^^^'C^fiü^^iiiTi^Sk'Ä^^''^' ^':^^!f^ '•*• >^r-^ ARCHIV FÜE lATTJE&ESCIICSTE. I GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN, FORTGESETZT VON W. F. ERICHSON, F. H. TROSCHEL UND E. VON HÄRTENS. HERAUSGEGEBEN Dr. F. HILGENDORP, CUSTOS DES K. ZOOLOG. MUSEUMS ZU BERLIN. FÜNFlJNDFtNFZIGSTJER JAHRGANG. II. BAND. Berlin 1889. NICOLAISCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG E. STRICKER. Inhalt des zweiten Bandes. Erstes Heft. Seite Dr. Ernst Schaff. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Säagethiere während des Jahres 1888. Allgemeines 1 Anatomie und Physiologie 4 Entwickhing 34 Biologie (Land- und Forstwirthschaft) 52 Geographische Verbreitung und Faunen 62 Fossile Säugethiere 67 Systematik 82 Aiit. Reichenow. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 1. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxiderniie 102 2. Anatomie, Embryologie 104 3. Hautbedeckung, Pterylographie, Flugvermögen 108 4. Mauser, Abänderungen, Bastarde 110 5. Palaeontologie 111 6. Geographische Verbreitung, Wanderung, Faunistik 111 7. Lebensweise 133 8. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel 137 9. Systematik 143 Dr. Oskar Boettger. Bericht über die Leistungen in der Herpeto- logie während des Jahres 1888. Reptilia. Allgemeines 163 Anatomisches, Ontogenie, Biologie, Palaeontologisches(vergl. auch die einz. syst, Abth.) 166 Faunistisches (desgl.) 179 Systematisches (Lacertilia, Rhiptoglossa, Pythonomorpha, Ophidia, Ornithosauria, Dinosauria, Crocodilia, Chelonia, Sauropterygia, Ichthyopterygia,Rhynchocephalia, Protero- sauria, Proganosauria, Theromorpha 192 IV Batracliia. Allgemeines 239 Anatomie, Ontogenie, Biologie und Palaeontologie (vergl. auch die einz. syst. Abth.) 240 Faunistisches (desgl.) 246 Systematisches (Ecaudata, Caudata Stegocephala) . . . 251 Dr. F. Hilgendorf. Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des Jahres 1887. Allgemeines 273 Anatomie und Physiologie 273 Entwicklung (incl. Phylogenie) 300 Biologie 310 Nutzen und Schaden. Fischzucht 312 Faunen 315 Fossile Fische 326 Systematik 328 Dr. Joh. Thiele und Dr. W. Kobelt. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der üalakologie während des Jahres 1888. L Bericht über AUg., Physiol., Anat. u. Entwickl. v. Dr. Thiele. Zeitschr., Jahresberichte, Sammelwerke, Lehrbücher und Vermischtes 378 Vermischte Mollusken 380 Amphineura 385 Scaphopoda 387 Cephalopoda 387 Lamellibranchiata 395 Gastropoda 406 IL Ber. über die geogr. Verbreitung, System, und Biologie von Dr. Kobelt. Verzeichniss der Publikationen 429 1. Geographische Verbreitung 443 2. Systematik 452 3. Biologie, Verwendung. Zucht etc , . 469 Zweites Heft. Dr. Ph. Bertkaii. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1888. Allgemeines 1 Arachnoidea 29 Linguatulina 31 Acarina 31 Tardigrada 39 Opiliones 40 Chernetina 41 Pedipalpi 42 Scorpiones 43 Seite Araneae 43 Solifugae 57 Myriapoda 57 Peripatina 57 Chilognatha 58 Chilopoda 60 Insecta 62 Thysanura 62 Rhynchota 64 Orthoptera (Genuina, Physopoda u. Pseudoneuroptera) .... 80 Neuroptera , . . . . 105 Diptera 107 Lepidoptera , . 127 Hymenoptera 170 Coleoptera 199 Dr. (t. Herbert Fowler. Bericht über die Leistungen in der Carcino- logie während des Jahres 1887 (Uebersetz. v. Dr. F. Hilgeudorf.) Verzeichniss der Publicatiouen (mit Besprechung der Anatomie, Physiologie, Entwicklung, Faunistik) 265 Uebersicht nach dem Stoff (zu vorstehendem Verzeichniss) . . . 277 Systematik 279 Drittes Heft. Prof. Dr. M. Braun. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der freilebeuden Wärmer während des Jahres 1888. 1. Vermes im Allgemeinen 1 2. Ringelwürmer 7 3. Aberrante Formen 37 4. Freilebende Plathelminthes 39 Anhang (Dicyemidae u. Orthouectidae ; Trichoplax; Haplodiscus) . 44 Dr. von Liustow. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1888, Allgemeines . . : 46 Nematoden 49 Gordien 72 Acanthocephalen 75 Trematoden 76 Cestoden 84 Dr. W, Michaelsen. Jahresbericht über die JBryozoen für 1888. Anatomie, Physiologie, Biologie 93 Systematik, Faunen 97 Palaeontologie 106 VI Seite Dr. A. CoUin. Bericht über die Brachiopodenliteratnr des Jahres 1888. Litteraturverzeichniss 108 Allgemeines, Anatomie, Biologie 109 Faimistik, Systematik 110 Dr. Maximilian Meissner. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Hchmodermen im Jahre 1888. Verzeichniss der Publicationen (mit Besprechung der Anatomie, Physiologie, Entwicklung, Faunistik) 111 Uebersicht dazu nach dem Stoff 128 Systematik 129 Dr. E. Vanhöffeu. Jahresbericht für 1888 über die Coelenteraten mit Ausschluss der Spongien und Anthozoen. Verzeichniss der Publicationen 135 Allgemeines 139 Hydromeduseu 143 Hydrocorallinae 147 Siponophoren 147 Scyphomedusen 158 Otenophorae 162 Fossilia 163 Dr. A. Ortmauu. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Anthoxoen während des Jalires 1888. Ontogenie 167 Morphologie, Anatomie, Histologie 168 Systematik und Faunistik 172 Palaeontologie 173 Riffbildung 175 Bericht ül)er die Leistungen in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. Von Dr. Ernst Sehäff. Berlin. Allgemeines. Allsten, E. E., Natural History in Southern Germany. — Rep. Rugby School Nat. Hist. Soc. 1887, p. -29—40 (Erschienen 1888). Ball, V., Further Notes on the Identification of the Animals and Plants of India which were known to early Greek Authors. — Proc. R. Irish Acad. III S. T. I, p. 1—9. Bolau, Heinrich, Waltiere, in Neumayr's Anleitg. z. wissensch. Beob. auf Reisen. 2. Aufl. Bd. II, p. 363—372. Anleitung zur Untersuchung und Präparation toter Wale und ihrer Teile, Masssehema, Beobachtung lebender Wale. Brass, A., Kurzes Lehrbuch der normalen Histologie des Menschen und typischer Tierformen. Mit 210 Abbldgn. Leipzig 1888. Büchner, Eugen, Instruktion zum Sammeln von Säugetieren. St. Petersburg 1888. Leider russisch! Chauveau, Ad., Trattato di anatomia comparata degli animali domestici, riveduto e aumentato colla collaborazione di S. Arloing. Prima traducione italiana nella terza edizione francese a cura dei dottori Frederico Boschetti e Vittorio Collucci, coli' aggiunta di un appendice d'istologia generale del dott. Tommaso Longo. Torino 1888. Davis, J. R. Ainsworth, A Text-book of Biology: comprising vegetable and animal Morphoiogy and Physiology. Philadelphia 1888. Ellen berger, W., Grundriss der vergleichenden Histologie der Haussäugetiere. Mit 373 Abbildgn. und einem Anhang: Anleitung zu histologischen Untersuchungen. Berlin 1888. Flower, W. H., Einleitung in die Osteologie der Säugetiere. Nach der 3. unter Mitwirkung von Hans Gadow durchgesehenen Original- Ausgabe. Mit 134 Figg Leipzig 1888. Arch. f. Natuigesch. Jahrg. IgSO. Bd. H. H. 1. 1 2 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Deutsche Uebersetzung der 1885 erschienenen III. Aufl. des bekannten englischen Werkes. Gill, Theod., Eutheria and Prototheria. — Auieric. Naturalist Vol. 22., p. 258—259. Verf. betont, dass er die Ausdrücke Prototheria uud Eutheria in einem andern Sinn brauche als es Huxley thut, bei dem die Be- zeichnungen lediglich Synonyme für Ornithodelphia oder Monotrenien und Monodelphia oder Placentalier seien (hierzu kommt noch Meta- theria=:Didelphia oderMarsupiaha). Diese Anwendung der erwähnten Namen hält Gill für überflüssig. Er selbst fasst Placentalier und Marsupialier als Eutheria zusannnen, während er die Monotremen Prototheria nennt; in dieser Art gebraucht sind nach G. die Namen ,,expressions of a higher generalization." Guida del R. Istituto Geologico di Bologna. Bologna 1888. 12". Mit Illustr. Enthält Angaben über fossile Säugetiere. II artmann, R., Die Säugetiere. In Neumayr's Anleitung zu wissensch. Beob, auf Reisen 2. Aufl. II, p. 528—562. Berlin 1888. Allgemeine Winke für Reisende, welche, ohne Fachzoologen zu sein, Säugetiere beobachten wollen. 1. Einsammeln von Nachrichten über die in einem Lande vorkommenden Säugetiere, Beachtung der Reste und Teile von solchen, Beobachtung lebender Tiere. 2. Be- schreibungen, Messungen, Zeichnungen, photographische Aufnahmen, Verbreitungskarten. 3. Sammeln, Conserviren, Versenden von Säuge- tieren oder Teilen derselben. Hertwig, 0., Lehrbuch der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der Wirbeltiere. Jena 1888. 507 S. mit vielen Abbildgn. Jackson, W. H., Rolleston's Forms of Animal Life. A Manual of Comparative Anatomy with Descriptions of Selective Types, Oxford 1888. S^. Illustr. Jentink, F. A., Catalogue systematique des Mammiferes (Rongeurs, Insectivores , Cheiropteres , Edentes et Marsupiaux). Leiden 1888. Enthält die im Musee d'hist. nat. des Pays-Bas befindlichen Arten der angegebenen Ordnungen. Jordan, D. S., A Manual of the Vertebrate Animals of the Northern United States, including the district north and east of the Ozark Mountains, south of the Laurentian Hills, north of the southern boundary of Virginia, and east of the Missouri River. Inclusive marine species. V. Ed. Chicago 1888. 12'^. Die vorliegende (seit 1876 die 5.) Auflage ist wiederum neu bearbeitet und mit dem jetzigen Stande der Wissenschaft in Ein- klang gebracht worden. P. 314 — 344 enthält die Säugetiere des im Titel angegebenen Gebietes, im Allgemeinen nach Gill's „Arrangement of the Families of Mammals" angeordnet, 116 Arten. Bei den Ord- nungen findet sich ein analytischer Schlüssel zum Bestimmen der Familien, ebenso bei den grösseren Familien ein solcher für die Gattungen. Kurze prägnante Angabe der Merkmale ermöglicht trotz in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 3 der Kürze ein sicheres Bestimmen. Von Phociden ist nur Ph. vitulina angegeben (keine weitere Art? Ref.). Aehnliclie Werke für grössere Gebiete wären sehr wünschenswert. Katalog der von N. M. Przewalski während seiner Reise in Centralasien zusammengebrachten Zool. Sammhmg. 34 S. Text mit Atlas von 11 Tfln. St. Petersburg 1887 (!) In russischer Sprache. Lydekker, R., Mammalia. — Zoolog. Record for 1888, p. (35) 1—64. Uebersicht über die Säugetier-Litteratur des Jahres 1888. Im vor. Ber. nachzutragen dasselbe für 1887. M'Fadyean, J. , The Comparative Anatomy of Domesticated Animals. Part. I, Osteology. With Figg. London 1888. Moreno, F. P., Informe Preliminar de los Progresos del Museo La Plata, durante el Primer Semestre de 1888. — Boll. Mus. La Plata 1888, p. 1—35. Munk, J., Physiologie des Menschen und der Säugetiere. 2. verb. und verm. Aufl. Mit 90 Holzschn. Berlin 1888. Natural History Plates for Schools, with füll Description of each Plate. London 1888. Von Säugetieren die Giraffe. Perrier, Edmond, Elements d'anatomie et de physiologie animales. Annees V et VI. Paris 1888 (?) Illustr. Reichenow, Ant., Bericht über die Leistungen in der Natur- geschichte der Säugetiere während des Jahres 1886. — Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. 1887 (1) Bd. IL, p. 1—48. Derselbe, Handwörterbuch der Zoologie, Anthropologie und Ethnologie. Bd. V. Breslau 1888. 8 «. Enthält „Landschaf ' bis „Nervenleiste"; die nicht domestizirten Säugetiere behandelt A.v.Mojsisovics, die Haussäugetier-Rassen Roeckl. Renooz, C, L'evolution de l'homme et des animaux. Histoire positive du developpement primitif demontree par le developpement embryonnaire. Fase. I. Paris 1888. Illustr. Schaff, Ernst, Bericht über die Leistungen in der Natur- geschichte der Säugetiere während des Jahres 1887. — Arch. i. Naturgesch. 54. Jahrg. 1888. Bd. II., p. 1—90. Derselbe, Leitfaden der Zoologie für Studirende der Natur- wissenschaften und der Medizin. Mit 101 Abbildungen. Stuttgart 1888. S. 186—214 behandelt die Säugetiere. Die Sirenia müssten richtiger als besondere Ordnung, nicht als Unterordnung der Cetaceen aufgefasst werden. Schlosser, Max, Zoologie. Litteraturbericht in Beziehung zur Anthropologie mit Einschluss der fossilen und recenten Säugetiere für 1884. — Arch. f Anthropol. Bd. XVH, p. 118-194. Settegast, H. , die Tierzucht. 1. Bd. Die Züchtungslehre. Mit 198 Abbildgn. und 5 Tfln. Rassetieren. 5. neu bearb. Aufl. Breslau 1888. Steffahny, Emil, Zur Untersuchungsmethode über die Topo- graphie der motorischen Innervationswege im Rückenmark der Säuge- 1* 4 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen tiere, mit besonderer Rücksicht auf das Halsmark der Kaninchen. — Beitr. z. Anat. u. Physiol., hersg. von Eckhard, Bd. XII, p. 41 — 217. Struthers berichtet über seine Methoden zur Darstelkmg und Conservirung von Gehirnen und Gehirnpräparaten. Proc. Anat. Soc. Great Brit. (in Journal of Anat. and Phys. New S. Vol. IL, p. 309 ff.) Sükhia, N. Hormasji Edalji, A Manual of Comparative Anatomy of Domesticated Quadrupeds. Bombay 18871 Thomas, Oldfield, vergl. unter Systematik, Marsup.! Wächter, C, Methodischer Leitfaden für den Unterricht in der Zoologie. Mit besonderer Berücksichtigung der Leutemann-Brass- Schumann'schen zoologischen und zootomischen Wandtafeln. 2. verb. Auti. I. Die Wirbeltiere. Braunschweig 1888. Mit 157 Abbildgn. Anatomie und Physiologie. Allgemeiues. Albrecht, Paul, Schemata zu Veranschaulichung Albrecht'scher vergleichend-anatomischer Theorien. Serie I, Bl. 4: Der rechtsseitige vordere und hintere Zwischenkiefer eines mit doppelseitiger Hasenschartenkieferspalte behafteten, jederseits tetre- piprotodonten jungen Pferdes. 1 kolor. Tfl. in Gr. Folio. Serie I, Bl. 5. Der rechtsseitige Gesamtzwischenkiefer eines normalen jeder- seits triepiprotodonten jungen Pferdes. 1 kolor. Tfl. in Gr. Folio. Serie III, Blatt 6: Quadratum, Metapterygoid, Ectopterygoid, Praeo- perculum und Mandibula des Menschen. 1 kolor. Tfl. in Gr. Folio. Hamburg 1888. P. Albrecht's Selbstverlag. Vergl. Brass Unter Allgem., Chauveau ebenda. Cohnstein, J., und Zuntz, N., Weitere Untersuchungen zur Physiologie des Säugetierfoetus. (Aus dem thierphysiol. Laborat. der landw. Hochschule zu Berlin). — Arch. f. d. ges. Physiol. Bd. XLIL, p. 393—408. Daremberg, G., Les injections sous-cutanees d'huile chez les cobayes et les lapins. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 702—704. Verf. untersucht die Wirkung subcutaner Einspritzungen von Leberthran, Oelsäure, Petroleum etc. auf MeerscliAveinchen und Kaninchen und constatirt, nach welcher Zeit resp. bei welchen Gaben der Tod eintritt. Vergl. Ellenberg er unter Allgem., Flow er ebenda. Galtier, V., Nouvelles experiences tendant ä demontrer l'efficacite des injections intra-veineuses de virus rabique en vue de preserver de la rage les animaux mordus par des chiens enrages. — Comptes rend. hebd. Acad. des sciences T. CVII, p. 798 — 799. Verf. führt Beispiele an für die Richtigkeit seiner früheren Mittheilungen, dass man Wiederkäuer und Schweine, welche von tollen Hunden gebissen wurden, durch Impfen von Wutgift in die Venen gegen die Folgen des Bisses schützen kann. in der Naturgeschichte fler Säugetiere während des Jahres 1888. 5 Gegenbaur s. unter Anat. u. Phys., Skel. Klaatsch, H., lieber den Arcus cruralis. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 679—686. Mit 3 Abbildgn. (Ref. Verb. Anat. Gesellscb. Versammlg. Würzburg 1888). Durch Untersuchungen an Aifen und am Menschen gelangt Verf. zu dem Ergebniss, dass sich die etwas complizirteren Zustände der Schenkelbeuge beim Menschen auf einfache Weise aus mehr in- differenten Verhältnissen ableiten lassen und dass Henle's Beschreibung des Arcus crur. durchaus richtig ist, während der Name von andern Autoren in verschiedenem Sinn gebraucht wird. Lebouq, H., Recherches sur la Morphologie de la Main chez les Pinnipedes. — Stud. Mus. Zool. Dundee I, p. 1 — 8. Vergi. auch Lebouq unter Entwickig. Mc Bride, J. A., Anatomical Outhnes of the Horse. III Ed. London 1888. Vergl. auch M'Fadyean unter Allgem., Munk ebenda. Nehring, A., Die Altersbestimmung des Schwarzwildes nach dem Gebiss und nach dem Gewicht. — Deutsche Jägerzeitg. Bd. X, p. 721 ff., 741 ff., 757 ff". Verf giebt eine Darstellung des Zahnwechsels des Wildschweins und weist nach, dass das Gebiss sichere Anhaltspunkte zur Be- stimmung des Alters bietet, während das früher bisweilen diesem Zweck dienende G »wicht sehr unzuverlässig ist. Vergl. Perrier unter Allgem. Rosenthal, J., Calorimetrische Untersuchungen an Säuge- tieren. — Sitzungsber. Kgl. Preuss. Akad. Wissensch. Berlin. Jahrg. 1888, p. 1309—1319. Verf. stellt fest, dass ein im Ernährungsgleichgewicht befindliches Tier entgegen der bisherigen Annahme nicht stets die gleiche Anzahl von Calorien in 24 Stunden produzirt. Es folgt daraus, ,,dass eine Berechnung der wirklich erfolgten Wärmeproduktion aus der Nahrung ebensowenig möglich ist, wie die aus den Aus- scheidungen". Die Verbrennung der Nahrungsstoffe im Tierkörper liefert nicht mehr, wie Dulong und Despretz gefunden hatten, sondern höchstens so viel Energie als den Verbrennungswärmen der Stoffe zukommt, meistens aber weniger. Es ist dies sehr natürlich, da nur unter ganz besonders günstigen Umständen die Verbrennung der zugeführten Nahrungsstoffe eine ganz vollständige ist. Roussel, J., Des effets d'huile sur les animaux. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 749—750. Mineralöle wirken schädlich resp. töthch bei subkutaner Ein- spritzung, Pflanzenöle dagegen nicht. (Vergl. oben Daremberg). Struthers, John, On some points in the Anatomy of a Megaptera longimana. — The Journ. of Anat. and Physiol. New. S. Vol. 11, p. 109—125. Mit 2 Tfln. 1887 erschienen! Verf. untersuchte ein etwa 40 Fuss (engl.) langes, männliches Exemplar von Meg. longim., welches 1884 in der Gegend von Dundee erbeutet wurde. Zunächst werden Maasse und Beschreibungen der Q Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistuugeu äusseren Teile gegeben, zum Teil unter vergleichender Berücksichtigung verwandter Arten und Gattungen. Von besonderem Interesse sind die beiden in einer Art Marsupium liegen den rudimentären Zitzen, 2 Fuss vor dem After befindlich. Weiter werden behandelt die Hautfurchen, Hauthöcker, Haare, Barten, Augen, Farbe etc. etc. Derselbe, Forts, der obigen Arbeit a. a. 0., p. 240—282. Mit 3 Tun. A. Beschreibung der Brustflosse in toto nebst Masstabellen; ferner genaue Untersuchung der Knochen und Knorpelteile der Vorder- extremität, sowie der Muskeln des Unterarms und der Finger. B. Rudimentäre Hinterextremität, Knochen, Muskeln, Bänder, Funktion. Derselbe, Forts, ebenda p. 441 — 460. Wirbelsäule: Zahl und Maasse der Wirbel verglichen mit denen von B. musctdus und B. borealis. Genauere Darstellung der Dorsal- und Lumbar-, sowie der Schwanzwirbel. Derselbe, Forts, ebenda p. 629 — 654. Rückenmark; Gelenk-, Quer- und Dornfortsätze. Derselbe, Forts. Ebenda Vol HI, p. 124- 163. Mit 1 Tfl. Behandelt werden die Halswirbel, Rippen, Brustbein und „chevronbones". Vergi. Siikhia unter Allgem. Young, Alfred H., and Robinson, Arthur, On the Anatomy of Hyaena striata. Part I. — The Journal o/ Anat. and Phys. New. S. Vol. m, p. 90—105. Mit 1 Fig. Beschrieben werden, mit steter Berücksichtigung der verwandten Formen, die Verdauungsorgane, Respirationsorgane, Harn- und Geschlechtsorgane einer weiblichen gestreiften Hyäne. Die letzteren Teile sind äusserlich betrachtet am lebenden Tier bei H. striata im männhchen und weiblichen Geschlecht nicht ganz so ähnlich wie bei der gefleckten Hyäne. Haut, van Bambeke, Gh., Sur les follicules rencontres dans l'epiderme de la machoire superieure chez le Tursiops tursio. — Bull. Acad. R. Belgique, 3. Serie T. XV., p. 503—514. Mit 1 Holzsch. u. 1 Tfl. Verf. fand bei T. tursio am Oberkiefer eigentümliche Erhebungen der Haut, welche hohl sind und im Innern einen räthselhaften Kegel aus kohlens. Kalk oder eine stellenweise granulöse, bräunliche Masse enthalten. Die von M. Weber geäusserte Ansicht, dass diese Gebilde Beziehungen zu rudimentären Haaren böten, teilt Verf. nicht. Vergl. Fjelstrup w. u. Batelli, A., Delle glandule anile di alcuni Carnivori. — Atti della Sog. Toscan. Sc. Nat. Pisa. Mem. Vol IX., p. 174— 189. Mit 1 Tfl. Verf. untersucht die Analdrüsen des Fuchses und der Katze. Er unterscheidet zusammengesetzte und einfache Drüsen, deren letztere besonders Stinkdrüsen darstellen. Beddard, Frank E., Note on the Sternal Gland ofDidelphys dimidiata. — Proc. Zool Soc. London 1888, p. 353—355. Mit 2. Holzschn. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 7 Verf. beschreibt bei Dkl. dimidiata Wagn. ein am vorderen Ende des Sternums gelegenes Drüsenorgan, welches dem an der gleichen Stelle bei Myrmecohius befindlichen gleicht. (Vergl. Bericht f. 1887, p. 7). Duclert, L., Determinisme de la frisure des productions pileuses. — Journ. Anat. Physiol. XXIV., p. 103-111. Mit 1 Tfl. Verf. bestätigt im Wesentlichen die Ansichten v. Nathusiiis' über die Kräuselung der Wollhaare des Schafes. Fjelstrup, A., lieber den Bau der Haut bei Globiocephalus melas. — Zool. Anzeiger XL, p. 11 — 15. Es scheinen weder Muskeln noch Nerven noch Drüsen in der Haut von Gloh. mel. vorzukommen. Die Meinung Eschrichts, dass die Zahl und Anordnung der im Foetalzustande vieler Wale vor- kommenden Haare constant und daher zur Unterscheidung der Arten geeignet sei, wird für die genannte Art widerlegt. Die meisten von etwa 370 auf den Färöern erlegten und vom Verf. untersuchten Expl. zeigten in der Unter- und Oberkieferregion kreisförmig an- geordnete Poren von etwa 0,10 mm Durchni., während derjenige der ganzen Kreise etwa 0,5 — 1 cm betrug. Den Poren entsprechen auf der Unterseite des Stratum corneum befindliche, in das Str. mucosum hineinragende, kegelförmige Erhebungen. Bennett und W^eber fanden Aehnliches, doch ist eine Erklärung dieser Gebilde noch nicht gegeben. Krause, Rieh., Beiträge zur Kenntniss der Haut der AÖen. — Diss. Berlin 1888. Verf. untersucht die Haut von Gorilla, Gibbon, Orang, Macacui^ rhesiis, Cynocepludus s})., Ci/nocep/ialus ph/fo, ferner von Lcmvr ftp. und Stenops graciUs. Sowohl hinsichtlich der gröberen Struktur- verhältnisse als auch der histologischen Einzelheiten finden sich in der Haut der Affen Verhältnisse, die den menschlichen sehr ähnlich, jedoch einfacher und klarer als letztere sind. Die Aufstellung zweier Typen des Baues des Stratum corneum, wie sie von Zander ausging, ist ungerechtfertigt. Stratum granulosum und lucidum sind sehr deutlich an Vola, Planta und Gefässsch\nele. Im Stratum mucosum ist der Reichthum an Merkerschen Tastzellen auf der Höhe der Tastballen bemerkenswert. An den Tastballen des Gibbons ist eine höchst gesetzmässige Verbindung zwischen Epithel und Binde- gewebe festzusteUen. In der Lippenhaut der Affen inseriren sich quergestreifte Muskelfasern an der Epidermis. Die verästelten Pigmentzellen der Affenhaut (Melanocyten) bieten eine ausser- ordentlich grosse Mannigfaltigkeit der Form dar. Zu untersuchen ist noch, ob, besonders in der Cutis, die Pigmentgranula in Zellen liegen oder ob sie auch frei im Bindegewebe vorkommen. Leclerc, A., Sur la secretion cutanee de l'albumine chez le cheval. — Comptes rend. hebd. Acad. des sciences T. CVII, p. 123 — 126. Verf. untersucht den Sclnveiss des Pferdes und berechnet die Menge des Eiweisses, welches darin abgeschieden wird. 8 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Smith, Fred, The Histology of the Skm of the Horse. — The Journ. of Anat. and Phys. New S. Vol. IL, p. 142—153. Mit 1 Tfl. In de Einleitung wird u. A. gesagt, dass das Pferd sowohl im Frühjahr als auch im Herbst die Haare wechselt. Eingehende Be- schreibung der einzelnen Teile der Haut. Meissnersche Körperchen wurden nicht gefunden, Pacinische nur ein Mal ein einziges. Talg- drüsen sind überall auf der äusseren Körperoberfläche zu finden, besonders gross an den Mähnenhaaren, sehr zahlreich in den Lippen, wo dagegen Schweissdrüsen fehlen. Ganz vereinzelt stehen letztere in der Haut der Gliedmaasen. Die Haare lassen sich in 3 Gruppen teilen: Tasthaare, an den Lippen etc.; wechselnde Haare, auf dem Körper im Allgemeinen; Dauerhaare, in Schweif und Mähne. Die Wechselhaare werden zu bestimmten Zeiten 2 Mal jährlich ab- gestossen, dadurch dass sich unter ihnen ein neues Haar entwickelt, wodurch das alte absterbende Haar allmählich nach der Oberfläche der Haut gedrängt wird, um schliesslich auszufallen. Struthers s. unter Anat. u. Phys. Allgem. Variot, G., Note sur la nigritie du chien comparee a celle de l'homme. — Bull. Soc. d'Anthrop. de Paris 4. S., T. 11, p. 183—185. Verf untersucht die durch Pigment schwarz gefärbten Teile der Lippe, sowie die Conjunctiva von Hunden und vergleicht das Auf- treten schwarzen Pigmentes mit dessen gelegentlichem Vorkommen beim Menschen, wobei sich analoge Verhältnisse ergeben. Skelet. Allen, Harris on, The Occipito-Temporal Region in the Crania of Carnivora. — Science, Vol. XI, p. 71. Verf bemerkt, dass sich bei Am.phicrjon, Dinictis und Arcliae- htnis ähnliche Bildungen finden wie das sogen. Post-l'ympanicum bei Ursus und dass diese Genera durch die Beschaffenheit der post- tympanischen Schädelgegend unterschieden werden können. Brandt, Ed., Vergleichend -anatomische Untersuchungen über die Griffelbeine (Ossa calamiformia) der Wiederkäuer (Ruminantia). — Zool. Anz. XL, p. 542—548. Mit 2 Figg. Die Arbeit enthält nichts Neues. Der Satz: Bei den Hirschen erhalten sich von den beiden seitlichen Mittelhand- resp. Mittelfussknochen nur mehr oder weniger starke untere Stücke dieser Knochen, während die mittleren und oberen Stücke derselben schwinden, dürfte falsch sein. (Nach Brooke sind von den 39 Hirsch- arten der alten Welt 36 plesiometacarp, d. h. mit am pi'oximalen (also oberen) Ende des Kanonenbeins sitzenden Rudimenten der zweiten und fünften Metacarp. versehen. Bei den amerikanischen Hirschen dagegen sitzen die rudim. IMetacarp. 2 und 5 am distalen Ende des Kanonenbeins, ausser beim Wapiti. Ref ). Chudzinski, Th., Sur le sacrum d'un chimpanzp. — Bull. Soc. d'Anthropol. de Paris. 4. S., T. 11., p. 483—485. Verf beschreibt ein aus 7 Wirbeln bestehendes Sacrum eines Chimpansen: der letzte (7.) Wirbel desselben ist nicht etwa der erste in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahi-es 1888. 9 Scliwanzwirbel, da der auf ihn folgende Wirbel genau die Beschaffenheit eines normalen ersten Schwanz wirbeis zeigt. Cornet, J., Note sur le pretendu pro-atlas des Mammiferes et de Hatteria punctata. — Bull. Acad. R. Belgique 3. Serie T. XV., p. 406—420. Mit 1 Tfl. Verf. untersucht eine Reihe von Säugetieren, insbesondere Erinaceus eiirop., Cfocid. ara/i., Mac. sinlc. (ausserdem Hatteria) auf das Vorkommen des Albrecht'schen Proatlas und zeigt, dass derselbe ein Zwickelbein, üs wormianum ist, welches sich in den das Hinter- haupt an den ersten Halswirbeln befestigenden Bändern bildet. Das Vorkommen desselben ist sehr unbeständig. Vergl. unten Dollo. Cuenod, Aug., L'articidation du coude. — Internat. Monats- schr. f. Anat. u. Phys. Bd. V. p. 385—340. Mit 3 Tfln. Verf. behandelt vergleichend anatomisch das Ellbogengelenk der Vertebraten im Allgemeinen. Marsupialier, Raubtiere etc. stellen einen primitiven Typus dar, weil bei ihnen die „flexion batracienne" , wie der Verf. es nennt, noch erhalten ist und Pronation und Supination mehr oder minder ausgeprägt sind. Beim Pferd und bei den Wiederkäuern mit reduzirter Ulna ist die Be- wegung im Ellbogengelenk eine spiralige, ohne Pronation und Supination. Beim Schwein endlich verläuft die Bewegung in einer Ebene. Dollo, L., Sur le Proatlas. — Zool. Jahrb. Abtlg. f. Anat. HI., p. 433—446. Der Inhalt dieser Arbeit wird durch die Schlussworte des Verf. gekennzeichnet: ,,J'espere avoir demontre que: ni au point de vue de la methode, ni au point de vue de Tobservation, ni meme au point de vue de l'historique le travail de M. Cornet (Bull. Acad. R. Belg. 1888, T. XV, p. 406 ft". vergl. oben. Ref.) n'est satisfaisant. La seule chose qu'on peut en tirer — et dont l'auteur ne 's'est pas aperyu — c'est une confirmation des vues de M. Albrecht qu'on s'etait proposer de combattre." Gegenbaur, C, lieber Polydactvlie. — • Morphol. Jahrb. Bd. 14. p. 394—406. Verf. erörtert im Anschluss an die Unters, von Rijkebusch und Spronk die Polydactylie, wendet sich gegen Bardeleben's Auffassung der ,, Nähte" in den Elementen des Carpus, sowie gegen die An- sichten dieses Forschers über das Verhalten des Abductor poll. longus, und kommt zu dem Schluss, dass das Auftreten überzähliger Finger oder Skelet-Elemente in den Extremitäten überhaupt als Missbildung aufzufassen sei. Herve, G., Cräne de gorille. — Bull. Soc. d'Anthropol. de Paris. 4. S., T. 11, p. 181. Verf. bespricht einen erwachsenen Gorillaschädel, bei welchem ausnahmsweise die Nasenbeine noch nicht mit einander ver- wachsen sind. 10 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Hittcher, K., Untersuchungen von Schädeln der Gattung Bos, unter besonderer Berücksichtigung einiger in ostpreussischen Torf- mooren gefundenen Rinderschädel. Inaug. Diss. Königsberg i. Pr. 1888. Verf. untersucht eine Anzahl in ostpreussischen Mooren ge- fundener Schädel von Bos primigenius und vergleicht dieselben mit recenten Rinderschädeln. Er gelangt zu dem Resultat, dass sich die Unterschiede, welche zwischen Ur und Hausrind zu konstatiren sind, durchweg auf solche beschränken, welche als eine Folge des wilden Zustandes und der späteren Reife des ersteren oder auch umgekehrt als eine Folge der Domestikation und früheren Reife des letzteren angesehen werden können, so dass mithin die Hypothese der Abstammung des Hausrindes von Bos primig. an Wahrscheinlickeit gewinnen muss. Kükenthal, W., Ueber die Hand der Cetaceen. — Anatom, Anz. HI. Jahrg., p. 638—646. Mit 4 Abbüdgn. Verf. constatirt an Embryonen von Beluga leucas, dass die bei jüngeren Stadien vorhandenen 2 Centralia mit dem Intermedium verschmelzen, nicht mit Carpale 2, wie Lebouq behauptete. Das Ulnare des erwachsenen Tieres besteht aus Ulnare + Carpale distale 5. Später verwachsen Carpale 3 und 4 miteinander. „In früher embryonaler Zeit ist also der Carpus von BeInga leucas voll- kommener als später." Bezüglich der Phalangen wird gezeigt, dass ihre Zahl in früher embryonaler Zeit grösser ist als später und dass die Verminderung der Phalangenzahl zu Stande kommt durch das jedesmalige Verschmelzen der Endphalange mit der vorher- gehenden. Für (jlobiocepluilus weist Verf. im Gegensatz zu M. Weber nach, dass der fötale Carpus in Bezug auf Zahl und Lage seiner Elemente mit dem erwachsenen genau übereinstimmt, dass ferner die Phalangenzahl in den embryonalen Stadien grösser oder mindestens ebenso gross ist als in den postembryonalen, und dass endlich das Pisiforme von der Ulna herstammt. Die Ansicht Ryder's, Baur's und Weber s, dass die Hyperphalangie der Cetaceen eine adaptive, phalangenartige Segmentation eines über die dritte Phalanx hinaus verlängerten Knorpelstrahls sei, ist mit den Resultaten des Verf. unvereinbar. Derselbe, Ueber die Hand der Cetaceen (Zweite Mitteilung) — Anatom. Anz. HI. Jahrg., p. 912—916. Mit 2 Abbildgn. Verf. zeigt zunächst an einem Embryo von Lagcnorhynchus acutns Grai/, dass die Phalangen gleichwertig sind und nicht morphologisch verschiedenwertig, wie dies Ryder annimmt. Bei Beluga leucas wird constatirt, dass bisweilen sich zunächst ein Centrale mit dem Inter- medium verbindet, während das andere noch frei bleibt. Frühere Untersuchungen ergaben, dass vor der Verschmelzung mit dem Inter- medium die beiden Centralia unter einander verwachsen. Der früher aufgestellte Satz, dass in fi-üher embryonaler Zeit der Carpus von Beluga vollkommener ist als in späterer, wird dahin erweitert: der Carpus von Embryonen von Beluga leucas ist vollkommener als der von Erwachsenen. Aehnliches gilt für die Phalangenzahl, welche in der Naturgeschiclite der Säugetiere während des Jahres 1888. 1 1 bei Erwachsenen geringer ist als bei Embryonen. Ferner wird fest- gestellt, dass die bei einem Embryo beobachtete Abspaltung einer neuen Phalangenreihe am 5. Finger bei einem grösseren Embryo weiter vorgeschritten ist. Hieraus folgt, „dass innerhalb der Cetaceen, Avenigstens bei Beluc/a, eine weitere Ausbildung der Vorderextremität durch Vermehrung der Fingerstrahlen sich einstellt." Besonders hervorgehoben wird, dass dies in der gesamten Reihe der Säuge- tiere der einzige Fall einer derartigen Vermehrung der Phalangen- reihen ist und dass nur bei fossilen Reptilien (Ichthyosauren) Analoga sich finden. Leser, E., lieber histologische Vorgänge an der Ossifikations- grenze mit besonderer Berücksichtigung des Verhaltens der Knorpel- zellen. — Arch. f. mikr. Anat. Bd. 32, p. 214—222. Mit 1 Til. Im epiphysären Knorpelgewebe bildet sich durch Zellteilung eine Reihe eigentümhch platter Zellen, welche durch ihre Anordnung in langen Säulen das Längswachstum des Knochens bedingen. In der Nähe der Markräume wird das Protoplasma dieser Zellen blass und sieht hy dropisch aus; der Kern verliert seine Gerüstsubstanz und wird blasenartig. Ganz in der Nähe der Verkalkungslinie, zum Teil auch inmitten derselben, sind viele der oft sehr geräumigen Knorpelhöhlen ganz leer, einzelne auch mit Resten protoplasmatischer Zellsubstanz angefüllt. Mitosen fehlen hier gänzlich. In die er- wähnten Knorpelhöhlen dringen durch die Wände hindurch Gefässe, die sich mit roten Blutkörperchen füllen. Unmittelbar nach den Gefässen — räumlich und zeitlich — bemerkt man relativ grosse, granulirte Zellen von verschiedener Gestalt, welche die von den Gefässen frei gelassenen Räume ausfüllen. Sie stammen aus dem Mark und scheinen identisch zu sein mit den Osteoblasten Gegenbaurs. Mazzarelli, G. F., Su di alcune anomalie osteologiche in un cranio di Erinaceus europaeus L. — Bollett. Soc. Naturalisti in Napoli Ser. I, Vol. II, Anno II, Fase. II, p. 111— 114. Verf. beschreibt den Schädel eines Igels, welcher folgende Ab- normitäten zeigt: 1) völlige Verschmelzung des Basioccipitale mit dem Basisphenoid ; 2) Verschmelzung des Ethmoids, Vomers, des rechten Nasale und des entsprechenden Ober- und Zwischenkiefers; 3) Höhle mit spongiösem Boden im rechten Frontale, und im Ober- und Zwischenkiefer. Nehring, A., macht kurze Mittheilungen über einen Schädel von Canis jubatus. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde i888, p. 4 — 7. Schwink, F, lieber den Zwischenkiefer und seine Nachbar- organe bei den Säugetieren. München 1888. Mit 5 Tfln. Slade, D. D., On certain vacuities or deficiencies in the crania of Mammals. — Bull. Mus. Harvard Coli. Vol. 13., p. 241—246. Mit 2 Tfln. Struthers s. unter Anat. u. Phys., AUgem. Weithofer, K. Anton, Einige Bemerkungen über den Carpus der Proboscidier. — Morphol Jahrb. Bd. 14., p. 507—516. 12 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. zeigt, dass bei allen fossilen Proboscidiern, soweit bekannt, das Lunatum sich weit über das Trapezoid binüberschiebt, während bei E. afrkan. dieses Uebergreifen nur in der Jugend so weit geht, später sich vermindert und bei E. md. im erwachsenen Zustand fast stets völlig verschwindet. Man muss dies jedoch wahrscheinhch nur als secundäre Taxeopodie bezeichnen. Im Verlauf seiner Unter- snchungen bemerkt Verf., dass der Gegensatz zwischen Cope und Schlosser in Betreff der Amblypoden als Vorläufer der Diplarthra sich doch wohl ausgleiche, da Cope's hypothetische „Amblypoda hyodonta" im Wesentlichen mit den von Schlosser als Vorfahren der Perissod. u. Artiod. angenommenen Formen übereinstimmen. Muskelsystem. Adametz, L., Untersuchungen über den Bau und die Zusammensetzung der Muskeln bei verschiedenen Rinder- rassen, — ThieFs Landw. Jahrb. XVIL, p. 377—606. Mit 1 Tfl. Verf. fand u. a., dass das intermuskuläre Bindegewebe bei den Niederungsrassen des Rindes im allgemeinen sehr reichlich, beim Steppenvieh dagegen spärHch entwickelt ist. Die untersuchten Höhenschläge nehmen eine Zwischenstufe ein. Auch die Durch- messer der Fibrillen (wie der Muskelbündel) sind ausser vom Geschlecht und Alter von der Rasse abhängig. Baraban, L., Sur l'existence de fibres elastiques dans l'epiploon humain et leurs modifications sous l'influence de l'äge. — Journ. Anat. Physiol. XXIV. p. 90—102. Mit 1 Tfl. Bardeleben, Karl, Die morphologische Bedeutung des Mus- culus „sternaHs". — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 324 — 333. Mit 2 Abbildungen. Unter dem Namen „Sternalis" werden verschiedene Bildungen zusammengeworfen. Abgesehen von den Platysma- und Pectoralis- Varietäten handelt es sich entweder um eine tiefere Fortsetzung des Rectus abdominis, dem Transversus costarum vieler Säugetiere ent- sprechend — oder um den typischen ,,Sternahs". Dieser gehört in das System der ventralen Längsmuskulatur, in das System des Rectus abdominis oder Pubo-hyoideus und ist eine atavistische, keine neue Bildung. Die Nerven stammen von den vorderen medialen per- forirenden Aesten der Intercostales II — IV. Debierre, Des anomalies des musclcs coexistantes et corre- latives des anomalies des nerfs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 86—90. Behandelt zur Hauptsache 2 Fälle beim Menschen und giebt Bemerkungen allgemeineren Inhalts über Säugetiere. Eichbaum, F., Die Fascien des Pferdes. — Arch. f. wissensch. und prakt. Tierheilk. Bd. XIV. p. 280—309. Gage, Susann aP., Form, Endings, and Relations of striated Muscular Fibres in the Muscles of minute Animals (Mouse, Shrew, Bat, and Enghsh Sparrow). — The Microscope, (Detroit). Vol. VIII. p. 225—237. Mit 3 Tfln. Ebenda p. 257—272. Mit 2 Tfln. iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 13 Grub er, W., Anatomische Notizen (Fortsetzung). — Virchow's Arch. Bd. 114, p. 363—374. Behandelt vorwiegend menschliche Anatomie. No. IV (CCLXXII) (a. a. 0. p. 369 fF.) wird beschrieben eine Vagina propria im Liga- mentum carpi dorsale für den Bauch des Extensor digitorum longus manus für den Zeigefinger beim Menschen — und dieselbe analoge Vagina für den Bauch desselben Muskels für die 2. Zehe des Vorder- fusses bei Phascolardos cineretfs. In No. V (CCLXXIII) (a. a. 0. p. 371 ff.) erörtert Verf. die Teilung der Vagina am Ligamentum der Fascia cruraHs in der Fussb'euge in zwei secundäre Vaginae für den Musculus extensor digitorum longus pedis bei dem Älenschen und bei Säugetieren (DideJpliys, Phascolarcf. ein., Phascolom. icombat). Gruenhagen, A., lieber die Muskulatur und die Bruch'sche Membran der Iris. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 27 — 32. Mit 1 Abbildung. Verf. weist nach, dass weder in der Iris des Menschen noch in derjenigen eines Säuge- oder Wirbeltieres überhaupt ein glatter Dilatator pupillae vorkommt; der muskuläre Bewegungsapparat be- steht nur aus dem Sphincter pupillae und der Gefässmuskulatur. Kelley, Edwin A., Notes on the myology of Ursus maritimus. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1888. p. 141 — 154. Behandelt hauptsächHch die iMuskeln der Gliedmassen. Kerschner, Ludw., Bemerkungen über ein besonderes Muskel- system im willkürlichen Muskel. — Anat. Anz. III. Jahrg. p. 126 — 132. Verf. entwickelt die Ansicht, dass die „Muskelspindeln" Külm's, welche identisch sind mit den „umschnürten Bündeln" Fränkels, complizirte sensible Endorgane seien, welche dem Muskelsinne dienen dürften. Ranvier, L. , Des muscles de la vie animale a contraction brusque et ä contraction lente, chez le lievre. — Comptes rend. hebd. Acad. des sciences. T. CVII. p. 971—972. Verf. bestätigt durch einen Versuch seine früher geäusserte An- nahme (a. a. 0. T. CIV, 1887), dass beim Hasen diejenigen Muskeln, welche beim Kaninchen weiss sind, bei Reizen sich schnell contrahiren und nach Aufhören des Reizes ebenso schnell wieder ausdehnen, dass dagegen Muskeln, welche roten Muskeln des Kaninchens entsprechen langsam auf Reize reagiren. Struthers s. unter Anat. u. Phys., Allgem. Sutton, J. B., On the nature of Ligaments. Part. V. — The Journal of Anat. and Phys. New S., Vol. II, p. 542—553. Mit 3 Abbildungen. Forts, früherer Mitteilungen. Behandelt werden die Extensoren des menschlichen Unterarms im Vergleich zu denen der Affen, ferner der Pyramidalis und der Scansorius (Gluteus quartus). Windle, Bertram C. A., The Pectoral Group of Muscles. Ab- stract. — Proc. R. Soc. London. Vol. 45, p. 99—101. 14 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. giebt kurz die Resultate einer auf der Untersuchung von mehr als 50 Säugetieren beruhenden Arbeit über die Morphologie der Pectoralmuskelgruppe. Windle, Bertram C. A., Notes on the Limb Myology of Procyon cancrivorus and of the Ursidae. — The Journal of Anat. and Phys. New S., Vol. III, p. 81—89. Vergleichende Beschreibung der Muskulatur des Rückens, der Schulter, der Vorder- und Hinterextremität von Proc. cancriv., Cer- coleptes, Nasua, Ursus. Derselbe, On the Myology of Erethizon epixanthus. — The Journ. of Anat. and Phys. New S. Vol. II, p. 126—1-32. 1887! Es werden einige wichtigere Verhältnisse der Muskulatur hervor- gehoben, darunter einige Abweichungen von der durch Mivart be- schriebenen Musk. von Eretlikon dorsatus (P. Z. S. 1882). Hierher gehört das Vorhandensein eines Pectoralis minor, der bei E. dors. angeblich fehlt. Auch derFlexor sublimis digitorum zeigt Abweichungen. Nervensystem. Beevor, Charles E., and Horsley, Victor, Note on some of the Motor Functions of certain Cranial Nerves (V, VII, IX, X, XI, XII) and of the three first Cervical Nerves, in the Monkey (Macacus sinicus). — Proc. R. Soc. London. Vol. 44, p. 269 — 277. Verschiedene Abweichungen von den bisherigen Anschauungen, so in Bezug auf den Facialis, Vagus, Hypoglossus. Tabellarische Uebersicht. Dieselben, Afurther minute Analysis by Electric Stimulation, of the so called Motor Region of the Cortex Cerebri in the Monkey (Macacus sinicus). — Philos. Transactious CLXXIX. p. 205 — 256 X. Diese Arbeit erschien 1887 (?). Vergl. Ber. f. 1887 p. 16. Bellonci, J., Ueber die centrale Endigung des Ner\ais opticus bei den Vertebraten. — Zeitschr. f. wissensch. Zool. Bd. 47, p. 1 — 46. Mit 8 Tfln. und 4 Holzschn. Nach einer Einleitung (Principien der Unters., Untersuchungs- methoden) untersucht Verf. zunächst den Tractus opticus der Verte- braten, wobei folgende Säugetiere behandelt werden: Mvs musc, M. decuman. var. alba, Cavia cob., Erinacevs eiirop., Rhinolophus f. equin.j Lepus ctmic. Im Allgemeinen steht der Typus, welcher sich bei den Säugetieren findet, demjenigen der Reptilien am nächsten, entfernt sich dagegen weit von dem der Vögel. Von letzterem unter- scheidet er sich durch die starke Entwicklung des Thalamus, durch die verhältnissmässig geringe Ausbildung des Corpus opticum und die starke Entwicklung des Corpus posterius (Corp. quadrigemina post.). Bei den Chiropteren ist das Auge und das Corp. opt. wenig ent- wickelt. Im II., Morphologie (im engeren Sinne) überschriebenen Kap. kommt Verf. zu dem Schluss, dass die Corpora quadrigimena posteriora der Säugetiere den Corp. posteriora der übrigen Verte- braten entsprechen; sie sind daher mit demselben Namen zu belegen. Seinen Ursprung und seinen histologisch-physiologischen Beziehungen in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 15 nach ist das paarige Corpus posterius eine vom ebenfalls paarigen Corpus opticum verschiedene Bildung; es steht viel mehr mit dem Hinterhirn als mit dem Mittelhirn in Verbindung. Kap. III behandelt in grossen Zügen die Struktur des Corp. opticum. Dieselbe ist bei den Säugetieren im Wesentlichen die gleiche wie bei den anderen Vertebraten, doch ist die radiäre und konzentrische Anordnung der anatomischen Elemente weniger deuthch erkennbar. Das letzte Kap. ist eine Zusammenfassung der gewonnenen Resultate, von denen her- vorzuheben ist, dass kein Opticusbündel, sehr wahrscheinlich sogar keine einzige Opticusfaser in andern Gehirnteilen als in dem Corpus opticum endet. Below E., Die Ganglienzellen des Gehirns bei verschiedenen neugeborenen Tieren. — Arch. f. Anat. und Phys., Physiol. Abtlg. Jahrg. 1888, p. 187—188. (Briefl. Mitteilung). Verf. stellt fest, dass bei hilflos zur Welt kommenden Tieren (Mensch, Hund, Katze, Ratte, Maus, Kaninchen) die Ganglienzellen des Gehirns noch nicht fertig entwickelt sind, während die Gehirne der Foeten von Pferd, Kalb, Schwein, Schaf, Meerschweinchen schon in früheren Perioden, stets aber vor der Geburt in allen be- züglichen Gehirnpartien (Medulla, Kleinhirnrinde, Mittelhirn, auch schon in der Grosshirnrinde) fertige Ganglienzellenbildung zeigen. Die Entwicklung der Ganglienzellen schreitet im Gehirn von der Med. oblong., der Ausbreitung der Rückenmarkstränge folgend, von hinten nach vorn bis zum Grosshirn fort. Broca, P., Memoires sur le Cerveau de l'Homme et des Primates. Publie par S. Pozzi, Paris 1888. Mit 94 Abbildungen. Brown, Sanger, and Schäfer, E. A., An Investigation into the Functions of the Occipital and Temporal Lobes of the Monkey's Brain. — Philos. Trans CLXXIX, p. 303—328. Mit 3 Tfln. Cattaneo, A., Organes nerveux terminaux musculo-tendineux, leurs conditions normales et la fagon, dont ils se comportent apres la section des racines nerveuses et des nerfs spinaux. — Arch. Ital. de Biol. Tome 10, p. 337—357. Mit 2 Tfln. Dogiel, Alex., Ueber das Verhalten der nervösen Elemente in der Retina der Ganoiden, Reptilien, Vögel und Säugetiere. — Anatom. Anz. m. Jahrg. p. 133-143. Von Säugetieren werden Affe, Kaninchen und Katze untersucht. In der Netzhaut der angeführten Tiere sind 2 Arten von Nerven- zellen vorhanden. Bei der einen Art teilen sich alle Zellfortsätze und gehen Netzbildungen ein, während die andere Art von Zellen nicht nur sich teilende (protoplasmatische) Fortsätze besitzt, sondern auch einen ungeteilt verlaufenden Axencylinderfortsatz, der in eine Nervenfaser übergeht. Derselbe, Zur Frage des Verhaltens der Nervenelemente in der Retina der Störarten, Reptilien, Vögel und Säugetiere. — Wratsch 1888, Nr. 24 (Russisch). Vergl. vorher. 16 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Dupuy, Eugene, Obsei-vation de destruction spontanee des centres moteurs chez un chien, sans paralyse consecutive. — Comptes rend. liebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 309—310. Verf. demonstrirt das Gehirn eines Hundes, bei welchem die rechte Hemisphäre Missbildungen zeigte, ohne dass irgend welche Störungen im Organismus bemerkt wui'den. Flesch, Max, lieber die Deutung der Zirbel bei den Säuge- tieren. — Anatom. Anz. HI. Jahrg., p. 173 — 176. Verf. sucht darzuthun, dass die Zirbel der Säugetiere und des Menschen wahrscheinlich kein rudimentäres Organ sei. Für eine physiologische Bedeutung derselben spricht das Eintretan von Nerven und das Vorkommen eigenartigor Abscheidungen in der Zirbel, sowie die Existenz eigenartiger, epithelialer Strukturen auf der der Hirn- höhle zugekehrten Seite. Gaupp, E., Anatom. Untersuchungen über die Nervenversorgung der Mund- und Nasenhöhlendrüsen der Wirbeltiere. — Morphol. Jahrb. Bd. 14. p. 436—489. Mit 1 Tfl. Verf. giebt zum Schluss eine Zusammenstellung der bisher bekannt gewordenen Verhältnisse bei den Säugern, ohne eigene Untersuchungen. Gotch, Francis, and Horsley, Victor, Observations upon the Electromotive Changes in the Mammalian Spinal Cord foUowing Electrical Excitation of the Cortex Cerebri. — Proc. R. Soc. London. Vol. 45, p. 18-26. Mit 1 Tfl. Herve, G., La circonvolution de Broca chez les Primates. — BuU. Soc. d'Anthropol. de Paris. 4. S., T. 11, p. 275— 314. Mit 4 Holzschn. Verf. weist eingehend nach, dass sich normaler Weise beim Menschen und bei den anthropoiden Affen vier Stirnwindungen am Gehirn finden und dasss sich dieser Typus durch Verdoppelung des binären Typus bei den niederen Primaten gebildet hat. Jakimovitch, J., Sur la structure du cylindre-axe et des cellules nerveuses. — Journ. Anat. Physich XXIV, p. 142 — 168. Mit 1 Tfl. Verf stellt seine Untersuchungen unter Anwendung von Silber- nitrat z. T. an Säugetieren an (Rind, Schaf, Katze, Hund, Kaninchen, Ratte, Maus). Er findet, das Axencylinder uud Nervenzelle nach demselben Typus gebaut sind; letztere ist nur eine mit einem Kern versehene Vergrösserung des Axency linders. Beide bestehen aus sehr feinen Fibrillen mit einer nicht genau erforschten Zwischen- substanz; jede Fibrille besteht aus 2 verschiedenen Substanzen, welche sich verschieden gegen Silber verhalten. Die Querstreifung von Axencylinder und Nervenzelle sind die Folge der Struktur der letzteren und nicht künstlich entstanden. Kerschner, Ludwig, Bemerkungen über ein besonderes Muskelsystem im willkürlichen Muskel. — Anat. Anz. Jahrg. HI, p. 126—132. in der Naturgescliichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 17 Verf. fand auf Querschnitten von kindlichen und foetalen Muskehi im intrafascicuhiren Bindegewebe kleine Bindegewebsringe von der Struktur einer geschichteten Perineuralscheide. Innerhalb derselben wurden einige Querschnitte dünner Aluskelfasern mit centralen Kernen, ferner vereinzelt Querschnitte von Blutgefässen und Nervenstämmchen oder Nervenfasern bemerkt. Nach einer historischen Uebersicht über die bisherigen Angaben über diese schon mehrfach als neu beschriebenen Gebilde entwickelt Verf. seine Ansicht, dass es sich um komplizirte sensible Endorgane handelt, welche dem Muskelsinn dienen. Derselbe, Beitrag zur Kenntniss der sensiblen Endorgane. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 288— 20G. Fortsetzung der vorigen Arbeit. Verf. bezeichnet die erwähnten Bildungen als ,,Kölliker'sche Organe" und die dieselben enthaltenden Muskelfasern als „Weismann'sche Muskelbündel". Lannegrace, Influence des lesions corticales sur la vue chez le cliien. — Comtes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 708—714. Grösstenteils ophthalmologischen Inhalts. Lussana, Ph., Circumvolutionum cerebralium anatomes humana et comparata, quam ex vero XXX tabulis exaravit. Ed. II. correcta et aucta. Patavii, 1888. Molt, F., Microscopical examination of Clarke's Column in Man, the Monkey, and the Dog. — 'J'he Journal of Anat. and Phys. New. S., Vol. IL, p. 479—496. Mit 9 Abbildgn. Untersuchungen der Clarke'schen Säule ergaben, dass sieh dieselbe nur auf ganz bestimmte Gegenden des Rückenmarks beschränkt, dass ihre Zellen mit Eingeweidefasern in Verbindung stehen, Verletzungen der Säule Störungen in den Eingeweiden verursachen und dass sie endlich im Zusammenhang steht zur auf- rechten Haltung des Menschen. Sie zeigt bei letzterem besondere Eigentümlichkeiten gegenüber dem Aflen und dem Hunde. von Monakow, Role des diverses couches de cellules ganglion- naires dans le gyrus sigmoide du chat. — Arch. des sciences phys. et nat. Periode HI. Vol. XX, p. 358—360. Dasselbe deutsch in Corresp.-Bl. f. Schweiz. Aerzte. Jahrg. 18, p. 605. Pansini, S., Delle terminazioni dei nervi sui tendini nei vertebrati. — Boll. Soc. Natural, in Napoli S. I, T. II, p. 135—160. Mit 2. Tfln. Säugetiere p. 154 — 155. Die Golgrschen Nervenkörperchen sind bei den S. am complizirtesten gebaut und entsprechen in jedem ihrer Abschnitte einem ganzen Körperchen der Reptilien. Der Achsen- cylinder eines Nerven bildet durch Verzweigung mehrere Gruppen netzförmiger Nervenkörperchen, deren jedes Kerne enthält und von einer Henle'schen Scheide umgeben ist. Vergi. oben Cattaneo. Petrone, Louis M., Sur la structure des nerfs cerebro-rachi- diens. — Internat. Monatsschr. f. Anat. u. Phys. Bd. V, p. 39 — 47, Mit 2 Tfln. Archiv f. Natuigescli. Jahrg. 1889. Bd.U. H. 1. 2 13 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. beschreibt Neurogliazellen im intracranialen Teil einer Anzahl von Gehirnnerven und in den Wurzeln einiger Rückenmarks- nerven. Derselbe, Sulla struttura del tessuto interstitiale normale dei centri nervosi cerebro-spinali e dei nervi periferici cerebro-rachidiani. — Gazetta Ospitali Milano Nr. 4, 11. Saint Remy, G., Recherches sur la portion terminale du canal de l'ependyme chez lez vertebres. — Internat. Monatsschr. f. Anat. u. Phys. V. Bd. p. 17—38 u. 49—63. Mit 1. Tii. Verf. untersucht den Bau des hintersten Teils des Rücken- marks, besonders den ,, Terminalventrikel" (fünfter Ventr.) Krause's, bei einer Anzahl von Vertebraten, worunter folgende Säugetiere: Ratte, Meerschw., Kaninchen, Katze, Hund, Spitzmaus. Es sind ausserordentliche Verschiedenheiten in der Form des Rückenmark- kanals vorhanden. Nur bei der Spitzmaus verjüngt sich der Kanal allmählich, in dem Maasse wie das Mark an Dicke abnimmt; bei allen andern Säugetieren erweitert er sich vor seinem Ende in ver- schiedener Weise, bei jungen Tieren deutlicher als bei alten. Verf schlägt vor, statt der Krause'schen Bezeichnung ,,ventriculus termi- nalis" zu sagen „sinus terminalis", da die Ventrikeln ganz andere Bildungen sind als das erwähnte Organ. Jene sind das Resultat einer Ausdehnung des embryonalen Rückenmarkkanals, diese das Ergebniss einer Verzögerung bei der Rückbildung des Kanals. Schäfer, E. A., A Comparison of tlie Latency Periods of the Ocular Muscles on Excitation of the Frontal and Occipito-Temporal Regions of the Brain. — Proc. R. Soc. London. Vol. 43, p. 411— 412. Verf. untersucht an Affen die Periode latenter Reizung der Augenmuskeln für die frontale und die hintere (temporale und occipitale) Area und fand dieselbe um einige Hundertstel einer Sekunde länger für die temporale und occipitale Area. Derselbe, On Electrical Excitation of the Occipital Lobe and adjacent Parts of the Monkeys Brain. — Proc. R. Soc. London, Vol. 43, p. 408—410. Verf schliesst aus den durch Reizung des Occipitallobus und der angrenzenden Teile des Affengehirns erzeugten Augenbewegungen (subjektive Gesichtsempfindungen) auf einen Connex der gesamten Seh -Area jeder Hemisphäre mit der entsprechenden seitlichen Hälfte jeder Retina, sowie gewisser Teile des genannten Bezirks zu be- stimmten Partien der Retinae. Derselbe, On the Temporal and Occipital Lobes. — Brain 1888, p. 13-16. Ein Affe reagirte nach Abtragung der oberen Schläfenwindungen noch auf Gehöreindrücke. Stowell, T. B., The Glosso-pharyngeal Nerve in the Domestic Cat. — Proc. Americ. Philos. Soc. Vol. XXV, p. 89—94. Mit 1 Tfl. Derselbe, The Accessory Nerve in the Domestic Cat. — Ebenda p. 94—99. Mit 1 Tfl. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 19 Derselbe, The Hypogiossal Nerve in the Domestic Cat. — Ebenda p. 99—104. Mit 1 Tfl. Turner, W., The Pineal Body (Epiphysis Cerebri) in the Brains of the Walrus and Seals. — The Journ. of Anat. and Phys. New S., Vol. IL, p. 300—303. Das Walross besitzt eine ungewöhnlich grosse Epiphyse; etwas kleiner, aber immer noch verhältmssmässig grösser als sonst bei den Säugetieren ist das genannte Organ bei den Seehunden. Verf. entwickelt die Ansicht, dass bei den Säugern, gegenüber den Lacer- tiliern, das bedeutende Wachstum des Tentorium und der Hemi- sphären des Grosshirns die Entwicklung der Epiphyse (und des Scheitelauges) gehemmt habe. Turner, W., Comparison of the Convolutions of the Seals and Walrus with those of the Carnivora, and of Apes and Man. — The Journal of Anat. and Phys. New S., Vol. II, p. 554 — 581. Vergl. Zool. Rep. ChaUenger Part LXVIII. Virchow, Hans, Ueber das Rückenmark der Anthropoiden. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 509 — 510. (Ref. Verb. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Bei Individuen verschiedenen Alters treten innerhalb derselben Spezies grössere Verschiedenheiten auf als bei verschiedenen nahe- stehenden Spezies. Orang und Chimpanse zeigen im Allgemeinen viele Aehnlichkeiten, während beim Gibbon stärkere Abweichungen, besonders vom Orang, sich geltend machen. Derselbe, üeber grosse Granula in Nervenzellen des Kaninchenrückenmarks. — Centralbl. f. Nervenheilk. Jahrg. XI, Nr. 2. Vitzou, A.-N., L'entre-croisement incomplet des fibres nerveuses dans le chiasma optique chez le chien. — Comtes rend. hebd. de l'Acad. des sciences. T. CVII, p. 531-533. Verf. zeigt an mit Hunden angestellten Versuchen, dass sich die von den Occipitallappen ausgehenden Nervenfasern im Chiasma nicht alle kreuzen, sondern dass etwa ein Viertel der von einem 0. Lappen ausgehenden Fasern direkt zu dem Auge der entsprechenden Seite verlaufen. Derselbe, Contribution ä l'etude du centre cerebro-sensitif visuel chez le chien. — Ebenda p. 279 — 282. Verf kommt nach einer Reihe von Versuchen zu dem Ergebniss, (in üebereinstimmung mit den Resultaten Munk"s), dass das Seh- centrum des Hundes in der hinteren Hälfte der ersten, zweiten und dritten Windung der Occipitallappen liegt. Waszkiewicz, Ph., Zur Frage über die Beziehungen zwischen der Zahl der Fasern in den Nervenstämmen und dem Körpergewicht bei Säugetieren. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 206 — 208. Kurze Zusammenfassung der Resultate einer später erschienenen grösseren Arbeit. S. dieselbe später. Weinreich, Max, Ueber Nerven und Ganglienzellen im Säuge- tierherzen. — Diss. (Halle) Merseburg 1888. 2* 20 Dr- Ernst Schaff: Bericht, über die Leistungen Verf. untersucht Maus, Maulwurf und Mensch und gelangt zu folgenden Ergebnissen: „Die Nerven des Säugetierherzens stammen vom N. sympathicus und vom N. vagus; mit ihnen stehen Ganglien- zellen in Verbindung. Dieselben scheinen nie apolar, wohl aber uni- und multipolar zu sein. Sie können sich zu Ganglien ver- einigen und liegen als solche an der Vena cava ascendens, der Vorhofsscheidewand, der Grenze zwischen Vorhof und Ventrikel und am Ventrikel. Die Ganglienzellen gehören anscheinend am Vorhof vorwiegend zum N. sympathicus, die in den tiefer gelegenen Teilen des Herzens zum cerebro-spinalen System." Zuckerkandl, E., Das Riechbündel des Ammonshorns. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 425 — 434. Verf beschreibt als ,,Rieclibündel des Ammonshorns" ein Ver- bindungsstück zwischen dem Lobus olfact. und dem Cornu Amm. Untersucht werden besonders Primaten, incl. Mensch. Siiinesorgane. Alzheimer, A., Ueber die Ohrenschmnlzdrüsen. — Verh.phys.medizin.Gesellsch. Würzburg. Bd. XXII Nr. 8. Mit2Tfln. Bück, A. H., A contribution to the Anatomy of the Elephant's Ear. — Medical News Vol. LIII, p. 107. Duval, Math., Le troisieme oeil des Vertebres. Le^ons faites k l'Ecole d' Anthropologie, recueillies par P.-G. Mahondeau. — Journ. de Micrographie T. 12, p. 250, 273, 308, 336, 368, 401, 429, 459, 500, 523. Behandelt zusammenfassend in sehr eingehender Weise die bisherigen Untersuchungen über das dritte Auge der Wirbeltiere, wobei auch die Säugetiere, wenn auch nur in geringerem Masse, berücksichtigt werden. Herzfeld, P., Ueber das Jacobson'sche Organ des Menschen und der Säugetiere. — Zool. Jahrb. Abtlg. f. Anat. HL, p. 551 — 574. Mit 2 Tun. Verf giebt zunächst eine allgemein gehaltene Beschreibung des Jacobson'sche Ganges mit besondererer Berücksichtigung des Schafes, sowie des Menschen, erörtert dann das Vorhandensein oder Fehlen des Jac. G. und des Nasengaumenganges bei einer Reihe von Säuge- tieren und untersucht endlich den speziellen Bau des Jac. Organs (die beteiligten Knochen, die Knorpel und die Weichteile, als Epithel, Drüsen etc.). Die Frage nach der Function des genannten Organs zu lösen, gelang dem Verf nicht. Hönigschmied, Job., Kleine Beiträge betreffend die Anordnung der Geschmacksknospen bei den Säugetieren. — Zeitschr. f wissensch. Zool. Bd. 47, p. 190—200. Untersucht werden Luchs, Bär, Esel, Eber, Hamster, Waldmaus, Haselmaus. Berücksichtigt werden fast nur die äusseren Ver- hältnisse, dagegen weniger die feinere Struktur, bezüglich welcher auf die Arbeiten von Loven und Schwalbe verwiesen wird. Klaatsch, H., Zur Morphologie der Tastballen der Säugetiere. Morphol. Jahrb. Bd. 14, p. 407 ff". Mit 2 Tfln. iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 21 Das Liniensystem der Hand tritt zuerst in beschränkter Weise bei den Beuteltieren auf, zunächst auf den Ballen, später auf den intermediären Flächen, wobei dann häufig auf der Höhe der Ballen eine Komplizirung der Linien eintritt. Die Carnivoren stehen auf einer primitiven Stufe, da bei ihnen sich die bei niederen Marsup. vorhandenen Warzen noch finden, manchmal jedoch in linien- ähulichen Bildungen angeordnet. Die Nager stellen einen be- sonderen Typus dar durch die zapfenartige Entwicklung der Ballen, lassen aber ebenso wenig wie die Insektenfresser eine einheitliche Beurteilung zu. Zum Menschen führen von den Beuteltieren (Phalangista) die Prosimiae und die Affen. Klingberg, Beiträge zur Dioptrik des Auges einiger Haus- tiere. 1. T. — Programm der Domschule zu Güstrow. Ostern 1888, p. 1—22. Paulsen, E., Ueber die Schleimhaut, besonders die Drüsen, der Oberkieferhöhle. — Arch. f. mikr. Anat. Bd. 32, p. 222— 23-2. Mit 1 Tfl. Uiitersucht wurden Kaninchen, Hund, Katze, Ochse, Kalb, Pferd, und Hammel. Das die Obertiäche bedeckende Epithel enthält \del- fach Becherzellen, die früher nicht bemerkt worden waren. Eine Membrana hyaloidea Avurde entgegen den Angaben Scheff's nicht gefunden. In einem menschlichen Sinus maxillaris, sowie in den betr. Höhlen der genannten Tiere vermisste Verf. nie Drüsen, doch waren diese von verschiedener Ausbildung. Oft zeigten die Aus- führungsgänge blasenförmige Erweiterungen. Die Mehrzahl der Drüsen ist den Eiweissdrüsen zuzurechnen. Rampoldi, R., Sulla fina anatomia della retina dei Mammiieri. Nota preventiva. — Estr. dagli Ann. di Ottalmologia Ann. 17, Fase. 1. Derselbe, Süll' anatomia della regione interna della retina dei Mammiferi. Nota istologia. — Ebenda Fase, 2. Retter er. Ed., Note sur la structure de l'iris chez les mammi- feres. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 319—323. Verf. kommt zu folgenden Resultaten: Faserzellen finden sich nur im Sphinkter der Iris; die Bruch'sche Membran ist (bei den untersuchten Säugern) nicht aus Faserzellen zusammengesetzt; dila- torische Muskelbündel sind in der Iris nicht vorhanden. Sardemann, E., Beiträge zur Anatomie der Thränendrüse. — Ber. naturf. Gesellsch. Freiburg. Bd. III, p. 95 — 125. Tuckermann, Fred., Note on the Papilla foliata and other Taste Areas of the Pig. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 69 — 73. Verf. beschreibt die Pap. foliatae, die Pap. circumvallatae und die Pap. fungiformes des Schweines. Derselbe, Observations on the Structure of the Gustatory Organs of the Bat (Vespertilio subulatus). — Journ. of Morphology Vol. II, p. 1 6. Mit 1 Tfl. Derselbe, On the Gustatory Organs of Putorius vison. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 941—842. 22 Dl'- Erust Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. beschreibt zunächst die Zunge des amerikanischen Nörzes, darauf die eigentlichen Geschmacksorgane. Papulae cicumvall. wurden in 2 Paaren angetroffen, während in der Regel 3 Paar vor- handen sind. Tastkörperchen sind nicht sehr zahlreich. Derselbe, The Tongue and Gustatory Organs of Fiber zibe- thicus. — The Journ of Anat. and Phys. New S. Vol. II, p. 135 — 141. Mit 1 Tfl. Zunächst Beschreibung der Zunge in toto, dann der Papilla circumvallata, der 2 Pap. foliatae und der Pap. fungiformes. Im unteren Teil der Pap. circumv. liegt ein grosses Ganglion in einer bindegewebigen Hülle, von ihm aus gehen Nerven zu den Geschmacks- knospen. Willach, P., Ueber die Kristalllinse bei Säugetieren. Osterwieck 1888 (1887?). Dissertation, Erlangen. Gefässsystem. Form ad, H. F., Comparative studies of Mammalian Blood. — The Journ. of. Comp. Med. and Surg. Vol. IX. p. 254-312. Mit 6 Tfln. und 15 Textfig. Zunächst allgemeine Bemerkungen über das Blut; dann Ver- gleich und Unterscheidung von frischem menschlichem und Säugetier- blut; Erkennung und Nachweis von menschlichem Blut in Criminal- fällen, nebst Bemerkungen hierzu. Fredericq, L., La pulsation du coeur chez le chien. — Arch. de Biol. Tom VIII, p. 493—622. Mit Figg. 1. Sur le trace cardiographique des ventricules. 2. Sur le tr. card. des oreillettes. 3, Sur les phenomenes electriques de la Systole ventriculaire. Gosse, H., Dimensions des globules du sang chez differents animaux. — Arch. des sciences phys. et nat. III. Periode, T. XXX, p. 311—312. Verf. teilt kurz mit, dass Messungen von Blutkörperchen aus- geführt an Photographien, welche mit starken Vergrösserungen erzeugt sind, das beste Mittel zur Unterscheidung von Blut ver- schiedener Herkunft ist. Bei einer und derselben Tierart zeigen sich Grössenverschiedenheiten je nach dem Alter des Tieres (Rind, Kalb). Auch Castration beeinflusst die Blutkörperchen. Gutraann, G., Ueber die Lymphbahnen der Cornea. — Arch. f. mikr. Anat. Bd. 32, p. 593— Mit 3 Tfln. Verf. untersuchte mit Asphaltinjectionen die Lymphbahnen in der Cornea von Rindern, Kaninchen, Schweinen und Menschen und stellte so Bilder der Saftlücken her. Halliburton, W. D., On the Coagulation of the Blood. Preliminary Communication. — Proc. R. Soc. London. Vol. 44, p. 255—268. Verf. fand durch Untersuchungen am Blut von Katzen folgendes: 1. Lymphzellen liefern als eins ihrer Zersetzungsprodukte ein Globulin, welches man Zellglobulin nennen kann. Dasselbe besitzt die bisher dem Fibrinferment zugeschriebenen Eigenschaften. 2. Fibrinferment, Avie es aus dem getrockneten alkoholischen Niederschlaii' von Blut- in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 23 serum gewonnen wird, erweist sich concentrirt als Globulin mit den Eigenschaften von Zellglobulin. 3. Das durch Salzlösungen aus dem gewaschenen Blutgerinsel („blood clot") ausgezogene Fibrinferment ist ein ebenfalls mit Zellglobuhn identisches Globulin. 4. Serum- globulin aus Wasserbruch- („hydrocele") Flüssigkeit präparirt, hat keine fibrinoplastischen Eigenschaften; esist\äelleichtbesserPlasmaglobulinzu nennen. 5. Aus Serum gewonnenes Serumglobulin hat ausgeprägte fibrinoplastische Fähigkeiten. Dies rührt daher, weil es aus Plasma- globulin und Zellglobulin, entstanden bei der Zersetzung der weissen Blutkörperchen, besteht. 6. Der Grund der Gerinnung des Blutes ist zunächst die Zersetzung der weissen Blutkörperchen; diese setzen Zellglobulin iu Freiheit, welches als Ferment wirkt und Fibrinogen in Fibrin umsetzt. — Bestätigung und Erweiterung von Hammarsten's Ansichten, Gegensatz zu Wooldridge, welcher a. a. 0. p. 28"2 — •28-4 eine Erwiederung veröffentlicht, wesentUch chemisch-physiologischen Inhalts. Hochstetter, Ferd., Zur Morphologie der Vena cava inferior. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 867-872. Vorwiegend polemischen Inhalts, gegen die Angriffe Kerschner's gerichtet. Derselbe, Ueber das Gekröse der hinteren Hohlvene. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 9G5 974. Mit 3 Abbildgn. Wahrscheinlich existirt bei allen Wirbeltieren, welche eine hintere Hohlvene haben, in der Anlage wenigstens, ausser dem dorsalen und ventralen Darmgekröse ein drittes Längsgekröse, welches den rechten dorsalen Rand der Leber mit der Wurzel des dorsalen Darmgekröses verbindet und sich bei den Säugetieren (und Vögeln) auch noch über die Leber hinaus nach vorn erstrecken kann. Dies Gekröse wird zum Träger des selbständig entstehenden Hohlvenenabschnittes. Keibel, Franz, Netzbeutelbildungen in der Brusthöhle. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 234 — 237. Mit 1 Abbildg. Verf beschreibt eine eigentümliche Netzbeutelbildung in der Brusthöhle eines gemeinen Bären, gebildet von einer die Vena cava inf. einscliliessenden Pleuraduplikatur. Von einer Reihe auf diese Befunde untersuchter anderer Säugetiere zeigte nur ein Murmeltier eine ähnliche Bildung. Verf. vermutet, dass diese Netzbeutelbildungen durch Fetteinlagerungen bedingt seien, welche für die winterliche Schlaf- und Fastenzeit von Wichtigkeit sind. Kerschner, Ludw., Zur .Morphologie der Vena cava inferior. — Anatom. Anz. IIL Jahrg., p. 808—823. Eine Arbeit allgemeineren Inhalts, in der auf Säugetiere im Besonderen nicht eingegangen wird. Derselbe, Nochmals zur Morphologie der Vena cava inferior. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 943 — 947. Wesentlich polemischen Inhalts. Mc William, J. A., On the Rhythm of the Mammalian Heart. — Proc. R. Soc. London. Vol. 44, p. 206—208. 24 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Untersucht werden Katze, Hund, Kaninchen, Ratte, Meer- schweinchen, Igel. Derselbe, 'Inhibition of the Mammalian Heart. — Ebenda p. 208—213. Verf. beschreibt folgende Versuche resp. deren Resultate : Durch- schneidung der Vagi, Reizung des Vagus, Wirkung derselben auf die Auriculae cordis, sowie auf die Ventrikeln. Ferner erörtert er die Wirkungen, welche eine auf eine bestimmte Stelle („inhibitory area") an der dorsalen Seite der Aurikel- Oberfläche gerichteter elektr. Strom erzeugt: rapide, zuckende Bewegung der Auriculae, Verlangsamung oder Stillstand der Ventrikelbewegung. Zum Schluss einige Mitteilungen über den Effekt von Reizungen der Mündungs- stellen der grossen Gefässe bei abnormen Zuständen, wie Asyphyxie etc. Munk, H., Weitere Untersuchungen über die Schilddrüse. — Sitzungsber. Kgl. Preuss. Akad. Wissensch. Berlin. Jahrg. 1888, p. 1059—1093. Verf. erörtert eingehend die bei Hunden nach Exstirpation der Schilddrüse auftretenden Kraiddieitserscheinungen, die nach ihm aus Reizungen entspringen, welche die in der Umgebung der Drüse befindlichen Nerven erfahren. Lediglich die entzündliche Schwellung der Schilddrüsenlappen wird dem Tier verhängnissvoll, was auch der Fall sein würde, wenn keine Exstirpation der Drüse erfolgte. Beim Affen treten dieselben wesentlichen Krankheitserscheinungen nach der erwähnten Exstirpation auf wie beim Hunde, während bei anderen Tieren Verschiedenheiten wahrzunehmen sind. Diese beruhen wohl weniger auf verschiedenartiger Funktion als auf verschiedenartiger Empfindlichkeit der betr. Tierarten. Rojecki, F., Note sur la disposition des troncs arteriels des membres chez les singes du genre Macaque consideres par rapport ä ceux des singes antropomorphes et de Thomme. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 281—284. Tauber, A. S,, Ueber die Topographie der Schilddrüse bei den Haustieren. Eine anatomisch - physiologische Studie. Wratsch 1888, No. 8 ff. (Russisch). Virchow, H., Ueber Augengefässe der Carnivoren nach Unter- suchungen des Herrn Bellarminow. — Arch. f. Anat. u. Phys. Physiol. Abtlg. Jahrg. 1888, p. 552—556. Referat mit sehr vielem Detail. Von Carnivoren werden nur Hund und Katze genannt. Waller, Aug. D., On the Electrornotive Charges connected with the Beat of the Mammahan Heart, and of Human Heart in particular. — Proc. R. Soc. London. Vol. 44, p. 331. Nur ein ganz kurzer Auszug. Yerdaiiuiigsorgane. von Brunn, Ueber Membrana prae- formativa und Cuticula dentis. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 506 bis 508. (Rev. Verh. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf. teilt mit, dass er die Membr. praef. genau so gefunden, wie sie zuerst von Raschkow beschrieben wurde. Da man nach in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1888. 95 Beginn der Dentinbildung zwischen ihr und dem Rande des jungen Elfenbeins keine deutliehe Grenze erkennen kann, so muss man daraus schliessen, dass die Membran verkalkt und die äusserste Dentinlage bildet. Die Cutic. dent. lässt sich leicht an Zähnen, welche dem Durchbruch nahe sind, nachweisen, besonders schön am Eckzahn eines IG — 18 Tage alten Kätzchens. Deutlich sieht man, dass sie sich zwischen dem Schmelz und dem inneren Schmelzepithel befindet. Sie muss daher nach Beendigung der Schmelzbildung vom Schmelz- epithel abgesondert sein. Cope, E. D., weist kurz auf die Entdeckung von Zähnen bei Ornifh. anatimis (vergl. unten Poulton) hin und schliesst hieraus, dass die Multituberkulata wahrscheinlich Monotremen und nicht Marsupialier seien. (Am. Nat. XXII., p. 259.) Döbner, Merkwürdiges Vorkommen im Gebiss eines Luchses. — Zool. Garten Jahrg. 1888, p. 346. Der Schädel enthält in beiden Ünterkieferhälften M 2. Edelmann, R., Die Fortschritte auf dem Gebiet der Ver- dauungslehre unserer Haussäugetiere im letzten Dezennium. — Tier- medizin. Vortr. Bd. 1, Hft. 2. Halle 1888. Ellen berger, lieber das Vorkommen der Hakenzähne (dentes canini) bei Pferden. — Ber. üb. d. Veterinärwesen im Kgr. Sachsen für d. Jahr. 1887, p. 2—18. Flesch, Max, Ueber Beziehungen zwischen Lymphfollikeln und secernierenden Drüsen im Oesophagus. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 283—286. Mit einer Abbüdung Im oberen Teil des Oesophagus des Menschen und einiger Säugetiere stehen acinöse Drüsen mit Lymphfollikeln in direkter Verbindung, bei anderen Säugetieren dagegen nicht, z. B. beim Hunde, wo in der Speiseröhre Lymphfollikel fast ganz fehlen. Verf. meint, dass das Drüsensekret durch die von den Follikeln ab- gegebenen Lymphzellen chemisch verändert werde. Galippe, Note sur les alterations des dents sous l'infiuence d'un sejour prolonge dans le sol. — Comtes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T.V., p. 572—574. Verf. beschreibt die durch Mikroorganismen verursachten Ver- änderungen der Struktur von Zähnen, welche läuGere Zeit in der Erde lagen. (Vergl. Ber. f. 1887, p. 13, Roux.) Kaufmann, Application de la methode graphique k Tetude de la spcretion parotidienne chez le cheval Comjjtes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 815—816. Verf. untersucht die Speichelabsonderung der Parotiden ver- mittelst einer Fistel im Ductus Stensonianus, welche mit einem Registrirmanometer verbunden wird. Beim Kauen der Nahrung findet an der Seite, wo das Pferd gerade kaut, eine stärkere Speichel- absonderung statt als an der entgegengesetzten. Ebenso tritt bei jedem einzelnen Biss ein stärkerer Speichelfluss ein als in der Zwischenzeit, in der sich die Kinnladen von einander entfernen. 26 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Killian, G., Ueber die Bursa und Tonsilla pharyngea. — Morphol. Jahrb. Bd. 14., p. 618—711. Mit 2 Tfln. und 43 Textfig. Verf. untersuchte ein reiches Material vom Menschen, sowie eine Reihe von Wirbeltieren, meistens Säugern. Bei den meisten untersuchten Säugern fehlt die als Rachentasche bezeichnete Aus- stülpung der Rachenschleimhaut gegen das Hinterhauptbein. Sie wurde gefunden bei A. marmota, Sus scrofa, C. capreol, Ursns (nach anderen Autoren). Verf. schliesst sich an Schwabach an, welcher die als Rachentaschen bezeichneten Bildungen bei Erwachsenen als sekundär und als meist pathol. Erzeugnisse der Rachentonsille auffasst, und empfiehlt bei Erwachsenen statt Bursa pharyng. „Recessus" oder ,,Pseudobursa" zu sagen. Betreffs der Rochentonsille wird constatirt, dass sie beim Menschen vom 6. Embryonalmonat bis zum Ende des 2. Dezenniums aus der Basisphenoidalgegend in die Basioccipitalgegend rückt. Sie ist bei den Säugern nicht so constant wie die Gaumen-, doch ebenso häufig wie die Zungentonsille. Ausser dem Menschen besitzen die Haustiere besonders grosse Rachentonsillen, was vielleicht auf die Lebensweise, den langen Aufenthalt in geschlossenen (staubigen) Räumen zurückzuführen wäre, möglicherweise auch mit Ernährungs- verhältnissen in Zusammenhang steht. In einem Nachwort erklärt sich Verf. gegen die Ansicht Schwabach's das der „Recessus pharyngeus med. embryonaüs" resp. die Bursa pharyngea embryonalis zur Rachentonsille gehöre und ihre Entwicklung einleite. Lataste, Fernand, Des dents exceptionnellement mono- physaires chez les mammiferes cliphyodontes. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 37—41. Verf. zählt die Fälle auf, in denen bei diphyodonten Säuge- tieren einzelne Zähne nicht gewechselt werden. Den ersten Pm. von Schwein, Robbe und Hund, welcher nicht gewechselt wird, sieht Verf. als zur zweiten Dentition gehörig an. Loder, E. G., macht einige Angaben über einen ausserordentlich grossen Stosszahn eines afrikan. Elefanten. Derselbe hatte eine Länge von 9 Fuss 5 Zoll (engl.). (Proc. Zool. Soc. London 1888, p. 87.) Mo US SU, Nerf moteur ou secreteur de la glande parotide chez le boeuf. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 280—281. Verf weist liin auf einen zur Parotis gehenden Zweig des Buccal- nerven, ,,nerf parotidien", welcher besonders geeignet ist zum Studium am lebenden Tier. Nehring, A., lieber die Form der unteren Eckzähne bei den Wildschweinen, sowie über das sogen. Torfschwein (Sus palustris Rütimeyer). — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. 1888, p. 9 — 16. Verf. erläutert zunächst, dass bei den verschiedenen Arten der Wildschweine die Querschnitte der unteren Eckzähne männlicher Individuen charakteristische Conturen zeigen. Sodann entwickelt er die Ansicht, ,,dass die Charaktere, durch welche sich Sics palustris Ruf. von Sus scrofa ferus unterscheiden soll, keine specifischen sind, in der Natuigeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 27 sonderu als Folgen einer primitiven Domestikation in Verbindung mit knapper Nahrung und rauher Lebensweise erscheinen." Poulton, Edw. B., True Teeth in the young Ornithorliynclws jximdoxus. — Proc. R. Soc. London. Vol. 43, p. 353 — 356. Mit 1 Holzschn. Verf. fand bei der Untersuchung einer Schnittserie durch den Kopf eines jungen Schnabeltiers echte Säugetierzähne in den sub- epithelialen Geweben des Daches der Mundhöhle. Später wurden sie auch im Unterkiefer festgestellt. Wahrscheinlich finden sich in jeder Kieferhälfte 3 Zähne. Der vorderste weicht in der Form von den andern ab und ist von ihnen durch ein Diastema getrennt. Er ist einspitzig, während die beiden hinteren mehrspitzig sind, im Ober- kiefer mit 2 inneren, im Unterkiefer mit 2 äusseren Hauptspitzen. Die histologischen Befunde stimmen mit dem für Säugetierzähne typischen Verhalten. Diese Uebereinstimmung spricht dafür, dass die Zähne der höheren Säuger einen mehr ursprünglichen Typus bewahrt haben als die übrigen Organe. Ranvier, L., Le mecanisme de la secretion. — Journ. de Micrographie. T. 12. p.3— 11, 33-41, 65—73, 104—111, 165—173, 212—218, 243—250, 298—303, 329—335, 364—368, 389—393. Vorlesungen R.'s am College de France, stenographirt von J. Pelletan. Forts. — Behandelt im Wesentlichen die Speichel- drüsen und zwar zur Hauptsache von Säugetieren. P. 3—6 wird erörtert, dass bei den simplicidenten Nagern 3 Paar sublinguale Speicheldrüsen vorhanden sind (submaxillaris , retrolingualis und subungualis), bei den duplicidenten dagegen nur zwei (submax. u. subling.). Es ist dies ein gutes Unterscheidungsmerkmal der beiden Gruppen. Weiter werden eingehend behandelt die Speicheldrüsen von Igel, Maulwurf und mehreren Fledermäusen. Sanson, Andre, Puissance digestive des mulets. — Comptes rend. hebd. Soc. BioL 8. S. T. V., p. 316—318. Verf zeigt, dass Maultiere besser das Futter verdauen als Pferde. Seeley, H. G., On the Nature and Limits of Reptilian Character in Mammalian Teeth. — Proc. R. Soc. Vol. XLIV p. 129—141. Verf. setzt auseinander, dass die morphologischen Verhältnisse der Zähne bei den Säugetieren sich so vereinfachen können, dass die Säugetierzähne sonst für die Reptilien typische Charaktere an- nehmen. Umgekehrt können auch Reptilienzähne die Merkmale von Säugetierzähnen tragen (Empedias-Chrysochloris). Verardini, F., Intorno la chirurgia del Pancreas sostcnuto da esperimenti sopra animali vivi e da fatti clinici. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. de Bologna. S. IV. T. IX., p. 245—250. Grösstenteils Zusammenstellung der bisherigen Ergebnisse. Wilckens, M., Beitrag zur Kenntniss des Pferdegebisses mit Rücksicht auf die fossilen Equiden von Maragha in Persien. — Nova Acta Leop. Bd. 52, Nr. 5. Mit 8 Tfln. 28 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen In der Einleitimg giebt Verf. eine tabellarische Uebersicht über die Backenzalmgebisse von Ilipparion med it., Eqnus foss. und Eqims caball. nach den Angaben Rütimeyer's und erläutert dann die Rassen- unterschiede am Backenzahngebiss der lebenden Pferde unter Be- rücksichtigung der Angaben von Franck (Oberkieferbackenz.). Beim orientalischen Pferde ist der Breitendurchm. der oberen Backen- zähne grösser oder mindestens so gross wie der Längsdurchmesser, beim occidentalischen ist er kleiner. Ferner ist beim abend- ländischen Pferde die Kräuselung der Schmelzfalten stärker als bei den morgenländ. Schlägen und dadurch bedingt ragt bei ersterem das Vorderhorn der Hintermarke weiter über das Hinterhorn der Vordermarke als bei den Orientalen, wie auch bei letzterem der sogen. ,, Sporn" (eine kleine Falte an der Hinterbucht des Innen- randes der ob. Backenz.) weniger entwickelt ist oder gar fehlt. Ebenfalls durch die stärkere Schmelzkräuselung verursacht ist die stärkere Zweilappung des Pfeilers an der Innenwand des Vorderjochs beim abendländischen Pferd. Endhch zeigen auch die beiden Aussen- falten Verschiedenheiten je nach der Ptasse. Auch die von Franck nicht berücksichtigten unteren Backenz. sind bei den beiden Pferde- gruppen verschieden. Ein Mittelstellung zwischen abendländischen und morgenländischen Pferden nimmt das aus der Kreuzung beider hervorgegangene englische Rennpferd ein. Sodann wird erörtert, dass die Geschlechsfolge von Hipparion durch Equus foss. zu E. asm. und den beiden Gruppen des lebenden E. caball. nicht angenommen werden darf, sondern für die beiden recenten Gruppen verschiedene Stammformen existirt haben. Wichtig für diese Frage sind die bei Maragha in Nordwest-Persien aufgefundenen Equidenreste. Dieselben gehören überwiegend zu Hipparion., während ein kleiner Teil einem echten Equus entstammt, welcher als E. foss. persicus bezeichnet wird. Es folgt dann eine eingehende Untersuchung und Vergleichung der Hipparionzähne gegenüber Pferdezähnen, wobei eine Auseinander- setzung über die Schneidezähne der Equiden eingefügt wird. (Unter- schiede von „Fohlenzähnen" = Milchschneidez. des Pferdes, „Pferde- zähnen" = Ersatzschneidez. des Pferdes, und Eselszähnen durch die Form der Zähne und ihre Schmelzfalten). Interessant ist der Um- stand, dass die Milchschneidez. der recenten Pferde die Form der Ersatzschneidez. von Hipparion wiederholen. Verf. kommt auf Grund der angedeuteten Untersuchungen der Fossilreste von Maragha zu dem Resultat, dass das Hipparion uud das fossile Pferd Persiens als Stammform der morgenländischen Pferde, das pikermische bezw. europäische Hipparion und dessen fossile Equus -Nachkommen als Stammform der abendländischen Pferde zu betrachten sind. Atliinuiigsorgane. Brown-Sequard et d'Arsonval, Nouvelles recherches demontrant que les poumons secretent un poison extreme- ment violent qui en sort avec l'air expire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T V., p. 33—37. Mit der ausgeathmeten Luft wird aus den Lungen des Menschen und der Säugetiere ein Gift ausgeschieden, welches nach den Unters. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 29 der Verf. zu den flüchtigen organischen Älkaloiden gehört. Versuche an Kaninchen mit Einspritzung einer flüssigen Lösung des Giftes in das Blut und unter die Haut. Bemerkungen hierzu von R. Wurtz ebenda p. 4i — 42, ferner von Dastre ebenda p. 43 — 44. Dieselben, Nouvelles remarques ä l'egard du poison pulmo- naire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 54 — 56. Dieselben, Toxicite de l'air expirc, nouvelles recherches. — ebenda p. 90—91. Dieselben, Remarques sur la valeur des faits qui nous ont servi a demontrer la toxicite de l'air expire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 99—104. Weitere Mitteilungen von Brown-Sequard und d'Arsonval über das Gift der Atemluft ebenda p. 108 — 110, 151 — 153. Dastre, Note au sujet de la toxicite des produits de condensation pulmonaire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 43—44. Verf. zeigt, dass das in der ausgeathmeten Luft enthaltene Gift nicht immer gleich wirkt. Dastre, A., et Loye, P., Recherches sur la toxicite de l'air expire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 91 — Verf. suchen nachzuweisen, dass das von Brown-Sequard u. A. in der ausgeatmeten Luft gefundene Gift entweder nicht constant oder normaler Weise quantitativ nicht genügend ist, um schädlich zu wirken. Dubois, Raphael, Sur le mecanisme respiratoire chez la Marmotte pendant le sommeil hibernal et pendant le sommeil anesthesique. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 841 — 842. Verf. constatirt Verschiedenheit des Athmungsmeclianismus beim murmeltier im Winterschlaf und im wachen Zustand. Spoon, W. L., veröftentlicht eine Beobachtung über das Athmeu von Fiber zihethicus unter dem Eise zugefrorener Gewässer. (Am Nat. XXIL, p. 539—540). Exkretionsorgane. Guamieri e Magini, Studi sulla Ana struttura delle capsule soprarenali. Nota preventiva. — Atti della R. Accad. di Lincei S. 4. Rendiconti Vol. IV, p. 844—847. Vergl. u. Dieselben, Etudes sur la fine structure des capsules surre- nales. — Arch. ital. de Biol. T. X, p. 379—384. Studien über die Nebennieren von Kaninchen, Meerschw., Ratte, Hund, Rind und Mensch. Hochstetter, Ferd., Ueber den Einfluss der Entwicklung der bleibenden Nieren auf die Lage des Urnierenabschnittes der hinteren Cardinal venen. — Anatom. Anz. HL Jahrg. p. 938-940. Mit 2. Abbildgn. Innerhalb eines Tages drängen die in der Entwicklung begriffenen bleibenden Nieren die Endabschnitte der Urnieren samt den ent- sprechenden Abschnitten der hinteren Cardinal venen von der Aorta 30 Dr. Ernst Schaff: Bericht iiher die Leistungen und der Wirbelsäule ab. Veranlasst durch den Druck der Nieren- anlagen entwickelt sich aus der hinteren Cardinalvene eine neue, anfangs schwache Vene, welche sich über die dorsale Fläche der Nierenanlage erstreckt und dann wieder in die hintere Cardinalvene mündet. Später weitere Veränderungen. Rex, Hugo, Beiträge zur Morphologie der Säugerleber. — Morphol. Jahrb. Bd. 14, p, 517—617. Mit^5. Tlln. Verf. untersucht die allgem. Formverhältnisse der Säugerleber, die allgem. und die speziellen Formverhältnisse des Portalbaumes und der Lappung der Säugerl., die Gallengangsverästelung, die- selben Verhältnisse beim Menschen und endlich die Venae hepat. bei Säugern und Menschen. Tizzoni, G., Sugli effetti dell' asportazione delle capsule surrenali nel cane. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. die Bologna S. IV T. IX, p. 73—78. Vergl. u. Tizzoni, G., Ablation des capsules surrenales chez le chien. — Arch. ital. de Biol. T. X, p. 372—378. Exstirpation der Nebennieren bewirkt beim Hunde den Tod des Tieres unter denselben Todes-Erscheinungen und denselben Ver- änderungen des Nervensystems, wie beim Kaninchen. Diese Wirkungen werden auch erzielt durch die Abtragung nur einer Nebenniere. Der Tod tritt erst mehrere Monate nach der Operation ein, so dass er nicht als Folge der Verwundung bei dem operativen Eingriff anzusehen ist. Die Veränderungen des Nervensystems zeigen den Zusammenhang der Nebennieren mit gewissen Regionen des Rückenmarks. Fortpflauzungsorgane Albrecht, M., Zu den Anomalien der Geschlechtsorgane beim Pferde. — Wochenschr. f. Tierheilkunde u. Viehz. Augsburg, Bd. XXXI, 18871 p. 309-312. van Beneden, Ed., De la fixation du blastocyste a la muqueuse uterine chez le Murin (Vespertilio murinus). — Bull. Acad. R. Belgique. 4. Serie, T, XV, p. 17—27. Mit einer Tafel- erklärung ohne Tafel! Nach den Unters, des Verf. geht bei Vesj). murin, das Epithel des Uterus während der Placentation zu Grunde und nimmt daher nicht an der Bildung der Placenta teil. Die Uterindrüsen stehen in keiner Beziehung zur Placenta, wodurch die Existenz von ,, Uterin- milch" hinfällig wird. Schon vor der Entstehung der Primitivrinne, wenn der Embryo nur zwei Keimblätter aufweist, ist die Verbindung embryonalen Epiblastes mit der Mucosa des Uterus so innig, dass man die einzelnen Elemente nicht trennen kann. Derselbe, De la formation et de la Constitution du placenta chez le Murin (Vespertilio murinus). — BuU. Acad. R. Belgique p. 351—364. Ausser den oben erwähnten Resultaten der vorigen Arbeit weist Verf. nach, dass sowohl das Epiblast des Embryos als auch in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 31 die umgewandelte Uterinmucosa die epithelartige und kernhaltige äussere Schicht der Placentarzotten bilden und dass nicht nur das Bindegewebe, sondern auch die Gefässwände jene Schicht bilden helfen. In Folge der Umwandlung der Gefässendothelien circulirt das mütterliche Blut in Lacunen, welche ein aus anastomosirenden Kanälen bestehendes Netz bilden. Die erwähnte äussere Schicht der Zotten hat keine sekretorische Funktion; sie trennt das mütterliche und das foetale Blut, deren Austausch osmotisch vor sich geht. Bimar, Recherches sur la distribution des vaisseaux sperma- tiques chez les mammiferes et chez l'homme. — Journ. Anat. Physiol. XXIX, p. 265—273. Mit 1 'J'fl. Verf. untersucht die Ai'terien und Venen des Hodens bei einer Anzahl von Säugetieren und findet dass hinsichtlich der Gefässe und ihres Verlaufes bei allen sich analoge Verhältnisse finden vde beim Menschen. Derselbe, Recherches sur la distribution des vaisseaux sperma- tiques chez divers Mammiferes. — Comptes rend. hebd. Acad. des sciences. T. CV, p. 80—83. Verf. beschreibt den Verlauf der Arterien und Venen des Penis von Rind^ Schaf, Pferd, Esel, Hund, Katze, Kaninchen. Borde, Lu., Sul modo di distribuirsi di terminare deUe fibre nervöse nell' utero di alcuni mammiferi: nota preventiva (Laboratorio di anatomia microscopica e di embriologia della R. universita di Bologna). — Estr. dalla Riforma medica, Anno IV Nr. 70. Modenal888. Boulart, R., Note sur le placenta du Cervus mexicanus. — Comptes rend hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 422. Die Untersuchung der Placenta eines Weibchens von C. mexü. ergab die Richtigkeit der folgenden Einteilung der Wiederkäuer: 1. Placenta diffus: Camelidae, Tragul. 2. Placenta mit wenig Kotyledonen: Moschid., Cervid. 3. Placenta mit zahlreichen Kotyl.: Giraf, Antilop., Caprid,, Bovid. Brazzola, F., Ricerche suU' istologia normale e patologica del testicolo. Nota IL La cariocinesa nel testicolo normale. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. di Bologna. S. IV. T. IX, p. 79—95. Mit 1 Tfl. Dasselbe in: Rendic. Accad. Sc. Istit. di Bologna 1887—88, p. 42—44. Verf. unterscheidet in den Samenkanälchen der Säugetiere spermatozoenbildende runde Zellen (cellule spermatichi) und Fuss- oder Stützellen. Chapman, Henry C, Observations on the female generative apparatus of Hyaena crocuta. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1888 p. 189—91. Mit 3 Ttin. Eine eingehende Beschreibung wird nicht gegeben, da die Befunde mit den von Watson bekannt gemachten übereinstimmen. Hervorgehoben wird der gänzliche Mangel einer Vagina und die 32 DJ'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Durchbohrung der Clitoris durch die Uretlira. Entwicklungs- hemmung ist der Grund der eigentümHchen Beschaffenheit der weibl. Geschlechtsorg, von IL crocuta. Du sing, Ueber die Regulirung des Geschlechtsverhältnisses bei den Pferden. IL Mitteilung. — Thiel's Landw. Jahrb. XVII, p. 373—386. Vergl. Ber. für 1887 p. 30. Duval, Mathias, Les placentas discoides en general, a propos du placenta des rongeurs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 675—676. Bemerkungen allgemeinerer Natur, z. T. in Beziehung auf die Arbeit Frommers (vergl. u.) Lataste, Fernand, Matiere du bouchon vaginal des ronü;eurs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 817—821. Die Substanz des „Vaginalpfropfes" entstammt den Samen- blasen; sie zeigt gleiche Reaktionen wie das Sekret der letzteren. Derselbe, Enveloppe vaginale et vaginite exfoliante des rongeurs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S, T. V. p. 705 bis 707. Verf. zeigt, dass die von ihm beschriebene „enveloppe vaginale" kein Sekretionsprodukt ist, sondern in Folge rapider Desquamation der Vaginalschleimhaut ensteht. Diese Erscheinung ist analog der in der Gynäkologie als Vaginitis exfolians bekannten Krankheit. Derselbe, Enveloppe du bouchon vaginal des rongeurs. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 732—733. Mikroskopische Untersuchungen bestätigten die auf makros- kopischem Wege gewonnenen Ansichten des Verf. betreffs des ,, bouchon vaginal". Morau, H., Des transformations periodiques de l'epithelium de la muqueuse vaginale de quelques rongeurs. ■ — Comptes rend. hebd. Soc. BioL 8. S. T. V, p. 831—832. Verf. beschreibt die Veränderungen, welche die Mucosa der Vagina von Mäusen eingeht während der sogen, „periode genitale" d. h. in dem Zeitraum zwischen zwei ,,^poques genitales", wie Verf. mit Lataste den Moment der Begattung nennt. Dieser Zeitraum beträgt bei Mäusen 10 Tage. Das anfänglich vorhandene Pflaster- epithel verwandelt sich in mehrere Schichten hoher Cylinderzellen. Nicolas, A., Sur quelques details relatifs a la morphologie des Clements epitheliaux des canalicules du Corps deWolff. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 337—339. Bürstenbesätze an den Zellen des sekretorischen Abschnitts der WolfTschen Gänge; Bildung heller Tröpfchen zmschen dem Kern und der Oberfläche der Zellen in der ganzen Länge der Wolff^schen Gänge. Diese Tröpfchen treten aus den Zellen aus. Erklärung nicht gegeben. Prenant, A., Note sur la structure des spermatozoides chez l'homme. - Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V, p. 288-290. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 33 Verf. zeigt, dass die von Jensen (vergi. Ber. f. 1887. p. 27) bei einigen Säugern beschriebenen Knöpfchen, sowie der Spiralfaden auch bei Spermatozoen des Menschen vorkommen, Retter er, Ed., et Roger, G. H., Structure des organes genitaux d'un chien hypospade. — Comptes rend, hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 574—575. Sanfelice, F., Spermatogenesi dei vertebrati. — BoU. Soc. Naturalisti in Napoli. S. I. Vol. II, p. 43—98. Mit 2 Tfln. S. 49 — 66 werden Säugetiere behandelt und zwar untersuchte Verf. Mus decuman. Fall., M. decum. Fall. oar. alhina^ M. musctdus L., Canis familiaris L., Cavia cobaya Schreb., Myoxus quercinus L., Erinaceus europ. L. , Lepus cunicidus L. , Felis domestdca L. , Talpa europ. L. Im Allgemeinen geht die Entwicklung der Spermatozoen in allen Klassen der Vertebr. gleichartig vor sich. Bei den Säuget, (ferner Vögeln, Reptilien) produziren die Spermatoblasten zuerst Spermato- zoen, dann Elemente, welche letztere einerseits ernähren, andrerseits ausstossen. Die Ausstossung der Sperm. wird begünstigt durch die Umwandlung eines Teils der Elemente des Samenkanälchens in ein Sekret. Die Sperm. sind nicht Zellen, sondern Zellkernen gleich- wertig. Die färbbaren Teile der Sperm. stammen von der chro- matischen Substanz des Kernes, die nicht färbbaren von der achro- matischen. Nur bei den Säugetieren fand Verf. 2 verschiedene Formen von Spermat., die sich auch durch ihr V^erhalten gegen Farbstoffe unterscheiden. Sibley, Walter K., Undescended Right Testicle, Hypertrophy of the Left One in a Monkey. — Froc. Anat. Soc. of Great Britain, 1888, p. XXIV— XXVI. Mit 2 Abbildgii. Verf. beschreibt ein Exemplar von Macacus sinicus mit hypertro- phirtem linken, in der Leibeshöhle zurückgebliebenem rechten Hoden und giebt allgemeine Bemerkungen über Hypertrophie der Hoden. Sussdorf, Die Eihäute eines Fohlenzwillingspaares. — Deutsche Zeitschr. f. Tiermedizin. Bd. 14, p. 240 — 242. Tourneux, F., L'organe de Rosenmüller (epoophore) et le parovarium (paroophore) chez les mammiferes. — Journ. Anat. Fhysiol. XXIV, p. 169—192. Mit 1 Tfl. Verf. untersucht das Rosenmüller'sche Organ und das Far- ovarium bei folgenden Tieren: Schaf, Ziege, Cervus fro7italis, Ursus malayaniis, Hund, Katze, Delphin, Walfisch, Kuh, und beim Weibe. Er findet, dass das Ros. Org. im Ganzen betrachtet und auch hin- sichtlich der Beschafienheit seiner Teile dem Körper der Epididymis homolog ist. Je nach der Art des Tieres finden sich gewisse Ver- schiedenheiten im Bau des Ros. Org. Vom Farovarium (Faroophor) finden sich Reste in dem grossen Ligament unter dem Ovarium (Schaf, Kuh, Delphin etc.) Turner, Wm., An Additional Contribution to the Flacentation of the Lemurs. — Froc. R. Soc. London Vol. 44, p. 277 — 282. Verl beschreibt einen graviden Uterus von Lemiir xanthomystax. Derselbe stimmt im Wesentlichen überein mit den Befunden, welche Arcli. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd. H. H, 1. 3 34 Dj*- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen T. an Propifhecns diadema, Lemur rußpes, Indr'is hrevicaudaUis fest- stellte (Philos. Trans. R. Soc. London 1876). Es bestätigt sich, dass die Placenta der Lemuren diifus, dass keine Decidua vorhanden und dass die Allantois als grosser Sack erhalten bleibt bis zur Zeit der Geburt. In den placentalen Charakteren finden sich also tief greifende Unterschiede zwischen Lemuren einerseits, Afi'en und Menschen andererseits, weshalb man erstere im System von letzteren trennen muss. In einer Nachschrift wird erwähnt, dass sich bei den unter- suchten Arten, sowie bei Propith. diadema ein Epitrichium findet. Woodward, M. F., Rabbit with an Undescended Testis, with Notes on the Descent of the Testis in the same Animal. — Proc. Anat. Soc. of Great Britain, 1888, p. XXI— XXIII. Ait 1 Abbildg. Verf. beschreibt an einem 5 — 6 Monate alten Kaninchen, dass der rechte Hode im Skrotum sich befand, während der linke in der Leibeshöhle, dicht hinter der linken Niere lag. Allgemeinere Bemerkungen über Lage und Wanderung der Hoden bei den Säugetieren, Entwicklung. Allgemeines. Beard, J., A contribution to the morphology and development of the nervous System of Vertebrata. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 874—884 und 899—905. Säugetiere nur nebensächlich behandelt. Czermak, Nie, Vergleichende Studien über die Entwicklung des Knochen- und Knorpelgewebes. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p, 470—480, Verf. giebt in 41 Sätzen die Resultate einer eingehenden Arbeit. Drew, J., Notes on a Difficulty in Evolution. — Proc. Cottes- wold Nat. Field Club 1888, p. 285— 288. Durand, J. P., La genese naturelle des formes animales. — Rev. Sc. Nat. XLI, 741—752. Gadow, H., On the Modifications of the First and Second Visceral Arches, with especial reference to the Homologies of the Auditory Ossicles. — Philos. Trans. CLXXIX, p. 451— 486. "Mit 4Tfln. Es werden vorzugsweise niedere Wirbeltiere untersucht, doch auch Säuger berücksichtigt. Verf. kommt zu dem Schluss, dass die Gehörknöchelchen, welche alle dieselbe Funktion haben, als ein einziges Organ angesehen werden müssen, welches einen Ursprung hat, nämlich den Zungenbeinbogen. Das Quadratum entspricht bei den Säugetieren dem Annulus tympanicus, Ontogenie. Aswadouroff, K., Comparaison du developpement des muscles chez l'embryon humain et chez les animaux ä l'etat adulte. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V, p 677—678. Verl findet bei der Vergleichung der Muskelgruppen eines fünfmonatlichen menschlichen Embryos mit den entsprechenden erwachsener Kaninchen und Meerschweine, dass die am höchsten entwickelten Muskeln des menschlichen Embryos den weissen Muskeln in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 35 der genannten erwachsenen Tiere entsprechen. Diese weissen Muskeln sind höher entwickelt als die roten. Behrends, G. J., Beiträge zur Kenntniss der Entwicklung des Nervus opticus und des Glaskörpers bei den Säugetieren. — Diss., Erlangen 1888. Mit 1 Tfl. Verf. stellte seine Untersuchungen an Embryonen von Mus musc, Didelphys virg., Lepus cunic, Talpa ei/rop. und Felis dorn. an und gelangte zu folgenden Resultaten: 1) Bei der Einbuchtung der primären Augenblase stülpt sich zugleich auch der Augenblasen- stiel ein. 2) Der Nervus opticus bildet sich aus zwei verschiedenen Anlagen, dem Opticusstiel und dem Retinastiel. 3) Die Sehnerv- fasern entstehen gleichzeitig in der ganzen Länge des Opticus. Der Augenblasenstiel ist also „kein" blosses Leitgebilde, sondern bildet direkt Nervenfasern. 4) Der Glaskörper bildet sich aus Mesoderm- zellen, welche durch den Augenbecherspalt einwachsen. (Retinastiel nennt Verf denjenigen Teil des bei der Einstülpung der primären Augenblase zugleich eingebuchteten Augenblasenstiels, welcher mit der Retina in direktem Zusammenhang steht, Opticusstiel den nicht eingestülpten Teil des Augenblasenstiels, welcher sich direkt in die Pigmentschicht des Augenbechers fortsetzt). Bergonzini, C, Contributo allo studio della spermatogenesi nei vertebrati. — La Rassegna di science mediche. Anno III, p. 337-344. Modena 1888. Biehringer, Joachim, lieber die Umkehrung der Keimblätter bei der Scheermaus (Arvicola amphibius Desm.). — Arch. f. Anat. u. Phys. Anat. Abtlg., Jahrg. 1888, p. 279—286. Mit 1 Tfl. Verf konstatirt, dass die Umkehrung der Keimblätter bei Arvicola aniphib. in gleicher Weise wie bei den bisher untersuchten Nagern durch Einwachsen eines aus den ,, Räuberischen Zellen der Deckschicht" (Kölliker) sich entwickelnden soliden Zapfens (Träger Selenka's) in die Keimblase vor sich geht. In Bezug auf spezifische Besonderheiten schliesst sich in der genannten Beziehung Arv. ampliih. am nächsten an Art\ arvcdis an (Untersuchungen von Kupffer). Biondi, Ueber Zwischenkiefer. — Anatom. Anz. III, Jahrg. p. 577 — 578. (Ref. aus den Verhandl. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888.) Verf. zeigt an Präparaten von Schweins-, Schaf- und mensch- lichen Embryonen zwei Ossifikationspunkte für jeden Zwischenkiefer. (Vergl. unten Kölliker). Bizzozero, G., Ueber die Regeneration der Elemente der schlauchförmigen Drüsen und des Epithels des Magendarmkanals. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 781—784. Nach den Untersuchungen des Verf spielen die sogen. Ersatz- zellen bei der Regeneration des Magendarmepithels keine Rolle. Die schlauchförmigen Drüsen des Darmes unterscheiden sich dadurch von den wahren Drüsen, dass bei ersteren das Epithel eine direkte Fortsetzung des Ueberzugsepithels ist, zu welchem ihr Ausführungs- 3* 36 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen gang in Beziehung steht und an dessen Funktion das Darmdrüsen- epithel teil nimmt. Bonnet, R., Ueber die Entwicklung der Allantois und die Bildung des Afters bei den Wiederkäuern und über die Bedeutung der Primitivrinne und des Primitifstreifs bei den Embryonen der Säugetiere. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 105 — 126. Mit OAbbildgn. An Schafembryonen fand Verf., dass noch vor dem Verschluss des Amnions die erste Anlage der Allantois als ein im Keimblasen- Coelom am Caudalende des Embryos gelegener Höcker auftritt. Dieser AUantoishöcker kann als caudale Darmausstülpung betrachtet werden, da er eine mit dem Hinterdarm communicirende Höhle ent- hält. Bald nach der ersten Anlage zeigt die Allantois der Wieder- käuer die Neigung zur Annahme der Sichelform, nicht derjenigen einer kugeligen Blase, wie bei andern Säugern. Bezüglich der Entstehung des Primitivknotens und der Primitivgrube schliesst sich Verf. den Ansichten Kupffer's an und betrachtet diese Vorgänge als Gastrulation. In der Primitivrinne sieht er den spaltförmig ausgezogenen Urmund, in den Primitivfalten die Urmundlippen und in dem ursprünglich rein epithehalen Primitiv- streifen, von dessen Flanken, während er sich noch nach hinten verlängert, die Mesenchymproduktion beginnt, die aus invaginirtem Ektoblast bestehende, verdickte Wand der Gastrulahöhle. Derselbe gab auf der Würzburger Anatomen- Versammlung Er- läuterungen zur Entwicklungsgeschichte des Schafes unter Vorlegung von Präparaten und Zeichnungen. Er behandelte die erste Anlage des Mesoblasts, die Bildung der Aftermembran und Allantois, die erste Anlage der ürniere und des Wolff'schen Ganges. Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 714—717. Born, G., Ueber die Bildung der Klappen, Ostien und Scheide- wände im Säugetierherzen. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 606 — 612. Mit 3Abbildgn. (Verh. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf. beschreibt Entwicklungsvorgänge am Herzen von Kaninchen- embryonen unter Berücksichtigung einiger anderer Säuger. Carius, Friedr., Ueber die Entwicklung der Chorda und der primitiven Rachenhaut bei Meerschweinchen und Kaninchen. — Dissert, Marburg 1888. Mit 1 Ttl. Beim Embryo des Meerschweinchens von etwa 13 Tagen wächst der Kopffortsatz des Primitivstreifens frei zwischen Ektoblast und Entoblast nach vorn. — Eine Anlagerung desselben an den Entoblast kommt für gewöhnlich nur an der äussersten Spitze und im Anschluss an die Eröffnung des Chordakanals vor. — Erst nach Eröffnung des Chordakanals erscheint die Chorda trotz ihres mesoblastischen Ursprungs in den Entoblast eingeschaltet. — Beim Kaninchen (ebenso wohl beim Maulwurf und beim Schaf) ist das Verhalten der Chorda- anlage zum Entoblast anders als beim Meerschwein. Es besteht dort bereits vor Bildung des Chordakanals ein sehr enger Zusammenhang der Chordaanlage und des neben ihr gelegenen Mesoblast mit dem in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 37 Entoblast. Doch lassen auch diese Objekte die Erklärung zu, dass die vom Primitivstreifen gebildete mesoblastische Chorda sich secundär an den Entoblast angelagert hat. — Die primitive Rachenhaut besteht von ihrer ersten Anlage an bei Embryonen des Meer- schweins und Kaninchens nur aus Ektoblast und Entoblast. Sie ist bei Embryonen des Meerschweins, welche noch keinen Urwirbel besitzen, also lange vor der Bildung des Kopfdarms als solche kenntlich und liegt bei diesen nach vorn von dem späteren Kopf- ende des Embryonalkörpers. Cuenot, L., Sur le developpement des globules rouges du sang. — Comptes rend. T. 106, p. 673—675. Die Arbeit berücksichtigt Ichthyopsiden und Sauropsideu. Es entwickeln sich im Gegensatz zu diesen bei den Säugetieren die roten Blutkörperchen in der Milz. Sie entstehen aus Zellen mit ,, kleinen Kernen" von 8 — 10,u Durchm., deren Kern sich ganz aullöst und in Hämoglobin verwandelt. Duval, Mathias, Les placentas discoides. Lettre du professeur Edouard von Beneden. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 729—732. Briefliche Mitteilung E. van Beneden's, in welcher sich derselbe betreffs der Entwicklung der Placenta von Nagern etc. mit den An- sichten Duval's für übereinstimmend erklärt. Falchi, F., Sur l'Histogenese de la Retine et du Nerf Optique. — Arch. Biol. Ital. Vol. IX, p. 382-391). Mit 1 Tfl. Frommel, Rieh., Ueber die Entmcklung der Placenta von Myotus murinus. Wiesbaden 1888. Giacomini, C, Sul canale neurenterico e sul canale anale nelle vescicole blastodermiche cü coniglio (Estr. dal Giorn d. R. Accad, di Med. 1888 Nr. 4 u. 5). Mit 1 Tfl. Vergl. unten. Derselbe, Sur le canal neurenterique et sur le canal anal dans les vesicules blastodermiques du lapin. — Arch. ital. de Biol. T. X, p. 273 - 294. Mit 1 Tfl. Zwischen Ekto- und Entoderm büden sich an der Keimscheibe des Kaninchens an zwei Stellen Verbindungen, nämlich der neur- enterische und der Analkanal. Sie entstehen zu verschiedenen Zeiten und sind nur von kurzer Dauer. Der Canalis neurentericus entsteht schon, wenn der Hensen'sche Knoten eben sichtbar wird, während der Analkanal nach völliger Entwicklung des Primitiv- streifens auftritt und nach der Bildung des Mesoderms. Hubrecht, Keimblätterbildung und Placentation des Igels. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 510—514 (Ref. Verhandl. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf. bezeichnet als „Trophoblast" die äusserste, epiblastische Schicht der Keimblasenwandung, welche beim Igel verdickt und mit wabigen Lacunen versehen ist. Von dem primitiven Trophoblast spaltet sich ein Teil nach innen ab, indem er peripherisch im ganzen 38 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Umkreise mit dem Trophoblast noch in Zusammenhang bleibt, und wird zur Epiblastscheibe des Blastoderms. In der sich anschliessenden Diskussion Einwände von Beneden's (ebenda p. 514). Weitere Mit- teilungen über die Entstehung von Mesoblast, Amnion, AUantois, Ernährvmg der Embryos. Schon in den frühsten Embryonalstadien dringt mütterliches Blut in die tiefsten, dem Dottersack unmittelbar anliegenden Lacunen. Verf. nimmt ein ,, aktives Einfressen" in die Decidua von Seiten gewisser als „Deciduofracten" bezeichneter Zellen an. Zum Schluss Vergleiche mit der Entwicklung des Menschen. Derselbe, Die erste Anlage des Hypoblastes bei den Säuge- tieren. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 906 — 912. Mit 4 Abbildgn. Verf. bringt neues Beweismaterial bei für die Richtigkeit seiner auf der Würzburger Anatomen -Versammlung gegebenen Darstellung der Entwicklung des Igels und betont, dass in der Keimblasen- entwicklung der Säugetiere grosse Verschiedenheiten sich geltend machen, so dass von der Untersuchung einer einzelnen Art nicht auf die Gesamtheit geschlossen werden dürfe. Humphreys, J., The Suppression and Specialization of Teeth. — Proc. Birmingham. Phü. Soc. Vol. VI, p. 137 — 161. Keibel, Franz, Die Entwicklungsvorgänge am hinteren Ende des Meerschweinchenembryos. — Arch. f. Anat. u. Phvs., Anat. Abtlg. Jahrg. 1888, p. 407-430. Mit 2 Tfln. Bezüglich des Afters weist Verf. nach, dass derselbe beim Meer- schweinchen aus dem hinteren Teil des Primitivstreifens hervorgeht, und zwar entsteht er ungefähr in der Gegend, wo sich, ebenso wie bei Kaninchen, Hund und Schaf, ein ektoblastischer Strang entwickelt, der, gegen den Mesoblast scharf abgegrenzt, vom Ektoderm zum Entoderm zieht. Verf. entwickelt weiter die Ansicht, dass diese Beziehung zwischen Primitivstreifen und After wohl bei allen Säugern die gleiche sei und dass, da bei den Amphibien der After aus dem Blastoporus hervorgeht, der Primitivstreifen der Säuger dem Blasto- porus der Amphibien entspräche. Die Vergleiche, welche His und KölHker z-wdschen Mund und After aufgestellt, seien daher wesentlich einzuschränken, ebenso Dohrn's Ansichten von der Entstehung des Mundes und des Afters der Vertebraten aus verschmolzenen Segmental- spalten. Endlich sprechen die angeführten Befunde gegen die Ab- stammung der Vertebraten von den Anneliden, da bei diesen der Blastoporus zum Munde wird. Weiter weist Verf. nach, dass im Gegensatz zu den bisherigen Ansichten der AUantois des Meerschweinchens, wenn auch nur vorübergehend, eine nicht unbeträchtliche entodermale Höhle zu- komme. Die Bildung der Harnblase ähnelt am meisten den betr. Vorgängen beim Mensehen. Zum Schluss geht Verf. auf die Ent- wicklung des Wolff'schen Ganges ein und erörtert von ihm be- obachtete Befunde, welche es zweifelhaft machen, dass der Wolffsche Gang aus dem Mesoderm entsteht und nachträglich eine Verbindung mit dem Ektoderm eingeht. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 39 Derselbe, Zur Entwicklungsgeschichte des Igels (Erinaceus europaeus). — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 631—637. Mit 1 Abbildg. Vorläufige Mitteilung Kölliker^ Th., Ueber die einfache Anlage des Zwischenkiefers mit Demonstrationen contra Biondi. — Anat. Anz. III. Jahr«-, p. 572 — 576. (Ref. aus den Verhandl. Anat. Gesellsch. Versammig Würzburg 1888.) Verf. berücksichtigt hauptsächhch den Menschen, geht aber auch auf Säugetiere ein, bes. auf das Schwein, für welches nachgewiesen wird, dass das Os intermaxillare von einem Ossifikationspunkt aus entsteht. Kolossow, A., Beitrag zur Lehre von der Entwicklung der Samenfäden bei Säugetieren. — Centralbl. £ d. med. Wissensch 1888 Nr. 30. Laulanie, Sur l'origine commune et le role variable de l'epi- thehum germinatif et des cordons sexuels dans l'ovaire. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 4—8. „Les cordons de Pfluger et l'epithelium dit germinatif resultent primitivement de la specialisation corticale des cordons sexuels qui se differencient sur place dans toute l'etendue du stroma. Ces deux formations de meme valeur et de meme origine ont dans l'ovogenese une part respective qui varie avec les especes animales." Verf. stellt seine Unters, besonders an der Katze an. Lockwood, C. B., Development and transition of the testis, normal and abnormal. — The Journal of Anat. and Phys New S Vol. II, p. 38—77 (1887) und p. 461—478 mit 1 Tfl., p. 505—541 mit 6 Abbildgn. Vergl. diesen Ber. für 1887, p. 27. Derselbe, The early development of the pericardium, dia- phragma and great veins. — Proc. R. Soc. London. Vol. 43 1887' p. 273—276. Loewenthal, Nat., Zur Kenntniss des Keimfleckes im üreie einiger Säuger. — Anatom. Anz. III. Jahrg., p. 363 — 373. Mit 7 Abbildgn. Verf. fand, dass die Keimflecke von Ureiern der Katze, des Hundes und des Schweines amöboide Bewegungen zeigen und zwar nur bei den jüngsten Ureiern, also nur auf einer gewissen Ent- wicklungsstufe. Der Keimfleck kann sehr verschiedene Lagen ein- nehmen, sogar ausserhalb des Keimbläschens erscheinen, woraus Verf auf Wanderungen des Keimfleckes schhesst. Er constatirt ferner gewisse Beziehungen zwischen der Formgestaltung des Keim- fleckes und der Anordnung des Kerngerüstes. Endlich macht er aufmerksam, auf einige auffallende Färbungserscheinungen in den Keimflecken, sowie im ZelUeibe einiger Ureier. Mall, F., The branchial clefts of the Dog, with special reference to the origin of the thymus gland. — Stud. Biol. Lab. J. Hopkins Univ. Vol. IV., p. 193—216. Mit 3 Tfln. 40 Dl". Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Derselbe, The Branchial Region of the Dog. — Circulars from the Johns Hopkins University, Baltimore Vol. VII. Nr. 63, 64, Martin, E., Ueber die Anlage der Urniere beim Kaninchen. — Arch. f. Anat. u. Phys. Anat. Abtlg. Jahrg. 1888, p. 109—122. Mit .1 Tfl. Bei Embryonen von 12 — 13 ürwirbeln besteht zeitweise ein nach hinten frei endigender Wolff' scher Gang, dessen hinteres Ende bald darauf mit dem Ektoblast verschmilzt. Es lässt sich dies kaum anders als durch eine secundäre Verschmelzung der beiden Gebilde erklären. Auch die Untersuchung jüngerer Embryonen zeigte, dass der Wolff'sche Gang nicht ektodermalen Ursprungs ist. Die Urnierenanlage trennt sich bei Embryonen von 10 — 11 Ürwirbeln im Gebiet des 9. — 11. (höchstens 13.) in 2 Abteilungen, von denen die untere die Anlage der Querkanäle, die obere die des Wolffschen Ganges darstellt. Der Wolff'sche Gang wächst dann frei nach hinten, um, wie vorher erwähnt, zeitweise sich mit dem Ektoblast zu ver- binden. Ein Lumen entwickelt sich gleichzeitig in den Querkanälen und im WolfTschen Gang bei Embryonen von 17 Ürwirbeln in der Gegend des 14. Urwirbels. Bei Embryonen von 9 Tagen 19 Stunden finden sich Urnierenbläschen, deren Lumen stellenweise mit dem des WolfPschen Ganges communizirt. Embryonen von 11 Tagen 2 Stunden zeigen die Bläschen zu geschlängelten Querkanälen entwickelt; der WolfPsche Gang mündet dann in Sinus urogenitalis. Masius, J,, De la genese du placenta chez le Lapin. — Bull. Acad. R. Belgique 3. Serie T. XVI. p. 317—325. Verf teilt die Resultate einer grösseren Arbeit mit, welche ein- gehend die Veränderung der Uterinmukosa während der Schwanger- schaft und das Verhältniss, in welchem Embryo und Uterus zur Bildung der Placenta beitragen, behandelt. Vor der Fixirung des Embryos im Uterus geht die Mukosa des letzteren eigentümliche Veränderungen ein. Weder die Drüsen noch das Epithel des Uterus nehmen teil an der Bildung der Placenta. Die Gefässe der Mukosa umgeben sich mit Zellschichten, welche durch mitotische Teilung sehr umfangreich werden, während das Endothel degenerirt und verschwindet. In jugendlichen Stadien enthält die Mukosa viele Leucocyten, welche sich zu einer gewissen Zeit in eigentümliche, nicht klar erkannte Körperchen umwandeln. Vordem sich der Embryo an die Schleimhaut anlegt, kann man an seinem Epiblast 2 Schichten unterscheiden, deren äussere sich sehr stark entwickelt und die Verbindung mit der Mukosa vermittelt. Im Lauf der Ent- wicklung der Placenta füllen sich die Hohlräume der bei der Um- wandlung der Uterinmukosa sich bildenden Krypten bisweilen mit mütterlichem Blut, welches sich alsdann zwischen dem Epiblast des Embryos und der modifizirten Mukosa befindet. Mazzarelli, Giuseppe F., Sur l'influence du male dans la production de quelques anomalies on monstruosites. — Journ. de Micrographie. T. 12, p. 380—382. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 41 Verf. schildert einen Fall, in welchem zwei von demselben Kater befruchtete Katzen, nachdem sie früher stets normale Junge gehabt, gleichzeitig Junge warfen, welche eigentümliche Missbildungen zeigten. Es wird hieraus der Schluss gezogen, dass dies durch den Einfluss des Männchens und zwar in Folge von abnorm entwickelten Spermatozoen verursacht worden sei, wie dies in andern Fällen schon beobachtet. Unter den erwähnten Abnormitäten ist Schwanzlosigkeit, resp. Verkrümmung des Schwanzes hervorzuheben. Müller, Ueberzähliger Huf an der Innern Seite beider Vorder-' füsse bei einem Pferde (Megalomelus perissodactylus). — Oesterr. Zeitschr. f. wissensch. Veterinärkunde. Bd. II, p. 26. Mit 3 Abbildgn. N eh ring, A., lieber die Gebissentwicklung der Schweine, ins- besondere üljer Verfrühung und Verspätung derselben. — Thiel's Landw. Jahrb. XVII, p. 31—82. Mit 15 Textfig. Verf. untersucht, gestützt auf ein sehr reiches, sorgfältig ge- sammeltes Material, die Gebissentwicklung der Haus- und Wild- schweine und berichtigt verschiedene bisher verbreitete Unrichtig- keiten z. B, betreffs der bei der Geburt des Ferkels schon vor- handenen Zähne, sowie betreffs der Durchbruchzeiten verschiedener Zähne. Im Allgemeinen beeinflusst die Lebensweise, reichliche oder knappe Nahrungszufuhr etc. einigermassen die Entwicklung des Gebisses, aber bei weitem nicht so sehr, wie dies nach Angaben früherer Forscher der Fall sein müsste. Die Gebissentwicklung normaler "Wildschweine geht in derselben Weise vor sich wie bei den primitiven Hausschweinrassen (Gegensatz zu Nitsche). In einem die aussereuropäischen Wildschweine behandelnden Abschnitt zeigt Verf., dass bei diesen die Entwicklung des Gebisses im Allgemeinen sich in derselben Weise vollzieht wie beim europäischen Wildschwein, abgesehen davon, dass bei gewissen Arten einige Zähne überhaupt fehlen. Fhacoehoems und vielleicht auch Potamochoen/fi (hier das Milchgebiss) nehmen eine besondere Stellung ein. Im Schlusskapitel erörtert. Verf den Einfluss der Ernährung auf die Schädelbildung. — Eingehende Tabellen hefern Beläge für die dargelegten Ansichten über die Gebissentwicldung. Niessing, Georg, Untersuchungen über die Entvsdcklung und den feinsten Bau der Samenfäden einiger Säugetiere. (Von der med. Fakulität der Univ. Würzburg gekrönte Preisschr.) — Verh. physik. medizin. Gesellsch. zu Würzburg. N. F. Bd. XXII, Nr. 2. Osborn, H. F., Observations upon the Foetal Membranes of the Opossum. — Proc. Americ. Assoc. for the Advancement of Science for 1887. *Vol XXXVI (1888), p. 261. Piersol, G. A., Ueber die Entwicldung der embryonalen Schlund- spalten und ihre Derivate bei Säugetieren. — Sitzungsber. physik. medizin. Gesellsch. zu Würzburg. Jahrg. 1888, p. 85 — 86. Derselbe, Ueber die Entwicklung der embryonalen Schlund- spalten und ihre Derivate bei den Säugetieren. — Zoitschr. £ wissensch. Zool. Bd. 47, p. 155—189. Mit 2 Tfln. 42 Dl'- Ernst Schaff: Bericlit über die Leistungen Verf. kommt zu folgenden Schlüssen: „1) Die inneren Schlund- taschen sind früher angelegt und entwickelt als die entsprechenden äusseren Kiemenfurchen und Kiemenbogen ; ihre Entwicklung schreitet in der Ordnung ihrer Lage vor (von vorn nach hinten. Ref.) 2) Bei den Säugetieren bleiben die inneren und äusseren Taschen in der Regel immer durch die Verschlussplatten getrennt; möglicher- weise kann ein Durchbruch an der zweiten Schlundtasche stattfinden. 3) Bei den ersten drei Schlundtaschen sind 2 Abteilungen zu unter- scheiden, ein ventraler J'lügel und ein dorsaler Schenkel (die Spitze); auch an der vierten Tasche ist eine Andeutung dieser Teile wahr- zunehmen; von dem ventralen Flügel (denjenigen der ersten Tasche ausgenommen) wächst ein schlauchartiges epitheliales Gebilde aus. 4) Das mittlere Ohr entwickelt sich aus 3 Teilen: 1) aus der Rachenrinne; 2) aus der dorsalen Spitze der ersten Schlundtasche; 3) aus der seithchen Schlunderweiterung. Die Paukenhöhle entsteht als sekundärer Auswuchs der Rachenrinne und der ersten Schlund- tasche. Die Tuba Eustachii wird gebildet von dem verengerten gemeinsamen Räume der ersten Schlundtasche und der Schlund- erweiterung. 5) Die Thymusanlage zeigt Abweichungen in ihrem Ursprünge bei verschiedenen Säugetieren, jedoch entstammt die Hauptthymusanlage der inneren 3. Schlundtasche; rudimentäre An- lagen können an anderen Schlundtaschen vorkommon (bei Kaninchen an der 2.); ein ektodermaler Ursprung der Thymus ist nicht be- wiesen und aus phylogenetischen Gründen zu bezweifeln. 6) Die eigenthche Schilddrüse entspricht der mittleren Anlage, die untere seitliche paarige, von der 4. Schlundtasche ausgehende Anlage ist das Homologen besonderer Organe der niederen Wirbeltiere; ihr Schicksal bei den Säugetieren ist abweichend. Podwyssozki, Ueber die Entwicklung des Graafschen Bläschens bei Säugetieren. Kiew. 1888. (Aus den Verh. d. gynäkol. Gesellsch. in Kiew.) Russisch! Pouchet, G., Sur Tevolution des dents du cachalot. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 503—504. Verf. beschreibt die Entwicklung der Zähne bei einem 0,30'" langen Embryo von Phi/seter. Verschiedenheiten im Ober- und Unterkiefer. Derselbe, Sur un kyste dentaire observe chez le cachalot. — Ebenda p. 505—506. Verf. fand an einem äusserlich noch nicht sichtbaren hinteren Zahn eines Physeter eine eigentümliche Geschwulst, welche der Spitze des jungen Zahns aufsass und dieselbe stark angegriffen hatte. Hierdurch sieht Verf. die Thatsache erklärt, das oft die letzten Zähne bei Cachelots auffallend abgenutzt erscheinen, während die übrigen noch intact sind. Vergi. auch Renooz unter Allgemeines. Retterer, Ed., Origine et evolution des Amygdales chez les Mammiferes. — Journ. Anat. PhysioL XXIV. p. 1—80, 274—360. Mit 4 Tfln. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 43 Verf. untersucht eingehend Ursprung und Entwicklung der Mandeln beim Menschen, ferner beim Rind, Schaf, Delphin, Hund, Katze, Pferd, Sch^^ein, Kaninchen und kommt zu folgenden Resultaten. Die Bestandtteile der Mandeln sind von zweierlei Ursprung, die eigentlichen Drüsenelemente entstammen dem Ento- oder Ektoderm, das Bindgewebe nebst Blut- und wahrscheinlich Lymphgefässen dem Mesoderm. Die Mandeln entwickeln sich wie die Drüsen im All- gemeinen. Die Mandeln der Säugetiere und die Bursa Fabricii der Vögel sind homologe Organe. Bei allen Säugetieren haben die Mandeln eine ähnliche Entwicklung. Sanfelice, F., Spermatogenesi dei vertebrati. — Boll. Soc. Nat. Napoli. Vol. 2 p. 42—98. Mit 2 Tfln. Vergl. hierzu Sanfelice unter Geschlechtsorgane. Derselbe, Spermatogenese de Vertebres. — Arch. ital. de Biol. T. X., p. 69—122. Mit 2 Tfln. Nach einer histor. Einleitung und Notizen über die Untersuchuugs- methode behandelt Verf. die Spermatogenese der Vertebraten und zwar 1) Die Elemente des Samenkanals und ihre Anordnung; 2) Die Karyokinese bei der Spermatogenese; 3) Die Bildung der Spermatozoiden (aus ,,GerminalzeIlen" entstehen Spermatoblasten, deren Kerne die Spermatoz. liefern); 4) Die physiol. Regeneration des Samenkanal-Epithels und die Degeneration der Spermatoz. Von Säuget, werden untersucht Mus decuni, J\L decum. var. alhina, M. mtisctd., Canis fam., Cavia coh.y Myoxus quere, Erinac. europ., L. cunicul., Felis dornest., Taljya euro'p. Schaff er, Josef, Die Verknöcherung des Unterkiefers und die Metaplasiefrage. — Arch. £ mikr. Anat. Bd. 32, p. 266—377. Mit 4 Tfln. Durch eingehende Untersuchungen von Schafeml)ryonen kam Verf. zu dem Schluss, dass eine wirkliche metaplastische Ossification am Unterkiefer nicht nachzuweisen sei. Ein genetischer Zusammen- hang zwischen Knorpel und Knochen wird aber vielfach vorgetäuscht durch verschiedene Umstände, unter denen der am meisten hervor- tretende die morphologische und ,, färberische" Aehnlichkeit zwischen chondroidem Knochen und osteoidem Knorpel ist. Die Formgestaltung des Unterkiefers wird hinreichend durch die Vorgänge der Apposition und Resorption erklärt. Spee, Ferd. Graf, Ueber die Entwicklungsvorgänge vom Knoten aus in Säugetierkeimscheiben. — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 314 —323. Mit 7 Abbildgn. Verf. untersucht an Meerschweinchen und Kaninchen die am Hensen'schen Knoten sich abspielenden Entwicklungsvorgänge, be- sonders die Entstehung des Canalis neurentericus. Strahl, H., Beiträge zur Kenntniss der Entwicklung von Säugetierembryonen. — Sitzungsber. d. Ges. z. B. d. ges. Naturwiss. zu Marburg 1888 p. 54—61. 44 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Derselbe demonstrirt auf der Würzburger Anatoni en -Ver- sammlung an einer Reihe von Durchschnitten, wie bei Säugetier- embryonen die Area embryonalis ursprünglich vor dem Primitiv- streifen in der Mitte zweiblättrig ist, dann durch Einwachsen des Kopffortsatzes dreiblätterig wird, um weiterhin durch die Eröffnung des Chordakanals an gleicher Stelle noch einmal zweiblätterig zu erscheinen. (Anatom. Anz. III. Jahrg. p 740 — 743.) Mit 8 Abbildgn. Tourneux, F., Sur les premiers developpements du tubercule genital et sur le mode de formation de l'anus chez l'embryon de mouton. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V, p. 633—636. Derselbe, Sur les premiers developpements du cloaque, du tubercule genital et de l'anus chez l'embryon de mouton. — Journ. Anat. Physiol. XXIV, p. 503—517. Mit 3 Tfln. Derselbe, Sur la participation des canaux de Wolff a la Constitution de l'extremite inferieure (ou posterieure) du vagin chez le foetus de cheval. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 379—381. Verf. entwickelt die Ansicht, dass beim Pferde- wie beim Menschenfoetus der zwischen dem Sinus urogen. einerseits und dem WolfPschen und Müller'schen Gang andrerseits befindliche Kanal durch Verschmelzung der unteren Enden jener beiden Gänge entsteht, welches anfangs getrennt direkt in das Vestibulum mündeten. Vassaux, Gustave, Eecherches sur les premieres phases du developpement de l'oeil chez le lapin. Le Havi'e 1888. Mit 2 Tfln. Vignal, W., Recherches sur le developpement des Clements des couches corticales du cerveau et du cervelet chez l'homme et les mammiferes Avec 2 PI. — Arch. de Physiol. Annee XX, p. 228—255. Willach, P., Beiträge zur Entwicklung der Lunge bei Säuge- tieren. — Rundschau auf d. Gebiete der Tiermed. Jahrg. IV, p. 65 — ee, 73—75, 81—82. Wolff, Julius, lieber das Wachstum des Unterkiefers. Zweiter Beitrag zu den experimentellen Untersuchungen des Knochen- wachstums. — Virchow's Arch. Bd. 114, p. 493-547. Mit ITA. Verf. stellte seine Untersuchungen vermittelst der Markir- methode an Ziegen und Kaninchen an. Aus denselben ergiebt sich, dass die Lehre vom ausschliesslich appositionellen Wachstum des Unterkiefers eine ganz und gar verkehrte ist, dass vielmehr der Expansion eine Hauptrolle zukommt, weniger stark in dem die vorderen Backenzähne tragenden Teil der Pars buccalis, mächtig am Ramus. Damit ist die Unhaltbarkeit der Flourens'schen Lehre von der Apposition und Resorption für den Unterkiefer bewiesen. — Aus den Verhältnissen der inneren Architektur der Knochen ergiebt sich nach dem Verf. das Vorhandensein einer ausser- ordentlichen Aktivität und funktionellen Anpassungsfähigkeit aller Partikelchen der fertigen Tela ossea, nicht nur während des Wachs- tums, sondern während der ganzen Lebensdauer des Individuums. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 45 Pliylog'euie. Auld, R, C. , The derivation of the domestic polled breeds. — Am. Nat. XXII, p. 784—802. Mit 2 Abbildg. Verf. weist nach, dass eine Anzahl der jetzt hornlosen Rinder- schläge Grossbritanniens früher gehörnt waren und dass die Hörner erst allmählich „herausgezüchtet" wurden. Das Wildvieh war seit langer Zeit grossenteils hornlos und hat z. T. die Entstehung der hornlosen domestizirten Schläge beeinfiusst. Beauregard, H., Considerations sur les deux dentitions des mammiferes. — Comptes rend. bebd. Soc. Biol. 8 S. T. V, p. 230 — 233. Verf. wendet sich gegen die Ansicht von Lataste, dass die Molaren zur zweiten Dentition gehören. (Die eigentlichen Molaren entstehen auf die gleiche Weise wie die Zähne der ersten Dentition, also wie das Milchgebiss.) Er betont ferner, dass die Entwicklungs- geschichte, nicht aber der Zeitpunkt ihres Erscheinens massgebend für die Einteilung der Zähne seien. Man dürfe nicht einfach ,, zweite Dentition" und „bleibendes Gebiss" identifiziren. Derselbe, Deuxieme note sur les deux dentitions des mammi- feres- — Ebenda p. 259 — 261. Verf. bekämpft die von Lataste geäusserte Meinung, dass nicht nur die Molaren, sondern überhaupt alle nicht gewechselten Zähne („dents monophysaires") zur zweiten Dentition gehören. Er führt als Beispiel die Cetaceen an, bei welchen die Entwicklung der Zähne mit der typischen Milchzahn-Entw. übereinstimmt. Vergl. unten Lataste. Cope, E. D., The mechanical causes of the origin of the dentition of the Rodentia. — Am. Nat. XXII, p. 3—13. Mit Holzschn. Verf zeigt zunächst, dass der Schneidezahn des Unterkiefers der Nager der zweite der Incisiven-Reihe ist, wie sich bei der Be- trachtung der Gattungen Calamodon^ Tillotlierwm, Esthonyx etc. ergiebt. Sodann wird nachgewiesen, dass alle Eigentümlichkeiten des Nagerschädels (Fehlen des Postglenoidfortsatzes, Form des Unter- kiefer-Gelenkkopfes, Insertion der Temporalmuskeln, Reduktion des Kronfortsatzes, Entwicklung innerer Pterygoid- und Masseter-Muskeln, Lage und Stellung der Molaren und Struktur derselben) mechanische Folgen des Längenwachstums der Incisivi sind. Das Gleiche ergiebt sich bei der Betrachtung der Marsupiaha multituberculata. Dareste, C, Recherches sur les Veaux Natos ou ä Tete de Bouledogue et sur les origines des animaux domestiques. — Bull. Soc. Nat. d'Acclimat. de France 4. Serie, Tome V p. 5 — 11. Verf bespricht verschiedene Exemplare der Niatos-Rasse und constatirt Verschiedenheiten im Schädelbau. Bei einem in Frankreich gebornen Kalb nahm das Lacrimale teil an der Begrenzung der Nasenöffnung. Weiter wird erwähnt, das Mopskopf-Bildungen auch in Europa relativ häufig auftauchen; da aber die betr. Tiere fast immer sofort getötet werden, so können sie sich nicht fortpflanzen. Verf betont die Wichtigkeit derartiger Züchtungsversuche für das Studium der Entstehung der Haustierrassen, Vergl, Ber. 1887. 46 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Gaudry, A. , Les Ancetres de nos Animaux dans les temps geologiques. Mit 49 Abbidgen. Paris 1888. Nach einer allgemeiner gehaltenen Einleitung (Hist. des progres de la paleontologie ; evolution et darwinisme) schildert Verf. die Faunen von Pikermi und Mont Leberon, wobei er genauer auf das Verhältniss der fossilen zu den jetzigen Säugetieren eingeht und einen besonderen Abschnitt den durch die Geologie bezüglich der alten Geschichte des grieschischen Volkes gelieferten Aufschlüssen widmet. S. 94 ff., wo auseinandergesetzt wird, dass eine ,, Klein- fauna" in Pikermi fehlt, wird bei der Aufzählung der wenigen auf- gefundenen Kleinsäuger Acomys Gaudryi Dames nicht erwähnt (Ref.) Haacke, W., lieber die Entstehung des Säugetiers. — Biol. Centralbl. 8. Bd. p. 8—16. Mit 2 Abbildgn. Nach den Ansichten des Verf. entwickelten sich die ersten Säugetiere aus Formen, welche zwischen Amphibien und Reptilien, in Anbetracht der Eibeschaffenheit der Monotremen aber wohl näher zu den Reptilien zu stellen sind. Der erste Schritt war die Er- werbung eigener Blutwärme, welche die Entstehung eines Haarkleides bedingt. Dieses hatte sodann des Auftreten von Talgdrüsen und Schweissdrüsen zur Folge. Sehr wahrscheinlich legte das so be- schaffene „ürhaartier" Eier, ähnlich denen der Monotremen und der Reptilien. Da Verf. voraussetzt, dass die Entstehung der Eigen- wärme in die Zeit eines kühlen Klimas fiel, so musste eine Be- brutung der Eier von grösster Wichtigkeit sein und da war bei der sonstigen Lebensweise des Tieres eine Einrichtung nothwendig, w^elche ein beständiges Mittragen der Eier gestattete. So bildete sich der Brutbeutel, wie er noch jetzt bei Echidna vorhanden ist und wie er bei den Beuteltieren sich von den Urhaartieren her vererbt hat. Die in dem Brutbeutel ausschlüpfenden Jungen leckten das Sekret der Schweisdrüsen der Mutter. Es bildete sich das Mammarorgan der Monotremen, aus welchem erst später durch Inanspruchnahme und schliessliches Ueberwiegen resp. alleiniges Funktioniren der Talgdrüsen die Milchorgane der eigentlichen Säugetiere entstanden. Der Ansicht Gegenbaur's, dass die Monotremen durch die Be- schaffenheit ihres Mammarorgans von den übrigen Säugern schärfer getrennt wären, widerspricht Verf., da schon bei den Monotremen zwischen den Schweissdrüsen im Mammarorgan Talgdrüsen sich befinden. Kollmann, J., Handskelett und Hyperdaktylie. — Anatom. Anz. in. Jahrg., p. 515—530. Mit 1 Tfl. (Ref. Verhandig. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888.) Ver£ erörtert auf Grund der bisherigen Forschungen über das genannte Thema mittelt seiner „Rudiment -Theorie" die Hyperdaktylie (statt „Polydaktylie") des Menschen. ,,Es giebt keine Stapedifera mit mehr als fünf Fingern, aber solche mit fünf Fingern und mit Spuren eines ulnaren und radialen Strahles (Mensch, viele Säuger, Reptilien und Batrachier). Diese Spuren liegen als oft schwer erkennbare Rudimente unter der Haut. In Fällen von Hyperdaktylie des in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1888. 47 Menschen vergrössern sich diese Rudimente und treten verschieden entwickelt aus der Haut hervor. Der Rückschlag aus diesen Rudi- menten liefert wahrscheinlich stets nur Rudimente, d. i. verkümmerte Finger. Hyperdaktylie ist keine pathologische, sondern eine thero- morphe Erscheinung und weist auf eine Reduktion von Strahlen hin, welche bei der Umformung der Fiscliüosse in eine Batrachierhand mit aufgenommen wurden. Hyperdaktylie des Menschen ist demnach eine besondere Form des Atavismus." Lataste, Fernand, Des deux dentitions, de lait on permanente, des mammiferes, quelle est la dentition primitive? — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V, p. 59-61. Verf. entwickelt die Ansicht, dass weder das Milchgebiss noch das definitive Gebiss (Flower, Oldfield Thomas) das primitive sei, sondern dass beide gleichalterig seien, dass also schon die ersten Säugetiere diphyodont waren. Derselbe, Considerations positives sur les deux dentitions des mammiferes. — p. 203—206. Verf. erörtert, dass die typische Bezahnung der Säuger die 5 1 diphyodonte ist. Als typische Zahnformel nimmt er an v- + ^ + J. 4+4 ~[" , (womit sich jedoch kaum alle Zoologen für einverstanden erklären werden). Derselbe, Encore sur les deux dentitions des mammiferes. — p. 475— 480, 496—501, 537—540. Entgegnungen auf die Aeusserungen Beauregards (vergl. oben). Leboucq, H., lieber das Fingerskelett der Pinnipedier und der Cetaceen. — Anatom. Anz. HI. Jahrg. p. 530 — 534. (Ber. Verhandig. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf constatirt, dass die zur Stütze der Schwimmhaut dienende Verlängerung des Pinnipedierfingers der modifizirte Fingerballen, nicht aber ein das Fingerskelett modifizirendes Knochengebilde ist. Die Phalangen des Cetaceenfingers sind einander gleichwertig, die überschüssigen also nicht dem Fortsatz des Pinnipedierfingers homolog. Es ist also die Phalangenzahl der Cetaceen nicht eine Folge der An- passung. Bei den Embryonen einiger Arten finden sich mehr Phalangen als bei erwachsenen Individuen. Hieraus schhesst der Verf., dass die Ahnen der Cet. noch mehr Phal. besassen als die jetzigen Arten, dass sich die Phalangenzahl während der phylo- genetischen Entwicklung der jetzigen Cet. verminderte und somit die noch bestehende Hyperphalangie vererbt worden, nicht durch An- passsung entstanden sei. Magitot, Sur les deux dentitions des mammiferes. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V., p. 261—263. Verf betont, dass bei manchen Säugern der Zahnwechsel 4:8 Dr- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen äusserst früh eintritt und zwar in der Regel bei solchen mit kurzer Lebensdauer (Pinnipedier?! Ref.). Sodann wendet er sich gegen Beauregard (vergl. oben), indem er erklärt, dass (im Gegensatz zu Pouchet und Chabry) gerade die embryologische Entwicklung der echten Molaren beim Menschen diese Zähne der zweiten Dentition zuwiese. Mivart, St. George, On the possibly Dual Origin of the Mammalia. — Proc. R. Soc. London. Vol. 43, p. 372—379. Verf. entwickelt die Hypothese, dass die Monotremen von einem Stamme sich ableiten, welcher gänzlich verschieden ist von dem- jenigen, welcher den Ursprung der übrigen Säugetiere darstellt. Sie bilden eine in der Entwicklung begriffene Parallelreihe zu den höheren Säugern (incl. Marsupiaha). Während diese sich nach Huxley von amphibienartigen Vorfahren ableiten, entstammen die Monotremen sauropsidenartigen Formen. Für einen zweifachen Ursprung ist ein gewichtiger Grund die Verschiedenheit der Milch- drüsen bei den Monotremen gegenüber denen der übrigen Säugetiere. Ihre Zähne, welche keinerlei Beziehungen zu denen der Sauropsiden bieten, erhielten die Monotr. erst, nachdem sie sich von dem Reptilien- stamm abgezweigt hatten. Nehring, A., Ueber die Abstammung des Meerschweinchens. — Humboldt Bd. VHI, Hft. 4. Es wird nachgewiesen, dass Peru wahrscheinlich die Heimat und Cavia Cutleri Kmg resp. Tschndi die Stammart des Haus- meerschweinchens ist. Osborn, H. F., The evolution of Mammalian Molars to and from the tritubercular type. — Am. Nat. XXH, p. 1067—1079. Mit Abbildg. Verf. zeigt, dass der trituberkuläre Molar der Ausgangspunkt war für die Mehrzahl der übrigen Backenzahnformen. Nur wenige aberrante Formen schliessen sich aus. In der mesozoischen Zeit überwog der trituberkuläre Typus bei weitem; ähnlich war es im unteren Eocän und erst im mittleren Eocän begann die weitere Entwicklung uud Umwandlung. Die Trituberkularität gliedert sich in 3 Stufen oder Typen: 1. Haplodonter Typus. Einfache konische Krone, einfache Wurzel, nicht von jener abgesetzt. Dieser T. noch nicht bekannt. Hieran könnte man einen Zwischentypus anfügen mit seitlichen kleinen Nebenspitzen an der Krone. Beispiel Dromo- thcriu7n. 2. Triconodonter Typus: Krone dreiteilig, mit einem mittleren und zwei deutlichen Seitenkegeln. Wurzel doppelt. Bei- spiel Triconodon. 3. Trituberkulärer Typus: Krone dreieckig mit 3 Hauptspitzen, die mittlere bei den oberen Molaren innen, bei den unteren aussen liegend. Hiervon leiten sich weitere Subtypen ab. Für die verschiedenen Spitzen schlägt Verf. eine neue Nomenldatur vor, nämlich folgende: in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 49 Upper Molars. Lower Molars. Antero-internal cusp = Protocone Antero-external cusp = Protoconid Postero- „ ,, =Hypocone Postero- „ „ = Hypoconid Antero-external ,, = Paracone Antero-internal ,, = Paraconid Postero- ,, ,, = Metacone Intermediate or an- Anterior inter- tero-internal cusp (in mediate „ = Protoco- quadritubercularmo- nule lars) = Metaconid Posterior inter- Postero-internal cusp = Entoconid. mediate = Metaco- nule Es folgt dann eine Uebersicht über die Entwdcklung der Spitzen bei den mesozoischen und tertiären Säugetiergattungen. Rütimeyer, L., Ueber einige Beziehungen zwischen den Säuge- tierstämmen Alter und Neuer Welt. Erster Nachtrag zu der eocänen Fauna von Egerkingen. — Abb. Schweiz, paläont. Ges. V. XV. p. 1 bis 63. Mit i Tfl. Im 1. Kap. „Einige Bemerkungen über Classification, insbesondere bei Huftieren" wendet sich Verf. gegen die Cope'sche Einteilung der Huftiere auf Grund des Baues der Extremitäten. Besonders „kann der sogenannten Condylarthrie nur eine höchst relative Be- deutung beigelegt werden und zwischen ihr und der sogenannten Diplarthrie bestehen keine festen Grenzen." Obwolil das gewaltige Material der Amerikaner gewissermassen zu dieser Classifizirung aufforderte, so sind doch Vorder- und Hinterfuss zu verschieden- wertig, als dass sie neben einander gleichmässig für die systemat. Einteilung der Huftiere zu verwenden wären. Es dürfte sich mit der Zeit ,,die in Amerika eingeführte Sprache als undurchführbar erweisen", während die weitere Arbeit an der Hand der von Cmaer und Owen aufgestellten Principien auf sicheren und zweckmässigeren Fundamenten ruht und sehr wohl auch das amerikanische Material umfassen kann. Das H. Kap. ,, Einige neue Bindeglieder für die Säugetierstämme Alter und Neuer Welt" behandelt eine Anzahl neuer Funde aus dem Eocän von Egerkingen und bildet daher eine Fortsetzung zu den eocänen Säugetieren aus dem Gebiet des schweizerischen Jura (Denkschr. Schweiz, naturf. Ges. 1862). Caenopithecns Jemuroides ist nicht zur Gattung Adapis zu rechnen, wie dies nach dem Fund von 186'2 den Anschein hatte. Der Bau der Zähne, besonders der des letzten Pm., ferner die Beschafi"enheit der an dem neuen Eger- kinger Fund erhaltenen Reste des Oberkiefers und des Jochbogens deuten auf durchgreifende Verschiedenheit von Ädai.is. Dagegen werden 3 weitere Gebissreste zu der eben genannten Gattung ge- zogen und zwar zu A. Ducernoyi. Ueberraschend ist der Fund einer Anzahl von Oberkieferzahnreihen, welche sich direkt an die bisher auf die neue Welt beschränken Phenacodonten anschliessen. Verf. bezeichnet sie als Phenacodus eicropaeus. Damit wäre zuerst ArcL. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd.n. H. 1. 4 50 Di\ Ernst Schaff: Bericht üher die Leistungen das Vorkommen von Condylarthren in Europa nachgewiesen. Ein einzelner, wie die eben erwähnten Zähne trigonodonter Molar wird ebenfalls zu den Phenacod. gerechnet, aber der Gattg. Protogonia zu- gewiesen als P. Cartien. Ein weiterer vereinzelt gefundener Ober- kieferzahn, ebenfalls trigonodont, Hess sich in keiner europäischen Gattung unterbringen, zeigt aber deutliche Anklänge an Cope's Meniscotherivm. Zum Schluss giebt Verf. einen Ueberblick über die Beziehungen der Trigonodontie zu der bei der Mehrzahl der Huftiere herrschenden Zygodontie, wobei besonders Phenacodns und Propa- laeotherium zum Vergleich herangezogen werden. (Erwiederung und Kritik von Cope in American Nat. XXII, p. 831 — 835.) Vergl. ferner unten Schlosser. Sanson, Andre, Sur l'origine des cochons domestiques (Reponse ä un memoire de Nehring). — Journ. Anat. Phys. XXIV p. 201 — 213. Verf. sucht gegenüber den Ansichten Nehring's seine Ideen über die Abstammung der jetzigen Hausschweine von zwei besonderen, nicht mehr wild vorhandenen Arten, Sus celticus und Sus ibericus, aufrecht zu halten und bekämpft die Abstammung des Hausschweins vom Wildschwein. Dass er den Einfluss der Nahrung und der Lebensweise auf die Schädelbildung, sowie die Wirkungen des Muskel- zuges und -Druckes leugnet, genügt, um seinen Ausführungen von vornherein einen zweifelhaften Wert zu verleihen. Schlosser, M., Ueber die Beziehungen der ausgestorbenen Säugetierfaunen und ihr Verhältniss zur Säugetierfauna der Gegenwart. — Biol. Centralbl. Bd. VIII, p. 582-631. Verf. giebt eine anschauliche Uebersicht über die verschiedenen Säugetierfaunen vom ältesten Tertiär an. Bei Besprechung des Puercobeds etc. bemerkt er, dass die von Rütimeyer den Gattungen Phenacodus und Protogonia zugeschriebenen Funde aus den Bohn- erzen von Oberbuchsitten in Wirklichkeit den Periptyckiden oder gar primitiven Artiodaktylen zuzurechnen seien. Sodann erörtert Verf. die Beziehungen der geschilderten Faunen zu einander, sowie zu denen der Gegenwart. Tornier, G., Die Phylogenese des terminalen Segmentes der Säugetier- Hintergliedmaassen. — Morphol. Jahrb. Bd. 14, p, 223 — 328. Mit 2 Tfln. Verf. hat sich die Aufgabe gestellt, vorwiegend auf vergl. anatom. Wege, unter Berücksichtigung aller dabei in Betracht kommenden Faktoren die Phylogenese des Säugethierfusses zu ergründen. Er weist gestützt auf ausführliche osteologische und Ligament -Unter- suchungen nach, dass Astragalus und Calcaneus der Krokodilinen homolog sind den entspr. Knochen der Säugetiere, und wendet sich dann der Anatomie des Calc.-Astr.-Gelenks der Krokodilinen und der Säugetiere zu, wobei er unter Berücksichtigung der Gelenk-Mechanik zu folgendem Resultat kommt: Die untersuchten Calc.-Astrag.-Gelenke bilden wahre phylogenetische Entwicklungsreihen. Die eine Reihe steigt von den Krokodilinen zum Menschen auf — gelenkfortbildende iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 51 Reihe — und zwar dadurch, dass in allen hierher gehörigen Gelenken die ursprüngliche Streckfäliigkeit erhalten bleibt, während die Beuge- fähigkeit phylogenetisch aufwärts allmählich erlischt. Von den einzelnen dieser Reihe angehörigen Gelenken zweigen sich nun „gelenkum- bildende" Reihen ab, die eine Seitenentwickelung einschlagen imd als parallele Entwicklungsreihen angesehen werden können. Diese Gelenke ersetzen die verloren gegangene Beugefähigkeit durch Aus- bildung neuer Gelenkcharaktere und können als Gelenke mit Hyper- beugung bezeichnet werden. Je stärker in ihnen die Befähigung zur Hyperbeugung ausgebildet ist, desto weiter haben sie sich von der „gelenkfortbildenden" Reihe entfernt. Solche phylogenetische Parallelreihen mit Hyperbeugungscharakter bilden die Calc.-Astrag.- Gelenke der Artiodaktylen, Perissodaktylen und Caniden. Die andern Formen der Calc.-Astrag.-Gelenke sollen in der Fortsetzung der Arbeit besprochen werden. Yererbung. B o n n e t , die stummelschwänzigen Hunde im Hinblick auf die Vererbung erworbener Eigenschaften. — Anatom. Anz. HL Jahrg. p. 584 — GOß (Verh. Anat. Gesellsch. Versammig. Würzburg 1888). Verf. weist in eingehender und überzeugender Weise nach, dass man ,,die Stummelschwänzigkeit der Hunde und der Haussäugetiere überhaupt als die Folge exzessiven Vorgreifens eines normalen Reduktionsvorganges an der Schwanzwirbelsäule" auffassen muss und dass Haustiere, besonders der Hund, durchaus ungeeignet sind, um an ihnen die Frage zu studiren, ob das Koupiren der Schwänze durch Vererbung stummelschwänzige Nachkommen veranlasst. Crampe, die Farben der Pferde von Trakehnen. H. Teil: Die Ergebnisse der Farben-Reinzucht. — Thiel's Landw. Jahrb. XVH. p. 755—885. Verf. kommt nach eingehenden Untersuchungen zu dem Resultat, dass bei den Trakehner Pferden Farbe und Vererbung in bestimmter Beziehung stehen. Füchse Hefern ausschliesslich Nachkommen dieser Farbe, darunter stichelhaarige Füchse und Fuchsschimmel. Von den Rappen werden ausser Rappen auch Füchse, sowie Stichelhaarige und Schimmel dieser Farben hervorgebracht. Aus den Braunen fallen Pferde von allen Farben. Entgegen der sonst herrschenden Ansicht hält Verf. braun für die Urfarbe des Pferdes und er sieht in Schimmeln, Rappen, Füchsen die weissen, schwarzen und roten Farbenvarietäten der Stammform (entsprechend den bei ^delen Arten auftretenden derartigen Farbenvarietäten). Wilckens, M., lieber die Vererbung der Haarfarbe und deren Beziehung zur Formveränderung bei Pferden. — Thiel's Landw. Jahrb. XVH. p. 555—576. „In der Mehrzahl der Fälle vererbt einer der ungleichfarbigen Eltern mit seiner Haarfarbe auch seine Körperform." Zacharias, Otto, Zur Frage der Vererbung von Trauma tismen, — Anatom. Anz. III. Jahrg. p. 373—379. 4* 52 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. berichtet bei Gelegenheit einer allgemeinen Erörterung einige zu obiger Frage in Beziehung stehende Fälle von Menschen und Säugetieren. Bastarde. Hu et spricht über Leporiden und bezweifelt das Vorkommen derselben — Bull. Soc. Nat. d'Acclimat. de France 4. Serie, T. V. p. 240—241 (Extr. des Proces-Verbaux.). Jenner Weir giebt einen kurzen Bericht über verschiedenartige Equidenbastarde in Jardin d'Acclimatation resp. Jardin des Plantes (Zoologist III. Series, Vol. XII p. 102—103). Derselbe erwähnt (ebenda p. 104) Bastarde von Schafen und Ziegen, welche dem Jardin des Plantes aus Chile zugingen. In einem Zusatz zu diesem Artikel wird bemerkt, dass derartige Bastarde „Chabins" genannt in Chili, Peru und Argentinien sehr verbreitet und vollkommen fruchtbar (!!!) seien! Biologie. Allgemeines. Ca ton, J. D., The California Gray Whale ( Rhachianectes glaucus Cope). — Am. Nat. XXII. p. 509 — 514. Mitteilungen biologischen Inhalts: Lebensweise, Vorkommen, Fang. Die Art ist dem Aussterben nahe. Vergl. auch Cockerell unter Biol., Feinde. Geoffroy Saint-Hilaire, A., Renseignements sur les Castors du Rhone (Castor fiber). — Bull. Soc. Nat. d'Acclimat. de France. 4. Serie, T. V. p. 321—324. Mit 1 Fig. Die im Gebiet der Rhone vorkommenden Biber haben eine von der sonstigen abweichende Lebensweise angenommen, hervorgerufen durch die veränderte Lebensbedingungen, unter denen sie jetzt leben. Sie errichten keine „Burgen" mehr, sondern graben Baue in den die Camargue gegen Überschwemmungen schützenden Rhonedeicheu. Sie werden dadurch sehr gefährhch und gehen in Folge davon ihrer baldigen Ausrottung entgegen. Karting, J. E., The Badger, Meles taxua. — Zoologist, III. Series Vol. XII p. 1—13. Mit 1 Tfl. Biologisches, Historisches, Linguistisches. Verf. constatirt, dass der Dachs in vielen Teilen der Britischen Inseln nicht nur recht häufig ist, sondern stellenweise auch immer zahlreicher wird. Inter- essante Notizen über die Trächtigkeitsdauer, welche unter Umständen 15 Mon. soll betragen können! Inglis, J., Tent Life in Tigerland. IL Ed. London 1888. S». Enthält jagdliche und biologische Mitteilungen über indische Säuget. Inverarity, J. D., Unscientific Notes on the Tiger. — Journ. Bombay Nat. Hist. Soc. III, p. 143—154. Mit 3 Tfln. Lataste, F., Notes prises aujourlejour sur differentes especes de l'ordre des Rongeurs observees en captivite. — Extr. des Actes de la Soc. Linneene de Bordeaux Vol. XL. Mit 7 Tfln. 18871 iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 53 Verf. giebt eine Fülle biologischer Notizen und Mitteilungen, welche er durch tägliche Beobachtung einer grossen Zahl von in der Gefangenschaft gehaltenen kleineren Nagern machte. von Lenden feld, R., Bilder aus dem australischen Urwald, — Zool. Garten Jahrg. XXIX. 1. Das Schnabeltier loc. cit. p. 14 — 18; 2. Der Wombat, Phascolomys wombat p. 65 — 68 ; 3. Das grosse Känguruh Macropus giganteus p. 225—231. Durchgehends Schilderungen des Lebens der genannten Tiere mit eingestreuten Bemerkungen über ihre Organisation. Monges, Joseph, Ausdauer eines Leoparden. — Zool. Garten Jahrg. XXLX, p, 231—233. Mitteilungen über Widerstandsfähigkeit gegen Hunger und Durst. Nehring, A., spricht über ein im Berliner Aquarium befind- liches Exemplar von Halichoerus grypns. — Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde. 1888, p. 7—8. Parker, H. W., Cat Phenomena. — Science Vol. XI, p. 96. Bemerkungen üJaer geistige Fähigkeiten bei einer Katze. T. Southwell bezweifelt, dass der Maulwurf Wintervorräte von Würmern anlegt und giebt einige biologische Bemerkungen über das Tier. (Zoologist, III. Series, Vol. XII, p. 21 - 22. S teere, J. B., Observations made in the Central PhiHppines. — Am. Nat. XXII, p. 622—626 und 779—784. Enthält einige biologische Notizen über Fledermäuse, ohne Angabe der Art. Derselbe, Six weeks in southern Mindanao. — Am. Nat. XXII, p. 289—294. Enthält kurze Notizen über einige Säugetiere. lieber Kinder ernährende Wölfe bringt der Zoologist, III. Series Vol. XII, p. 87- — 98 einen Abdruck einer 1852 unter folgendem Titel erschienenen Schrift: „An Account on Wolves nurturing Children in their Dens. By an Indian Official." Eine von Hamilton Smith herrührende handschriftliche Notiz bezeichnet einen in Indien stationirten englischen Colonel als Autor des etwas abenteuerlich klingenden Artikels. Nahrung. Vergl. Southwell unter Biol., Allgem. Bewegimg. Shufeldt, R. W., stellte fest, dass ein amerikanischer Hase (L. caUotis) bei eiligem Lauf Sprünge von 12—13 Fuss macht (Zoologist, III Ser. Vol.^XII, p. 259). Färbung. Allen, Harrison, The distribution of the color- marks of the Mammalia. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1888, p. 84—105. Wenn Tiere stellenweise Abweichungen von gleichartiger Färbung annehmen, so treten diese an bestimmten Stellen auf. Bei im all- gemeinen unbehaarten Tieren finden sich in der Regel an ent- sprechenden Stellen Reste von Behaarung. Diese Stellen sind ent- weder Flecke an gewissen Körperteilen oder Streifen über den 54 ^^'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Rumpf etc. Besonders gefärbte Abzeichen, bisweilen stärkerer Haar- wuchs, treten auf in der Mittellinie des Rückens, auf der Dorsalfläche des Halses, in der Mitte der Scheitel- und Stirnpartie, am Bauch und an der Innenseite der Extremitäten, am Ulnarrand des Unter- arms, in der Achselhöhle und der Schamgegend, als weisses Hals- band, oft in der Gegend der Sinnesorgane, sowie an Nervenendigungen, nicht selten als Streifen an den Körperseiten, ferner in den Zwischen- räumen zwischen Muskelmassen und endlich an Stellen, welche reich an feuchten Absonderungen sind. Nicht selten treten in Folge von Alter Umfärbungen an den erwähnten Stellen ein. In manchen FäUen ist die Färbung nicht symmetrisch auf der rechten und linken Körperhälfte, ebenso zeigt die vordere Körperhälfte oft einen anderen Färbungscharakter als die hintere. Alle einzelnen Fälle werden durch Beispiele erläutert. Aplin, Oliver V., On the Assumption of the Ermine Dress in Stoats. — Zoologist, III Series Vol. XII, p. 141. Verf. vertritt die Ansicht, dass beim Farbenwechsel des Hermelins im Frühjahr kein Haarwechsel stattfindet, sondern dass sich das weisse Haar in braunes verwandelt. Dabei soll die Umfärbung des einzelnen Haares von der Spitze her beginnen (wie dies vor sich gehen soU, ist unverständhch. Ref.) Eckstein, K., berichtet kurz über eigentümliche Färbung von Lepics timidi, Grey Sea Lton of New Zealand and Australia. Arctocephalus australis (Zimmerm.), South Americain Fur-Seal. gazella (Peters), Kerguelen Island Fur-S. » pusillus (Schreb.), Fur-S. of Cape of Grood Hope and of Crozet Islands. » ursinus (Linn.), Fur-S. of North Pacific. forsteri (Lesson), F.-S. of New Zealand and Australia. philippii (Peters), F.-S. of Juan Fernandez. Der 3. Teil enthält eine eingehende Beschreibung des Gehtras vom See- Elefanten und vom Walross, sowie eine Vergleichung der Hirnwindungen der Seehunde und Walrosse mit denjenigen der Carnivoren, der Affen und des Menschen (dieser Abschnitt abgedruckt in Journ. Anat. Phys. N. S. Vol H, p. 300 —303). Zu diesem Teil 3 Tafeln. Der 4. Teil behandelt kurz die Eingeweide des See-Elefanten. Ein Appendix bringt eine eingehende Abhandlung von Wm. C. Strettel Miller über die Myologie der Pinnipedier. Hyracoiflea. Langkavel, B., Hyrax. — Zool. Jahrb. IH. p. 336-347. Verf. stellt die bisher bekannten Angaben über die Verbreitung der Hyrax- Arten zusammen, fügt Bemerkungen biologischen Inhaltes hinzu und giebt eine Zusammenstellung der verschiedenen Namen der Tiere. Sodann Beschreibung von H. syr., H. cap., H. abessin., und H. arbor., nebst osteologischen Mitteilungen. H. scioanus s. Giglioli unter äthiop. Reg. Dendrohyrax Erriini s. Thomas ebenda. D. stampflü s. Jentink unter System., Allgem. Vnfftilata. Vergl. Pawlow unter foss. Säuget. Froboscidea. Allgemeines. Vergl. Weithof er unter Anat. u. Phys., Skelet; Gaudry unter foss. Säuget. Elefant, Ohr, s. Bück unter Anat. u. Phys., Sinnesorg. „ Stosszahn, s. Loder unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. „ Krankheit s. Galippe unter Biol., Krankh. Elei^has primigenius s. Brown iinter foss. Säuget., Buchenau ebenda, Ladriere ebenda, Po hl ig ebenda. E.meridionalis s. Fischer unter foss. Säuget., Pohlig ebenda. E. antiquus s, Pohl ig unter foss. Säuget. E. trogontherii ebenda. E. (priscus) Falconeri ebenda. E. americanus s. Wood man ebenda. Mastodon s. Gaudry unter foss. Säuget., Holder ebenda. M. Antium s. Burmeister ebenda. M. avernensis s. Capellini ebenda. M. angustidens s. Hof mann unter foss. Säuget., Vaceck ebenda. 94 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Amblypoda. Vergl. Cope unter foss. Säuget. Perissodactyla. Tapiridae. Tapirus hungaricus s. Teller unter foss. Säuget. Palaeotapirus Douvillei n. g. n. sp. s. Filhol ebenda. Lophiodontidae. Vergl. Filhol unter foss. Säuget. Lophiodon leptorhyyiehus n. sp. ebenda. Hyracotherimn Cayluxi n. sp. s. Filhol unter foss. Säuget. H. argentonicmn n. sp. ebenda. PacJiynolophus argentonicus n. sp. ebenda. P. issdanus ebenda. Hyrachyus intermedius n. sp. s. Filhol unter foss. Säuget. Cesserassictis antiguus n. g. n. sp. ebenda. Equidae. Bastarde s. Jenner Weir unter Entw., Bast. Pferd, s. Albrecht unter Anat. u. Phys., Allgem. „ s. Bureke unter Biol., Krankb. ,, Haarfarbe, s. Crampe unter Entw., Allgem. „ Geschlechtsverhältniss, s. Düsing unter Anat. u. Phys., Ge- schlechtsorg. „ s. Kaufmann ebenda, Verdauuugsorg. „ Hautsekret, s. Leclerc ebenda, Haut. „ Anatomie s. Mc. Bride ebenda, Allgem.; vergl. ebenda Ellen- berger, ferner M'Fadyean. „ s. Müller unter Anat. u. Phys., Allgem. „ Histologie der Haut, s. Smith ebenda. Haut. „ s. Lee unter Biol,, Krankh. „ modernes, s. Gueruzey unter Landwirtsch. etc. „ Domestikation, Ursprung s. Huidekoper ebenda. „ Beziehung zur Landw. s. Lavalard ebenda. „ Geschichte in Amerika, s. d'Orcet ebenda. „ s. Tourneux unter Ontogen. „ Darm, s. Walley unter Biol., Krankh. „ Gebiss, s, Wilckens unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.» „ Haarfarbe s. denselben unter Eutwickl., Allgem. Maultier s. Sanson unter Verdauuugsorg. Hipparion gracile s. Weithof er unter foss. Säuget. Rhinoeerotidae. Bhinoceros sp. foss. s. Hof mann unter foss. Säuget. Eh. tichorhinus s. Römer ebenda, Studer ebenda. Rh. sansaniensis s. Vacek ebenda. Elasmotherium sibiricum s. Gaudry, A., et Beule, M., ebenda, ferner Boule ebenda. Artiodactyla, Allgemeines. Vergl. Bonnet unter Ontog., Brandt unter Anat. u. Phys., Skelet. iu der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1888. 95 Flow er, Horns and Antlers. — Trans. Middlesex Nat. Hist. and Science Soc. 1887-88 p. 21-27. Mit Abbildgn. Cope E. D., The Artiodactyla. — Am. Nat. Xn. p. 1079—1095. 1. Teil; mit Holzschn. Giebt in einer Umarbeitung des in den Proc. Am. Philos. Soc. 1887 er- schienenen Aufsatzes eine Synopsis der Familien, an welche sich bei jeder einzelnen foss. und rec. Familie eine Erörterung der Phylogenie schliesst. Huet, Liste des Especes connues et decrites jusquä ce jour dans les Farailles des Cervides, Cervulides, Tiagulides et Moscbides. — Bull. Soc. Nat. d'Acclimat. de France. 4. Serie, T. V. p. 274-284; 497—508; 545-555; 721-737; Verf. giebt iu geographischer Anordnung eine Uebersicht über die an- geführten Wiederkäuer; kurze Beschreibungen nebst einigen Abbildungen von Tieren und Geweihen, welche letzteren z. T. recht mangelhaft sind. Hippopotamidae. Hippopotamus Pentelici s. Ciofalvo u. Battaglio unter foss. Säuget. Suidae. Sus scrofa fer. Altersbestimmuug s. N eh ring unter Anat. u. Phys., Allgem. Gebissentwickelung, derselbe unter Ontog. Wilde Schweine-Arten, Eckz. s. Nehring unter Verdauungsorg. Schwein, Geschmacksorg., s. Tuckermann unter Anat. u. Phys., Ver- dauungsorg. Ursprung, s. Sanson unter Phylog. Vergl. femer Rietsch u. Martinand unter Biol., Krankh., Cornil et Chantemesse ebenda, Salmon ebenda, Lutze ebenda. Sus palustris s. Nehring unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. Hyotherium Soemmeringi s, Hof mann unter foss. Säuget., Vacek ebenda. Heude, Pere, Eine Arbeit über Schweine (Titel dem Ref. unbekannt) — Memoires concernant Thist. nat. de l'Empire chinois 1888. Verf. unterscheidet in Ostasien 11 vei'schiedene neue Arten der Gattung Sus. nämlich Sus ussuricus, dicrurus, taininensis, calamianensis, cehifrons, minutus, effrenus, conchi/vorus , jalaensis, microtis, frenatus — ein Seitenstück zu den 37 Hirschen desselben Verf. Camelidae. Vacat. Tragulidae. Vergl, oben Huet. Hyaemoschus crassus s. Hof mann unter fossil. Säuget. Cervidae. Roger, Ueber die Hirsche. — Ber. naturw. Ver. Regens- burg f. d. Jahre 1886-87. Heft I. p. 51-93. (Erschienen 1888.) Systematische Stellung der Cerviden, zu denen auch die Giraffen gezählt werden, Gruppirung dersesben, Uebersicht über die Gattungen, Verbreitung, Stammesgeschichte. Einige Unrichtigkeiten , so z. B., dass die Endenzahl des neuen Geweihes stets eins mehr betrage als des vorhergehenden (man denke an Coassus, Furcifer, Blastocerus, Axis, Rusa!), ferner dass die Jungen ein weiss geflecktes Haarkleid haben (nicht alle! Ref.), dass Blastocerus in der Regel ein Gablergeweih habe (erwachsene sind durchweg Sechsender. Ref.) Vergl. ferner Huet unter Artiodact., Allgem. Cervus eapreolus s. Seh ein pflüg unter Biol., Färbg. C. megaceros s. Schaaff hausen unter foss. Säuget. C. dama s. Keilhack ebenda, ferner Feil den unter südam. Reg. 96 r>r. Ernst Schaff: Bericht üher die Leistungen C. mexicanus s. Boulart unter Anat. u. Phys., Geschlechtsorg. Sambur s. Gilbert, K., in Journ. Bombay Nat. Hist. Soc. IX, p. 224—232. Rangifer tarandus s. Studer unter foss. Säuget. fleude, P., Problema Philippinense seu cervinorum craniorum in Philippin. insulis hucusque detectorum (100) praeviae icones. 11 tabb. cum Interpret, et indice. Zi-ka-wei 1887 (!). Palaeomeryx eminens s. Hof mann unter foss. Säuget. P. Bojani ebenda. P. furcatus ebenda. Amphitragulus Boulangeri ebenda. A. Quercyi s. Filhol ebenda. A. crassus ebenda. Choüodon elegans ebenda. Platuprosojjos sansaniensis ebenda. Camelopardalidae. Camelopardalis parva s. Weithofer unter foss. Säuget. Samotherium Boissieri s. Mayor, Forsyth, ebenda. Urmiatherium s, Rodler ebenda. Cavieornia. Rind, vergl. H i 1 1 c h e r unter Anat. u. Phys., Skelet, Moussu unter Anat. u. Phys. Nervens. , Auld unter Phylog., Babes unter Biol., Krankh., Windle ebenda, Müller ebenda, Kaiser unter Landw. etc, V. Middendorff ebenda, Auld, Werner ebenda, Eckmeyer unter Biol., Krankh., Ehlers ebenda. Niatosrind s. Dareste unter Entwickig. Allgem. Franqueiro-Rasse s. N eh ring unter Landw. etc. Parkrind s. Auld ebenda. Bos primigenius s. Ne bring unter foss. Säuget. Poephagus grunniens s. Ne bring unter Landw. S teere, J. B., berichtet brieflich über den „Tamaron" von Mindoro. Aeussere Beschreibung, Lebensweise. — Proc. Zool. Soc. London 1888 p. 413—415, Pechuel-Loesche, Afrikanische Büffel. — Zool. Jahrb. HI. p. 705— 723. Mit 2 Tfln. Verf. teilt die afrikan. Büffel in 2 Gruppen : A. Schwarze Büffel, B. Rote B. Erstere gruppiren sich um B. caffer, letztere um B. pumilus Turton. Die schw. B. finden sich im südlichen, östlichen und nordöstl. Afrika, die roten im west- lichen. Neben B. caffo- kommt wohl noch eine etwas abweichende Art vor, die Blyth als B. caffer var. aequinoctialis , Gray als B. centralis bezeichnete. Ob unter den viel kleineren roten Büffeln mehrere Arten zu trennen sind, ist noch unentschieden; die Gehörne zeigen mehrfache Differenzen. Uebrigens hat B. pumilus Turton die Priorität vor B. brachycerus Gi-ay. Erwähnt wird ferner ein „Zwergbüffel", angeblich kleiner als die Anoa und ein ,.grauer Büffel". Ueber beide fehlt es noch an genügender Kenntniss. Zum Schluss berichtet Verf. über schlapphörnige Rinder, deren Hörner beweglich in der Haut stecken und herabhängen; sie kommen im Hererolande i;nd nach Haacke auf Mauritius vor. Ovibos moschatus s. Pohl ig unter foss. Säuget. Ovis aries vergl. Nicolas u. Prenant unter Biol., Krankh., Nocard ebenda, Tourneux unter Ontog. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 97 Schaf- u. Ziegen - Bastarde s. W e i r unter Entw. Bast.; vergl. ferner Railliet imter Biol., Feinde. Reichen ow, A., veröffentlicht eine vorläufige Notiz über eine neue Wildziege Capra dai-cas n. sp. von der Insel Joura. — Zool. Garten Jahrg. XXIX, p. 29-30. Derselbe, Die Wildziege der Insel Joura. — Zool. Jahrb. m. p. 591-596, Mit 1 färb. Tafel. Verf. beschreibt als Cajjra clorcas n. sp. eine in den Besitz des Berliner Zool. Gartens gelangte Ziege von der Insel Joura nördl. von Euböa. Das Tier unterscheidet sich von C. aeyagrus durch die Hörner, die Behaarung und die Farbe, sowie durch die Körperforni. Ziege, s. Aisberg unter Biol. Allgem., Fankhauser unterLandw. etc. Terpone longiceps s. Jentink unter System., Allgem. Cephalophus doriae ebenda. Gnu s. Huet unter Biol., Gefangensch. Antilope cristata s. Hofmann unter foss. Säuget. Antilope gracillima s. Weithofer ebenda. Helicocefus rotundicorne ebenda. Protragelaphus Slconsesi ebenda. Stricker. W., Sprachwissenschaft und Naturwissenschaft. — Zool. Garten Jahrg. XXIX p. 23—26. Behandelt wird in etjTnologischer Hinsicht die Gemse. Anoplotheriidae. Upheloynatus Qu&rcyi n. g. n. sp. s. Filhol unter foss. Säuget. Cetacea. Allgemeines. Veigl. Bolau unter Allgem., Lebouq., Kükenthal unter Anat. u. Phys., Skelet., Lütken unter Biol., Allgem., Rodler unter Faunen, Allgem. Delphinidae. Lütken, Chr., Critical studies upon .some Odontoceti of the Genera Tursiops, Orca, and Lagenorhynchus. — Ann Mag. Nat. Hist. 6. Ser. Vol. II, p. 179-186. lieber tragi;ng aus dem Dänischen. Vergl. Bericht für 1887 p. 84. Tursiops tursio s. van Bambeke unter Anat. u. Phys., Haut; ferner Service unter östl. gem. Reg. Globiocephalus melas s. Fjellstrup unter Anat. u. Phys., Haut. Grampus griseus s. Laver unter östl. gem. Reg. Bachianectes glaucus s. Caton unter Biol. Allgem. Hyperoodontidae. Hyperoodon rostratus s. South well unter östl. gem. Reg. ; ferner Bailey ebenda. Physeteridae. Pouchet, G. , Note accompagnant la presentation de photographies de cachalot. — Comptes rend. hebd. Soc. Biol. 8. S. T. V. p. 558 — 559. Bemerkungen über die Form der Schnauze etc. Cachelot s. ferner Pouchet unter Ontogenie und unter Biol., Krankh., Monaco unter östl. gem. Reg. Balaenopteridae. Ueber ein im Medway-Flusse nahe der Küste von Essex gestrandetes Exemplar von Balaenoptera bwealis Lesson wird berichtet Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd.II. H. 1. 7 98 Dl'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen im Zoologist HI. Series Vol. XII. p. 466—468. — Beschreibung, Maasse, Bemerkungen über einige andere Wale. Balaenoptera rostrata s. Balkewill unter östl. gem. Reg. Megaptera longimana s. Struthers unter Anat. u. Phys., AUgem. . Balaenidae. Balaena Uscayensis s. Pouch et und Beauregard unter östl. gem. Reg. Walfischerei s. Southwell unter Landwirtsch. etc. C eck es ebenda. Sirenia. Besmostylus hesperus s. Marsh unter foss. Säuget. Edentata. Orycteropodidae. Orycteropus Gaudryi s. Major unter foss. Säuget. Manidae. Palaeomanis Neas s. ebenda. Bradypodidae. Langkavel, B., Aphorismen über Faultiere. — Zool. Garten Jahrg. XXIX, p. 18 - 23. Mitteilungen osteologischen Inhalts, besonders über die Halswirbel, z. T. nach handschriftlichen Notizen R. Hensel's. Megratheriidae. Megatherium s. Burmeister unter foss. Säuget,, Wo od ward ebenda. Glyptodontidae. Glyptodon petaliferus s. Cope unter foss. Säuget. Eleutherocerciis setifer n.g. n. sp s. Koken ebenda. Marsupialia. Allgemeines. S. Lendenfeld unter ßiol., Allgem., Ramsay unter austral. Reg. Thomas, Oldfield, Catalogue of the Marsupialia and Monotremata in the Collection of the British Museum (Natural History). London 1888. Mit 28 Tfln. Das vorliegende Werk ist seit 1843 der erste Catalog der Beuteltiere des Britischen Museums. Seitdem verdreifachte sich fast die Zahl der Exemplare. Der „Catalogue . . ." enthält die Beschreibungen aller bekannten Arten, eine genaue Synonymie jeder Art, sowie eine Liste der im Brit. Mus. vorhandenen Exemplare. Ausser den Beuteltieren werden auch die Monotremen behandelt. Bei jeder Familie und Gattung giebt Verf eine Uebersichtstabelle auf Grund der äusseren und eine zweite nach den Schädel- und Gebiss-Charak- teren ; ebenso findet man bei jeder Art neben dem Aeusseren des Tieres (Farbe, Grösse etc.) Schädel und Gebiss genau beschrieben. Das reichhaltige, dem Verf. zu Gebote stehende Material hat z. T. überraschende Resultate ergeben. So werden z. B. Bidelphis eancrivora Gmel., und Bid. Azarae Teinm. als eine Art {Did. Az. als Subspec.) unter Bid. marsupialis L. zusammengefasst, da sich zwischen allen Uebergänge finden, welche die Aufrechterhaltung der bisherigen „Arten" unmöglich machen. Die systematische Einteilung ist in ihren Haupt- zügen folgende: in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 99 Ordnung Marsupialia. Subord. I. Diprotodontia. Farn. I. Macropodidae. Subf. I, Macropodinae. 1. Macropus Shaiv, 23 Arten nebst 4 U.-A. 2. Petrogale Gh-ay, 6 Arten. 3. Onychogale Gh-ay, 3 Arten, 4. Lagorchestes Gould, 3 Arten. 5. Dorcopsis Schleg. u. Müll, 3 Arten. 6. Bend/rolacjus Schleg. u. Müll., 4 Arten. 7. Lagostrophus Thos., 1 Art. Subf. II. Potoroinae. 8. Äepyprgmnus Garrod, 1 Art. 9. Bettongia Gray, 4 Arten. 10. Caloprymnus Thos., 1 Art. 11. Potorous Desni., 3 Arten. Subf. III. Hypsiprymnodontinae. 12. Hypsiprymnodon Barns., 1 Art. Farn. 11. Phalangeridae. Subf. I. Tarsipedinae. 1. Tarsipes Gerv. u. Ve>r., 1 Art. Subf. II. Phalangerinae. 2. Äcrobates Desm., 1 Art. 3. Distoechurus Peters, 1 Art. 4. Dromida Gray, 4 Arten. 5. Gymnobelideus Mc Coy, 1 Art. 6. Petaurus Shaiv, 3 Arten, 1 U.-A. 7. Dactylopsila Gray, 1 Art. 8. Petauroides Thos., 1 Art mit 2 U.-A. 9. Pseudochirus Oyilb., 10 Arten. 10. Trichosurus Less., 2 Arten, 1 U.-A. 11. Phalanger Storr., 5 Arten, 1 U.-A. Subf. III. Phascolarctinae. 12. Phascolarctus Blainv., 1 Art. Farn. III. Phascolomyidae. 1. Phascolomijs E. Geoff., 3 Arten Subord. II. Polyprotodontia. Fam. IV. Peramelidae. 1. Peragale Gray, 2 Arten. 2. Perameles E. Geoff., 11 Arten, 1 U.-A. 3. Choeropus Ogilh., 1 Art. Fam. V. Dasyuridae. Subf. I. Dasyurinae. 1. Thylacinus Temm., 1 Art. 2. Sarcophilus F. Cuv., 1 Art. 3. Basyurus E. Geoff., 5 Arten. 4. Phascologale Temm., 13 Arten, 1 U.-A. 7* IQQ Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen 5. Sminthopsis Thos., 4 Arten. 6. Antechinomys Krefft, 1 Art. Subf. n. Myrmecobiinae. 7. Myrmecobius Waterh., 1 Art. Farn. VI. Didelphyidae. 1. Bidelphys Linn., 23 Arten, 1 U.-A. 2. Chirunectes IlL, 1 Art. Ord. Monotremata. Farn. I. Echidnidae. 1. Echidna G. Cuv., 1 Art, 2 U.-A. 2. Proechidna Gerv., 1 Art. Fam. II. Ornithorhynchidae. 1. Ornithor-hynchus Blumenb. Vergl. ferner Osborn unter foss. Säuget. Maeropodidae. Triclis oscillans s. de Vis unter foss. Säuget. Vergl. ferner Lendenfeld unter Biol., AUgm. Hypsiprymnodontidae. Hypsiprymnodon moschatus s. Rarasay unter australische Reg. Phalangistidae. Phalanyista johnstoni n. sp. s. Ramsay ebenda, Ph. lemu- roides ebenda, Ph. archeri ebenda. Dromicia lepida n. sp. wird beschrieben in Thomas, Cat. Marsup. p. 142. Phalanger orientalis n. sp., ebenda p, 204. Petaurus hreviceps var. papuanus n. var. ebenda p. 158. Pseudochirus occidentalis n. sp. ebenda p, 174. Phascolomyidae. Vergl. L enden feld unter Biol. Allgem. Phascolaretidae. Phascolarctos cineretis s. Gruber unter Anat. u. Phys., Muskelsyst. Peramelidae. Peragale leucura wird abgebildet (farbig) in Thomas, Cat. Marsup. Tfl. 2. Didelphyidae. Vergl. Osborn unter Ontog. Thomas, Oldfield, Diagnoses of four new Species of Didelphys. — Lnn. Mag. Nat. Hist. 6. Ser. Vol. I p. 158-159 Bidelphijs {Micraureus) lepida sp.n. unterscheidet sich von D. murina I/. durch die viel geringere Grösse und kürzere Ohren, welche angelegt kaum die Mitte des Auges erreichen. Kopf und Körper 105 mm. Hab. Peru. B. (Peramys) scalops sp. n. hat die Grösse von B. hrevicaudata Erxl. Kopf, Rumpf und Schwanz sind schön rostrot, Vorderrücken, Schultern und Bauch olivengrünlich melirt. Zähne sehr klein. Hab. Brasilien. B. [Peramys) Iheringü sp. n. gleicht in Farbe und Proportionen genau B. americana Müll. (= tristriata auct.) , ist aber nur halb so gross. Hab. Rio Grande do Sul. D. (Peramys) Henselü sp. n. ist nach dem Verf. die von Hensel beschriebene, aber nicht benannte intermediäre Art. Farbe auf der Oberseite dunkel grau melirt, tief rostrot an den Seiten und am Bauch. Hab. Rio Grande do Sul. B. dimidiata s. Beddard unter Anat. u. Phys. Drüsen. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1888. 101 Monotremata. Allgemeines. Vergl. Thomas, Cat. Marsup. Monotr. Brit. Mus. Ferner Cope unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. OrnithOrhynchidae. Ornühorhynchus paradoxus s. P o u 1 1 o n unter Anat. u. Phys. Verdauixngsorg. Vergl. auch Lendenfeld unter Biol., Allgem. Echidnidae. Weber, Max, Ben nieuwe Soort van Proechidna. — Bijdr. tot de Dierk., 1888 Feest Nummer. Art. 5, pl. I. Verf. beschreibt ein Exemplar von Proechidna mit fünf vorderen und vier hinteren Kiallen, welches er für eine neue Art hält. Oldf. Thomas ist jedoch der Ansicht, dass es sich um ein abnormes Individuum von Proechidna bruijni Pet. u. Doria handle, welches auf atavistischem Wege die sonst für die Gattung typische Zahl der Zehen resp. Krallen (rudimentär sind 1. u. 5. Zehe unter der Haut auch bei typischen Expl. vorhanden) überschritten hat. (Cat. Marsup. Monotr. p. 383). Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888, Von Ant. Reichenow^. I. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxidermie. J. A. Allen, Visitors Guide to the Collection of Birds in tlie American Museum of Natural History. New York 1888. 8^. American Museum of Natural History of New York City. Bericht über die Sammlung von E. A. Mearns; Auk 5. p. 222—223. American Ornithologist's Union. — Statuten der Gesell- schaft und Mitgliederverzeichniss ; Auk. 5. No. 2 Anhang. — Bericht über die fünfte Versammlung der Gesellschaft; Auk 5. p. 95 — 100. Sp. F. Baird. — Proceedings at a Meeting commemorative of the Life and Scientific Work of Sp. F. Baird; held Jan. 11 1888, under the Joint auspices of the Anthrop., Biolog. and Philos. Societies of Washington. 8*^ Washington 1888. — s. auch R. Ridgway. Ch. W. Beckham f; Auk 5. p. 445—446. H. V. Berlepsch, über Arten des United States National Museum, s. unten unter Südamerika. M. N. Bogdanow — . Todesanzeige; Ibis (5) 6. p. 381, s. auch Auk 5. p. 333—334. L. Bonaparte, s. T. Salvadori. M. Bräss, Ornithologisches aus alter Zeit; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 301—305, 335 - 338. British Ornithologist's Union: Anniversary Meeting: Ibis (5) 6. p. 496—497. A. Carruccio Guida del Museo dei Zoologia della Uiv. di Roma. Fauna locale specie animali della provinzia di Roma esistenti nella nuova collezione. Aves; Boll. Mus. Zoöl. Roma 1. p. 19—33. R. Eder theilt Stellen aus alter Litteratur über den Auerhahn mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 31—33, 50—51. Ant. ßeichenow. 103 A. H. Evans hat den Bericht über die Fortschritte in der Ornithologie während des Jahres 1887 geliefert in: Zoological Record for 1887. Ed. by F. E. Beddard. London 1888. Ph.H. Gosse f; Auk 5. p. 446. C. Greve, Zoologischer Aberglauben in Russland; Zool. Gart. 29. p. 273-277. F. P. Hardy führt Nachrichten älterer Reisenden über Alca impennis an; Auk 5 p. 380—384. G. Hartlaub, s. G. Neumayer. R. 0. Karlsb erger f ; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 165. F. Kriso, das Präpariren und Conserviren der Vögel und ihrer Eier. Nach der Methode des Pastor Blasius Hanf; Mitth. Nat. Ver. Steiermark 1888. Ber. p. 93—102. E. Lear — Todesanzeige; Ibis (5) 6. p. 286. L. V. Lorenz, s. A. v. Pelzeln. E. A. Mearns, s. oben American Museum. G. Neumayer, Anleitung zu wissenschaftlichen Beobachtungen auf Reisen (Vögel von G. Hartlaub). 2. Aufl. Berlin 1888. A. V. Pelzeln und L. v. Lorenz besprechen die Typen der ornithologischen Sammlung des K. K. naturhistorischen Hofmuseums in Wien, Theil 4. (Schluss); Ann. k. k. naturhist. Hofinus. Wien 1888 p. 37—62. J. Pietsch, Herleitung und Aussprache der wissenschaftlichen Namen in dem E. F. v. Homeyer'schen Verzeichniss der Vögel Deutschlands. Wien 1888. 8« 57 p. Derselbe, die Vögel Taurus und Anthus des Plinius Secundus; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 248- -250. H. Pryer — Todesanzeige; Ibis (5) 6. p. 381, s. auch Auk 5. p. 332—333. 0. Reiser, Katalog des bosnisch -herzegovinischen Landes- museums in Sarajevo. 2. Vögel, p. 80—91. Quarto. R. Ridgway liefert eine Erinnerungsschrift für Spencer Pullerton Baird; Auk 5. p. 1 — 14. C. B. H. v. Rosenberg f; Zool Gart. 29. p. 352. T. Salvadori giebt die Daten der Publication von Bonaparte's Iconografia della Fauna Italia an und liefert einen Index der in diesem Werke abgebildeten Arten; Boll. Mus. Zool. ed Anat. comp. R. Un. Torino 1888 3. p. 1—25. s. auch: Ibis (5) 6. p. 320—325. Ernst Schauer f ; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 455. R. B. Sharp e berichtet über die Vogelsammlung des British Museum. Die Sammlung umfasst 200000 Exemplare und wird mit den bereits in Aussicht stehenden Vermehrungen demnächst auf 250000 kommen; Auk. 5. p. 124—125. 104 An t. Reichen ow: Bericht über die Leistungen H. Stevenson — Todesanzeige; Ibis (5) 6. p. 498, s. auch Zoologist (3.) 12. p. 345—346. J, Talsky berichtet über die ornithologische Sammlung des Landesmuseums in Klagenfurt; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 6—7. Derselbe berichtet über die ornithologische Sammlung des steier- märkisch- landschaftlichen Joanneums in Graz; ebenda p. 64 — 65. Turati- Sammlung im Museum in Mailand — Notiz über den Umfang derselben; Ibis (5) 6. p. 150. Ein Ei von Alca impennis wurde auf einer Auction in London am 13. December 1887 für 3360 Mark verkauft, ein anderes am 12. März 1888 für 4600 Mark; Zoologist (3.) 12 p. 28 u. 143; Ibis (5) 6. p. 152. Verzeichniss sämmtlicher Schriften über Geflügelzucht, Stuben-, Zier- und Singvögel, Nutzen und Schaden der Vögel, Vogelschutz, Naturgeschichte der Vögel und ihrer Eier, Kaninchenzucht, welche in den Jahren 1850—1888 im deutschen Buchhandel erschienen sind. Leipzig, Gracklauer. 1888. 12^ 36 p. n. Anatomie. Embryologie. A. b.itelli e E.Giacomini, Sülle glaudule salivari degli uccelli; Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa Proc. verb. Vol. 6, p. 106-110. J. Beard, Morphological Studies. II. The Development of the Peripheral Nervous System of Vertebrates (Pt.) Elasmobranchii and Ä.Yes; Qu. Journ. Micr. Sc. London 1888 p. 153-227. T. 16—21. F. E. Beddard theilt Untersuchungen über die Respirations- organe von Fratercula und SpJienisais mit; Proc. Z. S. London p. 252—255. Derselbe beschreibt einige innere Organe von Balaenkeps rex, danach scheint die Form zunächst an die Reiher sich anzuschliessen ; Proc. Z. S. London p. 284—290. Mit Holzschn. Derselbe erörtert die Anatomie der Strtgidae^ wonach systematisch zwei Gruppen, Striginae und Bi/bonmae unterschieden werden müssen; Ibis (5) 6. p. 335—344. J. Bellonci, Ueber die centrale Endigung des Nervus opticus bei den Vertebraten; Zeitschr. Wiss. Zool. 47. p. 1 — 46, T. 1 — 8. J. F. van Bemmelen, über einen Rhea-Emhrjo; Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2.) D. 1. Afl. 3—4 Versl. p. 205—206. A. V. Beneden, s. G. Corin. F. Bignon fand cervico-cephaline Luftsäcke bei den Papageien; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 180—181. Derselbe, Recherches sur les rapports du Systeme pneumatique de la tete des Oiseaux avec le Systeme dependant de l'appareil pulmonaire; Compt. Rend. Soc. Bioh Paris 1888 p. 357—360. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 105 H. G.Bronn, Klassen und Ordnungen des Thierreichs. 6. Bd. 4. Äbth. Vögel, von H. Gadow. Lief. 18 — 22 erschienen (Gehirnnerven, Rückenmarksnerven, Sehorgan, Geruchsorgan, Diffuse Sinnesorgane, Integument). G. Brook, Note on the Epihlastic Origin of the Segmental Duct in Teleostean Fishes and in Birds; Proc. Soc. Edinb. 14. p. 368—370. G. Buchet, Premiere note sur Pappareil tenseur de la membrane anterieure de l'aile des Oiseaux; Compt. Rend. Soc. Biol. 1888 p. 328—332. R. Burckhardt, Doppel anlaoe des Primitivstreifens bei einem Hühnerei; Arch. Anat. Phys. 1888 Anat. Th. p. 431—432. A. Cazin, Structure et le mecanisme du gesier Oiseaux; Bull. Soc. Philom. (7.) 12. p. 19—22. Derselbe, Recherches anatomiques, histologiques et embryo- logiques sur l'appareil gastrique des Oiseaux, Av. 5 pl. Paris 1888. 8«. E. D. Cope theilt Untersuchungen über das Gewicht des Ge- hirns im Verhältniss zum Körpergewicht bei verschiedenen Vogel- arten mit; Amer. Nat. 22. p. 537 — 539. G. Corin u. A. v. Beneden, Recherches sur la regulation de la temperature chez les Pigeons prives d'hemispheres cerebeaux; Archives de Biologie. Gent 1888 p. 265—276. E. Coues, über die Nomenclatur der Muskeln am Vogelflügel; Auk 5. p. 435—437. A. Dogiel, über die nervösen Elemente in der Netzhaut der Amphibien und Vögel; Anat. Anz. 3. p. 342 — -347. E. Fatzacappa, Genesi della cellula specifica e intima struttura del sistema centrale nervoso degli uccelli; BoU. Soc. Nat. Napoh (1.) 2. Ann. 2. Fase. 2 p. 185—193. G. J. Fischer berichtet über Polydactylie bei Vögeln; .\uk 5. p. 218—219. M. F ü r b r i n g e r , Untersuchungen zur Morphologie und Systematik der Vögel, zugleich ein Beitrag zur Anatomie der Stütz- und Bewegungsorgane. Amsterdam u. Jena 1888. 2. Theil. Gross 4". (Bijdragen tot de Dierkunde Afl. 15. 1 u. 2). — In dem ersten Theil dieses umfassenden Werkes giebt Verf. eine Beschreibung der Sceletttheile sowie Nerven und Muskeln der Schulter und des Ober- arms und deren Entwickelung. In dem zweiten Theile wird der taxonomische Werth der einzelnen Organe des Vogelkörpers einer eingehenden Prüfung unterzogen; sodann werden die einzelnen Familien unter Berücksichtigung der bisherigen diesbezüglichen systematischen Arbeiten und Abwägung der bestimmenden Charaktere in Hinsicht auf ihre Stellung in einem natürlichen System besprochen ; und auf Grund dieser Darstellungen wird ein Vogelsystem entworfen, welches auf den beigegebenen Tafeln in Form eines Stammbaums 106 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in vertikaler Ansicht und horizontaler Projection dargestellt ist. Am Schlüsse des Bandes ist eine umfassende Litteraturüb ersieht gegeben. — [Referent beschränkt sich auf die vorstehende kurze Notiz, da für ein nur einigermassen eingehendes Referat der ver- fügbare Raum dieses Jahresberichtes nicht ausreicht, zudem jeder systematisch arbeitende Ornithologe dieses bedeutsame Werk, welches eine erstaunliche Fülle von Material verarbeitet, zahlreiche neue Gesichtspunkte für die Systematik der Vögel eröffnet und die viel- seitigste Anregung bietet, studieren muss.] Einen Auszug giebt: H. Gadow, Nature 38. p. 150—152, 177—181. H. Gadow, s. H. G. Bronn u. M. Fürbringer. F. R. G a s c h , Beiträge zur vergleichenden Anatomie des Herzens der Vögel und Reptilien; Arch. Naturg. 1888 p. 119 — 152 T. 11—12. E. G a u p p , Anatomische Untersuchungen über die Nerven- versorgung der Mund- und Nasenhöhlendrüsen der Wirbelthiere ; Morphol. Jahrb. 14. p. 436—489. T. 19. J. A. Jeffries, Note on the Epidermal System ofBirds; Proc. Boston Soc. 23. p. 358—360. F. Koenike berichtet über einen Tausendfuss im Hühnerei; Abb. nat. Ver. Bremen 10. p. 294. E. Lahousse, Recherches sur l'ontogenese du cervelet. ; Arch. Biol. T. 8. Fase. 1. p. 43—110. L. Liebermann, Embryochemische Untersuchungen. I. Weniger bekannte Bestandtheile des Hühnereies. Fett der Hühnereier. Über Nuclein. II. Stoffwechsel des bebrüteten Eies bis zur völligen Ent- wickelung des Hühnchens. III. Arbeiten zur speciellen Chemie des Embryonalleibes; Math. Nath. Ber. Ungarn (Budapest) 1887 — 88 p. 224-295. Derselbe, Embryochemische Untersuchungen; Pflüg. Arch. ges. Phys. 43. p. 71—151. — Auszug in: Naturf. 21. p. 221—222. E. Li n ton fand Distomnm ovatum in einem Hühnerei; Amer. Nat. 22. p. 74. F. A. Lucas bespricht osteologische Unterschiede der Turdinae, Miminae und Trorßodytinae und hebt besonders die Verschiedenheiten zwischen den letzteren beiden Gruppen hervor; Proc. U. St. N. M. 11. p. 173-180. Taf. 37. Derselbe bespricht annormale Rippenzahl bei Vögeln; Auk 5. p. 329—330. J. Y. Mackay, The Development qf the Branchial Arterial Arches in Birds, ^äth special reference to the origin of the Sub- clavians and Carotids; Philos. Trans. London 179. (B) p. 111 — 139 T. 22-25. F. C. Mall, The First Branchial Cleft of the Chick; Johns Hopkins Univ. Circulars 7. 63. p. 38. iu der Natmgeschichte der Vögel wähi-end des Jahres 1888. 107 Derselbe, Development of the Eustachian Tube, Middle Ear, Tympanic Membrane and Meatus of the Chick ; Stud. Biol. Labor. J. Hopkins Univ. 4. p. 185—192. T. 18—19. R. Marage, Contribution ä l'anatomie descriptive du sympathique thoracique et abdominal chez les Oiseaux. These. Paris, Davy 1888. 80, 69 p. A. Marcacci, De quelques anomalies obtenues dans les oeufs de poule en les soumettant au mouvement; Archiv Ital. Biol. 9. p. 58. G. F. Mazzarelli, Su di alcune gravi anomalie anatomofisio- logiche, riscontratesi in un piccione domestico: Boll. Soc. Nat. NapoH 1888 p. 20—24. E. Mehnert, Untersuchungen über das os pelvis der Vögel; Sitzungsb. Naturf. Ges. Dorpat 8. p. 212—213. A. B. Meyer, Abbildungen von Vogelskeletten. Bd. I mit 121 Tafeln in Lichtdruck. Dresden 1879—1888. T. J. Parker, Preliminary note on the development of the skeleton of the Apteryx; Proc. R. Soc. London 43 p. 391—397 6 Fig. Derselbe, second preliminary note ou the development of Apteryx; ebenda p. 482 — 487 8 Fig. W. K. Parker, On the Structure and Development of the Wing in the Common Fowl; Philos. Trans. London 179. (B) p. 385 — 398. T. 62—65. Derselbe, On the secondary Carpals, Metacarpals and Digital Rays in the Wings of existing Carinate Birds; Proc. R. Soc. London 43. p. 322—325. Derselbe, On Remnants or Vestiges of Amphibian and Reptilian Structures found in the Skull of Birds, both Carinatae and Ratitae; ebenda p. 397—402. Derselbe, On the Vertebral Chain in Birds: ebenda p. 465 — 482. Derselbe hält die Watvögel mit gestrecktem Gesichtstheil des Schädels für die älteren, entgegengesetzt bei den Kolibris; Ibis p. 217. E. Retter er. Des Phaneres chez les Vertebres et de leur Tissus Producteurs; Bibl. de l'ecole des Lautes etudes (Paris) 33. (1887). R.W. Shufeldt beschreibt die nordamerikanischen LameUirostres in osteologischer Beziehung; Proc. U. St. N. M. 11. p. 215 — 251. Derselbe bespricht die Osteologie der Tiibinares und Ster/anopodes; ebenda p. 253 — 315. Derselbe beschreibt das Skelet von Alca torda und zieht die osteologischen Verhältnisse anderer Wasservögel zum Vergleich heran; Journ. Anat. Phys. London 23 p. 1 — 39. Derselbe, über die Beziehungen von Aphriza virgata zu anderen Vogelformen; Journ. Morph. Boston 2 p. 311 — 340 T. 25. 108 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Osteologische Notiz über Lunda cirrhata und Corvus sinuatus; Auk 5. p. 328—329. Derselbe, Bemerkungen über das Sternum einiger Scolopaciden; ebenda p. 330—332. Derselbe über die Osteologie von Habia melmiocejjhala mit Ver- gleichungen der Skelette verschiedener Finken und Tangaren, ebenda p. 438 - 444. Derselbe beschreibt das Skelet von Porzana carolina\ Journ. Comp. Medic. Surg. July 1888. Derselbe liefert eine eingehende Beschreibung des Skelets von Gallns bankn-a; Journ. Comp. Med. Surg. Philadelphia 9. p. 343 — 376. Derselbe behandelt die Osteologie von Stur^iella nebst Vergleichen der osteologischen Verhältnisse der Icteridae und Corvidae; Journ. Anat. Phys. 21. p. 309—350 T. 14—15. L. Stejneger über Shufeldt's „Dermo -tensor patagii" (propatagialis cucullaris); Auk 5. p. 120 — 123. G. A. Stockwell; Physiological relations of gular vocalization in Grouse; Journ. Comp. Med. and Surg. 9. p. 127 — 135. H. Teuscher, Einige Beobachtungen am lebenden Hühner- embryo; Fortschr. Med. p. 1 — 5. H. Virchow, lieber die physikalisch zu erklärenden Er- scheinungen, welche am Dotter des Hühnereies bei der mikros- kopischen Untersuchung sichtbar werden : Sitz. Ak. Wiss. Berlin 37 p. 977—981. M. L. Walker, On the Form of the Quadrate Bone in Birds; Studies from Mus. Zool. Univ. Coli.. Dundee 1. No. 1. p. 1—18. K. F. Wenckebach, De ontwikkeling en de bouw de Bursa Fabricii. Met. 4 pl.; Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2.) 2. p. 19—138. Sep. Leiden (Brill) 1888. Deutscher Auszug: Tijdschr. etc. p. 139—142. C. G. Young beschreibt Ojnsfhocomus cristafns äusserüch und anatomisch und giebt einige biologische Notizen über die Art. An Daumen und Mittelfinger befindet sich eine Kralle. Die Jungen kriechen mit Zuhilfenahme ihrer Flügel, indem sie die beiden Finger zum Festhalten und Anklammern gebrauchen (hierzu Figur); Notes Leyden Mus. 10. p. 169—173, T. 8. J. Zumstein, Ueber das Mesoderm der Vogelkeimscheibe, Inaug. Diss. Bern 1887. 8», 56 p. III. Hautbedeckung, Pterylographie, Flugvermögen. J. A. Allen, On the Structure of Birds in Relation to Fliglit with Special - Reference to Recent Alleged Discoveries in the Mechanism of the wing; Trans. N. Y. Acad. Sc. 1888 p. 89—100. E. C, On Emargination of the Primaries [Referat]; Auk 5. p. 418—421. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 109 Da vi es Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Feder; Morphol. Jahrb. 14. 1888 p. 369—371. — Die Dune stellt ein Horngebilde vor, welches sich räuniHch und seitlich vor der Federanlage bildet, aber mit dieser sowohl durch die gemeinsame Papille als auch durch ge- meinsame Strahlen zusammenhängt. H. Gadow bespricht die Zahl der Schwingen der verschiedenen Vogelordnungen und Familien und erörtert hypothetisch die phylo- genetische Entwicklung derselben; Proc. Z. S. London p. 655 — 667. J. H. Gurney jun. führt Beispiele auf, in welchen weibliche Vögel das Gefieder der Männchen trugen; Ibis (5) 6. p. 226 — 230. V. Hacker hat die Veränderungen in der Zeichnung der Feder bei fortschreitender Entwicklung der letzteren insonderheit bei Drosselvögeln untersucht und gefunden, dass dieselben nach einem bestimmten Princip vor sich gehen. Mit erläuternden Abbildungen; Zool. Jahrb. 3. p. 309—316 T. 8. J. B. Holder, Discussion of the Mechanics of Bird Flioht; Trans. N. Y. Acad. Sc. 1888. p. 80-87. L. Kerschner, Ueber die Zeichnung der Vogelfedern. Eine Erwiderung auf Prof. Th. Eimers gleichnamigen Aufsatz; Humboldt 7. p. 50—54. H. Landois weist darauf hin, dass die ErstUngsdunen der Vögel nur Strahlenspitzen der ersten Deckfedern sind; Zool. Anz. 11. p. 703. F. A. Lucas, The Flight of Birds; Science 11. p. 58—59. E. J. Marey, Valeurs relatives des deux composantes de la force deployee dans le coup d'aile de l'oiseau, deduites de la direction et de l'insertion des fibre du muscle grand pectoral; Compt. Rend. 107. 1888. p. 549—551. Derselbe, Le probleme mecanique du vol: Revue de Paris 42. p. 289—300. Fig. 43-58. J. S. Newberry, The Flight of Birds; Science 1888. p. 9—10. W. K. Parker beschreibt die Krallen au den Flügeln (Daumen oder Mittelfinger) der Ratiten; Ibis (5) 6. p. 124—128. E, Regalia führt diejenigen italienischen Vogelarten auf, welche nach des Verf. Untersuchungen eine Kralle am Daumen oder an Daumen und Zeigefinger besitzen; Proc. verb. Soc. Toscana Sc. Nat. 6. Maggio 1888. p. 86—94. R. W. Shufeldt behandelt die Pterylose einiger Spechte ; Auk 5. p. 212—218. Mit Holzschnitten. W. P. Trowbridge, The Flight of Birds; Science 1888. p. 16. Derselbe, The Mechanism of the Flight in Soaring Birds; Trans. N. York Ac. Sc. 7. p. 75—78. Vgl. auch G. Buchet oben S. 105. wo Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen IV. Mauser, Abänderungen, Bastarde. Mauser: B. AI tum bespricht die Mauser und Federkleider einiger Vogelarten, besonders die mehrfache Mauser junger Hühner- vögel; Journ. Ornith. 36. p. 109—111. C. R. Gawen widerlegt die Ansicht, dass die Gesiclitsfedern bei jungen Saatkrähen mit der ersten Mauser ausfallen; Zoologist (3.) 12. p. 224—225, s. auch M. Christy, ebenda p. 302. E. Rüdiger, über Mauser und Verfärbung des Papstfink; Zool. Gart. 29. p. 315—316. S. auch W. H. St. Quintin, weiter unten unter Einbürgerung etc. Abänderungen, Missbildungen: S. Bonjour bespricht Varietäten einiger europäischen Vogelarten; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 193—199. A. W. Butler, über Fälle von Albinismus; Journ. Cincinnati Soc. N. H. 1888 p. 214—216. K. W. V. Dalla Torre, über schwarzkehlige [Kinn Ref.] Ab- weichung der Fringüla montijringiUa in Tirol; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 106—107. C. Dury, Die Albinos der ,,Cuvier Club Collection"; Journ. Cincinnati Soc. N. H. 1888 p. 216, 217. K. Eckstein beschreibt einige Drosselvarietäten der Eberswalder Sammlung; Zool. Gart. 29. p. 30—31. A. Girtanner berichtet über eine Farbenabweichung der Tichodroma muraria; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 46. Ch. van Kempen zählt eine Anzahl von Farbenvarietäten europäischer Arten auf; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 104 — 108. F. V. K r a u s s beschreibt bräunlichgraue Abänderung des Corvus corone; Jahresb. Ver. Vaterl. Naturk. Württ 44. p. 305. J. H. Reed beschreibt einen Albino von Dendroica striata; Auk 5. p. 432. W. Robinson bespricht einige Albinos des United States National Museum; Proc. U. St. N. Mus. 11. p. 413—416. H. Schalow berichtet über eine semmelgelbe Abart von Scolopojc rusticula; Journ. Ornith. 36. p. 102. W. Stone beschreibt eine Ausartung der Scharlachtangare; Aük 5. p. 322. P. M. Thorne beschreibt eine Spielart von Xanthocephalus xanihoce'phalus; Auk 5. p. 112. St. V. Washington berichtet über Farbenabweichungen von Lycos monedvla, Garrulus glandarms und Nucifraga caryocatactes (rostfarbene Tropfenflecke am Schnabel und Vorderhals, vermuthlich durch Genuss von Haselnüssen hervorgerufen); Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 47-48, 61-62. in der Naturgescbichte der Vögel während des Jahres 1888. m Abänderungen verschiedener Arten sind beschrieben in: Zoologist (3.) 12. p. 68, 108, 185, 352. Bastarde: A. Pichle r beschreibt einen Bastard von Anas boschas domestica 3 u. Cairina moschata ?; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 84—86. E. Rüdiger, über Kanarien -Buchfink-Bastarde; Zool. Gart. 29. p. 304—306. A. Suchetet, Note sur les hybrides des anatides. Ronen 1888. Derselbe, L'hybridite dans la nature; Revue quest. scient. Juli 1888. V. V. Tschusi-Schmidhoffen beschreibt einen Rakelhahn, welchen Verf. für ein Kreuzungsprodukt von Tetrao tetrix S und (T. tetriw S X T. vrogallns ?; $ hält; Ornis 4. p. 517—526. T. 2. S. auch J. H. Gurney jun. oben S. 109. V. Palaeontologie. E. Schaff berichtet über die Arbeit 0. Winges ,, Vögel aus den Knochenhöhlen in Brasilien" [vergl. Bericht 1887 S. 97]; Journ. Ornith. 36. p. 5—8. C. W. de Vis beschreibt neue fossile Arten aus dem Post- Tertiär von Queensland: Nyroca rohusta, Anas elapsa, Dendrocygna validipinnis , Porjjhyrio (?) repeiia, Gallinula strenutpes, Fulica prior, Plotus parvus, Xenoi'hynchus nanus, Otts?, Dromaeus patricius; Proc. Lin. Soc. N.-S.-Wales (2.) 3. p. 1277—1294 T. 33—36. VI. Geographische Verbreitung, Wanderung, Paunistik. Allgemeines. A. Brauer, Die arktische Subregion. Ein Beitrag zur geogra- phischen Verbreitung der Tiere; Zool. Jahrb. 3. p. 189—308 T. 7. — Tritt auf Grund der Verbreitung der Säugetiere für die Sonderung einer arktischen Zone ein. F. M. Chapman berichtet über Beobachtungen des Nachtzuges der Vögel vermittelst eines Telescops; Auk 5. p. 37 — 39. C. L. Edward, über Winter-Rastplätze der Krähen; Zoologist (3) 12. p. 292—297, 334—345 aus: Amer. Journ. Psychol. 1888 p. 436-459. F. C. Keller, Der Zug der Vögel. Biologische Skizze; Jahrb. naturh. Landesmus. von Kärnten 19. Hft. 36 Jahrg. p. 121 — 138. A. Reichenow, Die Begrenzung zoogeograpbischer Regionen vom ornithologischen Standpunkt; Zool. Jahrb. 3. p. 671 — 704. — Auf Grund der in der Arbeit dargelegten Untersuchungen unter- 1]2 Ant. Reicbenow: Bericht über die Leistuugen scheidet Verf. 6 Tierzonen: 1. Arktische Zone, umfassend die Nordpolargebiete südwärts bis zur Grenze des Baumwuchses, mit welcher ungefähr die Nordgrenze der Verbreitung der Gattung Tetrao zusammenfällt. — 2. Westliche Zone, umfassend ganz Amerika von der Nordgrenze des Baumwuchses bis zum Kap Hörn und Falklandsinseln , nebst zugehörigen Inselgruppen. Zerfällt in: a) Westlich -gemässigte Region, Nordamerika bis Nordmexico (Wendekreis des Krebses), ganz Kalifornien eingeschlossen, Südspitze von Florida aber, etwa vom 28. Breitengrade an, ausgeschlossen. b) Südamerikanische Region, Mittel- und Südamerika, West- indien, Südspitze von Florida, Falklands Inseln, Galapagos, Tristan d'Acunha etc. — 3. Oestliche Zone, umfassend ganz Europa und Asien von der Grenze des Baumwuchses südwärts, einschliesslich Philippinen und Sundainseln ausser Celebes, Lombock, Sumbawa und den östlich davon gelegenen kleinen Sundainseln, ferner um- fassend Afrika nebst den westafrikanischen Inseln und St. Helena, Kapverden, Azoren, im Norden auch Island, Zerfällt in: a) Oest- lich - gemässigte Region. Europa von der Baumgrenze südwärts nebst Island, Azoren, Kanaren, Kapverden, Nordafrika südwärts bis an das Senegalgebiet, weiter östlich bis zum 15. Grad, Arabien mit Ausnahme des südlichen Küstensaumes; Asien von der Grenze des Baumwuchses südlich bis zu den Bergketten südlich des Yangt- sekiang, dem Himalaja und den das Thal des Sind im Westen be- grenzenden Gebirgszügen, ferner die Japanischen Inseln, b) Aethio- pische Region. Afrika vom Senegal bez. dem 15. Breitengrad (im Osten) südwärts, die Südküste von Arabien, Sokotra, Sansibar, die westafrikanischen Inseln, St. Helena, c) Malayische Region. Indien und Süd-China, Sundainseln ostwärts bis Borneo, Java, Formosa, Philippinen, Chagos-Inseln. — 4. Südliche Zone, um- fassend Australien nebst den papuasischen und polynesischen Inseln, Neu-Seeland, Auckland- und Macquarie-Inseln, die östlichen ma- layischen Inseln westlich bis einschliesslich Celebes und Lombock. Zerfällt in: a) Australische Region. Australien, die papuasischen un d polynesischen Inseln, b) Neuseeländische Region. Neu- Seeland nebst Chatam-, Auckland-, Campbell-, Macquarie-Inseln, Norfolk und Lord-Howe. — 5. Madagassische Zone, umfassend Madagaskar, Maskarenen, Comoren und Seychellen. 6. Antarktische Zone, umfassend die südpolaren Inseln: Süd-Georgien, Prinz Edwards-, Croset-, Kerguelen, Macdonald-Inseln, St. Paul, N. Amsterdam etc. R. B. Sharpe, Birds in Nature. With 39 col. pl. and other illustr. by P. Robert. London, Low 1888. 4». H. B. Tristram setzt seine Erörterungen über den polaren Ur- sprung des Vogellebens, in Bezug auf die Verbreitung und Wanderung betrachtet, fort [vergl Bericht 1887 S. 97] ; Ibis (5) 6. p. 204—216. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 113 Oestluhe gemässigte Begion. Europa: R. Blasius giebt eine Skizze des Wanderzuges der Steppenhühner (Si/rrhaptes paradoxiis) durch Europa i. J. 1888; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 373—377. Mit Abbildung. — s. auch. Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 86—87. L. Holtz berichtet über die Einwanderung der Steppenhühner in Europa im Jahre 1863 und 1888, über deren Lebensweise in Freiheit und Gefangenschaft: „lieber das Steppenhuhn" (Greifswald, Bamberg 1888). E. Noll, über Auftreten von Syrrhaptes paradoxiis ausserhalb Deutschlands; Zool. Garten 29. p. 233—237. P. C. Reimers, 0. E. Eiffe und A. Senoner berichten über Auftreten von Syrrhaptes poradoxiis in Europa; Zool. Gart. 29. p. 315. A. B. Meyer u. F. Helm, über Syrrhapfes paradoxus, s. unten S. 114. W. B. Tegetmeier, Pallas's Sand Grouse (Syrrhaptes paradoxus), its history, habits, food and migrations, with hints as to its Utility, and a plea for its preservation. With a coloured plate and three woodcuts. 8". 24 p. London: Horace Cox. 1888. V. V. Tschusi zu Schmidhoffen, Die Verbreitung und der Zug des Tannenhehers (Nucifraga caryocatacfes) mit besonderer Berücksichtigung seines Auftretens im Herbst und Winter 1885 und Bemerkungen über seine beiden Varietäten; Ver. Zool. Bot. Ges. Wien 1888 p. 407—506. Mit Tafel. B. Vi an, Monographie des Poussins des oiseaux d'Europe qui naissent vetus de duvet; Mem. Soc. Zool. France 1. 1888 p. 52 — 115. Deutschland: E. Baldamus zählt die in Coburg vorkommenden Vogelarten auf nebst Angaben über Zug und Brutzeit; Erster Bericht d. Thier- u. Pflanzenschutz- Ver. f. d. Herzogth. Coburg 1888 p. 58—69. H. V. Basedow theilt Beobachtungen aus Thüringen mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 65—66. R. Blasius u. Gen. liefern den 11. Jahresbericht (1886) des Ausschusses für Beobachtungsstationen der Vögel Deutschlands. [Hervorzuheben ist, dass nach Matschie mehrere Chrysomitris citrinella bei Andreasberg a. Harz gefangen wurden. Ardea imrpurea ist in Bayern und Oldenburg beobachtet. Totanus glottis soll am 23. August am Lech geschossen worden sein. Dass Pyrrhula ruhicilla Pall. in Hannover Standvogel sei, ist offenbar irrthümlich.]; Journ. Ornith. 36. p. 313—571. C. Bolle, über Haematopus ostrüegus und Aquila fidva in der Mark Brandenburg; Journ. Ornith. 36. p. 113 u. 114. H. Bünger berichtet über Auftreten von Nucifraga 7nacro- rhyncha bei Berlin; Mntsch. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 453. Derselbe, s. 0. v. Riesenthal. Arcli. f. Natuvgescli. Jahrg. 1889. Bd. U. H. 1. 8 114 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen L. B u X b a u m berichtet über den Zug der Kraniche bei Raunheim a, M. im Frühjahr 1888; Mntsch. Schutze Vogelw. 13. p. 152—154. J. Cordeaux, über Erscheinen von Syrrhcq)tes paradoxus auf Helgoland; Naturalist 1888 p. 197—198. Derselbe liefert Notixen über die Vogelfauna von Helgoland; Naturahst 1888 p. 1—12. G. Clodius berichtet über Erscheinen von Loxia curvirostra und Nvcifraga macrorhyncha in Mecklenhiirg. Herbst 1888; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 38 i— 382. Derselbe berichtet über eine Sammlung mecklenburgischer Vögel; Ärch. Ver. Mecklenb. 42. p. 107—118. — S. auch J. F. Soldat, ebenda p. 184. J. G. Fleig, über zahlreiches Erscheinen von Lo.via curvirostra im Schwarzwald; ebenda p. 394. R. Fresenius, über zahlreiches Erscheinen von Loxia curvirostra im Harz; ebenda p. 286 — 287. Ch. Grad, Notice sur la Canardipre de Guemar et les oiseaux aquatiques d'Alsace; Bull. Soc. Hist. Nat. Colmar 1886/1888 p. 343 —356. F. Helm, s. A. B. Meyer. H. Hill er, über Auftreten des Tannenhehers bei Badersleben; Prov. Sachsen; ebenda p. 383—384 u. 454. A. V. Homeyer berichtet über zwei Brutplätze der Muscicapa parva bei Greifswald; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 48—50. K. Junghans, über zahlreiches Auftreten von Loxia curvirostra bei Kassel; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 407 — 408. K. K n a u t h e liefert eine Uebersicht der auf dem Zobten (Sclilesien) vorkommenden Arten nebst Bemerkungen über Lebens- weise. Auch Panurus hiarmicus als einmal beobachtet aufgeführt; Journ. Ornith. 36. p. 9—38. Kühne, über Brüten von Limosa melanura bei Anklam; Journ. Ornith. 36. p. 103. F. Kumpf, Notizen von Angermund, Rheinpreussen ; Mitth. Orn. Wien 12 p. 107—108. F. Lindner, Die zweite Einwanderung des Steppenhuhns in Deutschland; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 172—178, 298—299. J. A. Link führt 181 Arten als Bewohner der Hassberge (Franken) auf; Ber. naturf Ges. Bamberg 14. p. 1 — 33. Derselbe vermutet, dass Nuci/raga caryocatactes im Franken- walde brüte; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 22-23. F. Menzel, H. Schacht, F. Lindner, E. Zech u. Köpert berichten über Erscheinen des Tannenhehers in Deutschland ; ebenda p. 393—394. A. B. Meyer u. F. Helm, HI. Jahresbericht (1887) der ornithologischen Beobachtungsstationen im Königreich Sachsen. Nebst in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 115 einem Anhange über das Vorkommen des Steppenhuhns in Europa im Jahre 1888. Berlin (Friedländer) 1888. J. Michel berichtet über Colymhis septentrionalis, Cardicus und Mergus merganaer im Iser- und Lausitzergebirge ; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 169-170. Derselbe, über Auftreten des Tannenhehers im Isergebirge 1888; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 171—172. E. NoU berichtet über die Lummen-Kolonie auf Helgoland; Zool. Gart. 29. p. 257—265. H. Panzner theilt Beobachtungen aus Oberschlesien (1887) mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 29—31, 52—54. E. Pfannenschmid, über Wanderung des Steppenhuhns durch Ostfriesland; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 296 — 297. J. Pietsch, über Si/rrhaptes paradoxKS in Deutschland; ebenda p. 178-183. Derselbe, über Erscheinen von Nncifraga macrorhyncha im Herbst 1888 in Deutschland; ebenda p. 368-369, 384-385. W. V. Reichenau führt 199 Arten aus der Umgegend von Mainz auf; Ornis 4. p. 647—666. Derselbe, Die Verschiebungen der Frühlingsperioden und die Ankunft der Zugvögel am Mitteh'hein; Humboldt 7. p. 459 — 463, A. Reichenow, über Auftreten der Steppenhühner in Deutsch- land; Journ. Ornith. 36; p. 119—120, 307. 0. V. Riesenthal, Die Ornis des Berliner Thiergartens ; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 93-96. S. auch H. Bünger, ebenda p. 315—319 u. E. Schaff, ebenda p. 468. C. Sachse, Loxia curcirosfru im Westerw-ald; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 455. E. Schaff berichtet über den Wanderzug des Steppenhuhnes im Jahre 1888; Zool. Gart. 29. p. 168 — 177. — Siehe auch 0. V. Riesenthal. H. Schalow berichtet über Limosa melanura in der Mark Brandenburg; Journ. Ornith. 36. p. 102. Derselbe berichtet über Larus minutus, Bufeo tachardus, Haematoptis ostrilegiis und Bernicla hrenta in der Mark Brandenburg; ebenda p. 111 — 112. W. Seemann führt die Vogelarten der Umgegend von Osnabrück auf; Jahresb. naturw^ Ver. Osnabrück 1885 — 88 p. 77 — 117. J. F. Soldat, s. G. Clodius. H. Stoot berichtet über Auftreten von Loxia ci/rvirostra und Nucifraga macrorhyncha bei Salzgitter; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 370 u. 454. C. Struck berichtet über Erscheinen von Syrrhaptes paradoxus in Mecklenburg; Arch.Ver. Fr. Naturg. Mecklenburg 42. p. 175 — 184. R. Tancre, über Auftreten von Syrrhaptes paradoxus bei Anklam.; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 108—109. \\Q Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen A. Walter, Sprosser und Nachtigal bei Reiersdorf (Pommern) brütend; Mntschr. Ver. Schutze Vögeln. 13. p. 359. P. Wessner giebt einige Notizen über die Vogelwelt der Um- gegend von Jena; ebenda p. 45 — 49. E. Ziemer, Si/rrhaptes paradoxes in Ponmiern; ebenda p. 231—236. Derselbe, über Totamis ochropns, Carpodacvs erythynnns und Nudfracia macrorhyncha in Pommern; ebenda p. 20 — ^2. Oesterreich- Ungarn: F. S. Bauer, über Falco lanarivs in Mittel-Steiermark; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 62. S. Brusina, Die croatisch-serbischen Vögel mit Berücksichtigung des gesammten slavischen Südens. Vorbereitung für eine croatisch- serbische Ornithologie. Belgrad 1888. [In kroatischer Sprache.] Enthält einleitende Bemerkungen und eine Uebersicht der ein- schlägigen Litteratur. Derselbe berichtet über Syrrhaptes paradoxus, Fratercida arctica und AJca torda in Kroatien; Soc. Hist. Nat. Croat. 3. Agram 1888. V. Capek, Normal-Tage der Ankunft der ZugTÖgel in Oslawan in Mähren; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 111. St. Chernel von Chernelhaza berichtet über seltene Durch- zügler und Wintevgäste in Ungarn; ebenda p. 8 — 9. Derselbe berichtet über Erscheinen von Syrrhaptes paradoxus in Ungarn 1888; ebenda p. 157—158. K. V. Dalla-Torre, s. V. v. Tschusi. R. Eder liefert einen Nachtrag zu seiner Uebersicht der bei Friedland in Böhmen vorkommenden Arten; ebenda p. 68 — 69, 81 82, 115—116. Vergl. Ber. 1887 S. 100. B. Hanf berichtet über das Vogelleben auf dem Furtteiche 1887; Mitth. Naturw. Ver. Steiermark 1887 p. 101 — 116. A. Hauptvogel theilt Beobachtungen von Aussig in Böhmen mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 11. p. 110. E. Hodek Sen., Aus Niederösterreich zwischen der Ybbs und Donau; ebenda p. 82—84, 96—100. E. Hodek jun. erhielt Cygnns 7ninor am 29. October 88 von Wittingau; ebenda p. 177. H. V. Kadich giebt einige Berichtigungen zu seinen Mittheilungen über die Vögel der Herzegowina [vergl. Ber. 1887 S. 101]; ebenda p. 18—19. R. 0. Karls berger beobachtete Colymbus septentrionalis im November auf der Donau bei Linz; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 5 — 6. Derselbe liefert Notizen aus Oberösterreich; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 74—76, 116—118. Derselbe, Syrrhaptes paradoxus in Ober- Oesterreich; ebenda p. 250. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 117 Derselbe, Vulgärnamen der Vögel Oberösterreichs; Mitth. Orn, Ver. Wien 12. p. 27—28, 54, 66-67. G. Kolombatovic theilt Beobachtungen aus Dalmatien mit; ebenda p. 50. L. V, Lorenz berichtet über Picus lilfordt in Bosnien; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 38. p. 19. A. V. Mojsisovics, Zoogeographische Notizen über Süd-Ungarn aus den Jahren 1886 — 88. Zugleich ein dritter Nachtrag zur Fauna von Bellye und Darda; Mitth. Nat. Ver. Steiermark. Graz 1888. — Das Verzeichniss der für die Umgebung des Drau-Eckes nachgewiesenen Vögel zählt 243 Arten auf. H. Panzner, Nucifraga caryocatactes im böhmischen Mittel- gebirge; Mitth. Orn. Ver. Wien' 12. p. 140. S. auch W. Peiter, ebenda p. 120—121. 0. Reiser liefert eine Liste der für Bosnien und die Herzegowina nachgewiesenen Arten; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 35. Derselbe theilt Beobachtungen über einige Vögel Bosniens mit, besonders über Verbreitung und Lebensweise. Hervorzuheben sind: Picus leuconotus lüfordi, Picus tridactylus alpinus, Pants horealis alpestris, Parus lvqi(hr4s, Schoenicola intermedia; Journ. Ornith. 36. p. 38—58. Derselbe, über Anthi/s cen^invs bei Sarajevo; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 116—117. B. Schiavuzzi, Materiali per un' avifauna del Litorale austro- ungarico; Boll. Soc. Adriatica Sc. Nat. (Trieste) 10. 1887. p. 154— -183. W. Schi er. Die Verbreitung der mövenartigen Vögel in Böhmen; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 9—10. Derselbe, Verbreitung der Dickschnäbler (Finkenvögel) in Böhmen; ebenda p. 124 — 125. R. Schlegel, Ornithologische Mitteilungen aus dem Ober- Erzgebirge; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 323 326. J. Talsky, Reiseerinnerungen aus Steiermark und Kärnthen; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 77—78, 100—106. Derselbe, über Syrrhaptes paradoxus und Nucifraga in Mähren 1888; ebenda p.'l70— 171. V. V. Tschusi-Schmidhoffen berichtet über seltene Arten in Salzburg 1887; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 10—11. Derselbe berichtet über das Auftreten seltener Vogelarten in Oesterreich- Ungarn; ebenda p. 63 — 64, 78—81. Derselbe referirt über die ornithologische Litteratur Oesterreich- Ungarns im Jahre 1887; ebenda p. 111 — 115. Derselbe, über den Herbstzug des Tannenhehers 1888; ebenda p. 142. Derselbe, über zahlreiches Erscheinen von Loxia curvirostra in Salzburg; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 368. 118 Ant. Reicheuow: Bericht über die Leistungen V.v. Tschusi-Schmidli offen und K. v. Dalla-Torre, 4. Jahr.- Bericht (1885) des Comitcs für ornithologische Beobachtungsstationen in Oesterreich- Ungarn; Ornis 4. p. 1 - 272, 321 u. f Dieselben, 5. Bericht 1886; ebenda Supplementheft. 346 p. St. F. V. Washington berichtet über Vorkommen von Pelecanus sharpei in Oesterreich-Ungarn; Ann. naturh. Hofmus. Wien 3. p. 63 —72 u. sep. Holder, Wien 1888. J. Zelisko, Verzeichnis der bisher in österr. Schlesien be- obachteten Vögel. Ein Beitrag zur Kenntnis der heimatlichen Vogelfauna. Teschen, Feitzinger 1888. 8*^. 13 p. Schweiz: A. Girtanner behandelt in einer eingehenden Monographie die verschiedenen Entwicklungsstadien, Lebensweise und Verbreitung des Bartgeiers. In der Schweiz scheint der Vogel nunmehr, (1887) ausgestorben zu sein; Der Weidmann 19. No. 33, 35 u. 36. V. V. Tschusi, PhyUopneuste honeUii in der Schweiz; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 306. Russland: V. Bianchi liefert Notizen über Vorkommen, Brut- zeit, Lebensweise der von ihm im Sommer 1884 bei Uschaki, Gouv. Nowgorod beobachteten Vögel; Beitr. Kenntn. Russ. Reiches (3.) 4. p. 189—275. C. Greve theilt einige Beobachtungen über die Vogelwelt der Umgegend Moskaus mit; Zool. Gart. 29. p. 343 — 344. E. V. Middendorff, 2. Ornithologischer Jahresbericht (1886) aus den Russischen Ostsee-Provinzen; Ornis 4. p. 273 — 367. G. Sund mann, Finska Fogelägg. Helsingfors. — Heft 8 u. 9 erschienen. L. Taczanowski liefert eine Uebersicht der während eines Zeitraumes von 50 Jahren in Polen beobachteten Vogelarten (303); ebenda p. 441—516. A. V. Wulf, Angabe, wann in Schloss Leunewaden (Livland) die Zugvögel im Frühjahr 1887 zuerst gesehen wurden; Corre- spondbl. Natur. Ver. Riga 30. p. 56—57. N. Zarudnoi liefert Notizen über die Vogelfauna des Oren- burger Districts. Hypolais icterina mollessoni n. subsp. ; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1888 p. 658 — 681. [In russischer Sprache.] Dänemark: J. Collin, Bidrag tili Kundskaben om Danmarks Fuglefauna. Kjobenhavn. 1888. 8« 120 p. 0. Winge liefert den 4. Jahresbericht der Ornithologischen Beobachtungsstationen in Dänemark (1886); Ornis 4. p. 369-444 Mit einer Uebersichtskarte der Beobachtungsstationen. Scandinavien : G. 0. Börjesson, Sällskapet Smäfogiarnas Vänner. Göteborg 1888. L. Stejneger beschreibt Parus colleti n. sp. von West-Norwegen; Proc. U. St. N. M. 11. p. 71—76. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 119 Derselbe weist darauf hin, dass die skandinavische Haubenmeise (F. cristatus h.) von der mitteleuropäischen (P. mitratus BrehmJ sich subspecifisch unterscheide: ebenda p. 113 — 114. C. R. Sundström, Mittheilungen des Ornithologischen Komitees der Königl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften. 1.; Bih. Sv. Akad. Handl. 13. No. 3. [Liste der schwedischen Vögel mit deutschen und wissenschafthchen Namen]. Eugland: 0. V. Aplin, Notizen von Norfolk; Zoologist (3.) 12. p. 131—135. J. Backhouse giebt einige Beiträge zur Vogelfauna von Upper Teesdale; Naturalist 1888 p. 79—80. W. E. Beckwith, Notes on Shropshire Birds; Trans. Shropshire Sog. 11. p. 223—238, 387—402. C. Brazenor berichtet über Nisten von Linota cannahina im October in Brighton (England); Zoologist (3.) 12. p. 105. T. E. Buckley s. Harvie-Brown. H. G. Bull, Notes on the Birds of Herefordshire : constributed by Members of the Woolhope Club. 8° 274 p. London: Hamilton, Adams & Co Hereford : Jakem.an & Carver. J. W. P. Campbell-Orde berichtet über ISyrrliaptes paradoxus auf den äusseren Hebriden; Ibis (5.) 6. p. 492—493. J. Cordeaux liefert Notizen zur Vogelfauna von North Lincoln- shire; Zoologist (3.) 12. p. 59—63, 242—247. C. Dixon, Our Rarer Birds: being Studies in Ornithology and Oology. London 1888. 8» 373 p. H. M. Drummond-Hay berichtet über eine am 28. Dec. 1887 in Schottland erlegte Saaicola deseHi; Proc. Z. S. London p. 140 u. Ibis (5.) 6. p. 283—285. Derselbe, Additional Notes on the Report of the Ornithology of the East of Scotland. from Fife to Aberdeen inclusive (1885); Scot. Nat. 1888 p. 345 350. Derselbe, Notes on some Rare Perthshire Birds lately placed in the Museum; Trans. Perthsh. Soc. 1. p. 1 — 15. E. Ellison berichtet über den Herbstzug der Vögel in Irland; Zoologist (3.) 12. p. 16—19. H. W. Feilden berichtet über Erlegen von Sterna caspia auf den Faeroer-Inseln ; ebenda p. 108. T. E. Gunn, Ornithologische Notizen aus Norfolk und Suffolk; ebenda p. 281—289. J. H. Gurney jun. theilt Beobachtungen aus Norfolk mit; ebenda p. 81 -S6. Derselbe giebt Notizen von St. Leonards; ebenda p. 332 — 333. J. A. Harvie-Brown, and T. E. Buckley, A Vertebrate Fauna of the outer Hebrides. Edinburgh 1888. 8«. 279 p. 6 pl., 6 maps, 4 cuts. ]^20 Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen J, A. Harvie-Brown, J. Cordeaiix, R. M. Barrington, A. G. More u. W. Eagle Clarke, Ninth Report on the Migration of Birds in the Spring and Autumn. Edinburgh 1888. L. H. Irby, British Birds: Key List. London, Porter 1888. Eine Aufzählung der britischen Vögel mit kurzen Characteren 58 p. Lilford, Coloured. Figures of the Birds of the British Islands. London. Th. 6 bis 9 erschienen. Derselbe liefert Notizen von Northhamptonshire; Zoologist (3.) 12. p. 456-466 u. Journ. Northh. Sc. 5. p. 41—53. J. E. Littleboy liefert Notizen von Hertfordshire , gesammelt 1887; Trans. Hertf. Soc. 1888 p. 76—88. H. A. Macpherson, Report on Pallas' Sand Grouse in the North-West of England; Trans. Cumberl. and Westmorel. Assoc. Adv. Lit. and Sc. No. 13 1888 p. 59—75. Derselbe berichtet über ein am 11. Nov. 1887 in Cumberland erlegtes Stück der Saxicola isabeUina; Ibis (5) 6. p. 149 — 150. Derselbe liefert Notizen zur Avifauna von Cumberland; Zoologist (3.) 12. p. 328—331. A. H. und H. A. Macpherson besprechen die Vogelwelt der Insel Eigg; ebenda p. 412 — 419. J. C. Mansel-Pleydell, The Birds of Dorsetshire, a Contribution to the Natural History of the County. London and Dorchester 1888. 8». M. A. Mathew, Zusätze zu C. Smith's Liste der Vögel von Somersetshire ; Zoologist (3.) 12. p. 219 — 221. F. S. Mitchell berichtet über Vanellus gregarivs in Lancashire; ebenda p. 389. T. H. Nelson liefert Notizen von Redcar; ebenda p. 135 — 138. A. Newton berichtet über ein Exemplar von Procellaria hulweri, welches in Yorkshire am 8. Mai 1837 bei Tanfield tot gefunden wurde; ebenda p. 230 — 231. F. H. Parrott berichtet über Nisten von Staren im November in Aylesbury (England); ebenda p. 33. H. Peek, A Collection of British Birds at Rousdon. London 1888. 40. 27 p. 6 T. E. C. Phillips schildert einen Besuch des Vogelberges (Kormoran-Kolonie) bei Towyn, North Wales (England); Zoologist (3.) 12. p. 380-382. H. Raeburn, The Summer Birds of Shetland, with Notes on their distribution, Nesting and Numbers; Proc. Phys. Soc. Edinb. 1887 —88 p. 542—562. H. Saunders, An Illustrated Manual of British Birds. London. 8^ — Th. 1—9 erschienen. Derselbe berichtet über eine im December 1879 in England erlegte Querquedula carolinensis; Proc. Z. S. London p. 469. H. Seebohm berichtet über ein vor 25 Jahren in England er- legtes Stück des Vanellus gregarius; ebenda p. 416. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 121 C. Smith liefert Nachträge zu seiner Liste der Vögel von Somersetshire ; Zoologist (3.) 12. p. 174 — 176. J. Swinburne, An Ornithological Visit to the Ascrib Islands, Loch Snizort, Skye; Proc. Phys. Soc. Edinb. 1887—88 p. 402—407. R. Warren theilt Notizen aus Mayo und Sligo mit; Zoologist (3.) 12. p. 289—292. Notizen über lokales Vorkommen verschiedener Vogelarten in England finden sich in: Zoologist (3.) 12. p. 27, 31—33, 66 — 68, 105-108, 143—148, 185—189, 225 235, 267 270, 302—310, 348—352, 390—394, 425—432. Ueber das Erscheinen von Syrrhaptes paradoxus in England siehe: Zoologist (3.) 12. p. 233—235, 261—267, 298-301. 347—348, 388 (Nisten), 419 - 423, 425, 442-456, 468—469. Niederlande: H. Albarda, Ornithologie van Nederland. Waarnemingen in 1886; Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2.) 2. p. 10 — 17. H. Koller, Naamlist van in Nederland in den vrijen natuur- staat waargenomen Vogels; Bijdr. t. d. Dierkunde. Feest-numm. Amsterdam 1888. H. V. Rosenberg, Das Sandhuhn in Holland; Mitth. Orn. Ver. Wien 1888 p. 150. Belgien: A. Dubois, Compte rendu des observations ornitho- logiques faites en Belgique pendant l'annee 1886; Bull. Mus. Roy. d'hist. nat. Belgique 5. p. 99—158. Frankreich: L. Bureau, über Wanderung der Steppenhühner durch das westliche Frankreich; Mem. Soc. Zool. France L 1888 p. 245-252. L. Ducloy, Syn-haptes paradod'ifx in Frankreich; Bull. Soc. Acclim. France 1888 p. 665. Ch. van Kempen berichtet über Erscheinen des Syn-haptes paradoxus im Norden Frankreichs; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 145—146. L. Magaud d'Aubusson, über BomhycäJa garrula im Dep. de la Somme; Bull. Soc. AccUm. France (4.) 5. p. 945 — 949. Derselbe bespricht die in Frankreich vorkommenden See- schwalben; Naturaliste 10. p. 224 — 226. L. Olphe-Galliard, Contributions ä la Faune Ornithologique de l'Europe Occidentale. Bordeaux. Berlin. — Erschienen Th. 23 Temiirostres, 24 Scansores, 25 SyndactyH, 3 u. 4 Fidifful/nae, Anatinae. J. Vi an, über Si/rrhaptes paradoxus in Frankreich; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 154—156. Italien: A. de Carlini liefert Notizen über die Vögel des Ober Engadin von Trent bis Brescia; Atti Soc. Italiana Sc. nat. Milano 31. p. 35—80. P. Döderlein, über eine Sida hassana bei Palermo; Natur. Sicil. Ann. 2 No. 6 p. 138—140. 122 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Derselbe, über Tnrdvs forquahis in Sicilien; ebenda No. 10. p. 217—220. Siehe auch A. Carruccio oben S. 102. M. Faustino berichtet über Uriatroüa in Italien; Spallanzani, Rivista Sc. med. e natur. Fase. 7 — 8, anno 15 Ser. 2 1886. E. H. Giglioli u. A. Manzella, Iconografia dell' Avifaima Italica, ovvero tavole illustrati le specie di uccelli che trovansi in Italia con brevi descrizioni e note. Toscana 1888. Th. 38 — 43. C- Lepori erwähnt Perms apivorus für Sardinien; Atti See. Med. Mem. (3.) 7. p. 73—80. A. Manzella s. E. H. Giglioli. F. Minä-Palumbo, über Turdus torqiiatus in Sicilien; Naturl. Sicil. Ann. 2. No. 8 p. \lh—\ll. A. P. Ninni, Sul passaggio straordinario della Querquedida circia avvenuto in Marzo 1886 nell' Estuario Veneto; Soc. Ital. Sc. Nat. Vol. 30 Fase. 1. 12. p. 97—98. L. Picaglia, Elenco degli Uccelli del Modenese: Atti Soc. Nat. Med. (3.) 7. p. 145—211. Derselbe berichtet v^ier Syrrhajites paradoxvs mlioXien] ebenda p. 119—121. T. Salvadori über das Auftreten von Syrrhaptes paradoxus in Italien 1888; Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Vol. 3 No. 47 u. 52. Derselbe berichtet über eine am 15. Nov. 1887 in Italien er- legte Aegialitis asiatica (Pall.); Atti R. Acc. Sc. Torino 23. p. 44. A. Senoner, Somateria spedahüis am 2. August bei Venedig erlegt, Zool. Gart. 29. p. 345. G. Whitaker, Sulla migrazione degli Uccelli specialmente in Sicilia; Natural. Sicil. Ann. 1. No. 6. 121-127. Pyrenäisclie Halbinsel: J. ArevaloyBaca, Aves de Espana; Memorias de la real acad. cienc. exact., fisic. y nat. Madrid Tom. 11. 1887. — Zählt 315 Arten für Spanien auf A. Chapman theilt die während eines Winters in Spanien gesammelten Beobachtungen mit: Ibis (5) 6. p. 444 — 461. Lilford berichtet über Aqiiila rapax in Süd-Spanien; Proc. Z. S. London p. 248. Siehe auch H. R. Rabbets unter Westl. gemäss. Region. Kanaren u. Azoren: S. G. Reid liefert den Schluss seines Artikels über das Vogelleben Teneriffas; Ibis (5) 6. p. 73—83 [vergl. Ber. 1887 S. 108]. H. Simroth führt 92 Arten für die Azoren an, auf Grund der im Museum zu Ponta Delgada, S. Miguel, vorhandenen Stücke; Archiv, f. Naturg. 1888 p. 179—201. Mittelmeer- Inseln: F. H. Guillemard theilt die Beobachtungen mit, welche er während eines Aufenthaltes auf Cypern 1887 gesammelt; Ibis (5) 6. p. 94—124. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 123 Nord- Afi'ika : L. Bureau bericlitet über den Zug der Wander- vögel durch Algier; Compt. Rend. Ass. Franc. Sc. 1888 p. 195. A, Kaiser giebt Notizen über die Vogelwelt Aegyptens; Mntscbr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. '273—276. Derselbe giebt einige Notizen über die Vögel der aegyptischen Wüstengegenden; ebenda p. 411- — 418. A. Koenig liefert eine Avifauna von Tunis. 200 Arten sind in Bezug auf Verbreitung und Lebensweise besprochen ; bei einzelnen Beschreibung und Masse. Neu beschrieben: Alaemon margaritac. Die in dem Katalog von Loche für Algier aufgeführten Arten sind zum Vergleiche nebenher angegeben. Eine Characteristik des Landes und seiner Vogelfauna im allgemeinen ist dem speciellen Theile vorausgeschickt; Journ. Ornith. 36, p. 121 — 298. Sibirien: F. Dörries bespricht 133 Arten von Ostsibirien, besonders Beobachtungen über Lebensweise (Mitth. von Th. Noack); Journ. Ornith. 36. p. 58—97. Südwest- Asien : H. E. Dresser bespricht Lanms raddei n. sp. von Transcaspien ; Proc. Z. S. London p. 291. l'h. Lorenz beschreibt Phcmauvs i^ersiais talischensis u. colchicus septentrionalis aus dem Gebiet des Kaspischen Meeres; Journ. Ornith. 36. p. 571—572. M. A. Menzbier, Ornithologie du Turkestan et des pays adjacents. Lief 1. Moscou 1888. — Enthält die Vultundae, Gypaäidae u. Falconidae. Abgebildet: Astur cenchroides, Ilierofalco hendersoni, Falco hahylonicus, Cymiistes ßacipedus. T h. P 1 e s k e führt nach den Sammlungen V. R u s s o w ' s 419 Arten für Turkestan auf, mit kritischen Bemerkungen über einzelne Arten; Mem. Acad. Sc. St. Petersbourg. 7. Ser. Tome 36. No. 3 1888. Mandschurisclies Gebiet: H. Seebohm berichtet über eine neue Sammlung von den Lutschu-Inseln (vergl. Bericht 1887 S. 109); Ibis (5) 6. p. 232—236. L. Stejneger giebt an, dass der in Japan heimische Nussheher der N. caryocatades macrorhyncha sei und hält letztere für die östliche Form; Proc. U. St. Nat. Mus. 11. p. 425—432. [Vergl. auch H. Seebohm unter Nucifraga im System. Theil.] Derselbe hes])richt Troglodyfes fumigafvs Tem. von Japan und 7\ fumigattis kurüensis n. subsp. von den Kurilen; Proc. V. St. N. Mus. 11. p. 547—548. L. Taczanowski beschreibt E^nhenza jankoicskii n. sp. von Sidemi, Grenze von Corea und der Chines. Mantschurei; Ibis (5.) 6. p. 317-319. Derselbe liefert einen Nachtrag zu seinem Bericht über die Sammlungen J. Kalinowski's von Korea [vergl. Bericht 1887 S. 109]. Neu beschrieben: Ilaliaetvs hranickii; Proc. Z. S. London p. 450—469. 124 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Mongolisches Oebiet: Th. Pleske beschreibt Pliasiajius tarimensis Przw. n. sp. von Central- Asien; Proc. Z. S. London p. 415. [vergl. Journ. Ornith. 1886 S. 528]. Aethiopische Region. G. E. Shelley liefert eine Uebersicht der afrikanischen Buce- rotiden. Vergl. imter Systematik, Bucerotidae. Nordost- Afrika: E. H. Giglioli beschreibt Vogelsammlungen von Assab und Schoa, NO.-Afrika, neu: Poliospiza isabellina u. Bradyornis traversi [vergl. daselbst]; Ann. Mus. Civ. Genova (2.) 6. (26.) p. 27—65. T. Salvadori beschreibt eine von V. Ragazzi in Schoa zu- sammen gebrachte Sammlung, 276 Arten, darunter neu: Cypselus shelleyi u. myoptilus, Ehocerthia ragazzi, Chalcomitra scioana, Cisfi- cola cinereola, Fringillaria poliopleura, Sermus ßavigula u. retche- nowi, Estrelda nigrimentum , Urohrachia traversi; Ann. Mus. Civ. Genova (2) 6. p. 185—326. Derselbe führt 11 weitere Arten für Schoa auf, Asimntev Franc olinus spilogaster und castaneicoUis nn. spsp.; ebenda 26. p. 525 — 544. G. E. Shelley berichtet über eine Vogelsammlung Emin Paschas von Aequatorial-Afrika, 179 Arten, darunter neu: Spermo- spiza rußcapilla , Floceus castanops, Indicator emini; Proc. Z. S. London p. 17 — 50. Ost-Afrika: G. E. Shelley berichtet über eine Vogelsammlung F. J. Jackson's aus der Kilimandjaro-Gegend und von Lamu, 31 und 99 Arten , darunter Floceus jacksoni n. sp. ; Ibis (5) 6. p. 287—307. [s. auch vorher unter Nordost- Afrika]. H. B. Tristram giebt einige Notizen über Vögel von Newala nördlich des Rovuma-Flusses (Ost- Afrika); ebenda p. 265 — 266. Süd- Afrika E. W. Clifton führt die von ihm in Keiskama Hoek, bei King Wilham's Town, Kapland, beobachteten Arten (73) auf; Ornis 4. p. 147 — 154. West- Afrika: J. Büttikofer liefert eine Uebersicht der von ihm und F.X. Stampfli 1886 - 1887 in Liberia gesammelten 151 Arten. Die Gesammtzahl cler bis jezt von Liberia bekannten Arten beträgt 231; Notes Leyden Mus. 10. p. 59 -106, T. 5 (Karte). Derselbe bespricht eine von J. v. d. Kellen am Kongo und in Südwest -Afrika (oberer Kunene, Kubango-, und Umbellafluss) zu- sammen gebrachte Sammlung. Als neu wird beschrieben: Neocichla kelleni und Flocepasser riifoscapidatus; ebenda p. 209. R. B. Sharpe beschreibt Accipiter hüttikoferi n. sp. von Liberia; ebenda p. 199-200. J. A. de Sousa bespricht 49 von Anchieta in Angola ge- sammelte Arten; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. 48, 1888 p. 216—228. iu der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 125 Derselbe beschreibt Monticola angolensis von Angola; ebenda p. 233—235. Westafrikanisclie Inselu: B.- du Bocage beschreibt Phaeo- spiza thomensis n. g. et sp. von St. Thome und zählt 10 weitere Arten von der Insel auf; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. 47 1888 p. 148—150. Derselbe bespricht 12 Arten von St. Thome; ebenda No. 48 p. 211—215. Derselbe beschreibt Scops scapulatus, Ämhlyospiza concolor und Columba arquatrix var. thomensis von St. Thome; ebenda No. 48 1888 p. 231—232. J. A. de Sousa führt 24 auf der Insel St. Thome vorkommende Arten auf, welche im Lissaboner Museum sich befinden, und erwähnt fernere auf der Insel seither beobachtete Species. Neu ist be- schrieben: Estrelda thomensis; ebenda No. 47 1888 p. 151 — 159. Madagassische Region. A. Milne Edwards et E, Oustalet, fitudes sur les mammi- feres et les oiseaux des lies Comores; Nouv. Arch. Mus. (2.) 10. 1887—88 p. 226 297. — 79 Arten sind aufgezählt. Ein Schluss- wort behandelt die Verteilung der Arten auf die einzelnen Inseln, welche auch tabellarisch dargestellt ist. Nur Merops madagascariensis bewohnt sämmtliche Inseln des Archipels. Es sei darauf aufmerksam gemacht, dass die von den Verfassern als Cinnyris notata aufgeführte Nectarinie vom Referenten als C. mohii artlich gesondert ist. S. vorj. Bericht S. 137. — Abgebildet sind: Cinnyris humhloti T. 4, Zoster ops kirki u. mouroniensis T. 5, Hypsipetes parvirostris u. Turdus comorensis T. 6, GratccaJus suljhureus u. cucullatvs T. 7, Terpsiphone comorensis u. Hnmdlotia ßavirostris T. 8, Plocens (Foudia) consohrina T. 9. E. Newton giebt eine Liste der Vögel der Maskarenen und Seychellen; Trans. Norfolk Norwich Nat. Soc. 4. p. 548—554. Malayische Region. Yorder-Indien: E. F. Becher liefert Notizen über die Vogel- fauna Indiens; Journ. Bomb. N. H. Soc. 3. p. 114—117, 134-137. S. Bligh berichtet über Hirundo rustica und MotaciUa meJa- nope auf Ceylon; Ibis (5) 6. p. 316-317. V^. Cordeaux liefert Notizen über die Vögel von Caschmir und dem Dras-District ; ebenda p. 218 — 226. W. Davison berichtet über einige Arten in Travancore: ebenda p. 146—147. J. A. Murray, The Avifauna of British India and its depen- dencies. Systematic account with descriptions of all the known species of Birds inbabiting British India, their habits, nidification etc. (in 2 vols.) Vol. 1 (3 pt.), IL P. 1, Bombay 1887, 1888. Roy. 8«. 126 Ant. Reiche now: Bericht über die Leistungen Hinter -Indien: A. 0. Hume, The Birds of Manipur, Assara, Sylhet and Cachar; Stray Feath. 11. p, 1 — 353. E. W. Oates führt 34 Arten von Bhamo, Ober-Birma, auf, darunter Acndofheres alhocindus, welcher abgebildet wird; Ibis (5) 6. p. 70-73 T. 1. Sunda- Inseln: W. Blasius bespricht die Vogelfauna von Palawan nach den Ergebnissen der von Herrn und Frau Dr. Platen bei Puerto -Princesa im Sommer 1887 ausgeführten Forschungen. 138 Arten sind für die Insel nachgewiesen. Neu Cm-popliaga aenea var. palawanensis u. Turnix liaytialdi; Ornis 4, p. 301 — 320, s. auch Ibis (5.) 6. p. 372 — 375 und ferner unter Philippinen. A. Everett liefert einige Notizen über den faunistischen Charakter der Mantanani-Inseln, welcher sich an denjenigen von Palawan anschliesst; Ibis (5) 6. p. 282 -283. W. R. Ogilvie Grant beschreibt Carpophaga everetti n, sp. und Treron nasica Schi, von Nordwest-Borneo; Ann. Mag. N. H. (6.) 2. p. 351 352. Platen, s. W. Blasius. R. B. Sharp e beschreibt eine Sammlung. L, Wray's von Perak (Malacca), darunter neu: Ferkrocotus crocevs u. ivrayi, Mvscicapula westermanni , Cryptolopha damsoni, Gampsorhynchus saturatior, Melanocichla peninsularis, Siva sordidior, Cutia cerviniscrissa u. Chrysophlegma wrayi; Proc. Z. S. London p. 268 — 281. Derselbe beschreibt neue Arten vom Kina-Balu, Nord-Borneo (Sammlung von J. Whitehead): Ctssa jeß'eryt, Rhinomyius gularis, Merida seebohm Cettia oreop/nia, Oreoctistes leucops, Allocotops calvus, Bracliypteryx erytlirogyna, AndrojAzlus accentor, Corytho- cichla ci^assa, Chlorocharis emiliae, Megalaema pulcherrima, Harpactes whiteheadi; Ibis (5) 6. p. 383—396. Derselbe beschreibt folgende, von J. Whitehead auf dem Kina-Balu gesammelte neue Arten: Scops luciae, Geocichla aurata, Orthnociclda ichiteheadi, Phyllergates cinereicolUs, Garrulax schisto- chJamys, Turdinulvs exsul, Z oster ops clara, Dendrophila corallipes; Ibis (5) 6. p. 478—479. Derselbe bespricht eine von J. Whitehead auf Palawan zusammengebrachte Sammlung von 129 Arten, darunter neu: Prio- nituriis cyaneiceps, Baza leucopias, Syrnium ivkiteheadi, Scops fuli- ginosa, Hyloterpe ivliiteheadi, ISiphia erithacus, Jole striaticeps, Prio- nochilus johannae, [vergl. W. Blasius, vorher]; Ibis (5) 6. p. 193—204. J. B. Steere weist nach, dass Palawan in faunistischer Be- ziehung Borneo näher steht als den Philippinen; Amer. Nat. 22. p. 142—145. — Trotzdem nimmt Prof. Steere (Nature 1888, p. 37 bis 38) an, dass der Grundcharacter der Fauna deijenige der PhiHppinen sei. Verf. teilt die Philippinen -Provinz in 6 Unter- provinzen, deren westlichste die Inseln Balabac, Palawan und viel- leicht Calamianes umfasst. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 127 J. Whitebead, s. R. B. Sharpe. L. Wray, s. R. B. Sharpe. Vergl. ferner J. List er unter Neu-Guinea. PMlippineii: W. Blasius beschreibt neue Arten von Gross- Sangir und Palawan: Ninox mao-optera, Ouilcophaps indica var. sanghirensis , Zosterops tiehrkorni , Criniger platenae^ Prionochilu^s plateni^ Prioniturus pJatenae, Syi'nium wiepkeni, Siphia ramsayi, Siphia platenae, Hyloterpe plcäeni, Braunschw. Anzeigen 1888 No. 9 11. Jan., No. 37, 12. Febr. und No. 52, 1. März. Derselbe führt 71 Arten von Gross -Sangir auf; Synonymie und kritische Bemerkungen über die einzelnen Species sowie eine Uebersicht über die bisherige ornithologische Durchforschung der Sangir-Inseln nebst einem Anhang: Vögel von Siao. Neu: Eudy- namis mindanensis var. sanghirensis; Ornis 4. p. 527-646 T. 3 u. 4. S. auch oben W. Blasius unter Sunda-Inseln. J. H. Gurney erhielt Polioaetus ichthyaetus fHorsf.) von den Philippinen; Ibis (5) 6. p. 145. S. ferner: Everett und S teere unter Sunda-Inseln. Neu Guinea, Molucken: J. Cabanis beschreibt Pamdisea guilieJmi n. sp. u. P. augustae-victoriae n. sp. von Kaiser Wilhelms- land (Neu Guinea); Journ. Ornith. 36. p. 119. J. Lister schildert die Christmas-Insel im Indischen Ocean und deren Vogelleben. 7 Landvogelarten bewohnen die Insel, alle sind derselben eigenthümlich : Merula erythropleura Sharpe, Zosterops natalis n. sp., Collocalia natalis n. sp., Carpophaga ivhartoni Sharpe, Chalcophaps natalis n. sp. , ürospizias natalis n. sp. , Ninox ?iatalis n. sp., der Character der Vogelfauna ist austro-malayisch ; Proc. Z. S. London p. 512 -531. W. R. Ogilvie-Grant bespricht eine zweite von C. M. Woodford auf den Salomons- Inseln zusammengebrachte Sammlung, GQ Arten, darunter 11 neue: Nasiterna aolae, Myzomela sharpei, Phlogoenas solomonensis, Ärdeiralla looodfordi, Nycticorax mandibularis, die übrigen von R. B. Sharpe (s. d.) beschrieben; Proc. Z. S. London p. 185-204. R. B. Sharpe beschreibt Astur holomelas, shebae u. ivood/o?'di, Ninox granti, Grauealus holopolius, Edoliisoma erythropygium, Pomarea erythrosticta von Guadalcanar (Salomon-Inseln) ; Proc. Z. S. London p. 182-185. C. M. Woodford, s. Ogilvie-Grant und Sharpe. Australien: K. Broadbent, Birds of the Central Part of Queensland; Proc. Soc. Queensl. 5. p. 14 — 31. A. J. C hampbell berichtet über eine Expedition nach King Island; Vict. Natur. 5 p. 129—164. Derselbe giebt Bemerkungen zu E. P. Ramsay's Liste austra- lischer Vögel; ebenda p. 78 — 85. — s. auch unter „Nisten u. Eier". 128 An t. Reich enow: Bericht über die Leistungen Th. Carter giebt einige Notizen über das Vogelleben in West- Australien; Zoologist (3.) 12. p. 28—30, 191—194. C. Frensh, Notes on the Zoology of Lake Albacutya District; Victor. Nat. 5. p. 35-42. J. Gould, Birds of New Guinea. London. — Th. 24 u. 25 erschienen. Enthaltend: Lophorina minor, Podargus ocellatus, Tany- siptera microrhyncka, Charmosyna stellae, Lorius flavo-palliatus, Microdyyiamis -parva, Lycocorax obiensis, Ephthianura crocea, Dona- cicola hvnsteini, Melidectes emilii, Geocichla schistacea, Gymnocrex plumheiventris, Aeluroedus mela?iocephalus ; Harpyopsis novae guineae, Baza gurneyi, Lorius tibialis, Nesocentor müo, Rectes aruensis, Janthoenas alhigularis, Carpophaga subßavescens u. va?i-wyckn, Piezo- rhynchus axillaris u. medius. A. J. North führt die bei Cumberland, N. S. -Wales, vorkom- menden Vogelarten auf; Proc. L. S. NS. Wales (2.) 3. p. 1773-1780. E. P. Ramsay, Tabular List of all the AustraHan Birds at present known to the author, showing the distribution of the species over the continent of Australia and adjacent islands. Sydney 1888. — Zählt 761 Arten auf. Neu beschrieben: Philenion occidentalis, Pachycephala occidentalis, Platycercus pennanti var. nigrescens, Ninox alharia, Oedicnemus longipes. Am Schlüsse eine Liste der Vögel von Lord Howe und Norfolk. Derselbe beschreibt Philemon occidentalis von Nordwest- Australien; Proc. Lin. Soc. N. S. Wales (2.) 2. p. 676. Polynesien: E. L. Layard liefert einige Notizen von Neu- Caledonien; Ibis (5) 6. p. 491-492. E. P. Ramsay beschreibt Piezorhytichus sericeus n. sp. von den Neu-Hebriden; Proc. L. S. N. S. Wales (2.) 3. p. 1293-1294. L. Stejneger liefert einen ferneren Beitrag zur Vogelfauna von Hawai [vergl. Ber. 1887 S. 115J. Neu: Puffinus kmidseni; Proc. U. St. N. M. 11. p. 93—103. S. B. Wilson beschreibt Chloridops kona n. sp. von Hawai; Proc. Z. S. London p. 218. Keuseeländische Begion. W. L. Bull er, A History of the Birds of New Zealand. Second Edition. London 1888. 2 Teile mit zahlreichen Tafeln. [Das fertige Werk trägt auf dem Titel die Jahreszahl l888. Die Angabe im Bericht 1887 S. 115 ist dementsprechend zu berichtigen. Ref.]. Derselbe, A Classified List of Mr. S. W. Silver's Collection of New Zealand Birds, with short descriptive Notes. London 1888. 80 96 p. 0. Ein seh berichtet über einige Arten von den Snares-Inseln bei Neu-Seeland; Ibis (5) 6. 307—309. T. W. Kirk giebt Notizen über einige Arten Neu - Seelands, Eingeborennamen, Neigung zur Abänderung, Vorkommen australischer in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 129 Arten {Lohivanellus personatus L. lohatus nach Buller, Ibis (5) 6. p. 283, Hirimdo nigricans, Platalea regia, Eurystomiis pacificus, Charadrius rußcapiUus) auf Neuseeland; Ibis (5) 6, p. 42 — 46. — S. auch Trans. N. Zeal. Hist. 20, p. 29—31. E. P. Ramsay, beschreibt Gerygone thorpei von Lord Howe's Insel; Proc. Lin. Soc. N. S. Wales (2.) 2 p. 677. Westliche geinässigte Region. A List of birds taken by steamer Albatross ou the Bahama Islands during March and April 1886; Un. St. Comm. of Fish and Fisheries Pt. 14, p. 673—677. J. A. Allen beschreibt Ammodramus maritimus peninsulae n. subsp. von Südwest-Florida u. A. m. sennetti n. subsp. von der Golf- küste von Texas; Auk 5. p. 284—287. Derselbe referirt über kleinere ornithologische Arbeiten, die nordamerikanische Ornis betreffend; ebenda p. 312 — 317. — S. auch W. E. D. Scott. W. Brewster beschreibt Ardea virescens frazari n. subsp. von Unter-Californien, Ardea halmmensis n. sp. von den Bahamas, Haema- topns frazari n. sp. u. Columha fasciata vioscae n. subsp. von Unter- Californien, Megascops aspersus n. sp., M. vinaceus n. sp., Otophanes mdeodii n. g. et sp., Icterus wagleri castaneopectus n. subsp., Aimophila mcleodii n. sp., Aimophila cahooni n. sp. und Troglodytes cahoo7ii n. sp. von Mexico, Empidonax cineritius n. sp. von Unter- Californien; Auk 5. p. 82 — 85. Derselbe zählt die Brutvögel von Winchendon, Worcester County, Massachusetts, auf; ebenda p. 386 — 393. S. auch J. C. Merrill, femer W. Brewster unter Mittel -Amerika. M. Chamberlain, A Systematic Table of Canadian Birds. St. John, N. B. 1888. Fol. 14 p. F. M. Chapman giebt eine Liste derjenigen Arten, welche zur nordamerikanischen Fauna hinzugekommen oder deren Namen seit Erscheinen der „Check-List" verändert worden sind; Auk 5. p. 393 bis 402. Derselbe liefert eine Liste der Vögel von Gainesville, Florida; ebenda p. 267 — 277. W. Cooke, Report on Bird Migration in the Mississippi Valley in the years 1884 and 1885. Edited and revised by C. H. Merriam; U. S. Dep. Agricult. Div. Econ. Ornith. Bulletin 2 Washington 1888. Ch. B. Cory berichtet über Vorkommen von Falco tinnunculvs in Massachusetts; Auk 5. p. HO. E. Coues beschreibt Chordües chapmani Senn. n. sp. von Florida; ebenda p. 37. A. Downs, Birds of Nova Scotia; Proc. N. Scot. Inst, 7. p. 142—178. Arch, f. Naturgesch. Jahrg. 1889. Bd. U. H. 1. 9 130 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen W. Dutcher bespricht die Vögel von Long Island, N. Y.; Auk 5. p. 169-183. B. W. Evermann bespricht die Vögel von CarroU County, Indiana; ebenda p. 344 — 351. W. Faxon und J. A. Allen zählen die bei Holderness, Bethlehem, und Franeonia, N. H., vorkommenden Sommervögel auf; ebenda p. 149-155. N. S. Goss beschreibt Sula gossi Ridgw. Ms. n. sp. und Sula hrewsteri n. sp. von der Insel San Pedro Martir im Golf von Californien; ebenda p. 240—244, Derselbe, Additions to the Catalogue of Kansas Birds; Trans. Kansas Acad. 10. p. 28—31, 77—80. J. A. Jeffries beschreibt Trochäus violajugulum n. sp. von Californien; Auk 5. p. 168—169. A. H. Jennings, List of Birds observed at New Providence, Bahama Island, March-June 1887, Johns Hopkins Univ. Circulars, Baltimore 17. p. 39. D. S. Jordan, A Manual of the Vertebrate Animals of the Northern United States. Fifth Edition. Chicago 1888. — S. 212—313. Vögel. A. Koch schildert einen Jagdausflug nach Minesota; Mitth.Orn. Ver. Wien 12.. p. 93-96. Derselbe schildert einen mehrmonatlichen Aufenthalt in West- Florida; ebenda p. 1 — 4, 25 — 26. F. A. Lucas schildert die Vogelklippen am Golf von St. Law- rence; Auk 5. p. 129 — 135. J. C. Merrill bespricht die Vögel von Fort Klamath, Oregon. Mit Bemerkungen von W. Brewster; ebenda p. 139—146, 251 - 262, 357—366. G. S. Miller jr. beschreibt Poocaetes gramineus affinis n. subsp. von Oregon; ebenda p. 404- 405. H. Nehrling, Nordamerikas gefiederte Gartenbewohner; Mnt- schr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 159 166, 183-190. H. R. Rabbets berichtet, dass in der Biscaya-Bay 47 '^ 22' N. L., 18" 50' W., ein Siurus novehoraceiisis an Bord seines Schiffes flog; Ibis (5) 6. p. 494—495. Ch. W. Richmond giebt eine Liste der Brutvögel vom Columbia; Auk 5. p. 18—25. R. Ridgway beschreibt Accipiter velox rußlatiis n. subsp. vom westhchen Nordamerika; Proc. U. St. N. M. 11. p. 92. W. E. D. Scott setzt seine Bemerkungen über die Vogelfauna von Pinal County, nebst Notizen über einige Vögel von Pima und Gila Counties (Arizona) fort. Mit Noten von J. A. Allen; Auk 5. p. 29—36, 159—168, [vergl. Ber. 1887 S. 120]. in der Naturgeschichte der Yögel während des Jahres 1888. 131 Derselbe liefert Ergänzungen zur Vogelfauua der Golfküste von Florida und beschreibt Cistothonts marianae n. sp. ; ebenda p. 183—188. Derselbe theilt Beobachtungen von der Golfküste Floridas mit; ebenda p. 373—379. G. B. Sennett beschreibt Peucaea ruficeps scottii n. subsp., Psaltriparvs lloydi n. sp., Nyctidromus alhicdlis merrilli n. subsp. u. Favus carolinensis agilis n. subsp. vom westlichen Nord-Amerika ; Auk 5. p. 40—46. Derselbe beschreibt Rallus longirostris scottii n. subsp. von der Westküste Floridas; ebenda p. 305 — 306. H, M. Smith und W. Palm er geben einige Notizen zur Avi- fauna von Washington und Umgegend; ebenda p. 147 — 148. R. S. Williams schildert das Vogelleben am oberen Missuri; ebenda p. 14—18. Notizen über Verbreitung verschiedener Arten in den Ver- einigten Staaten; Auk 5. p. 107—119, 201—212, 318—328, 424-432. Südamerikanische Region. H. V. Berlepsch beschreibt neue Arten und Unterarten der Südamerikanischen Region; Auk 5. p. 449 — 460. Derselbe bespricht einige südamerikanische Arten des United States National-Museums ; Proe. U St. Nat. Mus. 11. p. 559—566. Mittel -Amerika: W. Brewster beschreibt Glaucidium gnoma hoskinsii n. subsp. von Unter-Californien , Mitrephanes phaeocercus tenuirostris n. subsp. und Dendroica aestioa sonorana n. subsp. von West-Mexico; Auk 5. p. 136-139. A. W. Butler beschreibt Ammodramus sandwichensis hnmjiescens n. subsp. von Mexico; ebenda p. 264 -266. G, F. Gaumer, s. 0. Salvin. R. Ridgway beschreibt Tityra perso7iata griseiceps n. subsp. von West-Mexico; ebenda p. 263. Derselbe bespricht einige Costa Rica- Vögel und beschreibt folgende neue Arten: Zeledonia n. g. coronata, Microcerculus orpheus, (jeothlypis caninucha icterotis, Xiphocolaptes emigrans costaricensis, Picolaptes gracilis, Sderurus canigularis, Picumnns ßavotinctus, Dendrornis pundigula , Dendrocolaptes variegatus; Proc. U. St. N. Mus. 11. p. 537—546. F. D. Godman u. 0. Salvin, Biologia Centrali-A.mericana. Erschien: Bd. 2 p. 1 — 40., T. 36. — Behandelt: Oxyrhamphidae u, Tyrannidae (Myiopagis n. gj, abgebildet: Tyrannulus semißavus, Leptotriccus superciliaris u. Elainea arenanim. A. L. Herrera, Apuntes de Ornitologia. La Migracion en el Valle de Mexico; Naturaleza (Mexico) (2.) 1. p. 165—189. 9* 132 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen 0. Salvin bespricht eine Sammlung G. F. Gaumer's von den Inseln an der Küste Yucatans und in der Bai von Honduras, darunter Plioenicothraupis insularis n. sp. ; Ibis (5) 6 p. 241- 265. J. C. Zeledon liefert ein Verzeichniss der Vögel von Costa Rica (708 Arten^ mit Aufzählung der im National-Museum von San Jose befindlichen Exemplare ; Anales del Museo Nacional Tomo I Parte II, 1887, p. 103—133. Derselbe beschreibt Aramides plumheicollis n. sp. von Costa Rica; Anales Mus. Nacion. 1888 p. 3 — 4. Columbisclies Gebiet: J. A. Allen beschreibt Tityra nigriceps n. sp. von Ecuador; Auk 5. p. 287 — 288. H. V. Berlepsch beschreibt Buarremon simplex n. sp. und Myrmeciza boucardi n. sp. von Bogota; Ibis (5) 6. p. 128 — 130 D. G. Elliot beschreibt Agyrtria allem n. sp. von BoKvien; Auk 5. p. 263—264. R. A. Philippi führt 80 Arten auf, welche von F. Philippi und K. Rahmer in der Wüste Atakama beobachtet wurden; Ornis 4. p. 155—160. R. Ridgway beschreibt Columbia guayaquilensis n. sp. von Guayaquil, Ecuador; Proc. U. St. N. M. 11. p. 112. Guiana, Nord-Brasilien: G. N. Lawrence beschreibt Troglo- dytes tobagensis n. sp. von Tobago ; Auk 5. p. 404. Süd-Hrasilien, Argentinien: H. N. Ridley, A Visit to Fernando do Noronha; Zoologist 1888, p. 41—49. R. B. Sharpe beschreibt Elainea ridleyana n. sp. von der Insel Fernando Noronha; Proc. Z. S. London p. 107. P. L. Sclater, Argentine Ornithology. A descriptive catalogue of the birds of the Argentine Republic. With notes on their habits by W. H. Hudson. London 1888. Vol. I. Der vorliegende erste Teil umfasst die Sing- und Schreivögel und behandelt 229 Arten. Mit 10 Tafeln. F. Wi thington bespricht 92 Arten von Lomas de Zamora, Buenos Aires (mit Noten von P. L. Sclater); Ibis (5) 6. p. 461 bis 473. Patagonieii; C. V. Burmeister, Relacion di un viaje ä la gobernacion del Chubut, Ayudante del Museo Nicional, Apendice. Algunas noticias sobre la Fauna de la Patagonia; Anales Mus. Nac. Buenos Ayres Entr. decimaquinta. 1888. — Zählt 190 Arten für Patagonien und die Falklands-Inseln auf. Westindien: Ch. B. Cory setzt seine Uebersicht der Vögel Westindiens, einschhesslich Bahamainseln, grosse und kleine Antillen, doch unter Ausschluss von Tobago und Trinidad, fort ; Auk 5. p. 48 bis 82, 155-159 [vergl. Ber. 1887, S. 180]. Derselbe beschreibt Margarops montanus rufus n. subsp. von Dominica und Elainea barbadensis n. sp. von Barbadoes, West-Indien ; Auk 5. p. 47. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 133 Derselbe beschreibt Mytarclius hedepschii n. sp. von St. Kitts, West-Indien; ebenda p. 266. H. W. Feil den berichtet über einen Vanellus cristatus, welcher 1886 auf Barbados (Westindien) erlegt wurde; Zoologist (3.) 12. p. 301. D. Sharp, Zoological Bibliography of the Lesser Antilles, Caribbee Islands, or Windward and Leeward Islands, West Indies (Tobago eingeschlossen); Rep. Brit. Assoc. 1888, p. 438 — 464. ThiseltonDy er, Newton, Flow er, Carruthers und Sclater, Report of the Commitee appointed for the purpose of reporting on the present state of our knowledge of the Zoology and Botany of the West India Islands and taking steps to investigate ascertained deficiencies in the Fauna and Flora; Rep. Brit. Assoc. 1888 p. 437-464. Arktische Region. H. Seebohm giebt eine Liste der von Dr. Bunge auf der LiakofF-Insel [vergl. Bericht 1887 S. 124] beobachteten Arten; Ibis (5) 6. p. 344-351. Antarktische Region. J. Cabanis beschreibt Querquedula antarctica n. sp. von Süd- Georgien; Journ. Ornith. 36. p. 118. VII. Lebensweise. Lebensweise im Allgemeinen. C. K. Averill, Biologisches über Sitta canadensis; Auk 5. p. 118. R. M. Barrington und H. A. Macpherson schildern die Lebens- weise des P^ifßmis anqlorum: Zoologist (3.) 12. p. 367 — 368 und 372—375. H. V. Basedow, Psychologische Bilder aus der Vogelwelt; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 4—5. Ch. E. Bendire beschreibt Lebenweise, Nistweise und Eier der Sphy rapicus- Arten -^ Auk 5. p. 225 — 240. Derselbe schildert die Lebensweise von Glcnicidmm fjnoma., californicum und phalaenotdes- ebenda p. 366 — 372. W. Beste teilt Beobachtungen über Vorkommen und Lebensweise einiger Arten aus der Kapkolonie mit. Ciconia alba hält sich vom November bis April daselbst auf und stellt den Wanderheuschrecken nach; Ornis 4. p. 667—670. V. Bianchi s. oben S. 118. Emin schildert die Lebensweise, Nest u. Eier von AmUi/osjnza melanotis Heugi. (mitgeteilt von G. Hartlaub); Journ. Ornith. 36. p. 1-4. 134 Aüt. Reichenow: Bericht über die Leistungen A. Göring giebt einige biologische Notizen über Harpytü destructor; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 44—46. MitHolzschn. A. Girtanner über die Lebensweise des Bartgeiers, s. oben S. 118. N. S. Goss beschreibt das Fischen der Pelikane (P. erythro- rhynchus); Auk 5. p. 25 — 27. G. Hartlaub, s. Emin. F. Holle, Das Seelenleben der Vögel. Altena 1888. L. Holtz, lieber das Steppenhuhn, Syrrhaptes imradoxus, und dessen Einwanderung in Europa. Greifswald 1888. 8" 31 p. [Auch über Lebensweise]. R. 0. Karlsberger, Eine Rauchschwalbe als Pflegemutter von jungen Hausrotschwänzchen; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 54 — 55. A. Kerner v. Marilaun, Ueber die Verbreitung von Quarz- geschiebe durch wilde Hühnervögel; Stzb. Ak. Wiss. Wien Math. Nat. Gl. 97. 1. Abth. A. König liefert zahlreiche Notizen über die Lebensweise der Vögel in Tunis, insbesondere über Phoenicopterus ; Journ. Ornith. 36. p. 121—298. T. G. Laidlaw sah einen Ckaradrius auratus sein Junges in den Zehen tragend davonfliegen; Zoologist (3.) 12. p. 301. K. Th. Liebe schildert die Lebensweise des Fluss- und Sand- regenpfeifers (Charadrins curonicus u. hiaticola) in Freiheit und Ge- fangenschaft; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 59-68 u. 91 93. Mit Tafeln. F. Lindner schildert die Lebensweise der Strandläufer (Tringa); ebenda p. 461 — 466. Mit Abbild, v. T. minuta u. temmincki. A. Ludwig, Das Birkwild etc. s. unter Jagd, Schutz etc. H. Nehrling schildert die Lebensweise von PetrocheUdon luni- frons; Zool. Gart. 29. p. 214—220. A. C. Ou dem ans, Eine Möve als Krankenwärterin; Zool. Gart. 29. p. 243—244. Schaff berichtet über einen Wasserläufer (Totanns calidris), welcher an einem Bein von einer grossen Anodonta festgehalten wird; Stzb.Ges. Nat. Fr. Berlin 1888 p. 121—122. Gr. Stamati, Ueber das Vorhandensein einer Umhüllung an den Extremitäten der Vögel; Bull. Soc. Zoll. France 13. p. 187—188. A. Walter, Das Vogelgemüth; Mntschr. Schutze Vogelw. 13. p. 142—149. Derselbe, Ueber Zerstören der Nester kleiner Vögel durch Heher und Dohlen; ebenda p. 49 — 52. A. T. Wayne beschreibt Lebensweise, Nest und Eier von Jonornis martinica; Auk 5. p. 109 — 110. in der Natuigeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 135 J. Whitehead theilt biologische Notizen über Eudynamis orientalis, Megupodius cumingi und Plotus melanogaster mit; Ibis (5) 6. p. 409—413. C. G. Young, Biologisches über Opisthocomvs cristatus; Notes Leyden Mus. 10. p. 169—173. E. Ziemer teilt seine Beobachtungen über das Meckern der Bekassine mit; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 35 — 43. Stimme: A. v. Homeyer beschreibt den Gesang von Muscicapa parva; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 48 — 50. S. auch vorher E. Ziemer. Sinne: L. Hopkins führt Beispiele für den Geruchssinn der Raubvögel an; Auk 5. p. 248 — 251. Nisten, Eier: H. E. Barnes beschreibt Nester und Eier indischer Vogelarten (Dendrochelidon coronata, Elam/s caeruleus, Spüornis melanotis u. a.); Journ. Bombay N. H. Soc. 3. p. 43 — 48, 205—224. Ch. E. Bendire beschreibt Nest und Eier von Peucaea aesti- valis bachmani Aud. ; Auk 5. p. 351 — 356. Derselbe beschreibt die Eier von Gavia alba; ebenda p. 202. — S. auch oben S. 133. H. Benson fand Sitfa cae-va wie Erdschwalben am Abhang eines Sandhügels nistend; Zoologist (3.) 12. p. 309—310. H. A. Blake beschreibt die Nistweise von Phoenicopterus ruber auf den Bahamas; Ibis (5) 6. p. 150 — 152. R. Bos, Aenderungen im Nestbau der Vögel in baumlosen Gegenden; Biol. Centralbl. 8. p. 320. W. Brewster beschreibt Nest und Eier von Regulus satrapa; Auk 5. p. 337—344. W. E. Bryant, Birds and Eggs from the Farallon Islands; BuU. Cal. Ac. Sc. (2.) 1. p. 25-50. E. A. Butler fand eine Hohltaube auf 3 Eiern brütend; Zoologist (3.) 12. p. 393. A. J. Campbell, Oology of Australian Birds; Victorian Naturalist (Melbourne) 4. p. 182—188. R. CoUet beschreibt Nistweise, Nest, Eier und Dunenjunge von Larus eburneus; Ibis (5) 6. p. 440 — 443, T. 13. E. B. Coues beschreibt die Nistweise von Dendroica discolor; Auk 5. p. 405-^408. M. Christy, Birds-Nesting and Bird - Skinning: a complete description of the Nests and Eggs of Birds which breed in Britain. Second Edition. Revised and rewritten, with Direction for their Collection and Preservation ; and a Chapter on Bird - Skinning. London 1888, 8« 138 p. D. D aly berichtet über die Höhlen Nord Borneos, welche die essbaren Vogelnester (der Collocalia fuciphaga) liefern; als Bestand- theil der Nester nimmt Verf. ausschliesslich den Speichel der Vögel an; Proc. Z. S. p. 108—116. 136 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen J. L. Davison beschreibt Nistweise und Eier von Dendroica caerulea; Auk 5. p. 430 — 431. C. Dixon, s. oben S. 119. Emin, s. vorher S. 133. R. D. Fitzgerald beschreibt die Nistweise und Eier von Sphecotheres Tnaxillaris und Campephaga leucomelaena; Proc. Lin. Soc. N. S. Wales (2.) 2. p. 970—971. M. H. Gormley beschreibt Nest und Eier von Cypseloides mger; Auk 5. p. 424 — 425. N. S. Goss beschreibt Nistweise und Eier von Gymnostinops montezumae; Auk 5. p. 27 — 29. Derselbe beschreibt die Eier von Sula brewsteri und Fhaeton aethereus; ebenda p. 243 — 244. d'Hamonville beschreibt die vier im Pariser Museum befind- lichen Eier von Aka impennis. Mit Abbildung; Mem. Soc. Zool. France 1. p. 224—227, T. 5—6. H. W, Hunt, The Coloration of Birds Eggs; Victor. Natur. 4. p. 189-195. G. Hurst beschreibt ein vermutlich dem Cacomantis insperatus gehöriges Ei, welches in einem Neste von Mahirus cyaneus gefunden wurde; Proc. L. S. N. S.Wales (2.) 3. 421—422. F. Kutter, Ueber die wissenchafthche Bedeutung der Oologie; Bericht naturw. Ver. Cassel 1886 -88 p. 67—85. A. Müller will Selbstbrüten des Kukuks beobachtet haben; Zool. Gart 29. p. 193—201. Mützel sah aus weissem Kreideschlamm gefertigte Schwalben- nester auf Rügen; Journ. Ornith. 36. p. 100. A. J. North beschreibt Nester und Eier von Eopsaltria captto, Sticfoptera annvlosa, Aeluroedus macidosus, Phaps Idstrionica und Alcyone ptdchra, Rhipidura preissi, Malurus pulclierriTnus; Proc. L. S. N. S. Wales (2.) 3. p. 146-149 und 269—270, 414—415. Derselbe beschreibt Nistweise und Eier von Platycercus harnardi, Fsephotus haemafogaste/% TrichogJossvs chlorolejndotus, Xenorhynchus australis; ebenda (2.) 2. 986—988. E. C. Phillips schildert einen Besuch des Vogelberges (Kormoran -Kolonie) bei Towyn, North Wales (England); Zoologist (3.) 12. p. 380—382. W. W. Price beschreibt Nistweise und Eier von Cardellina ruhrifrons; Auk 5. p. 385- 386. H. Pryer findet seine frühere Angabe bestätigt, dass die ess- baren Schwalbennester vorzugsweise aus dem Stoö" einer Alge, ver- mischt mit dem Speichel der Vögel, bestehen; Auk 5. p. 335. E. P. Ramsay beschreibt die Eier von Onychoprion fuliginosa, Anous cinereiis und Sula cyanops; Proc. Lin. Soc. N. S. Wales (2.) 2. p. 678—679. X. Raspail beschreibt ein rothbraun und schwärzlich geflecktes Ei von Upupa epops; Bull. Soc. Zool. France 13. p. 81 — 82. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 137 Derselbe, sur le nid de la pie et la destruction des ses oeufs par la Corneille; ebenda p. 126 — 129. G. Rooper fand ein Nest von Cindiis aquaticus in einem Baume; Zoologist (3.) 12. p. 309—310, s. auch H. A. Macplierson, ebenda p. 351 — 352 u. J. Whitaker ebenda p. 392. H. Schal ow referirt über die Nistweise von Phoenicopterus ruher nach H. A. Blake; Journ. Ornith. 36. p. 302. G. Sun dm an, Finnische Vogeleier, s. oben S. 118. L. Taczanowski beschreibt Nest und Eier von Halci/on pileatus; Proc. Z. S. London 1888 p. 462—463. A. Walter fand ein Nest von Certhia familiär is in einem Wachhoiderstrauch und theilt andere biologische Beobachtungen über Zaunkönig u. Kukuk mit; Journ. Ornith. 36, p. 100—101 u. Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 29. Derselbe, Sonderbare Nistplätze und Nistweisen; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 194—214. A. T. Wayne, s. vorher S. 134. R. S. Williams beschreibt Eier von Parus gambeli; Auk 5. p. 118. C. M. Woodford berichtet über die Art, wie Megapodius hrencliUyi seine Eier behufs deren Entwicklung verscharrt; Proc. Z. S. London p. 249—250, — s. auch Whitehead vorher S. 135. Notiz über Brüten des Eiidyptes chrysocome auf den Falklands- inseln; Zool. Gart. 29, p. 223-224. Lieber ein in London verkauftes Ei von Alca impennis vergl. oben S. 104. Nahrung: K. W. v. Dalla-Torre, L^ntersuchungen über den Mageninhalt verschiedener Vögel; Biol. Centralbl 8. p. 473 — 480. Derselbe, Weitere Untersuchungen über die Nahrung des Tannnenhehers ; ebenda 7. p. 695 — 699. A. K. Fish er berichtet auf Grund zahlreicher Untersuchungen über die Nahrung der Tagraubvögel und Eulen; Ann. Rep. of the Depart. of Agricult. 1887 Washington. Report of the Ornithologist p. 402—422. F. Lataste theilt Untersuchungen über Eulengewölle mit; Compt. Rend. Ass. Fr. 1888 p. 194; Ann. Mus. Genov. 26. p. 471—518. VIII. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel. Vogelschutz, Jagd, Fang: B. Altum, Ueber den wirthschaft- lichen Werth der Krähen und Bussarde; Zeitschr. Forst- und Jagd- wesen 5. Heft Mai 1888. Beyer, Einbürgerung von Nachtigallen bei Greiz; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 159. B. Borggreve, Die Vogelschutzfrage. Leipzig 1888 (Voigt). 138 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Derselbe, üeber die Entstellung, die Bedeutung und den vor- läufigen reichsgesetzlichen Abschluss der sogen. Vogelschutzfrage; Humboldt 7. p. 237—243. R. Dann in, Ueber Züchtung von Rephühnern zum Zwecke der Wiederbevölkerung der Jagdreviere mit denselben; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 165—173. G. Duclos, Ueber Züchtung von Rephühnern zum Zwecke der Bevölkerung der Jagdreviere; ebenda p. 343 — 346. H.Gadeau de Kerville, Faut-il detruire nosRapaces Nocturnes?; Bull. Soc. Ronen 1888 p. 247—260. F. Grässner, Der Spatz ein Bienenfeind; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 289—290 u. 454. Derselbe, Die Böhämmerjagd [FringiUa montifringüla] in Bergzabern; ebenda p. 330 — 333. A. V. Krüdener, Zur Naturgeschichte des BirkwiJdes. Ein Beitrag zur Jagdzoologie; Jagd-Zeitung No. 17 u. 18 Wien 1888 u. sep. Wien, WaUishausser. 8^. 16 p. K. Th. Liebe, Zum Vogelschutz; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 6—8. A. Ludwig, Das Birkwild, dessen Naturgeschichte, Jagd und Hege. Wien, Gerold 1889. — Behandelt die Eigenschaften, Hege und Jagd des Birkwildes sowie Pflege in Gefangenschaft. T. J. Mann, Modern Falconry; Essex Naturalist 1888 p. 209 bis 217. L. Magaud d'Aubusson über den Nutzen der Stare; Bull, Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 1146—1152. A. Le Messurier, Game, Shore and Water Birds of India. Calcutta u. London 1888. 8». 153 p.. 121 Illustr. H. Neweklowski, Zum Schutze der Lachmöwe: Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 172—173. J. Rangei berichtet über den Stand der Fasanenjagden in ItaHen; BuU. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 930—933. F. Rudow, Ueber Schädlichkeit der Dohlen; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 126—127. H. Simroth, Ueber die Behandlung der Vögel bei den Portu- giesen; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 236 — 242. C. H. Thompson, Indian Hawks and Hawking; Essex Natural. 1888 p. 217—221. A.Walter, Wenig beachtete Vogelfeinde ; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 106—112. Ueber das Fangen von Raubvögeln; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 12—14. Deutsches Reichsgesetz betreffend den Schutz von Vögeln, vom 22. März 1888; Zool. Gart. 29. p. 182—184, Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 54-55, 69—70, Mntschr. Schutze Vogelw. 13. p. 137—140. Vogelschutzgesetz für Niederösterreich; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 37—38. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 139 Einbürgerung, Pflege, Zuclit: H. D. Astley schildert die Lebensweise von Turdus ci/aneus und Betragen in Gefangenschaft; Zoologist (3.) 12. p. 353—355. Derselbe, über Regenpfeifer in Gefangenschaft; ebenda p. 145 bis 146. H. V. Basedow berichtet über Züchtung von Sitta caesia in Gefangenschaft; Zool. Gart. 29. p. 119—122. Beyer, s. vorher S. 137. G. v. Bikkessy, Der Grünling in Gefangenschaft; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 16—17. F. E. Blaauw theilt Beobachtungen und Resultate aus der Tierpflege mit und zwar über Rlcea americana, Rhea darwiiii, Bernida magellanica und ntbidiceps] Zool. Gart. 29. p. 68 — 71, 130—132. H. Bolau beschreibt das neue Vogelhaus im zoologischen Garten zu Hamburg; Zool. Gart. 29. p. 161—168. Derselbe berichtet über Erwerbungen und Züchtungen des zoologischen Gartens in Hamburg; ebenda p. 316 — 317. M. Brcäss berichtet über die Vogelwelt des zoologischen Gartens in Dresden; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 437—453. Mq. de Brisay, Aviculture. Colombes exotiques: description, entretien, elevage. Vichy, Wallon 1888. 16''. 355 p. Cornil u. Toupet beschreiben eine neue Krankheit der Haus- enten (Enten-Cholera); Bull. Soc Acclim. France (4.) 5. p. 625 — 640. R. D annin, s. vorher S. 138. A. Delaurier berichtet über Zucht von Ortalida aracuan u. a. ; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 1137 — 1145. Destree, Sur la maladie du perroquet gris; Bull. Soc. Belg. Microsc. Bruxelles 14. p. 159—162. G. Duclos, s. vorher S. 138. A. Frenz el, (royiiaphea nigra, Bolhorhynchus lineolatus Psitta- cula pullaria und Gomaphea cyanm in Gefangenschaft; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 220—222, 359-367. E. Godry berichtet über Züchtung von Tragopan- Fasanen u. a. ; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 49—57. Derselbe berichtet über Zucht von Polyplectron- Fasanen; ebenda p. 983—989. C. Greve berichtet über den Vogelbestand des Zoologischen Gartens in Moskau; Zool. Gart. 29. p. 292—300. Derselbe, Der Vogelmarkt in Moskau; ebenda p. 151 — 155. R. Hubbard, Ornamental Waterfowl: a practical Manual on the acclimatization of the Swimming Birds, with description of a hundred and thirty species. London u. Walsall. 1888. 16° 209 p. Hu et berichtet über Erwerbungen und Züchtungen der Menagerie des Museum d'histoire naturelle in Paris; Bull, Soc. Acclim. Farnce (4.J 5. p. 97—100, 866—868. 140 Atit. Reichenow: Bericht über die Leistiingeii C. Ilse, Züchtung von Dompfaffen in Gefangenschaft; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 277—279. K. Knauer, Das Kaspische Königshuhn ( Megaloperdix caspia) in Gefangenschaft; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 15—16. E. Leroy beschreibt ein für die Pflege und Zucht der ver- schiedensten Vogelarten dienendes Vogelhaus; Bull. Soc. Acclira. France (4.) 5. p. 1089-1093. P. Leverkühn, Sections- und Krankheitsberichte; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 432—437. Liebe, über Einbürgerung von Cardinalis virginianus in der Freiheit in Ostthüringen; Zool. Gart. 29. p. 318. A. de Montlezun setzt seine Uebersicht der Enten vögel fort [vergl. Bericht 1887 s. 132] und behandelt Cereopsü, Plectropterus, ßarcidiomis, Uunalopex^ Anseranas; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 830-844, 1014—1027. F. Nagel, Chloehia mirabilis in Gefangenschaft; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 98—100. A. Newton berichtet über eine Brut zahmer Höckerschwäne, in welcher drei Junge die gewöhnliche Farbe hatten, vier dagegen weiss waren; Zoologist (3.) 12. p. 470. A. u. G. Ortleb, Der Vogelfreund und Geflügelzüchter. An- leitung zur Pflege und Züchtung der beliebtesten und bekanntesten Stuben- und Hausvögel nebst Angabe der einfachsten Fangmethoden. Mit 52 Orig. Abbild. F. Bartholomäus, Erfurt. J. V. Pleyel, Die Eingewöhnung und Pflege unserer einhei- mischen Sing- und Stubenvögel. 8 " Wien, Pest, Leipzig (A. Hartleben). A. Porte berichtet über Erwerbungen und Züchtungen des Jardin d'Acchmatation in Paris; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 24 28, 78—81, 133-137, 191—195, 242 247, 305—308, 360-364, 406 409, 482—488, 595-599, 703—708, 805—809, 894—897, 999—1000, 1081, 1128, 1162—1163. W. H. St. Quintin schildert das Betragen gefangener Eider- enten und deren Mauser; Zoologist (3.) 12. p. 26 — 27. H. J. Roddy berichtet über einige Raubvogelarten in Ge- fangenschaft; Auk 5. p. 244— 248. G. Rogeron berichtet über Pflege von Magellangänsen in Gefangenschaft; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 12 — 21, 101 — 111. Derselbe, Ueber Enten-Züchtungen; ebenda p. 918 — 923. Roth, Ueber Erkrankung von Schwimmvögeln in Gefangenschaft an Dünndarmentzündung, verursacht durch Hakenwürmer (Echino- rhy^iclws poli/morphvs); Zool. Gart. 29. p. 222. E. Rüdiger berichtet über Betragen des Paradiessittichs (Euphema puleherrimaj in Gefangenschaft; Zool. Gart. 29. p. 57 — 59. Derselbe, Ueber Coceothraustes vulgaris in Gefangenschaft; ebenda p. 87—89. in der J^aturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 141 Derselbe, Der Grünling als Käfigbild; ebenda p. 155 — 156. Derselbe, Nützlichkeit überzähliger Wellensittichmännchen bei der Zucht; ebenda p. 208—210. Derselbe, Ungewöhnliche Ueberwinterung verschiedener Sittich- arten und anderer Exoten; ebenda p. 341 — 342. E. Schaff, Was haben wir von der Einbürgerung der Steppen- hühner zu erwarten?; ebenda p. 353 — 359. F. Schlag, Der Dompfaff. 2. verb. Auflage. Creutz, Magdeburg. 1888. F. Schmidt, Ueber Brüten von Stria; scops in Gefangenschaft; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 117. G. Scheidemantel, Mästung der Drosseln bei den alten Römern; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 419—423. 0. Schneider berichtet über den Tierbestand des zoologischen Gartens in Strassburg; Zool. Gart. 29. p. 280 — 281. P. L. Sclater berichtet über Zuwachs der Menagerie der Zoolog. Ges. in London: Eudyptes chrysocome u. Sjnzaetus nipalensis; Proc. Z. S. London p. 265. Derselbe liefert ein Verzeichniss des Zuwachses der Menagerie der Zoolog. Gesellsch. in London während 1888; ebenda p. 668 — 686. K. N. Swierstra, Systemat. naamlijst van gewervelde Dieren; voor de Diergaarde levend ingekomen van 1 Mei 1838 tot 30 April 1888; Bijdr. Dierk. (Amsterdam) 1888 No. 3. Wurm berichtet über die Wiederbesiedelung Schottlands mit Auerwild; Zool. Gart. 29 p. 33—42. Ueber eine Anzahl von Vögel, welche seit 25 Jahren im zoologischen Garten in Hamburg leben, wird berichtet: ebenda p. 254. Straussenzucht in Californien. Mit Holzschnitt; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 994—998. Den Zwecken der Vogelpflege, Vogel- und Geflügelzucht dienen noch u. a. folgende Blätter: Geflügelbörse. Wochenblatt für Geflügel-, Singvögel- und Kaninchenzucht, Brieftauben-, Hunde und Jagdsport. Red. R. Freese. Leipzig. Geflügelmarkt. Organ für zool. Gärten, Thierhändler, Thier- schausteller, Geflügel- und Vogelzüchter. Red. A. Richter. Leipzig. Die Gefiederte Welt. Zeitschrift für Vogelliebhaber, Züchter und Händler. Herausg. R. Russ. Berlin. Thierbörse, Centralblatt f. Vermittelung des Kaufs-, Verkaufs- und Tauschgeschäfts unter Thierhändlern etc. Red. Dr. Langmann. Berlin. Hausgeflügel, Brieftauben: H. Brezol, Rationelle Ernährung der Haushühner; Bull. Soc. Acclim. France (4.) 5. p. 942 — 943. J. Bungartz, Kalender für Hunde-, Kaninchen-, Geflügel- und Singvögel-Liebhaber und Züchter. Augsburg, Reichel 1888. 142 Aüt. Reich enow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Modell-Brieftauben- Album. Mit einem Vorwort von J. C. Hösch. M. lOTaf. Leipzig, Twietmeyer 1888. Fol. C. Cornevin, Essai sur les moyens de connaitre Tage des Oiseaux de basse-cour; Journ. Anat. Phys. 24. p. 400 — 412. R. Eder berichtet über Brieftaubenabrichtung zum Hin- und Rückflug; Mitth. Om. Ver. Wien 12. p. 17. M. Fries, Die Geflügelzucht. Stuttgart 1888. M. 20 Tafeln. G. de Guerard, Eine militärische Brieftaubenstation auf dem Meere; Bull. Soc. Acclim. FrancQ (4.) 5. p. 309-310. J. A. Karting berichtet über Taubendressur in Persien und Indien; Zoologist (3.) 12. p. 167—174, 209—219, 252—258. F. Knauer, Die wichtigsten Racen des Haushuhnes in flüchtiger Rundschau; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 38—39. Fr. Maar, Illustrirtes Muster -Enten -Buch. Enthaltend das gesammte der Zucht und Pflege der domestizirten und der zur Domesti- cation geeigneten wilden Entenarten. Mit c. 40 Taf. Hamburg, Richter 1888. 4«. Lief. 11—13. B. A. Mumb, Ueber Orientirungssinn der Brieftauben und einige Einrichtungen der Station in Tönnring; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 72. E. Noll, Der zweifarbige Speckkäfer, Dermesfes hicolor, als Feind der jungen Haustauben; Zool. Gart. 29. p. 307 — 309. A. u. G. Ortleb, s. vorher S. 140. L. Pribyl, Bemerkungen über einige Hühnerrassen; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 70—71. E. Rey, Ueber den Luftröhrenwurm des Haus-Geflügels; Mntschr. Ver. Schutze Vogelw. 13. p. 166. F. Routilliet, Anleitung zur rationellen und gewinnbringenden Hühnerzucht. Praktische Rathschläge für die Anzucht, Aufzucht und Mästung etc. 2. Auflage. Leipzig, Voigt 1888. 8^. 44 p. H. H. Scott, Bird Pests of the Farm; Zoologist (3.) 12. p. 375—379. W. K. Sibley, Tuberculosis in Fowls; Trans. Pathol. Soc. London 1888. Fr. V. Ulm-Erbach beschreibt einige Hühnerrassen; Mitth. Orn. Ver. Wien 12. p. 89-90. Dieselbe, Zur Verbesserung der Hühnerzucht auf dem Lande; ebenda p. 162—164. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 143 IX. Systematik. Vergl. M. Fürhringer oben S. 103 u. F. Kutter S. 136. H. Seebohm bildet auf Grund osteologischer Merkmale eine Ordnung, welche die folgenden Gruppen als Unterordnungen umfasst: Crypturi, GalUnae, Pterocletes, Columhae, Hemipoclii, Grallae, Tubinares, Gavio-Limicolae, Colymbo- Podicipes, Impennes; Ibis (5) 6. p. 415—435, Familie Sylviidae. Vergl. F. A. Lucas oben S. 106. Acanthornis, Äcanthüa und Sericornis, Unterschiede der drei Gattungen; W. V. Legge, Ibis (5) 6. p. 93-94. Cettia oreophüa n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, nahe C. fortipes; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 388. Cinelus schulzi abgebildet; P. L. Sclater. Argent. Orn. 1. T. 2. Ephthianura crocea abgebildet; Gould., New Guinea 24. Geocichla aurata n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich G. eitrina; R. B. Shaipe, Ibis (5) 6. p. 478. — G. schistacea abgeb. Gould, New Guinea 24. Hypolais icterina mollessoni n. subsp. von Orenbarg; N. Zarudnoi, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1888 p. 675—676. Icoturus, s. unter Timeliidae. Merula seebohmi n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, sehr ähnlich M. java- nica; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 386. — M. torquata orientalis n. subsp. vom Kaukasus und Persien, Charaktere von M. torquata imd M. torquata alpestris; H. Seebohm, Ibis (5) 6. p. 309-312. Monticola angolensis n. sp. von Angola; J. A. de Sousa, Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. 48, 1888 p. 233-235. Phyllopneuste honellii vnarde von C. v. Baldenstein unter dem Namen Sylvia albicans in „Neu-Alpina" 2. Bd. p. 87 1827 kenntlich beschrieben und für die Schweiz nachgewiesen; V. v. T^chusi, Mutschr. Ver. Schutze Vogelw. 13 p. 306. Tiirdus comorensis abgebildet; Nouv. Arch. Mus. (2.) 10. T. 6. Zeledonia n. g.: Somewhat like Catharus , but wiug still more rounded (primaries very little louger than secondaries), first quill about four-fifths as long as second, tail very shoi t (much shorter than tarsus and middle toe together), rictal bristles very weak, and loral feathers well developed and closely appressed. Coloration (of type): Dark olive-green above, deep slate-gray beneatb, the crown brownish orange, with a black stripe along each side. Typus: Z. coronata n. sp. von Costa Rica; R. Ridgway, Proc. U. St. Nat. Mus. 11. p. 537-538. Familie Timeliidae. Allocotops n. g. Timeliidarum. Simile generi Melanocichla dicto, sed pileo et genis nudis facile distingueudum. Typus: A. calmis n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 389. Androp/nlus n. g. Timeliidarum. Simile generi Elaphrornis dicto, sed plumulis nuchalibus absentibus distingueudum. Typus: A. accentor n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p 390. 144 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Brachypteryx eri/throgyna n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich B. cruralis; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 389 T. 10. CampylorJiynchus curvirostris n. sp. von Neu-Granada; R. Ridgway, Proc. Bost. Soc. 23. p. 385. — C. zonatus costaricensis n. subsp.; H. v. Berlepsch, Auk 5. p. 449. Chlorocharis n. g. Timeliidarum. Simile generi Cyanoderma dicto, sed cauda magis quadrata nee rotundata. Typus : Ch. emiliae n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 392 T. 11. Cisticola cinereola n. sp. von Schoa; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Grenova (2) 6. p. 254. Cistothorus marianae n. sp. von HiUsboro County, Florida, ähnlich C. pa- lustris; W. E. D. Scott, Auk 5. p. 188. Corythocichla crassa n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich C. epi- lepidota; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6 p, 391. Cutia cervinicrissa n. sp. von Perak, Malacca, nahe C. nipalensis; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London p 276. Ephthianura crocea s. unter Sylviidae. Gampsorhynchus saturatior n. sp. von Perak, Malacca, nahe G. twquatus Hume; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London p. 273. Garrulax schistochlamys n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich G. palUatus; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. Icoturus Stejn. nicht zu den Timeliidae zu rechnen, sondern zu den Turdidae; nach H. Seebohm, Ibis 6. p. 233. Margarops montanus rufus n. subsp. von Dominica, West-Indien ; Ch. B. Cory, Auk 5. p. 47. Melanocichla peninsularis n. sp. von Perak, Malacca, nahe M. luguh-is; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London p. 274. Microcerculus wpheus n. sp. von Costa Rica, ähnlich M. philomela (Salv.); R. Ridgway, Proc. U. St. N. Mus. 11. p. 539. Miminae, s. F. A. Lucas, oben S. 106. Mimus triurus abgebildet; P. L Sclater, Argent. Orn. 1. T. 1. Neocichla kelleni n. sp. vom Umbella Fluss, Südwest-Afrika; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. 10. p. 229 T. 9 F. 1. [Ist Jugendkleid von N. gutturalis Ref.] Orthnocichla whüeheadi n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo ; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 478. Phyllergates cinereicollis n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich Ph. cucullatus; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. Siva sordidior n. sp. von Perak, Malacca, nahe S. sordida Hume ; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London p. 276. Stiphrornis alboterminata Rchw. nach Büttikofer $ von Anthreptes rec- tirostris; Notes Leyden Mus. 10 p. 212. [Referent kann dieser Ansicht nicht beipflichten.] Troglodytes cahooni n. sp. von Sonora, Mexico, nahe T. brunneicollis; W. Brewster, Auk 5. p. 94. — T. fumigatus kurüensis n. subsp. von den Kurilen; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 11 p. 548. — T. tobagensis n. sp. von Tobago, nahe T. striatulus ; G. N. Lawrence, Auk 5. p. 404. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1888. 145 Trocßodytinae . s. F. A. Lucas oheu S. 106. — Ueber eiuige Typen der Lafresnaye collection berichtet R Ridgway, Proc. Boston See. N. H. 23. p, 383—388. Turdinulus exsul n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich T. roberti; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. Familie Paridae. Cyanistes flavipectus abgebildet: A. Menzbier, Turkestan T. 10. Panurus biarmicus, am 1. April am Zobten in Schlesien beobachtet K. Knauthe, Journ. Ornith. 36. p. 35. Parus borealis, palustris und P. colleti n. sp. von West-Norwegen beschrieben: L. Stejneger, Proc. U. St. N. M. 11. p. 71 — 76. — P. caroUnensis agüis n. subsp von Texas; G. B. Sennett, Auk 5. p. 46. — P. cypriotes abgebildet; Ibis (5) 6 T. 2, — P. mitratus Brehm 1831 von Mittel-Europa subspecifisch unterschieden von P. cristatus L. von Scandinavien ; L. Stejneger, Proc. U. St. N. M. 11, p. 113-114. Psaltriparus lloydi n. sp. von West-Texas; Gr. B. Sennett, Auk 5. p. 43. Familie Certhiidae. Certhia mexicana albescens n. subsp. von N.W.-Mexico; H. v. Berlepsch, Auk 5. p. 450. Bencl/rophila corcdlipes n. sp. vom Kina-Balu, Nord-Borneo, ähnlich D . /row talis; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. Familie Dacnididae. Prionochüus plateni n. sp. von Palawau, ähnlich P. xanthopygius Salvad.; W. Blasius, Braunschw. Anzeigen 1888, No. 37, 12. Febr., p. 335. — P. johannae n. sp. von Palawan; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 201 T. 4. [Identisch mit P. plateni.] Familie Nectariniidae. 'hcdcomitra scioana n. sp. von Schoa, nahe Ch. cruentata; T. Salvador! Ann. Mus. Civ. Genova (2) 6. p. 247. Cinnyris humbloti abgebildet; Nouv. Arch. Mus. (2) 10. T. 4. Eleocerthia ragazzi n. sp. von Schoa, nahe E. obscura; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2) 6. p. 247. Familie Meliphagidae. Änthornis melanura abgebildet; W. Buller, B. New. Zeal. Vol. 1. Melidectes emilii abgebildet; Gould, New Guinea 24. Myzomela sharpei n. sp. von Guadalcanar, Salomousinseln; Ogilvie-Grant, Proc. Z. S. London, p 197, T. 10. Philemon ocdd "ntalis n. sp. von N.W.- Australien, nahe P. sordidus; G. P. Ramsay, Proc. Lin. Soc. NS. Wales (2) 2. p. 676. Pogonornis cincta abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 1. Prosthemadera novae zealandiae abgebildet; ebenda. Zosterops caendescens abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 1. — Z. Clara n. sp. vom Kiua-Balu, Nord-Borneo; ähnlich Z. atrifrons; R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 479. — Z. TdrJci u. mouroniensis abgebildet; Nouv. Arch. Mus. (2) 10. T. 5. — Z. natalis n. sp. von Christmas-Insel (Indisch. Ocean), nahe Z. my- Arch. f. Naturgesch. .lahrg. 1889. Bd. II. H. 1. 10 ]46 Aut. Reichenow: Bericht über die Leistamgeu soriensis Meyer; J. Lister, Proc. Z. S. London p. 518, T. 27. — Z. nehrkorni n. sp. von Gross-Sangir, nahe Z. chrysolaema S&\\a.ä.; W. Blasius, Braunschweig Anzeigen No. 9, 11. Jan. 1888, p. 86; abgebildet Ornis 4. T. 4. — Z. neivtoni. verschieden von horhonica; A. u. S. Newton, Ibis (5) 6. p. 475. — Z. praetermissa identisch mit Z. anjuanensis; A, u. E. Newton, Ibis (5) 6. p. 474—475. Familie Pycnonotidae. Criniger platenaen.SY). von Gross-Sangir, nahe C. aureus W&lden; "W. Blasius, Braunschweig. Anzeigen No. 9, 11. Jan. 1888, p. 86; abgebildet Ornis 4. T. 4. Ht/psipetes parvirostris abgebildet ; Nouv. Arch. Mus. (2) 10. T. 6. Bypsipetes pryeri Stejn. identisch mit Oriolus squmniceps Kittl.; nach H. Seebohm, Ibis (5) 6. p. 233. Jole striaticeps n. sp. von Palawan, ähnlich J. viridescens; R. B. Sliarpe, Ibis (5) 6. p. 200. Oreoctistes n. g. Pycnonotidarum. Simile generi Kelaartia dicto, sed rostro breviore et crassiore, cauda magis rotundata, et fasciis auricularibus absentibus distinguendum. Typus: 0. leucops n. sp. vom Kina Balu, Nord-Borneo, R. B. Sharpe, Ibis (5) 6. p. 388, T. 9. Familie Alaudidae. E. Coues begi-eift die Familie unter dem Namen Coryäomwphae als Super- familie; Auk 5. p. 207. Alaemon margaritae n. sp von Tunis, nahe Ä. duponti; A. König, Journ. Ornith. 36. p. 230—232, T. 2. Familie Mniotiltidae. Basileuterus godmani n. sp. von Veragua, nahe B. culicivwus; H. v. Berlepsch, Auk 5. p. 450. Bendroica aestiva sonorana n. subsp. von Süd Arizona, West Texas und Sonora, Mexico; W. Brewster, Auk 5. p. 137. Geothlypis caninucha icterotis n. subsp. von Costa Rica; R. Ridgway, Proc. U. St. N. Mus. 11. p. 539. Familie Tanagridae. Vergl. R. W. Shufeldt oben S. 108. Buarremon simplex n. sp. von Bogota, sehr ähnlich B. elaeoprorus; H. V. Berlepsch, Ibis (5) 6. p. 128. Eucometis cristata affinis n. subsp. von Venezuela, E. spodoeephala pallida n. subsp. von Yucatan und E. spodoceph(dlumbeicollis n. sp. von Costa Rica; J. C. Zeledon, Anales Mus. Naciou. Costa Rica 1887 p. 131 u. 2. 1888 p. 3. Gymnocrex plumbeiventris abgebildet; Gould, New Guinea 24. Nutornis mantelli abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Ocydromus greyi, fuscus, australis u. brachypterus abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Ortygometra tahuensis abgebildet ; W. Buller, B. New. Zeal. Vol. 2. Porphyrio melanonotus abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. 160 Ant. R eichen ow: Bericht über die Leistungen Porzana spilo-ptera (Burm.) identisch mit Ballus salinasi Phil.; H. Bur- meister, Ibis (5.) 6. p. 285. Ballus longirostris scottii n. subsp. von der Westküste Floridas; G. B. Senuett, Aiik 5. p. 305. — B. phüippensis abgebildet; W. Buller, B. New Zeal, Vol. 2. Familie Otididae. Vergl. C. "W. de Vis oben unter Palaeontologie S. 111. Otis dyhoicskii, Beschreibung des $; L. Taczanowski, Proc. Z. S. London p. 456. Familie Scolopacidae. Vergl. R. W. Shufeldt oben S. 107. H. Seebohm, The Geographical Distribution of the Family Charadriidae er the Plovers, Sandpipers, Snipes and their ^-llies. London, Sotheran & Co. [ohne Jahreszahl, 1888 ?J Quarto. — Behandelt in den Kapiteln 1—9 allgemeine Fragen der Klassilication, geographischen Verbreitung, Wanderung, zoologische Regionen, Subspecies etc. Die arktische Zone wird als Verbreitungscentrum der Familie angesehen. In den folgenden Kapiteln 9—30 werden die einzelneu Gattungen und Arten characterisirt nebst Angabe der Syuonymie und Verbreitung. Verf. unterscheidet: Charadriinae mit den Gattungen: Oedicnemus, Charadrius, Lohivanellus , Vanellus, Cursorius u. Olareola mit 110 Arten u. Unterarten; Totaninae mit den Gattungen: Himantopus, Haematopus, IbidorJiyncJms, Numenius, Phalaropus , Totanus, Limosa u. Ereunetes, mit 68 Arten u. Unter- arten ; Scolopacinae mit den Gattungen : Strepsüas, Tringa, Phecjornis, Bhynchaea, Scolopax, mit 57 Arten und Unterarten. Mit zahlreichen Holzschnitten und colorirten Tafeln. Gallinago pusilla abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Himantopus le-ucocephalus u. novae zealandiae abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. — H. pectoralis abgebildet; H. Seebohm, Charadi'. T. 14. Limosa novae zealandiae; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Phegornis mitchelli, cancellatus, leucopterus abgebildet; H. Seebohm. Charadr. T. 16—18. Becurvirostra novae hollandiae abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Bhynchaea semicollaris abgebildet; H. Seebohm, Charadr. T. 19. Symphemia semipalmata speculifera (Cuv.) für S. s. inornata Brewst. ; J. A. Allen, Auk 5. p. 423-424. Bostratula Vieill. 1816 älter als Bhynchaea; E. Coues, Auk 5. p. 204. Scolopax frenata chilensis noin. nov. pro. Gallinago paraguayae Vieill; kommt nur westlich der Anden vor ; H. Seebohm, Charadr. p. 496. — S. rochusseni u. saturata abgebildet; ebenda T. 20—21. Tringa ruficollis abgebildet; ebenda T. 15. Familie Charadriidae. Vergl. H. Seebohm unter Scolopacidae. Anarhynchus frontalis abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. Charadrius bicinetus und obscurus abgebildet; W. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. — Ch. rubecola, sociabilis, rufwenter, totanirostris , monachus, obscurus . tenellus abgebildet ; H. Seebohm,. Charadr. T. 1—7. :.^Curs(yrius somalensis, cinctus u. bitorquatus abgebildet; H. Seebohm, Charadr. T. 11—13. iu der Naturgescliichte der Vögel während des Jahres 1888. 161 Glareola emini u. sp. von Aequatorial- Afrika , nahe G. megapoda Gray; G. E. Shelley, Proc. Z. S. London p. 49. Haematopus frasari n. sp. von Unter Californien, nahe H. palUatus; W. Brewster, Auk 5. p. 84. Lobivanellus alhiceps u. supercüiosus abgebildet; H. Seebohm, Charadr. T. 8—9. Oedicnemus longipes vermutlich n. sp. von N.W. -Australien; E. P. Ramsay, Tab. List Austr. B. p. 35. Thinornis novae zealcmdiac abgebildet; W. Biüler, B. New Zeal. Vol. 2. Vanellus cayanus abgebildet; H. Seebohm, Charadr. T. 10. Ordnung L a m e 1 1 i r o s t r e s. Vergl. R.W. Shufeldt oben S. 107. Familie Cygnidae. Cygnus dawidi u. bewicki abgebildet; Proc. Z. S. London 1887 T. 52, Familie Anseridae. Casarca variegata abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Familie Anatidae. Vergl. C. W. de Vis unter Palaeontologie oben S. 111. Anas cJilurotis abgebildet ; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Fuligida novae zealandiae abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Hymenolaemus malacorhynchus abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Nesonetta aucklandica abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Querquedida antardica n. sp. von Süd-Georgien, selu' ähnlich. Qu. eatoni; J. Cabanis, Journ. Ornith. 36 p. 118 T. 1. Bhynchaspis variegata abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Ordnung Stegauopodes. Vergl. R.W. Shufeldt oben S. 107. Familie Phalacrocoracidae. Vergl. C. W. de Vis oben S. 111 unter Palaeontologie. Phalacivcorax varius, imperialis, punctatus und featherstoni abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Sula gossi Ridgw. Ms., n. sp. und S. brewsteri n. sp. von San Pedro Martir im Golf von Californien; N.S.Goss, Auk 5 p.241 u. 242. Familie Sternidae. Sterna frontalis u. antardica abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Familie Laridae. Larus bulleri und scopulinus abgebildet ; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. — L. eburneus, Nest, Eier und Dunenjnnge beschrieben; R. CoUett, Ibis (5) 6 p. 440-443 T. 13. Arch. f. Naturgescli. Jahrg. 1889. Bd. II. H. 1. H 162 Anton Reichenow: Bericht etc. Familie Procellariitlae. Vergl. RW. Shufeldt oben S. 107. 0. Salvin, kritische Bemerkungen über Arten der Gattungen Puffimis und Oestrelata; Ibis (5) 6 p. 351—360. Aestrelata sandioichensis ßidgw. identisch mit Ae. phaeopygia Salv. ; R. Ridgway, Proc. ü. St. Nat. Mus. 11 p. 104. Diomedea exulans abgebildet ; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. Oceanodroma leucorhoa u. ynaa-odactijla n. subsp. von Guadelupe Ins., Unter- Californien; W. E. Bryant, Bull., Calif. Ac. Sc. 2 p. 450-451. Oestrelata affinis abgebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. — Oe. heraldica n. sp. von Chesterfield- Island (W. Pacifik), ähnlich Oe. mollis (Grould) und Qe. hypoleuca n. sp. von der Krusenstern-Insel (Nord-Pacifik) , ähnlich Oe. torquata-^ 0. Salvin, Ibis (5) 6 p. 357 u. 359. Puffmus hulleri n. sp. von Neu-Seeland ; 0. Salvin, Ibis (5) 6 p. 354 — ab- gebildet; W. Buller, B. New-Zeal. Vol. 2. — P. cuneatus n. sp. von den Krusen- stern- Inseln, ähnlich P. creatopus; 0. Salvin, Ibis (5) 6 p. 353. — P knudseni n. sp. von Hawai (vielleicht identisch mit P. cuneatus Salv.) ; L. Stejneger, Proc. IT. St. Nat. Mus. 11 p. 93. Thyellodroma n. g. Typus: Puffimis sphenurus; L. Stejneger, ebenda p. 93 Note. Familie Alcidae. Vergl. R. W. Shufeldt oben S. 107 u. 108 und F. E. Beddard S. 104. Alca impennis, Notizen über frühere Verbreitung; F. A. Lucas, Auk 5. p. 278—283. - A. impennis. s. F. P. Hardjy, oben S. 102 u. S. 104. Familie Spheniscidae. Vergl. F. E. Beddard oben S. 104. Apitenodytes forsten, Monographie der Art, scheint nur den antarctischen Continent, Victoria -Land, zu bewohnen; P. L. Sclater, Ibis (5.) 6. p. 325 bis 334. Eudyptes antipodum und atratus abgebildet; W. Buller B. New Zeal. Vol. 2. Ordnung Brevipennes. Vergl. C. W. de Vis oben unter Palaeontologie S. 111. W. K. Parker bespricht das Vorkommen von Krallen an den Fingern der Ratitae; Ibis (5.) 6. p. 124—128. Mit Holzschnitten; vergl. auch oben S. 109. Apteryx hulleri n. sp. von Nord- Insel; R. B. Sharpe, Trans. N. Z. Instit. 21. p. 224, abgebildet; AV. Buller, B. New Zeal. Vol. 2. — A. oweni abgebildet; ebenda. Binornis elephantopus, giganteus, maximus, Abbildungen von Sceletteilen; W. Buller, B. New Zealand 1. u. 2. Dromaeus patricius n. sp. foss. aus dem Posttertiär von Queensland; C. W= de Vis, Proc. L. Soc. N. S. Wales 3. p. 1290-1292 T. 36. Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des Jahres 1888. Von Dr. Oskar Boettg-er in Frankfurt am Main. Reptilia. Literatur. Die Berichte über Vertebrata im „Zool. Jahres-Be- richt für 1886 und 1887, herausgegeben von der Zooh Station in Neapel. Berhn, R. Friedländer & Sohn" 170 und 182 pag. heferten M. V. Davidoff & C. Emery ; den Bericht für F. E. Beddard's Zoolog. Record for 1887. London, 8*^: Bd. 24 des Record of Zoolog. Litera- ture (Reptilia pag. 1 — 28, Batrachia pag. 28 — 34) erstattete wie seit- her G. A. Boulenger. Letzterer gibt darin zahlreiche synomTnische Bemerkungen, die Ref. schon im vorjährigen Bericht benutzen konnte. E. L. Trouessart stellt in seiner „Analyse des Travaux relatifs aux Vertebres fossiles, publies en 1885—87. Paris 1888, 8». 126 pag." aus: Annuaire Geol. Univ. Bd. 3, 1887 die in den Jahren 1885—87 neu beschriebenen fossilen Reptilien und Batrachier zusammen. P. P. C. Hoek. Bibliographie der Fauna van Nederland. Leiden 1888, 80. 96 pag. Geschichte, Sage. T. Salvadori gibt die Publicationsdaten von Bonaparte's „Jconografia della Fauna Italiana" und eine Liste aller in den 30 Heften (1832— 41) dieses Werkes abgebildeten Arten. Der alphabetische Index für die Reptilien und Batrachier findet sich auf pag. 18—21. BoU. Mus. Zool. Anat. comp. Torino Bd. 3, No. 48. 25 pag. Mittheiluugen über die Schlange im Mythus und Kultus der Völker macht M. Winternitz. Mitth. Anthrop. Ges. Wien Bd. 18, Heft 1. — Ref. in Naturforscher 21. Jahrg. pag. 316—318. C. Greve bringt kurze Notizen über Aberglauben der Russen, welcher sich an Kröten, Frösche und Ringelnatter anknüpft. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 277, 11* 164 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen L. L. Frost tlieilt eine indianische Eidechsensage mit. Amer. NaturaUst Bd. 22 pag. 477—478. Notizen über die Bis-Cobra, die Geschichte des Namens und die Giftigkeit, die man dieser Eidechse (Eubkpharis) in Indien zu- schreibt, bringt G. A. Da Gama. Journ. Bombay Nat. Hist. Soc. Bd. 3, No. 3.^— Ref. in Nature Bd. 38 pag. 624—625. — Vergh auch unten unter Eublepharidae. Museen, lieber das neue ReptiHenhaus im Hamburger Zool. Garten berichtet E. Fried eh Seine Einrichtung wird beschrieben und die Insassen erwähnt. Von Crocodihern werden aufgezählt Crocodüvs vulcjurk^ Jucare latirostris aus Argentinien und Alligator lucius; von Eidechsen sind Varanus nü oticus, Tejus teguexin, Iguana tuherculata und Cydodus gigas, von Schildkröten Emys orhicularis, Chrysemys picta, Hydraspis wagleri, Cydanosteus Senegal ensis, Sterno- thaerus nigricans und sinuatus, Testiido graeca, radiata, tahidata und Cinixys helliana, "von Schlangen Boa constrictör, Morelia argus, Python molurus und sehae, Heterodon 7nadagascariensis , Crotalus rhomhifer, Vipera mtsicornis und ammodytes vertreten. Von Batrachiern ist bis jetzt nur Ceratophrys ornata vorhanden. Im Aquarium befanden sich ausserdem u. a. noch Megalohatrachus maximus und ein gelblich- weisser Axolotl-Blendling. Zool. Garten 29. Jahrg. pag. 46 — 49 und 52 — 53. — lieber denselben Gegenstand macht auch H. Bolau Mit- theilungen. Die Gesammtkosten des Gebäudes, das eingehend be- schrieben und abgebildet wird, betrugen 17 800 Mark. Sein Inhalt, der aufgezählt wird, besteht aus 105 Reptihen und 3 Batrachiern. Ebenda pag. 201—208, 3 Figg. Von Kriechthieren erwähnt E. Friedel aus dem Kölner Zool. Garten nur Alligator li/cius und Chelydra serpentina. Ebenda pag. 87. Bei einem Besuche der Museen von Brüssel, Bonn, Berlin, Leip- zig, Dresden, Prag, Wien, München, Stuttgart, Tübingen, Darmstadt, Strassburg, Paris und Boulogne hat A. Smith Woodward den Fossil- resten von Wirbelthieren seine Aufmerksamkeit gewidmet und kurz darüber referiert. Von Reptilien und Bati-achiern werden aus Brüssel erwähnt die Iguanodonten des Wealden und Psephophon/s rupelie^vsis, von Bonn Pterodactylus crassirostris Goldf., von Berlin Weissia bava- rica Branco, von Leipzig und Dresden die Sammlungen sächsischer, von Prag die böhmischer Stegocephalen und Reptilien des unteren Perm, von Wien der miocaene Psephophorus polygonits See\. und die Reptilien der Gosaukreide, von München der Camps ognatlms Wagn. und zahlreiche Pterodactylen und Lacertilier, Ichthyosauren von Banz und Lariosaurus aus der italienischen Trias, von Stuttgart die Ba- trachier und Reptilien aus dem Keuper und der Lettenkohle Wih^ttem- bergs, Belodon, der Dinosaurier Zanclodon, Aetosaurus ferratus und grosse Stegocephalen, sowie schöne Ichthyosauren aus dem Lias, von Tübingen Zanclodon und Chelythermm ohscurum v. Mey. aus der Trias, Teleosauren und Ichthyosauren, sowie Pterodactylus suevicus und Rhacheosaurus, von Darmstadt die Crocodilreste von Messel und in der Herpetologie während des Jahres 1888. 165 namentlicli ein vermuthlich zu Rhamphosuchus gehöriges Stück, von Strassburg eine schöne Ichthyoscmrvs-Ylosse. und von Paris u. a. die Reptilien und Batrachier aus dem Perm von Autun. Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 395—404. Im Jahresbericht für 1887 macht Fr. von Hauer Mittheilungen über den Zuwachs der Sammlungen des Naturhist. Hofmuseums in Wien. Danach kamen in diesem Jahre hinzu 130 Arten von Kriech- thieren in 341 Exemplaren, u. a. Zamenis geinonensis von Mehadia (Banat), Ophisaiirus apus von Ragusa und Liopliif^ merremi und Diplo- glossus fasciatus vom Corcovodo bei Rio de Janeiro. Ann. Naturh. Hofmus. Wien Bd. 3. A. M. Kulagin bringt Beschreibung und Listen der Reptil- und Batrachiersammlung des Museums der Ksl. Moskauer Universität. Nachr. (Iswest.) Ksl. Ges. Freunde Naturw., Anthr. u. Ethn. Moskau Bd. 56, Lief 2, 4«. 39 pag. (russ.) Technische Hilfsmittel, Methoden. In ,,G. Neumayer's An- leitung zu wdssenschaftl. Beobachtungen auf Reisen Bd. 2, Berlin, R. Oppenheim, 2. Aufl. 1888, 8°" behandelt A. Guenther auf pag. 405 bis 418 das Sannnein von Kriechthieren. Methylisierter Spiritus sei nicht zu empfehlen. Durch faulende Exemplare könne der Inhalt einer ganzen sonst guten Kiste verdorben werden: bereits angefaulte Stücke eigneten sich nur noch zum Abbalgen oder zum Skelett. Als besonders sammelwerth werden bezeichnet die grossen Landschild- kröten der Maskarenen, aUe Trionychiden , Sp)hargis, zahlreiche Crocodiliden , llattcria, Ilelodermu, Tradtycepltahis, Oreocepliahis, Metopoceros und Seeschlangen. Die Rathsclüäge des Altmeisters der Herpetologie sind in hohem Grade beachtenswerth. Die besten Methoden, Nervenendigungen für die mikroskopische Untersuchung mit Goldchlorid zu färben, stellt W. Kühne zusammen. Zeitschr. f. Biologie Bd. 23 (1887) pag. 1—148, Taf. A — Q. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 673 — 674. Werke allgemeineren Inhalts. Von ,, Bronns Klassen und Ord- nungen des Thierreichs Bd. 6, Abth. 3: Reptilien, bearbeitet von C. K. Hoffmann", erschienen 1888 die Lieferungen 57 — 64 mit pag. 1825—1920 und Taf. 138—144. Sie enthalten den Schluss des bio- logischen Theiles und das Register zum dritten Abschnitt: Schlangen, sowie den Anfang der Entwicklungsgeschichte der Reptilien. Nach den nöthigen Literaturangaben folgen allgemeine Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte und sodann Abschnitte über Furchung, An- lage des Canahs neurentericus, Entwicklung des Mesoblasts und der Chorda dorsalis, über die ersten Leistungen der Keimblätter, über Canalis neurentericus und den Primitivstreif bei den Eidechsen und Schlangen, über Abschnürung und Krümmungen des Embryo, über die weiteren Leistungen der Keimblätter und über die Allantois. Die Tafeln 141 — 144 bringen durchweg Originalzeichnungen, welche jüngere Entwicklungsstadien von Lacerta muralis und agilü und von Tropidonotus natrix darstellen. Leipzig, C. F. Winter, 8''. 166 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Künstlerische lebenswahre Abbildungen u. a. von 10 Reptilien bringt „Der Zoologische Garten. Leipzig, J. J. Weber, 1888." Diese Tafeln in Folio sind von Specht, Mützel, Beckmann, Leutemann u. a. nach der Natur gezeichnet. H. Lachmann. Das Terrarium, seine Einrichtung, Bepflanzung und Bevölkerung. Magdeburg, Creutz 1888, S^. 8, 120 pag., Figg. Allgemein Anatomisches. G. Rolleston. Forms of Animal Life. A Manual of Comparative Anatomy, with descriptions of selected types. 2nd. Edit., revised by W. H. Jackson. Oxford 1888, 8«. 938 pag., 14 Taf. Ein Handbuch der vergleichenden Anatomie wesentlich zum Gebrauch für Studierende. In einer morphologischen Studie über den ehemaligen und den neueren Mund der Wirbelthiere bringt J. Beard weitere Beweise für die Ansicht, dass der jetzige Mund der Vertebraten eine verhcältniss- mässig neue Anpassung ist, und bemerkt, dass sich im Parietalauge der Reptilien und Batrachier und in den Rudimenten der Kiemen- sinnesorgane und der dazu gehörigen Ganghen bei den Reptilien Reste finden, welche die Existenz einer älteren Lageform der Mund- öffimng wahrscheinlich machen. Verf. betrachtet die Hypophyse als dabei in erster Linie betheiligt. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 1 5 — 24 und Nature Bd. 37 pag. 224—227, Fig. W. K. Parker macht in seiner Arbeit über Reste und Spuren von batrachier- und reptilartigem Bau bei den Vögeln eingehend auf das Jacobson' sehe Organ und Reste einer Knorpelkapsel bei gewissen Reptilordnungen aufmerksam und bespricht den Palato-Pterygoid- bogen und das Parasphenoid bei Batrachiern und Reptilien und das praenasale Rostrum bei Batrachiern und Ichthyopterygiern. Der Kopf der Vögel zeige Anklänge an den der Ichthyosauren, Nacken und Gliedmassen an die der Plesiosaurier und die Extremitäten auch an die der Pterosaurier. Proc. Roy. Soc. London Bd. 43 pag. 397 — 402. — Ref. in Nature Bd. 37 pag. 501—502. Integumentalgebilde. In einer Mittheilung „Altes und Neues über Zellen und Gewebe" fasst Fr. Leydig seine früher gewonnenen Resultate über Schichtung des Protoplasmas zusammen. Er fand u. a. längsstreifige Sonderung des Protoplasmas in den Epidermiszellen von Hyla arhorea, querstreifige in den Epithelzellen der Oberlippen- drüse der Schlangen und der Daumendrüse der Batrachier, durch die ganze Zelle radiärstreifige bei jungen Eierstockseiern von Rana arvalis, durch die Rindenschicht der Zelle radiärstreifige bei Eier- stockseiern von Reptilien und netzartige Sonderung des Protoplasmas in Zellkernen und Blutkörperchen von Molge und Schleimzellen von Anguis. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 255. Nach G. Wolff haben alle Batrachierlarven — Salamandra, Molge — zweierlei Epidermis, flimmernde und nichtflimmernde. Bei allen ist eine ächte Cuticula vorhanden, die besonders bei Sala- mandra atra sehr deutlich ist. Nur die Epidermis der Perenni- branchiaten behält den Larvenzustand dauernd; bei den Batrachiern in der Herpetologie während des Jahres 1888, 167 mit Verwandlung ist die sich häutende Cornea die einzige Stelle, wo die Verhältnisse mit denen der Larve übereinstimmen. Auch bei den lungenathmenden Batrachiern fand Verf. eine Cuticula und ebenso bei Embryonen und bei erwachsenen Lacerten, bei den beiden letzteren auf der Epitrichialschicht. Bei Vögeln und Säugern konnte sie da- gegen nicht nachgewiesen werden. Die Cuticula scheint eine wesent- liche Bedingung für den Häutungsprozess zu sein; die Häutung ist eine nothgedrungene Anpassung an eine vorhandene Cuticula. Die Cuticula der Wirbelthierepidermis. Inaug.-Diss. Heidelberg 1888, 8". 22 pag., 1 Taf. und Jena. Zeitschr. Naturw. Bd. 23 (1889) pag. 567 —584, Taf. 28. Mittheilungen über die verschiedenen Arten der Häutung im Allgemeinen und bei Lucerta, Vipern und Megalobatm.chis im Spe- ciellen macht M. Bartels. Er unterscheidet eine Desquamatio foliacea bei Eidechsen von der Desq. totalis bei gewissen Eidechsen und den Schlangen. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berhn pag. 67 — 69. In seiner Arbeit über die „Pigmente der Hautdecke und der Iris" beschreibt Fr. Leydig einen Blendling von Coronellu anstriaca, dem, im Leben durchaus hell rosenroth, alles dunkle Pigment fehlte ; nur an der unteren Hälfte der Iris war eine schwache Spur von dunklem Pigment zu entdecken. Das mit der Lupe sichtbare weiss- liche „Pigment" dieses Blendlings bestand, netzartig vertheilt, aus Guanin. Das Fehlen des dunklen, aber das Auftreten des Guanin- pigmentes spricht dafür, dass letzteres in nothwendigerem Zusammen- hang mit den Bedürfnissen des Lebens steht als ersteres. Weitere Mittheilungen pag. 247 beziehen sich auf Kalkablagerungen und harnsaure Concremente in der Haut von Reptilien und Batrachiern; pag. 252 auf das feinkörnige metallglänzende Pigment in der Iris von Bufo und Bomhinator, auf das harnsäurehaltige Pigment in der Iris der Schlangen und auf den individuellen Wechsel von dessen Färbungsintensität. Endhch berichtet Verfasser zusammenfassend über das schwärzliche Pigment der Hautdecke, welches in Form ver- ästigter Zellen auftritt, die auch pigmentlos vorkommen können, mit Bindehautzellen zusammenhängen und mit Endausläufern der Haut- nerven zusammenfliessen. Auch über die Mechanik des Farbenwech- sels der Haut wird pag. 255 Licht verbreitet und über die grössere Constanz der Frenalbinde und die Zwischenaugenbinde Mittheilung gemacht. Verh. Phys.-med. Ges. Würzburg N. F. Bd. 22 pag. 241 — 265, — Auch separ.: Würzburg 1888, 8*^. 25 pag. Skelettsystem, lieber Reste oder Anklänge an reptihschen und amphibischen Bau im Schädel der Vögel vergl. W, K. Parker. Proc. Roy. Soc. London Bd. 43 p. 397—402. Ueber die Veränderungen in der phylogenetischen Entwicklung des ersten und zweiten Visceralbogens, ihren Functionswechsel bei den verschiedenen Wirbelthierklassen und ihre Homologien mit den Gehörknochen macht H. Gadow Mittheilungen. Verf. nimmt sieben Stadien dieser Entwicklung an; auf dem dritten Stadium bleiben 168 Dr. Oskar Boettg-er: Bericht über die Leistungen stehen die Caudaten, auf dem vierten die Anuren; auf dem fünften, das in drei Unterabtheilungen zerfällt, stehen die ReptiHen. Der ersten dieser Unterabtheilungen gehören die Geckoniden und die Rhynchocephalen an, der zweiten die übrigen Eidechsen, die Schild- kröten, Crocodile und einzelne Schlangen, der dritten die übrigen Schlangen und die Chamaeleonten. Proc. Roy. Soc. London Bd. 44 p. 143—145 und Phil. Trans. Bd. 179B p. 451—485, Taf. 71—74. In seiner Arbeit über die Anatomie der Stütz- und Bewegungs- organe der Vögel behandelt M. Für bring er vergleichsweise auch den Brustgürtel und die Vorderextremität der Reptilien. Bijdr. Dierk. Amsterdam Bd. 15. 49, 1751 pag., 30 Taf. A. Cuenod bespricht vergleichend die anatomischen und mechanischen Verhältnisse des EUenbogengelenks auch bei den Reptilien und Batrachiern. Internat. Monatschr. Anat. Phys. Bd. 5 pag. 385—430, Taf. 25—27. Ueber Reste oder Anklänge an reptilischen Bau in der Hand der Säugethiere macht H. Gr. Seeley bei Gelegenheit seiner Be- schreibung des triassischen Säugers Theriodesmiis Mittheilungen. Proc. Roy. Soc. London Bd. 43 p. 172. In einem Vortrag über Handskelett und Hyperdactylie be- handelt J. Kollmann eingehend auch die Organisation der Hand der Kriechthiere. Hyperdactylie sei atavistisch, nicht pathologisch; bei dem Uebergange der Fischflosse in die Batrachierhand seien einige Strahlen als Rudimente in letztere aufgenommen und von dort in die Hand der Reptilien und der höheren Wirbelthiere ver- erbt worden. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. p. 515 — 529, Taf. 2, Fig. 5 und (mit Nachtrag) Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 8 p. 604—634. — Discus- sion dieses Gegenstandes von Bardeleben, Fürbringer, Leboucq u. a. vergl. Anat. Anzeiger 1. c. p. 529 — 530. — Auch H, Leboucq berührt in seiner Notiz über das Fingerskelett der Pinnipedier und der Cetaceen die analogen Verhältnisse bei Ichthyosanrus cornaliamis und bei den Batrachiern. Ebenda p. 530 — 534. Muskelsystem. In seiner gi'ossen Arbeit über die Anatomie der Stütz- und Bewegungsorgane der Vögel bespricht M. Fürbringer vergleichsweise auch die Muskulatur der Schulter und des Ober- arms bei Crocodiliern , LacertiHern, Rhiptoglossen, Cheloniern und Batrachiern. Bijdr. Dierk. Amsterdam Bd. 15. 49, 1751 pag., 30 Taf. A. van Gebuchten hat den feineren Bau der gestreiften Muskelfaser einer Untersuchung unterzogen. Er bespricht die Muskeln von Rana tempomria und Molgc crkiata vergleichend mit denen der Reptihen und constatiert die Abweichungen der letzteren vom Froschtypus. Hauptresultat ist, dass die gestreifte Muskelzelle bei allen Wirbelthieren im Grossen und Ganzen von gleichem Bau ist. La Cellule (Louväin) Bd.4 p. 245— 316, 3 Taf. L. Kerschner macht auf die sogen. Muskelspindeln u. a. beim Gecko und Frosch aufmerksam, welche speciale Nervenendigungen enthielten und deshalb als Specialsinnesorgane, vielleicht als Sitz in der Herpetologie während des Jahres 1888. 169 des Muskelsinns, aufzufassen seien. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 126—132 und 288—296. Nervensystem. L. Edinger hat das Vorderhirn der Wirbel- thiere einer vergleichenden Betrachtung unterzogen, um gemeinsame und trennende Merkmale bei den verschiedenen Thierklassen zu finden. Er untersucht mehr den Bauplan im Grossen, als die feinere histiologische 1'extur. Als Beispiele unter den Batrachiern werden Embryonen und erwachsene Thiere von ßaJamandru, Molge, Am- hlystoma, Rana und Bnfo , unter den Reptilien LaceHa agilis und viridis, Anguis, Emys und Tropidonotvs in Schnittserien vorgeführt, die nach der Weigert'schen Haematoxylinmethode gefärbt wurden. Das Batrachiergehirn ist das einfachste in der Wirbelthierreihe: bei ihm zuerst tritt ein Lobus occipitalis an jeder Hemisphaere auf. Seine Grundformen sind im Reptilgehirn noch nachzuweisen, aber hier tritt zum ersten Mal eine Hirnrinde auf, sowie die ersten mark- haltigen Stabkranzfasern in der inneren Neurogliaschicht, die Ammonsformation und der aus ihr entspringende Fornix. Während der Hirnmantel wesentliche Veränderungen erfährt, bleibt das Stammgknglion nach Lage und Bau in der ganzen Wirbelthierreihe im Wesentlichen gleich. Verf. beschreibt mehr oder weniger ein- gehend 1. ein basales Vorderhirnbündel [vergl. Ber. f. 1887 pag. 162], 2. und 3. ein Medianbündel und ein Mantelbündel bei den Selachiern, 4. ein Bündel der sagittalen Scheidewand bei den Reptilien, 5. Fornix und Commissura fornicis, 6. die vordere Commissur mit der Portio olfactoria und 7. Corpus callosum. Abb. Senckenberg. Nat. Ges. Frankfort Bd. 15 pag. 89—121, Taf 1—4. — Ref in Arch. f Psychiatr. Bd. 20 pag. 18 — 20 und München. Med. Wochenschr. Jahrg. 35, No. 27. Beiträge zur Morphologie und Entwicklungsgeschichte des Nervensystem der Wirbelthiere hat J. Beard gegeben. Untersucht wurde auch Lacerta, sowie Salamundra, Molgc und Rana. Ein- gehend beschreibt Verf die Kopfganglien des Frosches. Die Lateral- ganglien bilden sich aus der inneren Lage des Epiblasts und trennen sich von ihm, bevor die Neuralganglien sie erreichen. Diese Lateralganglien existieren also, ja ihre Anlagen übertreffen an Grösse sogar bei weitem die Neuralganglien. Das wichtigste all- gemeine Resultat der Untersuchung ist, dass der Zwischenstrang grade der Theil des Epiblasts oder Ectoderms ist, der nicht an der Bildung der Cranial- oder Spinalganglien theilnimmt, dass eine Zwischenrinne im Sinne von His nicht existiert, dass aber im Gegen- theil im Kopf wie im Rumpf ein Zwischenstrang vorhanden ist. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. p. 874—875 und 899--901. — Ref in Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 1132—1134. Vergleichende Untersuchungen über die centrale Endigung des Nervus opticus bei den Wirbelthieren hat J. Bellonci angestellt. Zu seinem ersten Typus gehören Batrachier und Reptilien, von denen er einerseits Siredon, Molge, Bnfo und Rana., andererseits Lacerta, 170 Dr, Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Tropidonotus, Emys und Testndo geprüft hat. Verf. bestreitet die Nothwendigkeit, mit Bechterew das Vorhandensein eigener optischer Fasern anzunehmen, welche direct zum motorischen Centrum der Pupille führen; wahrscheinlich endige keine einzige Opticusfaser in anderen Gehirntheilen als im Corpus opticum. Zeitschr. Wiss. Zool. Bd. 47 pag. 6—13, 4 Figg., Taf 1—8. Eingehende anatomische Untersuchungen über die Nervenver- sorgung der Mund- und Nasenhöhlendrüsen bei den Kriechthieren hat E. Gaupp veröffentlicht. Die Beobachtungen wurden gemacht an Salamundru maadosa; Rana escidenta und temporaria, Bomhinator igneus und Btifo vulgaris; Testudo graeca und Trionyx; Chamaeleon vulgaris; Gecko guttatus und Lacerta agilis\ Crocodilus tndgaris; Pijthon, Tropidonotus natrix und Vipera berus. Maxillare Oberhppen- drüsen liegen nach dem Verf. im Bereich des Os maxillare bei Sauriern und Schlangen ; zu ihnen gehört die Giftdrüse der Ophidier. Ihre Nerven erhalten sie vom R. maxillaris superior N. trigemini, Praemaxillare Oberlippendrüsen finden sich, scharf von ihnen ge- sondert, bei Eidechsen und Schlangen und werden vom R. superior desselben Nerven versorgt. Vomerale Gaumendrüsen, vom *N. pala- tinus unmittelbar versorgt, finden sich bei Sauriern — hierher auch die „Rachendrüschen" der Anuren und die Intermaxillardrüschen der Batrachier — , praemaxillare Gaumendrüsen, vom R. primus N. trigemini versorgt, bei Schildkröten, maxillare Gaumendrüsen, ge- wöhnlich aus dem Plexus sphenopalatinus versorgt, bei Sauriern und Cheloniern, und Gaumenbeindrüsen, vom R. palatinus des N. facialis innerviert, bei Anuren. Die ünterlippendrüsen der Eidechsen und Schlangen stehen sämmtlich mit dem N. alveolaris inferior in Be- ziehung. Drüsen des Mundhöhlenbodens, welche vom N. glosso- pharyngeus versorgt werden, finden sich als Zungendrüsen bei Ba- trachiern und Reptilien, solche, welche im Bereich des N. trigeminus und des N. facialis liegen, wahrscheinlich als Unterzungendrüsen, bei Schildkröten, Eidechsen und Schlangen. Vermuthlich ebendahin ge- hören auch die lateralen Zungendrüschen bei Cheloniern und Sauriern. Im Bereiche der Nasenhöhle finden sich ziemlich constant eine äussere, vom N. externus narium versorgte Drüse bei Batrachiern und Rep- tilien und eine septale, vom N. septi narium innervierte Drüse bei ersteren und einigen Schildkröten. Morpliol. Jahrb. Bd. 14 pag. 436 —489, Taf. 19, Fig. 1—6. G. Saint-Remy hat den Bau des Filum terminale des Rücken- marks auch bei Kriechthieren geprüft und an ihm embryonale Kenn- zeichen gefunden. Ein Sinus terminalis fehlte den untersuchten Reptilien und Batrachiern. Internat. Monatsschr. Anat. Phys. Bd. 5 pag. 17—38 und 49—63, Taf. 1. — Ref. in Bull. Soc. Sc. Nancy (2) Bd. 9 pag. 20—21. Vergleichende histiologische Untersuchungen über den Bau des Achsencylinders und der Nervenzellen hat J. Ja kimo witsch auch an Reptilien und Batrachiern angestellt. Er erkennt den fibrillären in der Herpetologie während des Jahres 1888. 171 Bau des Achsencylinders und der Ganglienzelle an, glaubt aber, dass die Fibrillen aus einer Reihe von Nervenkörperchen bestehen. Journ. Anat. et Phys. 24. Jahrg. pag. 142 — 168, Taf. 7. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 556. Nach S. Pansini kommen die Golgi'schen Nervenkörperchen auch bei den Kriechthieren vor, erreichen aber erst bei den Säugern ihre höchste Complication. Boll. Soc. Nat. NapoH (1) Bd. 2 pag. 135 —160, Taf. 4—7 und Riforma Medica, Roma Bd. 4 pag. 752—758. Sinnesorgane. P. Francotte's ausführliche Mittheilungen über die Entwicklung der Epiphyse bei Anqvis und Lacerta [vergl. Ber. f. 1887 pag. 163] finden sich in Arch. de Biol. Bd. 8 pag. 757—821, Taf. 39 — 40. — Vergl. auch unten Strahl & Martin unter Lacer- tilia, Sinnesorgane. Aus Ph. Owsiannikow's Arbeit über das dritte Auge von Petromyzon ist für uns der Nachweis von Interesse, dass das Parie- talorgan kein Wärmesinnesapparat gewesen sein kann. Verf. erklärt es nach Bau und Stellung für ein richtiges, wenn auch verkümmertes Sehorgan. Er untersuchte dasselbe übrigens auch bei Phrynocephalus, Stellzo, Ophismirus, Angids, Lacerta und ('hamaeleon, sowie bei Rana. Mem. Acad. Sc. St.-Petersbourg (7) Bd. 36, No. 9. 26 pag., 1 Taf R. Hanitch findet das Pinealauge bei der erwachsenen Angids mehr entwickelt als beim reifen Embryo. Er hält dasselbe für ein noch functionierendes Wärmesinnesorgan. Auch bei der jungen Vipera ben/s hat Verf. ein Pinealauge beobachtet. Proc. Biol. Soc. Liverpool Bd. 3 pag. 87—95, Taf. 1. Hierher noch A. Cionini in Rivista Speriment. Freniatr. ecc. Bd. 14 pag. 65 und J. Th. Cattie in Handel. L Ned. Nat. en Geneesk. Congr. Amsterdam v. 30. Sept. und l.Oct. 1887. Haarlem 1888 pag. 133. Nach ersterem ist die Epiphyse nicht dem ganzen Parietalauge, son- dern blos dem Opticus desselben homolog. Die Arbeit von M. Duval über das dritte Auge der Wirbelthiere ist eine wesentlich compilatorische und bietet nichts Neues. Journ. de Microgr. Paris 12. Jahrg. pag. 250 ff. und 13. Jahrgang (1889), Figg. lieber das Verhalten der nervösen Elemente in der Retina der Reptilien bei Behandlung mit Methylenblau berichtet A. S. Dogiel, wesentlich nach Versuchen an der Schildkröte. Danach sind in der Netzhaut zwei Arten von Nervenzellen anzunehmen. Die eine Art zeichnet sich dadurch aus, dass alle Zellfortsätze sich theilen und Netzbüdungen eingehen; die andere Form besitzt nicht blos sich theilende, protoplasmatische Fortsätze, sondern auch einen ungetheilt verlaufenden Achsencyhnderfortsatz , der in eine Nervenfaser über- geht. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 133 — 143, Fig. 2 und Wratsch 1888, No. 24 (russ.). 172 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen P. Lachi hat die Chorioidea und ihre Plexus anatomisch und entwicklungsgeschichtlich einer vergleichenden Betrachtung unter- zogen. Von Reptilien wurden Schildkröte, Lacerta, Zamenis, von Batrachiern Rana untersucht. Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa. Mem. Bd. 9 pag. 1—96, 1 Taf. lieber Pigmente der Iris vergl. oben Fr. Leydig pag. 167. Eingehende anatomische und histiologische Beobachtungen am Augenlidapparat der Schlangen und Geckonen theilt E. Ficalbi mit. Die uhrglasförmige Augendecke derselben ist eine modificierte Schuppe ; die Falten, welche diesen Meniscus begränzen, entsprechen den Inter- squamalfalten. Ihrer Epidermis fehlt die ,,Pellicula" bei Zamenis in der Mitte, bei Turentola in ihrer ganzen Ausdehnung; ihr Derma enthält ein Gefässnetz. Bei Tarentola ist ausserdem eine palpe- broide Falte zu bemerken, die aber nicht als der Anfang eines Augenlids aufzufassen ist. Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Mem. Bd. 9 pag. 335—355, Taf 7. Verdauungsorgane. G. Killian hat -die Bursa und Tonsilla pharyngea entwicklungsgeschichtlich und vergleichend - anatomisch untersucht. Eine Bursa fehlte sämmtlichen untersuchten Reptilien und Batrachiern; vorhanden sind Rachentonsillen bei Crocodilus vulgaris (Fig. 50) und LaceHa agilis, und Spuren derselben bei Rana temporaria und Salamcmdra. Morphol. Jahrb. Bd. 14 pag. 618 —711, Fig. 50, Taf 25, Fig. 49. Kurze Notizen über die Form der Zähne bei den Reptilien gibt bei Gelegenheit seiner Besprechung des möglicherweise dualistischen Ursprungs der Säugethiere St. George Mivart. Proc. Roy. Soc. London Bd. 43 p. 373 — 374. — Ueber Reptilcharaktere an den Zähnen der Säugethiere macht auch H, G. Seeley interessante Mitheilungen. Namentlich werden bei dieser Gelegenheit auch Form und Bau der Zähne von CJilamydosaurus , Amhlyrhynchus (Fig. 8a), Iguana, Ameiva (Fig. 8b)j Cnemiclophorus , Tejus (Fig. 6 — 7), Dimorphodon, Placodus, Ichthyosaurtis, Polyptychodon, Hyperodapedon und der Theromoren Cynodraco, Lycosaurus, Deuter osaurus (Fig. 1), Glaridodon (Fig. 2), Galesuurus (Fig. 3) und Empedias (Fig. 4 — 5) besprochen. Die grösste Differenzierung der Reptilzähne findet sich nach Verf bei den geologisch ältesten Formen, den Theromoren ; doch auch neuere Gruppen, wie Crocodile und Eidechsen, zeigten auch jetzt noch erhebliche Differenzierungen. Ebenda Bd. 44 pag. 129—141, 8 Figg. R.Boulart l)estätigt die plexusartige Anordnung der Gallengänge bei Schlangen der Gattungen Crotalus, Bothrops, CoeJopcltis, Zamenis, Tropidonohis, Boa und Python; bei Varanus arenariiis, hengalensis und hioittatus und bei Ophisaurus, Gecko, Eumeces und LaceHa fand er eine wechselnde Anzahl von sehr feinen Gallen- canälchen. Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (8) Bd. 5 pag. 224 — 225. — Vergl. unten auch Beddard unter Lacertilia, Verdamm gsorgane. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 173 Mittheilungeu über die Form der Kloakenöffnung bei den Schlangen — Pelamis — und bei den Eidechsen — Lacerta, Anguw, Chalcides und Tarentola — und über die Kloakentaschen der Schlangen und von Tarentola bringt E. Ficalbi. Er unterscheidet eine innere und eine äussere Kloakenöffnung, die nicht immer mit einander zusammenfallen. Die Kloakentaschen sind extracloacale Hautsäcke ohne eigentlichen Drüsenbelag, deren Epiderm aber eine Substanz abscheidet, die sich aus der Degeneration seiner Zellen bildet; bei Tarentola öffnen sich diese Taschen nach aussen. Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Proc. Verb. Bd. 6 p. 142—154. Respirationsorgane. Notizen über die Entwicklung der Thy- mus bei Reptilien bringt J. F. van Bemmelen. Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 1, Versl. pag. 140—142. Circulationsorgane. „Beiträge zur vergleichenden Anatomie des Herzens der Reptilien" brachte F. R. Gas eh. Untersucht wurden Troiyidonotus natrix; Chamaeleon vulgaris; Ophisavrtis apus, LaceHa viridis und agilis; Alligator lucius; Emys orhicidarü, Chelydra serpentina und Chelonia mydas, und namentlich dem Septum ventriculorum , dem Septum atriorum, der Mündung der Vena pulmonalis und den Venenmündungen im rechten Vorhofe wird Beachtung geschenkt. Verf. kommt zu dem Schlüsse, dass, wenn man aus physiologischen Gründen auch vielleicht berechtigt sein mag, die ,, Muskelleiste" der Eidechsen, Schlangen und Schildkröten mit dem Septum ventriculorum der Crocodile und Vögel zu ver- gleichen, man sie doch anatomisch nach Lage und Ausbildung nur einem Theile jener Scheidewand gleichstellen dürfe. Die übrigen zahlreichen Details sind einer kurzen Berichterstattung nicht fähig. Die Abbildungen beziehen sich auf das Herz von Alligator und Tropidonotus. Arch. f. Naturg. 54. Jahrg. Bd. 1 pag. 119 — 152, Taf. 11—12. — Auch separ.: Berlin, Nicolai 1888, 8o. 32 pag., 2 Taf. Inaug.-Dissert. Leipzig. Ueber die Lageveränderungen des Herzens bei Reptilien und Batrachiern stellt M. Fürbring er theoretische Betrachtungen an. Eine hintere Gränze für solche Verschiebungen ist dem Herzen ge- setzt durch die Arterien, welche die Vordergliedmaassen speisen; wenn diese Gliedmaassen fehlen, wie bei den apoden Lacertiliern, Schlangen und CaeciHen kann das Herz viel weiter nach hinten rücken. Bijdr. Dierk. Amsterdam Bd. 15. 49,1751 pag., 30 Taf. Ueber die Bedeutung und Verwandtschaft der gTossen Arterien, welche bei den ReptiHen vom Herzen nach dem Kopf aufsteigen, macht J. F. van Bemmelen Mittheilungen. Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 1, Versl pag. 206—208. In einer Besprechung der Morphologie der Vena cava inferior erörtert L. Kerschner auch die einschlägigen Verhältnisse bei Rep- tilien und Batrachiern. Er erklärt das Nierenpfortadersystem der Batrachier als morphologisch gleichwerthig mit dem der Reptilien und betrachtet die Venae renales advehentes als bei beiden Thier- 174 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen klassen homologe Gefässe. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 815 — 816. — Dem widerspricht F. Hochs tetter auf das Entschiedenste. Ebenda pag. 872. — Dagegen repliciert L. K ersehn er. Ebenda pag. 943 — 947. F. Hochstetter fand bei Lacerta agilis und viridis und bei Chamaeleon vulgaris am entwickelten Thier ein Gekröse der hinteren Hohlvene, wie es den vom Verf. früher nachgewiesenen Verhältnissen bei Vogel- und Säugerembryonen entspricht. Aehnliches zeigt sich bei Emi/s orhicularis , während bei Tropidonotus nur im Embryo sich die Anlage eines solchen Gekröses nachweisen Hess. Die unter- suchten Arten von Salamandra, Molge, Proteus und Rana besassen ebenfalls ein Hohlvenengekröse , das aber, abweichend von dem der Reptilien, mit dem dorsalen Darmgekröse verwachsen ist. Ebenda pag. 965—974, Fig. 3. W. N. Parker hat Modelle hergestellt, welche die Verschieden- heit der Arterienbögen bei den verschiedenen Wirbelthierklassen im Wesentlichen nach Baur's Zeichnungen [vergl. Ber. f. 1887 pag. 165] veranschaulichen. Nature Bd. 37 pag. 499. In seiner Mittheilung über die Entwicklung der Arterienbögen bei den Vögeln und über ihre Beziehungen zu den Subclavien und zu den Carotiden bespricht J. Y. Mackay eingehend auch die ein- schlägigen Verhältnisse bei den Crocodiliern, Cheloniern, Lacertiliern und Batrachiern. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 179B pag. 111 —139, 4 Taf. Nach ihren Untersuchungen über den feineren Bau der rothen Blutkörperchen stimmen C. Cianci und G. Angiolella besser mit Brücke als mit Rollet überein. Sie finden durch die ganze Wirbel- thierreihe zwei Stoffe in den Blutkörperchen, einen, der ein Netz- werk bildet, und einen zweiten amorphen. Boll. Soc. Nat. NapoU (1) Bd. 1 (1887) pag. 67—74. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1888 pag. 928. Ueber Ursprung und Entwicklung der rothen Blutkörperchen hat L. Cuenot neue Beobachtungen an LaceHa agilis, Tropidonotus natrix, Rana esculenta, Bufo vulgaris und Molge marmorata, cristata und vulgaris angestellt. Die Milz der Kriechthiere enthält nach dem Verf. zwei Formen von Zellen, kleinere, welche die Kerne der späteren rothen Blutkörperchen sind und die Milz in einem unentwickelten Zustande verlassen, und grössere, welche bereits als fertig gebildete weisse Blutkörperchen in den Blutstrom übergehen. Die Entwicklung der rothen Blutzellen, die somit nicht in der Milz, sondern erst später in den Gefässen geschieht und in diesen beobachtet werden muss, wird w^eiter vom Verf. eingehend geschildert. Compt. Rend, Acad. Paris Bd. 106 pag. 673—675. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 395. Urogenitalsystem. M. Sacchi's Beitrag zur Histiologie des Oviducts der Sauropsiden [vergl. Ber. f. 1887 pag. 165] ist auch in Arch. Ital. Biolog. Bd. 9 pag. 267—285 abgedruckt. in der Herpetologie während des Jahres 1888. 175 Ontogenie. Vergleichende Untersuchungen über Spermatogenese der Wirbelthiere, mit besonderer Berücksichtigung der ReptiHen und Batrachier, hat F. Sanfelice angestellt. Die Batrachier nehmen zwischen Fischen und Amnioten eine vermittlende Stellung ein. Die Zellart, welche der Spermatogenese zu Grunde liegt, wird Germinal- zelle genannt. Aus diesen Germinalzellen entstehen die Spermato- blasten. Die Spermatozoon stammen direct von den Kernen der letzteren ab. Die bei den Batrachiern beschriebenen polymorphen Kerne sind bei allen Wirbelthieren vorhanden. Boll. Soc. Nat. Napoli (1) Bd. 2 pag. 42—98, Taf. 2—3 und Arch. Ital. Biolog. Bd. 10 pag. 69—123, 2 Taf. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1888 pag. 923-924. A. Prenant veröffentlicht Beobachtungen über die Sperma- togenese von Tarcntola, Anguis, Lacertu agüis und Vipera aspi^s. Er fand an den Spermatocyten einen Nebenkern, der in den Sperma- tiden am Vorderende des Kerns in Gestalt eines Halbmonds liegt. Aus ihm entsteht die Kopf kappe, die schliesslich abgeworfen wird. Eingehend wird die Bildung des Spermatozoenkopfs und des Mittel- stücks, das schliesslich jede Andeutung von Segmentierung verliert, verfolgt und beschrieben. La Cellule (Louvain) Bd. 4 pag. 183 — 195, Taf. 3. — Ref. in Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (8) Bd. 5 pag. 3—4 und Journ. Roy. Micr. Soc. London pag. 924 — 925. Vergleichende Mittheilungen über die Bildung und Differenzierung des Mesoderms bei den Wirbelthieren macht C. Rabl. Holoblnstische und meroblastische Eier sind nach dem Verf. von sehr verschiedenem "Werthe. Je nach der Menge des Nahrungsdotters ist die Gestaltung des Gastrulationsprocesses, mit dem die Mesodermbildung in engstem Zusammenhang steht, eine verschiedene. Die Homologien der Meso- dermbildung bei Batrachiern und Reptilien werden schhesslich vom Verf. ausführlich erörtert. Anat. Anzeiger 3. Jahrg. pag. 654 — 661, 3Figg. und pag. 667-673. Bemerkungen über die Epithelderivate der ventralen Darmwand hinter den Kiemenspalten bei Embryonen von Reptilien und Ba- trachiern und speciell über die sogen. Suprapericardialkörper bei Schlangen, Eidechsen und Batrachiern und über die Carotis externa bei Schlangen, Crocodilen und Schildkröten macht J. F. van Bem- melen. Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 2, Versl. pag. 37—39. E. Selen ka hat die Gaumentasche, die er am Vorderende der Chorda dorsalis von Diddphis entdeckt hatte, auch bei Reptilien und Batrachiern gefunden. Biol. Centr. -Blatt Bd. 7 pag. 679 — 683. Notizen über den Ursprung der Gliedmassen- und Zungen- muskulatur bei Eidechsen und Schlangen bringt J. F. van Bem- melen. Untersucht wurden Stadien mit vier und fünf Kiemen- taschen. Versl. Akad. Wet. Amsterdam (3) Bd. 5 pag. 202 — 205. Nach Versuchen F. Sanfelice 's an Amnioten und Batrachiern erfolgt die Regeneration des theilweise exstirpierten Hodens immer von praeexistierenden Geweben aus und zwar hauptsächlich ver- ]^76 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen mittelst der Tunicae propriae des Hodencanälchens und der Sertoli- schen Zellen. Arch. Ital. Biolog. Bd. 10 pag. 232—245, Taf. 8. Biologisches. Nach R. Schneider neigen viele Gewebe der Thiere unter geeigneten Bedingungen zu einer natürlichen Resorp- tion von Eisen. Verf. hat auch Kriechthiere in dieser Hinsicht ge- prüft und den Gehalt in Knorpelzellen, Knochensubstanz und Binde- gewebe, in Leber, Milz und Darm von Frotetts, in Zellkernen der Lymphkörperchen bei den Larven von Pelohates und Biifo und in den Zähnen von Batrachiern bestimmt. Der Eisengehalt mag eine gewisse Festigung der Organe bewirken und bei den Zahngebilden eine Schutzhülle darstellen. Abh. Akad. Wiss. Berlin 1888. 68 pag.^, 5 Taf. — Ref. in Humboldt 8. Jahrg. (1889) pag. 337—345, 1 Taf. 0. Boettger bringt, überall mit Belegen aus der transkaspischen Reptilwelt, Kapitel über den Einfluss von Klima und Boden auf die Körperbeschafienheit und speciell Mittheilungen über Locomotions- fähigkeit, Schutzvorrichtungen gegen Temperaturwechsel und Trocken- heit, Anpassungen an das Sandleben und Schutzvorrichtungen gegen Sand und Staui), Anpassungen in Färbung und Zeichnung und zum Zwecke des Nahrungserwerbs und über Sorge für die Nachkommen beim Leben in der Hungersteppe. Von besonderem Interesse dürften die vom Ref. gegebenen Erklärungen der sogenannten Ohren bei Phrynocephulus mystaceus pag. 969 und die Notizen über das Schrill- organ am Schwänze von Teratoscincns pag. 971 sein. Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 871—972. G. Carlet gibt eine Notiz über die terrestre Ortsbewegung — Kriechen und Springen — der vierfüssigen Reptilien und Batrachier im Vergleich mit der der landbewohnenden Säugethiere. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 107 pag. 562—564. P. C. Am ans bespricht dagegen vergleichend die Organe und die anatomischen und mechanischen Verhältnisse der aquatilen Orts- bewegung, namentlich auch von Rana^ MoJge und ihren Larven, sowie das Schwimmen von Scincus im Sande. Ann. Sc. Nat. (7) Bd. 6 pag. 1—164, Taf. 1—6. üeber Fang und Handel mit Süsswasserschildkröten und Frö- schen in der Provinz Venezia macht A. P. Ninni Mittheilungen. Boll. Sog. Ven.-Trent. Sc. Nat. Padova, Bd. 4 pag. 108—113. Palaeontologisclies. R. Lydekker beschenkt vms mit dem ersten der vier Thoile des „Catalogue of the Fossil Reptilia and Amphibia in the British Museum (N. H.). London 1888. 28, 309 pag., Figg.", welcher die Reste der Ordnungen Ornithosauria , Crocodilia, Dinosauria, Squamata, Rhynchocephalia und Proterosauria der Lon- doner Sammlung behandelt und mehr oder minder kurz beschreibt und abbildet. Die systematische Anordnung ist im Wesentlichen nach Baur's neuestem Schema 1887. Von grösseren deutschen Samm- lungen enthält das Museum die Häberlein'sche 1862 von Solenhofen und die Soemmerring'sche 1827; auch die CoUection Van Breda 1871 in der Herpetologie wälirend des Jahres 1888. 177 brachte viel deutsches Material. — Ref. und Zusätze s. in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 451—453. In einer Notiz über das Parietalauge der erloschenen Wirbel- thiere [vergi.Ber.f. 1887 pag.215] sucht E. D. Cope den Nachweis zu führen, dass die Organisation gewisser Fische aus der Kohle darauf hindeute, dass der Ursprung seitlich stehender, paariger Augen auf ein einzelnes medianes Auge zurückzuführen sei. Bei den alten nordamerikanischen Batrachiergattungen fehle das Parietalloch bei Eryops und Zatrachys; nicht beobachtet sei es bei Trimerorhachis, gut entwickelt bei Cricotus. Unter den Reptilien ist es bei Diadectes sehr gross, bei Belodon fehlt es. Weitere Notizen des Verf.'s bringen die Beschreibung eines Hirnabgusses von Diadectes (Taf. 16), einer Gattung, die wahrscheinlich nur das Parietalauge, keine paarigen Seitenaugen, zum Sehen benutzte. Diese Gattung lebte vermuthlich unterirdisch wie ein Maulwurf. Der Hirnabguss eines Belodon buceros Cope (Taf. J7 — 18) wird im Vergleich zu dem von Alligator schliesslich ebenfalls abgebildet und eingehend beschrieben. Auch hier ist die Epiphyse auffallend gross, aber ein Pinealauge ist nicht mehr in Thätigkeit gewesen. Amer. Naturalist Bd. '22 pag. 914 — 918, Taf. 16—18. Eine Liste der fossilen Reptilien von Dorsetshire, England, hat J. C. Mansel-Pleydell zusammengestellt. Proc. Dorset Field Club Bd. 9 p. 1—40, Figg. G. Smets macht in seinen „Notices paleontologiques" Mit- theilungen über Palaeophis typhoeus Ow. , Trionyx hrtixelliemis Winkl. und Gavialis dixoni Ow. Ann. Soc. Scientif. Bruxelles Bd. 12. — Auch separ.: Bruxelles 1888, 8*^. 6 und 5 pag. T. Brenn an gibt eine Notiz über fossile Reptilien. Trans. Liverpool Geol. Assoc. Bd. 6 (1886) p. 32—38. A. Gaudry bringt, wesentlich seine früheren 12 Arbeiten über denselben Gegenstand zusammenfassend, die Literatur (pag. 1 — 3) und die Beschreibung der fossilen Wirbelthiere des Unt. Perms von Autun. Eingehender behandelt er die sämmtlich zuerst von ihm beschriebenen Batrachier Protriton petrolei (pag. 8 — 20, Fig. 2 — 3, Taf. 9, Fig. 2-3), Pleuronura pellati (pag. 20—23, Fig. 4, Taf. 9, Fig. 1), Actinodoti frossardi (pag. 23 — 30, 47-48 und 55 — 56, Fig. 5—8, Taf. 2, 8 und 11, Fig. 10), A. hrevis (pag. 40, Fig. 13) und Euchirosaurus roehei (pag. 45 — 47 u. 60 -70, Fig. 14 — 25, Taf. 9, Fig. 4 und Taf. 11, Fig. 1 — 9) und die Reptilien Stereorhachis domi- nans (pag. 50 — 52 und 70 — 75, Fig. 26 — 30) und Haptodus haylei (pag. 56—60, Taf. 1). Den Schluss bilden bereits veröffentlichte allgemeine Betrachtungen über die Wirbelthierfauna des Perm- systems und ihre Organisation und Entwicklung (pag. 76 — 90). Bull. Soc. Hist. Nat. Autun Bd. 1. — Ref. in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 164 — 168, 4 Figg., wo Haptodus mit grosser Wahrscheinlichkeit den Proterosauriern, Stereorlmcliis den Clepsydropiden unter den Theromoren zugewiesen wird. Arch. f. Natuigesch. Jahrg. 1889. Bd. l\. H. 1. 12 178 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Mittheilungen über die Reptilfauna des oberen Portlandien (Ob. Jura) von Boulogne-sur-Mer macht H. E. Sauvage. Lagerung und Petrefactenfdhrung werden beschrieben und dann die einzelnen gefundenen Formen aufgezählt (s. Dinosauria, Crocodilia, Chelonia, Sauropterygia und Ichthyopterygia). Bull. Soc, Geol. France (3) Bd. 16 pag. 623—632, Taf. 11—12. Aus dem Ob. Jura von Fritzow bei Cammin erwähnt W. Dam es Zähne eines Maclmnoscmrus^ kleiner als M. hngii, Plesiocheli/s- ähn- liche Schildkrötenreste und einen Zahn YonMegalosaurus n.sTp.Zeitschr. D. G eol. Ges. Berlin Bd. 40 pag. 777—778. A, Smith Wood ward giebt eine Aufzählung aller aus der englischen Kreide bekannten Wirbelthiere. Die Schildkröten sind vertreten durch zwei Gattungen mit je einer Art, die Sauropterygier durch zwei Gattungen mit 4, resp. 5 Arten, die Ichthyopterygier durch eine Gattung mit einer Art, die Pythonomorphen durch eine Gattung mit einer Art (Alosasaurus anceps Ow.J, die Ei- dechsen durch drei Gattungen mit 3 Arten, die Ornithosaurier durch eine Gattung (Ornitliochirus) mit 3 Arten und die Dinosaurier durch eine Gattung mit einer Art (Acanthopholis horrida Huxl.^. Alle Synonyme und ein analytischer Schlüssel zur Auffindung der Gattung sind beigegeben. Die sogen. Emys henstedti Mant. , die Rütimeyer für eine junge Süsswasserschildkröte hielt, wird mit Owen als erwachsene marine Schildkröte unter dem Namen Cimo- liochdys aufgeführt. Proc. Geol. Assoc. Bd. 10 pag. 274 — 285, 1 Taf — Ref in N. Jahrb. f Min. 1888 II pag. 474—475. — Eine etwas modificierte, verbesserte Liste, in der die obengenannte Dinosaurier- gattung fehlt, findet sich in Geol. Magaz. (3) Bd. 5 pag. 139 — 142. Croizier's Notiz über einen seltenen Saurier der Kreide von Südwest-Frankreich hat mir nicht vorgelegen. Act. Soc. Linn. Bordeaux Bd. 40, Act. pag. 30. Die Puerco-Epoche in Nordwest- Neumexico und Südwest- Colorado hat nach E. D. Cope bis jetzt Reste von 3 Crocodiliern, 5 Cheloniern 3 Rhynchocephalen und einer Schlange geliefert. Alle sind specifisch von Arten tieferer oder höherer Schichten verschieden. Von Gattungen reicht dagegen Qiampsosavrus und Compsemijs bis in die Laramie-Kreide zurück, und wahrscheinlich auch Dermutemys^ die durch das Wasatch- und Bridger-Eocaen bis in die Jetztzeit geht. Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 161 — 163. Derselbe zählt in seiner Synonymie der Wirbelthierfauna der untereocaenen Puerco-Schichten Neumexicos und Colorados p. 301 — 302 von Crocodiliern auf 3 Crocodilvs sp., von Schildkröten Plasto- menusf communis Cope, Clich/dra crassa n. sp., Compsemys, Emys und Trionyx sp., von Rhynchocephaliern Champsosaurus austndis, puei'censis und saponensis Cope und von Schlangen Heiagras prisci- formis Cope. Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 16 pag. '298 — 361, Taf. 4—5. In H. Filhol's Studie über die Wirbelthiere aus dem Mittel- eocaen von Issel, Dep. Aube, findet sich die kurze Beschreibung in der Herpetologie wäbrend des Jahres 1888. 179 der von dort früher angezeigten [vergl. Ber. f. 1886 pag. 153]. Schild- kröten- und Krokodilreste. Mem. Soc. Geol. France (3) Bd. 5 pag. 173—174. K. A. Weithofe r erwähnt aus tertiaeren Braunkohlen von Casteani in Toscana kurz Reste von Emys und Crocodihfs, aus Montebamboh Knochen von zwei fraghchen Triotiyx- Arten und einem Saurier. Boll. R. Com. Geol. Ital. (2) Bd. 9 pag. 366 und 367. In seiner Arbeit über die Entstehung und das Alter der Pampasformation in Argentinien bespricht Santiago Roth auch die pliocaenen Schichten von Entre Rios, aus denen pag. 415 E»iys pa- ranensis Brav., Crocodüits australis Brav, und eine Schlange an- geführt werden. Zeitschr. D. Geol. Ges. Berlin Bd. 40 pag. 375 — 464. Paunistisclies. Die Menagerie der Zool. Society in London er- hielt 1888 von Cradock, Capcolonie, Testudo tentoria und fiski pag. 674, aus Marocco Vipera arletans und Naja haje p. 684, aus Mattogrosso, Brasilien, Testtido carhonariu und von Durban, Natal, Pya-.is araclmoides pag. 686. Proc. Zool. Soc. London 1888, Ueber die geographische Verbreitung von Reptilien macht H. W. Feil den eine Mittheilung, die mir nicht zugänglich gewesen ist. Zoologist (3) Bd. 12 pag. 236—237. Palaearktische Region. A. König gibt als Anhang seiner Avifauna von Tunis auch eine Liste der von ihm gesammelten Kriechthiere. Es sind von Reptilien aus Tunis: TeMudo ibera Pall., Clemmys leprosa Schwgg. ; Lacerta ocellata Daud. var. pater Lat., Psammodi'omus algirus L., Oplnops occidentalis Blgr., Eremias guttu- häa Licht., auch in der Oase Gabes, Acanthodactylus wlgans D. B. neu für Tunis, pardalis Licht. Gabes und boskianm var. aspera Aud. Gabes, SejJs chalcides Bon., Chalcides ocellafm Forsk., Hemi- dactyh/s verruculatus Cuv., Tarentola mauritanica L.; Chamaeleon vulgaris L,; Naja Iiaje Merr., Codopeltis mompessulana Herm. typ. und var. neumayeri Fitz., Zumenis Idppocrepn Wgl, Tropidonotus viperinns Boie und Fsammophylax cucullatus Geoffr. und aus Tri- p oli tanien : Varatms arenarms D. B., Acanthodactylus pardalis Licht, und scutellatus Aud., sowie Chamaeleoti vulgaris Daud. Allen auf- gezählten Arten sind kurze Bemerkungen über Art des Aufenthalts, Lebensweise und vielfach auch genaue Fundorte beigegeben. Calanis' Journ. f Ornith. 36. Jahrg. pag. 299 — 304. F. Lataste's Notiz über ein für die algerische Fauna interessantes Reptil ist dem Ref nicht zugänglich gewesen. Bull. Assoc. Frang. Adv. Sc. Congres d'Oran d. 30. mars 1888. H. Simroth bringt Mittheilungen über die Kriechthiere der Azoren. Ursprünglich fehlten den oceanischen Liseln alle Land- reptilien. Dass Seeschildkröten vorkommen, ist sicher; Drouet gibt Ckelonia mydas an. Verf. fand Lacerta dugesi M.-Edw. auf Graciosa, Terceira und S. Miguel; die Ausbreitung derselben, sei es von Ma- deira, sei es von Graciosa aus, scheint auf die anderen Inseln erst in den letzten Jahren oder Jahrzehnten vor sich gegangen zu sein. 12* ;[80 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistimgen Eine zweite Laceiia auf Graciosa, von Walker als viridis bezeichnetj bleibt unaufgeklärt. Arch. f. Naturg. Jahrg. 1888 I pag. 201—202. C. C. Hopley. British Reptiles and Batrachians. Young Collector Series. London 1888, 8». 94 pag. J. Chalande. Faune des Reptiles de la region sous-pyre- neenne. Toulouse 1888, 8«. 13 pag. Fr. Borcherding nennt aus der nordwestdeutschen Tief- ebene vom Zwischen aliner See, Grossh. Oldenburg, hucerta agilis und vivipara, Anguis, Tropidonotus mit rix und Vipera. Abh. Nat. Ver. Bremen Bd. iO pag. 335—367. W. Wolter stör ff gibt ein Verzeichniss, sowie die Anleitung zur Bestimmung der Reptilien und Batrachier der preuss. Prov. Sachsen. Von ersteren werden aufgezählt Lacerta viridis, angeblich bei Helm- stedt und Quenstedt, L. agilis mit var. rvhra und L. vivtpara, Anguis, Tropidonotus natrix und Coro?ieUa verbreitet, und Vipera herus im Gebirge am Thüringer Wald, Kyffhäuser und Harz. Zeitschr. Ges. Naturw. (HaUe) Bd. 61 pag. 1—38. In seiner Wirbelthierfauna von Kreuznach bietet uns L. Geisenheyner eine lehrreiche Skizze der Kriechthierwelt des Nahe- thals. Sehr gute Bestimmungstabellen aller verzeichneten Arten sind beigegeben; den deutschen Localnamen ist besondere Aufmerksam- keit gewidmet. Die Reptilien sind pag. 46 — 72 abgehandelt, 2 Figg. Aus der Gegend werden beschrieben Laceiia viridis, deren letzte Stationen im Nahethal die Berge um Kreuznach und Münster sind, und für die die Form des Occipitalschildes als diagnostisches Merk- mal herbeigezogen wird, L. agilis, vivipara und mnralis im Nahethal bis Kirn aufwärts, Anguis fragilis mit zwei neuen Varietäten, Coro- nella austriaca, Tropidonotus natrix selten, tesselatus häufig, aber Naheaufwärts nur bis Niederhausen. Wird meterlang und fast 5 cm im Durchmesser. Die var. hydrus wird nach eingehenden Beob- achtungen verworfen. Ueber die Lebensweise dieser Art wird aus- führlich berichtet. Vipera fehlt; wirklich constatiert sei V. herus in der Rheinprovinz nur bei Neschen an der Wied, Buchholz (Bürger- meisterei Neustadt und Asbach), Trier [mir am letzterem Orte ver- dächtig! Ref] und Pfaffendorf oberhallD Ehrenbreitstein. Wirbel- tliierfauna von Kreuznach I. Th.: Fische, Amphibien, ReptiHen. Progr. No. 418 Gymn. Kreuznach 1888. 73 pag. A. von Mojsisovics behandelt in einer Studie über „die geo- graphische Verbreitung einiger westpalaearktischer Schlangen" unter besonderer Berücksichtigung ihres Vorkommens in Oesterreich- Ungarn eingehend das Wohngebiet von T/jp/dops vermicularis, Eri/.c jacvlus, Tropidonotus natrix (im Alpengebiet, so bei Graz, auch eine einfarbig schwarze Form; ys,v. pcrsa Pall. bei Mohäcs) , viperim/s und tesselatus var. hydrus (in Oesterreich allgemein verbreitet und vielleicht nur in einem Theil von Galizien und der Bukowina fehlend), Zamenis gemonensis mit ihren vars. carhonaria Fitz., trabalis Pall. und viridi flava Laur., Z. daJdi und hippocrepis, Elaphis cervone (Vor- in der Herpetologie während des Jahres 1888. 181 kommen bei Mehadia fraglich), savromates und dione, Coh/ber qiiadn- lineatvs, aescnlapii (Verf. tritt für active Wanderung dieser Art ein; in Steiermark hauptsächlich im Murthale), Rlnnechis scalaris, Coro- nella cmstriaca (für Notthaft's Angabe, dass Vipern berns und Coro- nella in einem und demselben Terrain sich ausschliessen, werden bestätigende Beobachtungen aus den Sannthaler Alpen und dem mittleren Murthale beigebracht), r/irondica [Ref. hat diese von Brusina für Norddalmatien erwähnte Schlange als jungen Colnber qiiatermdi- atus Gmel. erkannt] und cucullata, Coelojjeltis monspesstdana, Tarbo- phis vivax, Trkionocephahis halys, Vt'pera berus (überall in Oester- reich-Ungarn mit Ausnahme des istro -dalmatischen Gebietes; Verf fing sie nächst Baden bei Wien, im oberösterr. Hochgebirge, im Salzkammergut und an vielen Punkten in Steiermark und Kärnthen) und berus seoanei Lat. , aspis L. (Trebinje in Bosnien), ummodytes (fehlt der südungarischen Ebene), latmtei Bosc. und eiiphratka. Als innerhalb Oesterreich-Üngarns vorkommend werden bezeichnet Tro- pidonotus natrix und tesselatus, Zamenis gemonensis mit var. frabalis, Z. dahh\ Elaphis sauromates und cervone, Coluber quadrüineahis und aesatlapii, CoroneUa austriaca und girondica [letzteres sicher falsch! Ref.], CoelopeUü monspessidana, Tarbophis vivax, Vipern, benis^ aspis [bedarf der Bestätigung. Ref.] und ammodytes. Mitth. Nat. Ver. Steiermark Jahrg. 1887 pag. 223 — 287. — Auch separ.: Graz 1888, 8». 67 pag. Eine neue Fauna der Wirbelthiere Siebenbürgens bringt E. A. Bielz. Von Reptilien werden aufgezählt Emys orbicukiris, Lacertu viridis typ. und var. nov. (s. Lacertidae), agilis, miiralis und vioipara, Änguis fragilis typ. und var. c/'^.f, Viper a ammodytes und berus, Co- roneUa, Coluber aesculapii, Elaphis quaferradiatus aus den Vorbergen des Burzenlandes, im Brenndorfer Wald und Tömöscherpass, Zamenis gemonensis in den südlichen Vorbergen bei Zaison, Tropidonotus natrix und tesselatus var. hydrus mit zahlreichen Fundorten inner- halb des Landes. Verh. u. Mitth. Siebenbürg. Ver, Naturw. Hermann- stadt Jahrg. 38 pag. 106—110. G. Entz' Beiträge zur Herpetologie Siebenbürgens beschäf- tigen sich mit Vipera berus und ammodytes, Lacerta vicipara und muralis, A7ignis und der alpinen Form von Rana temporaria. Orvos Termesz. Ertesitö Klausenburg 13. Jahrg. pag. 39 — 51, Taf. 4 und Revue Siebenbürg. Mus. Ver. Klausenburg Bd. 10 pag. 123 — 135, Taf. 4. A. De Carlini zählt aus dem Val teilin, Oberitalien, auf Emys orbicularis L. (eingeschleppt); Lacerta viridis und muralis Laur. und Angiiis; CoroneUa austriaca, Zamenis gemonensis, Coluber aescidapii, Tropidonotus natrix und tesftelatus, Vipera berus von Sondrio, von Val Fontana und von Val Furva in 2000 m und V. aspis häufig aus dem Val Malenco. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 31 pag. 80—83. Von G. Kolombatowitsch erschien ein Catalogus Vertebrato- rum Dalmaticorum. Spalati, A. Zannoni 1888, 8°. 29 pag. [vergl. Ber. f. 1886 pag. 156]. 182 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen 0. Boettger zählt aus den v. Oertzen'schen und v. Maltzan'schen Reisen 11 Batrachier und 32 Reptilien von Griechenland, von den griechischen und kleinasiatischen Inseln und von Kleinasien auf und gibt eine Uebersicht über alle das griechisch-kleinasiatische Gebiet betreffende Fundpunkte dieser Arten. Von besonderem Interesse dürfte sein das Vorkommen von Tropidonotus tcsselatus Laur. auf Greta, von A/if/m'-^ bei Brussa, von Lacerta danfordi Gthr. auf Rhodos, Symi, Samos und Nikaria, von Algiroides nigropvnctatus D. B. auf Kefallonia, von Ophiops auf allen kleinasiatischen Küsten- inseln, von Mabuia septemtaeniata Rss. auf Rhodos, von Chaniacleon vulgaris Daud. auf Samos, von Coluber quadrilineatus Fall, und Coelopeltts in Thessalien, letztere auch aus Kleinasien, und von Testudo iheni Fall, auf Kos. Ein neuer Gymnodactylus (s. Gecko- nidae). Alle aufgezählten Arten werden nach ihrer Provenienz, ob aus dem Norden, Süden, Westen oder Osten stammend, geprüft und nachgewiesen, dass z. B. Greta nur Tarentola aus dem Süden er- halten haben kann, während auch die meisten von Norden vor- dringenden Arten diese Insel nicht zu erreichen im Stande waren. Hauptresultat ist, dass die Wanderungen der griechisch -klein- asiatischen Reptilien von Westen nach Osten nahezu um das Doppelte erfolgreicher gewesen zu sein scheinen als in umge- kehrter Richtung. Sitz. Ber. Akad. Wiss. Berlin pag. 139—186. — Ref. in Amer. Naturahst Bd. 22 pag. 543 — 544. G. A. Boulenger gibt eine Liste aller bis jetzt aus Cypern erwähnten Kriechthiere [vergl. Ber. f. 1887 pag. 171]. Es sind mit Clemmys caspia var. rimdata Val., die als neu für die Insel be- zeichnet wird, 2 Schildkröten, 17 Eidechsen, 10 Schlangen und 5 Anuren, doch wird das Vorkommen von Testudo marginata Schoepff, Tarentola matirltanica L., Anguis fragäis L., Blanus strauchi Bedr., Lacerta muralis Laur. und Tropidonotus tesselatus Laur. als fraglich, das von Lacerta vivipara Jacq. und Chalcides tridactylus Laur. als sehr fraglich bezeichnet. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 505 — 506. L. Krulikowski's Aufzählung der Kriechthiere der Umgegend von Sarapone ist dem Ref. unzugänglich geblieben. Bull. Soc. Oural. Jekaterinbourg Bd. 11 pag. 233 — 236. 0. Boettger gibt eine vorläufige Mittheilung über die Kriech- thiere Transkaspiens. Aufgezählt werden ausser 2 Anuren 44 Reptilien, von denen als sicher nachgewiesen bezeichnet werden: Testudo horsfieldi Gray und Emys orbicularis L, ; Teratoscincus scincus Schlg., Crossohamon eversmanni Wgm., Gymnodactylus caspius Fitz., fedtschenkoi und russoivi Str., Agama sanguinolenta Fall, und caucasia Eichw., Phrynocephalus helioscopus Fall., interscapularis Licht, und mystacems Fall., Opkisaurus apus Fall., Varanus griseus Daud., Eremias intermedius Str. und velox Fall., Scapteira grammica Licht, und scripta Str., Mabuia septemtaeniata Rss., Eumeces schnei- deri Daud.; Typhlops vermicularis Merr. , Cyclophis fasciatus Jan, Lytorhynckus ridgewayi Blgr. , Zamenis diadema Schlg. var. schira- in der Herpetologie während des Jahres 1888. 183 zana Jan, Z. ravergieri Men. var. fedtschenkoi Str. und Z. ventt't- maculutus Gray var. harelini Br., Ptyas mucosus L. , Tropidonotus nutrix L. var. persa Fall, und Tr. tesselutus Laur. var. hi/drvs Fall., Taphrometopon lineolatum Br., ^'y^/A' jacuhis L. var. miliaris Fall., iVa;'a tripndinns Merr., Vipera ohtusa Dwig. , EcJtis arenicola Boie und je ein neuer Phrynocephalus und eine Colubrinengattung (s. Aga- midae, Colubrinae). Sieben Arten davon sind neu für das russische Reich. Zool. Anzeiger 11. Jahrg. pag. 259—263. Desselben ausführliche Arbeit über die Reptilien und Batrachier Transkaspiens findet sich in Zool. Jahrb., Abth. f. Syst. Bd. 3 pag. 871 — 972, Taf. 34. Das Material stammt von der Radde- Walter'schen Expedition 1886 — 87; vier von 0. Herz in Chorassan gesammelte Arten sind beigefügt. Die Artenliste ist oben schon mitgetheilt. Angeschlossen sind Schlussfolgerungen in Bezug auf geographische Verbreitung und Wanderungslinien. Eine transkas- pische Frovinz (mit Westturkestan) wird vorgeschlagen; nur mit dem Süden (Nordpersien) bestand ein lebhafter Artenaustausch. A. M. Nikolskij zählt aus der Balkasch-Depression 21 Rep- tilien und 3 Batrachier auf. Arbeit. (Trudi) St. Fetersburg. Naturf. Ges. Bd. 19, Beü. II pag. 150—161 (russ.) [vergl. Ber. f. 1887 p. 172]. Nordamerikanische Region. D. S. Jordan. A Manual of the Vertebrate Animals of the Northern United States, including the District North and East of the Ozark Mts., South of the Laurentian Hills, North of the Southern Boundary of Virginia, and East of the Missouri River; inclusive of marine species. 5. Edit., entirely rewritten and much enlarged. Chicago, A. G. McClury&Co. 1888, 8". 375 pag. Die Batrachier sind auf pag. 174— 186, die Reptilien auf pag. 187 — 211 aufgezählt. A. W. Butler fügt in seinen Bemerkungen zu Reptilien und Batrachiern von Indiana der Fauna dieses Staates zwei neueEutaenien zu, die Cope neu beschrieben hat, und 0. F. Hay in Nachträgen zur Liste der Reptilien von Indiana [vergl. Ber. f. 1887 pag. 172] CinosUrnum p^nnsylvanicum^ Tropidonotus rigidus und Cnemidophorus sexlineatus ^ alle auf die Gewährschaft von R. Ridgway hin. Amer. Naturalist Bd. 22 pag. 94. — Vergl. auch A. W. Butler in Journ. Cincinn. Soc. Nat. Hist. 1887 und betreffs der neuen Eutaenien unten E. D. Cope unter Colubrinae. Eine systematische und synonymische Aufzählung der Schlangen von Florida gibt E. D. Cope (s. unten Ophidia). Free. U. S. Nat. Mus. Bd. 11 pag. 381—394. Derselbe verzeichnet die von W. Taylor in San Diego, Südwest- Texas, gesammelten Reptilien. Es sind die 4 Schildkröten Cinostei'num flavescens Ag., Pseudemys ornata Gray (neu für Texas), Cistudo ornata Ag. und Xerohates berlandieri kg.; die 14 Eidechsen Oligosoma laternle Say, Etmieces ohsoletus B, G., Cnemidophorus sex- Uneatus h. und. tesselatiis, Sceloporusf scalaris Wgm., variabtlis Y^gm., spinosus Wgm., eine sp. indet. und torquatus Green, das neue Genus 184 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Lysoptychvs (s. Iguanidae), Holhrookia propinqua D, B. und texana Trosch., Crotaphytiis coUans Say und Phrynosoma cornutum Harl, und die 17 Schlangen Tantilla gracilis B. G. und nigricans Kenn., Contiu episcopifs Kenn., Ophibolvs myi Holbr., Rhinochilus lecontei B. G. , Hypsiglena ochrorhynchvs Cope, Cohiher ohsoletus Say und emoryi B. G. , Pityopliis sayi Schlg. , Spilotes corais var. erebenna Cope, Cycloph/s aestivus L. , Bascanium flugeUiforme Cat., Heterodon platyrliinvs Latr., Eidaenia marciana B. G., Natrix rhombifera Hall., Elaps fvlvius L. und Crotalus adamanteus var. atrox B. G. Ebenda pag. 397—398, Taf. 36, Fig. 1. Eine Herpetologie der Umgebung von Mexico (Valle de Mexico) veröffentlicht A. Duges. Naturaleza Mexicana (2) Bd. 1 p. 97 — 145, Taf. 11—13. Indische Region. Nach H. M. Phipson beherbergt die Prae- sidentschaft Bombay von Giftschlangen Ophiophagus elaps, Naja triptulians^ Bxmgurus arcuatns^ CalJopliis trimaculatus und nigrescens, Dahoia elegans, Echis carinata, Trimeresurus unamallensis und Hyp- nale nepa. An der Küste finden sich Ilydrophis diadema, robustus, curtus, aurifasciatus, phipsoni, guentheri, lindsayi und chloris, sowie Enhydrina bengalensis und Pelamis bicolor. Nature Bd. 38 pag. 284. Haly beschreibt 2 neue Schlangen von Ceylon (s. Colubrinae). Taprobanian (Colombo) Bd. 3 pag. 51. G. A. Boulenger gibt ein Verzeichniss der von L. Fea in Burma nördlich von Tenasserim gesammelten Ptcptilien. Er nennt, unter Angabe genauer Fundorte, 6 Schildkröten: Testudo elonguta Blyth, Nicoria trijuga Schwgg. , Batugur bashu Gray, Kachuga triüittata D. B., Emyda scutata Pts. und Trionyx formosus Gray; 24 Eidechsen: Ilemidactylus frenatus D. B., gleadowi Murr., bowringi Gray, garnoti D. B. und platyurus Schnd., Gehyra mutilata Wgm., Gecko verticiUatus Laur., Draco macu latus Gray, Calotes versicolor Daud. und salvator Laur., Tachydromits sexlineatus Daud. , Mabuia multifasciata Kühl, macularia Blyth und quadricarinata Blgr., Lygo- somu indicum Gray, 'niuculatwm Blyth, doriae, kakhienense und feae Blgr. und cyaneUum Stol, Tropidophorus yunnanensis Blgr.; 43 Schlangen: Typldops horsfieldi Gray und braminus Daud., Cylindrophis rufus Laur., Xenopeltis unicolor Reinw., Python molurus L., Simotes bicafenatus und theobaldi Gthr., Ablabes collaris Gray, Coluber porpltyraceus Gray, Compsosoma radiatum Schlg., Ptyas mucosus L. und korros Reinw., Zaocys nigromarginatus Blyth, Tro- pidonottis quincunciatiis Schlg. , macrophthalmus Gthr. , platyceps Blyth, submin/atus Schlg., liimalayanus Gthr., stolatus L. und dipsds Blyth, Hypsirliina enhydris Schnd. Psnmmodynastes pidverulentus Boie, Gonyosoma gramineum Gthr., Dendrophis pictus Gmel. , Chry- sopelea ornata Shaw, Trugops prasinus Boie, Passerita mycterizans L., Dipsas multimaculata Schlg., und ochracea Theob., Ophites fasciatus And., Lycodon aulicus L., Naja tripudians Merr., Ophiophagus elaps Schlg., Bungarus fasciatus Schnd. und semifasciatus Kühl, Callophis in der Herpetologie während des Jahres 1888. 185 macdellandi Reinh., Bothrops monticola Gray und f/rami/teus Shaw, sowie 2 neue Gattungen und G neue Arten von Schlangen (s. Colu- brinae, AmblycephaKdae, Viperinae). Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova (2) Bd. 6 pag. 593—604, Taf. 5—7. 0. Boettger nennt aus Bangkok, Slam, u. a. Calotes versicolor Daud., Liolepis belli Gray, XenopeUis unicolor Reinw., Tropidonotus quincunciatus Schlg., Ilonudopsis huccata L., Chrysopelea ornata Shaw und Ulupe davkoni Blfd. 26./28. Ber. Offenbach. Ver. Naturk. 1888 pag. 54. G. Doria beschreibt 3 neue Eidechsen der Gattungen llarpe- saiirus^ Dendragama n. gen. und I^ygoHoma (s. Agamidae, Scincidae) aus Sumatra und nennt Lophocalotes luedekingi Bleek. vom Berg Singalang, West-Sumatra. Ann. Mus. Civ. St. Nat, Genova (2) Bd. 6 pag. 646—652, 2 Figg., Taf. 8. J. Gogorza y Gonzalez gibt Beiträge zu einer Wirbelthier- fauna der Philippinen. Aus den Museen von Madrid und von der Philippinen-Ausstellung in Madrid v/erden 87 Reptilien als aus dem Archipel stammend namhaft gemacht. Neu für die Fauna sind nach des Ref. Ansicht pag. 28 Sep.-Abdr. Draco dussumieri D. B., Dr. quifiquefasciattis Gray (Sämar), pag. 29 Egeniia cunninghami Gray, Lygosoma chalcides L., pag. 30 Calamaria cermiformis D. B. (Sämar), Coryphodon korros Reinw. (Manila) [= Zaocys luzonensis Gthr. Ref.], pag. 32 Dipsas drapiezi D. B. (Mindanao) und pag. 34 Ilydrophis schistosns Daud. (Mindanao). [Der grösste Theil dieser Identificationen beruht sicher auf falscher Bestimmung. Ref.] Anal. Soc. Espan. Eist. Nat. Bd. 17 pag. 272—281 (Sep. Abdr. pag. 26 bis 34). 0. Boettger bringt in seinen Materialien zur herpetologischen Fauna von China II [vergl. Ber. f. 1885 pag. 254] eine Liste der zweiten v. Moellendorff'schen , der Herz'schen und der Schmacker' sehen Sendungen von Reptilien aus China. Aufgezählt und mehr oder weniger eingehend beschrieben werden Henu'dadylus frenatKs D. B., Gecko japonievs D. B., swinhoei Gthr. und L'crticüJahi>i Laur., Calotes versicolor Daud., Liolepis belli Gray, Tacliydromus sexlineatvs Daud,, Eremias argtis Pts. typ. und var. brenchleyi Gthr., Lygosoma laterale Say und chinense Gray, Tropidophorus sinicus Bttg., Eicmeccs chinens'is Gray; Typhlops braminus Daud., Simotes swinhoei Gthr., Cyclophis major Gthr., Coluber rufodorsatus Cant., Elaphis taenmrus Cope und virgatus Schlg., letztere von Korea, Compsosoma radiatum Schlg., Cynophis moellendorffi Bttg., Ftyas korros Schlg. und mucosus L., Tropidonotus quincunciatus Schlg., stolafus L. und subminiatus Schlg., Hypsirhina bennetti Gray, chinensis Gray und plumbea Boie, Ilomalopsis buccata L., Chrysopelea ornata Shaw, Dipsas midti- maculata Schlg., Lycodon aulicus L., Pareas mocllendo)-ffi Bttg., Python retütdatus Schnd., Naja tripudians Merr., Ophioph<(gi(s elaps Schlg., Bungarus fasciatus Schnd. und multicinctus Blyth, Ilydrophis cyanocinctus Daud., gracilis Shaw und viperinus Schm., Pelamis 186 Dl". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen bicolor Schnd., Trimeresiirus erythrurxiH Cant. und graniineus Shaw. Zum Schluss wird eine Aufzählung aller Reptilien und Batrachier Chinas mit Angabe der Literatur und Fundorte pag. 103—169 gegeben, auf die Verwandtschaft dieser Fauna mit der Nordamerikas aufmerksam gemacht, erwähnt, dass die Insel Hainan bis jetzt kein einziges ihr eigenthümliches Kriechthier geliefert habe, und ein Vergleich der herpetologischen Fauna Chinas mit der der Philippinen angestellt. Ein genavies Register aller Arten und Synonyma ist der Arbeit beigegeben. 26. /28. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. pag. 53 bis 191, Taf. 1—2. G. A. Boulenger beschreibt von Hongkong, Südchina, 2 neue Schlangen (s. Colubrinae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 2 pag. 43 bis 44. A, Günther gibt Bemerkungen zu einer Sammlung Reptilien, die A. E. Pratt in dem Gebirge nördlich von Kiukiang, üstchina, zusammengebracht hat. Die Arten, bei welchen eingehendere systematische Mittheilungen gemacht werden, sind in der folgenden Liste mit * bezeichnet. Es sind '^Emys reevesi Gray , Trionyx sinensis W gm.] Tachydronins septemtriojialis Gthr. und w ölte ri Fisch., ^Lygosoma reevesi Gray, Eumeces elegans Blgr. , Gecko japo^iicns D. B. ; *Calamaria quadrimacvlataJ). B. (auch von Hongkong), Coluher rufodorsatus Cant., Elaphis dione und sauromates Pall., Zaocys dhumnades Cant., Ptyas korros Reinw., *Phyllophis curinatus Gthr., Cyclophis major Gthr. , Tropidonotus annularis Hall, und tigrinus Boie, Ophites septemtrionalis Gthr., Lycodon rufozonatus Cant., Bvngarus semifasciatus Kühl, Callopkis anmdaris Gthr., Halys blom- hoffi Boie und 2 neue Sclilangen (s. Colubrinae und Crotalinae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 165—172, Taf. 12. 0. Boettger bringt eine kleine Liste ostasiatischer Reptilien. Es sind: Japulnru polygonata Hall, und Eumeces marginatus Hall, von 0-sima, Liukiu-Insein, Lygosoma laterale Say von Napier Island nördlich von Ningpo, Pareus moellendorffi Bttg. vom Lofoushan- Gebirge bei Canton und Trimeremirus gramineus Shaw von Süd- Formosa. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. Frankfurt pag. 187—190. Afrikanische Region. G. A. Boulenger verzeichnet weiter von Maskat, Arabien, [vergl. Ber. f. 1887 pag. 174] Dermoclielys coriacea L., Rhagerrhis producta Pts. und eine neue Eryx (s. Boinae). Ann. Mag. N. H.' (6) Bd. 2 pag. 508—509. E. H. Giglioli zählt von der Reise des Grafen A. Buturlin und des Dr. L. Traversi aus Assab auf Tlemidactyhcs verriiculatus Cuv., aus Schoa Agama atricollis Smith von Entotto, Mabuia striata Pts. von Let Marefia und Boodon lemniscatus D. B. Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova (2) Bd. 6 pag. 65—67. F. Mocquard berichtet über die Sammlung G. Revoil's in Somaliland und Sansibar. Aufgezählt und mit systematischen Anmerkungen versehen werden 20 Eidechsen, darunter Chamaeleon gracilis Hall., Uemidactylus mabuia Mor. und frenatns Schlg., Agama in der Herpetologie währenfl des Jahres 1888. 187 rueppeUi Vaill., Latastia longicaudata Rss., Gongylus ocellatus Gmel., Eumeces sundewaUi Smith, Enprepcs punctatissimus Smith, comorensls und Inklebrandti Pts., Ablepharm houtoni var. peroni Coct. und Ägamodon anguUceps Pts. aus Somaliland, Chamaeleon dilepis Leach, Varanus niloticus D. B. und alhigtdari^ Daud. , sowie Gerrhosuurus major D. B. aus Sansibar, Lygoddctylns picturatus Pts. aus Somali- land und Sansibar, und 3 neue Arten von Hemidactylus, Eremias und Ägamodon; 12 Schlangen, darunter Eryx thehaicus Geoffr., Coronella olivacea Pts., Psammophis hiseriatus Pts., Crotaphopeltis rufescens Gmel., Dasypeltis scabra var. medicii Bianc. und Telescopiis obtusus D. B. aus Somaliland, LeptopJus ptmctatus Pts. und Psamm- ophis sibilans L. aus Sansibar und Boodon quadrilineatus D. B. aus Somaliland und Sansibar, sowie 2 neue Gattungen von Calamarien und eine neue Dasypdtis (s. Geckonidae, Ämphisbaenidae, Lacertidae; Colubrinae, Dipsadinae). Mem. Cent. Soc. Philomath. Paris 1888 pag. 109—134, Taf. 11—12. Fr. Stuhl mann erwähnt beiläufig von Sansibar Varanus nüottcus, Crocodih/s nil oticus nnd Larven von Dactylethra. Sitz.-Ber. Preuss. Akad. Wiss. Berlin pag. 1255 ff. A. Günther nennt von Monbuttu im Obercongogebiet Pelo- medusa subrufa Lac; Varanvs niloticus L. , Hemidactylus brookei Gray, Lygodactylus gidturalis Boc. ; Chamaeleon senegalensis var. laevigata Gray; Typhi ops eschrichti Schlg, und liberiensis Hall., Neu- sterophis atratus Pts., Dasypeltis scabra L. , Psavimophis sibilans L., Atractaspis aterrima Gthr. und irregularis Reinh. und eine neue Ahaetulla (s. Colubrinae), sowie 4 Frösche (s. Ecaudata). Von diesen 17 Arten sind 9 in Afrika weit verbreitet, 7 westafrikanisch, aber keine einzige typisch ostafrikaniseh. Danach wäre die Fauna des oberen Congo in ihrem Charakter mehr west-, als ostafrikanisch. Proc. Zool. Soc. London 1888 pag. 50—51. In seinem Beitrag zur Kenntniss der tropisch-afrikanischen Schlangen beschreibt derselbe eine grössere Anzahl von neuen Gattungen und Arten, von denen unten (s. Colubrinae, Dipsadinae, Elapinae) speciell die Rede sein soll. Er vergleicht die Formen der Seen-Districte von Centralafrika eingehend mit denen West- afrikas und des Sansibar- und Mossambique-Districts. Danach kommen von 46 centralafrikanischen Arten, deren Fundorte genau verzeichnet werden, 22 an der Westküste, 17 im Gebiet von Sansibar und 18 in Mossambique vor. lieber ganz Tropisch -Afrika sind verbreitet die folgenden 11: Typhlops schlegeli Bianc, Coronella olii-acea Pts., Psammopliis sibilans L., Dasypeltis scabra L., Bucephalus capensis Smith, Lejriodira rufescens Gmel. und semiannxdata Gthr., Boodon lineatus D. B. , Python sebae Gmel., Naja nigricollis Rhdt. und Clotlio arietans Merr. Von den übrigbleibenden 35 Arten haben nur 11 nicht den Weg nach West- oder Ostafrika gefunden und müssen als specifisch centralafrikanisch aufgefasst werden. Von diesen 35 Species kennt man 3 von Lado und dem Nyanzasee (2 188 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen davon ostafrikanisch), 7 von Monbuttu und Semmio (6 davon west- afrikauisch), 11 vom Kilima-ndjaro (3 davon west-, 4 ostafrikanisch), 4 von Mpwapwa und Ugogo (1 west-, 2 ostafrikanisch), 11 vom Tanganyikasee (1 west-, 8 ostafrikanisch) und 6 vom Nyassasee (1 west-, 3 ostafrikanisch). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 1 pag. 322—335, Taf. 18—19. G. A. Boulenger beschreibt aus Madagaskar 2 neue Eidechsen, ein Chamaeleon und 4 Schlangen, von Nossibe 2 neue Chamaeleonten (s. Uroplatidae, Scincidae, Chamaeleontidae , Coki- brinae und Dipsadinae). Ebenda pag. 101 — 107, Taf. 5 — 6 und pag. 22—23, Taf. 2. Derselbe nennt Ilomopuf< signatus Walb. von O'Kiep, 2500', in Namaland, Agama planiceps Pts., sowie je einen neuen Pachy- daciyhis und Mabuia aus Namaland, Pythonodipsas carhiata Gthr. und eine neue Oednra aus Damaraland, eine neue Vipera aus Walfischbai, Damaraland, und Typldops schlegdi Bianc, Ilomalosoma variegatum Pts. und eine neue ^lapsoidea aus Delagoa-Bai (s.Gecko- nidae, Scincidae, Elapinae und Viperinae). Ebenda ?(6) Bd. 2 pag. 136—141. J. G. Fischer zählt aus Deutsch-Südwestafrika und speciell von Angra Pequena, | Aus, Suibes und Bethanien 8 Arten Schlangen und (abgesehen von einigen noch unbeschriebenen Eremias-krien) 26 Species Eidechsen auf, von denen die ihres Fundorts wegen interessantesten hier erwähnt werden sollen. Coronella cana Schlg. I Aus, Fsammophis sihüans L. var. furcata Pts. | Aus und Route I Aus -Bethanien, Boodon geometricus L. | Aus, Naja haje L. | Aus- Bethanien; Chondrodactylus angulifer Pts. | Aus-Bethanien, Agama armata Daud. | Aus und | Aus - Bethanien , aculeata Daud. und hi'acliyvra Blgr. | Aus, Mahuia sidcata Pts. var. sexviftata J. G. Fisch, und M. occidentalis Pts. | Aus-Bethanien, M. caria Pts | Aus und I Aus -Bethanien, Ni/cras tessdata und Scelotes capensis Smith | Aus- Bethanien, Eremias suborbitalis Pts. j Aus und | Aus -Bethanien, und ata Smith Angra Pequena, ] Aus und j Aus-Bethanien, capensis Smith j Aus-Bethanien und Scaptcira hnoxi M.-Edw. | Aus. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. Bd. 5 pag. 11. 0. Boettger gibt in Materialien zur Fauna des unteren Congo II [vergl. Ber. f. 1885 pag. 256] pag. 5—11 die Literatur über die Kriechthiere des genannten Gebietes und beschreibt sodann mehr oder weniger eingehend 5 Schildkröten: Cinyxis erosa Schwgg., Felomedvsu galeata Schpff., Stern othaerus derhyanvs Gray, Chelone viridis Schnd. und Thalassochelys olivacea Eschsch.; ein Crocodil: Crocodihis vvlgaris Cuv. ; 12 Eidechsen: Hemidactylns malmia Mor., Agama colonorum congica Pts., Varanus niloticus L. , Monopeltis houlengeri Bttg., Gerrhosaurus nigi'olinexdus Hall., Mahuia maculilahris und raddoni Gray, Lygosoma fernandi Burt. , Ahlepkan/s cabindae Boc, Sep)sina liessei 'Qtig., Feylim'a currori Gr&y und macrolepis Bttg.; in der Herpetologie während des Jahres 1888. 189 3 Rhiptoglossen : ChamaeJeon gmcilis Hall., parmlobus Blgr. und dilepis Leach; 34 Schlangen: Typldops esch rieht i Schlg. und congicus Bttg., Xenocalamus mechowi Pts., Coronella olivacea Pts., Bothroph- thalmus Imeatt^s Fts., GrayiatrianguJarifi Hall., Psammophis sibilansh., Dromophis angoJensis Boc, Phüothamnns dorsalis Boc, heterodermtfs Hall, heteroleptdotus Gthr. und irregidaris Leach, Hapsidophrys smaragdma Boie, Thrasops flavigidaris Hall. typ. und var. ptistvlata B. P., Crypsidomvs aethiops Gthr., Bucephalus capensis Smith, Dryo- phis kirtlandi Hall. , Lycopkidium capense Smith vars. , Boodon lineatus D. B. typ. und vars., Leptodini rufescens Gmel., Dipsas hlandingi Hall, und pidveruJenta Fisch., Dasypeltis scabra L. und vars., Python sebae Gmel., Naja haje L. var. und ntgricoUis Reinh., Elapsoidea guentheri Boc. und hessei Bttg., Dendraspis jamesojii Traill., Atractaspis irregularis Reinh. typ. und var. congica Pts., Causus rhombeatus Licht., Viperu urietans Merr., Atheris squamigera Hall, und laevicepf< Bttg., sowie 7 Anuren. Das Verhältniss von Giftschlangen zu nichtgiftigen beträgi in Niederguinea 27 — 30 : 100, im Untercongogebiet aber 48 : 100. Eine Vergleichstabelle zeigt, dass von den unmi