. {= halecina aut.). Bull. Essex Instit. Bd. 20. 11 pag. Ranidae. Skelettsystem. Bei einer Bana esculenta L. fand K. M. Heller nur 9 Rückenwirbel; es handelte sich um eine Synostose des achten Wirbels mit dem Sacrale, was eingehend beschrieben wird. Zoo). Garten 29. Jahrg. pag. 181. Biologisches. H. Fischer-Sigwart widerlegt die Ansicht, dass Eana temporaria im Hochgebirge nahezu ihre ganze Lebenszeit im Wasser verbringe. Dass sie dort in späterer Jahreszeit laiche, und dass sich auch die Entwicklung verzögere, sei natürlich, und wird direct nachgewiesen; aber nach der Ent- wicklung verlasse auch der Bergfrosch, wie die Form der Ebene, das Wasser, wenn auch sein späteres Sommerleben naturgemäss kürzer ausfalle. Aus- gewachsene Larven fand Verf. in 2231 m Höhe noch am 2. September. Weitere Daten über Entwicklung und Verwandlung im Terrarium sind angeschlossen. Humboldt 7. Jahrg. pag. 426-427. Ueber die Nahrung von Bana esculenta perezi Seoane auf S. Miguel, Azoren, berichtet J. de Guerne pag. 24—27. Die vom Ref. beschriebenen Riesenlarven aus dem See von Sete Citades [s. Ber. f. 1887 pag. 169] erklärt Verf. nicht für aus Nahrungsmangel entstanden, sondern aus Mangel an Wasser- und Ellenbogenraum. Bana esculenta wird pag. 37 auch vom Krater von Fayal angegeben. Campagnes Scientif. du Yacht Monegasque L'Hiroudelle 1887: Excursions Zool. dans les lies de Fayal et de S. Miguel, A^ores. Paris, Gauthier- Villars et Fils 1888. 111 pag. Levi-Morenos fand, dass die Larven von Bana esculenta L. am besten das Plasma von Diatomeen verdauen, am schlechtesten aber die grünen, von Cellulosemembran umgebenen Algen. Rendic. R. Accad. Lincei Bd. 4, Fase. 8, 2. Sem. und Veneto Agricolo (1889) No. 1/2. Mittheilungen über die Ueberwinterung von Bana temporaria und esculenta im Freien macht Ch. Mailles. Er kommt zu dem Schlüsse, dass nur die er- wachsenen Frösche im Wasser und Schlamm überwintern, dass dagegen die Jungen im Winter geschütztere Zufluchtsorte in Erdlöchern, unter Moos und Steinen aufsuchen. Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 231—233. Faunistisches. Nach G. Entz soll Bana temporaria L. var. platyrrhinus Steenstr. am Zenoga-See im Retyezät-Gebirge, Siebenbürgen, vorkommen [, was L. V. Mehely, Zool. Anzeiger, 13. Jahrg. pag. 447 bestreitet]. Orv. term. tud. Ertesitö Klausenburg 13. Jahrg. pag. 51 und Rev. Siebenbürg. Mus. - Ver. Klausenburg Bd. 10 pag. 134. Nach L. Picaglia fehlt Bana latastei Blgr. im Modenesischen; B. agilis Tho. lebt hauptsächlich im Tiefland, B. temporaria im Gebirge des Modenese. Um Modena selbst kommen beide vor, aber B. agilis ist häufiger. Atti Soc. Nat. Modeua, Mem. (3) Bd. 7 pag. 220. 17* 260 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungeu Systematisches. Gl. A. Boul enger macht Mittheiluugen über die Classi- fication der Raniden. Auch heute ist nach dem Verf. eine Theilung der Gattung Bana in Raninae und Polypedatinae unmöglich. Peters' Charakter einer kleineu überzähligen Phalanx zwischen letztem und vorletztem Fingerglied in allen Fingern und Zehen bei Bhacophorus ist dagegen constant. Infolgedessen müssen auch Hyla bürgeri Schlg. und Theloderma leprosum Tsch., trotz ihrer freien Finger, zu E/iacophorus gestellt werden. Auch Cassina hat die überzählige Phalanx wie Hylambates. Die Gattung Ixalus ist unnatürlich; ein Theil der Arten nur hat normale Phalangenzahlen. Verf. theilt danach die Raniden in zwei Gruppen: a. mit überzähliger Phalanx in allen Fingern und Zehen, enthaltend die Gattungen Cassina Gir,, Hylambates A. Dum., Rappia Gthr., Megalixalus Gthr., Bhacophorus Kühl, Chiromantis Pts., Ixalus Tsch. und Nyctixalus Blgr. b. mit normaler Phalangenzahl: alle übrigen Ranidengattungen. Auch Phyllobates Bibr. gehört nach des Verf.'s Untersuchung zu den Raniden, steht zwischen Hylixalus Esp. und Prostherains Cope und unterscheidet sich von ersterer Gattung durch freie Zehen, von letzterer durch den Zungen- einschnitt. Hierher Ph. bicolor Bibr., Umbatus Cope, melanorhinus Berth., trinitatis Garm. und trilineatus Blgr. Proc. Zool. Soc. London pag. 204 — 206, 2 Figg. K. M. Heller macht auf die Variationsbreite in Länge der Hinter- extremität, Zuspitzung der Schnauze und Färbung und namentlich auf die 3/4-Sch wimmhaut des (^ von Bana arvalis Nilss. in der Brunstzeit aufmerksam, die überdies abweichend von R. temporaria lappig erweitert erscheint. Die Copulationsbürste ist schwarz. Die Laichzeit beider Arten fiel 1888 bei Braun- schweig zusammen. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 177—181, Fig. Verschiedene Notizen über deutsche Stücke von Bana agilis Tho. gibt Fr. Leydig. Ver. Phys.-med. Ges. Würzburg N. F. Bd. 22 pag. 191. Notizen über griechische und kleinasiatische Stücke der Bana esculenta L. var. ridibunda Pall. giebt 0. Boettger. Sitz.-Ber. Akad. Wiss. Berlin 1888 pag. 145. Mittheilungen über transkaspische Stücke derselben Art bringt derselbe pag. 953 und A. Walter pag. 973. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3. G. A. Boulenger gibt einen Schlüssel für die 4 bei Darjiling vor- kommenden, einander nahe verwandten Arten Bana livida Blyth, latopalmata Blgr., himalayana Blgr. und formosa Gthr. und beschreibt 2 neue Bana aus Indien. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 506-508. A. Duges gibt Beschreibungen von Bana halecina Kalm und B. monte- zumae Baird. Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1 pag. 136—137. Hylarana malabarica Stdchr. = Ba7ta guentheri Blgr.; Boettger, 26. /28. Ber. Offenbach. Ver. Nat. 1888 pag. 95. Hyperolius finibriolatus B. Pts. = Bappia; gute Art; Boettger, Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1888 pag. 98. Ixalus granulatus -a. s]^. [fälschlich von] Siam [= natator Gthr. Borneo; Ref.] ; Boettger 26./28. Ber. Offenbach. Ver. Nat. pag. 57. Micrixalus n. gen. verschieden von Ixalus durch normale Anzahl der Phalangen an allen Fingern und Zehen. S. Indien und Ceylon. — Mit M. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 261 opisthorodus Gthr., sylvaticus Blgr., fuscusB]gr., saxicola Jerü. \m(l sarasinorum F. Müll. ; Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 205. Eana haleclna aut. = virescens Kalm; Cope, Proc. TJ. S. !Nat. Mus. Bd. 11 pag. 396. — R. himalayana n. sp. zwischen latopalmata Blgr. und formosa Gthr. Daxjiling. pag. 507. — B. leithi n. sp. verwandt heddomei Gthr. Matheran, Bombay, pag. 506; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2. — B. macroscelis n. sp. verwandt guppyi. Sogere, inneres Neuguinea; Boulenger, 1. c. Bd. 1 pag. 345. — B. trivittata Hall. = macrodactyla Gthr.; Boettger, 26./28. Ber. Offenbacb. Ver. Nat. pag. 93. Bappia sordida n. sp. verwandt marmorata Gthr. und cinctiventris Cope. Kamerun ; J. G. Fischer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 10. Bhacophwus alhüabris n. sp. 0. Imerina, Madagascar; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 105, Taf. 6, Fig. 1. — Bh. cruciger Blyth. gute Art neben maciüatus Gray; H. Nevill, Taprobanian Bd. 3 pag. 6. — Bh. opisthodon n. sp. Madagascar; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 105. Tomopterna porosa Cope = Bana esculenta japonica Blgr.; Boettger, 26./28. Ber. Oifenbach. Ver. Nat. pag. 93. Dendrobatidae. Biologisches. Notizen über die Brutpflege von Dendro- bates nach Cope & H. S. Smith [vergl. Ber. f. 1887 pag. 246], Wilder und Kappler [vergl. Ber. f. 1885 pag. 309] bringt G. A. Boulenger. Die Thatsache ist bereits 1857 von Wyman in Surinam beobachtet und auch publiciert worden. Das Geschlecht des Thieres, welches die Larven trägt, ist noch unaufgeklärt. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag 454-455 iind Bd. 2 pag. 122-123. Systematisches. Mantella baroni tu. s]^. verwandt &ei*t7eo. Madagascar; Boulenger, 1. c. Bd. 1 pag. 106, Taf. 6, Fig. 2. Engystomatidae. Biologisches. G. B. Howes beschreibt eingehend die Art und Weise der Befestigung der Bruttasche von Bhinoderma darioini und der Lage der Embryonen in derselben. Zu diesem Zwecke ist der Kehlsack des (^ modificiert und nimmt schliesslich den Raum der ganzen Baucbfläche ein. Verf. bestreitet schliesslich die Ansicht Espada's, dass die Ernährangs- functionen des Nährvaters während der Entwicklung der Embiyonen in irgend einer Weise gestört seien. Proc. Zool. Soc. London pag. 231 — 237, 5 Figg. Systematisches. E. D. Cope gibt einen Schlüssel für die Unterscheidung der drei ihm bekannten Hypopachus -Formen. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 1] pag. 395. Callulops n. gen. zwischen Callula und Xenobatrachus, von ersterer Gattung abweichend durch das deutliche Trommelfell, durch eine einzige quere Haut- falte am Gaumen und durch einfache distale Phalangen, von letzterer durch oblonge, hinten nicht eingeschnittene Zunge und durch das Fehlen besonders grosser Zähne auf den Gaumenbeinen. — Mit C. doriae n. sp. Milne-Golf, Neu- guinea; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 345. Engystoma leucostictum n. &i^. Sta. Catharina, Brasilien; Boulenger, 1. c, pag. 416. Hypopachus cuneus n. sp. San Diego, Texas [nach Boulenger = oxyrhynchus Blgr.]; Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 11 pag. 395. DySGOphidae. Systematisches. Platypelis pollicaris n. sp. Madagascar ; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 106, Taf. 6, Fig. 3. 262 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Cystignathidae. Faunistisches. A. G-ünther nennt Hylodes martini- censis Tsch. auch von S. Domingo, St. Vincent, Dominica und Barbadoes. Ebenda Bd. 2 pag. 366. Systematisches. Nach G.A.Bou lenger existiert wahrscheinlich eine Gruppe der Cystignathiden , die Cope's Definition von Phyllobates entspricht. Es sind Hylodes ohne Vomerzähne, die den Namen Syrrhopus Cope führen müssen und die Cope'schen Gattungen Malachylodes und JSypodictyon einschliessen. Hierher Syrr. marnocki, le]y>-us, cystignathoides, verrucipes, guttidatus, hyliformis und ridens Cope und chalceus und verruculatus Pts. Proc. Zool. Soc. London, pag. 206. Orinia victoriana n. sp. Warragul, Gippsland (Victoria); Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 142. Hylodes guentheri Stdchr. = goUmeri Pts. ; Boulenger, 1. c, Bd. 1 pag. 416. — H. pUcifera n. sp. und H. ramagei n. sp. Iguarasse, Prov. Pemambuco; Boulenger, 1. c, Bd. 2 pag. 41. Leptodactylus glandulosus Cope = diptyx Bttg. pag. 187. — L. prognathus n. sp. verwandt typhonius Daud. Rio Grande do Sul, Brasilien, pag. 187; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1. Limnodynastes fletcheri n. sp. verwandt tasmaniensis und platycephalus. Guntawang bei Mudgee, N.-S.-Wales; Boulenger, 1. c, Bd. 2 pag. 142. Phyllobates Bibr. s. oben unter Ranidae pag. 260. Bufonidae. Biologisches. Heron-Royer beschreibt die Stellung des (J von Bufo viridis bei der Begattung und bespricht eingehend die Lage- veränderungen, welchen die Eier dieser Art in den Eischnüren im Verlaufe der Entwicklung der Embryonen unterworfen sind, Thatsachen, welche theil- weise schon vorher veröffentlicht worden sind. Verf. vergleicht weiter die Unterschiede der Eischnüre der drei mitteleuropäischen -Bw/b- Arten. Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 26—31, 4 Figg. und pag. 84. Die Begattung von Bufo intermedius Gthr. aus Guanajuato, Mexico, ist nach A. Duges und Heron-Royer analog der unseres B. vulgaris, das Gift von B. marinus wirkt auch noch nach Jahren, innerlich gegeben, tödlich auf Reptilien. Ebenda pag. 73 -74. Heber Schädlichkeit von B. vidgaris in Fischteichen berichtet K. Knauthe. Jahr.-Ber. 1884/88 Ges. Fr. Naturw. Gera pag. 231-232. Faunistisches. Nach M. Ramos Medina fand sich auf einer Excursiou nach Tomares und S. Juan de Aznalfarache in der Umgegend von Sevilla Bufo calamita Laur. Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. Bd. 17, Actas pag. 122. R. Blanchard will Bufo viridis Laur. zum ersten Mal für Frankreich bei Bourget, Dep. Hts. Alpes, an der Gränze Piemonts in 1900 m nachgewiesen haben. Weiter erwähnt er die Art von Belgrad imd Ravanitza nächst Tschupria in Serbien. Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 66—67. — Bemerkungen über Fuude von Bufo viridis in Frankreich macht F. Lataste. Bull. Assoc. Franj. Adv. Sc. Congres d'Oran d. 30. mars 1888. Ueber Vorkommen von Bufo calamita in Oheshire und Laucashire macht L. Greening Mittheiluugen. The Naturalist (Yorkshire) 1888 pag. 357. Systematisches. Einen Beitrag zur Diagnose von Bufo calamita und viridis, wesentlich sich stützend auf die relative Länge von Fingern und Zehen, bringt J. v. Bedriaga. Nur der portugiesische Bufo calamita biete kleinere. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 263 der algerische viridis grössere Abweichungen betreffs der Zehenlänge von der Regel. Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 220—222. Ueber transkaspische Exemplare von Bufo viridis Laiir. macht A.AValter eingebende Mittbeilungen. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 983. A. Duges giebt Beschreibung von Bufo compactilis Wgm. pag. 139 und Notizen zu Bhinophrynus dorsalis D. B. pag. 156. Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1. Gr. A. Boulenger bringt einen Schlüssel zur Bestimmung der 4 bis jetzt bekannten Arten der Gattung Eupemphix Stdchr. [Eu. nattereri Stdr., nana Blgr., pustulosa Cope und stentor Esp.). Er bemerkt, dass Eupemphix in allen Punkten mit Ausnahme des Mangels der Zähne mit Paludicola übereinstimme und sich zu dieser Cystignathidengattung verhalte, wie Pseudophryne zu Crinia. Diese Thatsache zeige, dass auf die Anwesenheit oder das Fehlen von Vomerzäbnen basierte Froschfamilien künstliche Gruppierungen seien. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 188. Bufo aduncus n. sp. Texas; Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. Bd. 11 pag. 317—318. — B.griseus Ii?i\\. = melanostidus Schnd. ; Boettger, 26./28 Ber. Offenbach. Ver. Nat. pag. 99. — B. speciosus Gir. gute Art neben compactilis'^ gm. \ Garman, Bull. Essex Instit. Bd. 19 pag. 136. Eupemphix nana n. sp. Lages, Prov. Sta. Catharina ; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 187. Bhinophrynus dorsalis D. B. abgeb. ; Duges, Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1, Taf. 15. Hylidae. Biologisches. G. A. Boulenger fand bei Nototrema fissipes Blgr. $ die Rückentasche gefüllt mit 16 sehr grossen, 10 mm im Durchmesser zeigenden Eiern; die Jungen vollenden also höchstwahrscheinlich wie bei N. oviferum die ganze Metamorphose innerhalb der Bruttasche. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 42, Taf. 3. Fauuistische s. Ueber die Entdeckung eines Nototrema in Brasilien östlich und weit entfernt von den Anden vergl. auch denselben in Proc. Zool. Soc. London pag. 219. Systematisches. Bemerkungen zw Hyla owatoCope macht J. G. Fischer. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 44. Hijla bivittata n. sp. Lages, Prov. Sta. Catharina. pag. 188. — H. catharinae n. sp. Sta. Catharina. pag. 417; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd.l. — H. cJiinensis Gthr. var. immaculata n. Shanghai [gehört nach neuerer Untersuchung weiterer Exemplare als gute Var. zu arhorea L. ; Ref.]; Boettger, Ber. Senckenberg. Nat. Ges. pag. 189. — H. copei Blgr. = arenicolor Cope; Cope, Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 80 = gute Art; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 189. Nototrema fissipes n. sp. Iguarasse, Prov. Pernambuco; Boulenger, 1. c, Bd. 2 pag. 42, Taf. 3. Pelobatidae. Skelettsystem. Ueber die osteologischen Merkmale des Schädels der verschiedenen europäischen Pelobates-YoTm%n vergl. Heron-Royer in Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 85—91, 10 Figg. Respirationsorgane. Betr. Fr. E. Schulze's Untersuchungen über das Epithel der Lippen, der Mund-, Rachen- und Kiemenhöhlen erwachsener Larven von Pelobates fuscus s. oben pag. 255. Biologisches. C. W. Hargitt bringt eine Notiz über das plötzliche Erscheinen von Scaphiopus holbrooki in Anzahl bei heftigem Regen nächst 264 Dr. O.skar Boettger: Bericht über die Leistungen Marthas Vineyard, Indiana, seinen Kuf, den späten Act seines Laichens in der ersten Angnsthälfte und seine grabende und nächtliche Lebensweise. Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 95 und 535-537. Faunistisches. Ueber Knoblauchskröten aus Ungarn vei'gl. A. Nehring. Corr.-Blatt. Ges. f. Anthrop. 18. Jahrg. (1887) No. 6. C. Hennig's Bemerkungen zu dem Funde von Pelobates bei Cröbern sind mir ebenfalls nicht zugänglich gewesen. Ebenda 19. Jahrg. pag. 9—10. H. G ade au de Kerville hat Pelodytes punctatus Daud. im Dep. Seine- Inferieure nachgewiesen. Bull. Soc. Amis Sc. Nat. Ronen 1888, 2e. sem. Systematisches. Betreffs weiterer Gründe für die Trennung der Pelobatiden von den Discoglossiden vergl. oben G. B. Howes pag. 256. In einer Berichtigung hebt Heron-Royer hervor, dass der Metatarsal- tuberkel bei Pelobates fusciis grade so kräftig ist als bei seinem P. latifrons, und giebt eine tabellarische Zusammenstellung der Hauptunterschiede beider Formen. Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 108—110. — G. A. Boulenger weist nach, dass die Form des Pelobates von Turin (latifrons Her.-Roy.) dem typischen fuscus von Berlin entspricht, und dass, wenn für die französische Form ein Name nöthig wäre, derselbe minor J. Müll, heissen müsste. Doch seien alle diese Unterschiede nicht specifischer Natur. Uebrigens sei die Breite der Frontoparietalen in der That im Verhältniss zur Breite des Schädels bei den Stücken aus Deutschland und Oberitalien grösser als bei denen aus Frankreich und aus dem Elsass. Ebenda pag. 115—116. — Darauf entgegnet Heron-Royer, dass er den Pelobates von Berlin nicht als zu seinem latifrons gehörig betrachten könne, und dass er den latifrons auch nach gewissen Unter- schieden in den Weichtheilen und im Bau der Larve aufrecht erhalten müsse. Ebenda pag. 117 — 121. — G. A. Boulenger macht dagegen geltend, dass auch die relative Länge von Testikel und Niere bei Pelobates ebenso wechselnd sei, wie die Entfernung der Nasenöffnungen von einander und wie die Bauchfärbung. Ebenda pag, 163. — Auch M. G. Peracca verwirft nach eingehendem Vergleich der äusseren und der Skelettcharaktere den Pelobates latifrons als Species. Bull. Mus. Zool. Anat. comp. Torino Bd. 3, No. 46. 6 pag. — Dagegen hält Ch. Mailles den Pelobates von Turin für verschieden von dem fuscus Frankreichs und Deutschlands. Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 165. — W. Wolterstorff sucht nachzuweisen, dass in den Charakteren der "Wirbelsäule, in den Maass- verhältnissen des Vomers, der Frontonasalen und der Frontoparietalen allerdings Unterschiede zwischen dem Turiner und dem nordfranzösisch -norddeutschen Pelobates bestehen, die zur Abtrennung der norditalischen Form als Varietät berechtigten. P. fuscus typ. besitze durchschnittlich schmäleres Schädeldach, breitere Wirbelsäule, var. insubrica Corn. umgekehrt. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 672-679. Pelobates latifrons n. sp. verwandt fuscus. Turin; Heron-Royer, Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 85, Fig. und pag. 108—110 := fuscus var. insubrica Corn.; Boulenger bei Wolterstorff, Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 678. DiSCOglOSSidae. Respirationsorgane. J. W. Spengel bemerkt, dass zuerst Goette 1885 di6 mediane Lage des Spiraculuras bei der Larve von Bombinatw entdeckt habe, und dass dem medianen Spiraculnm ein medianer After, dem linksgerichteten Spiraculum aber ein rechtsgelegener After ent- in der Herpetologie während des Jahres 1888. '265 spreche. Ebenda pag. 338—339. — Kritik dieser Notiz von F. Lataste vergl. ebenda pag. 427 — 428, der die Richtigkeit der von Goette aufgestellten Correlation zwischen der Lage des unpaaren Kiemenlochs und der Stellung des Hautafters mit Boulenger bestreitet. Biologisches. Heron-Royer hat Versuche über die Uebertragung von Färbung und Zeichnung bei Biscoglossus und Alytes angestellt und gefunden, dass die grössere Zahl der Jungen die Tracht der Mutter annahm, dass die weiblichen Charactere sich also leichter vererben als die männlichen. Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 205—206. Faunistische s. In einer Notiz über Synonymie und geographische Verbreitung der beiden europäischen J5o»i&t«rtfo/-- Arten führt G. A. Boulenger den Nachweis, dass Bana homhina L. nicht die Art mit pomeranzgelbem Bauch ist, welche in Schweden fehlt, sondern dass die Linne'sche Art mit B. igneus Laixr. zusammenfällt. Die Art mit pomeranzgelbem Bauch muss daher B. pachyptis Bonap. heissen. B. igyieus Laur. mit orangerothem Bauch ist eine östliche Species und geht von Schweden und Dänemark bis Ungarn, Moskau und Charkow. Verf. gibt eingehende Synonymie beider Arten. Ebenda, pag. 173—176. Nach J. V. Bedriaga kommt die algerische Form von Biscoglossus (auritus Her.-Roy.) auch in ganz Südspanien vor, während in Galicia, Nordwest-Spanien, nur die typische Form anzutreffen sei. Auch habe er dieselben Färbungs- unterschiede bei den Larven beider Formen beobachtet wie Heron-Royer. Ebenda pag. 220. Systematisches. Betr. weiterer Gründe für die Trennung der Disco- glossiden von den Pelobatiden vergl. oben G. B. Howes jiag. 256. Biscoglossus auritus n. sp. verwandt inctus [= pictus Otth var. Ref.] für die algerische Form; Heron-Royer, Bull. Soc. Zool. France Bd. 13 pag. 205 und 220. Caudata. Sinnesorgane. Ueber die Organe eines sechsten Sinnes [vergl. auch Ber. f 1887 pag. 250] bei den Caudaten macht P. Mitrophanow eingehende Mittheilungen. Es sind die Fr. E. Schulze'schen Nervenhügel. Die erste sich deutlicher manifestierende einheitliche Angabe für diese „Sinnesorgane" fand Verf. zu beiden Seiten des Kopfes dorsahvärts von der Anlage der Kiemen- bogen in Form länglicher, in spitze Ausläufer sich fortsetzender Entoderm- verdickungen. Bis in diese Verdickung reicht eine Fortsetzung des embryonalen Nervenrohrs als Anlage des Nervus lateralis. Durch Aussendung von Fort- sätzen aus dieser primären Anlage, sowie durch Theilung und Sonderung dieser Fortsätze in kleinere Gruppen entstehen allmählich die Reihen der gesonderten Nervenhügel am Kopf und in der Seitenlinie. Ueber die Organe einer sechsten Sinnesthätigkeit bei Amphibien. Eine histogenetische Studie. Warschauer Univ.-Nachr. Warschau 1888, 8«. 80 pag., 3 Taf. (russ.). Salamandridae. a. Salamandrinae. Integumentalgebilde. In seiner Arbeit über den Schichtenbau von Ämphioxus bemerkt B. Hatschek, dass 2 66 -Dr- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen die Cutis der Salamanderlarven ebenfalls mit einem G-ränzepitbel versehen sei. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 662—667, 4 Figg. 0. Schnitze beobachtete an Molge-IjaiYen, dass unter dem Einfluss des Hungers die Kerne der Epithelien des Schwanzflossensaums eingeschnürt und gelappt vi'erden, und dass die färbbare Substanz der Kerne stark an Masse abnimmt. Sitz.-Ber. Phys.-med. Ges. Würzburg v. 17. Nov. 1888. .7 pag. Verdauungsorgane. Ueber regressive Metamorphosen des Zellkerns in den einzelligen Drüsen des Mundepithels von Salamanderlarven macht F. Hermann MittheiJungen. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 59-61. S. M. Lukjauow fand in der Magenschleimhaut von Salamandra maculosa Kernkörpercheu von eigenthümlicher Kolbenform, nennt sie Nucleoli claviformes und betrachtet sie als Elemente sui generis. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 32 pag. 474 — 478, Taf. 19. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London, 1889, pag. 36. Mittheilungen über die Becherzellen im Dünndarmepithel von Salamandra maculosa macht J. Steinhaus. Dieselben sind w^eder ausschliesslich schleimig degenerierte Epithelzellen, noch ausschliesslich in einzellige Schleimdrüsen verwandelte Zellen. Sie sind z. Th. das eine, z. Th. das andere , denn, ist kein zweiter Kern in der Zelle vorhanden, so degeneriert die Zelle vollständig, ist ein solcher vorhanden, so fungiert die Zelle wie eine Drüse ; nach der Secretion kann sie dank der Anwesenheit eines zweiten Kernes sich regenerieren und wieder zum secernierenden Becher werden. Jede Cylinderzelle des Darmes kann sich in eine Becherzelle umwandeln, doch sind Ursachen und Bedingungen dieser Becherbildung noch nicht genügend klargestellt. Nur so viel lässt sich sagen, dass je energischer die physiologischen Processe im Darm vor sich gehen, desto grösser die Anzahl der Becher ist. Arch. f. Anat. u. Phys., Phys. Abth. 1888 pag. 311—322, Taf. 6—8. - Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London, pag. 712. Derselbe macht weitere Mittheilungen über die Metamorphosen und über die „indirecte Knospuug" der Kerne im Darmepithel von Salamandra maculosa. Die durch die indirecte Knospuug entstehenden Kerne ersetzen die alten Zell- kerne, welche während ihrer Entwicklung zu Grrunde gehen. Arch. de Physiol. (4) Bd. 2 pag. 60-78, 2 Taf. Eine eingehende histiologische Untersuchung der secernierenden Zellen der Dünndarmschleimhaut hei Molge hat auch J. Paneth angestellt. Nach ihm gehen die Becherzellen im Dünndarm aus gewöhnlichen Epithelzellen hervor, und nach Entleerung ihres Secrets wird aus der Becherzelle wieder eine Epithelzelle. Weitere Beobachtungen des Verf.'s beziehen sich auf die sogen. Bourrelets bei Molge im Hunger Stadium. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 31 pag. 113 bis 191, 3 Taf. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 556. Respirationsorgane. Fr. Legge fand in der Lunge von Molge cristata, dass die Epithelzellen im August einen Vermehrungsprozess erleiden. Diese Vermehrung geschieht manchmal durch directe Theilung, noch öfter aber erleidet das Kernnetz vor der Segmentierung eine Ausziehung, oder wird auch durch das Erscheinen einer Art von rudimentärer achromatischer Spindel ersetzt. Verf. glaubt daraus schliessen zu dürfen, dass zwischen der directen und der indirecten Theilung Uebergangsformen bestehen. Est. Bull. R. Accad. Med. Roma Jahrg. 13 (1886/87) Heft 4. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 267 Circulationsorgane. L. Török hat an Blut und Milz \on Salamandra und ihrer Larve Untersuchungen über die Theilung der rothen Blutzellen an- gestellt. Die rothe Blutzelle nimmt während der Kerntheilung eine mehr rundliche Fonn an, welche im Laufe des Diasterstadiums einer mehr oblongen weicht. In der letzteren Phase beginnt auch die Theilung der Zellsubstanz und kommt auch gewöhnlich noch während derselben zu Ende. Der Theilungs- process der Zellsubstanz geht also ziemlich rasch, rascher als bei sonstigen Zellen, von statten. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 32 pag. 603—612, Tat'. 23. — Kef. in Journ. Roy. Micr. See. London 1889 pag. 191—192. Mittheih;ngen über pathologischen Bau des Kerns der Blutzellen von Salamandra und ihrer Larve hat auch W. Pfitzner gemacht. Virchow's Arch. f. Path. u. Hist. Anat. Bd. 103 (1886) pag. 275—300, 1 Taf. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 391—392. Urogenitalsystem. Eine weitere Notiz über ein feines Häkchen am Kopfe des Spermatozoon von Molge bringt Dowdeswell. Journ. Roy. Micr. Soc. London 1888 pag. 1065-1066. Ontogenie. Kurze vorläufige Mittheilungen über Vorgänge bei der Spermatogenese des Salamanders macht F. Hermann. Sitz.-Ber. Phys.-nied. Ges. Erlangen 1888 pag. 47—48. Biologisches. In einer Notitz über die Befruchtumg bei den Tritonen theilt J. Chalande seine Beobachtungen an Molge palmata mit. Bull. Soc. Hist. Nat. Toulouse Bd. 21 pag. 12—14. Kirchhoff berichtet über eine Larve von Salamandra maculosa, welche er seit einem Jahre künstlich verhindert hatte, aus Land zu gehen. Kiemen, Larvenform und Larvenfärbung waren noch erhalten. Zeitschr. f. Naturw. (Halle) Bd. 61 pag. 645. Nach G. Riehm waren in Gefangenschaft geborene Larven von Salamandra dreimal grösser (32—35 mm) als in der Freiheit geborene. Ebenda pag. 641. Joh. V. Fischer beobachtete, dass im September alle seine Pleurodeles waltli das "Wasser fi'eiwillig verliessen und aufs Land gingen. 5 Rippenmolche, die das Wasser nicht verlassen konnten, froren ein, wurden aber sämmtlich durch vorsichtiges Aufthauen vom Tode gerettet. Humboldt 7. Jahrg. pag. 138 bis 139. Palaeontologisches. K. Zittel beschreibt eine neue Gattxmg Megalo- triton {filholi n.) aus dem Oligocaen von Quercy, Frankreich, nach Wirbeln, Oberarm und Oberschenkel. Haudb. d. Palaeont. L Abth. Bd. 3 pag. 420, Fig. 410. Faunistisches. Eine Notiz über die Molche der Umgebung von Warrington, England bringt L. Greening. The Naturalist (Yorkshire) 1888 pag. 243. Notizen über locale Abweichungen in Grösse, Färbung und Kammform bei Süd- und norddeutschen Molge palmata bringt Fr. Leydig. Verb. Phys.-med. Ges. Würzburg N. F. Bd. 22 pag. 200-201. Bemerkungen über 3Iolge sinensis Gray macht 0. Boettger. 26.;28. Ber. Offenbach. Ver. Nat. 1888 pag. 100. Systematisches. G. A. Boulenger hält Diemxjctylus miniatus Raf. subsp. meridionalis Cope von San Diego, Texas, für gute Art und vergleicht sie unter dem Namen Molge meridionalis Cope eingehend mit 31. viridescens. Die drei Temporalgruben der amerikanischen Molge -A.\i&a. kommen allein dem ^ zu; 268 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen es sind Oeffnungen secretabscheidender Driisen von unbekannter Bedeutung. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 24. Molge 1820 und Triton 1768, non L. 1748 = Triturus Eaf. 1819; Baur, Beitr. z. Morphogenie d. Carpus u. Tarsus 1. Jena, G. Fischer, pag. 49. b. Amblystomatinae. Skelettsystem. H. Orr beschreibt das Knorpel- skelett des Kopfes von jungen Larven von Ambhjstoma. Qu. Journ. Micr. Sc. (2) Bd. 29 pag. 295 i¥. Respirationsorgane. F. R. M. Hitchcock macht eine Mittheilung über die sogen. Balancierorgane junger Larven von Amblystoma punctatum. Sie sind, wie die Saugfortsätze anderer Caudaten und die Saugscheiben der Anurenlarven, als modificierte Kiemenreste aufzufassen, die ihre frühere Thätigkeit eingestellt haben. Auch die Reihenfolge des Auftretens anderer äusserer Organe an den ersten Tagen nach dem Ausschlüpfen aus dem Ei wird beschrieben. Trans. New York Acad. Sc. Bd. 7 pag. 255 — 258. — lieber den Bau derselben macht auch H. Orr Mittheilungeu. Sie sind Aequivaleute einer äusseren Kieme und werden von einem Zweige des Unterkiefer -Arterienbogens ernährt. Auch er hält die Saugorgane der Anuren für homologe Bildungen. Qu. Journ. Micr. Sc. (2) Bd. 29 pag. 295 ff. Ontogenie. In einer Notiz über Segmentierung des Eies und Schicksal des Blastoporus beim Axolotl stellen F. Houssay u. Bataillon fest, dass die Segmentierung des Eies in 2, 4, 8, 24 und 32 Zellen beobachtet werden konnte; weitere Zählung war unmöglich. Der Blastoporus bleibt beim Axolotl immer offen und wird zum definitiven After; ein Canalis neurentericus fehlt. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 107 pag. 282-284. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 708. Weitere Mittheilungen derselben beziehen sich auf die Bildung der Gastnala, des Mesoblasts und der Chorda dorsalis beim Axolotl. Der Urdarm entsteht nicht durch Invagination, sondern durch ein Auseinanderweichen der vegetativen Zellen. Die Verf. stimmen mit Goette darin überein, dass die Noto- chorda mesoblastischen Ursprungs ist. Ebenda pag. 134—136. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 707—708. Faunis tisch es. E. D. Cope nennt als einzigen Molch der Cascade Mts. von Oregon Amblystoma macrodactylum. Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 1000. Systematisches. Ueber Amblystoma carolinae (= tigrinum Green) und seine Kiemenform Siredon edulis Hern, macht A. Duges Mittheilungen. Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1 pag. 140—143. AmphiUinidae. Allgemeines. Mittheilungen über den japanischen Riesen- salamander bringen K. W. Struve und Geerts. Nachr. Ksl. Ges. Fr. Naturw. Moskau Bd. 50, Prot. Zool. Abth. pag 32-33 und 33—37. Physiologische Bemerkungen über Megalohatruchus maximus Schlg. macht N. F. Bjeletzkij. Arbeit. Naturf.-Ges. Univ. Charkow Bd. 15 pag. 173—206, 1 Taf. (russ.). Biologisches. O. P. Hay beobachtete Amphiuma means L. im Brut- geschäft. Das $ lag spiralförmig um die Eier geringelt, welche in zwei rosenkranzähnlichen Strängen angeordnet sind. Während das Ei 9 mm Durch- messer zeigt, hat der noch nicht ausgeschlüpfte Embryo eine Länge von 45 mm. Der Embryo wird eingehend makroskopisch geschildert, und sodann die Ver- in der Herpetologie während des Jahres 1888. 269 hältnisse von Schädel, Schultergürtel, vorderen Wirbeln und Gehirn der Larve mit denen des jungen Axolotl verglichen. Verf. konnte bei Amphiuma eine Stimme beobachten. Die Möglichkeit des Grabens im Schlamme wird durch Einrichtungen an den Kiemen und durch die Form der Schnauze und der Lippen ermöglicht. Ämer. Naturalist Bd. 22 pag. 95 und 315—321, Fig. — Ryder betont die Aehnlichkeit dieser Brntpflege mit der von Ichthyophis. Ebenda pag. 182. Proteidae. Biologisches. Mittheilungen über die Larve von Proteus anguineus macht E. Zell er. Die Olme hatten vom 14. bis 16. April 76 Eier gelegt ; nach 90 Tagen schlüpften 2 Larven aus, die, in der Entwicklung weiter als andere Caudatenlarven vorgeschritten, anfangs 22 mm in der Länge maassen, wovon nur 5 mm auf den Schwanz kommen. Ihre Gestalt ist der des er- wachsenen Thieres schon sehr ähnlich, doch erstreckt sich der Flossensaum über % der Rückenlänge nach vorn. Die Kiemenbüschel sind nicht mehr entwickelt als beim erwachsenen 01m. Die Vordergliedmaassen haben schon 3 Zehen, die hinteren sind noch stummeiförmig. Angefügt werden Beobachtungen über die späteren Stadien der Entwicklung im Ei von der neunten Woche an. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 570—572. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 1031 bis 1032. Faunistisches. J. H. G-arnier nennt Necturus maculatus Raf. vom Don und St. Clair-See, Canada, und beschreibt eine neue Varietät desselben. Proc. Canad. Inst. Toronto (3) Bd. 5 pag. 218-219. Systematisches. Necturus maculatus Raf. 1819 = maculosus Raf. 1818, 1820; Baur, Beiträge z. Morphogenie d. Carpus u. Tarsus I. Jena, G.Fischer, pag. 16, 17 Anm. — N. maculatus var. latastei n. Maitland River, Canada; Garnier, Proc. Canad. Inst. Toronto (3) Bd. 5 pag. 218-219. Apoda. Sinnesorgane. C. R. Greeff. lieber das Auge von Siphonops thomemis. Ein Beitrag zur Kenntniss der Gymnophiouen. Inaug.-Diss. Freiburg i. Br. 1888, 8». 22 pag. Systematisches. Siphonops hardyi n. sp. Porto Real, Prov. Rio Janeiro; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 189. Stegocephala (mu' fossil). Skelettsystem. Wegen des Auftretens von Parietallöchern und des Pinealauges bei den alten amerikanischen Batrachiern vergl. oben E. D. Cope, pag. 177. H. Credner weist pag. 520 nach, dass die mittlere Thoracalplatte ge- wisser ächter Stegocephalen, z. B. von Melanerpeton ^ ein ähnliches Episternum ist, wie es den palaeozoischen Reptilien Palaeohatteria und Proterosaurus zu- 270 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen kommt, ein Character, der den Urodeien gänzlich fehlt, für die Stegocephalen aber sehr bezeichnend ist. Zeitschr. D. Geol. Ges. Berlin Bd. 40. Systematisches. K. Zittel theilt im Handbuch d. Palaeontologie I. Abth., Bd. 3 pag. 370 ff. die Ordn. Stegocephala ein in: I. Unterordn. Lepospondyli. Wirbelkörper aus einheitlichen Knochen- hülsen bestehend, welche Reste der Chorda umschliessen. Hinterhaupt knorpelig oder verknöchert. Zähne einfach, mit grosser Pulpa. Fam. 1. Branchiosauridae. Farn. 2. Microsauria (mit Hylonomidae, Microbrachidae , Limnerpetidae, Nectridea und Heleothrepta). Fam. 3. Aistopoda. n. Unterordn. Temnospondyli (= Ganocephala Ow. pp., Rhachitomi und Embolomeri Cope). Wirbelkörper aus mehreren getrennten Knochenstücken bestehend, meist rhachitom, selten embolomer. Hinterhaupt knorpelig oder ver- knöchert. Zahnsubstanz im Innern meist radial gefaltet. a) Gattungen mit rhachitomen Wirbeln. b) Gattungen mit embolomeren Wirbeln. ni. Unterordn. Stereospondyli. Wirbelkörper aus einer vorn und hinten etwas ausgehöhlten, im Centrum zuweilen durchbohrten Knochenscheibe bestehend. Hinterhaupt verknöchert. Dentinsubstanz der Zähne labyriuthisch gefaltet. Schleimcanäle zwischen den Augenhöhlen und den Nasenlöchern eine Lyra bildend. Fam. 1. Gastrolepidoti. Bauch bedeckt mit knöchernen Schuppen von länglicher Form; radiale Ausbuchtungen der Zahnpulpa nur massig verzweigt. — Mit den Gattungen Baphetes Ow., Stereo- rhachis Gaudry,? PhoUderpeton Huxl., Platyops Twelv., Macro- merion Fritsch, Anthracosaurus Huxl., Eosaurus Msh.,? Megaler- peton Young und Loxomma Huxl. Fam. 2. Labyrinthodonta (= Euglypta Miall). Bauchschuppen und Sclero- tica-Ring fehlen. Kehlbrustplatten gross, rauh sculptiert. Labyrinthstructur der Zähne stark entwickelt. Auf dem Gaumen, Vomer und in der Symphyse des Unterkiefers ver- einzelte gewaltige Fangzähne. — Mit den Gattungen Tremato- saurus Braun, Metopias v. Mey. , Capitosaurus Mstr. , Mastodon- saurus Jaeg., Labyrinthodon Ow.,? Diadethognathus Miall, Bhyti- dosteus Ow., Xestorrhytias v. Mey. u. a. E. D. Cope wendet gegen die primäre Eintheiluug in drei Gruppen ein, dass sich zwischen Zittel's Lepospondyli und Temnospondyli keine scharfe Gränze ziehen lasse, da die Form eines röhreuartigen Wirbelcentrums durch alle Uebergänge mit dem eines amphicoelen Wirbelcentrums verknüpft sei. Die Temnospondyli seien deshalb keine natürliche, scharfabgegränzte Gruppe. Auch das Auftreten oder Fehlen von zwei Occipitalcondylen sei bei einer primären Eintheilung nicht zu vernachlässigen. Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 1019. in der Herpetologie wäbrend des Jahres 1888. 271 H. Credner gibt eine Uebersicht der bis jetzt beschriebenen Stegocephalen aus dem Mittel-Rothliegenden von I^ieder-Hässlich. Er theilt sie ein in: I. Kranzwirbier (Ehachitomi). Der Wirbelkörper besteht aus einem Kranze von getrennten Knochenstücken. — Hierher 1. Archegosaurus, 2. Bisco- saurus und 3. Sparagmites. IL Hülsen wir hier. Der Wirbelkörper besteht aus einer einheitlichen Knochenhülse. a. Tonnenwirbler. Die Wirbelhülsen tonnenförmig, also inter- vertebral erweitert; Rippen kurz und gerade; Schädel stumpf; Carpus und Tarsus nicht verknöchert; keine Ossa pubica; Schwanz kurz, stummeiförmig. — Hierher 4. Branchiosaurus, 5. Pelosaurus, 6. Melanerpeton und 7. Äcanthostoma. b. Sanduhrwirbier. Die Wirbelhülsen sanduhrförmig, also beiderseits erweitert; Rippen lang und gebogen, mit Capitulum und Tuberculum; Schädel zugespitzt; Carpus und Tarsus theilweise schwach ver- knöchert; secrete Ossa pubica; Schwanz lang. — Hierher 8. Hy- lonomus. Zeitschr. D. Geol. Ges. Berlin Bd. 40 pag. 555—556. A. Fritsch's Palaeontological Researches in Nature Bd. 37 pag. 244— 245 sind ein Referat über Fritsch's Fauna der Gaskohle Bd. 2, Heft 1, 1885 [vergl. Ber. f. 1885 pag. 325]. — Dazu bemerkt J. W. Dawson, dass er Dendrerpetum zu den Labyrinthodonten und nicht zu den Microsaurieru gestellt habe, welch' letztere einfache und nicht gefaltete Zähne besitzen. Die Microsauria, obgleich in gewisser Hinsicht niedriger stehend als die Labyrinthodonten, zeigten in ihrer Organisation doch bereits Anklänge an die Reptilien. Ebenda pag. 393. Branchiosauridae. M. Lohest kündigt aus dem Ober-Fammenien des belgischen Devons Reste eines Stegocephalen an, der, dem Branchiosaurus ver- wandt, der älteste bis jetzt bekannte Rest eines Batrachiers sei. Ann. Soc. Geol. Belg. Bd. 15, Proc. verb. pag. 120—127, 2 Figg. ArchegOSauridae. M. Boule gibt im Wesentlichen nach A. Gaudry [vergl. Ber. f. 1887 pag. 256] in Holzschnitt das vollständige Skelett und die Restauration von Actinodon frossardi Gaud. aus -dem Unt. Perm von Muse bei Autun. Die Supratemporalia und die Postorbitalia sind auffallend stark entwickelt. Jeder Wirbelkörper besteht aus drei isoliert bleibenden Theilen. Der Bauch zeigt eine Bedeckung mit Ganoidschuppen Le Naturaliste 10. Jahrg. pag. 41—42, 2 Figg. A. Gaudry hält Actinodon für identisch mit Sclerocephalus Goldf. [was aber R. Lydekker, Cat. Foss. Rept. Br. Mus. Bd. 4 pag. 184 bestreitet, der mit Zittel Weissia Branco mit Sclerocephalus identificiert]. Mem. Soc. Hist. Nat. Autun Bd. 1 pag. 29. Eingehende Mittheilungen über den Schultergürtel und den Bau der Extremitäten von Eryops macht E. D. Cope. Trans. Amer. Phil. Soc. (2) Bd. 16 pag. 362—367, 1 Taf. Labyrinthodontidae. K. v. Zittel bezweifelt die Batrachiernatur des Lahyrinthodon ruetimeyeri Wiedersh. und hält diesen Rest für ein Reptil. R. Wiedersheim schliesst sich jetzt dieser Ansicht an und erinnert an 272 1^1'- Oskar Boettger: Bericht üb. d. Leistungen etc. Aehnlichkeiten mit Phrynosoma und mit Geckouen. N. Jahrb. f. Min. 1888 II pag. 257—258. In einer Notiz über Wirbelthierreste in den Triasschichten der Südküste von Devonshire zwischen Budleigh Salterton und Sidmouth bemerkt H. J. Carter bei Besprechung von Coprolithen, dass die Nahrung der triassischen Labyrintho- donten wie die der liassischen Ichthyosauren aus Ganoidfischen bestand. Qu. Journ. Geol. See. London Bd. 44 pag. 318-319. - Ref. in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 182. H. Kunisch beschreibt ein Kieferfragment \on 3Iastodonsaurus silesiaciis Kun. [vergl. Ber. f. 1885 pag. 330] aus dem Muschelkalk von Sacrau bei Gogoliu, Oberschlesien, das die Kenntniss dieses Thieres nicht unwesentlich vervollständigt. 66. Jahr. Ber. Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1888 pag. 90-91. Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des Jahres 1887. Von Dr. F. Hilgendorf. Allgemeines. A. Günther [u. Boulenger], Guide to the galleries of Reptiles and Fishes in the dep. of zool. of the British Museum (Nat. History), 101 Xyl. London S». Pisces S. 47— 113. B. G, Wilder , „Classification of Vertebrata". Die Fische kommen nach dem Vf. in die Abth. der „Megaulica", nur die Dipnoi zu den „Micraiüica" (d. h. den Amphib.-j- Amniota) u. Branchiostoma bildet die „Monocoelia"; Megaul. u. Micraul. zusammen bilden die Abth. „Polycoelia" , Polyc. und Monoc. zus. die „Phenocoelia" (= Verte- brata), Phenoc. u. „CryptocoeHa" (= Tunicata) zus. die „CoelonemV, die Coelon. u. „Stereoneura" zus. die Metazoa. Innerhalb der Megaul. bilden Ganoiden u. Teleostier zus. die „Pisces". Die Höhlungen des Centralnervensystems sind von hervorragendstem taxon. Werthe. — Amer. Natur. XXI 913—7, 1033. D. S. Jordan, Science sketches. Chicago 1887. 8". 276 S. Darin ein Kapitel über Ausbreitung der Süsswasserfische, eine vollst. Liste der Werke des Vf. Vergleiche ferner: Günther, über Präparation von Regalecus unter Systematik; Jordan, Nomenclaturprincipien unter geogr. Verbreit. (Westindien); Hub recht, Abstamm. der Chordaten bei Entwickl. (Phylog.); Schneider, Ausscheidung der Dipnoi u. Myxin. von den Fischen bei Syst. Anatomie und Physiologie. Allgemeines. L. Brieger, Unters, üb. Ptomaine, stellte aus faulendem Dorschfleisch dar: 1. Neuridin, 2. ein Aethylidendiamin?, 3. Muscarin, 4. Gadinin, 5. ein unerforschtes Pt. u. Triäthylamin. Biol. Centralbl. VI 690, 742. Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd. H. H. 1. 18 274 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Haut (Seitenorgane, Leuchtorgane). Günther erwähnt von Lycodes reticulatus ein dickes Stratum von „coagulated mucus", das sich in grossen Fetzen ablöst. Die ist wohl nur die ältere Be- zeichnung für das Epithel selbst. Ghali. XXII 78. J. Brock, „üb. Terminalkörperchen-ähnliche Organe in der Haut von Knochenf." Bei e. Lophobranchier, Gastrotokeus biacul., beschreibt Vf. ein schon von Kaup [und Day] erwähntes Tastkissen vor dem Anus. Dessen Papillen enthalten beim Weibchen häufig entweder ein Tastkörperchen, d. h. eine aus platten, sternf. Zellen mit homogen. Zwsubst. aufgeschichtete Säule, oder einen Endkolben, d. h. e. homogenen ovalen Körper, zu dem V£ e. Nerv gehen sah; da aber e. wirkl. Eintreten von N. weder in die Endk. noch Tastk. beobachtet wurde, bleibt die Natur der Termkp. unsicher. Eine Kapsel von Pigmentz. umgiebt diese Körper. Beim Männchen sehr selten Endk. aber die Tastk. sehr lang (bis 400 ^u). Bisher ähnliche Gebilde bei Fischen kaum bekannt. Intern. Monschr. Anat. PhysioL, IV 301—311, Taf. 12. M. Sacchi, sulla struttura del tegumento negli embrioni e avannotti del Salmo lacustris; Rendic. Istit. Lombardo (2) XX 642—9, Taf. Solger, „üb. d. Cupula terminalis der Seitenorg. der Fische, (Demonstration an Chimaera u. Notopterus). Die C. t. ist ein Schutz- apparat epithelialer Herkunft, nicht etwa das Kunstproduct einer Quellung od. sonstigen Veränd. der Sinneshaare. Die C., im frischen Zust. gallertartig u. glashell, besteht aus langgestreckten cylindr. Seg- menten, die ausserhalb des Gebietes der haartragenden Sinnesz. deutlicher erkennbar sind. Bei Chim. findet sich Cupulasubstanz auch entfernter vom Sinneshügel, indem sie als dünne Cuticula auch die freie Fläche des die Seitenwandungen der Rinne auskleidenden Epithels deckt. Schleimzellen kommen nicht in Frage. . . F. Eilh. Schulze bemerkt dazu, dass die Gallertcylinder der Knochenf, aus einer festeren Rinden- und einer weichen Innen schiebt bestehen. Tagebl. 60. Vers. D. Natf. u. Ae. Wiesbaden, S. 93 u. 111. R. V. Lendenfeld, Rep. on the structure of the phosphorescent Organs of fishes. = Appendix B zu Günther's Tiefseef. im Ghali. Rep., Zool. XXII, S. 277— 329, Tf. 69— 73. Vf. untersuchte 5 Farn.: Stomiatidae, (Opostomias, Echiostoma, Pachystomias Malacosteus, Astronesthes), Sternoptychidae (Argyrop. u. Sternoptyx), Scopelidae (Scopelus benoiti), Alepoceph. (Xenodermichthys) u. Halosaur. (Halosaurus) , in welchem Material alle bisher beschriebenen Typen von Leuchtorg. der F. vertreten sind [excl. Ipnops]. Er unter- scheidet unter seinen 12 Formen 2 Hptgruppen : I. „regelmässige ocellare phosphorescirende Org.", weil Gestalt u. Vertheilung üb. d. Körper regelm., meist segmental, erscheint; sie sind entw. A, „einfach", von Sack- oder Kugelform (= drüsenartige Org. Ussow's u. augenähnl. Org. Leydig's z. Th.), sie kommen mit (No. 3) u. ohne (No. 2) Pigment- mantel vor u. haben nie einen Reflektor, oder B. ,, zusammengesetzt", in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 275 d.h. mit abgeschnürtem becherförm. distalem Theile (= äugen- u. glas- perlenähnl. 0. früherer Autt.), Pigmentmantel stets vorhanden, ein aus nadelf. Elementen gebildeter silberglänz. Reflektor (modific. Schuppe) fehlt der einen Abth. (Nr. 4), die Org. bleiben hier immer isolirt u. stehen senkrecht zur Haut, die Org. der Abth, mit Refl. (Nr. 5) stehen schief und können in ihren proxim. Theilen ver- schmelzen sie sind die auffallendsten (glasp. Org. Lejdigs). IL „Un- regelm. drüsenf. Org." (Leuchtorg. Leydig), sie kommen vor zer- streut (Nr. 7), auf dem Untkfr. (Nr. 8), an Barteln u. Flossenstr. (Nr. 9), unter dem Kiemendeckel (Nr. 10), und in hoher Ausbildung als „Suborbitalorgane" entw. ohne (Nr. 11) od. mit Reflektor (Nr. 12). Zu den regelm. oc. Org., einf. ohne Pigmentm. , gehören noch die Leuchtorg. von Kalos., die (1 mm br., 3 mm hoch) auf den Schuppen der Seitenlinie, am Schuppenloch gelegen sind (Nr. 1); auf einer basalen Schicht von Kapillaren, Nerven u. multipol. Ganglienz. (Leuchtzellen ?) stehen spindelf. Z. mit hyal. Zwischensubstanz, darüber eine Membran, daher „regelm. oc. bedeckte Org."^ genannt; die Schuppen besitzen eine reflektirende Membran. Zwischen Schuppen u. Schleimkanal liegen in einem Fasergewebe gelbe, feste, linsenf. Körperchen (Sekretion?). Gestielte, an der Körperfläche herab- hängende Leuchtorg. besitzt Xenoderm. , sie sind reg. oc. Org. mit Pigment, u. mit einer einseitigen Einschnürung (also unvollkommen zusammengesetzt) (Nr. 6). — Vf. betrachtet alle Abth. als Leucht- org., weil einige direkt als solche beobachtet wurden (auch von Willemoes-Suhm) u. die übrigen in ihrer Structur ähnl. sind. Der Zweck des Leuchtens ist für die der Sehrichtung parallel leuchtenden Org. (vorn am Kopfe) Beleuchtung des Jagdfeldes, also ein agressiver, für die nach hinten blitzenden Abschreckung der Feinde, ein defen- siver. [Sollte nicht vielleicht eine Anlockung der beiden Geschlechter in Frage kommen? Ref.] Die Org. an Barteln u. Flossen sollen die Beute anlocken. — Ihren morphol. Ausgang haben sie von den ge- wöhnlichen Schleimdrüsen des Schleimkanalsystems, die zunächst leuchtenden Schleim producirten; dann bildeten sich in der Ober- flächl. Schicht einige Zellen zu Leuchtzellen aus, die bei starker Innervation unter den Einfluss des Willens traten, zunächst Spindel- zellen, dann die vom Vf. entdeckten kolbenf. Leuchtz., deren an- geschwollener Aussentheil einen secernirten Leuchttropfen enthält. Die tubulösen Drüsen in der distalen Hälfte liefern in ihrem Sekret dann nur das Feuerungsmaterial für die Leuchtschicht. Leydig's u. Emery's Angaben werden bestätigt; das Material des Vf. war oft ungenügend conservirt. — Die stets ergiebige Nervenversorgung liegt für die grossen Suborbitalorg. einem modific. Trigeminus-Ast, für die übr. Org. den gewöhnl. oberflächlichen Nerven ob. Ein eigner Lobus phosphorius am Trig. bei Echiostoma (Abb.). Einen eingehenden Ausz. liefert Vf. im Biol. Centralbl. VII G09 — 21, woraus die obige An- ordnung der Abth. der Leuchtorg. entnommen wurde; sie weicht im Chall. Rep. etwas ab. Eine Beziehung zu dem Parietalauge der Reptilien leugnet Vf. 18* 276 Dr. F. Hilgeudorf: Bericht über die Leistungen H. N. Moseley, Report on the struct. of tlie peculiar organs on the head of Ipnops. Die fühere Ansicht, dass das 0. ein immens verbreitertes Auge sei (hervorgerufen durch ein zufäUig eingeschlichenes mikr. Präp. vom Auge irgend eines Teleostiers), wird aufgeben, zieml sicher wird es jetzt als Leuchtorgan bezeichnet. Es liegt als dünne Platte unter einer freien, durchsichtigen Knochendecke (enorme Praefront.?, Gth.), und erstreckt sich nach hinten über d. Gehirn, von demselben aber durch Knochen getrennt. Die Struktur der Platte ist allerorts die gleiche, ihre Dicke nur 40 fx; sie zerfällt in hexagonale Fächer von 40 ,u Dm., deren jedes auf einer grossen hex. Pigmentzelle ruht (wie in Ussows „Tapetum" bei Stomias, bei Ipn. aber braun, ohne irisirende FHtterchen, die dem ganzen Organ bei I. mangeln). Jedes Fach enthält ca. 40 hexag., unten nicht verdünnte, senkrechte Stäbchen (hyalin, schwach färbbar u. meist ohne Kern), jedes Stäbchen wird oben von einer Zelle mit grossem Kern (stark färbbar) gekrönt; die Schicht dieser Zellen löst sich leicht von der Stäbchenmasse ab, und bildet eine Abweichung gegen- über allen andern bekannten Leuchtorganen. Unterlagert wird das Organ von einer entwickelten Bindegewebschicht, die anscheinend vom Trigem. innervirt u. von den Carotiden reichhch mit Blut gespeist wird, auch reichlich verästelte Pigmentz. enthält, die mit Nerven u. Gefässen in das phosph. Org. eindringen. Weder eine Spur von Augen oder Sehnerv noch e. N. olfact. oder eine Ptiechhaut wurden in der Schnittserie entdeckt, der N. acust. war dagegen wohl entwickelt. — Gegen Deutung als Sehorgan (ebenso wie als Riecho.) spricht der Mangel des betreff. Nerven, gegen die als elektr. 0. das Fehlen isolirender Bindegewebs -Wände zwischen den hexag. Fächern, für ein Leuchtorgan dagegen die Blutfülle u. die Durchsichtigkeit des Daches. Zwischen den Muskelfasern sah Vf. überall massenhafte pseudonavicellare Psorospermien. — Challenger Report, Zool. Vol. XXII, p. 269—76, Tf. 67, 68 (als Appendix A zu Günth. Tiefseef.) Vergleiche über Haut ferner: Brock, Hautdrüse des Plotosus, bei Generationsorg.; Ryder, bei Entwickl. (I Gadus, IX Gastr.); Dünn, Chromat. Funktion u. Epithelverstärkung bei Gadus poU. in d. Systematik; Günther, Tastorg. an der Brustfl. von Bathypterois, unter Syst. (Scopelidae) ; Vaillant, desg. ebd.; Fritsch, Haut u. Haut-Sinnesorg. des Malapterurus unt. Syst.; Sm. Woodward, Seitenlinie der Pteraspiden, s. fossile Fische; Guitel, Seitl. von Lepadogaster bei Syst. (Gobies.); Wenckebach, Entw. der Haut- sinnesorg. unt. System. (Engraulis); Günther, Leuchtorgane, unt. geogr. Verbreit. (Tiefseefische). Skelett (und allgemeine Morphologie) G. Mivart, Artikel ,Skeleton" in Encyclopaedia britannica Vol. 22, S. 105 — 119. W. Roux, ,,üb. e. im Knochen lebende Gruppe von Fadenpilzen (Mycelites ossifragus)." Zuerst vom Vf. in Kn. von Rhytina, dann aber im Knorpel und Knochen fossiler Plagiostomen bez. Teleost. häufig nachgewiesen; bildet Canäle von 3 — 12 f/ Durchra. Früher in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 277 ähnKclies von Kölliker in Schuppen von Beryx beobachtet. Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 45, Heft 2, S. 227—54, Tf. 14. C. B. Brühl, Beitr. z. Osteologie der Knochenf. Berlin 130 S., 1 1 Tf. (Eine unveränd. Ausg. des älteren Werks : Osteologisches aus d. Pariser Pflanzengarten.) C. Gegenbaur, „die Metamerie des Kopfes u. die Wirbeltheorie des Kopfskeletes, im Lichte der neueren Untersuch, geprüft." Die Metam. des Kopfes ist das Endziel der Forschung, die Wirbeltheorie des Schädels ist eine, die historisch älteste Seite des Problems. Die Metamerie, von Ggb. durch Prüfung der Kiemenb. u. Nerven wahr- scheinlich gemacht, ist durch den embr. Nachweis von (9) Kopf- somiten jetzt unzweifelhaft dargethan. Die Kiemenbögen hatten ur- sprünghch dieselbe Metamerie wie die dorsalen Kopfteile (gegen Ahlborn). Schon in der Ontogenie der Selachier (des günstigsten Objekts) ist aber die phylog. früheste Form des Kopfbaues grossen- theils geschwunden u. verändert, so ist die Zahl der Urwirbel, 9 (6), sicher zu gering für die Urwirbelthiere ; Beweis, die zahlreichen Kiemen bei Heptanchus. Eine Vorstellung des phyl. ältesten Zustandes giebt der Kopf von Amphioxus mit seinen Myotomen, doch ist hier durch Entwickl. der Peribranchialhöhle die Kiemenpartie stark um- gebildet). Durch Ausbildung der Sinnesorgane u. des Gehirns wurde die Beweglichkeit des Kopfes beeinflusst, dadurch die Musculatur zum Schwund gebracht. So sind denn das 4. — 6. Myotom Wijhe's von der ontog. Weiterentwicklung ausgeschlossen, sie liefern keine Muskeln mehr. Die 3 letzten Som. W.'s Hefern nicht nur dorsale, sondern auch ventrale Muskeln u. gehörten wahrsch. ursprüngHch nicht zum Kopf; zw. ihnen u. den 3 mittleren Som. sind aber eine Zahl Kopfsom. nebst deren Kiembg. verloren gegangen u. selbst im Embryo nicht mehr sichtbar. — Auch der Schädel hatte wahrsch. (innerhalb der Parachordalknorpel) urspr. eine metamere Gliederung, wenngleich (selbst ontogenetisch) nicht mehr nachweisbar; eine An- gliederung weiterer Wirbel von der Wirbelsäule her fand nicht statt; erst secundär erfolgen später (Selachier) Verwachsungen derart, welche aber dem morphol. Bestand, der von jeher mit dem Vagus- bereich endete, nichts zufügen. Wie die Kiemenbögen zum Cranium, so gehören die Rippen als ventrale Anhänge zur Wirbelsäule. — In 5 Kapiteln werden Einzelheiten beleuchtet. I. Urwirbel: Das 1. Somit ist viell. urspr. erst vom 2. aus gebildet worden, ihm fehlt die ventrale Mesodermabtheilung (Seitenpl.), seine Höhle erscheint später. Es Hefert Augenmusk. (obl. inf., rct. sup., r. inf., r. int.), so auch das 2. (obl. sup.) u. 3. (r. ext.). Das 4., 5., 6. verkümmern; das 7. bis 9. Hefern (mit Rumpfmyot.) den M. coraco-hyo. Dieser ungleiche Werth der Somite mindert ihren Werth als Zeugen für die Phylogenese. H. Kiemen spalten: Sie sind wesentlich Entoderm- bildungen, daher giebt es keine präorale Ksp. ; weder Nase noch Lacrymalspalte, noch Mund, noch Thyreoidea, noch After, noch die van Bemmelen'schen Ksp. - Spuren, ausg. vieU. der Suprapericardial- körper, werden als Ksp. anerkannt. HL Verhalten der dors. u. 278 Dl". F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen ventr. Metamerenbild. zu einander: Die nrspr. Uebereinstimmung wurde nur durch Verkümmern der dors.Metam. vernichtet. Dass auf die Kiemenbg. Mesoderm von den Kopfsomiten her sich erstreckt, u. dass bei Mand. u. Hyoid. das Coelom dieser Kbg. mit dem der zugehörigen Kopfsom. zusammenhängt, ist sicherer Beweis für das Entsprechen beider Metamerien. IV. Nerven. Der Olfact. u. Opt. sind keine segmentalen Nerven. Der Oculomot. ist viell. als selbständig vom Trig. anzuerkennen; es tritt, wie der Ram. ophth. prof. mit dem 1. Somit zusammen, u. bildet einen vorderen Kopfabschnitt, der aber, weil des ventralen Theils entbehrend, kein echtes Metamer ist. Von dem Trigem. kann wohl selbständig entstanden sein auch der Ram. ophth. prof, zumal er durch ein Ganglion (ciliare) als segm. Nerv charakterisirt wird; er gehört dann zum präor. Abschnitt; der Ram. III u. sein Spross, Ram. II, zu denen sich (ob als ventr. Wurzel??) der Trochl. gesellt, sind die dem 1. echten Metamer (dem des 2. Somits oder dem Kiefbg.) zukommenden Nerven. Der Acust. u. Facialis gehören einem u. demselben (2.) Met. zu (Hyoidbg., 3. Somit), zu welchem auch der Abducens (als ventr. Wurzel??) zu rechnen ist. Der Glossoph. ist der Nerv des 1. definitiven Kbgs. (5. Somit., 3. Met.). Der Vagus wurde früher vom Vf. u. nach ihm von vielen Autt. als polymerer Nerv aufgefasst; die Sonderung der Wurzeln tritt aber ont. erst später auf, und von den 4 ehedem als ihm zugehörig betrachteten Somiten (6. — 9.) sind das 7. — 9. Rumpf- somiten, daher ist der X, trotz der Länge seiner Basis ein einfacher Nerv. In den sog. ventr. (oder untern) Wurzeln des X hatte Vf. früher den Hypogl. angenommen. Diese W. sind aber dem Metamer des Vagus fremd u. erst secundär vom Rumpf her dem Kopf an- geschlossen. Ihre Zahl variirt, sie verbinden sich mit (1 — 11) Spinal- nerven und versorgen dann die Muskeln der Blustflosse u. die ventr. Längsmuskeln, Uebrigens hat weder der Kopf noch das Cranium durch Zutritt jener Portion eine Zahl echter, primitiver Metameren gewonnen; in diesem Material fand vor der Zuführung eine Ein- schmelzung der Metameren statt. Der sog. Hypoglossus der Fische enthält ausser den sog. ,,unt. Vaguswurzeln" sicher noch Spinalnerven in sich; sein Verbreitungsgebiet entspricht nicht dem bei den Amnioten; der Hypogl. dieser hat sich erst aus jenem Nerven- complex der Fische gesondert durch Entfernung des Schultergürtels vom Kopfe, oder ist viell. erst aus Spinalnerven neugebildet worden ganz unabhängig von den ,,unt. Vagwz." Der Access. Will, tritt sicher erst bei den höh. Vertebraten auf, er sondert sich wohl vom Vagus ab; für die Metamerie ist er bedeutungslos. V. Kopfskelett. Die Chorda zeigt bei niederen Vertebraten im Kopfe nie Metamerie; ihre Einschnürungen bei Säugern deuten auch wohl nicht auf Metamerie. Das Cranium bis zur Vagusregion incl. wird nie meta- merisch angelegt. Ueber später eintretende Concrescenz mit Rücken- wirbeln s. Gegenbaur S. 279. Zu den Kiemenbögen gehören nicht die vorderen Schädelbalken (axiale Skelettheile), fraglich ist dies für die Labialknorpel (die Nasalknorpel, Differenzirungen der Nasenkapsel, in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 979 sind dem dorsalen Sk. zuzurechnen u. haben mit Labialkn. oder gar mit Kiembg. nichts zu schaffen). An seiner früheren Theorie, dass das obere Stück des Hyoidbogens zum Kfrbg. hinüberrücke, um als Hyomandib. dessen Suspensorium zu bilden, hält Ggb. fest; Wijhe, der den Hyobg. doppelt sein lässt, fusst nur auf irrthüml. Angaben Parkers (Lachs-Entwickl.); die Embryologie hat hier nur dasselbe Bild geliefert wie die vergl. Anat. ; Dohrn's Polemik gegen Ggb. beruht auf einer Verwechselung von Hyoidbogen mit Myoid (= unt. Theil des Hybg.) — Bez. Blaue's Theorie der Riechmembran bemerkt Ggb,, dass die Aehnlichkeit der Rmbr. mit Endknospenbildungen sich bei den höheren Fischtypen findet, mithin kein primärer, sondern ein später erworbener Zustand ist. — Morph. Jahrb., XIII, 1 — 144. A. Froriep, Bem. z, Wirbeltheorie des Kopfskeletts. Vf. resumirt seine Auffassung der früheren und neueren Gegenbaur's gegenüber; die Hauptabtheilungen des Schädels haben ihre Grenze zw. spinalem (Hypoglossusgebiet) u. praespinalem Schädel, nicht zw. chordalem u. praechord., wie Ggb. will. Wirbeltheorie sei mit Metamerentheorie nicht zu verwechseln. Anat. Anz. II 815 — 835. C. Gegenbaur, „üb. d. Occipitalregion u. die ihr benachbarten Wirbel der Fische". Selachier: Die Verschmelzung des Knorpels von Wirbelsäule u. Schädel bei Hexanchus u. Centroph. ist wohl Verwachsung, aber nicht ohne weiteres Wirbelassimilation. Die von Rosenberg als ontogenetische Angliederung aufgefasste Verschiedenheit zwischen alten und jungen Carcharias findet eine andre Erklärung; der 1. Wirb, ist in beiden Fällen frei. Bei Umwachsung der ersten W. durch einen Fortsatz des Occip.-Knorpels (bei einem andern Carch.) besteht niclit Verschmelzung, sondern nur äussere Auflagerung, was Ggb. durch Querschnitte beweist. Bei Mustelus scheint aber Rsbg. wirklich einen Wirbelanschluss entdeckt zu haben. Die Mor- phol. des eigentl. Schädels und die Natur der Hirnnerven wird dadurch nicht berührt. (Fig. 1; 2 Xyl.) Ganoiden: Acipenser (Fig. 2, 3) hat wahrsch. 6 mit dem Cranium verschmolzene u. durch das Parasph. gleichfalls unterstützte Knorpelwirbel; das elast. Band, das ihren Bogentheil noch durchzieht, zeigt, dass es echte Wirbel sind'; ein primitiver Zustand Hegt auch in dieser Verschmelzung nicht vor. Bei Amia sind die Bögen von 2 Wirbeln dem Occ. bas. aufgesetzt, bei Lepidosteus (Fig. 4, 5) 1 Bgn. Bei Polypt. ist ein ob. Bg. mit rudimentärem Wkörp. zw. Occ. u. 1. vollständ. Wirb, eingeklemmt; dies Verhalten (Fig. 6) macht es fragHch, ob bei Am. u. Lep. nicht vielleicht auch die Wbkp. nur geschwunden sind, währ. Bridge u. Sagemehl sie als existirend, aber mit dem Occ. bas. verschmolzen betrachten. Teleostier: Die mit Weber'schem Apparat versehen Physostomi bieten vielfache, aber durch diesen App. secundär beein- flusste, daher schwer zu beurtheilende Modificationen dar. Esox (Fig. 7, 8) hat 1 ob. Bogen, der dem Occ. bas. ähnlich aufsitzt, wie bei Lepidosteus; da das Knorpelkreuz des 0. b. sich nicht in den access. Bogen, sondern in das 0. lat. fortsetzt, so kann bei E. der Wrbkörp. des Bogens nicht im 0. bas. stecken. Salmo salar hat einen 280 Dr- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen freien Bogen von schwankender Breite, der sich bald dem 0. lat. bald dem 1. vollst. Wrb. anheftet. Bei S. lacustris (Fig. 9—11) sitzt der Bogen dem 0. later. auf, kann also seinen Körper schwerlich im 0. bas. haben, der Wbkp. ist eher als verloren zu betrachten; der Dornforts, ist in diesen Fällen immer sehr zurückgebildet. In toto schliesst sich der 1. Wb. an den Schädel bei Ostracion, Thynnus, Xiphias. Aehnl. auch bei Gadus (Fig. 12, 13), bei welchem der sog. Hypoglossus entweder zw. dem 1. Wb. u. dem 0. lat., oder m. o. w. innerhalb des 0. lat. durchbricht; aus dieser Variabilität kann man schHessen, dass eine Kuochenbrücke zw. Hypgl.-Loch u. Hinthptsl. nicht ein Wrbbg. sei, wie Sagemehl will. Eine Verkümmerung der vordersten Wb. ist bei Tele, häufig; bei Pagrus arg. der 1. sehr kurz, bei Chromis nil. mit 2 Bögen. Dafür, dass es bei Fischen eine „vertebrale Schädelregion" giebt, Hefert die vergl. Anat. mithin nur bei Mustelus, Lepid. u. Amia einen Fingerzeig, wenn auch noch nicht einen völlig klaren Beweis. Festschrift, A. v. Kölliker gew. von s. Schülern, Leipzig 1887, 4«; S. 1—33, Tf. I. C. Strecker, „üb. die Condylen des Hinterhaupts", behandelt Fische S. 301-3 (Lepidost. u. Polypt., Teleost.), 324, 326 (geringe Bewegungen in 3 Richtungen durch das Occip.- Atlas- Gelenk beim Lachs möglich). Arch. für Anat. u. Physiol., Abth. Anat. Jg. 87, S. 301—338. A. Lavocat, ,,des tiges jugale et pterygoide chez les Vertebres". Die Fische haben keine Jugale. C. r. ac. Paris, T. 104, p. 303. E. D. Cope, „Zittel's manual of Palaeontology". Als Anhänger der Theorie, welche die paarigen Flossen gleich den unpaar. aus epiblastischen Längsfalten entstehen lässt, hat Vf. auch die morphol. Nomenklatur einheitlich durchgeführt. Jeder einzelne Stütztheil der Flosse besteht theoretisch aus 3 Abtheilungen, die von der Wirbels, aus so folgen: 1. Dornfortsatz (Hämal-, Neural -Dorn, Diapophyse), 2. Äxonost (interneuraler, interhaemaler Knochen; 1877: axiales SegToent), 3. Baseost (1870 basilares Segm. , = Actinost Gill, Acti- nophor Ry.); auf dem Baseost ruht der Flossenstrahl. Die Brustfl. lässt allerdings nur bei Tristichopterus (foss.) die 3 Theile erkennen, dann weicht die Caud. u. danach die V. am stärksten vom Urtyp ab. Die Teleostomi werden nach Entw. obiger Theile classificirt (s. bei Systematik). — Die verticalen Stacheln, welche bei Polyterus die Flösschen [der D.] tragen, werden jetzt nicht mehr als ,,basilars" angesehen. In der Wirbelsäule der Fische scheinen mit Ausn. d. Amia.-ähnl. immer nur Intercentra, wie bei den Batrachiern, aber keine Centra vorzukommen. Amer. Naturalist XXI 1014 — 19. B. N. Lvoff, „vergl.- anatom. Studien üb. die Chorda u. d. Chordascheide." Die Ch. dors. u. ihre Scheide ist bei aUen Fischen nach demselben Typus gebaut. Die Chorda besteht aus isolirbaren Zellen ohne Zwischensubstanz, also Epithelz.; die meisten sind vacu- olisirt u. enthalten etwas Luft, nur an der Peripherie sind sie proto plasmahaltig u. bilden das sog. Chordaepithel; jede Zelle hat hier einen peripherischen Saum (Cuticula chordae Hasse). Die Chorda- in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 281 scheide hängt weder durch Fasern mit diesem Chordaepithel zu- sammen, noch wird sie von ihm abgesondert ; vielmehr ist sie immer nur Bindegewebe, das stets noch Zellreste und Ringfibrillen erkennen lässt ; nur ein gradueller Unterschied besteht zw. sog. zellfreien (früher als Cuticularbüd. betrachteten) Chsch. u. stärker zellhaltigen (Haie, Chimaeren, Dipnoer). Die Z. der Chsch. stammen von der perichor- dalen Zellschicht. Die Elastica externa besitzt isolirbare elast. Fasern (die „elastica interna" ist nur die Cuticula des Chordaepithels) u. bei zahlreichen Chsch., die einem Faserknorpel gleichen können, zahlreichere Durchbrechungen. Unters.: Acip. ruth. u. huso, Petro- myzon, Lota, Esox, Salmo, Protopt., Chim., Acanthias. — Bull. soc. nat. Moscou 87 No. 2. p. 442—482, Taf. 4—6 u. ausführl. (russisch): ebd. p. 227—342. G. Baur, Morphology of Ribs. Nach Beobacht. am Amia ge- hören die Rippen zum hinteren Theil des Wirbels, dem öfters noch selbständigen Intercentrum; die untern Bogen am Schwanz von Amia sind wirkliche Rippen; dies ist die ursprüngl. Anordnung (Ganoidei, Dipnoi). Bei Teleost. (u. den Stapedifera) werden die Haemapophysen aber nur von den Processus des Intercentrum gebildet, an welchen bei Amia die R. sitzen, die Rippen selbst wandern nach oben. Owens Neurapophysis u. Pleurap. sind keine Apophysen, sondern selbständige Stücke „Neuroid" u. „Fleuroid". Amer. Natur. XXI 942 — 5 (Amer. Ass. Adv. Sc. 1887). G. B. Howes, ,,üb. d. Skelett U.Verwandtschaften der paarigen Flossen von Ceratodus, mit Bemerk, über die der Elasmobr." Verf. resümirt: 1. Das Sk. der Flossen von Cer. ist in seinem Bau variabel, mit Ausn. des Baues der dorsalen Seitenstrahlen („der praeaxialen Parameren") der Brustfl. und des 1. Gliedes des Axenstrahls („des basalen Mesomers") der Brust- u. Bauchfl. 2. Ein Metapterygium ist in der Pect, immer vorhanden, aber in reducirtem Zustande und meist mit dem 2. Gliede des Axstr. („dem 2. Mesomer") verschmolzen. 3. Spuren eines Repräsentanten des Metapt. werden zuweilen ge- troffen an der Bauchfl. derart, dass man an Atavismus denken darf. 4. Das 1. Gl. des Axstr. ist bei Ceratodus denkbarer Weise vom Metapt. abzuleiten. 5. Bei Chimaeriden ist der Bau der beiden paarigen Fl. identisch u. durch Mangel des Mesopt. ausgezeichnet. 6. Die paar. Fl. der Plagiost. u. Dipnoer sind wahrsch. unabhängig von einander entstanden von einem Typus, ähnlich dem der lebenden Chimaeriden. 7, Beiläufig wird festgestellt, dass der Basalknorpel der Brustfl. von Cestracion, der meist als Mesopt. gilt, als e. Ver- wachsung des Pro. u. Mesopt. der anderen Plagiost. anzusehen ist. — Verf. unters. 6 Expl. von Ceratodus; Abb. der Brustfl. v. Cestracion u. Polypt., der Bauchfl. v. Chimaera, u. mehrerer Expl. der Fl. von Gerat. — Proc. Zool. Soc. London, 1887, S. 3—26, Tf. 1—3. C. Emery, „Beziehungen des Cheiropterygiums zum Ichthyop- terygium." Verwirft die Ableitung der Fischgliedmaassen v. Kiemen- bögen u, die des Cheiropt. von e. Archipterygium. Nicht nur das Metapter. der Selachierflosse, sondern auch das Pro- u. Mesopt. bleiben 282 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen im Chiropt. erhalten; das Propt. bildet den Radius nebst Radiale carpi (bez. Tibia nebst Tibiale tarsi) das Metapt. die Ulna nebst U. c. (bez. Fibula nebst Fib. t.), das prox. Stück von Propt. u. Metapt. zusammen den Humerus (bez. Femur). Das Mesopt. dient zum Aufbau des Intermeditim u. der Centralia, währ, die CarpaHa (bez. Tars.) distalia nebst Metacarp. (Metatars.) und Phalangen aus den Knorpelstrahlen (Basalia) entspringen. Polypterus ist e. Zwischen- form; die Ceratodusflosse stammt wohl von e. Crossopterygium ab, in welchem d. Humerus (Femur) schon difterenzirt war. Zool. Anz. 87, p. 185—9, Xyl J. A. Ryder, homologies and early history of the limbs of Vertebrates. Die phylog. Entstehung der Wirbelthier- Extremitäten schildert Verf. ganz nach Dohrn's Auffassung. Die Selachier u. be- sonders die Rochen bilden den Ausgangspunkt für die Weiter- entwicklung. Die seriale Homologie zw. vorderen u. hint. Extr. ist unvollkommen. Die Vorderextremitäten bei versch. Typen, sind nicht exact homolog, ebensowenig die hinteren. Verf. betont dabei die Anzahl u. die Ordnungszahl der Somiten, welche den betreffenden Flossen zugehören ; die Som. bestimmt er nach den den Nervenplexus bildenden N. spinales. So ist die Hinterextr. von Cottus scorpius dem 5. bis 7. Rumpfsomit zugehörig, bei Esox 18. — 25., bei Raja eglanteria 33.-46. (bei Schlangen gar dem 275.-278.). Phylog. Verschiebungen der Plexus rück- oder vorwärts sind unwahrsch., weil ontogenetisch nicht nachweisbar. Bei den Lyomeri (Gastro- stomus u. Ophiogn.) nimmt er e. Rückwanderung der Brustfl. um 13 Metameren an, welche veranlasst wird durch den weit nach hinten drängenden Kiefer. Die entgegengesetzte Verschiebung tritt bei den Bauchfl. der Kehlflosser auf, ohne dass deren Plexus (Post- plexus im Gegensatz zum Proplexm der vord. Extr.) die Wirbel- gegend änderte. Ob Vf. überhaupt noch die Bauchfl. von Esox u. Scorp. für homolog hält, oder ob er hier mehr als 2 typ. Extremitäten- paare annimmt, wird nicht klar; bei der Kopffl. der Torpedinidae ist er für Selbständigkeit derselben. Bei monströsen Goldfischen spricht er von einem 3. und 4. Paare, welche durch Spaltung der Anal-, bez. Caudalflosse entstehen. Die Hervorbildung des Chiropte- rygiums aus dem Ichthyopter. hat wahrsch. polyplyletisch in ver- schiedener Weise stattgefunden. — Proc. ac. nat. scienc. Philad. 1887; part 3, p. 344—68. Edw. E. Prince, Devel. of pectoral fin and girdle in Teleost., hält den Schultergürtel für homolog mit Rippen (geg. Dohrn u. Gegb.), weil er aus der Somatopleura gebildet wird (Kiemenb. aus d. Splanchnopl.). Die Flosse selbst entsteht aus der longit. Seitenfalte u. rückt erst spät nach vorn, um sich mit dem Schulterg. zu ver- binden. Rep. 56 meet. Brit. ass. adv. sc. (86), 697. Albrecht, Entstehung der freien Gliedmaassen aus Radii branchiostegi der Extremitätengürtelrippen des Schädels. Bei Diodon hystrix zeigt der am meisten ventral gelegene R. br. eine Verbreiterung in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 283 älinl. der V. oder P. eines Teleostiers, woraus die Entstehung der paar, Fl. aus Extrgürtrpp. gefolgert wird. Zool. Anz. II, 406. Watase, „Caudal and Anal Fins of Gold-Fishes". Dies Werk wird unter der Ueberschrift „Die Entwicklung eines Vertebraten mit 8 Gliedmaassen" von Ryder besprochen in: Amer. Natur. XXXI, 862. Fanny Hitchcock, „vorl. Notiz zur Osteol. v. Alosa sapid." Der Muskel der Seitenlinie entwickelt im Bindegew. zw. den Seg- menten des Msk. 1 Reihe Knorpelplättchen. Bemerk, über Homo- logien der Flossen und ihren Zusammenhang mit Seitenorganen. Amer. natur. XXI, 1032. Vergleiche über Skelett ferner (Anordnung systematisch): Eigenmann u. H., Schädeldach v. Spariden, bei Systematik; Günther, Skel. von Beryx, s. Syst.; Lütken, Skel. v, Himantol., s. Syst. (Pediculati) ; Cornish, Saugscheibe des Cyclopt. im Alter zurückgebildet, s. Syst. (Discob.); Guitel, Extremitäten von Lepado- gaster, s. Syst. (Gobies.); Günther, Osteol. v. Notacanthus, s. Syst.; Ryder, Knorpelanlage des Schädels u. Drehung der Brustfl. bei Amiurus, s. Entwickl.; Watase, monströse Flossen bei Goldfischen, s. Biologie (Krankheiten); Lidth de J., Analis als Copulationsorg. bei Poecilia, s. Syst. (Cyprinodont.); Günther, Brustfl. v. Omosudis u, Bathypterois, s. Syst. (Scopel.); Vaillant, Bathypt. desgl., ebd.; Günther, Sk. der Halosauridae, s. Syst.; Ryder, Neuralbogen u. Schwanzfl. von Siphostoma, s. Entwickl.; Iwanzow, Skelett v. Scaphirhynchus, s. Syst.; Zograff, Acipenser (Rückenschilder sind Flossenstrahlen), s. Syst.; Schneider, Flossen der Dipnoi, s. Syst.; Parker, Sk. v. Carcharodon, s. Syst. ; Günther, desgl. ebd. ; Günther, Pterygopod. von Chlamydoselache, s. Syst. Muskeln und elektrische Organe. C. F. Marshall findet bei Fischen (Myxine, Scyllium, Gastrosteus) die gestreiften Muskeln mit demselben Netzwerk ausgestattet (Goldpräparate) wie bei andern Vertebr. u. bei Invertebr. Q. Journ. Micr. Science (2) Vol. 28, S. 90. E. Bornand, Game de sarcolemme chez les poissons. Die Scheide ist zweischichtig; die innere Schicht entsteht aus amöboiden Z., sie bildet die Sohle der motorischen Platte. Bull. soc. Vaudoise sc. nat. (Lausanne), Bd. 23, S. 1 — 6, Taf. 1. C. Fr. W. Krukenberg, „Fortgesetzte Untersuch, zur vergl. Muskelphysiologie". Nicht nur Harnstofi' (bei Elasmobranchiern, vergl. unten bei Niere) und Kreatinin (in den meerblauen Muskeln von Luvarus) fand Vf., sondern noch einen andern, leicht zersetz- baren Stofi", der mit Nitroprussidnatrium u. Ammoniak purpurrothe Farbe, am ähnlichsten wie Aceton u. Aldehyd reagirend, giebt; Muskeln von Mustelus, Torpedo u. Tinea, sowie das elektr. Org. von Torp. enthalten ihn. Indol, Indican u. Rhodankalium fehlen. Vf. berichtet über Hewitt Brown's Unters, am Lachs, wonach Einwirkung von warmem Alkohol und selbst Glycerin, sowohl bei rothen (haemo- globin-haltigen) wie blassen (rodophan-h.) M., den Stoff, der die Doppelbrechung bedingt, Myosin, weit schwieriger zerstört als bei 284 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Arthropoden-Muskeln ; die dunkeln Lachs-M. leiden aber etwas stärker. Höhe der Muskelfächer der dimkl. M.: 1,6—1,9/*, Breite 81,6— 106, der hellen: 1,9 bez. 23,3 — 67. Die blassen M. besitzen gekrümmte Kerne (11,6 |W. 1., 4,6 br.), bei dunklen werden diese durch andre, runde (7 1, 4,5 — 5,5 br.) fast ganz verdrängt. — Vergl.-phys. Studien, 2. Reihe, 4. Abth., S. 143—170. J. C. Ewart, „Rigor mortis bei Fischen und dessen Bezieh, zur Fäulniss". Die Starre kann physiologisch sein, wenn nämhch das Myosin gleichzeitig mit dem Tode der Nerven coagulirt; in diesem Falle nimmt der Fisch Contractionsstellungen an. Erfolgt der Nerventod einige Stunden vorher, so ist die Starre pathologisch und die Stellung des F. beliebig. Der Grad der Starre hängt von der Lebenskraft der Fischmuskel ab; ein erschöpfter M. hat unvoll- kommene Starre. Der M. wird aber erschöpft durch den Reiz der lebenden Nerven. Die Zerstörung des Centralnervensystems, verlängert und verstärkt daher die Starre. Verschiedene Arten sind abweichend. Perca fluv. stirbt, wenn 35 Min. ausser Wasser, die Starre beginnt 2 V4 St. nach dem Tode, ist in den nächsten 25 Min. vollständig, u. verschwindet 21 St. nach dem Tode. Anguüla wurde durch einen Schlag auf den Kopf getödtet. Nach 24 St. noch schwache Erreg- barkeit auf mechan. Reize, starke auf electrische; 52 St. nach d. T. wird das vordere Drittel starr, erst später die hintern Theile; 82 St. n. d. T. erst hört der Rigor auf, wobei alkalische Reaction und Bacterien auftreten. Wenn der Aal nach dem Tode (elektr. Schlag) so- fort sterilisirt wird, hält der Rigor sehr lange an (mindestens 6 Wochen). Bei hoher Temperatur tritt der Rigor schnell nach dem Tode ein (90 c.: 1— 3V, St. n. d. T., bei 25«: 15—25 Min., bei 35 « sofort), er schwindet aber auch schneller; bei — 7° bis — 20" tritt selbst nach Tagen noch kein Rigor auf. Junge Fische haben schwachen Rigor. Nach Tod durch starke elektrische Schläge tritt ebenfalls Rigor ein; ein auf der Haut einer Seite verlaufender el. Schlag bringt inten- sivere Färbung der Haut u. Muskelstarre dieser Seite hervor. Wenn ein elektrischer Fisch einen Fisch tödtet, so tritt dessen Starre später ein als bei künstl. Elektr., der Gymnotus etc. wird daher beim Verschlingen der Beute nicht durch deren Steifheit gestört. Schnell einsetzende Starre dauert nicht lange. Alle Muskeln contrahiren sich dabei, die Extensoren haben aber das üebergewicht , meist auch krümmt sich der Fisch nach einer Seite. Die verschied. Musk. scheinen in bestimmter Zeitfolge nach einander sich zu contrahiren. Vernichtet kann die Starre werden durch mechanische Bewegung (Krümmen des F.), Erhöhung der Temperatur, Frieren, Säuren u. Alkalien, Organismen; unter gewöhnl. Umständen sind stets die letzteren als Fäulnisserreger die Vernichter. Als praktisches Ergebniss resultirt: Die todten Fische sollen bei — 1° bis 2*^0. aufbewahrt werden, sofort beim Fang ist das Gehirn zu tödten u. der Fisch auszuweiden, die Fische sollen vor dem Aufhören der Starre con- servirt werden (in Eis, oder Salz, dieses mit oder ohne Compression); in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 285 alles, was den Eintritt des Rigor nach dem Tode schwächt ist schädlich. — Proc. Roy. Soc. of London, Vol. 42, p. 438—459. R. Wiedersheim, „das Geruchsorgan der Tetrodonten nebst Bern. üb. d. Hautmusknlatur derselben", (üb. die Nase s. bei Sinnes- organ). Die Hautmusk. ist von der zähen Haut durch einen Lymph- raum gesondert, sie umzieht mit transversaler Faserung den Körper. Dazu gesellen sich noch Sphincteren für Mund-, Kiemenöffnung u. Augenlid, radiale Diktatoren finden sich gleichfalls. Abb. des Gehirns v. T. immacul. (Fig. 4). Festschrift, A. v. Kölliker gew. von s. Schülern, Leipz. 1887. 4«, S. 74-84, Tf. VI. Fr. Gotch, „the electromotive properties of the electrical organ of Torpedo marm.". Vf. schliesst aus seinen Versuchen, dass die physiol. Effecte, welche an dem Organ durch Verletzungen, durch Ströme u. durch Stimulirung der electr. Nerven erzeugt werden, ungeachtet der Verschiedenheit in Verbreitung, Dauer u. Intensität, doch alle Excitationsphänomene sind. — Proc. r. soc. London, Vol. 42, 357 (Abstract). Gotch, dieselbe Arbeit ausführl. in: R. Soc. London, Philosoph. Trans., Bd. 178 B, S. 487—537. E. du Bois-R., Lebende Zitterrochen; Abdruck von 1885 (s. Ber. S. 340) in Arch. für Physiol. Jg. 87, 51—110. W.Krause, Resekt. el. Nerv. Zittrr.; Abdr. von 1886 (s. B. 86. S. 248), A. für Phys. 1887, 148-153. Vergleiche über Muskeln: Stuhlmann (p. 32), Lähmung der M. durch Curare bei Fischen unsicher (s. Generationsorg.): Mitro- phanow, M. von Cobitis (s. Sy^stematik) ; Schneider, M. der Flossen u. Kehle bei Dipnoi (System.); Mc William, Kiemenmuskeln; Günther, M. des Schultergürtels v. Bathypterois (Scopel.) u. ein medianer M. zw. Mandib. u. Myoid, bei Malacosteus (Stomiat.) s. Syst. ; Shipley, Entw. der M. bei Petromyzon (s. Entwickl.): Charbonnel, Compression d. Schwimmbl. (s. Darmk.). Bez. der elektr. Org. vergl.: Fritsch, Malopterurus (Syst.); Krukenberg, Harnstoffgehalt der el. 0. (s. Niere). Nervensystem H. F. Osborn, „Beziehung der dorsalen Hirn- Commissuren zum Entstehen der Hirnbläschen". Die Einschnürungen des Hirndachs, durch welche die 4 Bläschen gebildet werden, dienen zur Herbeiführung von 3 dorsal decussirenden Nervenfaser- zügen, der Com. sup , C. post. u. des Cerebellums, welche 3 ur- sprüngl. eine seriale Homology^ besitzen (Abb. nach Frosch-Hirn). Amer. Natur. XXI 940. A. Sanders, Contr. anat, centr. nervous syst, in vertebrate animals, I. Ichtyops., 1. Pisces, b. Plagiostomi (Forts, zu: Ph. Tr. Vol. 169, 1878). Vorl. Mitth. s. Ber. 86, S. 253. Die Rabl-R.'sche Anschauung üb. das Cerebrum ist für Plag, nicht anwendbar, da hier deutl. Ventrikel im Cer. vorhanden (die nach vorn zeigenden Aeste des Gabelf. Hohlraums, dessen einf. Stiel den beiden For. Monroi entspricht). Auch bez. der Teleost. ist Vf. nicht ganz für 286 Dr- F- Hilgendorf: Bericht über die Leistungen R/s Theorie, eher als R.'s Ventr. comm. kommt die von v. Baer bei Tel.-Embr. iDeob. Höhle nebst Höcker als Ventr. lat. bezw. Corp. str. in Betracht. In der Deutung des mittleren Hirntheils geht Vf. mit R. gegen Fritsch u. Rohon. — R. Soc. London, Phil. Trans. Vol. 177, part 2, S. 733—766, Tf. 38—41. R. Fusari ,, Unters, üb. d. fein. Anat. des Gehirnes der Teleostier". Tinea, Carassius, S. salar u. fario präp. mit MüUer'scher Lösung, wo- nach Osmium u. Silber. An den Nervenzellen ist stets der Nerven- fortsatz deutlich von den protoplasmat. Forts, unterschieden. Die Forts, der Epithelzellen hängen mit denen der Neurogliaz. innig zus., u. beide Zellen sind auch sonst so ähnlich, dass für beide der gleiche (ektodermale) Ursprung wahrsch. ist. Vf. unters. Kleinhirn, Valvula cerebelli u. Opticusdach; letzteres ist homolog dem vordem Paare der Corp. quadr. der Säuger. Die histol. Struktur des Hirns der nied. Vertebr. weicht im Allgemeinen nicht von der der höheren ab. (Vorl. Notiz: Ber. 86 p. 250). Mem. Accad. dei Lincei (4) IV 18—35, 3 Taf.; Uebers.: Intern. Monsschr. f. Anat. u. Phys. IV, 275—300, Taf. 9 (als XI!), 10 (IX), 11 (IX). J. Waldschmidt, „B. z. Anat. des Zentralnervensystems u. d. Geruchso. v. Polypterus bichir". Der als secund. Vorderhirn (Hemis- phären) betrachtete Abschnitt stellt nur die Basalganglien (C. striat.) dar, die Rindenpartie (Pallium) ist (wie es bei Knochenf. Rabl-R. fand) vorhanden, aber zu e. einschichtigen Epithel reducirt. Nach oben wird das Pallium durch ein Gewebe bedeckt, das der Kopfniere Teleostier gleicht u. als veränderter Vordertheil der Zirbeldrüse zu deuten ist. Diese besteht aus einer Schicht von Epithelzellen wie das Pallium, entspricht ganz der der Teleost. , sie ist nach hinten u. vorn stark entwickelt und durch Lymphe gespannt. Die Hypo- physe verlängert sich in einer eignen Höhlung der Schädelbasis (wie eine röhrige Sella turcica) weit hinterwärts u. ist an einem Punkte nur durch die Schleimhaut der Mundhöhle von letzterer getrennt, auch bei Pol. zeigt sie drüsigen Bau. Das Gehirn, obwohl durch Grösse der Zirbel u. Hypophysis als primitiv gekennzeichnet, steht doch dem der Knochenf. in mehrfache Bezieh, näher, als man bis jetzt, durch mangelhaftes Material getäuscht, annahm. Anatom. Anzeiger II S. 311—322, 11 Xyl. H. Rabl-Rückhard, „Zur onto- u. phylog. Entwickl. des Torus longitudinalis im Mittelhirn der Knochenf." Zuerst ist die Median- partie des Daches am Mittelh. der Knf. (bei Salmo) sehr dünn, später entwickelt sich aber eine vom Dach herabhängende Längs- leiste, die median durch einen Längsspalt in 2 bilaterale Hälften ge- schieden wird ; dies ist die Anlage des Torus long. ; die innere Zellenlage des Tectum liefert das Material zu dessen Aufbau. AlsTheil des Mittelh. kann der T. 1. natürhch nicht als Fornix gedeutet werden (Carus, Gottsche, Fritsch); ein wirkl. Homologon bei höheren Vertebr. war bisher unbekannt; Vf. findet ein solches in Epithelfranzen der be- treffenden Stelle bei Amph. u. Rept. (besonders bei Chelonia), an- in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 287 deutuTigsweise bei Vögeln u. auch an Embr. von Säugern. Anat. Anz. II, 549—51. J. Beard, the parietal eye in fislies. Während bei den Fischen sonst die Epiphysis keine Ausbildung als Auge erkennen lässt, sah Vf. bei Petromyzon (planeri) u. Myxine Structuren, die einer Retina vergleichbar sind; bei der Larve (Ammocoetes) sind sie wenig ent~ wickelt. Bei Ptr. ist eine Pigmentschicht u. e. Aveisser Fleck der Haut vorhanden, bei Myx. nicht; eine Linse fehlt beiden. Das Organ ist also auch hier schon rückgebildet. Nature (London) Vol. 36, 246—8, (1 Xyl.) u. 340— L C. Julin, de la signification morphol. de epiphyse (glande pineale) des vertebres, I. L'epiph. des poissons. Bull, scient. de la France et Belg. (2) X 55—65. M. Leger ,,anomalie du cervelet d'un Alopias vulpes". Ein Expl. von 4 m zeigte gestielte unsymmetr. Fortsätze des Kleinhirns, die Verf. für abnorm hält, weil einem Ex. von 3 ni diese fehlten; unsymm. war dessen Klh. indess (wie oft bei Selachiern) auch, der Haupteinschnitt diagonal. Bull. soc. philom. Paris (7) XI 160. Onodi, „Neurolog. Mitth." Nach Verf. trennen sich im Kopf- theil der Vertebraten [meistens] keine sympath. Ganglien mehr ab, sie sind aber morphologisch bei den Selachiern in den Ganglien der Kiemennerven zugleich mit den Spinalganglien enthalten. DerTrigeminus u. der Oculomot. enthalten [gesonderte] symp. Ggl. ; der Trg. führt im Stamm von allen drei Aesten ansehnliche Ganglienmasse (bei Mustelus); makrosk. erkennbar werden diese als GangHon an der Abgangsstelle der R. ophth. prof. (Wijhe hält dies mit Unrecht für ein Spinaig.). Ebenso erscheint eines am Oculomot. (auch dieses symp. G.); letzteres variirt bei Must. laevis ausserordentlich, kann einfach od. doppelt sein, in oder ausserhalb des 0cm. liegen, auch auf den Ast des j\I. obl. inf. übergehen. Bei Galeus u. A. gehen von ihm Aeste zu den Gefässen, was bestimmt für seine symp. Natur spricht. Verf. untersuchte 26 Selechier-Species (vergl. Bericht 1886, S. 253), das G. ciliare (d. h. G. des Oculomot.) war makrosk. nur bei 3 Sp. nachweisbar. Die Ergebnisse über ventr. Vaguswurzeln (1886) werden resumirt. Arch. für Physiol. Jg. 87, 357—63. J. Beard, ,,Cihary or motoroculi ganglion and ganglion of the opthalmicus profundus in sharks". In der bisherigen embryol. Litteratur sind 2 Ganglien nicht auseinander gehalten worden, 1, das G. des ophthalmicus profundus, welches an der Haut als Supra- branchialgangl. entsteht, später aber dem G. Gasseri sich dicht anlegt, vom Vf. jetzt als G. mesocephaUcicm bezeichnet (= G. ophthalmicum HfPm. der Name ophth. ist aber synonym mit ciliare; G. eil. Remak, Schwalbe, Marschall, His, Wij., Beard, Dohrn) und 2, das G. ciliare (= oculonotorii Wijhe, ciliare Hoffm.), welches \iel später sich ent- wickelt als das G. mesoc. , u. wohl mit Recht dem Sympathicus zu- gerechnet wird. Hoffm. lässt (bei Reptilien) das G. eil. nach Art symp. GangHen vom G. mesoc. aussprossen, doch sind seine Abb. 288 Dr- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen nicht beweisend; bei Acanthias wurde es zuerst am untern Ast des Oculomot., nahe dem M, obliq. inf. beobachtet. Untersucht wurden Torpedo oc. u. Acanthias. Anat. Anz. II 565 — 75, 5 Xyl. A. Froriep, ,,Homologon der Chorda tympani bei niederen "Wirbelth." Bei Torpedo ocell. (embr. Stad. L nach Blfr.) erkennt Vf. dies Homol. in dem von Stannius als R. mandib. ext. bezeichneten Ast des Facialis der Plagiost. Von den 3 Aesten des Fac. : Portio fac. des R. ophth. supf., R. buccaHs u. einem hinteren (mit dem sog. Stamm des Fac, dem R. hyoid, gemeinsam entspringenden), dem R. mand. ext., die jeder aus e. besonderen Portion des Gangl. ent- springen, versorgt jeder e. bestimmte Partie als Hautsinnesast, nämHch bezw. die Orbitalregion, den Obkfr. u. den Untkfr. Da der R. m. ext. genau wie die Ch. t. bei Säugethembr. unterhalb der 1. Visceralspalte (Spritzloch) vom 2. Viscbog. auf dem 1. (Untkf.) hinüberzieht, und auch gleichen Ursprung wie jene hat, so ist er zweifellos der Ch. tymp. homolog, nicht aber der Ram. praetrema- ticus des Fac. (Balf.). Die ursprüngl. Bedeutung der Chorda wäre mithin die gewesen, als Hautsinnesnerv zu fungiren (bei Torp. ver- sorgt der R, m. ext. den sog. Schleimkanal des Untkf.). Anat. Anz. II 486-93, Xyl. Ch. Julin, le Systeme nerveux grand sympathique de l'Ammo- coetes (P. planeri). 1, Die versch. Eingeweide bergen in ihrer Wand zahlreiche Ganghenzellen, öfter zu GangUen verschmolzen (G. sympathica profunda). Diese Nervenelemente sind zu einem Plexus vereinigt, der (bei Darmcanal u. Herz) in Verbindung steht sowohl mit den Endästen des Vagus als mit d. Spinalnerven; dies sind Langerhans u. Owsj.'s Herz- u. Dannplx., die ihnen als ausschliessl. Repräsentanten des symp. Nervensystems gelten. Die Nplx. der andern Eingeweide sind nur mit dors. u, ventr. Spinnalnerven ver- knüpft. Embryol. Untersuch, müssen zeigen, ob diese viscer. Nplx. wirklich unabhängig vom Centralnervensystem entstehen (Onodi 1886); sicher giebt es für PI. card. u. intest, bei Ammoc. noch weitere Ver- bind, mit dem Cnsyst. (geg. Ows.). — 2, Mit den Spinalnv. treten diese visc. Nplx. mittelst sympathischer GangUen (G. superficialia), welche rechts u. links von der Aorta, zw. Aorta u. Vena card., liegen, und von denen je 1 Paar für jeden dors. u. ventr. Spinnv. existirt, in Verbindung. Für die G. symp. supf. einer Seite unter sich giebt es keine Längsbrücken, u. für Ammoc. also keinen symp. Nrvstrang. Da nach Balf. u. Onodi dieser Strang bei allen Wirbelth. sich secundär entwickelt, so folgt, dass die Anordnung des symp. Nrvsyst. bei Amm. eine primordiale ist. — 3, Da die Elemente des symp. Syst. bei Amm. Verknüpfung haben ebenso wohl mit den dors. als den ventr. N. spin., so ist es sehr wahrsch., dass die mo- torischen u. die sensiblen Elem. dieses Systems bei Amm. getrennt sind, wie es sehr wahrsch. auch bei den N. spin. der Fall, indem die N. sp. dors. ausschliesslich sens. , die N. sp. v. aber mot. sind. — Anat, Anz. II. 192— 20L in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 289 Vergleiche üb. Nervensystem: Wilder, Benutz, des Nvs. zur Classification, s. Allgemeines (S. 27-3); Fritsch, Gehirn, u. Nerven bei Malopter. (s. Systematik); Zograff, Gehirn d. Acipens. (Syst.); Wieder sheim. Geh. v. Tetroclon(Syst.); v. Lenden feld, Innervirung der Leuchtorg., Geh. u. Trigem. des Echiost. (Stomiat.) mit e. Lobus phosphorius (s. Haut, S. 274); Parker, Abb. des Geh. v. Carcha- rodon (Syst.); Wilder, Geh. v. Ceratodus (Syst.); Ryder (Fig. 174) Längsschnitt des Geh. eines 10-täg. Ictalurus (s.Entwickl); Vaillant, Medulla oblong, bei Bathypterois mit Knoten (s. Syst., Scopelidae); Shipley, Entwickl. d. Nerven bei Petromyzon (s. Entwickl.); G e gen- ta ur, Metamerie der Kopfn. (s. S. 277); Dohrn, ein Ast des Facialis, der später mit dem Glossoph. communicirt, geht anfangs bei der Petromyzon-Larve statt dessen an die Haut (s. Entwickl.); Gegenbau r, Austrittsloch des Hypogl. (s. S. 280); Ryder, Pro- plexus und Postpl. d. Gliedm. (s. S. 282); Guitel, Nerven der Extr. von Lepad. (s. Syst., Gobiesoc). Sinnesorgane. J. Waldschmidt, Zentralnervensyst. u. Geruchs- organ von Polypterus bichir. Das Geruchsorgan ist von Wiedersheim (Lb. vergl. Anat., 2. Aufl. 380) und von Wehmer (nicht publicirt) untersucht worden. Die Höhlungen sind allerdings (wie auch der Nerv ungewöhnl. entwickelt ist) complicirt, aber alle stehen im Zusammenhang, einschliesslich das „ Nebenriechorgan " , das auch eines besondern Nerven ermangelt; da es ausserdem nicht mit der Mundhöhle communicirt, kann es nicht als Jacobson'sches Organ ge- deutet werden. Blaue'sche Geruchsknospen sind vorhanden. Der Riechnerv hat 3 Wurzeln. Anat. Anz. H 308 — 11, 2 Xyl (vergl. S. 286). R. Wiedersheim, ,,Ueber rudimentäre Fischnasen". Beschreibt zunächst Tetroden- Arten mit gespaltenem Nasententakel (hispidus, immac, nigrop.) [diese Sp. gehören nach Gth. zum Subg. Arothron, mit ungeschlitztem Tent., während e. geschlitzter nur beim Subg. Crayracion vorkommen sollte]. Die einander zugekehrten Flächen der 2 Zipfel sind mit netzförmig verbundenen Leisten besetzt; Vf. sah ganze Nester von Nervenhügeln, wie sie aus der Haut der Fische hinlängl. bekannt sind und wie sie von Blaue auch im Geruchorg. vieler F. nachgewiesen wurden. Bei T. pardalis [subg. Gastrophysus] fand Vf. in der Höhlung des Tent. klappenartige Hautbildungen ebenfalls mit Nervenhügeln, ebenso bei Diodon macul. Bei Tetr. papua [sub. Anosmius, ohne sichtbare Nasentent. od. Grube], zeigt ein schwarzes Fleckchen die Stelle an, wo der hier sehr verkümmerte Nerv endet, anscheinend ohne specifische Geruchsorganisation. Bei allen Sp. fehlt eine eigenthche im Schädel versenkte Riechgrube u. der Riechnerv ist durch die starke Entw. der Kiefermuskulatur in die Höhe gedrängt dicht bis an die Haut. Anat. Anz. H 652 — 7, 4 Xyl; auch in: Festschrift für v. Kölliker, mit Tafel (s. bei Muskulatur S. 285). Aich. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd. U. H. 1. 19 290 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Vergleiche über Nase: Gegenbau r, Blaue's Ansicht kritisirt (s, S. 279); Moseley, N. olf. u. Riechhaut fehlt bei Ipnops (s. S. 276). . Sjchiefferdecker, „üb. d. Fischauge". Findet bei Leuciscus („Plötze"), Esox u. (?) Clupea alosa („Maischolle") die Retina im obern Theil besser entwickelt, \dell. wegen besserer Ernährung durch die benachbarte Chorioidealdrüse. Bei Leuc. wird das Pigment- epithel glänzend. Bei Esox u. Cypr. carpio liegt im ob. Theil der Cornea eine Zahl gelber Pigmentz., welche die Farbenwahrnehmung beeinflussen dürften. Anat. Anz. II 381 (11 Zeilen). H. Virchow bemerkt hierzu, dass eine Fovea centr. von Syn- gnathus bekannt sei, u. dass die Chordr. die Ernähr, der Stelle nicht vermehre. Ebd. S. 382. J. P. Nuel, developp. phylogenetique de l'organe visuel des vertebres. Die geringere Ausbildung der Kopf beuge lässt bei Embry- onen von Petromyzoon planeri erkennen, dass der Ursprung des N. opt. ursprüngl. hinter dem Infundibulum liegt u. somit ist der N. opt. einem Spinalnerven homolog u. der 1. Cerebralnerv , das zuge- hörige Intervertebralganglion ist die Retina, die Linse entspricht dem Sinnesepithel. Arch. de Biol. VII 389—409, 3 Xyl. Vergleiche über f'Auge: Beard, Parietalauge (s. S. 287); Smith, am Auge des Lepadogaster ein ?Schutzorgan oder ?Reflektor (s. Syst., Gobiesoc); über das Fehlen des Au. bei Ipnops, s. Moseley (S. .279), Lendenfeld (S. 274) u. Günther (Tiefseef., geogr. Verbr.). Gefässsystem (nebst Thymus u. Thyreoidea). H. J. Ham- burger, durch Salz- u. Rohrzucker -Lös. bewirkte Veränder. der Blutkörp. Vf. findet bei Tinea, dass das Serum gleichwirkend mit einer Na Cl-Lösung von 0,936 Proc. ist; beide müssen mit 145 V. Pr. Wasser verdünnt werden, um Haemoglobin ausziehen zu können; die Plasmolyse ist ähnl. wie bei Vogel- u. Amphibien-Blut und der Pflanzenzelle; bei Säugerblut bewirkt weder Verdünn, noch Concen- tration Plsml. Arch. für Physiol. (A. f. A. u. Ph., Abth. Phys.) Jg. 87, S. 42, Tf. 1, Fig. 39—50. C. J. Eberth, „z. K. der Blutplättchen bei d. nied. Wirbth." Auch bei Fischen (die bisher nur Loewit 85 hierauf untersuchte) gibt es Blutk. der 3. Sorte, die sich durch Farblosigkeit von den farbigen, durch nichtamöboide Form von den weissen Bltkp. unter- scheiden; sie sind leicht veränderlich und bilden durch Klebrigkeit gern Zellhäufchen und Thromben. Herkunft unsicher. Sind nicht (Hayem) werdende farbige Bltk. Abb. des Blutes mit diesen kern- haltigen Spindeln aus Leuciscus, Tfl. II f. 1, 2, 3. Festschrift, A. v. Kölliker gew. von s. Schülern, Leipzig, 1887, S. 35 — 48. D'Arcy W. Thompson, „Blutkörper der Cyclostomata''. Die rothen von Myxine sind 26 /f lang, 10 br., 3 dick, der Kern leicht färbbar, rundl. od. stabf. (also ähnl. anderen Fischen), die weissen so gross wie die menschlichen, fast ebenso zahlreich wie die rothen, in dei' Ichthyologie während des Jahres 1887. 291 mit grossem Nucleus. Die r. von Petrom. mar. sind kreisf., 12 — 14 fi Durchra., Kern klein, excentrisch, schwer färbbar; die w. Bltk. sind 3—4 mal so zablr. als die r., Nucl. klein; Uebergänge zu den rothen scheinen vorzukommen. Merkwürdig ist, dass (nach Shipley) die Ammocoetes noch ovale r. Blkp. besitzen wie Myx. Weisse Bltk. sind bei Fischen sonst sehr gering an Zahl. Ann. Mag. N, H. (5) XX, 231—3; auch in Anat. Anz. II, 630. J. C. Ewart, Presence of Bacteria in the lymph etc. of living fish and other Vertebr, Vf. beschränkt die Angaben von Olivier u. Riebet (C. r. 1883, Febr., Sept.), wonach nicht nur die Lymphe, sondern auch Blut u. alle Muskeln etc. u. zwar bei allen Species Bact. enthalten, dahin, dass normal höchstens die Bauchhöhle u. die benachbarten Theile inficirt seien, bei der Forelle und einigen Seef. (Raja, Acanthias, Lophius) fand Verf. selbst die Bauchh. frei. Die Bact. stammen aus dem Darminhalt. In wärmerem Wasser lebende F. haben mehr Bact. Viell. veranlasst diese UnbequemUchkeit das period. Wandern in kälteres Wasser. Die Bact. scheinen nicht zu den Fäulnissb. zu gehören. Bei gesunden Amphibien, Rept., Vögeln u. Säugern, fand Vf. weder Micrococcen noch Bact. in den Bauchh. Die Fische zeichnen sich also hierin aus. — Pr. r. soc. Edinb. XIV, 262 — 70. Vf. citirt: Ichthyopathologischer Jahresber. d. Münchener Thierarznei-Schule 82/83. Auszug: Nature, Vol. 36, 251, J. E. V. Boas, ,,Ueb. d. Arterienbogen der Wirbelthiere". Bei allen Classen sind 6 Artbg. anzunehmen, der 5. ist nur bei Säugern noch nicht nachgewiesen; das 3. Paar liefert die Carotiden, das 4. die Aorta, das 6. die Lungenarterien. Morph. Jahrb. XIII, 115 — 8, Taf. I (Fig. 1 : Ceratodus). P. Mayer, ,,über d. Entw. des Herzens u. der gross. Gefässstämme bei den Selachiern'-. Unters. Pristiur., Scyll, Mustelus, Torp., Raja. Die Vena subintestinalis legt sich doppelt an (geg. Balf.), vne die Aorta. Da bei niederen Würmern die Gefässe auch doppelt sind, so entsteht damit für d. Ableit. der Vertebr. von Würmern kein Hinderniss. Die Auffindung von metamerischen Anastomosen zw. Venen u. Aorten im Embryo der Sei. stützt sie sogar. Das Herz tritt zwar bei Sei. ontogen. als einfaches Organ auf, wenigstens für das theoret. wichtigere Endocardium; indess ist, da dicht vor u. hinter dem H. die Gefässe typisch doppelt sind, wohl auch das Herz urspr. doppelt gewesen (wie bei höh. Vertebr.). Das erste ont. Auftreten des Gefsyst. erfolgt am hinteren Rumpf, und zwar erscheinen zuerst die dem Darm anliegenden Gef,, die V. card. viel später. Mitth. zool. Stat. Neapel, VII, 338—370, Tfl. 11, 12. Ch. Julin, „des origines de l'aorte et des carotides chez les Cyclostomes. " Aei Ammocoetes tritt die Gar. interna jederseits aus der 1. V. branchialis hervor, kurz vorher ehe diese sich mit der gegenseitigen V. br. zur Bildung des Aorten -Anfangs vereinigt; die C. int. versorgt die dorsale Hälfte der Kopfregion. Die C. externa entspringt jederseits schon unten aus dem Anfang der 2., 3. u. 19* 292 Dl'- F. Hilgendoi-f: Bericht über die Leistungen 4. Kiemenvene ; sie lagert, von der gegenseitigen C. ext. getrennt, am Boden der Kiemenhöhle; die 2 C. ext. versorgen die ventrale Kopfregion. Die Aorta entsteht aus dem Rest der 1. — 4. V. br. u. aus der ganzen 5. — 8. V. br., sie ist von vorn (Ohrkapsel) bis zur Schwanzspitze einfach. — Die Art. br. und die V. br. schliessen sich bei den Petromyzontidae an die Kiemenbögen an, d. h. sind 8, bei den Myxin. dagegen an die Kiemen- Säcke u. entsprechen hier der Zahl der Säcke Bei Petr. fluv. vereinigen sich die 2 Car. int. auf eine kurze, bei Bdellost. u. Myxine auf e. lange Strecke u. bilden dann (aber nur scheinbar) e. Fortsetzung der Aorta. Die C. externae beim erwachs. Petrom. sind noch unbekannt (viell. ähnl. wie bei Amm.), was J. Mülller u. Rathke dafür hielten, sind nur Zweige der C. int. ; bei Bd. u. Myx. entspringt die C. ext. ähnlich wie bei Amm. von der Basis der Venae brauch. Anat. Anz., II, 228 — 38 (4 Xyl.). F. Hochstetter, „Beitr. zur vergl. Anat. u. Entwicklgesch. des Venensystems der Amphibien u. Fische". Injicirte mit Teichmann's kalter Kittmasse; Forellenembr. lebend beobachtet, zuweilen auch Schnittserien. Untersuchte Selachier (beiTriest): Acanthias, Mustelus, Scyllium, Squatina, Raja (schulzii, miral., clav.), Trygon past., Myliob. aq., Torp. mann. Ferner: Acip. sturio u. Teleostei : Anguilla, Esox, Salmo, Tinea, C. carpio, Chondr. nasus, Phrynorhombus, Platessa, Solea, Crenilabrus, Serranus, Uranosc, Scomber, Cepola, Lophius, Mugil. — Ein Nierenpfortadersyst. , zu dessen Bildung auch die Caudalvene sich auflösst, ist bei allen Sei. u. vielen Tel. vorhanden. Die Sei. zeichnen sich durch Sinusbildungen u. Communicationen an den grossen Venenstämmen vor den Tel. aus, am einfachsten ist hierin Acanth. u. Sqat. Eine Verbindung zw. Lebervenensinus u. Cardinalvenen (Raja) ist der erste Anfang zur Bild, einer Vena Cava. Für die Tel. kommen Jacobson's Angaben (von Cuv. u. Owen verworfen, von Hyrtl u. Jourdain aber bestätigt) voll zur Geltung. Für dessen 3. Fall, Verb, der Caudv. mit Pfortader, giebt Tinea ein Extrem, indem diese Communicationsvene schon hinten im Schwanz selbständig wird; die Caudv. geht mit dem Hauptast direkt in die Cardv. über, ein 3. Ast löst sich in der Niere auf. Asymmetr. Bildung der 2 hint. Cardinalv. ist bei Tel. die Regel. — Entw. bei Selach. : Zuerst erscheint die Subintestinalvene, hinten als Caudalvene beginnend , die Caudv. verliert dann diesen Zusammenhang u. geht gabelförmig in die 2 neugebildeten Cardinalv. über, anfangs direkt ; später beim Andrängen des Mesonephros bildet sich in diesem das Capillarnetz zw. Caudal- und Cardv. Die Subintestv. ist inzwischen zum Lebercapillarnetz zerfallen. Sinus u. Communicationen im Vorder- leibe entwickeln sich später. Entw. bei Tel.: Bei S. salvelinus fand Vf. in manchen Brüten fast jeden Embryo mit 2 symmetr. Dotter- venen, bei den andern Brüten dagegen fast jeden (Tf. IV, Fig. 10) nur mit einer (linken) Dottv. versehen, das Gefässnetz schiebt sich in letzterem Falle ventral über die Mittellinie nach der rechten Dotteroberfläche hinüber. Arterien treten nicht in die Dottersack- circulation ein (gegen Vogt, dessen Angaben üb. Coregonus sonst in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 293 meist bestätigt werden), während bei Selach. ein Aorta -Ast zum Dotter geht. — Die Vertretung der schwindenden Subintestv. durch die Cardv. ist bei den Tel. am vollständigsten, bei Sei. bleiben Spuren der Sbintv., bei Petromyzon bleibt dieselbe ganz bestehen. Amphioxus (mit bleibender Sbintv. u. ohne Cardv.) und andererseits Lepidosiren (ohne Subintv, u. ohne Cardv. aber schon mit V. cava inf.) weichen ganz von den typ. Fischen ab. Morph. Jahrb. XIII, 119 — 172 (auf Fische bez.: Xyl. 1—4, Tf. II, 1—3, IV, 10). T.Jeff. Parker, Blood-vessels of Mustelus antarcticus; a contr. to the morph. of the vasc. System in the Vertebr. Behandelt auch Scymnus lichia u. Callorhynchus. Zahlr. Communicationen zwischen Arterien: zw. link. vord. u. r. hint. Carotis u. entsprechend symmetrisch, ferner zw. den 2 Art. brauch, effer. jeder Vollkieme, sodann zw. der von der A. subcl. abzweigenden und dann ganz ventral, unter dem Truncus arter. liegenden A. hypobranch. u. den Artt. brauch, effer. Noch zahlreicher sind die Comm. zw. Venen, die überdies reiche Sinus erzeugen : Hyoidsinus communicirt mit V. jugularis, der jug. inf. u. mit dem Sinus der Gegenseite; die 2 Venae card. mit einander u. mit der V. portae; die lateralen V. mit einander, die Cloakalvenen desgl.; die vordere ventrale Hautv. geht vorn in die laterale V., hinten in die V. iliacae; die laterale Hautv. comm. vorn mit der V. subscap. u. hinten mit den caudalen u. dors. Hautvenen. Ein Nieren- pfortader-System besteht auch bei den Selachiern. Die Entwickl. der Kiemenarterien, die Derivate der embr. Subintestinalvene, die Homo- logie der Lateralvene mit der V. epigastr. der Amphibien etc. werden behandelt. Philos. trans. roy. soc. Vol. 177, part 2, p. 685 — 732, Taf. 34-37, Xyl. T. J. Parker, Bem. zu: „Blood-vessels of Mustelus antarct. (Phil. Trans. 86)". Auch bei M. ant. existirt die Anastomose zw. den 2 Orbitasinus, der Interorbitalsinus, wie bei Scyllium, er ist aber nur 1 mm dick (bei e. Expl. v. 1 m). Proc. r. soc. Lond., Vol. 42, 437. G. E. Laguesse, developp. de la rate des poiss. oss. ; C. r. soc. de Biol. (Paris) (8) IV 458—60. Vergleiche über Gefässsystem: Coggi, Gef. u. ro the Körper der Schwimmbl. (bei Darmcanal); Ryder, Dottergef. v. Gastrosteus (Entwickl.); Stuhlmann, Uterusgef. des Zoarces (Generationsorg.); Günther, Gef. an Darm u. Schwimmbl. v. Neobythites (Syst., Ophidiidae); Zograff, Klappen des Con. art. von Acipenser (Syst.); Parker, Herz v. Carcharodon (Syst., Squali); Günther, Con. art. von Chlamydosel. u. Centroph. (Syst., Squali); Dohrn, Gef. u. Thyreoidea v. Petromyzon (bei Entwickl.). Darmkanal u. Schwimmblase. Fr. Decker, „zur Physiologie des Fischdarms", unters. Esox, Perca, S. fario, Anguilla, Luciop., Tinea, Leuc. ceph., Abr. brama, C. carpio, Barbus, Cob. foss. Vf. findet: 1, Nicht nur die Magenschleimhaut, sondern auch der Oeso- phagus, der Mittel- u. Enddarm, die Cloake u. die App. pylor. geben 294 I5i'- F- Hilgendorf: Bericht über die Leistungen mit 0,1% Salzsäure ein Extract, das auf Fibrin verdauend wirkt, also ein dem Pepsin ähnliclies Ferment enthält. 2. Bei Fischen ist die Absonderung dieses Ferments nicht an eine cubische oder conische od. polyedrische, als Haupt- oder Belegzellen anzusprechende Zell- form gebunden, sondern kann ebenso von schmalen, cyUndrischen, vi^ährend der Sekretion möglicherweise Becherzellenform annehmenden Zellen der Oberfl. einer drüsenlosen Schleimhaut vollzogen werden. 3. Das Fibrin wird nicht nur gelöst, sondern auch in Peptone über- geführt. — Festschr., A. v. Kolliker gew. von s. Schülern, Leipz. 1887, 40, S. 387—411. E. Bornand, et. histol. des nerfs et de la muqueuse buccale chez les poissons. Die Mucosa buccalis enthält ausser gewöhnl. Epithelz. u. Schleimz. (offenen u. becherf.) auch Stäbchenzellen, die aus e. epithelialen Nervennetz her versorgt werden. Bull. sog. Vaudoise (Lausanne) 2, Vol. 23, p. 6-19, Taf. 2. A. Coggi, „corpi rossi della vescica natatoria di alc. Teleostei". Vf. untersuchte das Epithel, welches die „rothen Körper" der Schwimmblase an der Innenfläche der Schwbl. überzieht. Dasselbe ist ein gleichmässiger dünner Belag bei Cyprinus, Esox, den Murae- nidae u. den Verwandten (d. h. dem 1., 2., 4. Typus MüUer's): „nichtepitheliale r. K."; es erscheint dagegen in der Umgebung der r. K. verdickt, gefaltet u. mit den auf die Wundernetze folgenden Gefässen durchsetzt bei den Formen vom (3.) Perca-Typus M.'s.: „epitheliale r. K." Anfangsstadien dieser stärkeren Ausbild, des Ep. zeigen die Scombresoc, Mugil, Gobiidae, mittlere Stadien die Trig- Hdae, Gadidae, Scopel. , Plectognathi u. Lophobr., höchste die Labridae, Perc. , Dentex. Letzterer hat im mehrschichtigen Epth. Riesenzellen (üb. 100 // Durchm.). Mitth. zool. Stat. Neapel VII, 381-400, Taf. 14. L. Charbonnel-Salle, Recherches experim. sur les fonctions hydrostatiques de la vessie natatoire. Vf. bestätigt die Ergebnisse A. Moreau's (1876), wonach Borelli's Theorie, die noch immer in Lehrbüchern sich hält, falsch ist. Vf. befestigt am Rücken des Fisches eine ihn hebende Blase mit Luft u. am Bauche ein Gegen- gewicht, das entweder zu leicht oder zu schwer ist, so dass der Fisch sich gezwungen sieht, nach Kräften bezw. abwärts oder aufwärts zu streben. Wird der Luftdruck innerhalb der Blase durch ein nach aussen geleitetes Rohr (Trocart u. Gummischlauch) manometrisch (mit Registrirapparat) gemessen, so findet sich, dass der Fisch weder durch Compression noch durch Druckminderung das Volum der Blase zu ändern trachtet. Dieses V. ändert sich allerdings bei ver- schiedenem Niveau je nach der Höhe der Wassersäule, aber genau so, wie es in der Blase über dem Rücken, deren Druck auch mano- metrisch registrirt wurde, sich ändert, d. h. also nur passiv, nicht durch Muskeldruck. Scharfe Biegungen des Körpers können die Blase comprimiren, haben aber wegen kurzer Dauer der Compression keinen Einfluss auf Steigen und Fallen des Thieres. Bei Fischen mit in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 295 getheilter Blase (Tinea) finden Druckveränderimgen in beiden Ab- theüungen gleichzeitig statt (mit 2 Trocarts constatirt), sodass ein Heben oder Senken des Vorderkörpers durch diese Theilung (J. Müller) nicht erzielt wird, Unters, an Perca, Esox, Anguilla; Schwimmblasen mit besonderen Muskeln viell. physiol. verschieden. Annales des sc. nat. (7) II 303—331 (6 Xyl., Curven). M. Traube-Mengarini: Gase der Schwimmblase der F., I. Nur üebersicht. d, Litteratur. Atti r. acc. dei Lincei, Jg. 2(S4. (4) Rendic. III. 2. Sem., p. 55—6-2. Günther, Tiefseefische, ChaU.-Rep„ Zool. Vol. XXII 172. Die Schwimmblase von Gonostoma denud. hat keine Communication mit dem Darm, obgleich die Gatt, zu einer Physostomenfam. (Sternopt.) gehört, ist sehr entwickelt, mehrere Muskeln setzen sich an sie; Magen lang, bHndsackartig; Coec. pyl. 7, kurz. Aehnl. Muskelapparat zur Gascompression auch an der Schwbl. von Photichthys (Fam. Sternopt.), p. 178. H. Corblin, Rech, sur la locomotion du poisson et sur la fonction hydrostatique de la vessie natatoire. Vf. kommt zu ähnl, Resultaten wie Charb.-SaUe. C. r. soc. de biol. (Paris), (8) IV 652—4. Vergleiche üb. Darmk. u. Schwimmbl: Krukenberg, Harn- stoff in der Leber (bei Niere); Günther, After (abnorm?) weit vorn bei Trachichthys trailli (Systematik, Berycidae); Günther, Abb. des Darmk. v. Scombrops (Syst., Percidae); Stuhlmann, Darmk. des Fötus v. Zoarces (s. Generationsorg.); Guitel, Schwimmbl. wird bei Lepadog. anfangs zwar angelegt, fehlt aber später (Syst., Gobiesoc); Günther, Darm u. Schwimmbl. der Notacanthini (s. Syst.), desgleichen v. Neobyth. (Syst., Ophidiidae), ferner von Bathysaurus ferox u. Bathypterois (bei Scopelidae), von Bathytroctes (bei Alepo- cephalidae), von Halosaurus (bei Halosaur.); Cunningham, die Schwimmbl. v. Clupea sprattus öfthet sich hinten nach aussen (s. Genarationsorg.); Iwanzow, Darmk. u. Schwbl. von Scaphirh. mit Abb. (Syst., Acipens.); Zograff, Zähne der Knorpelganoiden (ebd.); Parker, Darmk. von Charcharodon (Syst., Squali); Günther, Darmk. v. Chlamydoselachus u. Centrophor. (ebd.). Athmungsorgane. Metamerie d. Kiemenbögen u. Zurückweisung der zahlreichen hypothetischen Kiemenspalten, s. Gegenbaur (Skelett, S. 277). — Athmung des Protopterus in seiner Cyste, s. Wieders- heim (Systematik). — Athm. des Fötus von Zoarces, s. Stuhlmann (Generationsorgane). — Verkümmerung der Kiemenblättchen bei Tiefseef, s. Günther (Geogr. Verbreit.). Niere, Nebenniere. C. Fr. W. Krukenberg. „Die Harnstoff- retention in den Organen der Rochen und Haie". Die Menge des Harnstoff" ist in den Muskeln meist grösser als in den Nieren, die rothen Muskeln sind kaum ärmer daran als die weissen; die Leber hält nur wenig Hst. zurück, die elektr. Organe sehr viel, z. Th. in leicht- 296 Dl"- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen gebundener Form. Schon der Dotter der Eier u. junge Embryonen zeigen hoben Gehalt. Centralbl. f. d. mediz. Wiss. 1887, No. 25, 5 S. Vergleiche über Niere: Günther, einzelnes üb. die äussere Erscheinung in Challenger Report. Zool. XXII; Iwanzow, Abb. der Niere etc. von Scaphirh. (s. System. Acipenser.); Ryder, Spinndrüse V. Gatrosteus (s. Entwickl.); Hochstetter, Blutlauf der Niere (s. Gefässsyst.); Beard, ektod. Entwickl. des Vornierengangs (s. Entw.); Brook, desgl. bei Salme fario (ebd.). Generationsorgane (Hermaphroditismus, sekundäre Geschlechts- charaktere). F. Stuhlmann, „z. K. des Ovariums der Aalmutter (Zoarces vivip.)" stellt an Embr. von 3,4 — 5,8 mm fest, dass das Ovarium (mit Rathke) als ein aus 2 seitl. einzelnen Ov. ver- schmolzenes zu betrachten ist, u. dass der Hoden sogar noch deut- lich die Trennung in 2 Theile zeigt (p. 9). Das Hinterende des Ov. geht histologisch so allmählich in den Oviduct über, dass eine gesonderte Entstehung beiden unwahrscheinlich ist (p. 10). — Die Granulosazellen sind keine Wanderz., sondern Z. des Keimepithels. Die jüngsten Eizellen sind bei Pikrokarmin-Haematoxylinf. als solche schon durch röthliche Färbung des Kerns, während die Kerne des Keimepithels blau sind, erkennbar (p. 12). Festere, stark färbbare Partikel des Dotters („Dotterkern" Schütz) werden weder vom Keim- bläschen noch von der Granulosaz. geliefert, sondern büden sich im Dotter selbst dicht neben dem Keimbl. ; die eigenthchen Dotter- partikel erscheinen viel später. Die kleineren Nucleoli sind abge- löste Stücke des grossen. Zwei verschiedene Zonen des Eiplasmas (v. Bambeke, Ransom, His) sind bei Zoarces nicht vorhanden, wenn man nicht die Dotterkernlage als Grenze ansehen will (p. 17). Das Keimbläschen erhält (durch amöboide Bewegungen) Protuberanzen, die je einen der kleinen Nucleoli enthalten (p. 18). Auch die Dotter- bildung geht im Innern des Eies (dicht neben der schwindenden Dotterkernzone) ohne Betheiligung des Follikelepithels vor sich (p. 23). Ob die Zona rad. von letzterem oder vom Ei stammt, bleibt zweifel- haft. Die Eier bilden sich beim embryonalen Z. auf Längsleisten des Ovars, bei den späteren Nachschüben aber nur in der Nähe der früheren Eier (p. 25). Die Zotten enthalten nur Gefässe, keine Capillaren, sind also Wundernetze (p. 26); die Gef. der Achse sind arteriell, die peripherischen venös (p. 30, gegen Rathke). Die Zotten des Ovariums sind entleerte Eifollikel, die nunmehr stark mit Blut durchströmt für die Ernährung der aus ihnen in die Ovarialhöhle ge- tretenen Embryonen zu sorgen haben (p. 29). Die hier stark wachsenden Foetus verschlucken die Flüssigkeit der Ovarialhöhle; deren Serum wird im Mitteldarm verdaut, die zahlreichen Blut- körperchen aber erst in dem sehr entwickelten Enddarm (p. 40). Der zur Athmung des Fötus nothwendige SauerstoÖ' wird durch diese Blutk. geschafft (p. 41); die sehr geringe Menge der Ovarialfiüssigkeit könnte für eine Kiemen- oder Hautathmung nicht genügen. Der Koth bleibt im Darm angehäuft. Das Verhalten der Harnsekretion in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 297 bleibt unaufgeklärt. Ein besonderer, hinterer Ovarialtheil , der für die Ernährung der Fötus secernirte, existirt nicht. — Abhdl. aus d. Gebiete d. Natw. v. Natw. Verein in Hamburg, Bd. X, 48 S., 4 Tfln., 4^. J. T. Cunningham, „Development of the Oviduct in Teleosteans". Bei Clupea sprattus 5 cm 1. entsteht neben dem Mesenterium ein Band; von dessen medianer Fläche entwickelt sich eine Falte, die auf der later. Fläche Eier ausbildet ; eine Falte von der later. Fläche des Bandes wächst der Keimfalte entgegen, um die Höhlung des Ovars zu schliessen. Nach hinten zu verschwinden zuerst die Falten, dann auch die Bänder. Die Schwimmblase öffnet sich hinten links vom Anus. Bern, über unreifes Ovar von Zoarces. Pr. r. phys. soc. Edinb., sess. 116 (86/7), p. 342—5. J. T. Cunningham, „The eggs and larvae of Teleosteans." 11 Sp. sicher bestimmbarer Arten beschrieben, wobei mehr der Systematik als der Histologie Rechnung getragen wird: Clupea harengus, Salmo levenensis, Osm. eperlanus (die äussere Schicht der Z. rad. stülpt sich um und wird zu einem haftenden Stiel), Pleuron. platessa, flesus, limanda, cynoglossus (die Entwickl. eingehender verfolgt), microceph., Gadus aeglef., Cottus scorpius, Liparis mont., Cyclopterus lumpus. Ferner 3 pelag. Eier u. Larven beschr., deren Species unbekannt (wie vorige 11 von der schottischen Küste): Ei mit Perivitellarraum fast so dick als der Radius des Dotters, Dotter ganz homogen u. durchsichtig, Durchm. 2,1 mm.; Ei von 0,84 mm Dm. mit 1 Oelkugel (nahe am Schwanzende), wahrsch. Motella sp.; Ei etwas oval 0,97 mm 1., Dotter ganz pellucid mit polyedr. Zer- klüftung, ein ähnliches von Agassiz fälschlich als Osmerus-Ei beschr., nach Hensen (briefl.) viell. Cl. sprattus, nach Vf. viell. Anguilla. Endlich Eier (30 Fd., Golf von Guinea) 1,5 mm Dm. mit je 1 Schopf von Fäden, durch welche die Eier sich verbinden, am Gegenpol ein Büschel kurzer Fäden. Alle diese Objekte abgebildet. — Vf. giebt dann p. 108 — 130 e. Uebersicht über die bisher bekannten Eier u. Larven nach den FamiHen [Owsjannikow (85) nicht berücks.]. Bez. der Scombresocidae weist Vf. darauf hin, dass anscheinend der Anus der Larve dicht am Dottersack anhegt u. danach die Fam. nicht zu den Physostomen gehöre, sondern (mit Claus 1882) eher zu den Anacanthini. Bei Esox entwickeln sich die Bauchfl. nicht aus den ventr. Flossenfalten, welche noch lange nach dem Auftreten der beiden V. zwischen diesen fortbestehen [gegen die Thacher'sche Theorie]. Kein Physostome hat pelagische Eier, der Anus der Larve immer weit vom Dotter entfernt. Unter den Anacanthinen hat allein Lota sinkende Eier, aber deren Struktur u. die Larvenform stimmt mit denen der Gadiden. Bei den Labridae hat nur 1 Genus (Creni- labrus) adhaesive, die andere alle pelag. Eier; der Anus der Larve ist ein wenig von dem Dotter entfernt (Avie auch bei Temnodon), aber lange nicht so weit wie bei den Physostomen; die Chorda ist immer bei ihnen multicolumnar. [Im Ganzen kennt man etwas über die Fortpflanz, nur bei 35 Familien.]. — Der Schlussabschnitt, 298 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen „Reifung u. Befruchtung des Teleostier-Eies" (p. 130 — 3). Die erste Theihmgsebene bei der Furchung geht nicht der Eioberfl. parallel (Hoffm.), sondern entspricht einer Meridianebene; Hffm. wahrsch. optisch getäuscht. Der Austritt vom (1) Polkörper an Pleuren, limanda u, cynogl. beob. ; er findet auch ohne vorherige Befruchtung statt, aber langsamer, dagegen aber keine Furchung ohne Befr. — Trans, roy. soc. Edinb., Vol. 33 p. 97—136, Taf 1—7. Mcintosh, „The eggs of fishes." Eine Vorlesung, nichts neues. Abdr.: Buü. U. S. Fish C. VII, 58—62. Fr. Raffaele, Uova e larve di Teleostei. I. Vf. Hess pelag. Eier (Winter) sich entwickeln u. erhielt 30 mm 1. Brut, Clupea pil- chardus? IL Ei (oval, Sommer) u. Larve von Engraulis. BoU. Soc, di natur. in Napoli (1) I fasc. 1, p. 53—8 bez. fasc. 2, p. 83 — 84. Bob. Scharf f, Ueb. das intra-ovariale Ei einiger Knochenfische. Untersuchte Gadus vir., aegl., lusc, merl, Lophius, Salmo salar, Anarrhichas, Conger, Blennius pholis, Hippoglossoides, haupts. Trigla gurn., weil diese im Ov. gleichzeitig alle Eistadien enthält, im St. Andrew's Marine Laboratory. Der Dotter lässt eine innere, dichter gekörnte Zone erkennen. Die Zone selbst wird wahrsch. auch durch Zutritt von Substanz aus dem Nucleus erzeugt, später wird diese Z. absorbirt u. der N. wird kleiner u. lässt jetzt keine Membran er- kennen. In diese innere Z. treten Nucleoli aus dem Kern, die viell. bis zur Peripherie des Eies dringen, um die Nuclei des Follikel- epithels zu bilden ; sie nehmen meist noch eine Hüllschicht aus dem Kern mit und täuschen dann Zellen vor [vgl. Owsiannikow, Bericht 85, S. 349]. Diese Bläschen mit ihrem Nucleolarinhalt sind die ,,Dotterkügelchen" ; bei der Reifung des Eies werden sie erst fein- körnig, dann durchsichtig (nun als ,,Oelkugeln" bezeichnet?); in andern Fällen scheinen sie freilich von aussen her aus dem Follikel- epithel zu stammen (Protopterus, Beddard). Von Eimembranen beob. Vf. (am intraov. Ei) zwei, eine stärkere, festere, die Zona radiata (= Dotterhaut Aubert, Bedd.?, Cunn., Häckel, Eikapsel His etc., [äuss.] Yolk-sac Ransom, Z. pelluc. Eimer, Chorion Leuck., Rathke, Eischale Oell., Vogt), ihre Streifung ist in Präparaten nicht immer deutlich, wohl aber an frischen Obj.; bei Tr. gurn. ist sie 8 fi dick ; zweitens eine gleichfalls gestreifte, halbfiüss. schwächer färbbare, die Zonoid-Schicht (helle Randschicht Ggb.), die bisher als äussere Seh. des Dotters gegolten hat. Sie ist bei Tr. 25 fj. dick, tritt vor den Z. r. auf u. verschwindet bei reifen Eiern, bei Blennius fehlt sie stets. Eine wirkl. äussere Dotterschicht kann ausserdem existiren (Trigla), viell. ist die Zona ihr Sekret. Die Nahrung des nachwachsenden Eies stammt von den Granulosazellen, sie geht zu- nächst zum Nucleus, dann modifizirt zum Dotter. Fortsätze von Granz. zur Z. r. sah Vf. nie. Bei Blennius strecken sich die Zellen der Granulosa auf einer Seite des Eies (statt 7 ,u 32 // dick) u. secerniren Schleim in eine dem Ei ringf. aufliegende Höhle. Die Folnkelzellen einstehen schon ehe die Eimembran sich bildet^ ob vom in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 299 Innern des Eies her oder ans Bindegewebe, ist zweifelhaft. Q. Joiirn. Micr. Sc. Vol. 28, p. 53—74, Tf. 5; Ansz. Pr. R. Soc. Vol. 41, Nr. 250, p. 447—9. R. Scharff, Egg-membranes of oss. f., sieht bei Trigla gurn. innerhalb der Zona rad. eine deutliche Dotterhaut, welche die proto- plasmatische Rinde des Eies (Periblast) überdeckt; viell. verhalten sich alle Tel. so. Die Z. rad. ist dann nicht als „vitelHne mem- brane" (Balf.) zu bezeichnen, sondern als Cuticularbildung zu be- trachten. Die Z. r. von Anarrhichas spaltet leicht; die von Gadus morrhua ist zart u. scheinbar nicht porös. Rep. 56. meet. Brit. ass. adv. sc. (86), 698. C. Benda, ,,zur Spermatogenese der Wirbth.". In allen Wrbth.- Classen (incl. Selachii) finden sich im Hoden 2 morphol. u. funk- tionell verschiedene Zellarten, bei den Knochenfischen allein giebt es nur 1 Art. Mit Swaen u. Msq. nimmt Vf. an, dass die Samenfäden in dem „runden Z." entstehen u. durch „Kopulation" mit den „Stützzellen" oder „verästigten Z." zur Weiterentwickl. sich ver- binden. Anat. Anz. II 369 (u. 358). J. Brock, „üb. Anhangsgebilde des Urogenitalapp. von Knochenf." Nur bei Plotosus anguillaris u. Copidoglanis albilabris ist der den- dritische Anhang zw. Urogenitalpapille u. After bisher gefunden worden. [Day bildet ihn aber auch bei PL canius, der andern bek. Art, ab; Cop. zieht Day mit PI. zus.] Vf. findet (an jung. Ex.) als Haupt- masse Blutgefässe (Venen-Erweiterungen), daneben glatte Muskfas., spärUches Bindegewebe; an der Oberfl. liegt Plattenepithel, das an dem Grunde der Grübchen einschichtig wird, u. unter dem eine Schicht Cylinderz. liegt, die Vf. als Drüsenz. ansieht. Das Organ ist ihm ein neuer, merkw. Typus von Hautdrüsen, mit typisch caver- nösem Gewebe, das ErektiHtät besitzen muss. Es steht wahrsch. zur Geschlechtsfunktion in Beziehung, das Nähere aber unbekannt. Zeitschr. f. wiss. ZooL, Bd. 45, S. 532—41. Taf. 25. Vergleiche über Generationsorg.: Guitel, Eischale v. Lepadog. (s. System., Gobiesoc); Ryder, Ei von Gastrosteus u. Perca (s. Entwickl.); Günther, Gener.-Org. der Notacanthini (s. Syst); List, Ei u. Sperma von Crenilabrus (s. Entw.); Ryder, Eischale v. Icta- lurus(Entw.); Günther, Gen.-Org. von Bathytroctes (Alepocephalidae) u. Halosaurus (s. System.); Eierstock u. Ei von Engraulis (s. Syst.); Möbius, Reifung des Ovar. u. der Testes bei Anguilla (Syst.): Günther, Gener.-Org. v. Chlamydosel. u. Centroph. (Syst., Squali); Weber, Fortpfl. v. Myxine (Syst.). M. Weber, üb. Hermaphroditismus bei Fischen, 2. Mitth.; betrifft Gadus morrhua, Scomber sc, Clupea har. (s. System.). Vf. findet, dass bei derselben Gatt, die Form des Herm. eine Gleichartigkeit erkennen lässt. Tijdschr. Nederl. dierk. Vereen. (2) I 128 — 134. Secundäre Sexualcharaktere, vergleiche: Steindachner, bei Dules (Systematik, Perc); Facciola, Ruder der Bauchscheibe 300 Dl"- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen bei Leptopterygins (Syst., Gobiesoc); Hay, Verringerung der Zahl der Schlimdzähne bei alten Männchen v. Notropis lutr (Syst., Cypri- nidae); Lidth, Copulationsorg. (Anahs) bei PoeciHa (Syst., Cypri- nodont.); Mob ins, Paarungsfarbe bei Anguilla (Syst.). Entwicklung. Ontogenie. A. A. Böhm, „üb. d. Befruchtung des Neun- augeneies". „1, Während der Reifung des Eies rückt das Keimbläschen, indem es grösser wird, gegen die Oberfläche empor, verbreitet sich am animalen Pole um das Pol-Plasma zu bilden (gegen Calb.), das während der Befr. eine aktive Rolle spielt. Die Membran des Keimbl. schwindet; der Keimfleck wird sehr chromatinarm. — 2, Nach der Imprägnation wird ein zweites Richtungskörp. gebildet. — 3, Während der Impr., Hand in Hand mit der Bildung der Dotter- (Befruchtungs-) Membran, umgiebt sich das Polpl. mit e. neuen, dicken, gefalteten Membran; sie scheint e. wesentl. Rolle zu spielen, indem sie den Copulationsact auf e. geringen Raum concentrirt. Sie schwindet nach der gescheh. Copul. der Vorkerne. — 4, Das Polpl, mit den die Befr. bewerkstelligenden Elementen, rückt in die Tiefe des Eies, wobei ein dünner protoplasm. Strang die Hauptmasse des Polpl. mit der Oberfl. des Eies verbindet. Dieser Verbindungsstrang Hegt in der Axe des Eies u. kommt in die Ebene der später einschneidenden, 1. Meridionalfurche zu liegen. — 5, Die Befr. wird dadurch ein- geleitet, dass zuerst der männliche u. dann der w. Vorkern in Stücke zerfallen, die man mit dem Namen Spermato- resp. KaryoyiuriUn belegen kann. — 6, Eine Zeitlang kann man die Sp.- u. die Karmer. mikrochemisch bequem von einander unterscheiden. 7, Die Meriten mengen sich zunächst nicht mit einander, sondern bilden 2 eng anliegende Gruppen (provisor. Furchungskern). Die Trennungs- ebene der genannten Gr. fällt mit e. meridionalen Ebene des Eies zusammen. 8, Ein Merit besteht aus e. chromatinarmen Körper u. e. chr.-reichen Korn, dem Microsom. 9, Der defin. Furchungskern entsteht dadurch, dass die Körper der Karyo- u. Sp. -Meriten zu e. gleichartigen Masse verschmelzen, in welcher die Mikrosomen, die man nun nicht mehr ihrer Abkunft nach auseinander halten kann, zu liegen kommen. 10, Aus diesen Mikros. baut sich der Chromat, Antheil der karyokinetischen Figur auf." Sitzb. Ges. f. Morph, u. Physiol. München, HI 9—11. G. Brook; „relation of yolk to blastoderm in teleost. f." Neue Unters, des Vf. stützen seine Ansicht (Ber. 85, S. 357), dass der Hypoblast aus dem Parablast sich forme. Die Dottermasse des reifen Eies wird entw. ungetheilt von einem Protoplasmamantel eingehüllt (pelag. Eier), oder in einzelne Stücke, zerfällt mit Scheidewänden von Prtpl. (Clupea), oder steht in einer Weise, die zw. diesen Ver- theilungsarten (Salmo) liegt, mit d. Prpl. in Berührung. Auch nach in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 301 der Befruchtimg bleibt, selbst bei pelag. E., stets eine Prplhülle be- stehen, die bei Salmo (nach Oell.) besonders dick ist u. den Dotter gegen die coagulirende Einwirkung des Wassers schützt. (Genau genommen sind also alle diese Eier centro-, nicht telolecithal.) Weil die Dottersubstanz nicht wie bei holoblast. Eiern in die ein- zelnen Furchungszellen übergeht, sondern e. abgesonderte Masse darstellt, so ist eine Einrichtung zur Ueberführung des D. in den aktivem Theil des Eies nöthig; dem Parablast ist diese Aufgabe zugetheilt. Da bei pel. E. eine peri-^dtelline Blutcirkulation, die (nach Gensch) ihm entstammen könnte, fehlt, die Parablastzellen aber ebenso, oft besser, sich entwickeln, als bei Eiern mit priv. Circ, dürften sie für den Aufbau des Embryo selbst bestimmt sein. Pr. roy. phys. soc. Edinb. 85/86, p. 186—193. G. Brook, ,,The formation of germinal layers in Teleostei", ist die Ausführung seiner vorjährigen Mitth. (Ber. 86, S. 273). Die Beob. u. Abb. beziehen sich nur auf Clupea harengus; jedem Kapitel geht e. histor. Einleit. vorauf: Reifes unbefr. Ei, Bildung der Keim- scheibe, Furchung, die Rolle des Parablast, theor. Betrachtungen. Die 1. aequat. Furche tritt bei Teleost. wahrsch. früher auf, als man annimmt; bei Trachinus z. B. ist es wie bei Clupea (u. Rana) die 3. Trans, roy. soc Edinburgh, Vol. 33, S. 199—239, col. Taf. 13—15. R. Fusari, ,,la segmentation des oeufs des teleostiens". Unter- sucht e. Blenniiden: Cristiceps argentatus. Durch 1, dann 1, dann meist 2 Meridianfurchen werden häufig 8 dreieckige Theile gebildet, die sich darauf in 4 Paare ordnen. Im Stad. von 32 Blastomeren sind die 16 centralen von der intermediären Schicht abgelöst u. anscheinend von den 16 äuss. durch eine Aequatorialfurche ge- schieden; darauf findet die Trennung in eine oberflächHche u. e. tiefere Zelllage statt. Die peripher. Blastom. steuern aus ihrer oberfl. Lage Zellen zur centralen Masse, in der unteren vereinigen sie sich mit der intermed. Schicht, um den Parablast zu bilden. C. rendus 12. Congres de l'assoc. med. ital., Pavia, Sept. 87.) Arch. ital. de Biologie IX p. 22—4. Edw. E. Prince, ,,signific. of the Yolk in the eggs of osseous f." Bezügl. der Gastrulation vertritt Vf. Häckel's Ansicht, dass der ganze Rand der Keimscheibe Urmundrand sei. Der Nahrungsdotter, der bei Teleost. schärfer als bei allen anderen Vertbr. sich functionell von dem keimbereitenden Theil des Eies sondert, ist weder eine grosse veget. Furchungszelle , noch ein Syncytium kleinerer, sondern verhält sich nach Ausströmung der Protoplasmas zur Keimscheibe, protoplasmat. Corticalschicht, u. zum Periblast, völlig passiv; er dient erst, nachdem der Embryo weit entwickelt, diesem als Nahrung. Die Figg. geben mehrere Stad. von Gadus aeglef. — Ann. Mg. N. Hist. (5) XX, p. 1-8, Tf. 2. E. Ziegler, ,, Gastrulation der Teleosteer". Die G. der Tel. ist insofern für das Verständniss der Gastr. der Amnioten von Bedeut., als bei solidem Medullarrohr die Mesoderm- Streifen von Anfang an 302 Dl*- F. Hilgeudorf: Bericht über die Leistungen hinter dem soliden Can. neurent. sich zur Schwanzknospe vereinigen können. Rückt diese in das Innere des Blastoderms, so ist das Homologon des Primitivstreifens gegeben u. es kann dann secundär wieder zur Entstehung eines offenen C. neur. kommen. Tagebl. 60. Vers. D. Natf. u. Ae., Wiesb., S. 258. A. Swaen, etudes sur le devel. de la Torpille (T. ocell.), 1. Theil, Bild, der Gastrula, des Mesoblast u. der Ch. dorsalis. Die im Bericht f. 1885 S. 358 referirten Untersuchungen werden ausführl. gegeben. — Arch. de Biologie (E. van Ben. et van Bamb.) VII, 537—585, Tf. 14—16. J. H. List [gestorben 1891] „z. Entw. der Knochenf. (Labriden)", I. morphol. Ergebnisse. Vf. unters. Crenilabrus 5-mac., rostr., ocell. u. besonders tinca u. pavo, jedoch nur an ungeschnittenen Eiern, und be- tont die Uebereinstimmung mit der Entw. von Clupea (Kupffer). Die Eihülle (Zona pell.) im äusseren Drittel mit prismat. Hohlräumen. Ein- dringen von ISpermatoz. U.Austritt desRichtgkörp.beob.; Keimfortsätze aus der Rindenlage der Keimsüb stanz ins Innere fehlen. Nach der Befr. bildet sich ein Eiraum, der aber auch schon durch blosse Einwirk, von Wasser sich erzeugt. Kernspindeln treten während der Furchung nicht auf. Zeitweilig wird die Keimscheibe (vom Pol gesehen) ellip- tisch u. entsprechend plattet sich auch der Dotter von 2 Seiten ab. Die Kerne der intermediären Schicht werden von den Zellen des Blastodiskrandes geliefert (die K. wurden früher vom Vf. für abge- schnürte Zellen gehalten, Biol. Cbl. VIII). Die Ausbildung des Em- bryonalwulstes, d. h. der ersten Anlage des Embryo, erfolgt nicht von dem Blastodiskrande aus [d. h. von einer Stelle allmähUg polwärts fortschreitend], sondern fast gleichzeitig in dem ganzen Meridianstück, und zwar durch Material, zu welchem alle Theile des Bldsk., nicht nur der Rand, beisteuern [also keine ,,Concrescenz"]. Von einzelnen Org. behandelt Vf.: die Augenblasen, Gehörbl., Gehirn, Chorda und Urwirbel, Herz, Pigmentz., Analblase (aus ihr bildet sich der Darm hervor). Die Harnblase tritt erst nach Entw. des Darms auf, als ein Spalt, von dem dann der Ureter nach vorn sich abzweigt ; zuerst öffnet sie sich in den Darm selbst, später selbständig weiter hinten, — Zeitschr. f. wiss. ZooL, Bd. 45, S. 595—645, Tf. 31—33, 9 Xyl. J. H. List, „Periblast bei Knochenf. (Labriden)", Biol. Centralbl. VII 81—88. Vergl. oben. J. Rückert, üb. d. Anlage des mittleren Keimblattes u. die erste Blutbildung bei Torpedo." Balfour Hess noch das mittlere Keimblatt der Selachier durch Spaltung vom untern her sich entwickeln. Aber 0. Hertwig verrauthete bereits nach B.'s eignen Abbild., dass es hier durch paarige Auswüchse des untern entstehe. R.'s Untersuch, zeigen nun, dass in der That am Hintertheil des Embryo, neben der An- lage der Chorda jederseits eine Einwucherung der hier sich ver- mehrenden Entoblastz. auftritt, die zuerst ohne Höhle, später m. od. w. deutlich e. Spaltung in eine parietale u. viscerale Platte zeigt u. somit eine Coelombildung, sehr ähnlich wie bei Amphioxus, ergiebt; in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 303 die Unterschiede werden durch Mehrschichtigkeit des Entobl. bei Torp. bedingt. Der bei der Coelombildung im Entoblast entstandene Defect schliesst sich darauf wieder, der Entobl. grenzt sich von dem darüberliegenden Mesoblast ab, er wird zum sekundären Entoblast, nur die caudalwärts davon gelegene Entoblastpartie bleibt noch mit dem Mesbl. im Zusammenhang. Die Uebergangszone zw, Ekto- u. Entoblast am Umschlagsrand spielt im weiteren Verlauf durch Bildung neuer Mesoblastsomiten eine KoUe, sodass nicht der Ento- blast allein an der Mesoblastbilduug betheiligt ist. Am Vordertheil des Embryo legt sich später der Mesoblast so an, dass durch den Zusammenhang des parietalen Blattes mit dem Chordaentoblast u. des visc. Bl. mit dem lateralen Darmentoblast, besonders beim Auf- treten einer Spalte zw. visc. u. par. Blatt, das Bild eines Coeloms sich deutlich ausprägt, obgleich die untere Schicht des Entbl. intakt bleibt. — Die Chorda entwickelt sich später, aber ähnl. wie der Mesbl; hinten nimmt auch hier die untere Lage des Entbl. an der Bildung Theil u. auch eine rinnenf. Einstülpung tritt auf, vom steuert nur die obere Schicht zum Chordamaterial bei. Wie beim Mesbl. wächst auch die Chorda hinten am Umschlagsrand nachträglich in die Länge. — Lateralwärts lässt sich die Coelom- u. Mesoblast- bildung längs des Umschlagsrandes zwar noch verfolgen, aber sie modificirt sich mehr u. mehr, so dass der Mesoblast schliesslich durch eine einfache Abspaltung vom Entoblast sich zu bilden scheint. Dass die Msbl. -Bildung ringsum vom Rande der Keimscheibe ausgeht, spricht für die Häckel'sche Auflassung, wonach dieser Rand dem Urmundrand einer Gastrula entspricht. — Ein Theil des Umschlag- randes wird zur Bildung der axialen Anlage verwandt; wenn auch an der Oberfl. keine Naht das Zusammenwachsen der Hälften des Randes verräth, so wird es doch (im Querschnitt) durch die radiale Richtung der Zellen, die jederseits neben der Medianlinie das Um- schlagen des Ecto- in den Entoblast noch erkennen lässt, bewiesen. Doch entsteht nicht die ganze Embryo-Anlage aus dieser Concrescenz (gegen His). Diese Concr. stellt die Schliessung des Blastoporus dar, sie ist bei Selach. indess nur auf eine kleinere Strecke beschränkt. Bald erfolgt das Weiterwachsen des Randes nur noch in einer reducirten Weise als dünnes ausserembryonaJes oder Dotterperistotn. Vf. schildert die Bild, des Can. neurentericus. Hinter dem Embryo verschmelzen die Ränder des Dottperist., ebenfalls in die jNIedianlinie. — Die erste Anlage des Blutes erfolgt nahe am Rande des Dttper., zuerst vorn an der Keimscheibe, als Blutinseln, die zu Streifen confluiren. Eine Zona pellucida mit hinterer Einbuchtung unterhalb des Kopfes bleibt blutfrei. Am hintern Theile des Dttper. entstehen diese Inseln sicher nur aus Häufchen von Mesblz. (diese lösen sich von der am Umschlagrand entstehenden u. mit diesem peripher vorrückenden Mesoblastplatte ab); denn dieFurchungselemente des unterliegenden Dotters sind hier hinten längst verbraucht. An den seithchen u. vordem Partien des Dttp. dagegen ergänzt sich das Material für die Blutbildung durch frisch abgefurchte Z. vom Dotter 304 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen aus. In der Blastulaböhle sind es lediglich die zahllosen Mega- sphären, die zu Blut werden, u. zwar liefern sie nur Blutzellen; die Höhle stülpt dabei den Ectoblast als Blastode rmhnopf nach aussen vor. Bei den Umwandl. der Mgsph. an anderen Stellen sind die Tochterzellen, die an der Peripherie der Zelle entstehen, meist den Entoblastz. ähnlich u. werden wohl zu solchen u. zu Gefässwandungen, während die centralen, rundlichen einer Blutinsel gleichen. Die Mgsph. bilden aber nicht bloss Blut, sondern ausser den Ento- blastzll. sogar Ectoblz., sie ergänzen eben als Producte einer ver- späteten Furchung das vorhandene Zellenmaterial des Blastoderms überhaupt. Die Anlage des Mesoderms erfolgt bei Torp. nur an einem kleinen Abschnitt des Coeloms so, dass die Zellen im epithelialen Zusammenhang bleiben u. mithin einen echten Mesoblast darstellen, meist hat das lockere Gewebe zuerst eher den histolog. Charakter eines Mesenchyms u. wird erst später epithelial. Dennoch dürfte das ganze Mesoderm v. Torpedo, so wie das aller Wirbelth. als eine ein- heitliche Anlage zu bezeichnen sein. Anat. Anz. II, 97 — 112 u. 154—176, 1 Xyl. A. E. Shipley, ,,üb. ein. Punkte in d. Entw. des Petromyzon fluv." Der Mesoblast wird ventral gebildet durch Herabwachsen der Mesoblast-Platten (von hypobl. Dotterz. nach Scott). Der Blasto- porus wird nicht geschlossen, sondern verbleibt als Anus. Ein neu- renterischer Canal ist nicht vorh., es gehen solide Stränge von Darm, Mesoblast u. Rückenmark rückwärts zu einer gemeinsch. undiffer. Zellmasse. Das Darmlumen ist identisch mit dem Mesen- teronl., es schliesst sich während des Larvenlebens nicht. In seinem vorderen Ende bleibt der Hypoblast in Verbind, mit d. Epibl. an den Punkten, wo die Kiemenspalten entstehen wollen. Zw. den Kmsp. tritt der Mesoblast herab als Kiemenbögen. Beschreib, der Entw. v. Wimperring u. Hypopharyngealrinne u. -Balken. Die Platten der Leibesmuskulatur entwickeln sich jede aus nur 1 Zelle eines Mesoblast- somiten; die Musk. für Kiemen, Lippe, Auge, welche andrer Struktur sind, kommen vom ventralen, unsegm. Teile. Die Blutkrp. stammen V. den freien ventr. Rändern des Mesobl., sie sammeln sich in einem Sinus, der mit dem Herzen anfangs communicirt und später zur subintest. Vene wird. Der Segmentalgang legt sich (vorn) als offne Rinne an, 4 — 5 Stellen bleiben ungeschlossen, es sind die Wimper- trichter (diese werden also nicht als blinde Zweige des Sgmg. ent- wickelt); von Anfang an hat der Pronephros doppelte Blutzufuhr: reines Blut der Aorta zum Glomer., unr. der V. card. zu den Tubuli. Beschr. der frühesten Stadien des Skeletts. Der Centralcanal der Medulla entwickelt sich erst nach Abtrenn, des Neuralstrangs ; hat wohl keine Auskleidung von invag. Epidermis (geg. Calb. u. Scott). Vom Gehirn erscheinen zuerst (16. Tag) Augenblasen u. Zirbeldr., dann Trennung zw. Hinter- u. Mittelliirn u. schwache zw. M.- u. Vorder- hirn. Eine Quercomm. (obere Comm. Osborn) vor dem Stiel der Zbdr., als erste; um sie häufen sich Ganglienz. als Ggl. habenulae. Die Ganglien des V, VII, IX u. X kommen von Epiblastverdickungen, in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 305 ihre Wurzeln wahrsch. von der Neuralleiste ; das G. des V zerfällt in 2 : Gg. ophthalm. u. mandib., welche e. gemeinsame Wurzel haben. Der N. VII versorgt schon anfangs die 1. od. Spiracularspalte ; auch wenn diese zum Wimperring wird, bleibt ihr der VII. Eine Ver- bindung zw. den Ggl. der N. V, VII u. X existirt nicht, sie muss späteren Ursprungs sein. Der X hat an d. Wurzel e. grosses Ggi. u. je 1 Ggi. über den 6 letzten Kiemsp. ; vom Ram. later. keine Spur sichtbar. Der Ursprung der Hirnnervenggl. hat keine Beziehung zu den Hautsinnesorganen, welche auch in Sh.'s ältesten Larven noch nicht erschienen waren. Q. Journ. micr. science, Vol. 27, 325 — 370, Tf. 26—29. Scott, spricht über Entw. von Petromyzon; 36. meet. Amer. ass. adv. sc, N. York, Aug. 87. (Amer. NaturaHst XXI 871.) L. F. Henneguy, „sur le mode d'accroissement de l'embryon des poiss. osseux". Der Embryo (von S. fario) wächst in die Länge an der Strecke zwischen dem Kupff. Bläschen u. dem hintersten (jüngsten) Urwirbel; die Bildung neuer Urwirbel hält fast gleichen Schritt mit dieser Vergrösserung. Dies ergiebt sich aus mikro- metrischen Messungen. Danach ist His' Concrescenztheorie nicht annehmbar; es müsste die Vereinigung der beiden Randseiten schon vor dem KpfF. Bl. statt finden, um den Henn. 'sehen Berechnungen zu genügen, während sie sich hinter dem Bl. verbinden. C. r. acad. Paris, T. 104 p. 85—87. C. Kupff er, „üb. d. Canalis neurentericus der Wirbelt." Wo die Anlage des Nervensystems sich nicht über den Blastoporus aus- dehnt, bleibt dieser als After auch bei Vertrebraten bestehen; so bei Petromyzon (geg. Benecke) u. einigen Amphibien. Es bildet sich dann weder ein C. neur. noch ein postanalcr Darm, noch ein secundärer After. Dies Verhalten ist das ursprünglichste, später erst kam es zunächst zur gemeinsamen Ausmündung von Darm u. Rückenmarkskanal in den Blastoneuroporus Wijhe's u. noch später zur Bild, des C. neurent., welcher das Rudiment des überwachsenen Afterdarms ist. Sitzb. Ges. Morph. Physiol. München III, S. 1 — 5. J. A. Ryder. On the development of osseous fishes. I. Gadus morrhua. Auch hier wird nun eine ,,Nuclearzone" erkannt (Kranz flacher Zellen am Rande des Blastoderms nach Beendigung der Furchung). Vf. erkennt jetzt ebenfalls die Gastrulation bei Knochenf. an als ein ,,centripetales Hineinw^achsen von Zellen vom Rande des Blastodisks aus". Die grossen integumentären Sinus am Kopf eines 5 mm 1. Jungen abgebildet (Fig. 1, 2); bei andern Species fälschlich als Flossenfalte gedeutet; sind Lymphräume, welche den Kopf beim Flottiren nach oben richten (S. 496, 499). Asymmetrie der segment. Sinnesorg. am Schwanztheil. Drehung des schwimmenden Eies bei Ausbild, des Embryo, welcher stets unten. Beschreib, des Chester'schen Bruttrogs. Junge in der Entwickl. bekannt bis 10 T. nach dem Aus- schlüpfen (5 mm.), dann erst wieder von 20 mm. L. II [Labrax] lineatus. Xyl. eines 16 T. alten (5 mm.) Expl., wonach A. Ag.'s Avch. f. Natuigesch. Jahrg. 1889. Bd. II. H. 1. 20 306 Dl'- F- Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Fisch 1882 einer andern Gatt, zugehörig; Bastard von Clupea sapid. § u. Lab. Un. ^ Abb. Tf. 2; ähnl. Angabe von Roosevelt 1885 citirt (S. 505). III. Clupea vernalis, Ei kleiner, Zona rad. dicker als bei Cl. sapid., Athemkammer fehlt; Abb. der 2 Tage alten Brut (5 mm), Fig. 8. IV. Idus melanotus. Bem. üb. Ei u. Abb. des ausschlüpfenden Fischchens (6, 6 mm) Fig. 9. V. Carassius auratus S. 506. 3 embr. Stadien u. Junges 5 T. alt (5,75 mm) abgebildet, Fig. 16, 17, 18, 10. VI. Elacate canada, Morulastadium des Eies u. das Stad., in welchem die Concrescenz des Embryo aus zwei halben Somitreihen klar ersichtlich ist (vergl. Ber. 85 S. 358), ab- gebildet, Fig. 14, 15. VIT. Siphostoma fusca (S. 508), 3 Stad. der Entwickl. abgebildet (Fig. 20, 19, 21, 12), mehrere Correkturen der Arb. von Mc. Murrich (Ber. 83, S. 451) u. der Ryders 1881; die Caudalis wird nicht heterocercal, sondern archic. angelegt. Die Neuralbogen der Wirbel bei den Lophobranchiern sehr auffälHg. VIII. Monacanthus broccus, Abb. des unbefr. Eies, Fig. 15, mit sehr kräftiger Keimscheibe. IX. [Gastrosteus] quadracus (S. 511), Ei mit echter Z. rad., hat knopff. Fortsätze an einer Stelle wie leiurus, beim Austritt aus dem Ovarium noch ohne Keimscheibe. Das Bläschen für das Vorderhirn sehr gross aber dünnwandig. Die Brustfl. entwickelt sich schon im Ei. Gegen die Zeit des Aus- schlüpfens treten zu dem schwarzen Pigmentz. 3 Längsreihen grosser brauner Zellen. Die Anlage der Gefässe ausführlicher beschrieben, auffällig eine (vorübergehende) Asymmetrie der Dottergefässe (Abb. Taf. 5), der Sinus venosus wird nach rechts gedrängt; diese seitl. Lage u. einseitige Ausbild, der Aeste bringt Aehnhchk. mit der Area vasculosa der Vögel hervor. Die segm. Sinnesorgane der Seitenlinie abweichend von denen bei Gadus angelegt. Macht auf seine früheren Beobachtungen über den Nestbau u. die Spinndrüsen (publicirt 1881) aufmerksam. X. Esox reticulatus, Bem. üb. 2 Junge 9 und 11,5 mm. 1. (Fig. 28 u. 29) u. üb. d. Entwickl. der P. (nach Swirski). X. (b) ,,Species No. 1". Unbestimmbarer Süsswf. ('? Centrarchide) ; Eier (an Leder) klebend, mit 1 gross. Oeltropfen; dieser tritt nebst wenigem Dotter zw. Kopf- u. Schwanzende des Embryo als ab- geschnürter Buckel nach aussen hervor; bis 3 T. alt beobachtet. Fig. 30 — 34. XI. Perca americana, Ei 3,5 mm, mit sehr dicker Schale, haupts. aus der elastischen Schicht mit Porenkanälen ge- bildet (Fig. 35). XII. [Labrax] amer. Schlüpft zieml. unent- wickelt aus, noch ohne Flossen, Abb. (Fig. 36—44) von 4 Stad. vor u. 5 nach dem Ausschl. XIII. [Lucioperca] vitrea, Bem. üb. Ei u. Junge, Fig. 45. XIV. [Cybium] maculatum (S. 520). Schnitte durch einen 1 Tag alten Fisch nebst kurzen Bem., Fig. 46 — 56. XV. [Ephippus] faber, laicht im Juni u. Juli, 1 Million Eier; Furchung schnell, in 1 Stunde bis zum Stadium von 32 Zellen; Kranz der Marginalz. sehr deutlich; nach 24 St. schlüpft d. Embryo aus, 2,5 mm 1., 53 St. alt schon Wölbung der Stirn ähnl. den Alten, Abb. F. 57 — 66; das Larvenstad. wahrsch. leuchtend, Junge V2 — IV4 Zoll 1. mit lebhaften Qbd. XVI. Gadus tomcod(S. 523), Bem. üb. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 307 Ei u. Brut (Abb. Fig. 67), letztere ohne die Kopf blase des G. morrhua. XVII. Clupea sapidissima (S. 523—533, Fig. 68—153), 1 $ legt 200 000 Eier. April- Juli, in die Flüsse aufsteigend ; 50 bis 70 000 000 Eier jährlich künstlich befruchtet. Skizze der Ent- wicklung von der Befruchtung bis zur 28 Tage alten Brut. Die Richtungskörper lösen sich ab und zerfliessen im Wasser der Athem- kammer. 5 St. nach d. Befrucht. beginnt die Theilung der Morula in 2 Zellschichten, jetzt Kerne im Periblast deutlich, darauf Er- scheinen der Furchungshöhle. Nach Umwachsung des ganzen Dotters durch das Blastoderm, ist der D. zunächst vom Periblast bedeckt, dann folgt die Furchungshöhle, schliesslich eine dünne Epiblast- Membran; da die Furchungsh. sich direkt in die Leibeshöhle fort- setzt, so entspricht die Epmbr. der Somatopleure, das Periblast der Splanchnopleure. Unter der Normaltemperatur (55 — SO*' F.) treten regelmässig Verzerrungen am Embryo oder schon an der Keimscheibe auf (Fig. 122—4). XVIII. (Amiurus albidus) (S. 533-544, Fig. 154 — 174). Vervollständigte Skizze der Entw. dieses Siluriden, welche 1883 beob. u. beschr. (s. Ber. 83, S. 501) wurde. Die Ei- schale ist eigenthümlich, die äussere sehr elastische Schicht ruht mit säulenf. Fortsätzen auf der Innern (Z. rad.), dadurch vermag das Ei das athmungsfördernde Schütteln des Männchens zu ertragen. Früh legt sich das cavernöse Organ oberhalb der Brustfl. an (am 3. Tag). Ausschlüpfen erfolgt am 6. Tag, am 20. gleicht die Brut mehr der Gatt. Noturus. Wenn das ^ die an der Nahrung hängende Brut mit erfasst, speit es die Jungen unbeschädigt wieder aus. Die Schwimmblase erhält erst nachträglich die hintere Einkerbung, sie bringt die Muskulatur der Leibeswand zum Schwund u. tritt so hinter dem Schultergürtel in unmittelbare Berührung mit der Haut, die sie blasig vortreibt. Der Knorpelschädel eines 10 T. alten Fisches, nach Schnitten reconstruirt (Tf. XXX), zeigt das Pala- topterygoid aus 2 Stücken bestehend, das Tegmen cranii ist breiter als sonst (bei Salmo), die 3 Paar Barteln haben Knorpelanlagen, das Supraoccip. hat eine abgesonderte Knorpelanlage, die Epipha- ryngiaha tragen schon Zähne; ob der sog. Maxillarbartel wirklich einer Maxiila, welche sonst stets häutig angelegt wird entspricht, bleibt zweifelhaft, viell. ist das Adnasale von Mc. Murrich nicht ein Knochen des Suborbitah^ings, sondern Vertreter des Max. Unter- halb der Insertion der Brustfl. entwickelt sich ein langer Knorpel (Coracoid Hxl.), der von dem Scapular-Knorpel nicht getrennt ist. U. S. Commission of fish aud fisheries, Report (XIII) for 1885, Wash. 87. 8«. S. 489-544, Taf. 1—30. G. Brook, Epiblastic origin of the segmental duct in Teleostean f. and in birds. Bei Salmo fario zeigt der Embryo von 27 Tg. den Segmentalgang deutlich entwickelt in der Rumpfmitte, vorn und hinten verliert er sich. Vorn erscheint er als eine Epiblastverdickung, dorsal von der Stelle, wo man ihn früher im Mesoblast entstehen Hess; weiter hinten wird diese Verdick, noch kräftiger, rund, bleibt aber überall noch mehr od. w. in Zusammenhang mit d. Epibl.; er 20* 308 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen lagert zw. der Wirbelplatte u. dem lateralen Mesoblast. Sein Lumen tritt zuerst als unregelm. Höhlung auf; später schwindet die Ver- bindung mit d. Epbl. — Pr. R. sog. Edinburgh (86/87) XIV, 368 -370 (16 Zeilen). J. Beard, „origin of the segmental duct in Elasmobranchs." Vf. beobachtet an Scyllium (? canic.) u. Torp. ocell, ganz wie Wijhe, 1. den mesoblastischen Ursprung des Pronephros, 2. die epiblastische Natur des Segmentalganges (gegen Balfour) u. dessen Zusammenhang mit dem Epiblast auf die gleiche Ausdehnung. Vf. nimmt an, dass die annelidenartigen Vorfahren der Vert. eine Reihe segmentaler Nephridien besassen, welche sich jederseits in eine longitudinale Grube öffnete, u. dass (wegen Vergrösserung der Cloake?, und weil jede Grube röhrig zu werden strebt) diese Grube, die sich mit den Nephr. bis zur Cloake ausdehnte, zu einem Canal eingefaltet wurde. Bekämpft von Wijhe's und Cunningham's phylog. Ansichten. Amphioxus steht mit den Tunicaten u. Balanogi. den Vertebraten fern. — Zool. Anz. II, 646—52. A. C. Haddon, „Epiblastic origin of the segmental duct." Verf. hält das Abstammen des Excretionsapparats der Vertebraten von dem der Anneliden immerhin für denkbar, wenn die Anlage des Segmental- gangs auch epiblastischer Natur ist. Die Aussenmündungen der Nephridien versenkten sich in eine gemeinsch. Längsgrube, die sich zum Canal schloss u. ihre Mündung nach hinten verlegte. Bei der Invagination des Proctodaeum gelangte dann die Mündung in ihre definitive Lage. Pr. R. Dublin Soc. V., part. 6, 1887, S. 463-72, Tf. 10. Ryder, (Notiz bei Besprechung von Haddon's Arbeit) fand auch bei Amiurus den Segmgang. in Verbindung mit dem Epiblast. Amer. Natur. XXI, 587. A. Dohrn, ,,Stud. z, Urgesch. des Wirbthkörp. XII: Thyreoidea und Hypobranchialrinne, Spritzlochsack und Pseudobranchialrinne bei Fischen, Ammocoetes u. Tunicaten". Vf. bekämpft E. van Beneden u. Julin, welche die Homologie zw. Ascidien u. Amphioxus (u. höheren Fischen) bezüglich der Kiemen, des Herzens, des Darms, der Pseudo- u. Hypobranchialrinne leugnen, indem sie die zahlreichen hinteren Segmente, welche die Asc. einst in der That besassen, als verloren betrachten u. alles neu aus der nie metamerisch angelegt gewesenen „vesicule prechordale, hypoblastique" hervorgehen lassen, während bei Amphioxus etc. ein hinterer, segmentirter Abschnitt diese Organe liefert. Dohrn hält daran fest, dass die Pseudobr.-R. des Ammo- coetes dem Sillon pericoronal der Tun. homolog sei, dass sie ferner deutlich als Kiementasche sich anlege u. dem Spritzloch der Selachier u. der Pseudobr. der Tel. entspreche (vergl. Ber. 85) u. betont, dass die nächste Kiementasche (die L definitive) des Amm. schon zw. dem N. facialis u. glossoph. liege u. daher nicht, wie Ben. will, mit dem Sprl. der Sei. zu homologisiren sei, dass ferner bei jungen Stadien des Amm. noch ein Aortenbogen vorn vor der Anlage der Pseudobr.-R. aufsteige, ein Homologon der Sprl. -Arterie. Wenn Ben. bei e. Acan- in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 309 thias von 250 mm die Thyr. longitudinal weit verlängert findet und von mehreren Nerven versorgt, so sind das secund. Erscheinungen im älteren Emhryo. Dass eine Kiementasche ganz zur Schleimdrüse wurde, lag an der Lebensweise des Amm., der beim Schlammfressen gegen Laesionen des Darmes (durch Steinchen verursacht) mittelst Schleim geschützt werden musste. — In e. „Nachtrag" giebt Verf. Bemerk, über Shipley's Arbeit (Entw. v. Petromyzon): Die sogen, äusseren Kiembg. der Selachier sind nicht homolog mit den Kiem- knorp. von Petr. (Dohrn 1884). Das Verbindungsstück zw. den beiderseitigen ersten Kopf höhlen ist mit Wijhe als dorsal anzusehen, weil die Carotis unter ihm verläuft (von Dohrn, Stud. X, als ventral genommen) den Muse, levator labii sup. ist nicht von der 1. Kopf- höhle abzuleiten (wie es D. früher glaubte). Da das wahre, d. h. Augenmusk. bildende Homologen der vordersten Kopfhöhle der Sei. Shipley bei Petr. entgangen ist (zwei seitliche Zellenmassen, die sehr lange embryonalen Charakter behalten u. mit Dotterplättchen gefüllt sind), so ist die Homologisirung seiner vordersten (er nimmt vor der Hyomdbspalte deren 2 an) Kopf höhle des Petr. mit der 1. Kpfhl. der Sei. unrichtig.— Mitth. zool. Stat. Neapel, VII, 301—337; Taf. 4, 5 (Entw. V. Amm. u. Acip. ruth.). [NB.! Im Ber. für 1885 ist p. 360, Z. 3 V. 0. der Titel von Studie X einzufügen vergessen worden.] Vergleiche über Ontogenie: Scharff, intraovar. Entw. des Eies (Generationsorg.); List, Unregelmässigkeit der Furchung bei Bastarden (s. unten); Cunningham, Polkörper, Furchung (s. Generationsorg,); Gegenbau r. Entw. von Schädel, Kiemen, Nerven (s. Skelett); Watase, Entw. der Flossen bei monst. Goldfischen (s. Krankheiten): Rabl-R., Entw. des Gehirns (s. Nervsyst.); Froriep, Entw. des N. facialis (ebd.); Beard, Nervenentw. (ebd.); Laguesse, Entw. der Milz (s. Gefässsyst.) ; Hochs tetter, Entw. der Venen (ebd.); Mayer, Entw. der Gef. bei Selachiern (ebd.); M' Intosh, die Leber dringt in den Dotter v. Gunellus (s. bei Britische Inseln); Cunningham, Entw. des Ovidukts (Generat.-Org.); Wenckebach, Entw. von Engraulis (s. System.); Stuhlmann, Entw. v. Zoarces (s. Gener.-Org.). Eiablage vergleiche: Ryder, Ictalurus (bei Enwickl.); Smith, Lepadogaster (bei System., Gobiesoc). Jugendformen. Die Larven zahlr. Arten bei Ryder s, S. 305 Antigonia, Höhe des Körpers ändernd, Günther(s.Cyttidae, Systematik). Junge Zoarces, Stuhlmann, S. 296 Lepadogaster, jung ohne Saug- napf, Smith (s. Systematik). Labrus, M' Intosh (s. Syst.), Liparis u. Gadus M' Intosh (s. Faunistik, England). Engraulis, Hoffmann (Syst.), Engr. u. Clupea, Raffaele (s. S. 298); Ausbild. d. Flossen bei Ceratodus, Schneider (Syst.), Chimaera, Günther (Syst.). Fötus V. Carcharodon, Parker (System.) Cunningham beschreibt die Jugendf. mehrerer schottischen Küstenfische und Hefert eine Uebersicht aller bekannten Larven (vergl. bei Generationsorg. S. 297). 310 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Alterserscheinungen. Rückbildung des Saugnapfes bei Cyclop- terus (s. Systematik). Phvlogenie. A. A. W. Hubrecht, Relation of Nemertea to Vertebrata. Verf. zählt als Aehnlichkeiten auf: a) die Bildung des Nervensystems im Allgemeinen; b) ein Homologon der Hypophysis cerebri in Gestalt eines wohlentwickelten und wichtigen Organs (Rüssel); c) ein Homol. der Chorda dors. (das Gewebe der Rüssel- scheide); d) der vordere Darmtractus ist Athemorgan. Aus den Nem. entstanden die urspüngl. Chordaten. Q. joum. micr. sience, Bd. 27, 605—644. Variabilität. Gilbert, Variab. in Zeichnung, Beschuppung etc. bei Etheostoma (s. Systematik, Percidae); Hay, Var. der Schlund- zähne bei Hybognathus (ebd., Cyprinidae); Howes, Var. des Flossen- skeletts bei Ceratodus (ebd., Dipnoi); Onodi, Var. des Gangl. ciliare bei Mustelus (s. Nervensyst.) ; Hochstetter, Var. der Dottervenen (s. Gefässsystem.). Bastarde. J. H. List, „Barstardierungsversuche bei Knochenf. (Labridae)." 11 verschiedene Combinationen zw. 4 Crenilabrus-Species ergaben stets ausschlüpfende Junge. Die Entwickl. bei Barstarden scheint kürzere Zeit zu erfordern als die ohne Kreuzung; die Furchung zeigt häufige Unregelmässigk., der Embryonaivmist abnorme Verdickungen, was aber später sich wieder ausgleicht. — Biol. Centrbl. VII 20—21. Vergleiche über Bastarde: Selys Longch. (bei Mitteleuropa) ; Ryder, Labrax u. Clupea (s. S. 306); Day, Salmoniden (bei Brit. Inseln); Day, Clupea pilch. (bei System.). Biologie. Allgemeines, lieber das Leben der Fische in Burmah bringt der Gazetteer of Brit. Burmah Notizen (Nestbau des Ophiocephalus, Arius burman. brütet d. Eier im Munde aus etc.). [Nach Amer, Natur. XXI, 190.] Vergleiche: Cornish, widriger Geruch des Crenüabrus (bei Systematik); Wiedersheim, Biol. des Protopterus (ebd.); Fritsch, Biol. des Malapterurus (ebd.); Lockwood, Biol. des Hippocampus (ebd.). Nahrung. M' Intosh, ,,Die pelagische Fauna unserer Küsten in ihrer Bezieh, als Nahrung der jungen Nutzfische." Nach e. Vor- lesung, gekürzt. — Ann. Mag. N. H. (5) XIX 137—145. Vergleiche: Weber, Engraulis (bei Syst.); Pouchet u. de Guerne, Clupea pilchardus (ebd.); Monticelli, desgh (ebd.). Bewegung. Charbonnel, Steigen u. Sinken nur durch Flossen, nicht durch Schwimmbl. (s. S. 294). — Wanderung: Ewart: Wand, viell. durch Bacterien veranlasst (s. S. 291); Pavesi, Orc. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 31 j thynnus wandert nicht weit (s. System., Scombr.); Weber, W. von Engraulis (s. Syst.); Pölsam, W. der Heringe des Kaspi-See (ebd.); Rice, Stizostediiim wandert in fremdes Gebiet (?) (ebd., Percidae)- Bund (bei Wärme S. 311). Stimme. Schlaf. Ueber Leuchten vergl. bei Haut (S. 274). Töne. W. R. Hamilton, ,,Croaking of the perch", ahmt am todten Fisch („perch" ist der Haploidonotus grunniens, ein Süss- wasser-Sciaenicle) durch Bewegungen der Schlundzähne das Knurren so gut nach, dass die Fischer den Ton sofort erkennen. Bull. ü. S. Fish. Comm. VH 63. Mimicry. J. Seh edel, Schutzfärbung der Tiere (Ostsee) Pleuro- nectes platessa u. flesus, Raja, Syngnathus typhle, Nerophis oph., Gobius ruth. erwähnt. Zool. Gart. Jg. 28, S. 141. Vergleiche: Dünn, Farbenwechsel v. Gadus poll. (bei Syste- matik); Günther, dass der Brustflossenstrahl v. Bathypterois e. Mim. nach Umbellularia darstelle, ist unwahrsch. (s. Syst., Scopel.). Zusammenleben. Vergl. Fewkes, ein Hydroidpolyp auf Seriola (bei System., Carang.). Salzgehalt. Kerbert, „zalmeieren in zeewater," Versuche Eier V. Salmo salar in Salzw. od. Brackw. zu entwickeln misslangen; Tijdschr. nederl. dierk. vereen., (2) I Afl. 3, 4, Versl., S. röm. 217. Druck. Licht. Trockenheit (siehe Anguilla bei System.). Wärme. W. A. Carter, Temperature in relation of fish. Vf. notirt die höchsten u. tiefsten Temp., bei denen Süss- u. Salzwasserf. im Aquarium abstarben. Nature, Vol. 36 p. 213. J. W. Bund, Influence of weather on the migration of fish. Journ. nation. fish-cult. assoc. I, p. 26 — 34. Vergleiche: Hoffmann, Wärme vermehrt die Fruchtbarkeit, (s. Syst., Engraulis); Ryder beob., dass Kälte Verzerrungen der Embryonen von Clupea hervorbringt (s. Entwickl.). Sexualdimorphismus und Bastarde s. S. 299 bez. 310. Laichen. J. H. List, ,, Variation der Laichzeit bei Labriden." Schwankt nach der Temperatur der Jahre um 7 Wochen. Biol. Centrbl. VH 64 (23 Zeilen). Brutpflege. Stuhl mann, Zoarces (s. Generationsorg. S. 296); Ryder, Ictalurus u. Gastrosteus (bei Entw., S. 307, 306); Vaillant, Nest von Antennarius (s. Syst., Pediculati); Smith, Lepadogaster (Syst. Gobiesoc); Lockwood, Hippocampus (Syst.); vergl. auch Cunningham S. 297. Gefangenleben. Zwitter (s. Generationsorgane). Feinde. G. Dimmock, Belostomidae etc. (s. Ber. 86, 285), Ausz. in: Zoologist XI 101 — 5. R. R. Wright, ,,Argulus and mortality of fishes." Washburn's Crustaceum (Ber. 86, S. 287) ist Arg. spec."— Amer. Nat. XXI 188. 312 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Krankheiten. S. Watase, Schwanz- u. Analflosse der Gold- fische, untersucht die Monstrositäten dieser Flossen, deren Verdopplung mit der Thacher'schen Theorie in Verbindung gebracht wird; auch die präanale Fl. der Embryonen kann doppelt werden, sie erstreckt sich nur bis zur Vertikalen der Bauchfl. [geht bei Verdoppl. aber nicht zur V. hinauf], am Anus wird sie einfach. Abb. des Endes der Wirbelsäule, der sog. japanischen u. koreanischen Rasse, etc. Journ. Coli, of Sc. Univ. Japan (Tokyo) I, 247-267, Tf. 18—20 u.Xyl. PlötzHches massenhaftes Absterben der Fische in den öffentl. Wasserläufen Berlins. Nach heftigen Gewitterregen, wahrsch. ver- ursacht durch Oeifnen der Nothausläufe der Canalisation, schwerlich durch Blitzwirkungen. Als Gegenmittel schnelle Erneuerung des Spreewassers durch Aufziehen der Schleusen. Circ. Deutsch. Fisch. Ver. 1887, S. 16— Giglioli berichtet, dass einige Tage nach einem Erdbeben (23. Feb. 87) Tiefseefische in grosser Zahl bei Nizza halbtodt oder todt auf- getrieben, Alepoceph., Tetragonurus, Dentex macrophth., Scopelus elong., Spinax. Nature, Vol. 36 p. 4 (referirt im Zool. Garten Jg. 28, S. 322). Smiley. Grosse Massen todter Fische (meist Clupea manhaden) Ende Dec. 86 in Süd-Carolina an den Strand getrieben. Bull. Fish Comm. VI 413. Vergleiche üb. Krankh.: Günther, Albino von Macrurus u. Synaphobranchus (Muraenidae) Macrurus serr. u. crassic. erzeugen nach Verstümmelung der Schwanzfl. lange Strahlen, After abnorm (?) weit vorgerückt bei Trachichthys trailli (Berycidae) siehe bei Systematik; Stuhlmann, unsichere Wirkung der Curare auf Fische (s. S. 296); Mott, Seuche bei Leuciscus (s. Syst); Monticelli, Parasiten v. Clupea (Syst.); Moseley, Psorospermien bei Ipnops (s. Haut, S. 276); Ewart, Bacterien in der Bauchöhle etc. (s. S. 291). Monstra, hierüber Notizen bei: Browne, Perca (s. System.); Dünn, Gadus poll. (desgl.); Ryder, bei Clupea durch Kälte erzeugt (s. S. 307); Day, von Salmo (bei Geogr. Verbr., England). Riesen u. Zwerge. Nutzen und Schaden. Smiley, grossartig, fabrikmässige Ausnutzung des Fischmaterials in England nach allen Richtungen (auch Leder [von Seesäugethieren?] gewonnen); Bull. Fish. Comm. VI 414. A. Carruccio, „üb. Vergiftung durch Fischgenuss". In Cagliari erkrankten 3 Personen nach Genuss einer Gobius-Species ; als Ursache wird Vergiftung dieser Fische (durch „lua", eine Euphorbiacee) behufs des Fanges angenommen. Fälle der Vergiftung durch Barbus barbus citirt. Boll. R. Accad. Medica di Roma, Anno 13 (86/87), fasc. 6. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 313 Alex Layet, Hygiene experimentale. Note sur le rouge de la Morue. Nach Brieger (1884/5) enthält das roth gewordene Fleisch des gesalzenen Kabeljaus ein Ptomain; den betreffenden Organismus hält Vf. für eine Alge (Beggiatoa?). Revue sanitaire de Bordeaux April 86. Uebers: Bull. Fish Comm. VII 90—95. Vergleiche auch: Wilcox, Unfall durch Xiphias (bei System.) Fischzucht. A. Metzger, Fischerei u. Fischzucht in den Binnengewässern. (Abdruck aus Lorey's Handbuch der Forstwirthschaft, Bd. 1, Abth. 2.) Tübingen 8<^. 94 S. Giebt zu Anfang eine System. Uebersicht der mitteleurop. Süsswasserfische und danach einen Abschnitt über bio- logisches Verhalten und wirthschaftl. Bedeutung. Kurz, aber fleissig gearbeitet (S. 1—46). Circulare des Deutschen Fischerei -Vereins i. J. 1887, (Nr. 1 — 5.) Die einheimische u. internationale Vertheilung von Laich u. Brut wird wie alljährHch durch v. d. Borne in ausführl. Listen publicirt. Alle wichtigeren Verhältnisse werden fortlaufend besprochen. Einzelnes 8. auch bei Systematik. 0. Hermann, A Magyar Holäszat Könyoe, Budapest 1887, 2 Theile, Betrifft die ungarische volksthümliche Fischerei; Notiz (von E. Friedel) darüber in Zeitschr. f. EthnoL, Berlin 1887 S. (814). 5. Annual Report of the Fishery Board for Scotland (for 86) enthält: Ewart, Artificial hatching and rearing of sea fish. Duncan, Clupea, Bau, schottische Varietäten; Nahrung des Whiting (Gadus merl); Eier, Brut u. Nest des Ballan Wrasse (Labrus mac.) R. D. Clarkson, Nährwerth der Weissfische. Brook, Futter der jungen Gadiden, Laichen des Hechtes. Ertrag der norwegischen Seefischerei 1881 — 5: G. morrhua jährl. 33—59 Million Stück, Scomber 5—6 Million, S. salar 3 bis 600 000 kg, Gl. harengus 503 000 bis 1131000 hl. Zool. Garten Jg. 28, S. 222. Bull. soc. d'acclimatat. France. (4) IV (Jahrg. 87). Enthält: Raveret-Wattel: Ber. üb. d. internat. Fischerei - Ausstellungen zu Edinburg u. London p. 9 (betrifft Lachs u. Forelle). Berthoule, migrations sous- marines. (Betrifft Clupea pilchardus) p. 97. J. de Guerne, Ber. üb. die Ministerial Comm. für Unters, d. deutschen Meere in Kiel, p. 210 — 224. Ferner verschiedene kürzere Bemerk, über Fischzucht, Einbürgerung fremder Arten etc. (Auch die früheren Jahrgänge enthalten mehrfach hierher gehöriges.) Seefischerei Frankreichs u. Algeriens: ,,Statistique des peches maritimes et de l'ostreiculture pour 1885, Paris 1887", im Bericht des Minist, der Marine u. Colonien , Abdr. : Bull. U. S. Fish. Comm. Vn 51—55. 314 Dr. F. Hilgendoif: Bericht über die Leistungen Journal National Fish Cultiuists Assoc, London, Vol. I. J. R. G. Maitland. The history of Howietoim. Part. I. (Vergl. Referat in: Nature, London, Vol. 35.) Arbeiten der ichthyol. Section d. k. russ. Akkhmationsges., herausg. von Zograff n. Zolonitzky. (In : Mitth. der Ges. von Freunden der Natw., Anthrop. u. Ethnogr.) Moskau 1887, 4 Taf., 3 Karten, Xyl. Die Notizen beziehen sich auf Vorträge von Oct. 82 bis März 87. Auszug in: Bull. sog. d'accl. France (4) V 1086 (1888). C. Rogenern d, Künstliche Zucht des Kabliau in Norwegen. Bericht der Kabliau-Brutanstalt bei Flodevig für 1886. Die kältere Temperatur verlängerte die Brutzeit auf 42 Tage u. damit die Ge- fahren, sodass ein geringerer Procentsatz ausschlüpfte. Andererseits war beobachtet worden, dass Fische des tieferen, salzigeren Wassers (dunklere) in dem nur 1,024 wiegenden W. der Anstalt unbrauch- baren Rogen gaben, u. erst nach Akklimatisation sich dies änderte, so dass weniger Stammfische nöthig wurden. In einem grossen Bassin, in das Wasser aus der See gepumpt wurde, wurde die Brut versuchsweise bis zu 115 (selbst 157) mm Länge aufgezogen, 1884, 85 u. 86 wurden bez. 5, 29 u. 32 MilHonen Junge in die See ge- setzt. (Uebers. in: Bull. U. S. Fish C. VII 113—119. B. S. Thorarinsson, Nachrichten üb. die Brutanstalten und Süsswfischerei Islands. Im Winter 84/85 wurden zuerst 3400 ge- züchtete S. salar u. 7000 S. alpinus in den grössten See Islands gesetzt (worin auch S. trutta lebt). Züchtung u. sonstige Verhältnisse aber noch sehr unvollkommen. Ausgeführt wird der Lachs meist gesalzen. Bull. U. S. Fish Comm. VII 120—6. U. S. Commission of fish and fisheries, Report for 1885. (Part. XIII), Wash. 87, 8». CXII u. 1099 S., zahlr. Taf. u. Xyl. — In der 1. Abth. werden die officiellen Angelegenheiten erörtert und über die Arbeiten der 4 Schiffe (Albatross, Fish Hawk, Lookout u. Grampus) der Comm. berichtet; die künstl. Zucht erstreckt sich auf 22 Sp., wobei 7 nichtamerikanische. Die 25 Abhandl. der 2. Abth. betreffen meist Fischerei; ichthyol. Interesse haben: Ryder, Ent- wickl, von Knochenfischen (s. oben S. 305); Jordan, Cat. Fish. N. Am. (Separatausg. s. Ber. für 85, S. 379), S. 791—973. Dieselbe, BuUetin. Im J. 1887 erschien Vol. VI (for 86) Nr. 26-30, VII (87) S. 1—128. Sav. Kent, Bericht über die Fischerei Tasmaniens für 1885. Auszug in: Nature, Vol. 35 p. 233. Von einheim. essb. Fischen wurden künsthch gezüchtet: Arripis salar, Chilodactylus allporti, macropt. u. gibbosus, Latris hekateia u. forsten, Sebastes percoides, Platycephalus bassensis, Sillago ciliata, Neptonemus brama, Agon- stoma forsten, Pseudophycis barb. , Genypterus blacodes, Rhom- bosolex monopus. P. Ascher so n üb. ägyptischen Caviar (Butargh), Fischart noch unbestimmt. Zeitschr. f. Ethnol., Berlin 1887, S. (315). [Ist Mugil cephalus u. Labrax lupus nach Bestimmung des Ref.] in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 315 Die Conservirung der Fische durch Borsäure ermöglicht es den norwegischen Fischern, den brittischen in London Concurrenz zu machen; aber, wenn auch ungefährUch, sind diese Fische doch un- schmackhaft. Journ. Nat. Fish Cult. Ass. Engl. I, Jan. u. Apr. 87. (Abdr.: BuU. F. C. VII 41, 44). Ein Aquarium wurde in Rom erbaut. Bull, del Natur. Siena, Juli 87, ref. im Zool. Gart., Jg. 28. S. 322. D. Vinciguerra. Per la solenne inaugurazione dello Acquario Romano, 29. Maggio 87. Roma 1887, 8». 13 S. J. König, Die Verunreinigung der Gewässer, Berlin 1887. (Preisgekrönt.) — Notitz darüber, Circ. Deutsch. Fisch.- Ver., S. 121. M. V. d. Borne, Das Wasser für Fischerei u. Fischzucht, Neu- damm 1887, 57 S., 4 Xyl. Smiley berichtet (nach Norsk Fiskeritidende Oct.86), dass Salicyl- säure in Vs procentiger Lösung, wovon 4 Tropfen auf 100 Gr. Wasser, Aquarien -Wasser monatelang frisch erhält. Bull. U. S. Fish Comm. VI 401. Th. J. Moore sandte in hängenden kugelf. Glasaquarien („Mor- timer"-Aquar.) im J. 1886 61 junge Solea glücklich nach Nord- amerika. Je 4 Stück wurden mit Sand in 1 Aq. gethan. Proc. Liter. Philos. Soc. Liverpool Nr. 40, p. 185., Abdr. in: Bull. U. S. Fish C. VII S. 1—7. Vergleiche ferner über Fischerei: Grimm, Fischerei Russlands (s. Faunen); Jordan u. Ev., Speisefische von Indiana (ebd., Nordam.); Day, Salmoniden (ebd., Brit. Inseln); Chambers, Salmoniden (s. System.); Hoffmann u. andere, Engraulis (ebd.); van Bemmelen, Belone u. Raja (ebd.); Glupea har. nach Neuseeland (ebd.); Ryder, Brutapparat von Chester beschr. u. über künstl. Züchtungen (s. S. 305). Faunen. Allgemeines. W. Marshall, Atlas der Thierverbreitung (= Berghaus, phys. Atl. VI), Gotha 1887. Auf Karte 6 wird durch 6 Kärtchen Verbr. d. Süss- u. Salzwasserf. gleichzeitig wiedergegeben. Eine Uebersicht der Meeresregionen fehlt übrigens im Atlas (ebenso wie in Wallace Werk), die Grundlage d. Darstellung sind die Familien ; die des Süssw. sind durch Umrisslinien dargestellt, öfters zu eng begrenzt, weil die neuere Specialliteratur nicht verwerthet wurde. Die Verbr. der Fam. im Salzw. ist nach der gewählten Methode nicht leicht erkennbar; der Zwang, auf kleinem Raum viel zu geben, hat offenbar der Deutlichkeit Abbruch gethan. Als erster Versuch einer graphischen Zoogeogr. der Fische anerkennenswerth und nützlich. A. Günther, Report on the deep-sea fi[shes coli, by H. M. S. Challenger 1873 — 1876. — Als obere Grenze des Vorkommens der Tiefseef. wird jetzt 100 Fd. angenommen (früher 300), p. II. Ausser den 610 Expl. des Chall. wurde noch Material vom „Knight Errant", 316 Dl'- J". Hilgendorf: Bericht über die Leistungen „Triton" u. a. m. im ganzen 794 Ex. , welclie 266 Species repräsen- tiren, untersucht; der Ch. lieferte dabei 144 sp. n. — Kurze Ge- scliichte der Forsch, üb. Tiefseefische (Risso, Lowe, Johnson, Günther, Collett, Goode u. Bean, „Knight Errant" u. „Triton", „Travailleur" u. „Talisman", italienische Exp. „Washington"). — Charakteristik d. Tiefseef. (S. XXIV): Die Schwimmblase der Tiefseef. ist nicht wesenthch modificirt, jedoch communicirt sie nie, selbst bei Phy- sostomen nicht, mit dem Darm. Das Vorkommen von stark er- weiterten Schleimkanälen u. von s. g. Leuchtorganen schliessen sich aus, nur die Halosauri vereinigen beides; die starke Ausbildung des Schleimkanalsystems bei vielen Tiefseef. macht eine besondere Funktion oder Nebenfunktion wahrscheinhch , Verf. denkt an die Produktion von Leuchtschleim. Die s. g. p o sph o res cir enden Organe oder Leucht- körper sind nur zwei mal wirklich (bei Scopelus) in der Lichter- zeugung beobachtet worden. Sie kommen an Tiefseefischen bei folgenden Farn, vor: Bei Beryc, Gadidae, Carang. und Alepoceph. selten, bei Pediculati, Sternopt., Scopel. u. Stomiat. häufig. Dagegen scheinen sie bei den Macrur. , Ophidiidae u. einigen Muraen. durch das Schleimsystem ersetzt zu werden. Nach der Vertheilung am Körper u. der Ausbildung unterscheidet Vf. 9 Haupttypen: 1. Ueber den ganzen Leib in metamerischen Gruppen zusammengehäufte winzige Höcker (Echiostoma, Opostomias, Pachystomias, Photonectes, Malacosteus u. V Ceratias). 2. Grösser u. stark vorspringend u. am Kopf den Schleimkanälen folgend (Xenodermichthys). 3. Augen- ähnliche weisse Org. in regelm. Längsreihen am Bauche (Gonostoma, Chauliodus, Astronesthes, Stomias, Echiost., Opost. , Pachyst. und Idiacanthus). 4. Aehnlich, aber mit Silberglanz, nur bei den 2 Farn. Sternopt. und Scopel. (Gonost., Argyopel., Sternoptyx, PoHpnus, Photichthys, Scopelus, Nannobrachium). 5. Ausgedehntere weisse Flecken von drüsiger Masse, a) an der Seite des Leibes (Astron.), b) am Schwanzstiel (Gonost., Nannobr.), c) an der Kiemenspalte (Sternoptyx, Opost., Halosaurus), d) infraorbital (Photichthys), e) auf der Schnauze (Melamphaes, Melanonus, Scopelus), f) an Barteln (Linophryne, Stomias, Opost., Idia.), g) an Flossenstacheln (Melanoc, Chaunax, Himontolophus). 6. In einer infraorbitalen Höhlung, drüsige Massen (Anomalops, Echiost., Opost., Pachyst,, Photon., Malacosteus, Idia., Astron.). 7. Leuchtapparat an der Pinna dors., eine Höhlung, aus der ein Tentakel hervortreten kann, nur bei Pediculaten (Himant., Aegaeon., Ceratias, Oneir., Linophr.). 8. Leuchtorgane in einfacher Reihe auf der Lin. lat. (Halosaurus). 9. Das Stirnorgan von Ipnops. Der Zweck der Leuchtorg. ist die Beleuchtung der LTmgebung oder die Anlockung von Beutethieren, nicht aber das Abschrecken der Feinde durch Lichtblitze. Verf. glaubt, dass die vollendeteren Org. nach dem Willen der Thiere leuchten. Tastorgane sind bei Tiefseef. nur selten besonders entwickelt (fadenförm. Ventralen der Ophidiidae, Pectoralstrahlen bei Pteroidonus, Microlene, Mixonus und besonders bei Bathypterois), was beweist, dass die Augen viel zu leisten haben. in der Ichthyologie wälirend des Jahres 1887. 317 Die Kiemenblättchen sind häufig an Zahl und Grösse reducirt. Bei einigen Tiefseef. entwickelt sich der Laich an der Oberfläche des Meeres, vielleicht grade bei den Formen, die noch den hochlebenden Fischen ähnlich geblieben sind. Die Farbe der Tiefseef. ist meist schwarz (frisch oft nur blau), fleischfarben oder silbrig, dunkle Punkte der Flossen od. Querbinden des Körpers sind selten, ebenso Scharlach- roth (an Filamenten od. Flossenstrahlen). Albinismus bei schwarzen Tiefseef. öfter beobachtet. — Vertikale u. horiz. Verbreit. d. Tiefseef. S. XXXIII. Fische, die unter 100 Fd. hinabgehen, sind jetzt ca. 370 bekannt. Verf. fügt zu den bisherigen Kategorien (Uferf., pelag. F., Tiefseef.) noch eine neue: F. des Mittelwassers, ,,mid-water fishes", die für das Süssw. in der Schwebforelle (Salmo lac.) ein Analogon haben. Die Abgrenzung nach Tiefenzonen ist schwer, weil viele F. in sehr verschiedenen Tiefen leben können, Uferfische gehen bis 700 Fd., einige Tiefsf. von 300-2000 Fd.; die F., welche in 2900 Fd. (der grössten für F. constatirten Tiefe) leben, können es sicher auch in jeder noch grösseren Tiefe. Von Familien gehen abwärts bis nur 400 Fd.: Gobiidae, Trachin. (Ausn. Bathydraco), Blenn., Perc., Scorp., Trieb., Cyttidae, Cataphr., Bathythriss. ; bis 500: Haie, Rochen und (mit 1 Ausn.) Pleuron.; bis 700: Gott., Discob., Lycod. (1 Ausn.), Trachypt., Myxine; 1200: Holoceph, ; 2000: Gadidae, Salm., Notac. ; am tiefsten kommen: Beryc. , Pedic, Ophid., Macrur., Sternopt., Scop., Stom., Muraen. ; auch Alepoceph. u. Ilalosaur., die nie über 100 Fd. hinaufgehen. Die Specieszahl mindert sich in den tieferen Zonen (auch abgesehen von dem schwierigen Fang) offenbar erheblich; die Zone zw. 100 300 Fd. zählt 232 Sp. , 3—500: 142, 5—700: 76, 7—1500: 56, 15—2000: 24, 20-2900: 23; von den 232 Sp. der 1. Z. erheben sich 108 noch in die Z. zw. — 100 Fd. Sicher sind unsere bisherigen Daten, aber noch sehr unvollständig. — Die Zusammensetzung der Fischfauna der Tiefsee unterhalb 300 Fd. (S. XXXVII). Es liefern dazu: Chondropterygii 8 Sp. (= 3V2 7o); Holoceph. 2 (17o); Acanthopt. 64 (;2i)^/o), nämhch Beryc. 24 Sp., Pedic. 7, Trachypt. 7, Scorp. 5, Disc. 5, Perc. 4, Tricbiur. 4, Gott. 3, Cataphr. 2, Cytt. 1, Trachin. 1, Lophot. 1; Anacanth. 91 (40%), näml. Lyc. 13, Gad. 19, Ophid. 20, Macr. 37, Pleur. 4; Physostomi 63 (26 7o), näml. Scop. 17, Muraen. 13, Stom. 10, Alepoc. 9, Halos. 3, Sternopt. 4, Salm. 2, Notac. 2, Bathythr. 1; Cyclost. 2 (1 7o). An Individuenzahl stehen obenan die Macrur., dann folgen Ophid. und Gadidae, weiter Scop. u. Stom., Beryc. Eine tabellarische Uebersicht der Verbreit, der Tiefsf. nach 8 Tiefenzonen schliesst die Einleitung, einige Sp. scheinen ausgelassen zu sein wegen unsicherer Tiefe- angaben (z. B. Chlamydoselache). Den Haupttheil des Werks (p. 1 bis 268, Tf. 1—66) füllt die Aufzählung aller bekannten Tiefsee- Arten (unter 100 Fd.) nebst Syn. u. Fundortsangaben, meisst auch Noten u. Beschreibungen (auch Splanchnologie u. Osteologie). Die Mehrzahl der gen. et spec. nn. wurden schon 1877 u. 78 vorläufig in Ann. Mg. N. H., andere 1880 in Ghali. Zool. Vol. I (Küstenfische) publicirt, jetzt werden weiter als neu beschrieben 13 Gen., ferner 318 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen 2 Gen. neu benannt, 8 neue Subg. ; die Zahl der neuen Sp. beträgt 43, als neue Farn, werden die Lyconidae betrachtet. Die neuen Gen. u. Subg. vertheilen sich nach Fam. auf die Percidae: 1, Beryc: 1, Pedic: 2, Gadidae: 1, Ophid.: 5, Macrur. : 6, Lycon.: 1, Sternopt.: 1, Scopel: 2', Stomiat.: 3. Eine sehr reiche Nachlese! Die nach G. als Tiefsf. zu betrachtenden Spec. sind sämmtHch (unter Systematik) vom Ref. berücksichtigt worden. Berichtigt mag werden, dass der Name V. Storm's durchgehends versehentlich vom Verf. als „Strom" citirt wird. — Rep. of scient. results Ghali., Zool., Vol. XXII (= ChaU. Zool. Report Nr. 57). L. Vaillant, „consider. sur les poiss. des grandes profondeurs," 2. Note. Vf. betont das Vorherrschen der Anacanthini (Pleuronectidae indess höchstens 560m tief); grösste nachgewiesene Tiefe von Fischen 4255 m (Coryphaenoides gigas) u. 5005 m (Alexeterion parfaiti). Am häufigsten wurde Macrurus sclerorh. gefangen (640—3655 m). Die Tiefseef der trop. u. gemäss. Zone gleichen australen u. noch mehr borealen Typen; ihre Verbreitung ist ausgedehnter als die der Küstenf. und die ganze Fauna daher überall ziemlich gleichartig. C. r. acad. Paris, Tome 104, p. 123—6. Vergleiche über Tiefseefische Palacky bei Mittelmeer, über Verpflanzungen von Nutzfischen bei Fischzucht u. im System. Theil. Nordeuropa. Vergleiche: Günther, die Tiefseef. des Gebiets, Ghali. Rep. Zool. XXII (s. oben); Collett, Aphanopus (s. System., Trichiur.); Lütken, Himantol. (ebd., Pediculati); Grieg, Regalecus (ebd., Trachypt.); McDonald, Salvelinus fönt, in Norwegen (ebd., Salmon.). Mitteleuropa. B. Benecke, Die Westpreussischen Fische- 5 Tafeln. Im Auftr. des Westpr. Fisch. -Ver. zusammengestellt. Danzig, gross FoHo 1887. Profilfigur für jede Art nebst kurzen Be- merkungen. (Sehr wohlfeil.) E. de Selys Longchamps, Revision des poissons d'eau douce de la faune beige. Verbreitung, wallonische u. flämische Namen; durch Erkennung mehrerer Arten als Varietäten oder Bastarde sinkt die Zahl gegenüber der früheren Liste des Vf. (1842) von 53 auf 41. Sabno trutta ist als nicht sicher constatirt gestrichen worden, Leu- caspius delin. hinzugekommen; 14 versch. Bastarde von Cypriniden behandelt, von denen 11 in B. nachgewiesen, 3 möghcherw. vorkommen. Uebers. ü. d. einschlägige neuere Literatur. — Bulletins de l'Ac. r. sc. de Belgique (16. Dec. 87) S. 1021-98, 57. Jg. K. Möbius, Thiere des Plankton, westl. Ostsee u. atl. Oc. bis jenseit d. Hebriden. — Nur 3 sp.: 1 Cyclopt., (24 mm) Mot. cimbria (28 — 36 mm), Scop. glac. (am Grunde) gefunden; [keine Eier]. — V. Bericht Comm. Z. wiss. Unts. deutsch. Meere, Kiel 2°, S. 113. A. E. Jurinac, Liste der Fische Kroatiens; Rad jugoslavenske akad. znanosti i umjetnosti (Zagreb), Bd. 83, S. 114 — 121. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 319 Vergleiche auch: Novicki, Weichselfische (bei Osteuropa); über eingebürgerte Fische in der System, bei Stizostedium (Percidae), Grystes, Salmo, Amiurus, Anguilla, Acipenser. Für die Niederlande vergl. : Bamps, Leucaspius (Syst., Cyprin.); Hoffmann, van Bemmelen u. a., Engraulis, Belone u. Raja (bei System.). Britische Inseln. J. C. Howden, Report on the fishes of the north-east of Scotland. Unter Zugrundelegung von Day's Werk werden 187 Sp. u. Var. aufgezählt. Auch die Expl. der Localmuseen u. die Localnamen verzeichnet. Es fehlen an der Ostküste von Day's Sp. bez. Gatt.: Acerina, Serranus, Polyprion, Box, Pagi'us, Pag. bogar., Cottus gobio, Orcynus germo, Echeneis, Centrol. brit., Sched., Luv., Pamm., Lichia, Trieb, u. Lepid., Gobius minutus, pictus u. quadrim., Aphya, Call, mac, Lepad. decand., Ath. boy., Gastr. acul. var. semil. u. traehyc, Centriscus, Crenil. mel. var. rone, couchi u. penn., Acanthol., Ammod. cic, Arnogl. lat., Sol. varieg., Argyrop.; Salmo trutta var. cambr., Var. a — h von S. fario, S. alp., fontin., alle Coreg , Argent., Exoc, Cyprinidae sämmtl. ausgen. L. phoxinus u. Nem. barbat., Balistes, Centrina, Torp. marm., Cephaloptera. Angehängt sind: Bibliographie der Ichth. Ostschottlands u. eine Beschr. des von Day benutzten Ex. von Trachypterus arct. — The Scottish NaturaHst (n. ser.) Nr. 14. M' Intosh, Notes from the St. Andrews Mar. Lab. VlIL 1. Ein postlarvaler Labrus nebst Bem. üb. Farbe derlarvalen Bauch- flosse. (Motella, Gadus, Lophius; Pleuronectiden, Calhonymus, Cottus wegen Färb, des Körpers erwähnt; s. bei Labrus) 2. Postlarv. Ver- halten von Liparis mont. (10 mm 1. hat L. eine vorn erhöhte D., die P. hat dagegen keine verläng. Str.) 3. Eigenthüml. Dottersack eines Knochenf. (Bei ?Centronotus geht die Leber in den Ds. hinab). 4. AUg. Bem. über postlarvale Nutzfische. (Gadus morrhua, merl. u. aegl. gleichen sich in der Lebensweise, grade wie bez. ihrer Eier u. (bis 15 mm) ihrer Gestalt; die Jungen wandern nicht, sondern wohnen da, wo die flottirenden Eier hingelangen, meist in der Nähe der Alten; Wanderungen der J. in Sars' Sinne kommen nicht vor.) Ann, Mg. N. Hist. (2) XX 300-4. Mont. Browne, Vertebr. animals of Leicestershire, führt auf: Acip. sturio, Perca (stumpfschnauzige persistirende Monströs.), Cottus gobio, Gastr. acul. u. pung., Lota, Cypr. carpio, Barbus, Gobio, Leuc. rut., ceph., vulg., erythr., phox., Tinea, Abr. brama, blicca, Alb. lue, N. barb., Cob. taenia, Esox, S. salar. u. fario, Thymallus, Ang. latir. u. vulg., Petrom. fl. u. plan. — Zoologist (3) XI 57 — 61. W. And. Smith, notes ou the sucker fishes, Liparis and Lepado- gaster." Biologische Notizen, Eiablage von Lep. Proc. roy. physic. soc. Edinburgh, Sess. 85/6, p. 143—151, Tf. 7. W. H. Bath, Thresher Shark [Alopecias] at Cornwall, 10 F. 1; Zoologist XI 393. 320 I^i'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Th. Cornish, Ray's Bream at Scilly [ßrama], ebd. 393. — F. Day. British and Irish Salmonidae. London 1887, 8''. 298 S., 12 meist col. Taf., Xyl. Enthält Salmo u. ThymaUus, be- rücksichtigt die praktische Seite. Bastarde, p.254 — 270, Monstrositäten (p. 271-7). H. J. Charbonnier, Notes on the reptiles, amph. and fish of the Bristol district; Proc. Bristol naturahsts soc. (2) V 133 — 142. Vergleiche über England ferner: M' Intosh (bei Biologie, S. 310); Cunningham (bei Gener.-Org.), S. 297); Cornish, Creni- labrus, Lepidopus, Cyclopt., Orcynus, Pagrus (bei System.) ; Elliott, Mullus (ebd.); Matthews, Sebastes (ebd.); Day, Scorpaena (ebd.) ; Haigh, Cyclopt. (ebd.); Dünn, Gadus poll. (ebd.); Brook, Zeugopt. (ebd., Pleuronect.) ; Day, Salmo purp, (ebd.); Chambers, Salmo u. Coreg. von Amerika (ebd.); Day, Clupea pilch. (ebd.). Frankreich. Vergleiche bei System. (Salmo irideus) u. bei Mittelmeer. Südeuropa. G. B. Torossi, i pesci e i molluschi fluviatili della prov. diVicenza. Vicenca 1887 8», 32 S. 4 Taf. Mittelmeer. J. Palacky, „üb. d. Tiefseefische des westl. Mittel- meeres," zählt 69 Sp. auf u. bespricht ihre Verbreitimg ausserhalb dieses Meeres u. die paläontol. Verhältnisse. Sitzb. k. böhm. Ges. d. Wiss. 1887, (25. Febr.) S. 329—33. A. F. Marion, les Faunes des etangs saumätres des Bouches du Rhone. Das nach Salzgehalt u. Temperatur sehr schwankende "Wasser des Etang de Berre enthält ausser Fischen des Mittelmeers (Trabacos, Tons, Bordigues, Muges, Loups, Daurades, Anguilles, Atherines) auch solche aus d. Schwarzen Meer, Syngnathus bucculentus u. Siphonostoma argentatum S. 13, was durch den ehemaligen Zu- sammenhang der Ostsee mit dem Rhone-Thal einer u. dem Schw. M. andrerseits erklärt wird (S. 16). — Discours (Ac. sc. Marseille), MarseiUe 1886, 8o. (Vergl. Ber. 86 S. 338.) L. Facciolä, üb. 2 Lepadogastrini und 1 n. Nettastoma von Sicilien. Naturalista siciliano VI 163 — 7, Tf. 3. — 2 versch. Formen V. Microstoma bei Messina; ebd. 193—7. Vergleiche über Mittelmeer: Günther, sämmt. Tiefseef. auf- geführt, Chall. Rep., Zool. XXII (s. oben); Facciolä, Rhomboi- dichthys, Arnoglossus (s. Syst., Pleuren., auch in Ber. f. 1886); Trois, Dentex u. Trygon (ebd.); Raffaele, Eier u. Larve von Clupea u. Engraulis (s. Entw., S. 298); Monticelli, Nähr. u. Hel- minthen V Clupea pilch. (s. Syst.) Osteuropa. Nowicki, M. Die Fische des Weichsel-, Styr- Dniester- und Pruthgebietes in Galizien. Krakau 1887. Quer 2^. 4 chromolith. Taf. ohne Text. — Perca fl., Luc. s., Aspro z. u. str., Ac. cern. u. tanaicensis Güld., Gott. gob. u. poecilopus H., Gaster. acul., Gobius kessleri Gth. , fluv., gymnotrachelus Kss., trautv. Kss., Lota V., Sil. gl., Cypr. carpio, Carass. v., Tinea v., Gobio fluv. und in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 321 uranosc, Barbus petenyi u. fluv., Rliod. am., Leiic. wyrozub Güld. u. rut., Scard. erythr., Squal. leuc. u. ceph., Idus mel., Phox. laev., Pelecus cultr., Alb. bipunct., lue. u. delin., Asp. rap., Blicca bj., Abr. brama, sapa P. u. vimba, Chondr. nas., Thym. v., Salmo liucho, Tr. fario, u. salar, Es. lue, Cob. foss., barb. u. taen., Ang. vulg., Acip. schypa, ruth., stell, u. sturio, Petr. plan. Zus. 54 Sp., Maximal- grösse, einheim. Namen. (Eine Verbreitungskarte der galiz. F. von demselben Vf. erschien 1883). 0. Grimm, „Fishing and bunting on Russian waters", Peters- burg 1883 8^, 55 S. — Erschien (englisch) gelegentlich die intern. Fisch.-Ausst. zu London im Auftrag d. russ. Minist, d. Domänen. Enthält: I Uebers. u. Charakter der Wasserbecken des eur. Russl. II Liste der Fische (auch Seef.) des eur. R. mit ihrer geogr. Verbr. (286 Sp.). III Ueberblick üb. d. wichtigeren Arten. IV— IX Statistik u. Praktisches. X u. XI betrifft, Säugethiere, Krebse etc. M. Ruzsky, Fische des Flusses Swijaga; Trudui obsch. estestvoisp. imp. Kasansk. Univ., Bd. 17, 4. Theil, 67 S. (russ.). Vergleiche üb. Russland: Pölsam, Clupea des Kaspi-See (s. System.); Zograff, Acipenser ruth. (ebd.); Iwanzow, Acip. (ebd.). Africa. G. A. Boulenger, new fishes from the lower Congo. Neu für dies Gebiet: Chromis dumerili Std., Channallabes apus Gth. u, Polypterus palmas Ay. ; 3 sp. n.: Ctenopoma, Ciarias, Mormyrus. Ann. Mg. N. Eist., Febr. 87, S. 148—9. A. Günther, Descr. of 2 n. sp. of fishes from Mauritius, Pr. Zool. S. London, 87, 550—1, Taf. 48, 49. (Latilus u. Platycephalus.) Vergleiche ferner für Afrika: Günther, Tiefseef von Mauritius u. westl. V. Sierra Leone, Chall. Rep. Z. XXII; Steindachner, Hemichromis (Goldküste), Glyphidodon (Cap-Verd.-I.), Pseudoscarus (Madag.), s. System.; Vaillant, Neopercis atl. (ebd., Trachinidae) ; Schneider, Protopterus (ebd.); Fritsch, Malapterurus (ebd.). Asien. G. A. Boulenger, Fishes obt. by Surg.-M. Jayakar at Muscat, Arabia. 172 Arten (1 Gobius, 1 Scaphiodon, 1 Cyprinodon aus Süsswasser), 14 sp. n. ; Gatt. Trigla neu für östl. Ind. Ocean; nur 1 Selachier (Trygon). Das Wichtigere wird in d. Systematik referirt. Proc. Zool. Soc. London, 87, p. 653—667; Taf. 54. A. Haly (s. Ber. 86 S. 298), die von Ceylon erw. Sp. sind: Serranus sp., Pogonoperca ocell., Genyoroge macolor, Peristethus sp., Malacanthus latovitt., Tetradrachmum trimac, Cheilinus undul. [var.] (51/3 Fuss 1.), Xiphochilus rob., Platyglossus jav., Cossyphus bilun., Coris sp., Syngnathus conspic, BaHstes buuiva, Diodon mac, Orthagor. sp., Galeocerdo rayn., Zyg. mall., Lamna spalL, Alop. vulpes, Rhi- nodon typ. (23'), Stegost. tigr. (6'), Chilosc. ind. (9'), Pristis perr. u. cusp., Rhinob. ancyl., djedd. u. granul., Trygon uarnak (5'6" br.), Pteropl. micrura (6' br.), Aetob. nar., Dicerob. kuhli (18' br.), Amphioxus. Taprob. I 165. Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1889, Bd. H. H. 1. 21 322 ßr- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen A. A. W. Hub recht. Kruipende dieren enVisschen, systematische Lijst [des gesammelten Materials], in: Midden-Sumatra , von P. J. Veth, IV Natiiurlijke Historie 1. Fauna, 1. Hälfte, 2. Ab- theilung. Leyden 1887. — 32 bekannte Sp.: 1 Periophth., 1 Eleotris, 1 Pristolepis (Nandidae), 1 Osphrom., 2 Ophioceph., 2 Mastacemb., 5 Siluridae, 17 Cyprinidae, 1 Monopterus, 1 Tetrodom. — (S. 9 — 14, nur Fundort u. einheim. Namen; kurze Notiz von Snelleman über die Sammlung, S. 20.) Sclater erwähnt, dass nach Mitth. Strauch's Preczewalski von seiner 4. Expedition 643 Fische mitgebracht; ein (russ.) Katalog der Ausstellung in Petersb. giebt einige der Namen. Pr. Zool. Soc. London, 87 p. 362. E. Thurston, Prel. report on the marine fauna of Rameswaram and the neighb. isl. Government central museum, Madras; science series Nr. 1, Madras 1887. 8°, 41 S, 6 Taf.; Liste der Fische S. 22—27. S. Herzenstein u. Warpachowski, „Notizen üb. d. Fisch- fauna des Amur-Beckens u. der angrenz. Gebiete". Gepräge wesentlich das der mantschurischen Subregion mit geringen Beimischnngen von nördl. (Salmon.), ostsibir. (Phox. lagowski) u. eigenthüml. Formen (Pseudaspius) ; als noch südlichere kommen dazu: Eleotris u. Ophioceph. Bekannt 40 Sp.: Gastrosteus bussei (sp. n.) u. pung., Sinip. chu., Cottus szananga u. haitej, Eleotris pleskei (sp. n.), dyb. (sp. n.), giehni, Ophioc. pekin., Lota vulg., Silur, as., Macrones fulvi-dr. u. ussur., Cypr. carpio, Carass. vulg., Barbus labeo, Gobio fluv., Pseudogobio amur., Sarcochil. lac, Ladisl. tacz., Pseudorasb. parva, Xenoc. arg., Idus wal., Pseudasp. leptoc, Phox. lag., czekan. u. laevis, Ctenophar. idellus, Rhodeus amarus, Hypophthalmi. dybowski (sp. n.) ; Elopi. bamb., Chanodi. mong., Parabramis bramula u. pekin., Culter erythropt. , alburnus, mong., Hemic. lucidus u. schrencki (sp. n.), Cobitis taenia, Octonema pleskei (n. g., n. sp., Cobitide). Russ, mit deutschem Ausz., 1 Taf. Arbeiten der St. Petersb. natw.-Ges., Tom. 18, Zool. Abth., 58 p. H. H. Giglioli andTh. Salvadori, Brief notes Fauna of Corea; zählen auf 4 [japanische] Spec. von Gensan: Sebastes inermis, Clupea zunasi, Tetrodon porphyreus, Ostr. cubicus. Pr. Z. Soc. London 87, p. 595—6. Ersch. 1888. F. Steindachner u. L. Döderlein, Beitr. z. K. d. Fische Japan'sIV, (Vergl. Ber. 85 S. 377) umfasst die No. 166—234 u. die Farn. Cottidae (Schluss), Chiridae, Mugilidae, Atherinidae, Fistularidae, Centrisc., Cepol., Gobiesoc, Labridae, Gadidae, Ophidiidae (Myxoce- phalus g. n.), Macrur., Ateleop., Silur., Scopel., Stomiat., Scom- bresocidae. Im Nachtrag wird Pathysebastes Död. eingezogen, Abb. nachträglich zu Setarches, Sebastes, Scorpaena, Cottus, Centriderm. 16 Sp. n. Denkschr. Ak. W. Wien, m.-n. GL, Bd. 53, S. 257—96, Tf. 1—4. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 323 Edw. Nyström, Ber. ü. die japanische Fischsammlung im zool. Mus. der Universität Upsala. 177 Sp. [Meeresfische], welche von Petersen u. Smitt aus Nagasaki eingesandt wurden. Durchgehends werden Längenmaas, sehr häufig Abweich, von früheren Aut., meist die Flossenformel betreff"end, gegeben (oft ist diese dann niedriger als bei Steind., der nach nördl. Expl. arbeitete, klimat. Einfluss? oder Verschiedh. des Zählmodus?). 7 Sp. n. in den Gatt. Hapalogenys, Lepidotrigla, Dactylopt., Bembras, Ditrema, Raja, Urolophus. Bihang tiU svenska Vet.-Ak. Handlingar, Bd. 13, Afd. IV, Nr. 4, 54 S. 8». (Schwedisch.) Vergleiche für Asien: Günther, Tiefseef. des Ind. Archipels u. von Japan, Ghali. Rep. Z. XXII; Murray, Day, Indien (s. Sstem. bei Zygaena u. Lamna); Warpachowski, Hemiculturella, von China (System., Cyprinidae); Hilgendorf, Pterothrissus (System., Clupeidae); Murray, Pseudochromis, vSalarias (Syst.). Australien. E. P. Ramsay and J..Douglas-Ogilby, Notes on the genera of Australian Fishes, Part. L Es werden Diagnosen von 6 Perciden-Gattungen (Percalates g. n.) gegeben. Pr. Linn. Soc. N. S. Wales (2) II 181—4. Dieselben: „Descript. of n. Australian f.", ebd. 241 — 3 (Choe- rops, Labrichthys), 561 — 4 (Opisthogn., Trichiurus, Neopempheris, Cossyphus), ,,Undescr. Dules" ebd., S. 4. „Undescr. shark" S. 163, Apogon roseigaster, ebd. I 1061 (Ogilby) u. 1101. J. Douglas-Ogilby, n. g. et sp. of. Australian Mugilidae, Pr. Z. S. London, 87, S. 614—5 (Trachy Stoma). Ersch. 1888. On a n. g. of Percidae. Ebd. 616—8 (Chthamalopterys), 1 Xyl. Ersch. 1888. J. Palacky, „Ueber die Fische Neuseelands." Süsswasserf. 15 Sp. entweder antarktischen Charakters oder uneigentl. Swf.; Meeresfische 175 Sp.: 67 endemisch, 70 auch in Australien u. Tas- manien, 13 cosmopol. bez. aus d. Mittelmeer, 9 Gap u. Südamerika, 6 Polynesien, 5 Südam., 4 (trop.) Afr., Austr., Südam., 3 ind. Arch,, 2 Austr. u. Polynes., 1 Kerguelen u. Aukland, 1 Austr. u. Aukl, 1 Madeira. — Sitzb. k. böhm. Ges. d. Wiss., 1886. 29 Oct., 7 S. Smiley. Vom California salmon (Oncorh. tchaw.) in Australien (Victoria) schon Expl. von 7 Pfund, dorthin auch Eier von Salmo fario u. trutta importirt; Bull. Fish Comm. VI 409. In Neuseeland Oncorh. quinnat u. S. fontinahs mit zweifelh. Erfolg, S. fario mit grossem eingeführt; letzterer geht hier in Brackwasser u. ähnelt dann der S. trutta, wird 20 Pfund schwer. Ebd. S. 463. Fr. McCoy, Prodromus of the Zoology of Victoria, Decas 14—15. (Scombresox, Hemirhamphus , Labrichthys, Brama, Monacanthus, Echinorhinus, Regalecus). Vergleiche über Australien ferner: Günther, Tiefseefische, Chall. Rep. Z. XXII, u. bei System. (Beryx u. Polyprion); Douglas- Og., Girella (Sparidae) u. Prionurus (Acronur.) bei System.; Stein- dachner, Dules (Syst., Percidae); Parker, Carcharodon (Syst., SquaH); Sauvage, Notothenia (Syst. Trachinid.); Schneider, 21* 324 Dr- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Ceratodus (Syst.); Clupea harengus übersiedelt (Syst.); Kent, Fischerei Tasmaniens (s, S. 314). Amerika. Günther, Tiefseef., Chall. Rep. Z. XXIL Arktisches America. C. Lütken, „Körte Bidrag til nordisk Ichthyographi VI. Eine für Grönland neue Rochen-Art (R. fyllae)", Vidensk. Meddelelser fra nat. Foren, i Kjoeb. for 87, S. 1 — 4. Taf. 1. (s. Raja 11. Acanthias.). C. H. Townsend fand im sehr fischreichen Kowak-Fliiss (Alaska) 18 Sp., 450 engl. M. von der Mündung viele grosse Salvelinus namaycush; Rep. U. S. Fish-Comm. XIII, S. röm. 69. Im gleichen Werke zahlreiche Notizen über Fischzucht etc. nordam. Fische. (Idus melanotus dort eingeführt). Vergl. bez. des arct. Amer. : Collett, Trichiuridae (System). Nordamerika. C. H. Eigenmann and Eliz. G. Hughes, rev. of N. Amer. Species of Lagodon, Archosargus and Diplodus, Proc. U. S. nation. mus. X 65 — 74. (Nur atlantisch, vergl. Sparidae.) Ch. H. Gilbert, „Descr. of new and little known Etheostomoids". Behandelt die Ausbeute (1884) in Indiana, Kentucky, Tennessee, Alabama, S.W.-Missouri, Arkansas, Texas. Die hier als Sp. nn. bez. Arten sind fast sämmtlich schon in Jordans Cat. als nom. nuda auf- geführt (vergl. Ber. 85, S. 389) u. einige 1886 charakterisirt, wofür aber keine Citate gegeben werden. In der Zusammenfass. vieler Gatt, weicht G. von J. ab. Pr. U. S. Nation. Mus X (1887) p. 47—64. Jordan u. C. H. Eigenmann, Coli, of f. sent by Leslie from Charleston, S. C. Bern. üb. 18 interessantere Sp., wovon 10 neu für Charl, d. h. nach J. u. G's Liste 1882, hier mit * bez.: Serranus bras.*, Epineph. drumm.*, Pseudopriac. altus*, Rhom- bopl. auror.*, Lobotes, Scorp. bras.*, Eques acum.*, Trachynotus falc.*, Eleotris ambl., Dormit. mac, Cithari. (Aram.) paet.*, Cypri- nodon varieg.*, Siphost. louis. , Hippoc. punct.* Pr. n. mus. X 269—70. 0. P. Hay, ,,contr. knowl. fishes of Kansas." Sammelte an 6 Orten JuH 85 in N.W.-Kansas 29 [30] Sp. (Notropis 2 (3?) sp. n.). Percidae 4 sp., Cyprinidae 18, Catastom. 2, Silur. 3, Cyprinodont. 1, Hyodont. 1, Lepidost. 1. Vielfache krit. Bemerk. Proc. n, mus. X 242—253. Carl H. Eigenmann, „specific names of certain N. Amer. fishes." Pr. ac. nat. sc. Philad., 87 II 295 — 6. Perca, Morone (= Labrax), Etrumeus (Clupea). J. F. James, Catalogue of mammals, birds, rept., batr. and fishes in the coli, of Cincin. soc. n. h. ; Journ. Cincinnati soc. nat. bist. X, Fische S. 36-48. Jordan and Ev er mann, über die Speisefische von Indiana; von 150 dortigen Arten kommen 50 als Marktfische vor. Amer. Natur. XXI 1034 (urspr. im Agricult. Report of Indiana). 0. P. Jenkins, list of fishes of Beaufort Harbour, N. Carol.; zählt 134 Sp. auf, darunter 23 neu für die Lokalität. Studies biol. lab. Johns Hopkins Univ., IV 83—94. in der Ichthyologie während des Jahres 1887, 325 Vergleiche weiter be?. Nordam.: Ryder, Entwickl. verschied, nordam. Süss- ii. Salzwasserf. (S. 305); Rice, Stizostedium in Conn. (s. System., Perc); Eigenmann u. Horning, Chaetodontidae, auch mittelamer., CSystem.); Moore, Solea von England importirt (s. S. 315); Smiley, Salmo levenensis desgl., S. fario u. S. salvelinus, sowie Tinea ans Deutschland (s. System.); Heilprin, Ictakirus sp. n. (ebd.); Jordan, Polynemus (ebd.). Mittelamerika. D. S. Jordan, ,,a preliminary list of the fishes of the West In dies." Schliesst ein den Golf von Mexico u. das Caraib. M., auch Bermudas-J., ausgeschlossen Südküste der U. S. u. Brasilien. Günth. Cat. u. Poey fortlaufend berücksichtigt. 875 Sp., wozu ein Nachtrag von 51 Sp. von den Florida Keys, welche trop. Charakters, aber noch nicht in obigem Gebiet nachgewiesen sind. Nominale Sp. wurde möglichst ausgeschlossen. Nomenklatur nach den Canons der Amer. Ornith. Union (nur Canon 17 u. 18 werden verworfen), daher zahlreiche Aenderung von Gatt.-Namen (s. diese in der System.). 1 Gen. nov. Amiichthys (Apogoninae) ; auch einige neue Familien abgezweigt. Proc. U. S. nat. mus. IX 554 — 608. Th. W. van Lidth de Jeude, ,,Coll. of Rept. and Fishes from the West-Indies." Enthält marine F.: [Tetrodon] Cheil. psitt. von Surinam, die übr. Sp., Myripr. jacobus, Serranus tigrinus, Pomac. paru, Gobius sopor., Blennius crinitus u. Muraena catenata von Curagao; Süsswf. : Poecilia vandepoUi sp. n. (nach d. Sammler ben.) von Cur. u. P. vand. var. arubensis von Aruba, — Notes Leyden Mus., IX 135—9. T. H. Bean, „Descr. 5 n. sp. fishes sent by Duges from Prov. Guanajuato, Mexiko." 4 Cyprinodontidae (Charac. u. Fund.) u. I Petromyz. (Lampetra), Westabhang. Proc. U. S. nat. mus. X 370 — 5. Jordan u. Gilbert, „Descr. n, sp. of Thalassophryne (Th. dowi)." Pr. n. m. X 388 (s. Batrachidae). Vergleiche bez. Mittelamer.: Eigenm. u. Hörn., Chaetodontidae (s. System.); Smiley, Cyprinus carpio in Mexico (ebd.). Südamerika. G. A. Beule nger, Fishes coli, by C. Buckley in eastern Ecuador. Gesammelt 1880 bei Canelos, Sarayacu u. Pallatanga: 2 Chromides, 16 Silur. (6 sp. n., 1. n. g. Nannoglanis) II Charac. (n. g. Leptagoniates, 3 sp. n.), 4 Gymnotidae (1 sp. n.). Ein Theil dieser Samml. schon von Steind. beschrieben. Proc. Zool. Soc. London, 1887, S. 274—83, Tf. 20—24. G. A. Boulenger, Descr. of new South -American Characinoid Fishes. 1 Curimatus, 2 Tetragonopt., Schlüssel für 5 Tetr.-sp. von Rio Grande do Sul; Ann. Mag. Nat. H., März 87, S. 172—4. R. A. Philippi, „Vorl. Nachr. über einige Fische der chilenischen Küste." 10 Sp. Haie, 1 Xiphias, 1 Histiophorus werden erwähnt. Zoolog. Garten, Jg. 28, S. 85 — 88. Derselbe, sobre los tiburones y algunos otros peces de Chile. Ausführung der vorigen Publication. Vf. kennt 19 Sp. Haie (= tibu- 326 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen rones) aus dem chilenischen Meer, die er im Museum von Santiago (13 Sp.) u. Valparaiso studierte (s. Systematik, Squali). In Appendix werden beschrieben: 1 Xiphias, 1 Histiophorus u. 2Labridae: Trocho- copus u. Graus (n. g.). Es ist sehr verdienstlich, dass Vf. die schwer zugänghchen grossen Arten beschrieben und abgebildet hat; die Zahl der von Chile bekannnten SquaH betrug bisher nur 7, wie die historische Einleitung ergiebt (Vergl. unten: Perez.). Ob die zahl- reichen sp. n. sämmlich haltbar sind, wünscht Vf. nach seinen Dar- stellungen geprüft zu sehen. Anales de la Universidad de Chile, tomo 71. Santiago 42 S. 8«, 8 Taf. C. Perez Canto, Estudios sobre algunos Escualos de la costa de Chile. (Valparaiso 1887?) Die Perez'sche Arbeit wird von PhiKppi citirt ; dem Ref. unbekannt. D, S. Jordan, ,,Descr. of two n. sp. of fishes from S. Amer.", Proc. ac. nat. sciences Philad., 1887 III, p. 387 — 8. Cristiceps u. Mycteroperca (Percidae). D. S. Jordan, Note on Achirus lorentzi. Ebd. p. 389—391 (Süsswasser). A. Kappler, Fische von holländisch Guiana; Ausland 1885, S. 879, 896, 918, 936. Vergleiche weiter über Südamer.: Günther, Tiefseef. [gegen- über der Laplata- Mündung u. Pernambuco, sowie bei Chile u. an der Südspitze], Chall. Rep. Z. XXII; Schneider, Lepidosiren (s. Syst.); Baur, desgl. (ebd.); Giglioli, desgl. (ebd.); Günther, Polyprion (ebd.); Steindachner, Dules u. Elopomorphus (ebd. Perc. u. Characin.); Boulenger, Siluridae v. Columbien (ebd.); Smith, Tetrodon (ebd.). Anhang. Systematische Arbeiten ohne faunistische Begrenzung: Günther, Siluridae (s. System.); Steindachner, vermischte sp. n. n., Anzeig. Akad. Wiss. Wien, Bd. 27. S. 230—1. Fossile Fisclie. W. Anderson, Notes on the fish remains from the bonebed at Abden, near Kinghorn, Fife; Trans. Edinburgh Geol. Soc. V 310—4. H. Böckleu, „die Gattung Ceratodus"; Jahresh. Ver. vat. Natk. Württ., Jg. 43, S. 76—81. (In der Lettenkohle von Hoheneck niu- 2 Sp.: kaupi und runcinatus.) P. B. Brodie, Discovery of foss. fish in the New Red Sandstone (upper Keuper) in Warwickshire. Rep. 56. meet. Brit. Ass. Advauc. Science 86, 629. E. D. Cope. System, catalogue of sp. of Vertebrata found in the beds of the Permian epoch in N. Am. Trans. Amer. philos. soc. XVI 285-297, Tfl. 2—3. — Crossophilus magnicaudatus, Priscacara sp. n., Notogoneus ose. Mera. ac. Washington III (1886) 162, 164, Taf. W. Dam es, die Gattung Saurodon Hays. Sitzb. Ges. naturf. Fr, Berlin, 87, S. 72-78. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 327 — Ueh. Titanichthys pharao n. g., n. sp. aus der Kreideform. Aegyptens. Ebd. S. 69. Bemerk, dazu, S. 137. (Der Name Tit. in Gigantichthys n. g. um- gewandelt). J. W. Davis, Note on a fossil sp. of Chlamydoselachus (Chi, lawleyi sp. n.; die Zähne wurden 1876 von Toscana beschriehen). Pr. Zool. soc. London, 87 p. 542-44. — The fossil fishes of the chalk of Mount Lebanon. Trans, roy. Dublin soc. (2) m 457 — 636, Taf. 14— 38 ; n. gen. : Centrophoroides, Bhinognathus (geändert in: ScapanorhynchusSm.Wooäw.)Spathiurus,Äm2)7iilap7iurus, Xenopholis, Pantopholis, Eurygnathus, Phylactocephalus. — Chondrosteus äcipenseroides. Q. journ. geol. soc. Vol. 43, 605 — 616, Taf. 23. — n. sp. of Pholidophorus (piu'beckensis) Geol. mag. (3) IV 338, Taf. 10, Fig. 2. Dollo, ein restaurirtes Skelett von Carcharodon heterodon, Revue des quest. scientif. (Brüssel), XXn 81—91. E. Dupont. Sur les ossements de la faune maestrichtienne places recemment dans les galleries du Musee r. h Bruxelles. Bull. Ac. Belg. (3) XIII 706-710. D. Gorjanovic-Kramberger. Palaeichthyol. Beiträge. Glasnik Narav. Bruztva Band I (1886) pag. 123—137. Deutscher Auszug aus der frühereu Publ. 1884. P. Hitchcock, Edestus wird auf Intermandibularzähne zurückgeführt. Amer. Nat. XXI, 847. R. Lydekker. The fossil Vertebrata of India. Rec. Geol. Survey Ind. XX 69-71. C. Malaise, poissons devoniens dans le bord nord du bassiu de Namur. Bull. Ac. r. sc. de Belgique, Jg. 57, S. 771—2. C.F.Matthew. Pteraspis? acadia sp. n. Canadian Record, II 251, 323. F. K. Mixner und H. U. Williams, Fish-remains in the Carbouiferous near Buffalo. Bull. Buffalo soc. V p. 84, Taf. (1886). E. T. Newton, Remains of f. from the Keuper of Warwick and Nottingham. Q. journ. geol. soc. Vol. 43, p. 537-540, Taf. 22. J. Riess, Ueber einige Chimaeriden- Reste im Münchener palaeonto- logischen Museum. Palaeontographica, Bd. 34, S. 1—27, Taf. 1—3. Romano vsky, Lyrolepis caucasicus g. n. Mem. soc. min. XXII (1886), vergl. Bull. com. geol. St. Petersb. VI, Suppl. p. 52. E. Ri viere, Faune des oiseaux, des reptiles et des poissons des grottes de Menton. Comptes rend. assoc. frang. av. sc. XV 450—7. R. Storms, Platylates g. n. Mem. soc. belg. geol. I 98, Xyl. Struckmann, Eugnathus nienstedtensis sp. n. Zeitschr. D. geol. Ges., Bd. 39, S. 67. Traquair, „Notes on Chondrosteus äcipenseroides Ag." Pr. r. phys. soc. Edinburgh, Sess. 116, p. 349—361, 5. Xyl. u. Geol. mag. (3) IV 248—257. — , Fossils of the bone bed of Abden ; Trans. Edinb. geol. soc. V 310—4. J. F. Whiteaves, Illustrations of foss. f. of the devonian rocks of Canada, Part I; Proc. Trans, r. soc. Canada IV, 101—110, Taf. 6-10. 328 I^i'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen H. TJ. Williams, Palaeoniscus reticulatus u. antiquus. Bull. Buff. soc. (86) V p. 83, 84. A. S. Woodward. Post. Liassic species of Acrodus Geol. mag. (3) IV 101-5, Xyl. — Liste der fossilen bisher beschrieb. Berycidae. Ebd. 357—8. — Holocentrum melitense sp. n. Ebd. 355. — Arius egertoni n. A. (?) bartonensis. Ebd 304. — On deutition and affinities of Ptychodus. Q. joiu-n. geol. soc. Vol. 43, 121—130, Taf. 10. — On the so-called Microdon Jiuchalis Dixon, from the Chalk of Sussex, a n sp. of Platax. Ann. Mg. N. H (2) XX 342. — Auch Micr. pulchellus Davis vom Libanon ist kein Pycnodout, sondern e. Teleostier. — , On the affinities of the so-calied Torpedo (Cyclobatis, Egerton) from the Cretaceous of Mt Libanon. Ann. Mg, (2) XX 389 (Ai;sz. aus: Sect. C, Brit. Assoc, Manchester 1887). Ist ein Trygonide. Vergl. Geol. mag. (3) IV 508. — , On a n. sp. of Semionotus [joassi], from the lower Oolite of Brora. Ann. Mag. N. H. (5) XX 175, 320. Tf. 7. — , Canal - System, evidently sensory, in the shields of Pteraspidian f. [Pteraspis, Holaspis]; Pr. Zoo). S. London, p. 478-81, 1 Xyl. — , Note on the „Lateral Line" of Squaloraja. Ebd. p. 481. — On the fossil teleostean g. Rhacolepis Ag. Ebd. p. 535—542, Tf. 46, 47. Steht nahe Elops (Clupeidae), nicht Pereide. K. A. Zittel, Handbuch der Palaeontologie, 1. Abth., in. Bd., Liefr. 1 (S. 1—156) enthält die Fische mit Ausn. der Teleostei (diese ersch. 1889). Die Hauptgruppeu nach J. Müller's System. 266 treffliche Xyl., z. Th. Original- zeichn., sehr vollst, u. klare Darstellung. (Gen. nov.: Chalcodus [Cochliodontidae] S. 72, Metopacanthus [Chimaeridae] S. 110, Chimaeropsis [desgl.] S. 113.) Im Inhaltsverz. (1890 erschienen) sind die Familiennamen mehrfach philologisch verändert. Systematili. Vorbemerkung: Die in dieser Abth. referirten Arbeiten sind im Vorher- gehenden (besonders unter „Faunen") schon aufgeführt und dort meist aus- führlicher citirt. — Die Namen neuer Gatt, und Arten sind schräg gedruckt. Allgemeines. E. D. Cope (vergl. S. 280) ergänzt sein System: 1. Die Agnatha Hack, ohne Mandibel und Schultergürtel sind eine eigne Classe (dazu Marsipobranchi , ferner die foss. Pterichth. , Bothriolep., Pterasp., Cephalasp., 2. Die Fische zerfallen nach dem Schädelbau in Holoceph., Dipnoi, Selachii, Teleostomi Ow. (= Ganoid. e. p. und Teleostei). 3. Die Superordnungen der Teleostomi vperden durch die fundamentalen Modificationen des Flossenbaus an- gezeigt. 4. Die Ordn. nach unwichtigeren Skelettverschiedenh. als die unter 2 u. 3. — Die 4 Superordn. des Teleostomi: D., A., P. u. V.-Axonosten vorhanden, für jede Fl. durch 1 eiuz. Element repräsentirt Rhipidopterygia. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 329 D, A, P n. V-Ax. vorh. ; die der D. u. A. zahlreich, jedes, wenn überhaupt, mit 1 Baseost artikulirend ; P-Ax. in variab. Zahl, mit zahlr. wohlentw. Bas. artic; V-Ax. einzeln, mit zahlr. Bas. art Crossopterygia D u. A.-Ax. wie vorige; P-Ax. 0, Bas. rudim.; 1 V-Ax. mit zahlr. B. Podopterygia Du, A-Ax. wie vor.; P-Ax. 0, Bas. wenige, klein; V-Ax. vorh., mit kleinen od. ohne B Actinopterygia Die Superordn. werden nach folgendem Schlüssel in Ordn. zerlegt: Rhipidopterygia. Baseosten vorh. in D u. A. . . Ordn: Bhipidistia. Bas. in D. u. A. ; Axonosten in der C^srorh.; jedes mit einem Neuraldorn artikulirend Äctinistia Cp. 70. Crossopterygia. A. Dorsale Baseosten vorhanden. Dermale Strahlen (Actinotrichia Rd.) zahlreicher als Bas.; jedes Axonost artik. mit einem Neuraldorn Haplistla. Derma Istr. gleichzahlig mit Bas. u. mit diesen art Taxistia- Kk. Dorsale Baseosten fehlen. Dstr. gleichz, m. Bas. u. damit art,; Ax. nicht mit Nd, art. . Cladistia. [Podopterygia. Enthält nur die Chondrostei Ow., Cope olim.] Actinopterygia (Actinopteri Cp. ol.). I. Dermstr, mehr als Bas. u. Axon. Intercentra deutlich, klein (Heterocerci Ztt. 87) Ly- sopteri Cp. 80. II. Dermstr. gleichzahlig mit Bas. u. Ax. Wirbel mit deutl. Intercentris auf der Chorda dors. . . . Merospondyli. W. mit vollständigen Inte, welche amphicoel od. annulär. . Isospondyli. "W. mit vollst. Inte, welche opisthocoel Ginrjlymodi. W.-Säule mit vollst. Inte. u. Centris, beide amphicoel , . Halecomorphi. [Zu den Actinopterygii würden ferner noch gehören die Teleostier, welche Cp. hier nicht behandelt.] Diesen Ordnungen entsprechen folgende Familien: Rhip. = Fam. Tristi- chopteridae; Act. = F. Coelacanthidae; Hapl. = Phaneropleur. ; Tax. = Cyclo- dipterini (besser: Holoptychiidae) u. Glyptodipt. (besser: Osteolepidae) ; Clad. = Polypter. ; [Chondro, = Acipens., Spatular.]; Lys. = Palaeonisc. nebst Platysora. ; Merosp. =F. Sauropsidae (Microlep. u. Cyclolep, Ztt.), Pycnodont. u. andre Fam. (Stylodont, Sphaerodont., Saurodont. Ztt ); Isosp. = Aspidorhynch. (Rhynchodont. Ztt.), u. a. ; [Ginglym. = Lepidosteidae; Halecom. = Amiadae], — Ob die Ordn. Placodermi (excl. Pteraspidae u. andre Agnatha, s. oben!) zu den Actinopte- rygia gehört od. zu Isosp., ist unsicher. — Amer. Naturalist XXI 1014—9. J. V. Carus, mehrere Artikel in Ersch u. Gruber, Allg. Encyclop. 2. Sekt., 41. Theil (Labrax, Labrus, Labyrinthfische), Vergleiche über Stellung der Notacanthini bei dieser Fam. Acanthopteri. Percidae. Perca, Diagnose der Gatt, (in Australien eingeführt), Ramsay u. Dg., Pr. L. S. N,-S.-Wales (2) II S, 182. Perca fluviatilis, rothe Körper der Schwimmblase, Coggi, s. S. 294; Rigor mortis, E wart, s. S. 284; Monstrosität, Browne, s. S. 319; P. amer., Ei Ryder, s. S. 306. 330 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Perca flavescens (Mitcb.. 1814 Jan., als Morone fl.) hat Prior, vor Centro- pomus luteus Kaf. 1814. C. H. Eigen mann, Pr. ac. n. sc. Philad. 87 11, p. 295. Siniperca chuatsi, syn: Actenolepis dittmari Dyb., Herz. u. War p., Fischf. Amur., S. 16 u. 54. Morone hat Prior vor Roccus; Morone mississippiensis Jord. u. Eig. statt R. interruptus Gill. (praeocc. durch Perca mitch. var. interr. Mitch. 1815); C. H. Eigenmann, Pr. ac. nat. sc. Philad., 87 II, p. 295. — Ein Bastard zw. Roccus u. Clupea sp., Ryder, s. S 306. — Labrax lineatus in Californien eingeführt (1887 Expl. von 25 Pf. gefangen); Smiley, Bull. U. S. F. Comm. VH 48 u. Dünn, der auch das Gedeihen des Micropterus in Calif. erwähnt, ebd. 49. Lates = Pseudolates All. et Mcl. 75, s. Percalates. Percalates g. n. für L. colonorum Gthr., von Lates abw. durch: Br. 6 (Lates 7), Psdbr. entwickelt, Op. mit 2 (statt 1) Stach., Zunge glatt, D I 9 (st. 6-8), Occiput ohne Schuppen; Ramsay u. Douglas-Og., Pr. L. S. N. S.Wales, (2) II S. 182. Psammoperca (syn.: Cnidon M. Tr.), Diagnose (D. 8, Schpp. bis zur Schnauze); Ramsay u. D-Og., Pr. L. S. N. S. W. (2) II 183. Ctenolates Gth. 71, Diagnose; Ramsay u. D. Og., Pr. L. S. NSW. 11 183. Stizostedion lucioperca, künstliche Aufzucht, Hühner, Circ. D. Fisch. Ver. 1887, S. 9. Gedeiht jetzt im Rhein; ebd., S. 48. u. 71. — H. Lanz, „Vermehr, der Fischfauna des Bodensees" Jahres. Ver. vat. ISIaturk. Württ., Jg. 43, S. 446—8. Der Zander 1882—84 im Bodensee ausgesetzt, 1887 ein 59 cm grosses Expl. gefangen. „Stiz. vitreum im Becken des Connecticut", wo das Genus fehlt, ange- troffen. Durch Vögel (als Ei) oder durch Angler vom St, Lorenz-Becken ver- schleppt? W. N. Rice, Amer. Natur. XXI 938. — Stiz. amer., Entwicklung, Ryder, s. S. 306. Etheostoma (Ulocentra) kistrio J. et Gilb. (86), Arkansas; [in Jord. Cat. ist Ul. selbst. Gatt.]; Gilbert, Pr. n. m. X. 47; Ul. blennius s. bei E. (Rhot). E. (Cottogaster) uranidea [um] J. et Gilb. 85, nahe shumardi, Arkansas; [Gott, in Jord. Cat. selbst. G.]; Gilbert, Pr. n. m. X 48. E. (Hadropt.) [in Jord. Cat. selbst. Gatt] ouachitae J. etG. 85, Arkansas, p. 49; squamatus [um] Gib. et Swain 85, Tennessee, p. 50; cymatotaenia Gib. et Meek 85, Missouri, pag. 51; nianguae G. et M. 85, Missouri, u. nianguae sbsp. spilotum Gilb., Kentucky pag. 53; Gilbert, Pr. nat. mus. X 49—53. Etheostoma (Rhothoeca) zonale, sehr variabel D. 10/11 bis 12/13, A 2/7 oder 8, L. 1.41—43, Zeichn., Brust u. Kopf nackt oder beschuppt; daher sbsp. arcans. (85) u. ? E. lynceum viell. nur var.; Gilbert, Pr. n. m. X 54. E. (Roth.) blennius Gilb, et Swain (85 als Uloc.) Alabama; nahe inscriptum, aber Auge kleiner u. Zeichn. versch. , p. 55 ; rupestre G. et Sw. (85 als E. Poecili. rup.), Alabama,? sbsp. zu thalass., aber schlanker, düsterere Färb., Sq. kleiner u. auch auf Operc, Gilbert, ebd. 57. E. (Etheostoma) saxatile, weit verbreitet, Beschr. [in Jord. Cat. wie die folgenden 5 Sp. beim Subg. Poecilichthys], p. 57 ; luteouinctum Gib. et Swain 85, Tennessee, p. 58; parvipinne G. Sw. 85, 1 Expl., Alamba, p. 59; E. punctul., whipplei, cragini. Beschreibung p. 60—62, E. whipplei sbsp. alabamae p. 62; tuscumbia, nur 1 Analdoru, nach Auffass. andrer Autt. viell. selbstständiges Genus, häufig bei Tuscumbia (Ala.) p. 63. Gilbert, Pr. n. m. X 57—63. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 331 Eth. (Alvarius [in Jord. Cat. selbst. Gatt.]) fonticola J. et G. (vergl. Ber. 85 u. 86) als sp. n. beschr., viell. syn. zu lateralis, p. 63; piinctatus (früher Microp. punct. Putn.) wird, weil der Name punct. beim Gen. Eth. praeoecnpirt, „Eth. (Alv.) microperca J. et Gilb." p, 64, Anmerk.; Gilbert, Pr. n. m. X 63, 64. Etheostoma (Poecili.) lepidum, Bern ; Hay, Pr. n. m. X 248, 252. Boleosoma olmst., Bern.; Hay, ebd. 249. Centropomus, als westind. aufgezählt 5 Sp. (als Farn. Centrop.); Jordan, pr. n. m. IX 578. Polyprion prognathus Forster, von cernium versch. : syn.: Epin. oxygen. ßl. Sehn. , Centropr. gigas Ow. (für e. Skelett), Oligorus gigas Gth. (für dasselbe Sk.) u. Hutton (n. indigen. Hapuku), Hectoria Castelnau 73; P. kneri Std. 75 von Juan Fernandez, Gth. 80. Günther, ,.Notes on the Hapuku (P. progn.)", Ann. Mg. N. H (5) XX. 286. Polyprion cern. als Tiefsf. erw., Günther, Chall. XXH 268. Anthias megalepis als Tiefsf. erw., Günther Chall. XXII 13. Centropristis pleurospilus als Tiefsf. erw., Günther, Chall. XXII 13. (Centropristis Gth.) lO-j-l Sp. von Westind. aufgezählt (1 als Centropr., 2 als Diplectr., 7 als Serranu.s), Jordan, Pr. n. m. IX 579, 607. Epinephelus brasiliensis, n. f. Charleston; Jordan u. E., Pr. n. m. X 269. Serranus scriba, die rothen Körper d. Schwirambl. (Abb.), Coggi, s. S. 294 — Serranus sp. n.?, 9/18, 3/9, 92; Mx. bis Hinterrand des Au.; Präop. sehr fein gesägt, C. wenig convex, braun, D. u. A. schwärzlich, weiss gesäumt, P. schwärzl. mit gelbl. Binde, C. schwärzl. mit weiss, mondf. Kand; Ceylon, klein; Haly, Taprobanian I 166 [nicht in Day's Nachträgen erw.]. Serranus brunneiis, awoara u. tsirimenara; Nyström, Jap. Fisks. , Bih. svenska V.-A. Handl., Bd. 13, IV. Nr. 4, S. 6. Serranus tigrinus. Färb, etwas abweich., Curagao; Lidth de Jeude, Not. Leyd. Mus. IX 135. Serranus pmeojjercMZans, 11/14-15, 3/8, 100—110, 13-14/45-50 (unterh. des 6. D-Stach.), nahe morrhua, 65 cm 1., Arabien (Maskat); S.cjibhosus, nahe striolatus Playf., 11/19,3/10,110,22/65 ; Maskat, 40 cm; ebendaher noch S. angularis (celebicus Blk.), geoffr. Klz., morrhua, hemistictus, gigas, stoliczkae, Boulenger, Pr. z. soc. Lond., 87, 654. Mycteroperca xenarcha; nahe bonaci u. falcata: 11/16, 3/11, Sq. 110-115; Kopfl. 273 in Krpl. (0. C), Höhe 3 mal; James-I, (Galapagos) u. Payta (Peru); D. S. Jordan, Pr. ac. nat. sc. Philad., 87 III, 387. Serranus. Von Jordan, Westind., werden 25 Sp. (als Paranthias, Mycterop., Promicrops, Epineph., Enneacentrus, Dermatolepis aufgeführt, Pr. n. m. IX 580 -1. (Plectropoma) 12 -|- 1 westind. Sp. aufgezählt (als Hypoplectrus, Goniopl. u. Alphestes), Jordan, P. n. m. IX 579, 607. Rhypticus, 5 westind. Sp.; Jordan, ebd. 581. Mesoprion bohar. rangus, fulvifl., ehrenb., chirtah (annul.), quinquel., lineol. bei Maskat, Boulenger, Pr. zool. s. L., 87, 655. Rhomboplites aurorub., n. f. Charleston, Jordan u. E., Pr. n. m. X 270. Genyoroge 5-linearis, beng. u. rivul. bei Maskat, Boulenger, Pr. z. s. 87, p. 655. Pseudopriacanthus altus, neu f. Charleston, grosses Exp. (11 Zoll), Form u. Praeopstacheln etc. von juv. versch.; Jordan u. E. Pr. n. m. X 270. 332 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Cheilodipteridae als Name für die Farn. Apogonidae, weil (mit Blkr.) Amia Gron. statt Apogon, angenommen; Jordan, Pr. n. m. IX. 586 (u. 542), 607. Apogon roseigaster , 6 1/10, 2 9—10, Innenkante des Praeop. auf beiden Räudern crenulirt, mit einigen schwachen Zähnchen am Winkel, Aussenkante und das Praeorb. glatt; Z. auf Vomer, aber Palz. 0, Zunge mit 2 schwarzen Lappen; blassgelb, D. I oben schwarz, D. II u. A. mit schwarzer Lb. Häufig im Parramatta- River. 65 mm, laicht Oct. u. Nov. Ramsay u. Dougl., Pr. Lin. S. N. S. W. (2) I 1101 (u. 1061, als Apogon ichthys). Apogon maximus, 7 1/9, 2/7; 26-27, 2/6; jede Schuppe mit 1—3 schwarzen Fl., P.-basis schwärzlich; Maskat, 25 cm.; ebd. noch A. annularis u. Chilodipt. lin. u, octovitt.; Boulenger, Pr. z. s. 87, p. 655. Ämiichthys g. n. (Poey M. S.!) für eine zu der Fam. der Cheilodipteridae [= Apogonidae] gerechnete u. als diapterus (Synops. pisc. cub. p. 305) beschr. Art; ohne Diagnose; Jordan, Pr. n. m. IX 586. Scombrops chilod. 345 Fd. bei Enosima (Japan); Xyl. der Eingeweide, Gallenblasse sehr lang, Coeca pyl. 17+1 langes; ?ob = Latebrus ocul. Poey 58. Latebrus Poey 1858, s. Scombrops. Acropoma philipp. Gthr. 80, erw. als Tiefsf., Günther, Ghali. XXII 15. Malacichthys griseus Död. Tiefsf., Diagn. copirt, Günther, Chall. XXII 15. Synagrops nom. n. für Melanostoma Död. praeocc, S. jap. Död. , Tiefsf., Diagn. copirt, Günther, Chall. XXII 16. Ei eines Centrarchiden ?, Ryder, s. S. 306. Grystes. Ueber gelungene Fortpflanzung des Schwarz- u. Forellenbarsches in Deutschland u. deren ökon. Werth, v. d. Borne, Circ. Deutsch. Fisch- Ver, 1887 S. 103—8. Desgl. F. E. Schulze, Sitzb. Ges. natf. Fr. Berlin 87, S. 15. Lepomis humilis, Männchen lebhafter gefärbt, Hay, Pr. n. m. X 243. Odontonectes erythrog., 65 cm 1., bei Maskat, Boulenger, Pr. z. soc. 87, p. 656. Oligorus, s. oben bei Polyprion. Hectoria, desgl. Dules nitens, 10/11, 3/11, 52, 5/13, einfarbig silberig, Rücken grünlich; S. 0-Küste Neu-Guineas, E. P. Ramsay u. J. Douglas- Ogilby, Pr. Linn. Soc. N. S. Wales (2) II S. 4. Dules flaviventris = auriga fem., Rad. brauch, einseitig abnorm 7; Stein- dachner, Anz. Ak. Wiss., Jg. 27, S. 231, Monoropsis sandviciensis , 10/11, 3/11, Sq. 51, 7V2/13; Kpfl. S'/,, Körphöh. 276 ^° Krpl.; Augd. 3 in Kpfl.; einförmig silberweiss, C. schmal schwarz ge- säumt, Bd. auf D, A, C 0; Sandw.-L; Steindachner, Anz. Ak. Wiss. Wien, Jg. 27, S. 230. Pristip omatidae. Macquaria C. V., Diagnose, dazu syn. (mit Klz.): Murrayia u. Riverina Gast. 72; Ramsay u. Dg.- Gg., Pr. L. S. N.-S.-W. II 181—184. Pristipoma, 14 Sp. von Westind. aufgezählt (als Orthopsistis , Pomadasys, Anisotremus, Genyatremus) ; Jordan, Pr. n. m. IX 583—4. — Pr. japonicum Expl. von 11 cm mit 3 hellen Lbd.; Nyström, Japanska F., 9. — Pr. hasta, duss., Stridens, bei Maskat, Boulenger, Pr. z. soc. 87, 656. Hapalogenys aculeatus, von uigripinnis Pet. 1880 durch einen horiz. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 333 Stachel vor der D. abw.; viell. acul. als ad. zu mucron.; nigrip. Pet. wohl nicht ident. mit nigr. Schlg. u. Std.; Nyström, Jap. F. 10. Diagi-amma jayaJcari, 13/22, 3/8; 100, 13/20; Maskat (Arabien), 27 cm; ebenda noch: griseum, gater., punct. ; Boulenger; Pr. z. soc. 87, 656. Dentex gibbosus, von vulg. als Sp. zu trennen, weil die Kiemendornen schlanker, auch Eingeweide versch. etc. E. F. Trois, „consider. sul D. gibb.", Atti istit. Veneto (6) V, 35—40. — Die^r. Körp. d. Schwimmbl. von Dentex (Abb.), Coggi, s. S. 294. — Dentex maculatus cf. Trochocopus (Labridae). Scolopsis, bei Maskat (Arabien) Sc. auratus, ghanam, bimac, inermis; Boulenger, Pr. z. soc. p. 656. Propoma roseum Gthr. 80, erw. als Tiefsf., Günther, Ghali. XXII 15. Synagris tolu u. bleek. bei Maskat, desgl. Caesio chrysoz., Boul., Pr. z. s. 657. Aphareus rutilans, 11/11, 3/11, 63, 6/16., Bemerk., bei Maskat, Boulenger, Pr. z. soc. 657. Cypselichthys Std. = Cubiceps, nicht zu den Maenini, sondern zu Nomeidae gehörig. Günther, Ghali. XXII p. 16 Anm.. Gerres acinaces bei Maskat, Boul., Pr. z. s. 657. — Gerres japonicus, bei 3 Expl. D. 10/9 (statt 9/10 bei allen Gerres- Sp.); Nyström, Jap. F., 12. Chthamalopteryx n. g. für Gerres melboumensis Gast. 72 ; wie Gerres, aber mehr weiche Str. in D. u. A. (9/17, 3/17); Douglas-Ogilby, Pr. Z. Soc. Lond., 87 p. 616, Xyl. Lobotes surin., Bem.; Jordan u. E., Pr. n. m. X 270. Gramma loreto Poey, als besondere Farn. Grammidae zw. Lobotidae u. Sparidae aufgeführt, Jordan Pr. n. m. IX 582. Sparidae. Als westind. werden aufgezählt: 7-4-1 Calamus, 1+1 Sparus, 2 Diplodus, 3 Archos , 1 Lag., 1 Boops; Jordan, Pr. n. m. X 584. 607. Girella cyanea, Beschr. , Lebensweise etc.; Douglas-Ogilby, Descr. of 1. kn. Australian f., Pr. Zool. Soc. London, p. 393. Schlüssel der 6. nordaraer. Gatt, der Sargina: Sparus (= Chrys., Pagrus u. Pagellus), Lagodon, Archosargus, Diplodus, Stenotomus (diese 4 zus. = Sargus autt.) u. Calamus (= Chrys. u. Pagell.). Sten. u. Cal. durch federf. 2. Inter- haemaldorn von den 4 andern G. versch.; breit meisself. Zähne haben: Lag. Arch., Di., schmal meissf.: Sten., conische: Spar u. Cal.; e. horiz. Dorn vor der D.: Lag., Arch., Sten., er fehlt allen europ. Spec; die Leisteubildungen und An- schwell, auf dem Schädel werden zur Gattdiagn. verwandt, bei Sten. fehlen die Parietalleisten, bei Lag. verwachsen sie nicht mit der Occipl. , sie thun es da- gegen (vorn) bei den andern 4 G.). Eigenmann u. Hughes, Pr. n. mus. X 65. (Sargus.) Als nordamer. werden folg. Spec. anerkannt u. beschr. (vergl. oben!): 1, Lagodon rhomboides (L.); 2. Archosargus probatoc. (Walb.) (= ovis autt.), wozu als südl. Var. A. pr. aries (C. V.); 3. A. unimac, wozu caribaeus P. u. als höhere Var. flavolin., nahe steht pourtalesi Std. 81 von Galopagos; 4. A. tridens (Poey),? abnormer unimac; 5. Diplodus holbrooki (ßean) 78, juv. = caudimacula Jord. (uec Poey); 6. D. argenteus (C. V.), syn. caudim. P.; 7 D. sargus (L.), Europa, nur bis Bermudas. Eigenmann u. Hughes, Pr. n. m. X 65—74. 334 Dr- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Sargus rondel. var. capensis Sm., dazu syn. kotschyi Std., bei Maskat; Boulenger, Pr. z. soc. 87, S. 658. Lethrinus longir., mashena, ramak bei Maskat, Boul., Pr. z. s., 658. [Pagrus vulgaris,] „Becker or Braise in Cornwall", durch Form, Bezahnung, Farbe u. gutes Fleisch versch. vom „Spanish Bream" [bogaraveo], nicht selten; meist für Sea Bream [centrod.] gehalten; Th. Cornish, Zoologist XI 353. Pagrus tumifrons u. major, Bemerk.; Ny ström, Jap. F., 14. Pagrus ruber, 1. u. 2. Dstach. sehr kurz, 3. am längsten; Protuberanz vor der Stirn; 6— 7 Sqr. aufPräop.; Maskat., 50cm; Boulenger, Pr. z. s. London, 87 p. 658. Pagellus a/)?Mis, A. Vio» Rücken mit Punktreihen; erythrinus var? Günth. Cat. 475; Maskat, 36 cm; auch am Cap; Boulenger, ebd. 659. Chrysophrys sarba, bifasc, hasta bei Maskat, Boul., Pr. z. s. 659. Hoplognathidae. Squamipinnes. Ch. H. Eigenmann und Jenuie E. Horning, „a review of the Chaetodontidae of North America,'' enthält nach Ausschluss der Ephippidae nur 3 amerik. Genera: Prognath., Chaetodon, Pomacanthus mit 14 Sp.; Centralamerica u. Westindien scheint dabei inbegriffen. Ausführl. Schlüssel, Synonyme, chrouolog. u. geogr. Uebersichten. Ann. New York Acad. of sci- ences, IV 1—18. Chaetodon bleibt der Name für die Gattung, in America 3 Subg.: Chaeto- dontops (5 Sp.) Tetragonoptrus (1 Sp.) u. Hemichaetodon (1 Sp): Ch. nigrirostris (Cap. S. Lucas), ocell. (Westind. syn.: bimac. , maculocinctus jung 61, araplexi- collis Larve 63), aya 86 (Pensacola), sedentarius Poey 58 (syn: gracilis, Westi.), humer. (Pacif.), Ch. (Tetrag.) striatus (West- u. Ostindien), Ch. (Hemich, oder Chaetodon s. s.) capistratus (W.- u. Ostind.). Eigenmann u. Horning, p. 3— 9. Chaetodon obscurus, 13/22, 3/18, 38, 5/17—18; Schnauze länger alsAugd.; braun, vorn gelb, jede Schuppe mit 1 sclivs^arzen FL, C. u. Saum der D., A., V. seh vv^arz; Maskat (Arabien), 14 cm.; ebd. auch collaris, selene, melanopt.; Boulenger, Pr. z. soc. London, 87 p. 657. Prognathodes, viell. mit Chelmon zu vereinigen; einz. amer. Sp. : Pr. acu- leatus Poey, Juli 60 (syn.: Ch. pelta Gth., Sept. 60); Eigenm. u. Hörn., 1. c, p. 2. Heniochus macrol., Holac. macul. u. imper., Drep. punct., bei Maskat; Boul., Pr. z. s. 657. Pomacanthus, hierzu wird Holacanthus gezogen mangels einer scharfen Grenze; von Pom. im alten, engern Sinne (D. 8—11/23—32, Sq. nach Grösse u. Anordnung unregelmässig) werden 3 Sp. anerkannt: aureus BL, L. 1. 50—55, D. 9/32, A. 3/24 (syn.: arcuatus Bl., halt., paru Gth. part), westind. u. nördl.; arcuatusL., L. 1. 85—90, D. 10/29-30, A. 3/23-24 (syn: lutesc, paru Bl., Gth. part., C. V., 5-cinctus, littoricola 68), westind. u. südl. ; zonipectus, L. 1. 70, D.11/23, A. 3/20— 22 (.syn. als juv: crescentalis), Westamer., Eig. u. Hörn., 1. c, S. 9— 14. Holacanthus. Vgl. Pomacanthus. Eigenm. u. Hörn. p. 14—16 zählen als amerik. : P. passer (syn. als juv. : strigatus), pacif. ; tricolor, westind. ; ciliaris (syn. parrae, squamulosus, acul, formosus), westind. Ephippus, Bern. üb. Entwickl., Larve leuchtend? Ryder, s. S. 306. Mullidae. Upenoides sulph. u. japon., Bem. ; Nyström, Jap. F., 16. Upeueus dubius, hat auch im Vomer u. Palat. Zähne, daher zu MuUus gestellt; U. barb., 1 Stachel in A. vorh,; Nyström, Jap. F., S. 16, 17. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 335 Mullus barbatus, „Piain SurmuUet on the Devonshire Coast" 1885—1887 häufiger; E. Elliot, Zoologist XI 155. Mullus grandis Gast, nur älteres Ex. von dobula Gth., Douglas-Og., Pr. Z. S. Lond. 87, 615. Mulloides zeylonicus, Bern., von flavolin. versch. durch längl. Körper, breiteren Scheitel, rotbe Färb.; beide bei Maskat, wo auch Upeneus macron., cyclost., dispil. ; Boul enger, Pr. z. soc. 87, 658. Cirritidae. Chilodactylus zon. u. gibb., Bern.; Ny ström, Jap. F., 18. Seorpaenidae. Sebastes, zu den Tiefseef. gehören: S. marinus u. vivip. aus Nordeuropa, macrochir (Grth. 1880, Japan), hexanema (80, Ki-I.), ocul. (Magellan-Str. bis 345 Fd.); Günther, Ghali. XXII 18. — Seb, marm., oblongus, ventric. (jung, mit läng. P.), Bem.; Ny ström, Jap. F. 20. — Seb. vulpes Dd., Abb.; Steind. u. Död., F. Jap. lY, Tf. 2. „Sebastes norvegicus" von J. D. Matthews, 5 Expl., bei 90—100 Fd. östl. von Schottland geangelt, zeigen statt D. 15/15, A. 3/8-9 mar 12/12-14, 3/6 [also ähnlich dactylopt.]. 1 Expl. v. Shetland-I. 15/13, 3/7. Ann. Mag. (2) XX 445. Bathysebastes Död. 1885 wird Setarches Lowe (62) ; B. albescens nur durch Fehlen der schwarzen Fleckchen u. durch andre Länge der D. -Stach, von S. güntheri versch.; Steind. in Steind. u. Död., F. Japan IV 295, Abb. von Set. albesc. Tf. 1. — Setarches, dazu Bathysebastes, s. oben. Auch Lioscorpius viell. mit Set. zu vereinigen; L. lonciceps als Tiefsf. erw,, ebenso Bathys. alb.; Günther, Ghali. XXII 20. Setarches fidßensis, D. 101/10, A. 3/5, P. 23; Kopf unbeschuppt; Matuku, 315 Fd.; 1 Expl. 3 Zoll 1., jetzt verloren; Set. ist ein Tiefsee-Sebastes, 1 Sp, bei Madeira, 1 Sp. bei Neu-England; Günther Ghali XXII 19, Tf. 1, Fg. G. Scorpaena scrofa neu f. Brit., Day, „Occurr. of Sc. scr. off the south coast of England", Pr. z. Soc. London, 87, S. 342 — Sc. kagoshimana Dd., Abb.; Steind. u. Död. F. Jap. IV, Tf. 3, F. 1. — Sc. percoides Sol. syn.: barathri Hector 75, Südaustralien bis Fidji-J., bis 400 Fd. tief; Vert. 10/14-15; Sc. dactyL u. kuhlii als Tiefsf. erw.; Günther, Ghali. XXII 17. — Sc. brasil., neu f. Charleston; Jordan u. E., Pr. n. m. X 270. Pterois vol., lun. u. miles bei Maskat; Boulenger, Pr. z. s., 659. Synancidium erosum, Bern.; Ny ström. Jap. F. 19. Nandidae. Polycentridae. Teuthidae. Teuthis fuscescens, bei 1 Expl. D. 13/9; Nyström, Jap. F. 37. — T. javus u. orarain bei Maskat; Boul., Pr. z. s. 659. Berycidae. Als westind. aufgezählt: 1 Polymixia, 1 Beryx, 1 Anoplog., u. (als Farn. Holoc.) 8 Holocentrus, 1 Plectrypops, 2 Myripr.; Jordan, Pr. n. m. IX 577. Hoplostethus medit., syn.: japon., als Tiefsf. erw., Günther, Ghali. XXII 21. Trachichthys, trotz der Vomerz. wohl mit Hoplost, zu vereinigen ; bekannte Sp.: austr., jacks. 79, elong. (Abb. Tf. IV Fig. G.). fernandezianus (D. 5/14, A. 3/12, L. 1. 85, Scut. abd. 10, Juan Fern., 5 Zoll 1.), trailli 75 (Abb. Tf. 55, Fg. A; der After abnormer? Weise vor der Ventralis), macl. 80, intermedius (Abb. Tf. 5 Fig. D), darwini (Madeira, damit syn.: japon. 83); alle sind wohl Tiefseef.; Günther, Ghali. XXII 21-25. 336 Dr- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Anoplogaster cornutus, Gatt. - Diagn. , Bern., Tiefsf., Günther, Chall. XXII, 25. Caulolepis longidens, Tiefsf., Günther, Chall. XXII, 26. Beryx gerrardi, nahe affinis; 6; 13, 4/12; 37, 6/12; hint. Nasenloch kleiner u. weiter vom vord. als bei äff.; die 2 Leisten auf der Stirnmitte hinten con- vergirend (statt parallel), Adelaide, 34 cm 1. (Xyl.). B. affinis, Diagn. u. Xyl. B. lineatus C. V., syn.: mülleri Klz. 80. — Günther, „Australian f. of the genus Beryx", Ann. Mg. N. H. (5) XX 237—9. Beryx, Bern. üb. das Skelett, von 5 Sp. nur 2 in der Tiefsee: B. decad. (Abb. d. Skeletts Tf. 6) und splendens; Günther, Chall. XXII 31—33. Melamphaes, die 8 bekannten Sp., alle Tiefsf., sind: microps Gth. 78, typh- lops Lowe 43 (Abb. Taf. 5), megalops Ltk. 77 (Abb. Taf. 5), crassiceps Gth. 78 (Abb. Taf. 8), mizolepis Gth. 78, robustus (SW. v. Sierra Leone, 1850 Fd.), beani (crassic. Bean nee G.), suborbitalis Gill84.; Günther, Chall. XXII 26— 30. Malacosarcus g. n. ein verkümmerter Melamphaes. Kopf gross u. dick, dünnknochig, mit grossen Schleimhöhlen, auch Kanal der L. 1. weit. Maul gross, aufwärts gerichtet, Kiefer fast gleich, mit schmaler Zahnbinde, Palatinz. 0. Branch. 8, Psdbr. vorh. ; Praeop. u. Mandb. (unten) mit Dornen. Sq. dünn, glatt, abfallend, mittelgross, unregelm. Eine Dors. , C. ausgerandet, ob. u. unt. mit breiter Basalfalte; A.- Stacheln schwach; V. 5, klein, etwas hinter der P.; Kiemen 4, mit kurzen Blättchen u. langen Dornen. — M. macrostoma (= Scopelus macro- stoma Günther 1878), Pacifisch 2350 und 2425 Faden Günther, Chall., xxn3i. Stephanoberyx monae 84, als Tiefsf. erw., Günther, Chall XXII 31. Polymixia nur 1 Sp., nobilis (syn.: lowei, japonica, Dinemus venustus Poey 60), Abb. eines Ex. von Enosima (Japan) 345 Fd. (Taf. 1), auch bei Mau- ritius; Günther, Chall. XXII 34. Poromitra capito G. B. 83, als Tiefsf. erw., Günther, Chall. XXII 34. Myripristis kaianus80, als Tiefsf. erw., 140 Fd.; Günther, Chall. XXII 35. — M. mui'djan u. Holocentrum rubrum bei Maskat; Boul., Pr. z. s. 659. Kurtidae. Pempheris schomb. u. poeyi als westind. aufgezählt; Jordan, Pr. n. m. IX 577. Neopempheris peetoralis, 4/17, 3/26, 74, 11/10 (vom Anf. der D bis zur A-Basis), ähnl. ramsayi, aber ohne schwarz. Dorsalfleck, P. etwas kürzer als Kopf, L. 1. bogig bis zur Afterverticale, dahinter grade; Aird- River (Neu- Guinea) 40 km von der Mund.; Eamsay u. Dg.-Og., Pr. L. S. NSW. (2) II 563. Polynemidae. Polyn. pleb. bei Maskat; Boul., Pr. z. s. 660. — „Note of Polyn. californ. of Thorainot", ist wohl P. approximans Lay et B. juv.; Jordan, Pr. n. mus. X 322. Sciaenidae. Umbrina striata, 19 1/28, 2/7, 50, 8/13; Längsr. der Sq. mit dunklen Streifen, Bartf. sehr kurz, Präop. gezähnelt, C. abgestuzt, nur Sammet- zähne; Maskat (Arabien), 40 cm; Boulenger, Pr. z. soc. L., 87 p. 660. Corvina nigra, rothe Körp. d. Schwimmbl.; Coggi, s. S. 294. Haploidonotus grunniens, Töne; Hamilton, s. S. 311. Eques acuminatus, neu f. Charleston, sonst erst mex. Golf., Beschr.; Jordan u. E., Pr. n. mus. X 270. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 337 Xiphiidae. 1 Xiphias, 2 Tetrapt., 1 Istioph. als westind. bez. ; Jordan, Pr. n. m. IX 573. Xiphias gladins. An der Küste von Massachusetts wird ein Mann, der in einem Boot liegt, durch einen harpunirten, das Boot durchbohrenden Schwert- fisch tödtlich verletzt. Wilcox, Bull. N. S. Fish Comm. VI, 411, 417 (u. Zoologist XI 307). Xiphias gladius?, nom. indig. : pez espada oder missbräuchlich albacora. Durch Flossen-Dimensionen u. dunklere Färb, vom europ. abweichend, Philippi, Tib. de Chile, Appendice, p. 33, Tf. VIII 1 u. Zool. Gart. Bd. 28, p. 87. Histiophorus audax, nom. ind. : pez-aguja. D. etwa so hoch (44 cm) als der Leib, Schnabel bis zum Mundwinkel (beim (^) 72 cm (Totall. 272 cm) ; DI 38, n 5; Hautossificationen 25 cm 1., 2 br., ungegabelt; 5 silberne Schrägstr. unter der D I. Das $ 283 cm 1., seine Flossen verhältnissm. länger, A 2 (ver- stümmelt?), statt 12. Philippi, Tib. p. 35, Tf. VID 2, 3 u. Zool. G, Bd. 28, p. 88. — Hist. gladius u. brevir. bei Maskat; Boul., Pr. z. s. 660. Trichiuridae. 8. Sp. in 7 Gatt, als westind. bez.; Jordan, Pr, n. m. IX 573. !Nealotus tripes Johnson 65, wohl kein Tiefseefisch; der Typus verloren, Günther, Ghali. XXII 35. ?Aphanopus minor, R. br. 7, D. 41, Kopfl. 2^5 in Krpl. bis Anus (352 mm), Augd. 4^/5 in Kpfl., 2 Cauinen -f 6 grosse Z. im Intmx., 8 kürzere Z. in Mndb., Vomerz. u. Palz. 0; Pinna ventr. 0, dolchf. Stachel hinter d. Anus; Schwimmbl. vorhanden. App. pyl. 7; östl. Grönland, 65" N., 1 unvollst. Expl. R. CoUet, „Aph. m., en ny Dybvandsfisk af Trichiur. Fam." Forhandl. i Videnskabs-Selsk. i Christiania, Aar 86, Nr. 19. (7 S., 1 Xyl.). — Aphanopus carbo, als Tiefsf. erw., Günther, Chall. XXII 36, Tf. 7. Nesiarchus nasutus Johns. 62 (syn. Prometheus paradoxus Cap.), Tiefsf.; Günther, Chall. XXII 37. Lepidopus caudatus, Verbreitung, Xyl. des Beckens; L. tenuis 77, Beschr. u. Abb. (Tf. 7); L. elongatus (syn. Benthod. elong. G. B. 82), in Neuseeland u. Neufundland, sehr ähnl. tenuis, nur Flossenformel verschieden; sind Tiefsf.; Günther, Chall. XXII 37, 38. — L. argyreus, „Scabbard fish on the cornish coast", bei Marazion (Mount's Bay); Th. Cornish, Zoologist XI 114. Trichiurus coxii, D. 140 Kpfl. 8, Krph. 16^4 mal in Krpl. ; 1 schwarzer Fl. zw. 1. u. 4. Dst., P. schwärzl.; Broken Bay (Austr.), 100 cm; Ramsay u. Dg.-Og., Pr. L. S. NSW. (2) II 562. Trichiurus lepturus, bei Enosima (Japan) als Tiefsf. (345 Fd.); Günther, Chall. XXII 39. Euoxymetopon taeniatus Poey, wahrsch. Tiefsf.; E. poeyi, ein enormer vorderer D.- Stachel (viell. verloren bei taen.?) u. kein postanaler Dorn, sondern eine Schuppe, sonst gleich taen., Mauritius, 70 Fd., 78 Zoll 1.; Günther, Chall., 39, Tf. 43. Thyi-sites pretiosus u. prometheus als Tiefsf. erw., Günther, Chall. XXII 268. Gempylus serpeus, wahrsch. Tiefsf., Günther, Chall. XXII 41. Acronuridae. Acanthurus sohal, nigrof., xanth. bei Maskat; Boul, Pr. z. s. 660. Prionurus maculatus, 9/24, 3/23, Schnauze wie scalprum, auch dem laticl. Avch. f. Natuigesch. Jahrg. 1889. Bd. II. H. 1. 22 338 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen ähnl.; hell gefleckt; Port Jackson, 40 cm. Douglas-Ogilby, undescr. f. of the g. Prion.; Proc. Zool. S. London, p. 395. Carangidae. Als westind. werden aufgezählt; 2 Decapt., 2 Trachurus, 1 Trachurops, 10 Caranx, 2 Vomer, 1 Selene 1 Chlorose, 5 Trachinotus, 1 Naucr. 8 Seriola, 1 Elagatis, 2 Oligopl., 1 Pomatomus; Jordan, Pr. n. m. IX 575. Caranx jayaJcari, 8 V2i> 2 Vis; Sc. lat. klein, 30, Sammetz. in Kfr., V., Pal. u. Zunge; Kpfl. 4 mal , Krph. 3 V3 in Ttl.; Augd. 4 V2 in Kpfl., 1 % in Snzl.; kein Fettlid; llx. bis unter Vorderr. des Au.; Untkfr. länger; weiche D. u. A. vorn verläng.; Brust nackt, L. 1. wird grade unterh. der Mitte der w. D.; schwarzer Achsel- u. Opercfleck; Maskat (Ar.) 33 cm. Ausserdem noch dort: C. russelli (kurra), crumen., djedd. ferdau, fulvogutt. F., aui'ogutt. O.V. (fulvg. Rp.) helv., speciosus, hippos, chrysophrys (— oides Blk.), gallus (1 m 1.). Boulenger, Pr. z. soc. L., 87 p. 661. — C. delicatissimus, A. 2+1/21 (statt 11 bei Steind. u. D., Druckfehler?), ausserdem (von Nagasaki) genannt: equula, flavocoer., rauroadsi, trachurus; Ny ström. Jap. F., 34. Seriola quinquerad. (D. 6, 1/30) u. purpurascens (A. 2, 1/21); Nyström, Jap. F., 35. Seriola zonata C. trug auf der Haut einen Hydroidpolypen (Hydrichthys g. n.) als Parasiten oder Commensalen, bei Newi^ort Mass.; J.W. Fewkes, Nature Vol. 36, 604. Trachynotns falcatus, n. f. Charleston, beschr.; Jordan u. Eig., Pr. n. m, X 269. Seriolichthys bipinn. (1 m 1.), Chorin. lysan u. moad., Trachyn. baill. u. obl., Platax vesp. u. teira, Equ. fasc. u. edent. bei Maskat (Arab.), Boul. , Pr. z. s. 87, 661. Anomalops palpebratus, als Tiefsf. erw., Günther, Chall. XXII 41. Antigonia capros, in der Jugend nehmen sie an Höhe zu, später wieder ab ; lebt in massiger Tiefe (129 Fd.), Günther, Chall. XXII 44. Diretmus Johns. 63 (== Discus Campb. 79) provisorisch in die Nähe von Brama gestellt; D. argenteus nur durch die verbreiterten V.-Stacheln von aureus verschieden (Altersunterschied?); Tiefsf.; Günther, Chall. XXII 45. Cyttidae. Cyttus abbreviatus 75 (syn. Antigonia müUeri Klz. 80), Beschr. u. Abb. (Tf. 10), ein Tiefsf. (400 Fd.); Günther, Chall. XXII 42. Stromateidae. Zur Farn. Coryphaenidae gehört die Fam. Icosteidae. Günther, Chall. XXn46. Schedophilus medusoph. und lockingtoni (syn.: Icichthys lock.) als Tiefsf. erw., enigmaticus (syn.: Icosteus enigm. u. Schedophilopsis splnosus Std. 81) desgl., Beschr., u. Abb. (Taf. 44) nach Ex. v. Californien; Günther, Chall. XXII 46. Als westind. werden aufgezählt: 1 Lampris, 3 Brama (1 Steinegeria S. 607), 2 Coryph.; Jordan, Pr. n. m. IX 577. Brama japonica Bemerk.; Nyström, Jap. F., 30. — Brama raji, Abb. u. Beschr.; Mc Coy, Prodr. zool. Victoriae, Taf. 133. Nomeidae. Als eigne Familie Grammicolepidae (mit einem?) wird Gramm, brach. Poey u. ausserdem !Nom. gron. ferner 2 Psenes u. 1 Antigonia (als Farn. Psenidae?) als westind. aufgezählt; Jordan, Pr. n. m. IX 576. Cubiceps, dazu synonym Cypselichthys (s. Pristipomatidae). in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 339 Scombridae. 1 Scomber, 1 Anx., 2 Cyb., 1 Acathocyb., 3 Orcynus, 2 Eu- thynnus als westind. bez., Jordan, Pr. n. m, IX 574. Scomber scombrus, ein Zwitter (von Christiania) zeigt einseitige Zwittrig- keit mit überwiegendem Hodentheil, wie bei Malm's Expl. 1876; "Weber, s. S. 299. — Scomber kanag. u. janes. bei Maskat, Boul., Pr. z. s. 87 p. 662. Thynnus thynnus, 120 cm, mit 10 Flösschen bei Maskat, ebd. auch thunnina n. pelamys (auch Cybium comm. u. Elacate), Boul enger, Pr. z. s. 87 p. 662. — Orcynus thynnus. Dass die Thune nicht grosse Wandrungen vom Atl. Oc. bis Italien und Griechenl. machen, sondern nur aus den tiefen Stellen des Mittel- meers zu den benachbarten Küsten aufsteigen wird durch die regellose Zeit ihres Erscheinens an den verschiedeneu Faugplätzen bewiesen. O. germo u. pelamys haben eher pelagischen Charakter. Pavesi, R. istit. Lomb., Rendic. (ser. 2) XX, fasc. 8, p. 311 (Ausz.: Biol. Centrbl. VII 493-7; desgl. S.Calloni in: Arch. soc. phys. nat. Geneve (3) XVII 536—42). — „Tunny at Penzance" 11. Juli junges Ex. gestrandet, Pilchard im Magen, Fleisch trefflich; Th. Cornish , Zoologist XI 307. — Thynnus pelamys, Bern.; Nyström, Japan. F., 31. Cybium, Enwicklung; Ryder, s. S. 306. Elacata, Entwicklung (Concrescenztheorie), Ryder, s. S. 806. Trachinidae. Uranoscopus kaianus Gth. 80, Tiefsf. (140 Fd.), Günther, Chall. XXII 49. Neopercis atlantica, sehr nahe multifasc. Död., aber P. kaum den Anf. der A. überragend, Stirn kaum '/s Augd., Max. nur bis unter Vorderraud des Auges, Qb. vollständiger; Cap-Verd. Ins. 80 mtr., Gatt. (incl. Percis) neu f. Atl. Oc; Vaillant, C. rend., T. 105 p. 1032 („Pres, de Neopercis dans l'Atlantique") u. Bull. soc. phil. Paris, (7) XII 7—9 („genre nouv. pour l'Atl."). Bathydraco, nahe Chaenichthys ; B. antarcticus 78, Beschr. u. Abb. (Tf. 8); Günther, Chall. XXII 48. Aphritis gobio Gth. 80, als Tiefsf. (140 Fd.) erw., Günther, Chall. XXII 48. Acanthaphritis grandisquamis Gth. 80, Tiefsf. (140 Fd.), Günther, Chall. XXII 49. Champsodon vorax Gth. 80, Tiefsf. (115 -152 Fd.) , G ü n th e r , Chall. XXII, 49. Hoplolatilus g. n.?; Latilus fronticmdus, 10,13!, 2/12, L. 1. 125; Praeop. u. Op. stark bedornt, Infraorb. sehr schmal, Kehlbrücke sehr breit; Mauritius, 20 cm; Günther, Pr. Z. Soc. Lond., p. 550, Tf. 48. Pseudochromis persicus. Persischer Golf, J. A. Murray, Journ. Bombay n. h. Soc. n p. 49 u. Ind. Ann. N. H. I p. 24. Opisthognathus muscatensis, 25—27, 15—17; Mx. bis Mitte zw. Auge u. Pbasis ; braun mit dunklen Flecken, grosse ovale Ocelle zw. 3. u. 7. Dstr., Arabien (Maskat) 30 cm, Boul enger, Pr. z. s. 87, 662, Taf. 54; (Ebd. auch Percis nebul u. albog. sowie Sill. sihama erw.) Opisthognathus inornatiis, 12/16, 2/14, Sq. sehr klein, L. 1. nur bis 9. D- Stach., Mx. 2/3 der Kpfl.; einfarbig braun; Derby (Austr.), 28 cm; Ramsay u. Dg.-Og. Pr. L. S. NSW. (2) II 561. Opisthognathus, 3 westind. Sp.; megastoma syn. zu macrognatha Poey; Jordan, Pr. n. m. IX 598, 608. Gnathypops (viell. fem. zu Opisthogn.), ebd. 22* 340 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Notothenia mizops 80, als Tiefsf. erw. (120 Fd.), Günther, Chall. XXII 268. — Not. filholi, Campbell-I. Sau vage in: Filhol, Miss. Campbell, Mem, Passage de Venus III, pt. 2, p. 345 (1885). Malacanthidae. Psyohrolutidae. Batrachidae. Batr. grunniens L. (trisp. Gthr.) bei Maskat, Boul., Pr. z. s., 87, 662. Thalassophryne chivi, durch zahlr. Str. (D. 2/33, A. 30) von den 5 bek. Sp. versch., Panama u. Puuta Arenas; Jordan u. Gilbert, Pr. U. S. nat. mus. X 388. Pediculati. Lophius, Bauchhöhle frei von Bacterien, Ewart, s. S. 291. — Mit Lophius viell. generisch zu vereinigen: Melanocoetes, Oneirodes u. Ceratias; L. pisc. als Tiefsf. (bei Neuengland 120-365 Fd.) erw., L. naresi Gth. 80 ist stets Tiefsf.; Günther, Chall. XXII 49. Himantolophus reinhardti, jung. Ex. (Island, 207 mm lang) hat einfachem Schopf am Stirntentakel (Xyl.). Das Skelett des erwachsenen beschr. u. ab- gebildet; "Wirbel 10/9, Knochen am Kranium gut entwickelt; mit dem Schädel von Ceratias verglichen. Lütken, Fortgesetzte Beitr. z. K. d. arkt. Tiefsee- Pediculaten, insbes. des Gen. Himantol., Kong. Danske vidensk. selskabs Skrifter (7) Natur.-math. Afd., IV S. 323—334, 1 Taf. (dänisch m. Franz. Ausz.). — Him. groenl. u. reinh. als Tiefsf. erw., Günther, Chall. XXII 51. Aegaeonichthys appeli Clarke 78, Neuseeland, desgl., ebd. 52. Ceratias. Günther, Chall. XXII 52—55, giebt Bemerk, üb. 6 Sp. u. folg. Schlüssel : I. Zwei Stachelstrahlen auf dem Kopfe . . . . C. {Diceratias sg. n) bi- spinosus. II. Ein Stachelstrahl auf d. Kopfe. A. Ein 2. Stach, auf d. Rücken, mit seitl. Karunkeln, Vomerz, . . . C. (Ceratias) holböUi. B. Kein Stach, a. d. Rücken; mit Karunkeln. 1. Kar. von der weichen Dors. entfernt. a) Nur 2 Kar.; Vomerz. C. (Mancalias) uranoscopus. b) 3 Kar. ; Vomerz. ? C. (Typhlopsaras) shufeldti. 2. Kar. unmittelbar vor der w. D. a) Terminales Kopfglied sehr kurz . . . . C. (— ) carunculatus. b) Term. Kopfgl. lang C. (Cryptopsaras) couesi. Cer. bispinosus, ähnl. johnsoni, ab. Haut sammetartig durch feine Stacheln, Vomzbinde in der Mitte unterbrochen; Bauda-I., 360 Fd., 8 cm; Taf. 11 Fg B. C. carunculatus,'^ = couesii, Südl. v. Tokio, 345 Fd., 4 cm; Taf. 11 Fg. D.; C. uranosc. Beschr. u. Abb. (Tf. 11, C), Atl. Oc. 2400 Fad. Oneirodes, vergl. Lophius ; 0. eschrichti, Bemerk., Tiefsf.; Günther, Chall. XXn 56. Melanocetus (Lyocetus ?,g.n.) murrayi, D. 1/13, A. 4, P. 14, sehr ähnl. ohnsoni, aber ohne Vomz.; mittlerer Atl. Oc, 1850 u. 2450 Fd., 13 Zoll 1.; Günther, Chall. XXII 57, Tf. 11 Fg. A. Linophryne lucifer, Tiefsf., Günther, ebd. 57. Antennarius marm., über dessen Nest, Vaillant, C. r. .soc. biologique (Paris), (8) IV 732. — A. nummifer bei Maskat, Boul., Pr. z. s. 663. in der Ichthyologie während des Jahres 1887. 341 (Antennarius.) Pterophrynoides histrio (L.), syn. : A. marm. Gthr. ; A. scaber C, syn.: histrio G.; multiocell., syn.: annul. Gill; Jordan, Pr. n. m. IX 603. Channax, nur 1 Sp.: pictus (syn. fimbriatus), bek. von Madeira, Japan, Viti-I., Neu-England; Günther, Ghali. XXII 58, Expl. v. Viti (315 Fd.) Abb. Tf. X Fg. A. Halieutaea senticosa 81, als Tiefsf. erw., Günther, ebd. 59. Dibranchus atlanticus 75, desgl. (360! Fd.), Günther, ebd. Cottidae. Cottus scorpius, Entwickl., Cunningham, s. S. 297. — Cottus szanaga Dyb. von poecilopus nur durch kürzeren u. niedrig. Schwanzstiel versch., viell. nur var.; C. haitej Dyb. zur Gatt. Uranidea, hat aber stärkere Kopf- bewaffnung u. die freie Kiemenhautfalte angedeutet, daher Ur. nicht als Gatt, abzutrennen; Herzst. u. Warpach, Fischf. Amurb., S. 17 u. 54. — C. hilgen- dorfi, Abb.; Steind. u. Död., F. Jap. IV, Taf. 4, f. 3. Cottus, dazu als Subg. Cottunculus (s. uut.). C. hathyhius, D. 5/10, A. 7, P. 17, V. 3; durch stark entwick. Schleimkanäle als Tiefsf. charakterisirt; graubraun, Kehle u. Flossen schwarz; Südl. v. Tokio, 565 Fd., 6 cm 1.; Günther, Ghali. XXII 62, Tf. 10, 0. Cottunculus, charakterisirt durch Verschmelz. der 1. u. 2. D. u. durch Theilung der Vom z. in 2 Gmppen; nur ein Subg. von Cottus. C. microps, als Tiefsf. erw.. Bemerk, u. Abb. (Tf. 9, A); Cottunc. thomsoni (Cottus th. Gth. 82, syn.: Cottunc. torvus 83) verbindet beide Gattungen, Beschr. u. Abb. (Tf. 9, B); Günther, Chall. XXII 60, 61. Centridermichthys affinis St. u. D., Tango (Westküste) u. Kanagawa, 10/19, 17, Orbitaltent. vorh., P. ungefleckt, Schnauze = Augd.; argenteiis D. (? = schlegelii D. juv.), Tokio; elegans St. juv.?; nudus D., Tokio; Schlüssel der 10 jap. Sp., Abb. von C. schlegelii Tf. 3, f. 2; Steind. u. Död., Fische Jap. VI, 257—9. — Centr. uncinatus als Tiefsf. (223 Fd.) erw.; Günther, Chall. XXII 62. Icelus hamatus (syn. furc. 65), als Tiefsf. (250 Fd ) erw.; ebd. 63. Triglops pingelii als Tiefsf. (263 Fd.) ei-w.; Günther, ebd. 63. Platycephalus subfasciatus, 1/8/12, 11, L. 1. 74; Mauritius, 25 cm; Günther, Pr. Z. Soc. London, p. 551, Taf. 49. — Platyc. insid , punct. macrolepis, rudis, jap., asper, Notizen; Steind. u. Död., F. Jap. IV, 259—61. — Platyc. punct., Bem.; PL macrolepis 1/8/11, 11, 50; Nyström, Jap. F. 25, 26. Bembras laevis, Körph. 10 mal in Ttl., obere Kopffläche gänzlich ohne Dornen u. Kiele, 6/14, 15, 40; [Nagasaki] 135 cm; Nyström, Jap. Fisk., 26. — B. japon., Tiefsee; Steind. u. D., 261. Hoplichthys langsd., Notizen, Steind. u. Död., F. Jap. IV 261. Prionotus jap., s. Lepidotrigla. Lepidotrigla serridens, 9/17, 17; L. 1. 65., L. güntheri (Beschreib.); L japonica (präocc. vergl. unten!), 8/15, 15, 55, die Knochenplatten neben der D, ähnl. günth., sonst ähnlicher serridens; Nyström, Jap. Fisk., 21—3. — Lepido trigla longispinis St. u. D. 8-9/15, 15, L. 1. 58— 60, 2 D.-Stach. IV3 in Kpfl. Tokio, Tf. 4, F. 1; L. microptera Gth., wozu als ad. L. strauchii Std., Abb, Tfl. 4, F. 2.; microptera Gth. juv., an L. maculosa Död.?, 7 cm, Tango, jap. West küste; japonica Blk. hat keine Gaumenz., daher zu Lepidotr. statt Prion.; L bürgeri, Bern.; Steind. u. Död., F. Japans IV 261—5, 342 ^^- F- Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Trigla kumu, jung mit 4 Qb. von Flecken; P.-Länge bei ad. u. juv. ca. VsTotl.; Steind. u. D., ebd. 265. — Trigla leptacantha u. spiloptera (80), als Tiefsf. (140 Fd.) erw.; Günther, Chall. XXII 63. — Trigla arabica, 7/12, 12; nahe hemisticta; 1 Ex. 23 cm bei Maskat; die Gattung bisher in Indien u. Ostafr. unbekannt. Boulenger, Pr. z. s. L., 87 p. 663. (Ebendort auch Platy- ceph. insid.). — Tr. gurnardus, Ei; Scharff, s. S. 298; rothe Körper der Schwimm- blase, Coggi, s. S. 294. Cataphracti. Agonus decagonus, als Tiefsf. (260 Fd.) erw.; Günther, Chall. XXn 65. Peristethus, wahrsch. alle Sp. bis in die Tiefsee gehend; P. miniatum (sehr nahe brevirostre), molucc, murrayi, liorhynchus, micronema, truncatum als Tiefsf. erwähnt; Günther, Chall. XXII 64. — Peristethus sp., 7/15, 15, L. 1. 24 [34 Day]. Präorb. Fortsätze kurz, S'/j in Schnzl. Ein Paar Dornen auf dem Occiput., das jederseits eine niedrige, in 1 Stachel endende Leiste trägt, vordere verticale Platten länger als breit. Die Opercularleiste bildet e. kräft Dorn. Untkfr. mit Barteln, der äussere länger; einfarbig roth; tieferes Wasser bei Galle (Ceylon); Genus neu f. Indien; Haly, Taprob. I 166. [1888 von Day P. halei genannt.] Dactylopterus peterseni, nur 1 freier Str. vor D., C. pyl. 13, Occipital- fortsätze bis zum 2. D.-Stachel, Abstand ihrer Spitzen l'/a Mal in der Länge des Einschnitts zwischen ihnen; Nyström, Jap. Fisk., 24. Pegasidae. Diseoboli. „Cyclopteras lumpus at Scilly" bei 2 ^ (16 Zoll) war der Saugnapf deutlich von den Brustfl. geschieden, hart u. anscheinend für Adhaesion un- brauchbar (Alterszeichen?); Th. Cornish, Zoologist XI 196. — „On the Welsh Coast" ebenso wie Anarrhichas selten. G. H. C. Haigh, ebd. 273. — Cycl. spinosus als Tiefsf. erw. (129 Fd.), C. orbis viell. synon.; Günther, Chall. XXII 66. — Entwickl. von Cycl., Cunningham, s. S. 297. Liparis C. wird Cyclogaster Gron. 1763; Jordan, Pr. z. m. 1X542 (1886). — L. vulg. u. mont. , einige kurze biolog. Noten, W. A. Smith, Pr. r. phys. s. Edinb. 85/6, pag. 143. — Entwickl. von Lip., M'Intosh, s. S. 319 u. Cunning- ham, s. S. 297. Liparis micropus, D. 35— 37, A. 35—36; Schwanz dünn, wie Careproctus; Kopfl. V4 der Körperl, (mit C), Ventralscheibe '/4